Segen über vier Generationen hinweg – Die Geschichte des Missionswerks

Die Geburtsstunden nach dem Krieg

1945 wurde der zehnjährige Siegfried Müller von seiner Mutter gefragt, was er sich zum Geburtstag wünsche. Die Antwort kam ohne Zögern: „Dass Papa wieder heimkommt!“ Und pünktlich zu seinem Geburtstag klopfte es tatsächlich von draußen ans Fenster: Erwin Müller war zurück! Schon bald begann er, Wohnzimmergottesdienste zu feiern.

 

Wenig später mussten die Möbel ins Freie gestellt werden, um genug Platz für alle Besucher zu schaffen. Auch in verschiedene Dörfer in Deutschland und der Schweiz fuhr er, um Gottes Wort zu verbreiten. Zu großen Evangelisationsveranstaltungen versammelten sich bis zu 10.000 Besucher in einem riesigen Zelt und erlebten Zeichen und Wunder. Auf der Suche nach mehr Platz fand Erwin Müller ein Grundstück, das allerdings noch voller Kriegsruinen stand. Er überredete die amerikanische Armee, es mit ihren Maschinen zu räumen.

Die Sechziger Jahre

In der neuen Evangeliumshalle in der Bachstraße waren Oster- und Pfingstkonferenzen die Highlights. Zeltevangelisationen mit verschiedenen Mitstreitern wurden veranstaltet. Anfang 1967 sandte Erwin Müller Reinhard Bonnke als Missionar nach Afrika aus. Ende desselben Jahres begann Siegfried Müller neben seinem Baugeschäft mit Radiosendungen unter dem Titel „Das lebendige Wort“. Seine Frau Hannelore betrieb einen angegliederten Schallplattenverlag. Später kam eine kleine Druckmaschine in die Wohnung, um zahlreiche Traktate bekannter Redner zu drucken.

Die Siebziger Jahre

1971 reiste Siegfried Müller zur Einweihung der Kirche von Pastor Dr. Cho nach Korea. Dort verspürte er Gottes Berufung, in Zukunft nicht mehr Häuser, sondern das Reich Gottes zu bauen. Nach einer Gemeindespaltung kurz zuvor waren 35 Mitglieder zurückgeblieben. Mit ihnen und mit dem Geld aus dem Verkauf seiner Baufirma begann Siegfried Müller das Missionswerk. Die ersten Israelreisen fanden statt und mit einem neu angeschafften Omnibus auch Missionseinsätze in ganz Deutschland und der Schweiz. Nach einer Großevangelisation mit Dr. Cho erhielt Siegfried Müller zudem die Vision für eine Kirche mit 2.000 Sitzplätzen. Mit Abschluss seiner Ausbildung stieg 1979 auch Daniel Müller hauptberuflich ins Missionswerk ein.

Die Achtziger Jahre

1981 erlebte Erwin Müller kurz vor seinem Tod noch mit, dass ein großes Grundstück mit einer alten Möbelfabrik gekauft werden konnte. Die alte Fabrik wurde abgerissen und schon im Herbst 1982 der renovierte Teil des Altbaus bezogen. Siegfried Müller begann eine Sozialarbeit in Indien und vereinbarte mit dem damaligen Bürgermeister von Jerusalem, Teddy Kollek, gemeinsame Hilfsprojekte in Israel. 2017 konnte das 50. Projekt eingeweiht werden.

Die Neunziger Jahre bis heute

Von einer Pastorenkonferenz in Korea brachten Daniel und Isolde Müller tief beeindruckt die Inspiration für Gebetsnächte mit. Bis heute finden sie mit Tausenden Teilnehmern und einer Live-Übertragung in Karlsruhe statt. Die Einweihung der Christus-Kathedrale und des gesamten Missionszentrums wurde im Oktober 1999 gefeiert. Zwei Jahre später trat auch die vierte Müller-Generation aktiv auf den Plan: Rahel Selg, Tochter von Daniel und Isolde, gründete die „Pioneers“, die Jugendorganisation des Missionswerks. 2004 war Joyce Meyer zum ersten Mal in Deutschland zu erleben – zu Gast im Missionswerk. Im selben Jahr strahlte Siegfried Müller über CNBC in England die ersten TV-Sendungen aus und führte damit die Medienarbeit auf eine neue Ebene.

Eine ebenso große Weiche für die Zukunft war 2006 die Berufung von Daniel Müller als Gesamtleiter des Missionswerks. Er und Isolde leiten heute nicht nur Gebetsnächte, Israelreisen und das „Missionswerk Unterwegs“, produzieren TV-Sendungen und Beiträge für die sozialen Medien. Sie tragen vor allem mit großem Gottvertrauen und Gebet die Arbeit des Missionswerks weiter – damit die beste Nachricht die größte Reichweite bekommt.

 

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