Spenden

Herzlichen Glückwunsch, du darfst ein großes Erbe antreten! Nimmst du es an oder schlägst du es aus? Isolde Müller zeigt dir, worin dieses Erbe besteht und wie du darin leben kannst.

Gott, der Vater, hat seinen Sohn Jesus als „Erben aller Dinge“ eingesetzt. So steht es in Hebräer 1,2. Jesus ist derjenige, dem alles gehört. Und er hat dir ein Testament hinterlassen, das für dich ganz persönlich gedacht ist.

Ein Testament wird eröffnet und gilt, wenn jemand verstorben ist. Jesus starb am Kreuz von Golgatha – somit ist sein Testament rechtsgültig. Alles, was darin steht, gilt dir. Nicht weniger und nicht mehr. Das Erbe ist für dich. Denn du gehörst zur Familie Gottes, wenn du Jesus Christus in dein Leben aufgenommen hast:

„Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst zeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi.“ Römer 8,15-17

 

Du bist erbberechtigt! Das steht hier ganz konkret. Und ähnlich schreibt Paulus es im Galaterbrief: „Also bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; wenn aber Sohn so auch Erbe durch Gott“ (Galater 4,7). Du bist kein Sklave des Teufels mehr, sondern ein Kind Gottes – durch die Erlösung am Kreuz. Deshalb gehört auch das Erbe dir. In diesem Testament steht, was Gott für dich bereithält.

Alle sind erbberechtigt

Schon im Alten Testament hat Gott bestimmt, dass wir alle, jeder einzelne, Anspruch auf ein Erbe haben. Da gibt es die erstaunliche Geschichte in 4. Mose 27,1-8. Ein Mann mit Namen Zelofhad hatte fünf Töchter und keinen Sohn. Man muss dazu wissen: Die Frauen zur damaligen Zeit waren nicht erbberechtigt. Doch diese fünf Töchter gingen zu Mose und zum Priester Eleasar, forderten ihr Erbe ein und sagten: „Unser Vater ist in der Wüste gestorben, aber er hatte keine Söhne. Soll unsere Familie deshalb kein Land erhalten und der Name unseres Vaters in Vergessenheit geraten? Gib uns einen Grundbesitz inmitten der Brüder unseres Vaters!“

Und Mose brachte ihre Rechtssache vor Gott. Und was Gott darauf antwortet, lesen wir in Vers 6: „Die Töchter Zelofhads reden recht. Du musst ihnen in der Tat einen Erbbesitz inmitten der Brüder ihres Vaters geben, und du sollst das Erbteil ihres Vaters auf sie übergehen lassen!“

Und den Israeliten sollte Mose anordnen: „Wenn ein Mann stirbt und keinen Sohn hat, dann sollt ihr sein Erbteil auf seine Tochter übergehen lassen.“ Hier wurde ein für allemal von Gott geklärt, dass jeder Mensch erbberechtigt ist. Wir lesen hier nicht die Meinung von Mose oder der oberen Führer, sondern eine direkte Antwort von Gott. Jeder Mensch bekommt sein Erbe. Damals ging es um physisches Erbe, heute geht es um unser geistliches Erbe, um das, was in der Bibel steht. 

Garagenwagen

Der Teufel will uns immer weismachen, dass wir kein Recht auf Gottes Verheißungen haben. Doch das Gegenteil ist richtig: Wir haben Anrecht auf das, was in der Bibel steht. Wenn hier auf der Erde ein Testament eröffnet wird und du darin benannt bist, bekommst du das, was für dich bestimmt wurde. Das kann ein Geldbetrag sein, oder sogar ein Haus, ein Auto, Schmuck oder ein wertvolles Bild. Was machst du dann? Du holst es dir ab. Du nimmst es in Besitz. Du verwendest das, was du geerbt hast und freust dich darüber.

Du kannst ein Testament auch ablehnen. Dann hast du nichts davon, dann ist es nutzlos für dich. Dasselbe gilt für das Testament, das Jesus dir hinterlassen hat: Du kannst es annehmen oder ablehnen. Einige Christen nehmen das Testament, gebrauchen aber nicht, was sie da geschenkt bekommen haben. Sie nehmen die Verheißungen nicht in Anspruch.

