Hevenu shalom alechem

Beim Israeltag 2024 konnten wir viel fundiertes Wissen von unserem israelischen Freund Dany Walter mitnehmen und erlebten bewegende Momente.

Nach den schrecklichen Ereignissen am 7. September 2023 gab es selbst im christlichen Umfeld so viele falsche Informationen und Einstellungen zu Israel. Das hat uns bewogen, mit unserem Reiseleiter Dany, mit dem wir seit über 40 Jahren befreundet sind, einen Israeltag zu veranstalten. Wir wissen, dass er als Jude nicht einseitig für Israel spricht, sondern die Umstände in ihrer Entwicklung kennt. Er hat ein enormes Wissen über die Geschichte des Landes. 

Denkweisen

Im ersten Teil seines Vortrags erklärte er uns die Mentalität des Orients mit einer Beispielgeschichte: „Ali sitzt auf einem Stein und möchte seine Ruhe haben. Da kommt ein Kind, das ihn stört. Ali sagt zu ihm: ‚Geh die vier Kilometer zu Tante Fatma, die hat einen Kuchen gebacken.‘ Sein Gedanke war: Bis das Kind merkt, dass Tante Fatma keinen Kuchen hat und hin- und hergelaufen ist, habe ich meine Ruhe. Als das zweite und das dritte Kind kam, erzählte Ali immer wieder dieselbe Geschichte: Tante Fatma hat Kuchen. Irgendwann begann er seine Geschichte selbst zu glauben und ärgerte sich: Mann bin ich blöd, Tante Fatma hat Kuchen und ich sitze hier! Also stand er auf und lief los – zum Kuchen, den er selbst bloß erfunden hatte. So funktioniert der Orient“, sagte Dani: „Erzähl immer wieder dieselben Lügen und die Leute werden sie glauben.“ 

An Israels Seite

Im ersten Teil seines Vortrags zeigte Dany anschaulich, wie Gott das Land Israel für seine Leute vorbereitet hat. Weiter unten kannst du dir den Tag und Danys Vortrag anschauen.

Anschließend zeigten wir den neuen Einweihungsfilm des 56. Kindergartens in Jerusalem, den wir in dieser Woche erhalten haben. Außerdem haben wir über unsere Israel-Nothilfe berichtet, die wir dank unserer vielen Freunde in großem Umfang durchführen können. Israel-Freund Markus Zimmermann und seine Frau haben sich ein besonderes Projekt dafür überlegt: Aus eigenen Israelbildern haben sie einen Kalender erstellt und verkauft. Den Erlös von 1.768 Euro haben sie uns am Israeltag als Scheck überreicht. Was für eine tolle Idee!

Bewegend war der Moment, als das Lied „Hevenu shalom alechem“ („Wir wünschen uns Frieden für alle“) angestimmt wurde. Spontan kamen der Chef der Reiseagentur aus Israel und der aus Deutschland, ebenso wie ihre Mitarbeiter und die Reiseleiter Karin und Dany auf die Bühne. Voller Freude sangen sie mit.

Ich selbst brachte Ausschnitte auch meiner Predigt „Warum Israel“ vom November 2023 mit. Dort zeigte ich auf, dass wir Christen nach Römer 11,17-24 in den Ölbaum eingepropft sind und somit die Aufgabe haben, an Israels Seite zu stehen. Das bedeutet kein Ja zu falschen Entscheidungen und Fehlern. Sondern ein Ja zu Psalm 122, in dem wir zu Gebet und Unterstützung für Jerusalem aufgerufen sind (nachzulesen ist die Predigt im Januar-Magazin).

Innere Heilung

Mit dem Shofar, dem Musikinstrument aus dem Horn eines Tiers, hat Johann gefühlvoll die Gebetszeit eingeblasen. Wir beteten für Israel: für die Geiseln, die Gefangenen, die Verwundeten, die Waisen, die Witwen – und um Weisheit für die Verantwortlichen. Während des Gebets standen auch die Israelis auf der Bühne und wir durften für sie beten. Es war eine unbeschreibliche Atmosphäre für sie, in dem sie wirklich ein Stück innere Heilung von den Erlebnissen der vergangenen Monate erlebten.

Nach einer angenehmen Austauschpause stellten wir mit Bildern und Infos den Gebetsweg vor, den wir in Nazareth fertiggestellt haben, ebenso wie das neue Projekt in Emmaus, einen Besinnungsort mit Panoramablick, den wir angefangen haben zu bauen. In seinem zweiten Teil ging Dany auf die aktuellen Ereignisse ein. Du findest eine gekürzte Fassung in diesem Magazin. 

Der Israeltag bot viele Gelegenheiten, das eigene Wissen auf fundierte Weise zu erweitern und möglicherweise manches zu korrigieren. Mögen alle Teilnehmer von nun Botschafter sein der Wahrheiten und des Friedens – und nicht wie Ali mit Fatmas Kuchen Geschichten glauben, die erfunden sind.

Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

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