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In der jüdischen Tradition gibt es eine bekannte Erzählung über die beiden Rabbis Schammai und Hillel. Rabbi Schammai war für seine Strenge und genaue Einhaltung des Gesetzes bekannt, während Rabbi Hillel Geduld und Milde betonte. Der Legende nach kam ein Nichtjude zu Rabbi Schammai und bat, ihm das ganze Judentum zu erklären – und zwar während er auf einem Bein stand. Rabbi Schammai lehnte diese Bitte schroff ab. Daraufhin ging der Nichtjude mit derselben Bitte zu Rabbi Hillel. Dieser antwortete ihm: „Was dir verhasst ist, das tue auch deinem Nächsten nicht. Das ist die ganze Tora, alles andere ist Auslegung. Geh und lerne!“
Diese Aussage fasst die Lehre von Rabbi Hillel zusammen und betont die Bedeutung der Nächstenliebe und des ethischen Handelns. Sie erinnert stark an die „Goldene Regel“, die auch Jesus formulierte:
„Behandelt die Menschen stets so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet. Denn das ist die Botschaft des Gesetzes und der Propheten.“ – Matthäus 7,12
Thora und Wüste
In dieser großen jüdischen Tradition war Paulus ausgebildet. In Apostelgeschichte 22,3 lesen wir, dass er bei Rabbi Gamaliel gelernt hatte, wohl einem Nachfahren von Rabbi Hillel. Um Paulus und seine Lehre zu verstehen, ist es hilfreich, diesen Hintergrund zu kennen. Wir haben ihn vor seiner Begegnung mit Jesus nur als radikalen Christenverfolger vor Augen. Gleichzeitig war ihm aber diese Botschaft der Nächstenliebe nicht fremd.
Neben der Thoraschule hatte Paulus eine weitere Ausbildung genossen: Er hatte das Handwerk als Zeltmacher gelernt. Ob er das lernte, als er eine Weile in der Wüste lebte, wissen wir nicht. Wir erfahren nicht viel über diese Wüstenzeit (Galater 1,15-18). Vermutlich erlebte er die Lebensweise der Beduinen in ihren Zelten mit. Bis heute haben sie durch die klimatischen Verhältnisse bestimmte Sitten und Gewohnheiten.
Wahrscheinlich hat die Zeit in der arabischen Wüste Paulus‘ Lehre tief geprägt, weil es eine Phase des intensiven Gebets und Nachdenkens war, in der ihm Gott Dinge offenbarte und er eine eigene Perspektive entwickeln konnte, unabhängig von den anderen Aposteln. Vielleicht wurde er in dieser Wüstenzeit auch schon auf die Schwierigkeiten vorbereitet, die ihn im missionarischen Dienst erwarteten.
In Damaskus hatte Paulus ein einschneidendes Erlebnis mit Jesus. Gerade hatte er sich die Vollmacht geholt, Christen in Damaskus gefangen nehmen und nach Jerusalem bringen zu lassen, da erschien ihm Jesus in einem gleißenden Licht. Drei Tage war er blind, dann legte ihm Hananias die Hände auf, er konnte wieder sehen, bekam aber auch die Ankündigung, dass er bei seinem Auftrag, Juden wie Nichtjuden von Jesus zu erzählen, viel würde leiden müssen – was im Lauf seines Lebens reichlich eintraf: Er wurde zu Stockschlägen und Steinigungen verurteilt, wurde verhaftet, erlebte Schiffbruch, erlitt Hunger und Durst. Auch diese Erfahrungen werden seine Lehre geprägt haben.
Paulus‘ Lehre
Während seiner zweiten Missionsreise kam Paulus zum ersten Mal nach Europa. Über die Hafenstadt Neapolis gingen er und seine Begleiter nach Philippi, eine Stadt in Mazedonien. Dort trafen sie am Flussufer die Stoffhändlerin Lydia, die aufmerksam lauschte, was Paulus über Jesus zu erzählen hatte. Gott wirkte in ihrem Herzen und ließ sie erkennen, dass Paulus hier die Wahrheit verkündete. Daraufhin ließ sie sich gleich mit allen taufen, die in ihrem Haus lebten (Apostelgeschichte 16). An diesem Ereignis rund um Lydias Lebensveränderung können wir mehrere wichtige Punkte von Paulus‘ Lehre erkennen:
Der Glaube allein
Lydia glaubte, dass die Botschaft über Jesus wahr war, und stellte sich durch ihre Taufe dazu. Das genügte. Das Entscheidende, das wir vorzuweisen haben, ist unser Glaube an Jesus. Es geht nicht mehr darum, das Gesetz zu befolgen oder Gutes zu tun. Wer an Jesus glaubt, ist gerettet – ganz so, wie Paulus es in Römer 5,1 formuliert: „Nachdem wir nun aufgrund des Glaubens bei Gott angenommen sind, haben wir Frieden mit Gott. Das verdanken wir Jesus Christus, unserem Herrn.“ Die Beschneidung der Juden lehnte Paulus ab. Er betont den geistlichen Bund zwischen Gott und Mensch durch die Taufe und den Heiligen Geist.
Die Gnade allein
Von der anderen Seite aus betrachtet, ist das Entscheidende an unserer Rettung Gottes Gnade. Sie muss nicht verdient werden und kann auch durch Werke nicht verdient werden. „Der Herr ließ sie erkennen“, heißt es in dem Bericht über Lydia. In seinem Brief an die Epheser formulierte Paulus es ähnlich:
„Denn nur durch seine unverdiente Güte seid ihr vom Tod gerettet worden. Das ist geschehen, weil ihr an Jesus Christus glaubt. Es ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk.“ – Epheser 2,8
Alle sind wichtig
In der hellenistischen Kultur herrschte eine gesellschaftliche Hierarchie, die darüber bestimmte, wie viel man galt und wie man lebte. Für Paulus spielte der Status von Lydia keine Rolle. Er erzählte ihr von Jesus, so wie er überall und jedem davon erzählte. Für Paulus spielten Unterschiede keine Rolle mehr:
„Ihr gehört zu Christus, denn ihr seid auf seinen Namen getauft. Jetzt ist es nicht mehr wichtig, ob ihr Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen seid: In Jesus Christus seid ihr alle eins.“ – Galater 3,28
In Paulus Augen war jeder Gläubige mit seinem Talent und an seiner Position wichtig: Einer kann Musik machen, ein anderer arbeitet als Tischler, eine ist Köchin, eine andere Bäuerin. Eine gesunde Gemeinschaft braucht all diese Fähigkeiten, um zu funktionieren. Paulus verglich das damit, dass in einem Menschen alle Körperteile ihre Aufgabe haben: Die Hand kann nicht ohne den Mund leben, der Magen nicht ohne den Kopf. Alle Positionen sind gleichwertig und gleich wichtig, weil Gott ihn so geschaffen hat (1. Korinther 12).
