Lies den Bericht unserer Israel-Jubiläumsreise und erfahre, wie einige Teilnehmer an den Schauplätzen der Bibel eine persönliche Gottesbegegnung hatten.

Mit unserer zehntägigen Tour im Herbst feierten wir 40 Jahre Israelreisen und die Eröffnung des 50. Kindergartens in Jerusalem. Wir haben nicht nur erlebt, wie die Bibel an Originalschauplätzen für uns lebendig wurde. Einige Reiseteilnehmer hatten auch eine ganz persönliche Gottesbegegnung.

Gleich zu Beginn reisten wir 6000 Jahre in der Geschichte zurück: in die antike Siedlung Be’er Sheva. Abraham grub dort einst einen Brunnen, der von Philistern aus Neid zugeschüttet wurde. Später hob sein Sohn Isaak den Brunnen wieder aus (1. Mose 21,30; 26,15-33). Heute kann man in der Grabungsstätte, fünf Kilometer von der modernen Großstadt Be’er Sheva entfernt, die Brunnen besichtigen. 161 Teilnehmer hatten am 24. Oktober die zehntägige Israelrundreise angetreten und wurden durch Lobpreis und die Predigt von Daniel und Isolde Müller in das Geschehen hineingeführt. Isolde sprach am „Platz der Stille“ über Gott, wie er Isaak erschien und was es für uns heute bedeutet. Immer wieder sollten wir in diesen Tagen über die biblischen Ereignisse staunen, die vor Ort ganz anders lebendig wurden.

Gottesbegegnung: Weiter Raum

Während dieser Reise hoffte ich auf eine Antwort bezüglich meines Berufs. Am zugeschütteten Brunnen von Be’er Sheva hat Isolde die Namen der verschiedenen Brunnen genannt. Der dritte Name konnte mit „Weiter Raum“ übersetzt werden. Hier sagte der Heilige Geist zu mir: „Ich stelle dich auf weiten Raum.“ Ich möchte nicht nur auf Spektakuläres schauen, sondern auf die leise Stimme hören.
Horst S.

Beduinen und Kamele

Nach unserem Besuch in Be’er Scheva hatten wir Gelegenheit zum Kamelreiten in der Wüste. Auf der Rückfahrt lauschten wir hoch über dem Toten Meer der Predigt von Daniel. Unser nächstes Ziel war die Oase Kfar Hanokdim, Freunden des Missionswerks bekannt als „Abraham´s Camp“, das wir jedes Jahr im Frühling mit einer Reisegruppe besuchen. Dany Walter, einer unserer israelischen Reiseleiter, erzählte dort aus dem Leben der Beduinen, und in der Predigt von Isolde spürten wir, wie Hoffen und Vertrauen zusammengehören. Daniel stellte uns das „Abraham´s Camp“ mit seinen Angeboten vor und wir ließen uns mit köstlichem traditionellen Abendessen verwöhnen.

Tag drei unserer Reise begann mit einer Andacht im Hotel. In Daniels Predigt ging es darum, Gottes Befreiung in uns an Geist, Körper und Seele deutlich zu machen. An der Oase Ein Feschcha erläuterte uns Dany mit viel Sachverstand die dortigen Ausgrabungen. Er führte uns durch den Naturpark zu den Süßwasserquellen, die erst mit dem Rückgang des Wasserstands erkennbar wurden. Eine großartige Erfüllung der Vision aus Hesekiel 47 im Alten Testament, die dem Propheten in der Zeit der babylonischen Gefangenschaft geschenkt wurde. Entlang der jordanischen Grenze fuhren wir nach Quasrel-Jahud, wo Jesus getauft wurde. In Galiäa bezogen wir unser wunderschönes, direkt am See Genezareth gelegenes Kibbuzhotel.

Gottesbegegnung: Nasser Schwamm

Mein Mann und ich haben euch über Bibel-TV kennengelernt. Ich finde es so toll, wie Daniel die Worte der Bibel auslegt. Daher entschieden wir uns für diese Israelreise. Ich hatte viele Fragen und in jeder Andacht erhielt ich immer mehr Antworten. Vor der Reise war ich derart leer und wünschte mir mehr von Jesus. Jetzt ist der Schwamm so nass – er läuft schon über.
Birgit K.

