Auf sein Wort hin tun, was Jesus sagt, erfordert Mut. Und manchmal ist es gegen alle Logik. Das hat auch Simon Petrus erfahren. Isolde Müller beschreibt, wie wir von ihm lernen können, Jesus ohne Wenn und Aber nachzufolgen.

Nachdem Jesus in der Wüste versucht worden war, ging er vollgetankt mit der Kraft des Heiligen Geistes nach Galiläa und begann dort seinen Heilungsdienst. Stellen wir uns diese Situation vor: Da kommt einer, der ist ganz anders. Er hilft den Menschen, hat ein Herz für alle, die verzweifelt sind, allen, die nicht ein noch aus wissen. Und er tut alles mit Vollmacht. Lahme können gehen. Besessene werden heil. Die Menschen waren überrascht und sagten: „Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft gebietet er den unreinen Geistern und sie fahren aus. Und die Kunde von ihm ging aus in jeden Ort der Umgegend“ (Lukas 4,36-37).

Was Jesus tat, war so neu, dass die Menschen es gar nicht glauben konnten. Vielleicht ist auch für dich neu, was Jesus zu tun vermag. Lass dich darauf ein, wie es diese Menschen auch taten. Sie ließen nicht mehr von ihm ab, liefen ihm hinterher, diesem Mann, der ihnen half. Und er hilft noch heute. Er hilft auch dir, in deiner Situation, in deinen Nöten. Er ist immer noch der gleiche und er ist dir näher als den Menschen damals, denn er wohnt in dir durch seinen Heiligen Geist.

Gegen allen Verstand

Kurze Zeit später stand er am See Genezareth und die Volksmenge drängte sich um ihn herum, um ihn zu hören. Fischer waren dort, die ihre Netze reinigten und natürlich lagen Schiffe am See. Eines davon gehörte Simon. Jesus bat ihn, ein Stück hinauszufahren, damit ihn die Menschen, die sich dort versammelt hatten, besser verstehen konnten. Als er fertig war mit seiner Rede, sagt er zu Simon: „Fahre hinaus auf die Tiefe, und lasst eure Netze zu einem Fang hinab!“ Simon antwortete: „Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch bemüht und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz hinablassen“ (Lukas 5,4-5).

Ist es dir auch schon so gegangen, wie den Fischern? Du mühst dich ab und mühst dich ab und nichts geht? Ist Nacht um dich herum, bist du entmutigt? Bist du verzweifelt, weil nichts vorwärts geht? Erlebst du Schwierigkeiten überall? Die Fischer hatten kein Einkommen, weil sie nichts gefangen hatten. Vielleicht stehst auch du mit leeren Händen da. Doch einer wendet sich dir zu und sagt: „Mach weiter! Gib nicht auf!“ Sage nicht wie Simon: „Wir haben’s doch versucht, uns abgemüht, aber es hat nichts gebracht.“ Letztendlich war Simon so gepackt von Jesus, dass er schließlich sagte: „Auf dein Wort hin tue ich es.“ Durch seine Erfahrung weiß er: Es ist total unmöglich, am Tag zu fischen. Was soll man da fangen? Er ist Fischer und kennt sich aus in der Materie. Wenn deine Situation genauso unmöglich aussieht – tu, was Jesus sagt, auch gegen allen Verstand und alle Meinungen. Auf sein Wort hin tue es. Gib nicht auf und gehe vorwärts. Jesus ist da und er hat eine Lösung auch für dein Problem.

Überdimensional

Als die Jünger der Aufforderung von Jesus gefolgt waren, verfingen sich in ihren Netzen so viele Fische, dass sie rissen. Sie winkten ihre Gefährten im anderen Schiff herbei, damit sie ihnen halfen. „Und sie kamen, und sie füllten beide Schiffe, so dass sie zu sinken drohten“ (Lukas 5,7). Das, was unmöglich schien, wurde zu einem überdimensionalen Segen für Simon und seine Mitarbeiter. So sehr, dass es die Netze sprengte. Und das, obwohl man um diese Tageszeit eigentlich keine Fische fangen konnte. Wenn wir uns nach Gottes Wort richten, sagen Menschen auch oft zu uns: „Das funktioniert doch nicht, das ist völlig unsinnig.“ Doch unser Vertrauen auf Jesus zu setzen und nach seinem Wort zu handeln bringt uns großen Segen und seine Hilfe.

Ohne Wenn und Aber

Was die Jünger da gerade erlebten, war so außergewöhnlich, dass sie es fast nicht glauben konnten. Doch sie wussten in ihrem Herzen: Das ist es, was wir brauchen – und öffneten ihr Herz für Jesus. Weiter Vers 10: „Jesus sprach zu Simon: ‚Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen.’ Und als sie die Schiffe ans Land gebracht hatten, verließen sie alles und folgten ihm nach.“ Das alles geschah draußen auf dem See. Jesus sah das Entsetzen von Simon und die Angst, die ihn beschlich und er sagte zu ihm: „Fürchte dich nicht!“

Wenn in deinem Leben Dinge geschehen, die du nicht verstehst, wenn du Angst hast, es nicht mehr zu schaffen, oder Angst vor der Zukunft: Fürchte dich nicht! Jesus hat auch einen Weg für dich. Wo es unmöglich aussieht, hat Jesus Segen für dich bereit. Für Simon hatte er einen neuen Auftrag, eine neue Berufung: Er sollte nicht mehr Fischer sein, sondern Jesus dienen und damit Menschen ins Reich Gottes rufen. Jesus hat auch einen Auftrag für dich. Du musst nicht Haus und Familie verlassen, sondern das leben, was Jesus in dich hineingelegt hat. Den Auftrag ausführen, den er ganz speziell für dich hat.

Es bewegt mich immer wieder, wenn ich lese: „Und als sie die Schiffe ans Land gebracht hatten, verließen sie alles und folgten ihm nach“ (Vers 10). Auch damals war es ein gewaltiger Schritt, alle Sicherheit zu verlassen und Jesus einfach zu folgen. Wir müssen nicht unbedingt Haus, Familie und Beruf hinter uns lassen, sondern vielleicht unsere Vergangenheit. All das, was uns hindert, Jesus nachzufolgen. Auf sein Wort hin tue es! Lass alles hinter dir. Er schenkt dir Vergebung. Jesus ist gekommen, um dir zu helfen: heraus aus deiner Not, aus deinen Ängsten und deinen Bedrückungen. Lass dich auf Jesus ein, so wie diese Fischer es auch taten. Folge ihm nach, ohne Wenn und Aber. Entscheide dich, dem nachzufolgen, der Gewaltiges in deinem Leben tun kann.


Isolde Müller, 
Leiterin des Missionswerks

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