Neues Leben
Lydia war eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Nun gab es zudem eine Gemeinschaft von Christen in ihrem Haus, in das sie Paulus und seine Begleiter später einlud und die beiden damit unterstützte, bevor sie nach einer Zeit im Gefängnis weiterreisten und ihre missionarischen Aktivitäten fortsetzten. Paulus betont in seinen Briefen immer wieder, dass Gläubige ein neues Leben beginnen. Nicht nur das Denken und Glauben wird verändert, sondern die gesamte Ausrichtung des Lebens: „Wenn also ein Mensch zu Christus gehört, ist er schon ‚neue Schöpfung‘. Was er früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen“ (2. Korinther 5,17).
Durch den Geist
Paulus betonte, dass dieses neue Leben vom Heilige Geist bewirkt wird. Der Geist bringt die Frucht hervor wie Liebe, Freude, Friede und Geduld. Der Geist bewirkt Einheit und Gemeinschaft. Und der Geist bewirkt in uns den Glauben: „So macht sein Geist uns im Innersten gewiss, dass wir Kinder Gottes sind“ (Römer 8,16).
Auferstehung der Toten
Während Petrus die Botschaft von Jesus unter den Juden verkündete, kam Paulus hinein in die hellenistische Kultur, die damals die Welt dominierte. Hier gab es keinen Glauben an den einen Gott, sondern eine Vielzahl von Göttern und Göttinnen wurde angebetet. Eine Auferstehung der Toten war hier unbekannt. Menschen kamen nach dem Tod in das Schattenreich Hades. Die Einzigen, die ewig lebten, waren dem Hellenismus zufolge die Götter. In dem, was Paulus lehrte, spielte die Auferstehung von den Toten eine große Rolle: „Wenn wir mit seinem Tod verbunden wurden, dann werden wir auch mit seiner Auferstehung verbunden sein“ (Römer 6,5).
Liebe ist das Höchste
Immer wieder geriet Paulus mit dem hellenistischen Glauben in Konflikt. Er predigte den einen wahren Gott statt einer Vielzahl an Göttern. Er wandte sich gegen den weit verbreiteten Götzendienst, etwa als er den Magier Barjesus blind machte oder eine Sklavin befreite, aus der ein Wahrsagegeist sprach (Apostelgeschichte 13 und 16).
Die letzte Station von Paulus in Griechenland war Korinth. Die Stadt liegt auf dem Übergang zwischen dem Südteil, der Peloponnes, und dem griechischen Festland im Norden. Hier verbrachte Paulus den längsten Zeitraum seiner Reisen: Anderthalb Jahre lang hielt er sich hier auf, arbeitete zusammen mit Aquila, der ebenfalls Zeltmacher war, und verdiente sich damit seinen Lebensunterhalt (Apostelgeschichte 18,1-3), um frei von Jesus predigen zu können.
An die Gemeinde in Korinth schrieb er schließlich einen seiner bekanntesten Texte: Wir kennen ihn heute als das „Hohelied der Liebe“. Statt der Hierarchien und Ungleichheiten im Hellenismus betonte Paulus die Liebe: „Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Von diesen dreien aber ist die Liebe das Größte.“ So brachte Paulus selbst auf den Punkt, was für ihn an der Botschaft von Jesus entscheidend war.
Dany Walter
ist seit vielen Jahren enger Freund und Reiseleiter des Missionswerk Karlsruhe. Er wird auch die Paulus-Erlebnisreise nach Griechenland begleiten.
Als Jesus auf dieser Erde war, sah er immer die Situation und die Not des Einzelnen. In vielen Berichten in der Bibel lesen wir, dass er stehenblieb und Menschen berührte: Er ermutigte, heilte und befreite sie. Und Jesus wirkt heute noch. Er sieht auch das, was du mit dir herumträgst, und möchte deine Situation verändern. Er hört, wenn du mit ihm redest, und er hört deinen Ruf.
Woran spüren wir eine Berührung von Jesus? In den Berichten der Bibel wird klar: Eine Berührung von Jesus verändert das Leben. Sie bleibt nie wirkungslos. Wenn er da ist, verändert sich alles! Vielleicht sehnst du dich nach einer Berührung von Jesus und fragst dich: Wie kann ich von ihm berührt werden? Wie kann ich das Wirken von Jesus in meinem Leben erfahren?
1. Ihm nah sein
Menschen, die von Jesus berührt wurden, waren in seiner Nähe. Wenn du von ihm berührt werden willst, musst du da sein, wo er ist. Wenn du ihn nicht in dein Leben mit einbeziehst, kann er auch nicht wirken in deinem Leben.
2. Mit ihm reden
Jesus hat sich oft zurückgezogen, um mit dem Vater zu reden. Da hat er seine Kraft geholt. Genauso will er sich für dich Zeit nehmen, wenn du dich ihm zuwendest und mit ihm redest.
3. Vergebung empfangen
Wir lesen an mehreren Stellen in der Bibel, dass Schuld eine Barriere zwischen uns und Gott ist: „Eure Schuld – sie steht wie eine Mauer zwischen euch und eurem Gott! Eure Sünden verdecken ihn, darum hört er euch nicht“ (Jesaja 59,2). Aber wenn wir unsere Schuld bekennen, vergibt er gern (vgl. 1. Johannes 1,9).
4. Bemerkbar machen
In der Bibel lesen wir von Bartimäus, der blind war und die günstige Gelegenheit beim Schopfe packte, als Jesus vorüberging:
„Dann kamen Jesus und seine Jünger nach Jericho. Als sie die Stadt wieder verlassen wollten, folgte ihnen eine große Menschenmenge. Am Weg saß ein Blinder und bettelte. Es war Bartimäus, der Sohn des Timäus. Als er hörte, dass Jesus von Nazareth vorbeikam, begann er laut zu rufen: ‚Jesus, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!‘ Die Leute fuhren ihn an: ‚Halt den Mund!‘ Aber er schrie nur noch lauter: ‚Du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!‘“ – Markus 10, 46-48
Von dieser Geschichte können wir lernen, dass wir uns bemerkbar machen und mit Jesus kommunizieren dürfen. Hätte Bartimäus nicht geschrien, wäre er unbemerkt und blind geblieben. Es hätte ihm nicht geholfen, wenn Jesus nur vorübergegangen wäre. Auch du kannst dich bemerkbar machen und er hört dich, wenn du zu ihm rufst und er will auch dein Leben verändern.
5. An Jesus festhalten
Auch wenn zu dir Menschen sagen: „Das bringt doch nix!“ oder „Du bist es nicht wert!“ – dann halte an den Verheißungen von Jesus fest. Fokussiere dich auf ihn. Lass dich nicht von anderen abbringen, sondern richte dein Leben auf Jesus aus.