Paulus und Petrusfisch

Die Sonne begrüßte uns am nächsten Morgen und wir starteten gut gelaunt in einen erlebnisreichen Tag. Am Ufer des Sees Genezareth entlang fuhren wir nach Gadera, wo uns Isolde hineinnahm in die Geschichte von der Befreiung des Besessenen durch Jesus. Anschließend führte uns der Weg auf die Golanhöhen, über die Paulus vor knapp 2000 Jahren nach Damaskus reiste. Daniel beschrieb uns den Weg des Saulus zum Paulus. Dort auf den Golanhöhen wurde auch jüngere israelische Geschichte geschrieben, berichtete uns Dany Walter. Er schilderte eine Situation aus dem „Sechs-Tage-Krieg“. Weiter ging unsere Fahrt zu den Ausgrabungen bei Bethsaida. Wie Blinde sehend werden, erklärte Daniel im Hinblick auf eine Heilung, die Jesus hier vor über 2000 Jahren vollbrachte.

Ein tolles Buffet, das uns unser Busfahrer mit seiner Familie vorbereitet hatte, ließ unsere Herzen höher schlagen. Nach einem entspannten Nachmittag konnten wir uns bei der Andacht am Abend auf die Taufe am Jordan einstimmen, die wir übernächsten Tag feiern würden.

Gottesbegegnung: Blütenduft

Ich habe viele Jahre nichts mehr gerochen, weil ich eine schwere Virusgrippe hatte. In Maagan wachsen Blumen mit schönen, großen, weißen Blüten. Ich habe mich zu ihnen hinuntergebeugt – und auf einmal nahm ich ihren Duft wahr! Daraufhin bin ich die ganze Zeit in Maagan mit den Blüten herumgelaufen, habe sie im Bad verstreut und dauernd an ihnen gerochen. Ich bin so dankbar dafür!
Christina G.

Boote und Lobpreis

Am Samstag starteten wir in Richtung Tiberias. Dort erwarteten uns Boote, mit denen wir – begleitet von Lobpreismusiker Daniel Carmel – über den See Genezareth fuhren. In der Andacht ermutigte uns Daniel, wie Petrus aus unserem Lebensboot auszusteigen und vertrauensvoll auf Jesus zuzugehen. Beim Mittagessen ließen wir uns den leckeren Petrusfisch schmecken. Er verdankt seinen Namen der Geschichte aus Matthäus 17,24-27, in der Petrus im Maul eines Fisches ein Vierdrachmenstück fand, um die Tempelsteuer für Jesus und sich zu zahlen.

Anschließend besichtigten wir Ausgrabungen von Wohnräumen der ersten Christen. Der Abend schloss mit einer Andacht von Isolde zur Geschichte des Synagogenvorstehers Jairus und der Heilung der blutflüssigen Frau.

Gottesbegegnung: Ins Herz

Bei Daniels Lobpreis auf dem Schiff auf dem See Genezareth fühlte ich mich irgendwie frei, vor Gott zu stehen. Bei der Predigt von Daniel kamen mir dann die Tränen. Und eigentlich bin ich jemand, der kaum weinen kann. Diese Predigt hat mich so berührt, dass die Liebe derart in mein Herz kommen konnte.
Peter F.

Taufe und Jerusalem

Am Sonntag war es dann so weit: 14 Reiseteilnehmer wollten mit ihrer Glaubenstaufe im Jordan ihr Leben mit Jesus Christus neu beginnen. In seiner Predigt verdeutlichte Daniel die Unterschiede zwischen der Agape-Liebe Jesu und unserer menschlichen Liebe, der Phileo-Liebe. Mit Proklamationen – Bekenntnissen, was wir in Jesus sind und haben – leitete Isolde zum gemeinsamen Abendmahl über. Wir waren berührt und voller Freude, als wir nach der Taufe zu unserem Kibbuz zurückfuhren, wo wir ein Picknick genossen, bevor einige sich auf eine Jeep-Safari wagten. Der Abschluss des Tages war ein besonderer Gottesdienst mit Gebet und Fürbitte unter freiem Himmel.

Gottesbegegnung: Sorgenfrei

Gott hat uns aufs Herz gelegt, dass wir uns im Jordan taufen lassen sollen. Ich bin so dankbar, dass das ermöglicht wurde. Als ich aus dem Waser kam, konnte mich an keine Sorge mehr erinnern! Ich war frei. So innerlich frei! Das Leben ist so schön, das ist ein tolles Gefühl. Und auch mein Taufspruch – super!
Hildegard V.

