Ist der Himmel offen über dir?

Daniel Müller ist überzeugt, dass unser Zugang zu Gott frei ist und ermutigt dich anderen die Botschaft des Himmels weitersagen.

Ich habe kürzlich den Satz gelesen: „Was du in dir trägst, ist am ansteckendsten!“ Da denken wir in Pandemiezeiten natürlich zuerst an Viren und Krankheiten. Doch was für das Virus stimmt, trifft auch im geistlichen Leben zu: Wir können auch andere anstecken, weil wir den Himmel in uns tragen. Ich denke sogar, genau das ist unsere Aufgabe als Christen in dieser Zeit: als Menschen mit einem offenen Himmel für die Menschen um uns herum ansteckend zu sein. Die Frage ist: Bestimmen die Virusgeschichten alles in dir? Oder bist du erfüllt von der Liebe Gottes? Denn was in uns steckt, ist das, was wir weitergeben können. 

Wir sind gesandt

Als Jesus nach seinem Aufenthalt in der Wüste „mit der Kraft des Geistes erfüllt“ in seine Heimatstadt Nazareth zurückgekehrt war, ging er dort in die Synagoge, wie er es am Sabbat immer tat. Er bekam die Jesaja-Schriftrolle gereicht und las die ersten Verse aus Jesaja 61 vor:

„Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich berufen und bevollmächtigt hat. Er hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen und die Verzweifelten zu trösten. Ich rufe Freiheit aus für die Gefangenen, ihre Fesseln werden nun gelöst und die Kerkertüren geöffnet.“

Als die Zuhörer ihn erwartungsvoll anblicken erklärt er: „Heute hat sich die Voraussage des Propheten erfüllt.“ Und auch heute ist der Zeitpunkt dieser Erfüllung – und wir sind an der Erfüllung beteiligt! Die Herausforderungen in unserer Zeit sind Teil der Erfüllung. 

Kinder des Königs

Um dieser Herausforderung zu begegnen, müssen wir unsere Identität kennen: Bist du ein Kind des Königs oder ein Pandemiegeschädigter? Als Kinder des Königs können wir unserem Vater von Herz zu Herz begegnen. Der Vorhang ist aufgezogen und der Zugang zum Vater ist frei. Wir leben in der Zeit des geöffneten Himmels! Als Jesus den Jüngern das Abendmahl erklärte, sagte er:

„Wer meinen Leib isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.“

Johannes 6,56

Diese Einheit, dieses Prinzip „Ich in ihm und er in mir“ und seine bedingungslose Liebe verleihen uns einen Stand, der uns durch den Heiligen Geist den offenen Zugang zum Vater ermöglicht. Im nächsten Vers sagt Jesus: „Ich lebe durch die Kraft Gottes, des lebendigen Vaters, der mich gesandt hat. Ebenso wird jeder, der meinen Leib isst, durch mich leben.“

Keine Macht des Abgrunds kann sich bei dir aufhalten, wenn die Kraft Gottes in dir ist! In Epheser 1,19 lesen wir:

„Ihr sollt erfahren, mit welcher unermesslich großen Kraft Gott in uns, den Glaubenden, wirkt. Ist es doch dieselbe gewaltige Kraft, mit der er am Werk war, als er Christus von den Toten auferweckte und ihm in der himmlischen Welt den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gab!“

Lege deine eigenen Pläne beiseite und besprich mit dem Vater seinen Plan für dich. Warte nicht auf den Tag, wenn auf der Erde alles gut wird! Gott hat eine andere Ebene für dich: Du hast einen offenen Himmel – nimm deinen Platz ein. Möglichst heute noch!

Der Schlüssel

Du fühlst dich gar nicht unter einem offenen Himmel? Wandelst du unter einem verschlossenen Himmel? Es liegt bei dir, den offenen Himmel von deiner Seite aus für dich zu öffnen! Du kannst den Schlüssel ergreifen: Der Name Jesus ist der Schlüssel dafür, dass sich der Himmel öffnet. In Lukas 3,21 lesen wir über Jesus: „Während er betete, öffnete sich der Himmel.“ Der offene Himmel steht dafür, mit dem Vater in spürbaren Kontakt zu kommen. Wenn du willst, dass dein Himmel sich öffnet, musst du mit deinem ganzen Willen eine Entscheidung treffen – die Entscheidung, mit Jesus in einer engen Gemeinschaft zu leben. Der Himmel öffnet sich, indem wir unser Leben neu ausrichten.