6. Glauben
Als Jesus Bartimäus rufen hörte, blieb er stehen. „Was soll ich für dich tun?“, fragte ihn Jesus. „Meister“, flehte ihn der Blinde an, „ich möchte sehen können!“ Darauf antwortete Jesus: „Geh! Dein Glaube hat dir geholfen.“ Im selben Augenblick konnte der Blinde sehen, und er ging mit Jesus.“
„Dein Glaube hat dir geholfen“, sagt Jesus zu ihm. In manchen Übersetzungen heißt es: „Dein Glaube hat dich geheilt“ oder „gerettet“. Unser Glaube ist ein wesentlicher Bestandteil von dem, was geschieht. Das Geheimnis des Glaubens ist: Gott kann! Vertraue darauf: Gott kann und er kann es auch in deinem Leben. Dein Glaube zählt, lass dich nicht verunsichern. Es zählt nicht, was dein Nachbar oder deine Familie oder Freunde Gott zutrauen, sondern was du ihm zutraust. Gib nicht auf! Wenn du weißt, worum es geht, setzt das Kraft frei in deinem Leben.
Körperliche Heilung
Wer von Jesus berührt wird, ist nicht mehr derselbe. Die Bibel gibt uns einige Beispiele, was eine Berührung von Jesus heißt. Einmal traf Jesus einen Mann, der am ganzen Körper aussätzig war, also Lepra hatte: „Als er Jesus sah, warf er sich vor ihm nieder und flehte ihn an: ‚Herr, wenn du willst, kannst du mich heilen!‘ Jesus streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: „Ich will es tun! Sei gesund!“ Im selben Augenblick war der Mann von seiner Krankheit geheilt“ (Lukas 5,12-13).
Wir sehen hier: Eine Berührung von Jesus ist genug. Selbst schwerste Krankheiten wie Lepra sind für Jesus kein Problem. Egal, wie aussichtslos eine Situation erscheinen mag, Jesus hat die Kraft, sie zu verändern.
Heilung der Seele
Von einer ganz anderen Situation lesen wir in Lukas 7. Jesus war von einem Pharisäer zum Essen eingeladen worden. Als er am Tisch saß, kam eine Prostituierte herein, die erfahren hatte, dass Jesus dort war. Was für eine mutige Frau! Sie traute sich dahinzugehen, wo sie nicht willkommen war: in das Haus eines Pharisäers – das muss man sich vorstellen! Wie stark muss ihre Sehnsucht gewesen sein, Jesus zu begegnen und eine Berührung von ihm zu bekommen. In der Hand hielt sie ein Fläschchen mit wertvollem Salböl, denn sie hatte etwas Besonderes vor: „Die Frau ging zu Jesus, kniete bei ihm nieder und weinte so sehr, dass seine Füße von ihren Tränen nass wurden. Mit ihrem Haar trocknete sie die Füße, küsste sie und goss das Öl darüber.“ Es brach etwas aus ihrem Herzen hervor. Sie war nicht körperlich krank, sondern hatte eine große Last auf ihrer Seele. Sie hatte erkannt, dass es nicht richtig war, was sie tat, sonst wäre sie nicht gekommen. Sie wollte diese Last loswerden. Jesus ist nicht nur an körperlicher Heilung interessiert, sondern wünscht sich auch Heilung an deiner Seele und an deinem Geist.
Herzenshaltung
In Lukas 7 wird weitererzählt, dass der Pharisäer alles beobachtet hatte und dachte: „Wenn dieser Mann wirklich ein Prophet wäre, müsste er doch wissen, was für eine Frau ihn da berührt. Sie ist doch eine stadtbekannte Prostituierte!“
Und Jesus wusste, wen er vor sich hatte, aber er sieht immer den Menschen. Er sah die Frau an, die ihn gerade gesalbt hatte, und an Simon gewandt sagte er: „Siehe diese Frau, Simon! Ich kam in dein Haus, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben, was doch sonst selbstverständlich ist. Aber sie hat meine Füße mit ihren Tränen gewaschen und mit ihrem Haar getrocknet.“ Und weiter sagte er: „Sie hat mich geküsst, du nicht! Sie hat mich gesalbt, du nicht!“ Was für eine Blamage für diesen Pharisäer. Jesus lobte eine Prostituierte vor diesem stolzen Pharisäer. Nicht einmal das damals Selbstverständliche hatte er getan, doch diese Frau hatte aus ihrem Herzen heraus gehandelt. Jesus hat andere Maßstäbe als wir. Für ihn kommt es auf die Herzenshaltung an. Darum hat die Geschichte eine besondere Pointe. Jesus erklärte dem Pharisäer: „Ihre große Schuld ist ihr vergeben; und darum hat sie mir so viel Liebe gezeigt. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig.“ Zu der Frau sagte Jesus: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ Jesus bestätigte ihre Herzenshaltung und ihre Liebe. Sie bekam Vergebung und Reinigung ihres ganzen Lebens. Frei von Schuld und Scham, frei von Anklage und Verachtung konnte sie ihren Weg gehen.
Komm auch du in die Freiheit, durch eine Berührung von Jesus. Egal, was um dich herum geschieht – es geht um dich! Dieser Frau waren die Pharisäer egal. Es war ihr egal, was sie dachten oder über sie sagten. Sie bereute mit ihren Tränen und brachte Jesus Liebe entgegen. Sie wünschte sich die Heilung ihrer Seele und ihres Herzens. Und Jesus sprach sie ihr zu, als er sagte: „Dein Glaube hat dich gerettet! Geh in Frieden“ (Vers 50). Diese Frau hat Rettung erfahren, im Gegensatz zum Pharisäer. In ihrem Herzen war Frieden.
Eine Berührung mit Jesus bringt dir Hoffnung auf körperliche Heilung, aber auch auf Heilung deiner Seele und deines Geistes: auf Heilung von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, von Ängsten und Depressionen. Eine Berührung von Jesus ist genug. Sie verändert dich. Empfange das, was er für dich bereitet hat. Vertraue darauf, dass er immer bei dir ist, um dich zu lieben, zu leiten und zu trösten.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe

Berührt von Gottes Wirken
„Ich sehne mich so nach Frieden“, seufzte kürzlich eine Frau, als in einer Runde gefragt wurde, was alle beschäftigte. Ich glaube, sie sprach damit vielen aus dem Herzen. Bei allem, was in der Welt und in diesem Land gerade aus den Fugen geraten zu sein scheint, teilen viele diese tiefe Sehnsucht nach Frieden – in dieser Welt, in diesem Land und auch im eigenen Herzen.
In der Bibel geht der Begriff Frieden – „Schalom" im Hebräischen – weit über die Abwesenheit von Krieg und Konflikte hinaus. Der Friede Gottes, wie er in der Bibel beschrieben wird, bietet eine tiefgreifende und transformierende Kraft, die wir in dieser Gesellschaft dringend brauchen. Und Jesus hat uns diesen Frieden versprochen:
„Auch wenn ich nicht mehr da bin, wird doch der Friede bei euch bleiben. Ja, meinen Frieden gebe ich euch – einen Frieden, den euch niemand sonst auf der Welt geben kann. Deshalb seid nicht bestürzt und habt keine Angst!“
Johannes 14,27
„Habt keine Angst“, sagt Jesus ausdrücklich. Wie wunderbar – Gottes Friede ist bei uns und in uns. Darum brauchen wir keine Angst zu haben!
