Wir haben unser 50. Projekt für Jerusalemer Kinder in Armut eingeweiht! Erfahre wie der Kindergarten im Süden der Stadt mithilfe unserer Freunde und Spender vollständig renoviert wurde und welche Möglichkeiten die Kinder nun haben.

Ein Bericht von Alexander Hofmann

Fröhliches Kinderlachen gehörte zum besonderen Höhepunkt unserer diesjährigen Israelrundreise. Mit 161 lieben Menschen flogen wir Ende Oktober nach Tel Aviv und erlebten während der zehntägigen Reise viele eindrucksvolle Momente. Zum Abschluss in Jerusalem stand uns ein bedeutender Tag bevor: Die Einweihung eines Kindergartens in einem Armenviertel in Gilo, am südlichen Rand von Jerusalem. Mithilfe großzügiger Spenden der Missionswerkfreunde wurde er völlig renoviert: Neue Ausstattung wurde angeschafft, eine Schalldämmung eingebaut sowie ein rutschfester Bodenbelag. Asbestteile wurden entsorgt und die Kinder profitieren nun von neuen bautechnischen Vorteilen. Dank qualitativ guter Bildung in einer förderlichen Umgebung bekommen sie hier eine Perspektive, um die Armut hinter sich zu lassen. Projekte wie dieses fördern auch den Frieden der gesamten Region, weil sie ein besseres menschliches Miteinander ermöglichen.

Während der Einweihungsfeier dankte Iris Bondy vom Stadtkibbuz, zu dem der Kindergarten gehört, für die geleistete Hilfe: „Danke für Ihre Unterstützung, die so große Auswirkungen auf die Umgebung in Gilo hat!“ Unter großem Beifall wurde eine Hinweistafel in hebräischer und englischer Sprache enthüllt. Anschließend waren wir eingeladen, den älteren, noch nicht renovierten Kindergarten zu besichtigen und natürlich auch den neuen Kindergarten zu bestaunen – und damit das Leben und Lachen der Kinder in ihrer neuen Umgebung zu hören.

Feierlicher Empfang

Die Einweihung dieses Projekts war in diesem Jahr auch deshalb etwas ganz Besonderes, weil es schon das 50. Projekt war, das wir als Missionswerk Karlsruhe unter dem Motto „Hoffnung geben, Zukunft leben“ in Israel verwirklichen konnten. Für dieses Jubiläum stand deshalb am Abend noch eine ganz besondere Ehrung auf dem Programm: Im Teddy-Park waren wir als Reisegruppe zum feierlichen Empfang geladen. Namensgeber Teddy Kollek, der legendäre Jerusalemer Bürgermeister, verband nicht nur eine Freundschaft mit Siegfried Müller, sondern gründete 1966 auch die „Jerusalem Foundation“, eine unabhängige und gemeinnützige Organisation, die sich unter anderem für soziale Dienste und Frieden zwischen Bevölkerungsgruppen einsetzt.

Der amtierende Jerusalemer Oberbürgermeister Nir Barkat und Yohanna Arbib-Perugia, die Präsidentin der Jerusalem Foundation, begrüßten uns und hoben die langjährige und herzliche Freundschaft der Familien Müller mit Jerusalem und der Jerusalem Foundation hervor. Irene Pollak-Rein, die Leiterin der deutschsprachigen Abteilung der Jerusalem Foundation, wies darauf hin, dass bereits im letzten Jahr mit Daniel und Isolde Müller und Freunden aus der ganzen Welt das fünfzigjährige Bestehen der Jerusalem Foundation gefeiert wurde. Bürgermeister Nir Barkat drückte in seiner Ansprache aus, welche Ehre und Freude es ihm sei, Jahr für Jahr vor Daniel und Isolde Müller mit ihren Freunden zu stehen und sie als wirkliche Freunde Jerusalems zu begrüßen und willkommen zu heißen. 2017 ist reich an Jubiläen: Das Missionswerk Karlsruhe ist seit vierzig Jahren in Jerusalem aktiv, seit fünfzig Jahren ist Jerusalem wiedervereint und vor siebzig Jahren wurde der Staat Israel geboren. Er danke mit seiner Anwesenheit für die Hingabe und Liebe, die dem jüdischen Volk sowie der Stadt Jerusalem und ihren Menschen entgegengebracht werde, erklärte Nir Barkat:

„Sie sind Freunde dieser Stadt, sie sind ein Teil von Jerusalem!“

Gottes Wunsch und Wille

Yohanna Arbib-Perugia, die Präsidentin der Jerusalem Foundation, erinnerte daran, dass der Ursprung der tiefen Verbundenheit in der Freundschaft zwischen Siegfried Müller und Teddy Kollek liege, die bereits Ende der Siebziger Jahre begann und bis heute mit der nächsten Generation gepflegt und gestärkt werde.

In seiner anschließenden Rede wies Daniel Müller auf Gottes Wunsch und Willen hin. Es sei unser biblischer Auftrag, das Land Israel zu segnen und zu begleiten:

„Jerusalem ist ein Stück Heimat für uns und mit den Projekten wollen wir ein Segen sein.“

Und in diesem Sinne wird das Missionswerk mit seinen Freunden im nächsten Jahr auch ein 51. Projekt in Jerusalem ermöglichen – und danach hoffentlich noch viele weitere. Denn Gott beauftragt uns, Israel zu segnen.

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