Indien mitten in Karlsruhe: Erfahre hier, wie bei diesem besonderen Sommerfest soziale Hilfe und Spaß zusammenkamen.

In farbenfrohen Saris leiteten Rahel Selg und ihre Band den Lobpreis bei unserem Gottesdienst zum Sommerfest am 7. Juli 2019. Und auch sonst ging es indisch zu an diesem Sonntag: Sheila und Ivan Satyavrata, die unsere Sozialarbeit in Indien leiten, und Sanjay Prasad, Direktor des Mercy-Hospitals, waren höchstpersönlich nach Karlsruhe gekommen. Sie ehrten Daniel und Isolde Müller für mehr als 30 Jahre Dienst und Hilfe in Indien, die ihnen ein Herzensanliegen sind.

Durch diese Hilfe zur Selbsthilfe wird den Menschen vor Ort immer auch der christliche Glaube vermittelt. In über 20 Schulen werden beispielsweise Essen, Kleidung und Lehrergehälter mitfinanziert, eine Blindenschule wird dauerhaft unterstützt. Vier OP-Säle im Mercy-Hospital konnten nach westlichen Standards renoviert werden. Biosand-Wasserfilter  für Familien und Dörfer wurden errichtet.

Auch die zahlreichen Spender wurden dankend erwähnt, die durch ihre Hingabe ermöglichen, dass Tausende Hilfesuchende, hauptsächlich Kinder in Kalkutta, gesegnet werden. Pastor Ivan Satyavrata, der über 900 Gemeinden in Nordindien betreut, ermutigte in seiner Predigt, niemals müde zu werden, Gutes zu tun. Viele Stellen in der Bibel forderten dazu auf, sich Armen und Schwachen zuzuwenden, in sie zu investieren und Barmherzigkeit zu zeigen. Gerade durch die Taten von Christen können viele Menschen zu Jesus finden, erklärte Pastor Satyavrata.

Zum Nachhören

Sanjey Prasad ist selbst ein ehemaliges Patenkind und steckt als Klinikdirektor sein ganzes Herzblut in das Mercy-Hospital in Kalkutta, um möglichst vielen Menschen zu helfen und ihnen Gottes Liebe näherzubringen. Er erzählte, dass es sein Herzensanliegen ist zurückzugeben, was einmal in ihn investiert wurde. Jedes Jahr werden über 100.000 Patienten stationär oder ambulant im Mercy-Hospital behandelt. 

Nach einem bewegendem Gottesdienst in der Christuskathedrale ging das Sommerfest in fröhlicher Stimmung auf dem Außengelände weiter. Jung und Alt genossen die Zeit zusammen und hatten Spaß bei den zahlreichen Attraktionen wie einem Volleyballfeld, einer Hüpfburg, einem großen Trampolin und einem menschengroßen Fußballkicker. Für die Verpflegung sorgten die Jugend und das Küchenteam. 

Gemeinschaft zu leben, miteinander zu reden und von einander zu lernen bereichert ungemein – gerade eine Gemeinde wie das Missionswerk, die viele Freunde hat. Es war ein gelungener Tag, der nicht nur Beziehungen stärkte, sondern uns allen wieder neu ins Bewusstsein rückte, dass es Menschen an anderen Orten der Welt gibt, die uns brauchen und dass jeder Einzelne von uns Verantwortung trägt, Gottes Liebe weiterzutragen.

Meike Rösel 

 

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