Eine unmögliche Bitte

Eine unmögliche Bitte wird zu einem Beispiel von Gottes wirken. Das Missionswerk eröffnete den Zugang zur Taufstelle Jesu in Israel.

Die Stelle am Jordan, an der Jesus getauft wurde, gehört heute zu den wichtigsten christlichen Orten in Israel. Doch jahrelang war er für Besucher gesperrt. Da der Jordan genau die Grenze zwischen Israel und Jordanien markiert, liegt er im Grenzsicherheitsstreifen und ist somit eine militärische Sperrzone. 

Biblische Bedeutung

Die Geschichte der Taufstelle beginnt schon zu Zeiten Josuas. Hier überquerten die Kundschafter, die im Auftrag von Josua Jericho ausspionieren sollten, den Jordan (Josua 2). Hier überquerte auch Josua mit dem Volk Israel den trockenen Jordan, um ins Heilige Land zu kommen. Josua baute hier zu Gottes Ehre einen Altar aus zwölf Steinen, einen für jeden Stamm Israels (Josua 3 und 4). Auch der Prophet Elia und sein Nachfolger Elisha kamen hierher und Elias fuhr von hier mit einem feurigen Wagen in den Himmel auf (2. Könige 2). 

Seit jener Zeit pilgerten viele Besucher aus der ganzen Welt und besonders aus Jerusalem an diesen heiligen Ort. Das ist auch der Grund, warum Johannes der Täufer ihn damals auswählte, um Leute zu taufen und ihnen den richtigen Weg zu Gott zu zeigen. Auch Jesus kam, um sich von Johannes taufen zu lassen. Als Jesus aus dem Wasser stieg, öffnete sich der Himmel und der Heilige Geist in Form einer Taube kam herab und eine Stimme sagte: „Das ist mein Sohn, den ich liebe“ (Matthäus 3).

Unmögliche Bitte

Nur einmal im Jahr – am 8. Januar – wurde dieser Ort geöffnet für eine Feier der griechisch-orthodoxen Kirche. Sonst durfte das ganze Jahr über niemand diesen Platz besuchen. Als Reiseleiter des Missionswerks war ich es schon gewohnt, dass spezielle Bitten an mich herangetragen wurden. Diesmal hatte Siegfried Müller eine sehr große Bitte: „Ich möchte mit der nächsten Gruppe die Taufstelle Jesu besuchen.“ Ich sagte ihm, dass es unmöglich sei wegen der militärischen Sperrzone. Doch wer Siegfried kannte, der wusste: Wenn er etwas wollte, ließ er nicht locker. Ich habe damals beschlossen, in dieser Sache mein Glück zu versuchen. Zuerst sprach ich mit der Chefin der Tourismusorganisation vom Toten Meer. Von dort bekam ich eine klare Absage. 

Meine zweite Anlaufstelle war ein Mitglied des Kibbuz Kalia, mit dem ich befreundet war. Ich erzählte ihm von der großen Unterstützung des Missionswerks für die Stadt Jerusalem und von Siegfrieds Verbindung zum ehemaligen Bürgermeister Teddy Kollek. Ich glaube, das hat Bewegung in die Sache gebracht. Dieser Mann erzählte mir, dass der Militärkommandant dieser Region aus seinem Kibbuz stammte. Er versprach, mit ihm zu reden. Und Dank sei Gott: Es hat geklappt! 

Beliebter Touristenort

Ich persönlich hatte die Chefin des Tourismusministeriums dieser Region eingeladen, außerdem kam ein Abgesandter des Jerusalemer Tourismusministeriums und ein Nationalparkdirektor. Sie alle sahen die Freude der Pilger vom Missionswerk Karlsruhe und die herrliche Andacht, die dort gefeiert wurde.

Seit diesem Zeitpunkt wurde das Tor Stück für Stück für christliche Gruppen geöffnet.

Heute gehört diese Stätte zu einem Nationalpark und ist ein wichtiger Ort für Besucher, Pilger und Israelis. Es ist eine sehr schöne Anlage geworden mit Souvenir-Shop, Toiletten und anderen Einrichtungen. Wenn wir heute mit der Reisegruppe hierherkommen, ist es oft so voll, dass die Busse keinen Parkplatz mehr finden – und das mitten in der Wüste!

Die Pioniere, die vor vielen Jahren das Unmögliche möglich gemacht haben – nämlich das Tor zum ersten Mal zu öffnen – war das Missionswerk Karlsruhe. Jedes Jahr ist der Besuch dieser Taufstelle von Jesus Bestandteil unserer Reise. 

Dany Walter

Blick auf Jerusalem Reisetagebuch vom Missionswerk Karlsruhe

Unsere nächste Israelreise ist geplant!


12. – 21. Oktober 2021
Rundreise mit Isolde und Daniel Müller und Dany Walter
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