
Wenn Gott Menschen berührt
Als ich am Sonntag vor Beginn des Heilungsgottesdienstes durch das Foyer lief, begrüßte mich ein Mann mittleren Alters voller Dankbarkeit: „Dass ich heute hier stehe, verdanke ich einem Gebet bei einem Heilungsgottesdienst vor fünf Jahren!“, erzählte er. Seine Blutwerte hatten damals Prostatakrebs erkennen lassen und die Prognose war hoffnungslos gewesen. Nach dem Gebet habe er Heilung erlebt, und heute seien die Blutwerte unauffällig. Jetzt stand er vor mir und sagte: „Ich verpasse keinen Heilungsgottesdienst im Missionswerk!“
In der Ferne und der Nähe
Wir selbst hatten mit großer Erwartung auf den Heilungsgottesdienst am Sonntagvormittag hingefiebert und gemeinsam mit vielen anderen dafür gebetet. Manche Freunde hatte sich schon früh auf den Weg gemacht, andere waren sogar bereits am Vortag angereist. Als wir um 10 Uhr mit dem Lobpreis begannen, passte der Zuspruch aus Jesaja 57,19: „Friede, Friede denen in der Ferne und denen in der Nähe, spricht der Herr; ich will sie heilen.“ Denn zu den Freunden in der Christus-Kathedrale hatten sich auch andere aus der Ferne online im Livestream dazugeschaltet. Und neben einer geografischen meint der Jesaja-Vers auch eine innere Dimension: Jesaja redete ursprünglich zu Menschen, die tiefe Verletzung, Vertreibung und Verwundung kannten. Auch wer sich Gott innerlich fern fühlt, darf sich von dieser Zusage angesprochen wissen! Denn ihnen spricht Gott Frieden zu und verbindet damit sein Versprechen: „Ich will sie heilen.“ Mit dem Blick auf einen Gott, der sich auch heute nicht geändert hat, erlebten wir eine himmlische Anbetungszeit.
Isolde Müller ermutigte besonders diejenigen, die seit Jahren beten, die Hoffnung nicht aufzugeben: „Jesus sieht genau dein Anliegen und er macht es so, wie es zu dir passt!“ Sie las Hebräer 10,35 nach der Übersetzung Hoffnung für alle: „Werft nun eure Zuversicht nicht weg! Es wird sich erfüllen, worauf ihr hofft.“ Das war wie ein prophetisches Wort Gottes – auch jetzt, wenn du diesen Bericht liest: Nimm dieses Wort im Glauben für dich in Anspruch und erlebe, wie Gott es in deinem Leben zur Erfüllung bringt. Dazu las Isolde Berichte vor, die uns nach früheren Heilungsgottesdiensten erreicht hatten. Eine Frau hatte bereits 2017 um Gebet gebeten und später erlebt, dass ihre Migräne aufhörte. Dann hatte diese Frau um Gebet wegen Schmerzen und einer diagnostizierten Arthrose gebeten – und kann nun wieder schmerzfrei gehen. Dieses und viele andere Erlebnisse stärkten das Vertrauen und den Glauben an Gottes Eingreifen.
Veränderungen geprüft
Daniel Müller zeigte während seiner Predigt das Bild von einem Boot: Oberhalb der Wasserlinie sah es gepflegt aus, doch darunter war Rost zu sehen. Manches in unserem Leben bleibt lange verborgen. Ganz ähnlich, wie der Rost ein Boot unbemerkt beschädigen und schließlich fahruntüchtig machen kann, kann fehlende Vergebung einem Menschen schaden. Doch Gott möchte uns wiederherstellen und Heilung schenken. Denn Jesus nimmt den ganzen Menschen ernst: Mit allem, was uns belastet, dürfen wir zu ihm kommen und um sein Eingreifen bitten.
»Friede, Friede denen in der Ferne und denen in der Nähe, spricht der Herr; ich will sie heilen.«
– Jesaja 57,19
Während wir beteten, lud Daniel dazu ein, aufzustehen und eine Bewegung auszuprobieren, die vorher Schmerzen bereitet hatte. Gleich meldeten sich Besucher, die erzählen wollten, was sie erlebten. Eine Frau mit jahrelangen Nervenschmerzen berichtete, sie spüre eine Wärme und es gehe ihr schon erheblich besser. Besonders eindrücklich war das Zeugnis einer Besucherin, die mit starken Schmerzen im Bein gekommen war und zuvor kaum stehen konnte. Sie ging im Flur einige Schritte auf und ab und konnte berichten, dass der Schmerz fast verschwunden war. Andere erzählten, dass ihre Knieschmerzen nachgelassen hatten. Menschen prüften selbst, was sich verändert hatte, und fanden den Mut, es vor allen auszusprechen. Eine Besucherin sprach über Depressionen und Ängste. Während des Gebets habe sie sich innerlich wieder lebendiger gefühlt.
Bis in den Nachmittag hinein
Auch über den Livestream teilten Menschen ihre Anliegen sowie Gebetserhörungen. In einer Nachricht hieß es, jemand könne nach dem Gebet wieder ohne Knie- und Hüftschmerzen gehen. Jemand anderes schrieb, dass Vertrauen zu Gott gewachsen und im gleichen Maß die Angst kleiner geworden sei.
Gottes Heilungskraft war so spürbar, dass auch nach dem offiziellen Schluss viele Besucher in der Christus-Kathedrale blieben, um persönliches Gebet zu suchen. Während viele die herzliche Gemeinschaft beim leckeren Essen genossen, wurde an den Gebetstischen bis in den Nachmittag hinein zugehört, erzählt und persönlich für Menschen gebetet. Wir sind Gott unendlich dankbar, denn allein seine Treue und Gnade sind es, die wir an solchen Tagen erleben und für die wir Kanäle sein dürfen.
Thomas Inhoff, Pastor im Missionswerk Karlsruhe
Nacherleben
Auf YouTube kannst du den Heilungsgottesdienst in voller Länge ansehen:
Gebetsunterstützung
Wenn du mit uns für Veranstaltungen beten möchtest, kannst du dich gern einklinken:
Unsere „Mitbeter“ beten speziell für alle Belange zu anstehenden Veranstaltungen wie Gebetserlebnis-Tage in Karlsruhe oder auch Ermutigungsgottesdiensten an anderen Orten. Du entscheidest als Mitbeter, bei welcher Veranstaltung du dich im Gebet einbringen möchtest. Darüberhinaus haben wir seit vielen Jahren ein Gebetsnetz mit inzwischen über 1.000 Betern. Die Teilnahme dort setzt die Bereitschaft voraus, regelmäßig zu konkreten Zeiten in der Woche zu beten. Weitere Infos und Anmeldung:
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