Das Rauschen hören

In 1. Könige 18 lesen wir vom Propheten Elia, der König Ahab ankündigte, dass es den nächsten Jahren nicht regnen würde. Jeder wusste damals, was das bedeutete: Ohne Regen, keine Ernte. Es kam eine große Hungersnot. Sie steht auch für ein irdisches Unmöglich. Ich glaube, jeder hat schon einmal eine Wüste im Leben um sich herum erlebt: Probleme, Schwierigkeiten und nichts ging mehr – ein verschlossener Himmel. 

Nach mehr als zwei Jahren versprach Gott, es wieder regnen zu lassen und schickte Elia erneut zu König Ahab. Bei einem Abendopfer erwies Gott vor allen seine Kraft  und ließ Feuer vom Himmel fallen. Danach sagte Elia zu König Ahab: „Gleich fängt es an zu regnen. Ich höre es schon rauschen.“ 

Wie kann Elia das Rauschen hören, wenn so lange nicht geregnet hat und noch kein Regen eingesetzt hat? Wenn du möchtest, dass dein Himmel sich öffnet, musst du das hören, was andere nicht hören können. Elia konnte sagen: „Ich höre es schon rauschen“. Ist es um uns zu laut geworden, um noch ein Rauschen vom Himmel zu hören? Viele Stimmen möchten heute unsere Aufmerksamkeit: Informationen, Werbung, Schlagzeilen, Unterhaltung. Was hörst du? Kannst du wie Elia sagen: „Ich höre es schon rauschen!“? Ich, Daniel Müller, höre das Rauschen von Zeichen und Wundern! Was hörst du heute?

Wenn du einen Freund brauchst, wenn du ein Wunder brauchst, wenn du Heilung brauchst – achte auf das Rauschen! Wenn du Angst hast, ist es wichtig seine Stimme zu hören, ein übernatürliches Rauschen. 

Die Wolke sehen

In Vers 43 lesen wir, dass Elia zu seinem Diener sagt:

„Steig auf den höchsten Punkt des Berges und blick über das Meer! Dann sag mir, ob du etwas Besonderes siehst.“

Elia sah etwas, das der Diener nicht sehen konnte. Der Diener kam beim ersten Mal zurück und sagte: „Ich sehe nichts.“ Sechsmal ging das so. Bestimmt dachte der Diener nach dem fünften Mal: „Oh Mann, dem Elia macht die Sonne zu schaffen, der fängt an zu fantasieren …“ Doch beim siebten Mal kehrte der Diener ganz aufgeregt zurück und rief: „Jetzt sehe ich eine kleine Wolke am Horizont, aber sie ist nicht größer als eine Hand!“ Elia hatte schon vorher gewusst, was zu sehen sein würde. Sehen wir durch den offenen Himmel Dinge, die andere noch nicht sehen, weil sie mit der Hungersnot, Wüste oder Pandemie beschäftigt sind? 

Gott möchte, dass wir Dinge sehen, die andere noch nicht sehen, weil wir zu ihm gehören. Manche suchen überall, ob nicht irgendwo der Antichrist lauert. Doch nicht nach ihm sollen wir suchen, sondern nach dem offenen Himmel! Wir müssen der Welt nicht den Untergang verkünden, sondern eine Zukunft mit Lösungen der Liebe Gottes! Was sollte es nützen, einem Menschen auf einem sinkenden Schiff glaubhaft zu machen, dass er ertrinkt? Ist es nicht besser ihm die Rettungsmöglichkeiten zu zeigen?

Elia konnte seinen Diener gerade noch losschicken, um König Ahab zu warnen, da kam schon starker Wind auf, schwarze Wolfen verfinsterten den Himmel und ein heftiger Regen prasselte nieder. Elia hatten das Rauschen gehört und die Wolken gesehen, lange bevor der Regen eingesetzt hatte. Wenn du willst, dass sich dein Himmel öffnet, musst du sehen, was andere nicht sehen können. Denn was wir sehen, beeinflusst, was wir denken. Und was wir denken, beeinflusst wiederum, was wir empfangen. 

Was kannst du sehen? Gib nicht auf, bis du durch den offenen Himmel hindurch mit Gott sprichst. Dann hast du immer einen Wissensvorsprung und einen Frieden, den dir niemand nehmen kann.

Daniel Müller, Missionswerk Karlsruh

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