Gemeinsam in und für Karlsruhe

Beim Allianzgottesdienst wurde unser Missionszentrum zu einem sichtbaren Zeichen gelebter Einheit.

Der Allianz-Gottesdienst am 11. Januar brachte Gemeinden, Werke und Kirchen aus der gesamten Stadt und Umgebung zusammen. Unter einem Dach, mit einem Herzen und einem gemeinsamen Anliegen versammelten wir uns für das Evangelium für Karlsruhe.

Ein Ort, der Einheit trägt

Dass dieser Gottesdienst bei uns im Missionszentrum stattfand, war mehr als eine organisatorische Entscheidung. Der Veranstaltungsort selbst unterstrich das Anliegen dieser zwei Allianz-Gottesdienste. Ein Haus, das seit Jahrzehnten Mission, Gebet und Begegnung ermöglicht, öffnete seine Türen für rund 2.500 Christinnen und Christen aus unterschiedlichsten christlichen Kirchen und Freikirchen. Gemeinsam füllten sie den großen Raum, der an diesem Morgen zu einer Kathedrale der Anbetung wurde – geprägt von der besten Botschaft, von Liebe und geistlicher Verbundenheit.

Die Grundlage für dieses Miteinander reicht weit zurück. Bereits seit dem Jahr 2000 treffen sich Pastoren und Leiter aus Karlsruher Gemeinden und Werke jeden Donnerstagmorgen im Missionswerk-Bistro zu Austausch, Gebet und persönlicher Begegnung. Was einst als lockere Zusammenkunft begann, ist über die Jahre zu einer geistlichen Familie aus etwa 30 Pastoren und Leitern geworden, die einander kennen und füreinander einstehen. Ein Pastor brachte es kürzlich treffend auf den Punkt: „In diesem Kreis bin ich nicht Pastor, sondern ich.“ Hier werden nicht nur Termine abgestimmt, sondern Leben geteilt: Freude und Herausforderungen, neue Entwicklungen in den Gemeinden, Missionseinsätze, schwere Zeiten und mutige Schritte in herausfordernde Regionen der Welt. Dieses Vertrauen war auch beim Allianz-Gottesdienst spürbar – auf der Bühne ebenso wie in den Reihen.

Evangelium heißt Feiern

Später fasst Jesus diese Absicht in einem einzigen Satz zusammen: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben – und es in Fülle haben“ (Johannes 10,10). Jesus greift Israels Kultur aus Rhythmen der Freude ganz selbstverständlich auf. Als er vom Verlorenen Sohn erzählt, endet die Geschichte nicht mit einer moralischen Belehrung, sondern mit einem Fest: „Bringt das Mastkalb und schlachtet es – wir wollen essen und fröhlich sein!“ (Lukas 15,23). Feiern ist ein Teil der Versöhnung, esgehört zum Wesen des Evangeliums. Wo Gott Leben neu schafft, wächst eine Kultur der Freude und des Dankes.

Vielfalt, die Gott ehrt

Damit war der Allianz-Gottesdienst ein starkes Zeichen dafür, was möglich ist, wenn Gemeinden nicht nebeneinander, sondern miteinander leben. Das Missionszentrum wurde an diesem Tag zu einem Ort der Begegnung, der Einheit und der gemeinsamen Vision: Karlsruhe soll Jesus sehen – durch Christen, die sich nicht abgrenzen, sondern verbinden.

Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe

Die Predigt des Gottesdienstes kannst du dir auch online ansehen:

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