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Kannst du noch vertrauen oder bist du von Menschen und vielleicht auch Gott enttäuscht? Isolde Müller lädt dich ein, dein Vertrauen nicht wegzuwerfen, und nennt dir gute Gründe, warum du dich Gott neu anvertrauen kannst.

Was erwarten wir von jemandem, dem wir vertrauen? Am meisten wahrscheinlich Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und dass er oder sie es gut mit uns meint. 

Menschen können uns enttäuschen. Manchmal liegt es daran, dass Menschen gar nicht leisten können, was wir von ihnen erwarten, beispielsweise dass sie unsere Probleme lösen oder unsere innere Leere füllen. Unsere Enttäuschung liegt dann an falschen Erwartungen. In anderen Situationen fragen wir Menschen um Rat. Zum Leben in christlicher Gemeinschaft gehört, dass wir einander trösten und ermahnen und ermutigen. Gott möchte, dass wir füreinander da sind. Aber manchmal ist der Rat von Menschen nicht hilfreich. Denn Menschen sind nicht vollkommen. Sie wissen nicht alles, können sich nicht immer einfühlen und haben manchmal nicht das Beste füreinander im Sinn.

Wenden wir uns aber an Jesus mit unseren Nöten, dann ist uns wirklich geholfen. Auf ihn ist Verlass und er hält, was er verspricht. Er meint es absolut gut mit uns. In Matthäus 28,20 sagt Jesus:

„Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“

 

Jesus ist jeden Tag mit dir! Schon diese Tatsache hilft uns, ihm zu vertrauen. Was soll uns passieren, wenn wir die stärkste Kraft des Universums auf unserer Seite haben? Seine Macht steht über allen Schwierigkeiten, die dir begegnen. Jesus ist daran gelegen, dass es dir gut geht. Er hat niemanden weggeschickt und jedem geholfen, als er auf der Erde war, und das ist auch heute noch so.

Gedanken gefangen nehmen

Jesus möchte dein Vertrauen gewinnen. Unsere Vernunft und unser Verstand können diesem kindlichen Vertrauen entgegenstehen. Paulus zeigt dafür eine Lösung auf:

„Ich setze nicht die Waffen dieser Welt ein, sondern die Waffen Gottes. Sie sind mächtig genug, jede Festung zu zerstören, jedes menschliche Gedankengebäude niederzureißen, einfach alles zu vernichten, was sich stolz gegen Gott und seine Wahrheit erhebt.“ (2. Korinther 10,4-5)

 

Paulus beschreibt Gedanken hier als feindliche Festungen, die massiv und bedrohlich für uns sind. Sie können unser ganzes Leben zerstören, wenn wir sie gewähren lassen. Denn alles beginnt in unseren Gedanken. Negative Gedanken können uns lähmen, manchmal so sehr, dass wir nicht mehr schlafen können. Deshalb rät Paulus: „Alles menschliche Denken nehmen wir gefangen und unterstellen es Christus, dem es gehorchen muss.“ 

Alle negativen Gedanken sollen wir „gefangen nehmen“, dass sie keine negative Wirkung mehr haben in unserem Leben. Den menschlichen Hochmut, der sich gegen die Gotteserkenntnis auflehnt, unser selbstherrliches Denken nehmen wir gefangen, damit es Jesus unterstellt ist, der es gut mit uns meint. 

Die Gedankengebäude können Zweifel entstehen lassen und Zweifel sind ein langsam wirkendes Gift für unseren Glauben. Zweifel sind das Gegenteil von Vertrauen. Jakobus warnt davor:

„Wer zweifelt, gleicht den Wellen im Meer, die vom Sturm hin- und hergetrieben werden. Ein solcher Mensch kann nicht erwarten, dass der Herr ihm etwas gibt. In allem, was er tut, ist er unbeständig und hin- und hergerissen.“ (Jakobus 1,6-8)

 

Zweifel bringen uns in ein Auf und Ab unserer Gefühle und unseres Glaubens. Sie können eine offene Tür des Teufels werden, der uns einflüstern will: „Vertrauen lohnt ja doch nicht.“ Widerstehe dem Zweifel in deinem Leben und entscheide dich, an deinem kindlichen Vertrauen auf Jesus festzuhalten.

