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Live aus dem Missionswerk

Tag 7 – Das erste Wunder und Jerusalem

 

Am Morgen verließen wir Ma’agan mit etwas Wehmut, denn so wunderschön waren die vergangenen Tage und unsere Unterkunft direkt am See. Doch nun ging es schon weiter in Richtung Kana, wo Jesus sein erstes dokumentiertes Wunder vollbrachte, indem er auf einer Hochzeit Wasser in Wein verwandelte. Ich finde es wunderbar, dass Jesus einer schönen Feier nicht abgeneigt war. Was für ein Gegenmodell ist dieses befreite Auftreten Jesu doch zu so vielen selbst auferlegten religiösen Regeln, denen wir manchmal noch aus Tradition verhaftet sind. Mit Jesus konnte man also damals richtig Freude haben – und er ist heute noch derselbe! 🙂

Auf der Fahrt kamen wir auch am Tal der Midianiter vorbei. Dorthin floh Mose, nachdem er den ägyptischen Sklavenaufseher erschlagen hatte. Wie unser Reiseleiter Dany berichtete, werden heute die muslimisch geprägten „Drusen“ als Nachfolger dieses Volkes gesehen, die jedem Land, in dem sie leben, sehr loyal zur Seite stehen; ebenso Israel. Im Zusammenhang mit der Flucht Moses fragten wir, wie Mose es denn von den Ägyptern bis zu den Midianitern geschafft hatte? Und wir lernten, dass ein Mensch in dieser Gegend ohne weiteres zu Fuß 50 km pro Tag zurücklegen kann.

Später kamen wir an die Gideonquelle, aus der glasklares Wasser sprudelt. Während wir uns entlang des Baches und im Schatten der umliegenden Bäume entspannten, lauschten wir der Andacht von Isolde. Gideons Geschichte ist wirklich beeindruckend. Bevor er mit nur 300 Mann in den Kampf ziehen konnte, führte er einen Kampf zu Hause, wo er Götzenbilder zerstörte und dafür getötet werden sollte. Wir hörten dazu anschließend das Zeugnis einer Teilnehmerin, die sich von okkulten Gegenständen getrennt hatte und danach zunächst mit Krankheit angegriffen wurde. Erst nachdem sie wirklich alles aus ihrem Haus entfernt und zerstört hatte, wurde sie sofort wieder gesund. Lassen auch wir uns weder von Krankheit noch Anfechtung einschüchtern und trennen wir uns von allem, was zwischen uns und unserem Vater im Himmel steht. Damit wir eine ungetrübte Beziehung mit ihm haben können!

Später in der Wüste am Bach Krit hörten wir von Daniel, dass wir nach dieser intensiven Zeit mit Gott im Heiligen Land ähnlich wie Elia aufgefordert sind, auch im Alltag unseren Glauben zu leben. Aber noch ist die Zeit hier nicht zu Ende. Gegen Abend fuhren wir hinauf nach Jerusalem und begrüßten die Stadt, wie zu Zeiten Abrahams, mit Brot und Wein.

Liebe Grüße aus Jerusalem,
Euer David

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