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Auch online herrschte bei unserer Gebetsnacht im September 2020 eine große Verbundenheit und wir erlebten Gottes Gegenwart.

Unbeschreiblich. Das ist nicht nur ein Wort aus dem Motto „Unbeschreiblich groß“, das über der Gebetsnacht stand, sondern es klingt nach der Gebetsnacht auch staunend in uns nach. Warum? Nun, die Liste ist lang: eine Gebetsnacht, die am Tag stattfindet, eine Gebetsgemeinschaft online, Abendmahl mit lieben Menschen an ganz vielen Orten – ich könnte noch viele unbeschreibliche Punkte anfügen. Aufgrund der aktuellen Corona-Vorgaben mussten neue Wege beschritten werden, doch es ist Gottes Art zu antworten, wenn wir ihn bitten, und das oft weit über unser Verstehen hinaus. Deshalb ist es kaum realistisch, diese außergewöhnliche Gebetsnacht vollständig in passende Worte zu packen: Man musste sie einfach miterleben … 

Selfies aus aller Welt

Punkt 14 Uhr eröffnete die Jugendband mit dem glaubensvollen Song „Nichts ist dir unmöglich“ die sechs Stunden in Gottes Gegenwart, die vor uns lagen. „Mir ist nicht mehr wichtig, was ich seh, was ich fühl …“, heißt es in diesem Lied und genau das war gleich zu Beginn zu erleben. Der Fokus war auf Gott gerichtet und das Bekenntnis „Ja, ich glaub“ erfüllte die gesamte Atmosphäre. Uwe Porozynski begrüßte nach diesem lebendigen Song alle, die sich aufgemacht hatten, um auf den verschiedenen Kanälen wie YouTube, Facebook, unserem Livestream oder auch per Telefon an der Online-Gebetsnacht teilzunehmen. Er ermutigte uns, eine neue Perspektive einzunehmen und Gottes Größe – Gottes unbeschreibliche Größe – wirklich zuzulassen und nicht in unseren Gedanken zu reduzieren. Um den Zuschauern eine Beteiligung zu ermöglichen, lud er ein, ein Selfie einzusenden. Eine ungewöhnliche Aktion, doch sie wurde großartig aufgenommen. Sogar aus der Türkei und aus Nairobi erreichten uns Bilder und Grüße. Obwohl wir nur über Bildschirme miteinander kommunizierten, war eine große Verbundenheit zu erleben, als wir gemeinsam das Abendmahl feierten. Einige der über 7.500 Teilnehmer haben uns wunderbare Fotos geschickt, wie sie gemeinsam vor einem Beamer oder als Gruppe im Wohnzimmer das Abendmahl feierten und Gottes Gegenwart erlebten. Per WhatsApp haben uns verschiedene Zeugnisse erreicht. Eine Person berichtete, wie sie während des Abendmahls Freiheit und Vergebung in einer familiären Beziehung empfing und schrieb: „Jetzt bin ich endlich frei, Halleluja!“ Eine andere Person schrieb im YouTube-Chat, dass sie um Gebet bittet, weil sie einen Tinnitus hat. Kurz darauf meldete sie sich erneut und teilte uns mit, das Pfeifen im Ohr sei verschwunden. Ist Gott nicht unbeschreiblich groß? Ja, genau das ist er!

Seine Kraft wirkt

Von Gottes unbeschreiblicher Größe handelten auch die Predigten von Daniel und Isolde Müller in dieser Gebetsnacht. Genau diese Perspektive auf die Größe Gottes ist notwendig, um auch im Glauben zu empfangen. Daniel Müller beleuchtete die Kraft des Glaubens, die in 1. Johannes 5,4-5 beschrieben wird: „Unser Glaube ist der Sieg …“. Diesen Sieg durften wir in vielfacher Weise in Anspruch nehmen und erleben. Ein großer Pokal neben dem Rednerpult symbolisierte diesen Sieg und veranschaulichte diese Wahrheit. 