Innerer Friede
Die heutige Zeit ist gekennzeichnet durch Stress, Angst und psychische Belastungen. Wirtschaftliche Unsicherheiten, soziale Spannungen und persönliche Herausforderungen verursachen ein Gefühl der Unruhe. Der Friede Gottes, wie er in Philipper 4,6-7 beschrieben wird, bietet eine Antwort auf diese Herausforderungen:
„Sorgt euch um nichts; sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.“
Der Friede Gottes schafft in uns eine Sicherheit, dass es trotz aller Schwierigkeiten eine größere Hoffnung und einen größeren Plan gibt, der über unsere momentanen Umstände hinausgeht.
Geistliches Wirken
Der Friede Gottes ist ein Ausdruck seiner Gegenwart und seines Wirkens in unserem Leben. Galater 5,22-23 beschreibt den Frieden als eine Frucht des Geistes: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ Dieser Friede erfüllt uns geistlich und bringt uns in eine tiefere Beziehung mit Gott und unseren Mitmenschen.
Moralischer Kompass
Der Friede Gottes bietet einen Kompass in einer Zeit, in der fragwürdige moralische Ansichten und ethische Unsicherheiten den Alltag prägen. Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit prägen den biblischen Frieden: „Und die Frucht der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der Gerechtigkeit wird Ruhe und Sicherheit sein für immer“ (Jesaja 32,17). Der Text spricht hier von Frucht und Ertrag.
Eine Frucht ist etwas Genießbares und Nahrhaftes und beinhaltet den Samen für Fortpflanzung. Übertragen bedeutet es: Menschen, die den Frieden genießen, der aus uns strahlt, haben nun den Samen, der in ihrem Umfeld aufgeht – ein Frieden-Gottes- Multiplikator!
Der Ertrag meint in der Landwirtschaft die Menge an Frucht, die wächst – und hier den Frieden, der Ruhe und Sicherheit bringt!
Sei ein Friedensstifter
In dieser turbulenten Welt ruft Jesus uns dazu auf, Friedensstifter zu sein: „Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Matthäus 5,9). Der Friede Gottes befähigt uns, Brücken zu bauen, Verständnis zu fördern und Konflikte auf eine Weise zu lösen, die Heilung und Einheit bringt.
Unser Miteinander leidet oft unter Misstrauen, Entfremdung und Konflikten. Der Friede Gottes kann helfen, diese Wunden zu heilen. Kolosser 3,15 ermutigt uns:
„Der Friede, den Christus schenkt, soll euer ganzes Leben bestimmen. Gott hat euch dazu berufen, in Frieden miteinander zu leben; ihr gehört ja alle zu dem einen Leib von Christus.“
Wir sehen hier eine Berufung, die jeder von uns aus dem Wort Gottes hat! Durch den Frieden Gottes kann ein Miteinander aufgebaut und gestärkt werden, indem wir Liebe, Vergebung und Einheit vorleben.
Du kannst ein Instrument des göttlichen Friedens in deiner Umgebung sein. Indem du durch den Geist Gottes den Frieden in dir wachsen lässt, den Jesus uns versprochen hat, lebst du eine Berufung, stärkst das Miteinander, erhältst moralische Orientierung und verbreitest Gottes Hoffnung. Lade den Frieden Gottes in dein Leben und in unsere Welt ein und trage dazu bei, eine bessere, friedvollere Welt um uns herum zu schaffen.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Heilung für deine Seele
Im Juni ging es mit unserem Einsatzbus nach Nürnberg. Einige aus unserer Gemeinde wollten gern einmal selbst erleben, wie sich ein Ermutigungsgottesdienst anfühlt und fuhren im Bus mit, sodass wir diesmal in etwas größerer Runde unterwegs waren.
Als wir zur Halle kamen, waren wir zunächst besorgt, denn überall am Straßenrand campierten Menschen. Wir erfuhren, dass in Nürnberg „Rock im Park“ mit 75.000 Besuchern stattfand und in unserer Halle eine Registrierungsstelle dafür war. Der Parkplatz war schon fast von diesen Leuten besetzt. Dann betraten wir unsere Halle mit den noch vielen leeren Stühlen und fragten uns: „Kommt da jemand durch dieses Gewühl an Leuten? Finden unsere Besucher einen Parkplatz?“ Doch beim Lobpreis füllte sich die Halle und jede Sorge war verschwunden.



Große Offenheit in Nürnberg
Was Nürnberg schon seit Jahren abhebt von anderen Städten, ist, dass die Freunde schon so mit Freude geladen kommen, dass es das ganze Team begeistert. Auch unsere Gemeindeleute erzählten von der Freude der Besucher, die sie zum Teil schon vom Gebetserlebnis-Tag in Karlsruhe kannten.
Es ist viel leichter auf der Bühne zu dienen, wenn so eine große Offenheit herrscht. Auch Gott kann viel leichter an Menschen wirken, wenn sie offen sind für seine Größe. Eine Frau berichtete spontan, dass sie seit dem Lobpreis wieder scharf sehen kann. Viele sagten, dass sie so eine Nähe Gottes noch nie erlebt hätten. Ich denke, dass auch noch nie so viele Menschen am Ende der Veranstaltung zum persönlichen Gebet gekommen sind. Uns freute vor allem, dass sie voller Glauben zum Gebet kamen und so etwas sagten wie: „Ich glaube, Gott wird mich heilen – bitte bete mit mir.“ Nach etwa anderthalb Stunden persönlichen Gebeten fuhren wir erschöpft, aber von Gottes Größe erfüllt, nach Karlsruhe zurück. Dort bauten wir die mitgenommene Technik wieder für den Gottesdienst auf, der am nächsten Morgen stattfand.


Wunderbares Wirken in Bern
Am 22. Juni ging es dann nach Bern in die Schweiz. Obwohl das Team kleiner war, war der Aufbau recht schnell erledigt. Auch hier kamen die Menschen schon voller Freude und Erwartungen. Eine Frau betrat den Saal mit Krücken und betonte, diese seien keine Deko. Sie wolle sie möglichst in diesem Gottesdienst loswerden, denn sie wolle mit nach Griechenland fahren und außerdem wieder in den Schweizer Bergen wandern.
