Weißt du, dass Gott dich als sein Gegenüber erschaffen hat? Du darfst in seiner Gegenwart leben! Erfahre von Daniel Müller, wie diese Sicht deinen Alltag verändert.

Es war Gottes Idee, uns als sein Gegenüber zu erschaffen. Wir kennen die Geschichte von Adam und Eva im Garten Eden. Nach dem Sündenfall hat Gottes Sehnsucht nach den Menschen nie aufgehört. Die Trennung zwischen ihm und uns war so schmerzhaft für ihn, dass er Jesus sandte, der durch das Kreuz und die Auferstehung ein Leben auf der Erde in Gottes Gegenwart wieder ermöglicht hat.

Entspannte Gemeinschaft

Als ich den Liedtext zu „Herz zu Herz“ für meine CD schrieb, wollte ich mit meinen Worten das Erlebnis von maximaler Nähe zu Gott ausdrücken. Am stärksten fühlte ich sie, als ich im Frühjahr mit meinen Segelkollegen auf dem Meer unterwegs war, die unendliche Perspektive vor Auge, und ich dieses Lied vortragen durfte. „Herz zu Herz so nah bei dir …“

Gott wünscht sich eine entspannte Gemeinschaft mit uns. Viele Menschen versuchen, Gottes Gegenwart durch Disziplin zu erreichen: viel Gebet, viel Tun für den Herrn, viel opfern. Die entspannte Gemeinschaft zu ihm entsteht jedoch, wenn Liebe aus unserem Herzen überfließt.

Es zählen nicht die großen, besonderen Erfahrungen, sondern ein täglicher Lebensstil in Gottes Herrlichkeit.

Gott wünscht sich einen Lebensstil in seiner Nähe! Es ist das interessanteste Leben, das wir auf dieser Erde leben können. Und es geht dabei nicht nur um das Prickeln bei einer Großveranstaltung mit gutem Lobpreis. Gottes Gegenwart und Herrlichkeit sind deine Erfüllung, die Substanz, für die du geschaffen bist! Diese Gegenwart stillt all deinen Hunger – den Hunger, den sonst nichts stillen kann. Sprich es einmal vor dir selbst laut aus: „Ich bin geboren, um in seiner Gegenwart zu leben!“

Dank ist eine Reaktion

Wir lesen in Psalm 100,3: „Erkennt, dass der Herr unser Gott ist! Er hat uns zu seinem Volk gemacht, ihm gehören wir! Er sorgt für uns wie ein Hirte für seine Herde.“ Hier steht: „Erkenne, dass der Herr, dein Gott ist.“ Es ist wichtig, dass du es selbst erkennst – und nicht nur die Meinung anderer akzeptierst. Wer Gott erkennt, kommt mit Dank vor sein Angesicht. Am Maß deiner Danksagung erkennt man das Maß von Gottes Gegenwart in dir. Dank offenbart ein Herz, das überfließt. Deine Danksagung ist die Reaktion auf das, was er für dich getan hat, und dein Lobpreis ist die Reaktion auf seine Gegenwart.

Bestimmt liest du die Gebetserhörungen, die wir in jedem Magazin abdrucken. Mich begeistert, wie Gott in allen Lebenssituationen seinen Kindern hilft! In dem Psalm oben haben wir gelesen: „Er sorgt für uns, wie ein Hirte für seine Herde.“ Gott hat dir mit Jesus alles zum Leben bereitgestellt. Er ist der Heiler – die Quelle allen Lebens. Unsere Probleme sind oft so groß und laut. Wir lassen uns ablenken und denken nicht an die himmlischen Lösungsmöglichkeiten.

Doch dein Durchbruch kommt, wenn du aufhörst, dich von deinen Problemen beeindrucken zu lassen.