In den Gebetszeiten durften wir erleben, wie Gott durch Worte der Erkenntnis sprach und wirkte. Seine Kraft hat sich nicht verändert und sein Geist redet und wirkt auch in Zeiten von Corona ohne jede Einschränkung. Isolde Müller berichtete von Gebetserhörungen und konnte bei der Fülle an Zeugnissen mit Blick auf die Zeit – die wie im Flug verging – gar nicht alle weitergeben. Ganz besonders bezeugten zehn Berichte die unbeschreibliche Größe unseres Gottes, wie Menschen inmitten von Corona-Zeiten eine neue und bessere Arbeitsstelle gefunden hatten. In Zeiten, in denen andere entlassen wurden, wurde Gottes Sieg in einer passenden Arbeitsstelle sichtbar. Auch Isolde Müllers Predigt hat unseren Glaubenshorizont geweitet. Sie betrachtete mit uns, was Jesus getan hat und zeigte, wie unermesslich groß die Wunder sind, die er wirkt. 

Aus Israel per Zoom

Erstmals in einer Gebetsnacht wurden Gäste per Zoom zugeschaltet. Als Erste berichtete Dr. Judith Schreier sprudelnd und erfrischend davon, wie Gott durch das Missionswerk in ihrem Leben gewirkt hatte. Direkt aus Israel, das sich derzeit in einem harten Lockdown befindet, durften wir den langjährigen Reiseleiter des Missionswerk Dany Walter und Irene Pollak von der Jerusalem Foundation hören. Während in Israel niemand sein Haus verlassen darf, hatten wir einen Teil Israels direkt vor Ort! Dany Walters Freude an dem, was Gott durch das Missionswerk an Segen in Israel freisetzt, war überschwänglich. Es machte eine solche Freude zu hören, wie gerade während der Einschränkungen neue Möglichkeiten entwickelt wurden, die für Israel zum Segen sein werden. So wurde in den letzten Wochen ein Raum für ehemalige Drogenabhängige mit schönen Sitzgelegenheiten eingerichtet und viele Filmaufnahmen mit wertvollen biblischen Einblicken aufgezeichnet. Auch wunderschöne Bilder von den farbenfrohen und kindgerechten Räumen im 53. Kindergartenprojekt wurden gezeigt. Hoffentlich können sie im November auf der geplanten Israelreise vom Missionswerk eingeweiht werden.

Fülle aus Gottes Wort

Meine eigene Predigt stand unter dem Titel „Der Schlüssel zu Gottes Fülle“ und ich habe versucht aufzuzeigen, dass uns erst die Not das Beten lehrt, doch die Not unser Gebet nicht limitieren sollte. Gottes Wort ist ein Schlüssel zur ganzen Fülle der Herrlichkeit Gottes in unserem Leben. „Er hat uns die Tür zur Gnade geöffnet und im Glauben nehmen wir sie in Anspruch. Wir werden einmal an Gottes Herrlichkeit teilhaben, diese Hoffnung erfüllt uns mit Freude.“ Gemäß Römer 5,2 wird Gottes Verheißung mit Glauben und Hoffnung multipliziert. Es ist eine Fülle von Gottes Herrlichkeit, die er für uns bereithält und der Schlüssel dazu ist uns in Gottes Wort anvertraut. 

Auch die Jugend hat die Gebetsnacht mit wertvollen Impulsen bereichert. Dörte Hübner hat ein tiefgehendes Gedicht geschrieben, das die Not und Identitätskrise des Einzelnen dem großem ABER Gottes gegenüberstellte. Wir sehen einerseits die dramatische Not, die unter der Jugend so massiv wütet, doch im Gebet können wir proklamieren: „ABER Gott ist größer!“
Als mächtiges Werkzeug in Gottes Hand war die Online-Gebetsnacht auch umkämpft: Wir erlebten technische Angriffe, die uns hätten lahmlegen sollen. Zwei Minuten vor Beginn um 14 Uhr wurden plötzlich die Internetverbindungen der Rechner des EDV-Teams unterbrochen. Doch auch hier dürfen wir im Rückblick sagen: Gott ist nicht zu stoppen, denn er ist „unbeschreiblich groß“!

Thomas Inhoff

Die nächste Gebetsnacht findet an Karfreitag, 2. April 2021, statt. Merke dir diesen Termin schon einmal vor!

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