Auch in Bern erfreuten wir uns an einer schönen Besucheranzahl und wie sehr die Gegenwart Gottes spürbar war. Isolde begann spontan herrlich in Zungen zu singen und Besucher berichteten später, wie ihnen das Befreiung gebracht hatte. Ein Mann erzählte, dass die Entzündung seiner Kopfhaut während des Gottesdienstes verschwunden war. Während der Gebetszeit kam ein Mann, der schon in den zwei vorherigen Jahren in Bern wegen einer Erbauseinandersetzung zum Gebet gekommen war. Er konnte vor Ergriffenheit kaum reden und sagte, er sei aus Dankbarkeit gekommen, weil die Woche zuvor die Erbstreitigkeiten beigelegt worden waren und nun alles abgewickelt sei. Eine Frau sagte, sie habe eine depressive Phase und wolle befreit werden. Während ich betete, begann sie, unkontrollierte Laute von sich zu geben und zu schreien. Kurz darauf war sie frei. Sie sagte: „Wow, da ist jetzt etwas von mir weggegangen!“ Eine Großmutter berichtete Isolde, dass wir vor zwei Jahren für den Enkel gebetet hatten – und er seitdem keine epileptischen Anfälle mehr erlebt hatte. Und die Frau, die mit Stöcken in die Halle gekommen war? Sie zeigte mir kurz vor unserer Rückfahrt, dass sie wieder ohne Stöcke laufen konnte!
Wir haben so viel Ermutigendes erlebt. Doch ich kann hier viel schreiben – es ist nicht dasselbe. Man muss einfach dabei gewesen sein. Es ist so schön, wenn dem Wirken des Heiligen Geistes Freiraum gibt, wie er wirkt und handelt. In allem wurden wir auch selbst gestärkt und fuhren voller Freude zurück nach Karlsruhe.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Sei dabei!
In der Vorbereitung für die Heilungstage habe ich ein wunderschönes Zeugnis bekommen, mit dem ich auch die Heilungstage eröffnete. Darin schrieb uns eine Frau: „Ich möchte mich einfach für eure Arbeit bedanken. Ich bin vor ca. 15 Jahren durch einen Heilungsgottesdienst auf euch aufmerksam geworden. Ich habe euch dann von Zeit zu Zeit ein Gebetsanliegen geschickt. Gestern habe ich über YouTube den Gebetserlebnistag gesehen. Mir ist aufgefallen, dass ich das erste Mal gedacht habe: Ein Gebet für Heilung steht im Moment nicht an – es geht mir gut.“
Wie schön, dass sie diese Erfahrung so reflektiert hat. Lasst uns Gott nicht nur bitten, um gesund zu werden. Lasst uns ihm danken, wenn wir gesund sind! Es gibt viele, die nur zu Gott kommen, wenn sie krank sind, ihnen etwas fehlt oder sie unlösbare Probleme haben. Doch wahre Beziehung zu Gott bedeutet, ihn in allen Lebenslagen zu suchen und ihm in schlechten wie in guten Zeiten zu vertrauen.


Es war deutlich zu spüren: Die Teilnehmer der Heilungstage kamen mit einer großen Erwartung. Ab der ersten Minute waren sie so engagiert dabei, dass es eine Freude war, diese Veranstaltung durchzuführen. Wir hatten sechs Themen in Bezug auf Heilung, die sich wunderbar ergänzten. Unterbrochen von Pausen mit guter Verpflegung und Gesprächen waren die zwei Tage ein Erlebnis, das den Glauben vertieft hat.
Auch am Livestream haben über 3.000 Menschen teilgenommen und schrieben uns ermutigende Nachrichten wie diese, über die wir uns gefreut haben: „Herzlichen Dank, dass wir über den Livestream die Heilungstage miterleben durften. Es war eine sehr aufbauende und im Glauben stärkende Veranstaltung. Herzliche Segensgrüße aus Sindelfingen!“
Im Folgenden sind die sechs Themen kurz zusammengefasst. Auf unserem YouTube-Kanal kannst du dir alle kostenlos anschauen.


Glaube und Heilung
Von Daniel Müller
Der Glaube wird in der Bibel als zentrale – aber nicht einzige – Quelle für Heilung betrachtet. Jesus selbst konnte beispielsweise in Nazareth aufgrund des Unglaubens nichts bewirken. Heilung kann durch verschiedene Faktoren verhindert werden, wie etwa Unwillen zur Heilung, Sünde, Unvergebenheit, Verbitterung und eine schlechte Behandlung des Körpers. Biblische Geschichten wie die von der Heilung der blutenden Frau, des blinden Bartimäus, des Knechts vom Hauptmann und der zehn Aussätzigen illustrieren den Glauben als Schlüssel zur Heilung. Selbst die Wissenschaft hat bestätigt, dass Glaube und eine positive Einstellung zur Heilung beitragen können. Um den Glauben zu stärken, sind eine enge Beziehung zu Gott, die Fürsorge für Körper und Geist und ein Fokus auf positive Möglichkeiten sehr hilfreich.
Berührung von Jesus
Von Isolde Müller
Eine Berührung von Jesus kann das Leben eines Menschen tiefgreifend verändern, aber dafür muss man offen sein und in seiner Gegenwart verweilen. Eine Beziehung mit Jesus ist beidseitig; es erfordert, dass wir aktiv mit ihm kommunizieren und ihm Raum in unserem Leben geben, damit er wirken kann.
Biblische Geschichten wie die des blinden Bartimäus und der blutenden Frau zeigen, dass Jesus auf den Glauben und die Not der Menschen reagiert und Heilung und Veränderung bringt. Um von Gott berührt zu werden, müssen wir unseren Fokus auf ihn richten und unsere Herzenshaltung überprüfen, um Sünde zu vermeiden und in enger Verbindung mit ihm zu bleiben. Jesus bietet Heilung nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele und den Geist, und lädt uns ein, seine Liebe und Gnade anzunehmen, die unser Leben transformieren können.
Heilung heute
Von Sampson Acheampong
Es ist Heilung im Haus! Gott sandte sein Wort, Gott ist dein Heiler! Wenn du auf Gottes Wort hörst und tust, was er dir sagt, dann wird er dein Heiler sein. Jesus hat geheilt in der Zeit, in der er auf der Erde war, und er möchte auch heute heilen. Die Gnade Gottes ist da, um dich und deine Seele gesund zu machen und dich freizusetzen von der Macht der Finsternis.
Der Prophet Jesaja sagte, dass Menschen, die trauern, Schönheit statt Asche bekommen werden. Die deprimiert sind, werden von Gott ein Freudenkleid bekommen. In Jesaja lesen wir auch, dass Jesus alle unsere Leiden und all unsere Schuld trug. Die Strafe lag auf ihm, auf dass wir Frieden hätten. Er wurde geschlagen, er wurde verwundet und durch seine Striemen sind wir geheilt!
Heilung am Tisch des Herrn
Von Thomas Inhoff
Das Abendmahl ist eine weitere Quelle der Heilung und Erneuerung. Jesus selbst betonte, dass sein Fleisch und Blut – wie Medizin – gegessen und getrunken werden muss. Er sagte: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch … Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch“ (Johannes 6,51-55).
