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Was hält stand in dieser turbulenten Zeit? Isolde Müller ist sich sicher, dass wir in Gottes Hand sind und lädt dich ein, an ihm festzuhalten.

In letzter Zeit kommt mir häufig das Bild in den Sinn, dass Gottes Hand uns beschützt, so wie David es in Psalm 139 betet:

„Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“

 

Es gibt mir Frieden zu wissen: Gottes Hand hält uns und wir können uns darin bergen. In dieser schwierigen Pandemiezeit sehnen sich viele nach Geborgenheit, Bewahrung und Sicherheit. Wir alle fragen uns: Woran sollen wir uns festhalten? Was hält stand in dieser turbulenten Zeit, in der wir fast jeden Tag eine andere Situation vorfinden? 4 biblische Wahrheiten über ein Leben in Gottes Hand ermutigen mich.

Der Anker hält

Es gibt einen, der fest steht, und wenn es noch so rüttelt und schüttelt in der Welt: Jesus Christus, auferstanden und real erfahrbar. Fast jeden Tag berichten uns Menschen, wie Gott in ihr Leben eingegriffen hat – Zeugnisse von Gottes Größe in jeder Lebenslage. Oftmals erfahren wir dabei von großartigen Lösungen, die Gott geschenkt hat und die man nur als Wunder bezeichnen kann. Auch in deinem Alltag ist Jesus real. Er ist kein Sonntagsgott, sondern will dir jeden Tag begegnen. 

In allen Stürmen unseres täglichen Lebens will er ein fester Anker in deinem Leben sein. Denke einmal an einen Anker, wenn er ausgeworfen ist: Das Schiff zieht und zerrt im Wind und Sturm, aber der Anker hält. Wäre der Anker nicht heruntergelassen, wäre das Schiff ein Spielball des Sturms. Je nach Windstärke könnte es sogar zerbrechen. Jesus will der Anker in deinem Leben sein. Er hält jeder Widrigkeit in deinem Leben stand.

Davon lesen wir auch in Vers 2 und 3 im Psalm 46:

„Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten reichlich zu finden. Darum fürchten wir uns nicht, wenn auch die Erde erbebte und die Berge mitten ins Meer wankten.“

 

Mach diesen Gott zu deiner Zuflucht und Stärke und du wirst nicht enttäuscht werden. Er ist dir ein zuverlässiger Beistand in deinen Nöten, egal, wie sie aussehen. Egal, wie bedrohlich sie sind für dich, selbst wenn du denkst, alles geht unter.

Das hat auch Petrus gedacht, als er auf dem Wasser ging und plötzlich auf die Wellen schaute. Er sah die bedrohlichen Wellen und nicht die Hand von Jesus, der sie ihm entgegenstreckte. Es kommt darauf an, wo wir hinschauen, wo unser Fokus liegt. Siehst du die ausgestreckte Hand von Jesus? Ergreife Gottes Hand und lass sie nicht mehr los! Du bist nicht allein, auch wenn unvorhergesehene Situationen in dein Leben treten. Eine plötzliche Krankheit, finanzielle Schwierigkeiten oder Verlust, sei dir gewiss, Gott lässt dich nicht im Stich. Er ist ein Gott der dich wieder herstellt, dir hilft und dich tröstet. Gott hat einen Plan mit deinem Leben und er verlässt dich nicht. 

Der Hirte spricht

Ein anderes Bild, mit dem die Bibel ein Leben in Gottes Hand beschreibt, ist das Bild von einem guten Hirten und seinen Schafen. Jesus erzählte im Jerusalemer Tempel ein Gleichnis dazu:

„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“ Johannes 10,27-28

 

Gehörst du auch zu dieser Schafherde? Dann kannst auch du Gottes Stimme hören, die dir in dieser Zeit etwas zu sagen hat. Das Wort Gottes, die Bibel, spricht zu dir, wenn du dich ihm widmest. Es gibt dir Erkenntnis, Führung und Rückhalt. Jesus kennt dich! Er weiß genau, wie du dich fühlst, was dir fehlt oder vor welchen Herausforderungen du gerade stehst. Jesus kennt dich mit Namen wie ein Hirte seine Schafe. Du bist wertvoll in seinen Augen. 

