
Ein Tag voller Gnade und Freude
Der 19. Juli hätte kaum passender beginnen können. Mit seiner inspirierenden Botschaft „Durchstarten – Verlasse, was dich begrenzt!“ traf Thomas Inhoff genau den Nerv des Tages. Denn für sechs Menschen sollte dieser Tag zu einem unvergesslichen Wendepunkt ihres Lebens werden: Sie wollten ihren Glauben öffentlich bekennen und sich taufen lassen. Bei angenehmen 21 Grad, strahlendem Wetter und überraschend warmem Wasser bot der Fermasee ideale Bedingungen für dieses besondere Ereignis.
Spontan entschieden
Die Täuflinge waren aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands angereist – unter anderem aus Glauchau in Sachsen, Ludwigshafen usw. Einige gehören seit Langem zu unserer Internet-Stream-Gemeinde und nahmen viele Stunden Fahrt auf sich, um diesen Schritt des Glaubens gemeinsam mit uns zu gehen. Kurz vor Beginn geschah etwas, das alle bewegte: Ein Mann, der sich bereits über ein Jahr mit dem Thema Taufe beschäftigt hatte, entschloss sich ganz spontan, ebenfalls ins Wasser zu steigen. Ganz wie der Kämmerer in der Apostelgeschichte sagte er sinngemäß: „Hier ist Wasser – was hindert mich, mich taufen zu lassen?“ Ein bewegender Moment, der zeigte, wie Gott Herzen im richtigen Augenblick berührt.
Als die Täuflinge erzählten, warum sie sich taufen lassen wollten, blieb kaum ein Auge trocken. Ihre persönlichen Zeugnisse von Gottes Wirken, von neuen Lebensperspektiven und der Entscheidung, Jesus nachzufolgen, gingen tief zu Herzen und machten deutlich, dass Taufe weit mehr ist als eine Tradition – sie ist ein bewusstes Ja zu einem neuen Leben mit Christus.
Respekt von Mitschülern
Ein ganz besonderer Höhepunkt war für Isolde und mich die Taufe unseres ältesten Enkels Joel. Mit gerade einmal 13 Jahren bekannte er mutig seinen Glauben. Sein persönliches Zeugnis lautete: „Ich lasse mich taufen, weil es in der Bibel steht. Jesus sagt: 'Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem himmlischen Vater'“ (Matthäus 10,33).

Joel lebt seinen Glauben mit einer bemerkenswerten Natürlichkeit. Er spricht in der Schule offen von Jesus – und erlebt dabei nicht Ablehnung, sondern Respekt. Erst kürzlich, am Ende eines Landschulheimaufenthalts am Bodensee, gingen seine Mitschüler gemeinsam mit ihm in ein Geschäft und kauften sich Kreuze zum Umhängen. Wer die Herausforderungen kennt, denen junge Christen heute in den Schulen begegnen, weiß: Solche Erlebnisse sind alles andere als selbstverständlich. Sie sind ein Geschenk Gottes und Ausdruck einer besonderen Berufung.
»Ein besonderer Höhepunkt war die Taufe unseres Enkels.«
Nach jeder Taufe wurden die Täuflinge gesegnet. Dabei empfingen sie persönliche Worte der Ermutigung und Erkenntnis für ihren weiteren Glaubensweg. Diese Momente waren von großer Tiefe geprägt und machten deutlich, dass Gott jeden Einzelnen kennt und führt.
Mit seiner herzlichen Art verstand es Thomas Inhoff einmal mehr, aus der Tauffeier ein Fest zu machen, bei dem sich Christen ebenso wie Gäste ohne Glaubenshintergrund willkommen und wohlfühlten. Die Atmosphäre war geprägt von Freude, Echtheit und einer spürbaren Gegenwart Gottes.
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
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