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Tag 5 – Auf den Spuren des Herrn

 

Heute waren wir wieder früh auf den Beinen. Das hat sich schon in den letzten Tagen gelohnt, um die vielen schönen Orte noch vor dem Touristenansturm sehen und erleben zu können. So brachen wir morgens nach Tiberias auf, stiegen auf die Boote eines messianischen Juden und fuhren auf den See Genezareth hinaus, der hier auch unter den Namen Galiläisches Meer oder See von Tiberias bekannt ist. Mitten auf dem See feierten wir Gott im Lobpreis und hörten eine Andacht. Wie sollte es anders sein, ging es um die Geschichte, als Sturm aufkam, Jesus über den See wandelte und Petrus aus dem Boot heraus über die Wellen auf ihn zuging. Das ging so lange gut, wie er auf Jesus fokussiert war. Als Petrus dann aber darüber nachdachte, was um ihn geschah und seine Gedanken darauf lenkte, verließ ihn der Mut und er ging unter. Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Erfüllt mit Jesu Freude, Kraft und Glauben kann ich über Mauern springen, Berge versetzen oder eben über tosende Wellen gehen. Aber wenn ich auf Bedenken der Welt höre, komme ich nicht vorwärts oder gehe sogar unter. Wir haben die Wahl. Ich sage mir so manches Mal: Die göttliche Wahrheit darf ich mir so lange ins Bewusstsein rufen, bis ich es endlich glauben kann. Denn nur diese Wahrheit macht uns frei.

Im Norden des Sees gingen wir an Land und konnten ein historisches Fischerboot der Zeit Jesu besichtigen. Einerseits dachte ich mir: Bei so einer Nussschale wundert es nicht, dass die Jünger bei Unwetter drohten zu kentern und Angst bekamen. Andererseits fragte ich mich, ob mein Lebensboot Wind und Wellen des Alltags trotzen kann?

Danach fuhren wir an die Stelle, wo Jesus Brot vermehrte. Auch viele andere Wunder tat Jesus in dieser Gegend und so konnten wir an einem wunderschönen Platz mit Blick auf den See hören und darüber nachdenken, welche Macht die Worte Jesu hatten und heute noch haben. Daniel erklärte kurz, wie viel wir im Laufe unseres Lebens sprechen – und wie wenig wir doch damit ausrichten. Gehen wir’s an und sprechen mehr in GOTTES Geist!

Das Mittagessen nahmen wir in einem versteckten Restaurant ein, wieder mit Blick auf den See. Glücklich ist, wer gute Reiseleiter hat!  Den Nachmittag des Sabbats verbrachten wir auf der Hotelanlage, bevor wir uns am Abend wieder mit dem Fokus unserer Gedanken beschäftigten. Diese haben Einfluss auf die Früchte unseres Handelns. Wie sie schmecken, liegt an uns.

Liebe Grüße vom See Genezareth,
Euer David

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