In einer unerwarteten Handlung hat sich David geweigert, das Wasser zu trinken, das ihm drei Offiziere aus einem Brunnen im gegnerischen Lager geholt hatten. Er wollte keinen Anteil an ihrem Blut haben, weil sie sich dafür in Lebensgefahr begeben hatten (2. Samuel 23,13-17). Im Gegensatz dazu zeigt uns Jesus, dass wir nur, indem wir Jesus im Abendmahl Jesus physisch zu uns nehmen, Anteil an seinem Tod und seiner Heilungskraft haben.
Versöhnung und geistliche Heilung
Von Daniel Müller
Nicht zu vergeben, schadet dir selbst, beeinträchtigt deine Verbindung zu Gott und dein körperliches Wohlbefinden. Jesus lehrt, dass wir anderen vergeben müssen, um Vergebung von Gott zu empfangen. Vergebung fördert nicht nur unser geistliches Wachstum und unsere Beziehung zu Gott, sondern setzt auch geistliche und körperliche Gesundheit frei, reduziert Stress und Angst und verbessert das Immunsystem und die Herzgesundheit. Die Geschichte von Josef im Alten Testament zeigt, dass Vergebung zu innerem Frieden und Versöhnung führt. Letztlich ermöglicht die Bereitschaft zur Vergebung es, die Liebe und Barmherzigkeit Gottes in unser Leben zu bringen und Heilung für Geist, Seele und Leib zu erfahren.
Am Ende der Heilungstage wurde für alle persönlich gebetet, die dies wollten. Viele wünschten sich nicht nur Gebet, sondern berichten uns auch davon, was Gott beim letzten Gebet getan hatte. Gott ist groß – und er wirkt und heilt heute noch!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Gebetserlebnis-Tag 2024
Jeder von uns kennt das Gefühl, wenn Vertrauen und Hoffnungen wie Seifenblasen zerplatzen. Ein ersehnter Anruf bleibt aus, ein Familienmitglied verletzt uns mit Worten, die Beförderung am Arbeitsplatz geht an einen Kollegen, eine Freundin enttäuscht unser Vertrauen. Vielleicht denkst du schmerzhaft an solche Situationen in deinem eigenen Leben und fragst dich, wie du gut damit umgehen kannst.
Je enger, desto tiefer
Wie groß unsere Enttäuschung ist, hängt davon ab, wie nahe wir jemandem stehen, wie vertrauensvoll die Beziehung ist und welche Erwartungshaltung wir an die Person haben. Zum Beispiel kommen wir leicht darüber hinweg, wenn unsere Regierung Gesetze macht und wir ernüchtert feststellen, dass sie anders aussehen, als wir dachten. Eine ganz andere Dimension hat die Enttäuschung, wenn du von einem nahestehenden Menschen im Stich gelassen wirst. Eine solche Erfahrung kann dein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Riesig sind Schmerz und Vertrauensverlust auch dann, wenn ein Ehepartner fremdgeht oder unsere Kinder Wege einschlagen, die wir als Eltern mit Sorge betrachten. Je näher uns eine Person steht, desto tiefer reichen Enttäuschung und Schmerz.
Schon König David hat das erfahren. In den Psalmen schreibt er:
„Wäre es mein Feind, der mich verhöhnt, dann könnte ich es noch ertragen. Würde mein erbitterter Gegner sich über mich erheben, wüsste ich ihm aus dem Weg zu gehen. Aber du bist es, mein Vertrauter, mein bester und engster Freund! Wie schön war es, als wir noch unsere Gedanken austauschen konnten, während wir mit den anderen Pilgern auf dem Weg zum Tempel waren!“
Psalm 55,13-15
Körperlich
Davids Enttäuschung kam von einem gläubigen Freund, der mit ihm zum Tempel ging und wir spüren die Zerstörung einer sehr engen Beziehung. In der Übersetzung „Hoffnung für alle“ lautet die Überschrift von Psalm 55 sehr treffend: „Vom besten Freund verraten“. Kein Wunder, dass David in Vers 5 schreibt: „Mein Herz krampft sich zusammen, Todesangst überfällt mich. Furcht und Zittern haben mich erfasst, und vor Schreck bin ich wie gelähmt.“
Solche Erlebnisse können uns aus der Bahn werfen und nicht nur unsere Stimmung, sondern auch unsere Gesundheit beeinflussen. Wir fühlen uns wie gelähmt. Es können Herz-, Magen- oder Darmprobleme entstehen, genau wie Depressionen und Ängste.
David schreibt sich die Enttäuschung von der Seele. Er klagt Gott in großer Ehrlichkeit, was er erlebt hat. Doch dann entscheidet er sich für die Zuversicht Gott gegenüber und spricht sich und anderen zu: „Überlass alle deine Sorgen dem Herrn! Er wird dich wieder aufrichten; niemals lässt er den scheitern, der treu zu ihm steht“ (Vers 23). Eine wirklich starke Aussage in Anbetracht der Situation, in der er steckte. Und genau das ist auch der Ausweg für unsere Enttäuschung: den Blick wenden und unser Vertrauen auf den Herrn setzen. Denn er ist unsere Hilfe, unser Anker, unser Trost in solchen schwierigen Zeiten!
Drei Fragen
So wie David mit seinem Freund kann es uns passieren, dass wir von Christen enttäuscht werden. Sie verhalten sich nicht so, wie wir es in einer Gemeinde erwarten und entsprechen nicht unseren Vorstellungen einer christlichen Lebensweise. Manche reagieren dann beleidigt und gekränkt, gehen in den Konflikt oder ziehen sich zurück – bis dahin, dass sie die Gemeinde verlassen.
Drei Fragen sind hilfreich in einer solchen Situation.
Die erste Frage:
Wem folge ich nach? Folge ich Christen oder Christus? Wenn ich auf andere Menschen fokussiert bin, sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Menschen haben Schwächen, sind unterschiedlich und werden nie ganz meinen Erwartungen entsprechen. Fokussiere dich stattdessen auf Jesus! Bei ihm findest du Frieden, Stabilität und Halt.
Die zweite Frage:
Sind meine Erwartungen realistisch? Oder habe ich Vorstellungen, die gar nicht zu erfüllen sind? Wir haben oft sehr unrealistische Hoffnungen und Ansprüche an Menschen – und ganz besonders an andere Christen.
Die dritte Frage:
Habe ich auch schon einmal jemanden enttäuscht? War ich schon einmal derjenige, der Erwartungen nicht erfüllt hat? Der Gedanke, dass wir selbst schon Menschen verletzt oder gekränkt haben, kommt uns häufig gar nicht. Uns selbst daran zu erinnern, kann uns helfen, gnädiger mit anderen umzugehen und kleine Schwächen oder Unachtsamkeiten nicht zu wichtig zu nehmen.
