Erfahre von Daniel Müller, welche Vision Gott dem Missionswerk ganz neu geschenkt hat.

Wir werden oft gefragt: Was ist eure Vision im Missionswerk Karlsruhe? Zunächst dachte ich: Ist doch klar! Seit fast 74 Jahren wollen wir Menschen zu Jesus zu führen! Dann hörte ich aber oft den Einwand: Das ist doch die Aufgabe aller Christen. Und das stimmt natürlich. Mein Skipper und Freund Dirk ist ein Spezialist für Visionsfindung. Dirk sagte: „Wenn du kein Ziel hast, kannst du auch keines erreichen!“ Und so haben wir uns in den vergangenen Monaten sehr viel Zeit genommen, um die speziell für uns bestimmte Vision mit unserer Berufung herauszufinden.

Mein Vater hatte das konkrete Ziel und die Vision, eine Kirche für 2000 Menschen zu bauen. Das Ziel wurde vor 20 Jahren erreicht. Als Isolde und ich die Gesamtleitung des Missionswerks übernahmen, haben wir die Aufgaben weitergeführt: Wir haben weiterhin Gottesdienste gefeiert, TV-Sendungen aufgezeichnet, Missionseinsätze gestaltet und die anderen Arbeiten weiterverfolgt. Das ist gut, darf aber nicht dazu führen, Arbeitszweige einfach nur zu erhalten. Denn Isoldes und meine Berufungen haben andere Schwerpunkte und Ausrichtungen. Die haben wir schon lange in unsere Gebetsnächte, Israelreisen und an anderen Stellen einfließen lassen. Solche Aufgaben machen viel Freude und hier können wir besonders fruchtbar wirken.

Neuer Gemeindepastor

Wir haben im Missionswerk eine ganz besondere Zusammensetzung. Wir sind einerseits eine Gemeinde vor Ort in der Christus-Kathedrale und andererseits ein Missionswerk mit vielen Freunden im gesamten deutschsprachigen Raum. Eine Gemeinde braucht aber eine andere geistliche Versorgung als die Missionsfreunde, die wir per Post, per Medien oder in den Stadthallen erreichen. Um sowohl der Gemeinde als auch den Missionsfreunden in der Fülle dienen zu können, wie es gut wäre, reichen aber einfach unsere Zeit und Kraft nicht aus. Das tat uns oft weh zu sehen.

Nun Gott hat unser Gebet erhört und uns einen wunderbaren Pastor für die Gemeinde geschenkt. Thomas Inhoff wurde im Januar eingeführt. Isolde und ich werden weiter in der Christus-Kathedrale predigen, wenn wir in Karlsruhe sind. In der Kathedrale werden ja auch unsere TV-Sendungen aufgezeichnet. Doch die Verantwortung für das Gemeindeleben konnten wir an Thomas abgeben. Denn es ist für eine Gemeinde wichtig, dass nicht nur gepredigt wird, sondern dass die Menschen auch in Jüngerschaft geführt werden und dass diese gelebt wird und daraus Frucht wächst.

So wird in der Kombination mit uns der Missionsbefehl ausgeführt, wie er in Matthäus 28,19-20 steht: In der Gemeinde werden die Menschen zu Jüngern gemacht. Und Isolde und ich sind im Auftrag unterwegs: „Geht hinaus in alle Welt und predigt das Evangelium!“ Diese Berufung zieht sich durch die verschiedenen Generationen der Familie Müller: Mein Vater begann 1967 mit Rundfunksendungen, die bis nach Russland ausgestrahlt wurden und 2004 vom Fernsehen abgelöst wurden.

Neuer Honig

Unsere Visionsfindung begann auf dem Segeltörn, als mir Dirk, der mich zuvor noch nie gesehen hatte, einen Eindruck von Gott weitergab: „Ein Honigglas wird umgestoßen und der Honig fließt über das Land. Alles, was er berührt, wird gesund und heil. Wofür steht der Honig? Für Gottes Vaterliebe.“ Das trifft voll das, was schon lange in unserem Herzen schlummert. Gott wird in unserem Wirkungsbereich – dem deutschsprachigen Europa – etwas schenken, das man vielleicht als Erweckung bezeichnen kann. Doch es wird etwas ganz Besonderes sein, das genau auf die Menschen zugeschnitten ist, die Gott damit erreichen möchte. Gott schenkt Heilung, Zeichen und Wunder in unterschiedlichen Bereichen für die Menschen und das Land. Wir machen uns eins mit Dr. Häselbarth, der im vergangenen Juli sagte, dass er mit seinem Team an 30 Millionen Menschen glaubt, denen Gott in den nächsten Jahren im deutschsprachigen Raum begegnen wird. Das sind Dimensionen, die nur Gott ermöglichen kann, im Chaos dieser Welt!

„Geliebt – befreit – verändert“

Das ist Gottes Plan und dafür wollen wir uns als Kanäle gebrauchen lassen. Wir Christen sind Gottes Arme, Hände und Stimme auf der Erde, mit denen er sein Werk ausführt.

GELIEBT – Nur dank Gottes Liebe für jeden Menschen gibt es die Rettung durch das Kreuz. Gottes grenzenlose Liebe wollen wir leben und ein lebendiges Zeugnis dafür sein. Dank Gottes Liebe ist verfügbar, was Jesus für uns bereitgestellt hat – wie im Himmel so auf Erden!

