Was auch immer gerade in deinem Leben los ist, du darfst sicher sein, dass Gott dich nicht verlassen hat. Er ist ein Gott, der dich sieht. Lass dich von Isolde Müller ermutigen, bei ihm Hilfe zu suchen.

Jesus hat ein Herz für Menschen und ganz besonders auch für dich. Gott nimmt Notiz von dir, auch wenn du dich gar nicht so fühlst oder gar nicht daran denkst. Gott sieht dich! In Psalm 139,9 und 10 ist das so wunderbar ausgedrückt:

„Erhöbe ich die Flügel der Morgenröte, ließe ich mich nieder am äußersten Ende des Meeres, auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich fassen.“

Du darfst wissen: Wärst du am Ende der Welt, auch dort würde er dich nicht vergessen. Du kannst seiner Liebe nicht entfliehen und du kannst dich auch nicht verstecken vor ihm. Überall ist seine Hand, die dich auffängt! Egal, wie du dich fühlst oder wie deine Situation derzeit ist – du bist in Gottes Hand!

Gott weiß um das Elend

In der Bibel lesen wir eine Geschichte, in der eine Frau geflohen ist – nicht vor Gott, sondern vor ihrer Herrin Sarai. Wir lesen oder hören nicht sehr viel von dieser ägyptischen Sklavin Hagar, obwohl sie eingebunden ist in die Abrahams-Geschichte. Sie war unverschuldet in eine schwierige Situation gekommen. Als Abram und Sarai keine Kinder bekamen, beschlossen sie, dass Hagar einspringen sollte. Hagar musste sich fügen, schließlich war sie Sklavin.

Der Plan ging auf und sie wurde von Abram schwanger. Hagar stieg die Sache zu Kopf und sie verhielt sich stolz und überheblich ihrer Herrin Sarai gegenüber. Als Sarai sich bei Abram darüber beschwerte und er sie frei gewähren ließ, führte sie ihre Sklavin mir harter Hand. Für Hagar muss es schwer gewesen sein, dieser Situation ausgeliefert zu sein und nicht mehr ein noch aus zu wissen. Letztendlich lief sie davon. Sie hielt es nicht mehr aus.

In 1. Mose 16 lesen wir: „Der Engel des Herrn fand sie an einer Wasserquelle in der Wüste, an der Quelle auf dem Weg nach Schur. Und er sprach: Hagar, Magd Sarais, woher kommst du, und wohin gehst du? Und sie sagte: Vor Sarai, meiner Herrin, bin ich auf der Flucht. Da sprach der Engel des Herrn zu ihr: Kehre zu deiner Herrin zurück, und demütige dich unter ihre Hände!“ Wir lesen, dass Gottes Engel sie, die Sklavin, mitten in der Wüste aufsuchte und mit ihr redete. Und noch mehr – der Engel gab ihr ein Versprechen: „Ich will deine Nachkommen so sehr mehren, dass man sie nicht zählen kann vor Menge … Du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Ismael geben, denn der Herr hat auf dein Elend gehört.“

Gott stellte sich auf Hagars Seite. Er sagte: „Ich nehme dein Elend wahr!“ Gott bezeichnete Hagars Lage als Elend. Sie steckte in einer Situation, die Gott gar nicht so gewollt hatte. Er hatte alles ganz anders geplant. Und Hagar war von diesem Gott, der mit ihr sprach, beeindruckt: „Da nannte sie den Namen des Herrn, der zu ihr geredet hatte: Du bist ein Gott, der mich sieht!

Fasse wieder Mut

Vielleicht bist du auch davongelaufen wie Hagar. Bist verzweifelt und sitzt in der Wüste. Gott sieht auch dein Elend. Vielleicht hatte Gott auch in deinem Leben manches anders geplant. Manchmal finden wir uns in Situationen wieder, in die wir irgendwie hineingerutscht sind. Die Dinge haben sich so entwickelt. Vielleicht denkst du gerade: Wie komme ich hier wieder heraus? Keiner kann mir helfen und keiner versteht mich, das halte ich nicht mehr aus! Doch du kannst sicher sein, dass noch heute gilt: Gott sieht dich! Fasse wieder Mut, denn Gott hat auch für dich eine Lösung. So, wie er für Hagar eine hatte.

Der Engel sagte zu ihr: „Kehre um“ – und die Dinge fügten sich. Komm heraus aus deiner Wüste. Verlasse die negativen Gedanken und Ängste, die dich plagen und schau auf Jesus. Er sieht auch dein Elend, so wie er Hagars Elend sah. Er hat eine Lösung für dich. Du bist nicht irgendwo im Universum vergessen, sondern auch in deiner Wüste wirst du von Gott wahrgenommen. Egal wie du dich fühlst, und egal wie dein Elend aussieht, Gott hat eine Lösung für dich, Gott sieht dich. Er nimmt Notiz von dir, wenn du schwach bist, verlassen, missachtet oder abgelehnt. Verzage nicht! Auch du kannst sagen: Gott ist ein Gott, der mich sieht!

Isolde Müller, Leiterin des Missionswerks

Deine persönliche Mail aus Karlsruhe