Mose im Alten Testament der Bibel musste seine Schuhe ausziehen, als er Gott beim brennenden Busch begegnete (2. Mose 3). Gott wollte, dass nichts zwischen dem geheiligten Boden und ihm stand – nicht mal eine Ledersohle! Was uns heute, in der Zeit des Neuen Testaments, von Gott trennen kann, ist die Sünde – Unreinheit, Unrecht, Ungehorsam. Doch wir können all das vor Gott bringen und haben dann die Vergebung und den freien Zugang zu ihm! Wenn nichts Trennendes mehr dazwischen ist, fließt alles, was Jesus für dich bereitgelegt hat. Es fließen – bildlich gesprochen – Milch und Honig in dein Leben, die Fülle der Nahrung, die du brauchst.

Die Vergangenheit hinter sich lassen

Je weiter du mit Jesus gehst, desto mehr lässt du auch deine Vergangenheit hinter dir zurück. Die Vergangenheit kannst du nicht mehr ändern, aber die Zukunft darfst du selbst gestalten. Die Vergangenheit ist eine Einbahnstraße: rückwärts gehen verboten. Der Feind möchte dich gerne dort behalten, damit du deine ganze Energie verbrauchst. Verlasse die Vergangenheit und betritt neues Land, neue Möglichkeiten die dir Gott zeigen möchte.

Wenn wir in Apostelgeschichte 15,5 lesen, dass im Schatten von Petrus Menschen geheilt wurden, wie viel mehr geschieht dann erst im Schatten des lebendigen Gottes – in seiner Gegenwart, in der wir leben können! Hier ist der einzige Platz, der dich zufriedenstellt. Du bist geschaffen, um in Gottes Gegenwart, in seiner Herrlichkeit zu leben. Jeder der Ja zu Jesus sagt, ist eingeladen, in dieser Herz-zu-Herz-Beziehung zu leben.

Mit dem Weinstock verbunden

In Johannes 15 vergleicht Jesus diese Beziehung mit Weinstock und Rebe. Er sagt: „Wenn ihr aber fest mit mir verbunden bleibt und euch meine Worte zu Herzen nehmt, dürft ihr von Gott erbitten, was ihr wollt; ihr werdet es erhalten.“ Wenn eine Rebe oder Traube mit dem Weinstock verbunden ist, bekommt sie von ihm die Substanz zum Wachsen und Lebendigbleiben – unabhängig davon, ob es regnet oder stürmt, ob es heiß ist oder kalt. In Gottes Gegenwart bekommen wir von ihm die Substanz zum Leben.

Manche versuchen, ihr Christsein abgelöst vom Weinstock zu leben. Sie ernähren sich woanders oder liegen am Boden und beginnen bitter zu werden. Holen sie sich dann noch die Bestätigung von anderen, die auch am Boden liegen, leben sie ein jämmerliches Leben, das ganz und gar nicht Christus, den Weinstock, widerspiegelt. Wir können nur als pralle Früchte glänzen, wenn täglich der Saft des Weinstocks neu durch uns fließt. Sonst sind wir Fruchtmumien. Es reicht nicht, dass wir uns nur gelegentlich bei Konferenzen eine Saftspritze holen.

Jesus spricht von einem Leben in der Verbundenheit mit dem Weinstock – und nicht von Reben, die abgeschnitten in einer religiösen Blumenvase stehen. Jesus sagt: „Bleibt in mir.“ Ich lade dich ein, in dieser Gegenwart mit Gott zu leben. Du bist geschaffen für ein Leben in seiner Gegenwart. Es reicht nicht aus, nur zu wissen, dass es in der Bibel steht. Wir sollen es erkennen und erleben. Du darfst ihn genau in diesem Moment darum bitten.

In seiner Gegenwart ist so viel überwältigend Himmlisches, dass alles möglich wird. „Wie im Himmel so auf Erden“, heißt es im Vaterunser: Sein Königreich, seine Kraft, seine Herrlichkeit gehören dir. Das Übernatürliche ist Gottes Normalität für dich. Erhöhe deine Erwartungshaltung! Wie groß sind deine Erwartungen? Wir sind geboren, um auf der Erde Gott zu erleben!

Daniel Müller, Leiter des Missionswerk

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