BEFREIT – Gott will Befreiung schenken. Dieser Botschaft wollen wir Raum geben, damit Menschen diese Befreiung sichtbar erleben können. Wenn sie davon erzählen, was sie Begeisterndes mit Gott erlebt haben, wird das Glauben wecken bei anderen, die selbst auch Unmögliches mit Gott erleben möchten. Es wachsen die Hoffnung und der Glaube, der von Sünde, Krankheit, Not, Armut und vielem mehr befreit. Wir setzen unser blindes Vertrauen auf Gott und er wird das Unmögliche tun.

VERÄNDERT – Veränderung geschieht, wenn Menschen Gottes Liebe erkennen und Befreiung erleben. Sie bringen reiche Frucht hervor.

Geliebt – befreit – verändert! Gott hat einen Plan für jeden Menschen. Es gilt, ihn zu erkennen und in ihm zu leben. Unsere Aufgabe ist, Menschen in Veranstaltungen und Medien in Gottes Gegenwart zu führen, damit sie ihn erleben. Honig fließt über das Land. Das bedeutet, dass Gottes Vaterliebe – in der alles ist, was ein Mensch braucht – ausgegossen wird. Wir dürfen Handlanger sein, dürfen den Weg weisen, Honig verteilen und uns an den Zeichen und Wundern erfreuen, die dabei geschehen.

Werkzeuge für die Vision

Was in Jesaja 40,9 für Jerusalem beschrieben wird, gilt auch für uns: „Steig auf einen hohen Berg, Jerusalem! Du hast eine gute Nachricht zu verkünden, Berg Zion. Ruf sie mit lauter Stimme in die Welt hinaus! Ruf laut und scheue dich nicht! Sag den Städten im Land Juda: ‚Seht, da kommt euer Gott!’“ Gott hat uns die Werkzeuge in die Hand gegeben, um diese Vision zu leben, die mit der Kraft des Heiligen Geistes eine unbeschreibliche Wirkung haben wird. Einige dieser Werkzeuge sind:

  • Medien: 19 Fernsehsendungen/Woche auf sechs Sendern; das Magazin „Freude am Leben“; Bücher; CDs/DVDs
  • Internet: unsere Webseite missionswerk.de; Live-Stream; Newsletter „Ermutigung der Woche“, Facebook, YouTube, Podcast …
  • Veranstaltungen: Missionswerk Unterwegs in Stadthallen und Gemeinden; Gebetsnächte; Konferenzen, Israelreisen…
  • Hilfsprojekte: Nothilfe und Bildung in Israel, Indien und Südafrika

Vergrößerte Reichweite

Die Vision wurde uns im letzten halben Jahr von vielen geistlichen Leitern bestätigt, mit denen wir zuvor nicht darüber gesprochen hatten. Diese Bekräftigungen begannen, als wir 2017 Reinhard Bonnke besuchten und er uns die Ernte in den größten Hallen unseres Landes prophezeite. Die Prophetie für Jerusalem aus Jesaja 54 gilt auch heute noch:

„Vergrößere dein Zelt! Spann die Zeltdecken weiter aus! Spare nicht! Verlängere die Seile, und schlag die Pflöcke fest ein! Denn du wirst dich nach allen Seiten hin ausbreiten“ (Jesaja 54,2-3).

Dieser Eindruck der Vergrößerung wurde uns oft bestätigt. Wir empfinden, dass die Vergrößerung in der Flächenreichweite im deutschsprachigen Europa gemeint ist. Eine Frau sah in einem Bild, wie wir unsere Antenne in unserer Missionszentrale in Karlsruhe viel höher ausfahren und dass die Halteseile in die benachbarten Länder reichen. Sie sah auch, dass wir an den vier Halteseile starke Beter brauchen, sie unsere die Antenne auch im Sturm festhalten. David Demian hatte im letzten Sommer den Eindruck, dass bei uns nicht nur Einheit (Unitiy) sondern tiefes Einssein (Oneness) gelebt wird und wir auch entmutigten Leitern, Menschen in Verantwortung und Wirtschaft, dienen werden.

Du bist ein Teil!

All das ist nicht unser Werk, sondern Gottes Werk und du bist ein Teil davon. Danke, wenn du für uns betest! Wenn du im Gebetsnetz eine Stunde pro Woche für uns einstehst, ist das unglaublich wertvoll – denn du stehst eine Stunde mit am Seil. Fühlst du einen Auftrag von Gott, ein intensiver Beter oder eine starke Beterin für ein Seil dieser großen Antenne zu sein? Hast du die Zeit und auch die Möglichkeit, dich dafür zu investieren? Dann setze dich gerne mit uns in Verbindung!

Ich bin dankbar, dass Gott uns gebrauchen möchte, und freue mich schon auf die Zeichen und Wunder, die wir sehen werden. Wir wünschen uns, dass durch die Erweiterung des Gebetsnetzes eine neue Dimension unseres Dienstes aufgestoßen wird. Es liegt uns am Herzen, dass Menschen nicht nur von Gottes Liebe berührt und befreit werden, sondern Gott sie darüber hinaus verändert und sie für ein neues Level zurüstet, damit sie selbst Gottes Kraft ergreifen und in göttlicher Autorität ihr Umfeld verändern. Wir möchten den Auftrag nicht nur selbst erfüllen, sondern auch Menschen zurüsten, die Gott uns anvertrauen wird, sodass das Missionswerk zu einem Trainingszentrum wird, das unseren Dienst multipliziert.

Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe

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