Wer zur Gebetsnacht im September kam, erlebte kostbare Stunden in Gottes Gegenwart. Lass dich durch diesen Bericht inspirieren, das nächste Mal auch dabei zu sein.

Ein Bericht von Meike Rösel

Gebetsnacht am 22. September 2017. Eine Nacht voller Gebet, Lobpreis und Gottes Wort. Eine Nacht, die ihm allein gehört.

So wünschten wir es uns für diese Gebetsnacht. Wir haben dafür gebetet, dass sich in dieser Nacht Gottes Liebe auf vielfältige Weise durch Veränderung, Heilung, Errettung und geistliches Wachstum ausdrückt. Und wir sind nicht die Einzigen, die sich aufgemacht haben: Über tausend Besucher kommen am 22. September 2017 in die Kathedrale, außerdem freuen wir uns über mehr als fünftausend Zuschauer, die die Gebetsnacht von zu Hause aus am Livestream verfolgen. Und unsere hohen Erwartungen werden nicht enttäuscht: Wir erleben eine Nacht voller Herrlichkeit, ein Stück Himmel auf Erden und empfangen Segen, um anderen damit zu dienen.

Begeisterte Zeugnisse

Zu Beginn spüren wir, wie der Lobpreis unsere Herzen öffnet, bereit macht zu empfangen. Gott ist spürbar nah und erfüllt den Raum mit seiner Gegenwart. Er lässt ahnen: Seine Liebe und Gnade wirken dort, wo wir Menschen aufgeben. Gott will und kann. Er berührt die Menschen überall. Es gibt keine Grenzen für seine Möglichkeiten. Das bezeugen auch die zahlreichen Zeugnisse: Ob es um Finanzen, Heilung oder berufliche Orientierung geht, viele erzählen begeistert von Gottes Wirken und sind neu motiviert von seiner Liebe. Manche Erhörungen übersteigen sogar weit die eigenen Vorstellungen. Manch einer hatte das Gefühl, dass Gott in der Ferne sitzt, den Überblick verloren oder keine Zeit für seine Kinder hat, und durfte erleben: Gott kommt nie zu spät. Er handelt genau richtig, zu seiner Zeit und nach seinem Ermessen.

Unser Wesen auf ihn ausrichten

Auf gelungene Art und Weise veranschaulichte Daniel Müller ein geistliches Prinzip: Wenn Gottes Wort in uns bleibt und wir selbst tief in Jesus verankert sind, entsprechen unsere Wünsche dem Wort Gottes. Dann wird es kein Verlangen geben, das nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmt. Wir geben unsere Wünsche nach Verwirklichung, nach Anerkennung und Reichtum auf, weil unser ganzes Wesen auf ihn ausgerichtet ist. All die Anfechtungen und Prüfungen haben keinerlei Macht, wenn wir in unserem Leben ganz klar Prioritäten setzen. Lese hier die Predigt „Die Jesus-DNA in dir” als Artikel.

Isolde Müller ermutigt uns in ihrer Predigt, ein Leben zu führen, das den Früchten des Heiligen Geistes entspricht. Viel zu oft orientieren wir uns an Äußerlichkeiten und urteilen über andere. Die Bibel sagt uns, dass unser Leben gute Frucht bringen soll, und zwar die Früchte des Heiligen Geistes: Freundlichkeit, Liebe, Güte, Freude, Treue, Selbstbeherrschung und Besonnenheit. Das soll die Grundlage im Leben eines jeden Christen sein und dafür sind wir und nicht Gott verantwortlich. Wir brauchen den Heiligen Geist mehr denn je. Denn mit unserem Leben können wir auch Menschen für Jesus gewinnen oder abstoßen. „Sind wir dazu bereit? Sind wir bereit für Veränderung?“, fragte Isolde Müller und ermutigte: „Wir sind da, um ein Zeugnis seiner Liebe zu sein.“ Lese hier die Predigt „Wie bringst du gute Frucht?“ als Artikel.

Verändern und gebrauchen lassen

„Wir empfangen Segen und sollen auch für andere ein Segen sein – Glauben ist eine Sache von Empfangen und Geben.“

So leitet Pastor Jethro Jagemann seine Predigt ein. Gott möchte wirken. Er kann Veränderung schaffen. Das ganze Land soll heute schon mit der Herrlichkeit Gottes geflutet werden, damit jeder daran teilhaben kann. Doch wer sind die Menschen, durch die Gott wirken möchte? Vor 500 Jahren schlug Martin Luther die 95 Thesen an – ein Statement bis heute. Gott suchte damals keinen Menschen mit großem Ansehen, sondern jemanden, der ihn liebte und das bedingungslos. Ein Wendepunkt hier auf Erden. Auch wir können uns auf ganz unterschiedliche Art und Weise verändern und gebrauchen lassen. Wir sind alle im Namen Jesus Beauftragte des Reiches Gottes. Wir sind Könige und Priester in Gottes Namen, die endlich aktiv werden müssen und sollen.

Kreativität der Jugend

Auch die Jugend setzt in dieser Nacht ein klares Zeichen für Jesus: Auf kreative Art und Weise, durch einen Poetry- Slam, Lobpreis und auch durch ein Theaterstück, bekommt jeder Besucher einen Einblick, worum es in der Jugendarbeit des Missionswerkes gehen soll: um Jesus! Wir orientieren uns nicht an Regeln oder Menschen, sondern an ihm. Uns soll in den unterschiedlichsten Lebenslagen bewusst werden, was unser Ziel hier auf Erden ist, wir sollen hingegeben sein, predigt Kai Vollprecht, und die Kraft und Unterstützung, die wir dafür brauchen, erhalten wir von Gott. Entscheidend dabei ist jedoch unsere Denkweise: Glauben wir an einen schwachen oder an einen starken Gott? Glauben wir an einen Gott, der alles ermöglichen kann oder zweifeln wir? Nehmen wir unseren Standpunkt in Jesus wahr und wirklich an? Gott lässt uns nicht allein, er will uns Mut schenken, damit wir wachsen können und einen Teil zu Gottes Reich beitragen. In den Bereichen, in denen wir keinen Ausweg sehen, lässt Gott Wunder zu. Wir handeln nicht aus eigener Kraft, sondern wir haben einen Fels, auf dem wir stehen. Wir haben ein Fundament durch ihn und in ihm.

Seit 25 Jahren ein Segen

Dass wir einen starken und keinen schwachen Gott haben, können wir in dieser Gebetsnacht erkennen. Stark und mächtig ist er und er segnet, auch in unseren Gebetsnächten – und das nun schon seit 25 Jahren! Sein Segen lässt sich auch nicht von Verkehrsbehinderungen oder sonstigen Störungen aufhalten. Ob in der Kathedrale oder am Livestream – wir werden gesegnet. Gott ist persönlich und individuell. Er wirkt – das haben wir wieder einmal erkannt. Es kommt nicht darauf an, ob wir – wie bei der Speisung der Fünftausend – nur fünf Brote und zwei Fische haben (Matthäus 14,13-21), seine Macht ist grenzenlos und wirkt durch uns. Tag für Tag.

Die nächste Gebetsnacht findet am Karfreitag, 30. März 2018, statt. Bist du dabei? Mehr Infos

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