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Tag 9 – Dimensionen, die wir heute erleben

 

Heute wurde uns eine große Ehre zuteil, denn wir konnten die Einweihung des 51. Kindergarten-Projektes in einem ärmeren Stadtteil Jerusalems begleiten. Dort wurden wir herzlich im Kindergarten empfangen und blickten in leuchtende Kinderaugen, die uns ohne Berührungsängste ihre neue Umgebung mit Freude zeigten. Man konnte spüren, dass „Hoffnung geben – Zukunft leben“ nicht nur ein Name für diese Sozialarbeit des Missionswerk ist, sondern vor unseren Augen Realität wurde und Früchte trägt.

Danach besuchten wir Golgatha und ein nahegelegenes Gartengrab, das dem Grab Jesu gleichkommt. Daniel sprach in seiner Predigt darüber, dass Menschen noch heute zu vielen heiligen Orten wie diesem pilgern und sich dort Gottes Hilfe erhoffen. Damit wird jedoch Gottes Macht an diese Orte gebunden und durch Blockaden, wie den Grabstein, letztlich auf Altbekanntes reduziert. Wir wollen nicht in diesem begrenzten Denken verharren, sondern eine enge Beziehung zum lebendigen Gott pflegen, damit er unbegrenzt in und mit uns wirken kann. Denn er traut uns viel mehr zu, als wir für möglich halten!

Nach dem anschließenden Mittagessen im Kibbutz Ramat Rachel nahe Bethlehem warfen wir einen Blick auf die Felder, wo zur Geburt Jesu die Engel den Hirten begegneten. Isolde berichtete, dass dieses Ereignis überhaupt nicht unseren bisherigen Vorstellungen der Weihnachtsgeschichte entspricht, sondern in einer Höhle umgeben von Staub und steinigen Hügeln geschah. Wir erfuhren, dass damals nicht der gesamten Menschheit globaler Frieden prophezeit wurde, sondern nur denen, die Jesus in ihr Herz lassen und ihr Leben ihm wohlgefällig ausrichten.

An einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Stadt hörten wir eine Andacht zu Isaak, der auf dem Berg Morijah an der Stelle des heutigen Felsendoms geopfert werden sollte. Gott kann auch uns Dinge wegnehmen, die zwischen ihm und uns stehen, wenn wir ihn nicht an die erste Stelle setzen. Aber Abraham hatte Vertrauen, dass Gott seine Geschichte zu einem guten Ende führen wird. So hält Gott seine Zusagen trotz Umwegen auch bei uns ein und wir müssen keine Angst vor der Zukunft haben. Erwarten wir, dass er nicht nur hier in Israel handelt, sondern auch in unserem Alltag mächtig wirkt. Bald werden wir es erleben, denn schon morgen heißt es Abschied nehmen von Jerusalem und dem Heiligen Land.

Liebe Grüße nun schon zum letzten Mal aus Israel,
Euer David

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