Jetzt und hier – deine Heilung lebt in mir!

Unsere Heilungstage 2026 machten Mut, die Heilungskraft von Pfingsten heute zu erleben.

Pünktlich zu Kaffee und Kuchen füllte sich das Foyer: Zu den Heilungstagen an Pfingsten reisten Menschen an aus der Region, aber auch aus der Schweiz, aus dem Saarland, aus Frankfurt und aus dem Norden Deutschlands. Manche waren seit vielen Jahren mit dem Missionswerk verbunden, andere kamen zum ersten Mal. Und doch lag über dem Empfang eine Vertrautheit, als würden nicht einfach Gäste ankommen, sondern Freunde begrüßt werden. Es wurde gelacht, erzählt, wiedererkannt und neu kennengelernt. Gleichzeitig lag schon eine besondere Erwartung in der Luft: Menschen waren mit Fragen, mit Anliegen, mit Glauben gekommen.

Gottes Wirken von Beginn

Noch bevor um 16 Uhr das Programm begann, wurden im Foyer bereits erste Heilungserfahrungen geteilt. Eine Besucherin erzählte, wie Gott bei einer Krebserkrankung eingegriffen hatte. Der Arzt habe nicht nur verwundert, sondern beinahe verärgert reagiert, weil nun keine Chemotherapie mehr nötig war. Für sie selbst war es ein Grund zu überwältigender Dankbarkeit. Andere berichteten beim Ankommen voller Freude von Erfahrungen bei früheren Heilungstagen. Sätze wie „Damals habe ich die Heilung meiner Schulter empfangen“ prägten bereits den Beginn.

»Noch bevor das Programm begann, wurden bereits Heilungserfahrungen geteilt. «

Nach der Begrüßung der Gäste in der Christuskathedrale aus nah und fern und online an den Bildschirmen führte Thomas in seinem Einstieg eines der stärksten biblischen Bilder für Heilung vor Augen: In Offenbarung 22,1–2 beschreibt Johannes den Strom des Wassers des Lebens, klar wie Kristall, der vom Thron Gottes und des Lammes ausgeht. An seinen Ufern steht der Baum des Lebens, dessen Blätter zur Heilung der Völker dienen.

Damit wurde Heilung nicht zuerst als persönliches Anliegen betrachtet, sondern in die große Wirklichkeit Gottes hineingestellt: Der Strom des Lebens fließt vom Thron. Die Quelle der Heilung liegt in Gott selbst. Und die Blätter des Baumes dienen nicht nur der Wiederherstellung einzelner Menschen, sondern der Heilung ganzer Völker. Es wurde deutlich: Gottes Heilung ist größer als unsere Erklärungen. Sie sprengt enge Vorstellungen, übersteigt rein menschliche Kategorien und öffnet den Glauben für eine Wirklichkeit, die von Gottes Zukunft her in unsere Gegenwart hineinleuchtet. Offenbarung 22 beschreibt nicht nur ein tröstliches Bild, sondern Gottes Herz für Wiederherstellung, erneuertes Leben und Heilung.

Mutmachende Liedzeilen

Aus diesem biblischen Bild heraus führte der Nachmittag in eine intensive Zeit der Anbetung. Der Lobpreis sammelte die Herzen und richtete den Blick auf den Gott, von dem Heilung ausgeht. Wie ein roter Faden durchzogen das Wochenende aussagekräftige Liedzeilen, die die Besucher mit tiefem Vertrauen mitsangen: „Ich bin geheilt in deinem Namen. Ich bin frei durch deine Kraft.“ Und besser konnte man diese Wahrheit nicht ausdrücken, als das Lied weiter erklang: „Körper, Seele und mein Geist leben jetzt in deinem Licht.“ In ihrer anschließenden Predigt ermutigte Isolde dazu, die Knechtschaft am Kreuz abzugeben, zum eigenen Sorgenberg zu sprechen und entschieden den Weg in die Freiheit im Glauben fortzusetzen.

Als Daniel mit seiner Predigt begann, klang der Refrain des genannten Liedes noch in den Herzen der Zuhörer nach: „Jetzt und hier, jetzt und hier: Dein Himmel lebt in mir – jetzt und hier. Ich glaube es. Ich nehme es. (…) Deine Heilung lebt in mir.“ Daniel betonte: „Das ganze Potenzial lebt durch Christus in dir und seine Realität prägt dein Inneres, weil die Realität des Himmels in dir lebt.“ Aus dieser Heilungskraft dürfen wir Christen leben. Dazu gab es in den Ministryzeiten viel Raum, persönlich zu reagieren, loszulassen, Anliegen vor Gott zu bringen und sich neu auf seine heilende Kraft im Vertrauen auszurichten.