Wir messen häufig mit dem Maßstab der Bibel auf ganz hohem Niveau und sehen nicht, dass darin auch ganz fehlerhafte, unzulängliche Menschen beschrieben werden. Das ging Menschen zur Zeit der Bibel nicht anders, deshalb sagte Jesus zu ihnen:
„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.“
Matthäus 7,1-2
Womit wir andere aburteilen, das kommt wie ein Bumerang auf uns zurück, in irgendeiner Weise. Einen guten Umgang mit anderen beschreibt Paulus in seinem Brief an Timotheus:
„Wer Gott dienen will, soll sich nicht herumstreiten, sondern allen Menschen freundlich begegnen, ein geduldiger Lehrer sein, bereit, auch Böses zu ertragen. Er soll versuchen, alle, die sich der rettenden Botschaft widersetzen, mit Güte auf den richtigen Weg zu bringen. Denn vielleicht führt Gott sie ja zur Einsicht, dass sie umkehren und die Wahrheit erkennen. Dann können sie wieder frei werden von den Schlingen des Teufels, in denen sie sich verfangen hatten und sich von ihm für seine Zwecke missbrauche ließen.“
2. Timotheus 2,24-26

Enttäuscht von Gott
Vielleicht bist du sogar enttäuscht von Gott. Er hat etwas nicht so geführt, wie du es dir vorgestellt hattest. Vielleicht warst du auf einer Veranstaltung und hattest dir so viel mehr von ihm erhofft. Vielleicht hast du Heilung oder ein anderes Wunder erwartet. Vielleicht hast du dir gewünscht, dass du sein Reden hörst zu einer Situation oder Entscheidung. Aber es ist nichts passiert.
Das Gefühl der Enttäuschung ist da. Aber du hast die Wahl, wie du damit umgehst. Vertraue ihm. Öffne nicht die Türe deines Herzens für Enttäuschungen. Gottes Gedanken sind höher als unsere Gedanken. Er sieht das Ganze und wir nur Stückwerk. Wenn du ihm vertraust, wird er dich führen und leiten und dich versorgen.
Übergib ihm alle deine Enttäuschungen und Verletzungen: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken“ (Römer 8,28).
Der Feind kann Enttäuschungen und Kränkungen als Köder einsetzen. Er will Enttäuschung, Groll und Zorn in dein Herz säen und sie werden innerlich an dir nagen. Sie werden sich in deinem Leben ausbreiten und du wirst sie nicht mehr loswerden. Der Teufel will dich in die Opferrolle zwingen. Wenn wir diese Rolle annehmen, sind immer andere schuld und wir das Opfer. Aber du bist kein Opfer, sondern du kannst dein Leben gestalten:
„Wenn möglich, soviel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden! Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr.“
Römer 12,19
Verschaffe dir nicht selbst Recht. Überlasse ihm das Urteil. Wenn du deine Kränkung zu Jesus bringst, wird er für dich streiten. Dafür braucht er dein Mandat, damit er für dich eintreten kann. Genauso wie wir bei einem Rechtsstreit einen Rechtsanwalt beauftragen müssen, damit er aktiv wird, erteilen wir Jesus das Mandat – und geben die Angelegenheit damit an ihn ab.
Dritter Weg
Wenn wir verletzt und enttäuscht sind, reagieren wir aus uns selbst heraus auf eine von zwei Arten: mit Angriff oder mit Rückzug. Wir packen unsere Enttäuschung in Wut, zetteln Konflikte an und zahlen es dem anderen heim. Oder wir schlucken unsere Enttäuschung herunter, ziehen uns zurück, bauen Mauern um uns auf und denken: „Ich lass mich nie mehr verletzen!“ Doch die ganze Situation schwelt weiter und verschlimmert sich.
Jesus hat einen dritten Weg geebnet: den Weg der Vergebung. Der einzige Weg, der frei macht. Indem du die Enttäuschung in Gottes Hände legst, brauchst du dich nicht mehr darum zu kümmern, denn er streitet für dich!
Du wirst zum Opfer, wenn du an deinem Recht festhältst. Durch die Vergebung schneidest du diese Ketten durch. Nichts anderes, als diesen Menschen zu vergeben, wird dich befreien. Sonst wirst du bis an dein Lebensende daran herumkauen und es kommt immer wieder hoch und wird dir immer wieder diesen Schmerz bringen.
Vergebung heißt nicht, dass der andere Recht hat. Es geht um das Loslassen dieser Menschen. Diese Menschen müssen mit Gott abmachen, was sie dir angetan haben, aber du bist dann frei von Enttäuschung, Schmerz, Groll und Zorn, weil die Sache in Gottes Hand liegt. So wie Jesus dir vergeben hat, vergib auch du!
Jesus sagt: „Wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen ihre Vergehungen nicht vergebt, so wird euer Vater auch eure Vergehungen nicht vergeben“ (Matthäus 6,14-15). Wir sollten verstehen, dass beide in einem Zusammenhang stehen: Gottes Vergebung und unsere Vergebung unseren Mitmenschen gegenüber.
Lass Enttäuschungen und Verletzungen nicht in dein Herz hinein, sondern bringe sie ans Kreuz. Dort kannst du sie abgeben und erkennen, dass Jesus deine Schmerzen und Sorgen bereits getragen hat. Du wirst erfahren, dass du in deinen Enttäuschungen nicht allein bist, sondern von einer Liebe umgeben bist, die keine Grenzen kennst. Behüte dein Herz vor Enttäuschungen. Lasse sie los und öffne dein Herz für den Frieden und die Freude, die Jesus dir schenken möchte.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe

Leitfaden – Heilung für deine Seele
Wenn mit dem Sommer und der Urlaubszeit auch in Israel das allgemeine Leben herunterfährt, geht es in unserem neuen Kindergarten zur Sache. Denn die Planungs- und Genehmigungsphase für die Kernsanierung ist jetzt abgeschlossen und nun rücken die Handwerker an. Alles kommt raus! Nur die Wände bleiben stehen. Sonst wird in dem maroden Gebäude alles neu.
Unser 57. Kindergarten liegt im Stadtviertel Pisgat Ze’ev, nördlich vom Jerusalemer Stadtzentrum. 50.000 Einwohner leben hier – viele sind hierhergezogen, um erschwinglicheren Wohnraum zu finden, darunter viele Familien. Und die Bevölkerung ist jung: Fast die Hälfte der Einwohner sind Kinder und Jugendliche! Deshalb ist der Bedarf an Kindergärten gerade hier riesig.
Wir sind froh und dankbar, dass kein Kindergarten in Jerusalem während des Krieges Schäden erlitten hat. Für die Zukunft Israels nach dem Krieg sind gute Bildung und ein Blick für die Kinder ganz entscheidend, damit eine neue Generation mit Hoffnung und Tatkraft aufwächst.
Zum Schulbeginn in etwa zweieinhalb Monaten – Mitte September – wird der Kindergarten fertiggestellt und einzugsbereit für Kinder und Erzieher sein. Wie er aussehen soll, zeigen die 3D-Grafiken der Architekten.



