
Es geht weiter: Aufbruch in eine neue Ära
Vor einem Jahr haben wir darüber berichtet, dass wir mit dem ICF Karlsruhe eine gute und kompetente Lösung gefunden haben, um das Missionszentrum für die nächsten Generationen in die Zukunft zu führen.
Grünes Licht
Ein ganzes Jahr hat es gedauert, bis wir nun auch vom Finanzamt grünes Licht bekommen haben und die Bestätigung vorliegt, dass wir als gemeinnützige Organisationen diesen gemeinsamen Weg so gehen dürfen, wie wir ihn geplant haben. Im festen Glauben daran, dass das Finanzamt positiv entscheiden würde, haben wir allerdings schon im vergangenen Jahr so miteinander gearbeitet und gelebt, als wären alle Verträge längst unterschrieben. Dabei haben wir uns gegenseitig sehr liebgewonnen und schätzen gelernt. Es fühlt sich an, als wären wir schon viel länger gemeinsam unterwegs.
Breiter aufgestellt
ICF Karlsruhe ist eine große Gemeinde mit – wie wir sagen würden – Außengemeinden oder weiteren Standorten. Wir wiederum sind ein Missionswerk, das viele Freunde im deutschsprachigen Europa hat und zahlreiche Aufgaben weit über Karlsruhe hinaus wahrnimmt. Deshalb bedeutet unser gemeinsamer Weg in den meisten Bereichen keine parallelen Dienste, vielmehr erweitert sich unser gemeinsamer Wirkungsbereich.
Was viele nicht wissen: Es gibt weltweit rund 70 ICF Gemeinden und 14 Gründungen und jedes ICF ist eine selbstständige Organisation mit eigener Prägung. Es kann also sein, dass du in deiner Region ein ICF kennst und dadurch ein bestimmtes Bild gewonnen hast. Dieses lässt sich jedoch nicht automatisch auf das ICF Karlsruhe übertragen.
Zukunftsprojekt Gebäude
Im Oktober sind unsere gemeinsamen Verträge nun besiegelt: Es ist vollbracht! ICF Karlsruhe bleibt so, wie es ist, und wird sich federführend für das große Zukunftsprojekt einsetzen. Dazu gehört insbesondere die Aufgabe, die Gebäude, die schon seit 1982 von uns genutzt werden, zu sanieren und umzubauen. Sie sollen auch in Zukunft genutzt werden können: für die Jugend- und Kinderarche, Büros, Veranstaltungsräume und vieles mehr. Und dabei sollen sie natürlich den heutigen Vorschriften entsprechen.
1989 wurde die Johannes-Kapelle eingeweiht – das ist inzwischen schon wieder 37 Jahre her. So manches muss getan werden, weil Gebäude und Technik schlicht alt und renovierungsbedürftig geworden sind. Auch die Kathedrale selbst muss renoviert werden. Auch wenn sie auf Besucher häufig noch denselben Eindruck macht wie vor 30 Jahren, gehört zur Wahrheit leider trotzdem, dass hinter den Kulissen einiges erneuert und unter anderem auch energieeffizienter ausgestattet werden muss, um sie wirtschaftlich betreiben zu können.
Fest der Einheit
Der United Sunday ist ein Fest der Dankbarkeit für alles, was Gott getan hat, und ein kraftvoller Aufbruch in neue Chancen und Dimensionen dessen, was Gott durch uns gemeinsam tun möchte. Mit bewegendenGeschichten, starker Gemeinschaft, leidenschaftlichem Worship und einer Vision für die Zukunft wollen wir gemeinsam Gottes Licht feiern, das seit Generationen Menschen erreicht – und das durch eine starke gemeinsame Zukunft noch heller leuchten wird.
Zeitgemäße Ausrichtung
Bei all diesen Überlegungen steht jedoch nicht das Renovieren von Gebäuden im Mittelpunkt, sondern unsere Zukunftsvision. Unser gemeinsamer Traum ist, dass das große Gelände mit allem, was darauf steht und demnächst gebaut und verändert wird, zu einer Oase für die Stadt Karlsruhe und weit darüber hinaus wird. Ein Ort, an dem Menschen Frieden erleben und Lösungen und Orientierung für ihr Leben finden können.
