
77 Jahre voller Gottvertrauen
Am 11. September 1945, dem zehnten Geburtstag meines Vaters Siegfried, kehrte sein Vater Erwin Müller vom Zweiten Weltkrieg zurück. Während ich diese Zeilen schreibe, kommt mir in den Sinn: Wir haben auch 77 Jahre Frieden in Deutschland! Mein Großvater legte den Grundstein für das Missionswerk in einem Hauskreis, den er mit drei Frauen und seiner Familie begann. Ich möchte hier nicht die ganze Geschichte erzählen. Wer mehr über die Anfänge und die spannenden Jahre danach erfahren möchte, dem empfehle ich, unser Buch „Gott vertrauen“ zu bestellen.
Neue Dynamik
Wie habe ich meine nun 63 Jahre von diesen 77 erlebt? Mein Großvater war ein herzensguter Mensch, aus dem die Liebe Gottes förmlich herausstrahlte. Er liebte die Menschen, ging sie besuchen und machte Gottesdienste in deren Wohnzimmer. Ich kann mich auch noch an die letzte Evangelisation auf dem Karlsruher Messplatz erinnern, als das 10.000-Mann-Zelt zum letzten Mal aufgebaut wurde. Eine erfolgreiche Zeltevangelisations-Zeit ging zu Ende. Als mein Vater in den Siebzigerjahren die Gemeinde übernahm, dann in Korea Gott begegnete, wuchs daraus ein Missionswerk mit neuer Dynamik.
In allen Generationen war und ist Innovation – also Dinge zu tun, die noch niemand ausprobiert hat – ein von Gott inspiriertes Abenteuer. Schon immer hat mein Vater über den Tellerrand hinausgeschaut. So begann er mit Rundfunksendungen. Die Fortsetzung davon sind die heutigen TV-Sendungen und unser YouTube-Kanal.


„Ein klares Hören von Gott – und los geht’s!“ Das war Art zu glauben und zu leben, die ich in all den Jahren von meinem Vater lernen durfte. Die Kosten zu überschlagen und überzeugt davon zu sein, dass Gott zu seinem Auftrag steht, war immer der – oft auch schwierige – Weg zum Ziel. Immer ging es auch darum, die Ziele ohne Hintergedanken den Freunden weiterzugeben, die auch tatkräftig hinter unserer Arbeit stehen.
Nur selten war das Geld schon auf dem Konto, als Verträge für große Vorhaben unterschrieben wurden. Meist tat sich dort noch eine große Lücke auf. Und doch war es nie ein fahrlässiges Handeln – sondern es galt, aus Ehrfurcht vor Gott das Richtige tun zu wollen. Freunde sind gekommen und Freunde sind gegangen. Doch Gott ist geblieben.
Persönliches Geschenk
Auch in der vierten Generation gilt für uns: Bei Gott gibt es kein Unmöglich! Und das bestätigen die zahlreichen Zeichen und Wunder. Wenn wir unseren Freunden Briefe schreiben, ist mindestens ein Bibelvers darin. Mein Vater sagte einmal: „Mit dem Wort Gottes kannst du niemals etwas falsch machen!“ Ob es ermutigt, erklärt oder ermahnt: Der Heilige Geist wird es dem Empfänger beim Lesen offenbaren. Genau das erleben wir, wenn Menschen schreiben, dass sie genau das passende Wort bekommen haben.
Das ganze Missionswerk ist eine Gebetserhörung! Isolde und ich wollen Menschen Mut machen, dass Gott für sie da ist – auch wenn heute die Herausforderungen ganz andere sind als zu Großvaters Zeiten. Jede Gebetserhörung ist für uns persönlich wie ein eigenes Geschenk! Wenn Isolde mir so manche vorliest, ist es eine Bestätigung für unseren Dienst.


Große Dimensionen
„Geliebt – befreit – verändert: Gottes Plan für dein Leben“ – das ist auch heute noch die aktuelle Botschaft. In der heutigen Zeit, in der der Wohlstand bröckelt, ist die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt. Ich glaube, die Zukunft ist nicht geprägt von alten religiösen Ritualen oder modernen Gemeinden – sondern von einer ganz persönlichen, lebendigen Beziehung mit Gott! Was uns freut ist, dass genau das Menschen erleben, die zu uns in die Kathedrale kommen. Fast jeden Sonntag hören wir Sätze wie: „So eine Gegenwart Gottes wie hier verspürt man im Internet nicht!“
Wenn manchmal Menschen kommen und über das Missionswerk informiert werden möchten und ich sie dann durch das Zentrum führe und erzähle, was wir alles gerade tun, wird mir immer wieder bewusst, was für eine Dimension die ganze Arbeit hat, die wir im Grunde mit nur wenigen Mitarbeitern bewältigen. Eine große Sozialarbeit in vier Ländern plus jetzt die Ukraine-Nothilfe, unsere Medienarbeit, Gemeindearbeit, Unterwegs-Einsätze und vieles mehr. Es ist für uns Berufung, Arbeit, Hobby und Freizeitbeschäftigung – die manchmal auch über unsere Kräfte hinausgeht.
Vieles hat sich auf der Welt in den letzten zwei Jahren verändert, ganz besonders durch den Krieg in diesem Jahr. Gott hat immer noch alles im Griff und schenkt Neues! Doch wie sieht es aus? Was müssen wir verändern, sodass wir in der Zukunft den Menschen mit unserer Berufung dienen können? Vieles ist um ein Vielfaches teurer geworden. Gott hat uns noch nie im Stich gelassen – doch wir brauchen viel Gebet und Weisheit in diesen Tagen, um die richtigen, zukunftsweisenden Entscheidungen zu treffen. Danke für jeden, der sich da einklinkt! Danke an alle, die schon viele Jahre mit uns unterwegs sind. Nur durch solche Freunde ist so eine große Missionsarbeit möglich!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Festgottesdienst & Sommerfest
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