Belohntes Vertrauen

Manchmal grübeln wir über das Warum und Wieso unserer Umstände. Nimm diese Gedanken gefangen. In Hebräer 10,35 lesen wir:

„Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“

 

Belohnt wird unser Vertrauen! Nicht unsere Grübeleien verdienen Anerkennung und auch nicht unsere Beschäftigung mit den Problemen oder das Ausmalen, was wäre gewesen, wenn … Es ist unser Vertrauen auf Jesus, auf seine Lösung, auf seine Hilfe, das er belohnt. Diese Haltung ist in Jesaja 30,15 schön beschrieben:

„In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke.“

 

Unsere Stärke liegt im Vertrauen auf Gott. Diese Stärke kann nicht einmal der Teufel bezwingen. Du bist unüberwindbar für den Teufel, wenn du Gott vertraust. 

Ähnlich formuliert es Jeremia:

„Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut und dessen Vertrauen der Herr ist!“ (Jeremia 17,7-8)

 

Daran schließt Jeremia ein schönes Bild an:

„Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen.“

 

Was für eine wunderbare Verheißung gilt uns, wenn wir auf den Herrn vertrauen! Wir brauchen uns nicht zu fürchten, wenn die sengende Hitze kommt, wenn uns Probleme, Krisen und Prüfungen begegnen, wenn wir Schwierigkeiten haben und nicht verstehen, was gerade passiert in unserem Leben. Wir werden uns nicht fürchten! Unser Laub ist grün, wir haben Zuversicht und strahlen Gottes Ruhe und Frieden aus. Wir werden uns nicht aufregen über Dinge, die wir nicht ändern können: „Im Jahr der Dürre sind wir unbekümmert.“ Wir machen uns keine Sorgen, weil Gott für uns sorgt. Wir sind unbekümmert, weil wir vertrauen. Es macht uns stark, von den Schwierigkeiten wegzuschauen und Jesus vor Augen zu haben. Erlaube nicht deinen Umständen oder Gedankengebäuden, dein Vertrauen zu verlieren. Der Segen Gottes ist mit dir, wenn du auf den Herrn vertraust. Das ist die Folge unseres Vertrauens auf Gott. 

Fürchten nicht nötig

Genau das hat auch David erlebt, der viele Psalmen geschrieben hat und später zum ruhmreichen König von Israel wurde. David ist ein großes Vorbild für uns, was Vertrauen in Gott anbelangt. Er schreibt in Psalm 56,4-5:

„Gerade an Tagen, an denen ich mich fürchte, vertraue ich auf dich. Mit Gottes Hilfe rühme ich seine Zusagen! Auf Gott vertraue ich und fürchte mich nicht. Was können vergängliche Menschen mir schon antun?“ 

 

Das ist eine starke Aussage, besonders wenn man weiß, in was für einer Situation David steckte. Der damalige König Saul verfolgte ihn und David war nach Gath geflohen. Als die Philister ihn in Gath ergriffen, entstand dieser Psalm. Es ging um Leben und Tod, doch David konnte sagen: „Ich werde mich nicht fürchten, ich vertraue auf dich, Gott!“ Auch du brauchst dich nicht zu fürchten, weil du das, was dich herausfordert, in guten Händen weißt.

Wie wunderbar hat doch Gott in Davids Leben eingegriffen und er wurde König, obwohl gar nichts, aber überhaupt nichts danach aussah. Nicht seine Herkunft, nicht sein Ergehen. Er hatte nur Schwierigkeiten – aber trotzdem war ihm nichts wichtiger als der Herr. Er wusste: Wenn er Gott vertraut, werden seine Verheißungen in Erfüllung gehen – und so war es auch. Auch du wirst erfahren, dass Gottes Wort wahr ist und funktioniert. Dein Vertrauen wird nicht enttäuscht werden. Probiere es aus! Vertraue Gott in einer bestimmten Situation und er wird es besser machen, als du denkst.

Manchmal stehen wir in Herausforderungen, die uns niederdrücken, in denen wir buchstäblich „geknickt“ sind. Gerade in solchen Situationen kann uns der Vers aus Jesaja 42,3 Mut machen:

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“

 

Wenn du nicht mehr weiterweißt und dich an Gott wendest, wird er dich wieder aufrichten. Der Teufel will uns zerbrechen und unser Leben auslöschen, aber die Hand Gottes ist immer da, um uns zu helfen und uns aufzurichten. Gott will dir in deiner Not begegnen und dir helfen. Gerade auch in dieser Pandemiezeit in der wir uns befinden. Alles scheint ungewiss und auf nichts scheint mehr Verlass. Menschen sind ohne Perspektive, sie haben Sorgen und Existenzängste. Umso kraftvoller ist der Halt in Jesus Christus, auf den wir unser ganzes Vertrauen setzen können. Er wird uns nicht enttäuschen. Verlass dich auf ihn und wirf dein Vertrauen nicht weg.

Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe

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