Das wäre so, als hättest du ein schönes, schnelles hochklassiges Auto geerbt. Du hast es abgeholt und in deine Garage gestellt. Den Fahrzeugschein trägst du immer mit dir herum und vielleicht zeigst du anderen sogar, was für ein tolles Auto du geerbt hast. Es steht in deiner Garage und du bestaunst es – fährst aber nie damit. Wofür das Auto gedacht war, zum Fahren nämlich, dafür nimmst du es gar nicht in Anspruch. In Wirklichkeit hast du gar nichts von deinem fahrbaren Untersatz.

Genauso ist es mit dem Testament von Jesus. Wir können es in der Hand halten, wir können es mit uns herumtragen, wir können anderen erzählen, dass es uns gilt, aber was haben wir davon, wenn wir es nicht gebrauchen? Treten wir unser Erbe aber an, nehmen wir es in Anspruch, dann eröffnet es uns gewaltige Dimensionen. 

Du hast Vollmacht!

Nachdem Jesus einen Gelähmten geheilt hatte, lobten seine Zuschauer Gott begeistert. Und Matthäus schreibt: „Sie verherrlichten Gott, der solche Vollmacht den Menschen gegeben hat“ (Matthäus 9,8). Gott hat den Menschen, er hat uns Vollmacht gegeben. Wir dürfen sie annehmen. Kurz darauf, in Kapitel 10, lesen wir, dass Jesus seine zwölf Jünger zu sich rief und er „gab ihnen Vollmacht, böse Geister auszutreiben und alle Kranken und Leidenden zu heilen“ (Matthäus 10,1). Lass dich nicht einschüchtern, sondern benutze die Vollmacht, die du durch dein Erbe hast. 

Du hast Kraft!

Als Jesus nach seiner Auferstehung mit den Jüngern zusammen saß, gab er ihnen ein Versprechen: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist“ (Apostelgeschichte 1,8). An Pfingsten ergriff der Heilige Geist die Nachfolger von Jesus gewaltig. Er ist in dir! Strecke dich aus nach mehr von ihm. Du kannst ihn überfließend haben. Auch Paulus dankt Jesus dafür, dass er ihm Kraft verliehen hat (1. Timotheus 1,12). Dieselbe Kraft hast auch du! Kraft für jeden neuen Tag, Kraft für deine Arbeit, Kraft um zu vergeben, Kraft um Gutes zu tun. Kraft, um allen Anläufen des Teufels zu widerstehen und allen Versuchungen zu widerstehen, die dir jeden Tag begegnen. Du kannst immer wieder auftanken, weil Jesus Christus die Kraft ist.

Du hast den Sieg!

Durch Jesus schenkt Gott uns den Sieg (1. Korinther 15,57). Der Sieg, den Jesus errungen hat gehört dir. In diesem Sieg überwinden wir alle Herausforderungen, die auf uns zukommen: „Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube“ (1. Johannes 5,4). Unser Glaube und unser Vertrauen auf Gottes grenzenlose Liebe ist unser Sieg. Er hat dir alles bereitgestellt, was du brauchst. Dieser Sieg gehört dir!

Wunderbare Perspektive

Du hast ein legales Anrecht auf das, was in der Bibel geschrieben steht, weil Gott dich als Erben eingesetzt hat. Ebenso wie in einem Testament nicht nur manches rechtsgültig sein kann und anderes nicht, so hast du auch Anspruch auf alles, was in der Bibel steht. Gott kümmert sich um dich, er sieht dich und er weiß, wie es dir geht. Er hat auch genau für das Problem, das du gerade mit dir herumschleppst, eine Lösung.

„Denn Gott hat uns versprochen: ‚Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab.’ Deshalb können wir voller Vertrauen bekennen: ‚Der Herr hilft mir, ich brauche mich vor nichts und niemandem zu fürchten.’“ Hebräer 13,5-6

 

Das ist eine wunderbare Perspektive: Wir brauchen uns nicht zu fürchten, auch nicht vor der Zukunft – denn Gott hilft uns. Er verlässt uns nicht, er vergisst dich nicht, er hält seine Versprechen. Du bist von Gott geliebt. Er hat dir ein Erbe hinterlassen. Nimm es an und lebe darin!

 

Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe

Deine persönliche Mail aus Karlsruhe