Bis in den Abend hinein

Schließlich wurde gemeinsam Abendmahl gefeiert. Damit bekam der erste Tag eine weitere Tiefe: Heilung wird durch das Kreuz möglich, im Licht dessen, was Christus getan hat. Brot und Kelch erinnerten daran, dass Gottes Nähe nicht nur ein Gefühl, sondern im Opfer Jesu verankert ist. Wer Heilung sucht, findet sie in Jesus selbst.

»Auf beiden Seiten des Flusses mit dem Wasser des Lebens wächst ein Baum des Lebens. (…) Seine Blätter dienen zur Heilung der Völker.«

– Nach Offenbarung 22,1-2

Nach dem offiziellen Schluss war der Abend noch nicht vorbei. Wer persönliches Gebet in Anspruch nehmen wollte, konnte an mehreren Tischen für sich beten lassen. Viele nutzten diese Möglichkeit. Noch rund 45 Minuten lang wurde den Einzelnen zugehört, gebetet, gesegnet und geglaubt.

Immer unverzagter

Hatte sich der erste Tag schon wie ein wohltuender Regen auf trockenem Boden angefühlt, wurde am Pfingstsonntag spürbar, dass der intensive Auftakt zugleich etwas geöffnet hatte: Die Erwartung war noch gewachsen. Die Menschen kamen mit noch mehr Freimut, noch größerem Vertrauen und mit der inneren Bereitschaft, Gottes Wirken nicht nur zu beobachten, sondern selbst zu empfangen.

In der Einleitung zeigte Thomas, was Jesus in der Begegnung mit Menschen immer wieder betont hatte: „Dein Glaube hat dir geholfen … dich geheilt … dich gesund gemacht.“ Diesen Gedanken nahm Isolde beim Verlesen vieler wunderbarer Berichte wieder auf: Berichte über körperliche Heilungen genauso wie über die Befreiung in Gedanken und seelischen Leiden: „Jesus hat etwas für jeden bereit, ganz individuell, wie du es brauchst.“ Zu hören, was Gott schon getan hatte, stärkte den Glauben für das, was er noch tun kann. Auch in ihrer Predigt sprach Isolde den Zuhörenden zu: „Du bist Jesus wichtig! Krankheit ist kein Zustand, der so bleiben soll. Es gibt Hoffnung auf Veränderung. Wirf dein Vertrauen nicht weg!“

Gott gibt nicht sparsam

Mit dem Lied „Ich bin geheilt in deinem Namen“ läutete Daniel seine Predigt ein. Es ging um das Thema „Heilung durch den Heiligen Geist – jetzt und hier“ und Daniel beschrieb Pfingsten als das Sichtbarwerden von Gottes Wirken. Auch wenn Veränderung weh tun kann, beginnt Heilung dort, wo der Heilige Geist wirkt – jetzt und hier. Durch das göttliche Feuer werden kalte Herzen verändert und mutlose Menschen kühn, kranke Menschen erleben Heilung und aus Angst wird Glaube. Daniel proklamierte: „Der Heilige Geist ist die wiederherstellende Kraft Gottes, die göttliche Substanz in deinem Leben. Der Himmel berührt dein Leben – jetzt und hier!“ Pfingsten erinnert daran, dass Gott seinen Geist nicht sparsam gibt: „Seit Pfingsten sind die Schleusen des Himmels geöffnet!“ Der Heilige Geist kommt nicht nur, um Menschen innerlich zu trösten, sondern um Gottes Leben in Fülle sichtbar werden zu lassen.

»Wer Heilung sucht, findet sie in Jesus selbst.«

Am Ende blieb der Eindruck: Dieses Wochenende war eine Einladung, weiter im Vertrauen zu leben. Denn Gottes Strom des Lebens versiegt nicht. Und wo Menschen sich ihm öffnen, kann Heilung beginnen – eingebettet in Gottes große Geschichte der Wiederherstellung. Auch nach den Heilungstagen gilt der Ohrwurm und darf weiter in den Herzen klingen: „Jetzt und hier – deine Heilung lebt in mir!“   

Thomas und Birgit Inhoff                                                                                 

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