Indien ist ein Land starker Gegensätze: Hightech und Wohlstand stehen unbeschreiblicher Armut gegenüber. In Kalkutta leben 80 Prozent der Einwohner in Slums oder einfach auf der Straße. Vor mehr als 35 Jahren begann das Missionswerk Karlsruhe genau hier durch die ersten Patenschaften Kindern in den Slums zu helfen. Indien ist bis heute das Land, in dem sich das Missionswerk am längsten und intensivsten engagiert. Wir unterstützen derzeit 25 Schulen, einige Kinderheime, eine große Blindenschule sowie das Mercy-Krankenhaus in Kalkutta.

Unsere Blindenschule

Die Blindenschule im Umland von Kalkutta ist in den letzten Jahren dank der Spendengelder aus Deutschland von zehn auf 145 Kinder angewachsen. Die Kinder werden häufig auf der Straße aufgelesen oder von der Polizei gebracht. Vor allem blinde Mädchen sind aufgrund ihrer Behinderung in der indischen Gesellschaft völlig wertlos, sie werden von der Familie ausgestoßen oder gar zur Prostitution verkauft. Für diese Mädchen wurde ein spezielles Projekt ins Leben gerufen: Auf einer Hühnerfarm lernen sie alles über die Aufzucht von Hühnern, sodass sie sich nach ihrer Schulausbildung selbst kleine Existenzen aufbauen können.

Ein kleiner chirurgischer Eingriff in unserem Missionskrankenhaus hilft einem Teil der Kinder, bis zu 60 Prozent der Seekraft wiederzuerlangen.

Unser Missionskrankenhaus

Herzstück der sozial-christlichen Arbeit in Indien ist das achtstöckige Mercy-Krankenhaus. Es liegt mitten in der Innenstadt von Kalkutta und bietet 200 Patienten Platz. Seit dem Start vor mehr als 30 Jahren konnten 800.000 Patienten kostenlos behandelt werden. Dabei begann alles vor über 30 Jahren in einem Nebenraum einer Kirchengemeinde mit einem einzigen Schuhkarton voll Verbandsmaterial. Heute werden jährlich mehr als 100.000 Patienten versorgt.

Ein Drittel der Mitarbeiter sind erfreulicherweise ehemalige Straßenkinder. Sie erhielten in den eigenen Schulen sowie einer angegliederten Berufsschule eine Ausbildung und arbeiten jetzt als Sekretärin, Krankenschwester, Koch oder Computerfachmann.

Unsere „Essensbank“

Huldah Buntain, unsere Indienmissionarin, hat eine „Essensbank” gegründet. Auf dieses „Bankkonto” kannst du einzahlen und in Indien werden die Beträge dafür benutzt, um den Kindern Essen zu geben. In vielen Schulen steht den Schulleitern nur sehr wenig Geld zur Verfügung und sie können das Essensprogramm kaum mehr aufrechterhalten. Mit deiner Spende trägst du dazu bei, dass wir auch in Zukunft sicherstellen können, dass jedes Kind an unseren Schulen täglich eine warme Mahlzeit bekommt und damit auch  jeden Tag ein Stück Hoffnung.

Wie unsere Hilfe in Indien begann

Als Siegfried Müller 1972 zum ersten Mal nach Indien reiste, war er von der Armut und dem Elend der Menschen sehr berührt. Er fasste den spontanen Entschluss, konkret vor Ort zu helfen. Sein Schlüsselerlebnis war ein behinderter Junge, der in einem kleinen, indischen Dorf nördlich von Kalkutta wie ein Tier auf allen Vieren eine staubige Straße überquerte. Sein Begleiter, Missionar Mark Buntain, versprach der Mutter, dass er ihm helfen könne, wieder auf beiden Beinen zu gehen. Er nahm ihn mit in sein Missionskrankenhaus. Seither unterstützt das Missionswerk Karlsruhe die christliche Hilfsarbeit in Indien und ist mit dem Missionsehepaar Mark und Huldah Buntain eng verbunden.

Bitte unterstütze unsere soziale und missionarische Arbeit in Indien und weltweit jetzt durch eine Online-Spende.

 

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