Jeden Donnerstagmorgen treffen wir uns mit den Karlsruher Leitern zum gemeinsamen Frühstück. Als wir in der Runde von unserer Perspektive erzählten, hatten einige Tränen in den Augen und sagten bewegt: Schon lange beten wir dafür, dass das Missionszentrum nicht nur Missionsfreunde zusammenbringt, sondern zu einem Ort wird, an dem Menschen aus Karlsruhe und Umgebung Hoffnung finden.
Dazu gehört auch das Schulprojekt, das wir Anfang Juli gemeinsam mit dem Förderverein ins Leben gerufen haben. Im vergangenen Jahr hatten wir viele Gespräche mit Behörden, Fachleuten und anderen Verantwortlichen, um dafür ein Gesamtkonzept zu entwickeln. Denn unser Wunsch ist: Jeder Quadratmeter unseres Geländes soll dem Evangelium dienen – auf eine Weise, die auch heute zeitgemäß ist.
Und Isolde und Daniel?
Was bedeutet das alles für uns persönlich und unseren Dienst? Dieser Punkt ist uns besonders wichtig, denn immer wieder hören wir die Frage: „Wenn Daniel und Isolde in Rente gehen, ist das dann das Ende für ihre Arbeit?“ Unsere Antwort darauf ist ganz klar: Nein!
Das Rentenalter bedeutet für uns nicht das Ende unseres Dienstes. Im Gegenteil: Wir sehen darin den Aufbruch in eine neue Ära. Wir sind dankbar und begeistert, dass wir nun eine Lösung gefunden haben, bei der das eine gesichert wird, ohne dass das andere aufhören muss: Die großen Flächen und Gebäude werden langfristig in christlicher Verantwortung in die Zukunft geführt – und gleichzeitig können wir unsere Missionsarbeit uneingeschränkt fortsetzen. Dabei werden wir weiterhin von unserem bewährten Team unterstützt. ICF Karlsruhe übernimmt die große Verantwortung für die Zukunft des Geländes und der Gebäude und wird diese mit christlichem Leben füllen. Für unsere Veranstaltungen und Verwaltung werden wir natürlich auch Gebäudeteile miteinander nutzen.
»Jeder Quadratmeter soll dem Evangelium dienen – auf zeitgemäße Weise.«
Isolde und ich möchten unseren bekannten Dienst so lange weiterführen, wie wir kräftemäßig dazu in der Lage sind. Wir freuen uns darauf! Denn für uns fühlt sich dieser neue Abschnitt nicht nach Rückzug an, sondern nach Aufbruch und Durchstarten. Nach vielen Jahrzehnten des Dienstes dürfen wir erleben, dass Gott neue Türen öffnet und gleichzeitig das weitergeht, wozu wir uns berufen wissen.
Offenes Wort
Dabei möchten wir aber auch etwas ganz offen und deutlich sagen: Damit die Missionsarbeit in seinem bisherigen Umfang weitergehen kann, brauchen wir auch weiterhin die treue finanzielle Unterstützung unserer Freunde und Spender. Das Missionswerk Karlsruhe wirkt bereits seit 2006 in zwei Organisationen: in der Missionsgesellschaft und in der gleichnamigen Stiftung. Rein aus organisatorischen Gründen wird der Dienst von Isolde und mir zukünftig stärker unter der Verantwortung der Stiftung laufen. Wir werden jedoch weiterhin in beiden Organisationen vertreten sein. Die Größenordnung der Spenden, die unseren Dienst bisher ermöglicht hat, ist auch in Zukunft entscheidend dafür, dass wir diese Arbeit in dem bekannten Umfang fortsetzen können. Darum verbindet sich unsere große Freude über diesen neuen Abschnitt mit einer ebenso großen Dankbarkeit gegenüber allen, die unseren Dienst durch Gebet und finanzielle Unterstützung weitertragen.
Gemeinsam mit dir
Danke, dass du Teil unserer Vision bist! Wir brauchen deine Gebete! Wir brauchen Gebet dafür, dass wir bei den Behörden Gunst erleben, dass wir Weisheit für die richtigen Entscheidungen bekommen und dass Gottes Schutz über allem liegt. Wir beten um ein Wirken des Heiligen Geistes, wie wir es noch nie erlebt haben. Bitte bete auch für weiterhin genügend finanzielle Mittel, um das Ganze am Leben zu erhalten und unsere Missionsarbeit weiterführen zu können.
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
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