Am siebten Tag fuhren wir über Kana, wo Jesus sein erstes Wunder wirkte, zur Gideon-Quelle und weiter zu einem hoch gelegenen Aussichtspunkt mit Blick auf den Bach Krit, wo Daniel uns Elias’ Erlebnisse mit Gott vor Augen malte. Dann hieß unser nächstes Ziel: Jerusalem – von uns allen mit Spannung erwartet. Ein heller Sonnenstrahl am Horizont zeigte uns den Weg. In einer kurzen Andacht auf einem Plateau über der Stadt teilten wir Brot und Wein. Gemeinsam segneten wir Jerusalem und Dany Walter sprach dazu Psalm 122 auf Hebräisch.

Via Dolorosa und See Genezareth

Am nächsten Tag berührte uns am Garten Gethsemane eine besondere Andacht zur Leidensgeschichte Jesu. Anschließend genossen wir auf dem Ölberg einen herrlichen Blick über die Stadt Jerusalem. Und noch ein besonderes Erlebnis stand uns heute bevor: die Einweihung des 50. Kindergartenprojekts des Missionswerks, das mithilfe der Freunde des Missionswerks möglich geworden war. Später führte uns der Weg über die Via Dolorosa, den Leidensweg Jesu durch die Jerusalemer Altstadt, zum Teich Bethesda. Es war eindrücklich, auf den Originalstufen des Tempels zu sitzen und dem Psalm 84 zu lauschen. Unser Reiseleiter Dany erläuterte uns die Entstehung der Tempelstufen und des Tempels. An der sogenannten „Klagemauer“, eigentlich die Westmauer des Tempels, die nach der Zerstörung als einzige stehenblieb, hielten wir im stillen Gebet inne.

Am Abend kamen wir zum beeindruckenden Teddy-Park mit Museum und Wasserspielen. Hier waren wir eingeladen, an der feierlichen Würdigung zur Übergabe des 50. Kindergartens teilzunehmen, die der Bürgermeister der Stadt Jerusalem, Nir Barkat, und die Präsidentin der Jerusalem Foundation, Yohanna Arbib-Perugia, ausrichteten. Was für ein Vorrecht, miterleben zu dürfen, wie ein großer Segen für diese biblische Stadt möglich wurde!

Weihnachten und Grabeskirche

Tag neun unserer Reise begann mit einer Andacht über Errettungen und Heilungen einiger Reiseteilnehmer. „Sprich über deinem Leben Worte des Glaubens aus“, ermutigte Daniel uns in seiner Predigt. „Wir müssen lernen mit den Augen der geistlichen Welt die irdische Welt zu verändern. Was immer wir mit Gott entwickeln, das bleibt.“ Wir verließen unser Hotel und fuhren zu einer Aussichtsstelle mit Blick auf Jerusalem. In der Andacht sprach Isolde über die bekannte Geschichte, in der Abraham mit seinem Sohn Isaak zum Opfern loszieht. Nach Lobpreis, Gebet und Fürbitte ging unsere Fahrt in die Nähe der Hirtenfelder bei Bethlehem. Passend dazu erzählte Isolde die Weihnachtsgeschichte. Am Nachmittag besuchten wir die Grabeskirche. Daniels Predigt handelte vom weggerollten Stein am Grab Jesu: Viele Christen wollen Jesus – nicht aber den Stein wegrollen. Zurück im Hotel wurde der letzte Abend unserer Reise mit einem festlichen Gala-Dinner gekrönt.

Am nächsten Morgen begann unser Heimweg: Vorbei an der beeindruckenden weißen Harfenbrücke, die 2008 am Westeingang der Stadt eingeweiht wurde, hielten wir ein letztes Mal. In Joppe predigte Isolde über Jona und Daniel beschrieb die Geschehnisse um den römischen Hauptmann Kornelius.

Nach zehn Tagen unermüdlichen und großartigen Einsatzes des Teams ging diese unvergessliche Reise zu Ende. Durch Liebe und den Glauben an Jesus Christus waren wir zu einer Einheit geworden – umso trauriger war der Abschied. Doch es bleibt der Dank an unseren großen Gott, dessen Nähe wir in vielfältiger Weise gespürt haben.

Alexander Hofmann

 

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