Die Ruhe kommt

Jesus lädt uns ein, mit allem, was uns plagt, in seine Gegenwart zu kommen und gibt uns ein Versprechen:

„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“ Matthäus 11,27

 

Jesus verspricht uns Ruhe in unseren Mühen. Frieden für unser Herz. Das ist ein kostbares Geschenk, gerade in dieser unruhigen Zeit. Wenn wir in seinem Frieden leben, kann uns nichts erschüttern. Diesen Frieden kann man mit dem Verstand nicht begreifen, er ist tief verankert in unseren Herzen. Erst in schwierigen Zeiten kann man ermessen, was es bedeutet, diesen Frieden zu haben.

Jesus sagt: „Komm zu mir.“ Seine Hand ist immer offen für dich, du kannst sie jederzeit ergreifen. Es bedarf keiner besonderen Rituale oder Vorschriften. Rede einfach mit ihm, wie es dir ums Herz ist. Du hast einen Vater im Himmel, der sich um dich sorgt und wartet, bis du kommst:

„Die Gnadenerweise des Herrn sind nicht zu Ende, ja, sein Erbarmen hört nicht auf, es ist jeden Morgen neu. Groß ist seine Treue.“ Klagelieder 3,22–23

 

Jeden Morgen, 365 Tage im Jahr, will er dir sein Erbarmen, seine Ruhe, seinen Frieden schenken. Gottes Treue ist nicht zu Ende, sie fängt erst an – probiere es aus! Vertraue Jesus jeden Morgen neu.

Die Liebe siegt

Vieles bleibt ungewiss im neuen Jahr. Was geschieht, können wir nicht einordnen. Diese Unsicherheit kann uns Angst machen. Doch es gibt ein Gegenstück zur Furcht: die Liebe. Weil Gott selbst die Liebe ist (so steht es in 1. Johannes 4,8), ist diese Liebe grenzenlos. Sie kann durch nichts und niemanden besiegt werden. Das zu erfassen, ist gar nicht so einfach. Einen guten Einblick geben uns die Verse in Römer 8,38–39:

„Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“

 

Die Aufzählung, die wir hier lesen, beinhaltet alles nur irgend Denkbare, das dir begegnen könnte. Gottes Liebe steht über allem. Und damit über allem, was dir irgendwie in deinem Leben begegnen kann. Nichts, aber auch gar nichts, kann dich trennen von der Liebe Gottes! Auch nicht der Teufel, der darauf bedacht ist, dass du aus dem Schutz der Hand Gottes herausgehst. Falle nicht auf seine Tricks herein. Er will dir viele schlimme Dinge vor Augen führen und dir Angst einjagen. Angst ist seine Waffe: Angst vor der Zukunft, Angst in allen Lebensbereichen. Diese Angst kann uns lähmen. Wir fühlen uns wie festgenagelt und kommen nicht weiter. Lass dich nicht beeindrucken und nicht einschüchtern. Nichts kann dich aus Gottes Hand reißen und nichts kann dich von seiner Liebe scheiden.

Bleibe in Gottes Hand geborgen. Lass Jesus den Anker sein in deinem Leben. Horche auf die Stimme des guten Hirten, der dich führen will. Berge dich in seiner Ruhe und seinem Frieden. Und stelle der Furcht die Liebe Gottes entgegen. Niemand anderes als du selber kann dich aus Gottes Hand reißen. Du bist immer in seiner Hand geborgen, egal was kommt. Vertraust du dich Gottes liebender Hand an?

Isolde Müller, Leiterin Missionswerk Karlsruhe

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