Die Jerusalem Foundation, die die Sanierung verantwortet, hat uns gebeten, noch im Juli die letzten 50.000 Euro zu überweisen. Danke an alle, die mitgeholfen haben und mithelfen, diese Kindergärten zu finanzieren!
Normalerweise weihen wir immer im Herbst mit unserer Reisegruppe und dem Bürgermeister die Kindergärten ein. Dieses Jahr mussten wir die Israelreise wegen der aktuellen Lage leider absagen. Aber der Kindergarten wird eingeweiht! Ohne Reisegruppe – ganz sicher aber mit staunenden Kindern, die ihre neuen Räume in fröhlichen Farben erobern werden.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Jahresbericht der Jerusalem Foundation
Die Jerusalem Foundation ist eine Stiftung, die von dem berühmten, früheren Bürgermeister von Jerusalem Teddy Kollek gegründet wurde. Diese Stiftung fördert nun seit über 50 Jahren das Wohlergehen in Jerusalem. Dabei wird Teddy Kolleks Wunsch umgesetzt, dass sich die Einwohner verschiedener Kulturen und Religionen besser verstehen und miteinander leben. Das hat nun schon sehr viele Jahre zum inneren Frieden in Jerusalem beigetragen – einer Stadt, in der Juden, Christen und Muslime verschiedenster Richtungen und Ausprägungen, aber auch ganz unterschiedlicher Herkunft zusammenleben.
Wir haben uns durch die Jerusalem Foundation seit 1983 der Kinder in Jerusalem angenommen. Neben vielen Einzelprojekten und der Israel-Nothilfe stellen wir der Stadt Jerusalem dieses Jahr den 57. Kindergarten zur Verfügung. In Israel ist Mission per Gesetz verboten. Daher ist das Wort „Missionswerk“ ungünstig. Die Stadtverwaltung umschreibt uns deshalb so: „Die Organisation ‚Hoffnung geben – Zukunft leben‘, die Freunde von Daniel und Isolde Müller aus Karlsruhe.“ Wir sind in der Stadtverwaltung fast so etwas wie eine Marke wie Coca-Cola. Wenn die Rede ist von den „Müller-Kindergärten“ wissen alle: Weil die Müllers ein Herz für Jerusalem haben, konnten sie ihre Freunde aktivieren, das Geld für die Kindergärten zu spenden. In ihrem Jahresbericht, der gerade erschienen ist, wird ein großes Bild von der Einweihung unseres 56. Kindergartens gezeigt.

Israel Nothilfe
Wenn ich als israelischer Reiseführer christliche Gruppen begleite, steht Jesus im Zentrum. Auf Paulus treffe ich bloß mal oben auf den Golanhöhen, auf dem Weg nach Damaskus, wo Jesus ihm begegnet ist und er eine Wende erlebt hat vom großen Gegner der Christen hin zum Apostel, der das Christentum in die Welt gebracht hat. Hier in Israel war Paulus nie ein großes Thema. Deshalb habe ich ihn bisher vielleicht zu Unrecht ignoriert. Denn Paulus hatte eine Aufgabe von unglaublicher Reichweite …
Wer war Paulus?
Eigentlich wählte Jesus in Cäsarea Philippi Petrus als seinen Nachfolger aus (Matthäus 16). Petrus nahm diese Aufgabe an, doch er blieb ein einfacher Fischer aus Kapernaum: eine Emotionskanone, aber ohne theologische Kenntnisse als Grundlage.
Paulus (damals noch Saulus genannt) war hingegen ein Bürger aus Tarsus in Kleinasien. Er kam nach Israel und studierte sechs Jahre lang unter Rabbi Gamaliel, der vermutlich zur Richtung der Hillel-Pharisäer gehörte, die für ihre gemäßigte Auslegung des jüdischen Gesetzes bekannt war. Saulus bekam also sechs Jahre lang eine tiefe theologische Ausbildung. Später verbrachte er einige Zeit in der Wüste (Galater 1,17-18). Die Wüste war der Ausbildungsort für die Grundgesetze des Alten Testaments, das Gebiet, in dem einst Abraham, Isaak, Jakob und Mose gelebt hatten.
Wie Petrus war auch Saulus voller Leidenschaft – allerdings zunächst für die Verteidigung des jüdischen Glaubens und die Verfolgung der Christen. Dafür machte er sich auf den Weg nach Damaskus. Die Hauptstadt der römischen Provinz Syrien war ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Handelsrouten und es gab hier sowohl eine jüdische Gemeinde als auch Christen, die er finden und zur Bestrafung nach Jerusalem bringen lassen wollte. Doch auf dem Weg nach Damaskus begegnete ihm Jesus in einer übernatürlichen Erscheinung aus gleißendem Licht. „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ fragte Jesus. „Wer bist du, Herr?“, fragte Saulus und die Stimme antwortete: „Ich bin Jesus, den du verfolgst.“ Drei Tage lang war er blind.
Kehrtwende
Einer der Christen in Damaskus war Hananias. Er erlebte ebenfalls eine übernatürliche Erscheinung, in der Jesus ihn zu Saulus schickte – kein Unbekannter für Hananias, denn Saulus war überall für seine Grausamkeit in Jerusalem berüchtigt. Doch Jesus beruhigte Hananias: „Geh nur! Ich habe diesen Mann als mein Werkzeug auserwählt. Er soll mich bei den nichtjüdischen Völkern und ihren Herrschern, aber auch bei den Israeliten bekannt machen. Dabei wird er erfahren, wie viel er um meinetwillen leiden muss.“ Jesus kündigte bereits hier an, was dem bisherigen Christenverfolger in seiner neuen Aufgabe bevorstand.
Hananias vertraute Jesus, suchte Saulus auf, legte ihm die Hände auf:
„Im selben Moment fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen, und er konnte wieder sehen. Er stand auf und ließ sich taufen. (…) Gleich nach seiner Taufe begann er, in den Synagogen zu predigen und zu verkünden, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Seine Zuhörer waren fassungslos.“
Apostelgeschichte 9,18, 20-21
Neue Aufgabe
Zu dieser Zeit waren die Juden schon über die ganze damalige Welt verstreut: von Ägypten im Süden über die Euphrat- und Tigrisgebiete im Osten bis nach Kleinasien, Griechenland und Rom. Überall ab es jüdische Gemeinden. Hier predigten die Apostel über Jesus – und auch Paulus besuchte auf seinen anschließenden Reisen die Synagogen. Zusammen mit Barnabas kam Paulus nach Antiochien: „Am Sabbat gingen sie dort in die Synagoge und nahmen unter den Gottesdienstbesuchern Platz. Nach der üblichen Lesung aus den Büchern von Mose und den Propheten ließen ihnen die Vorsteher der jüdischen Gemeinde ausrichten: ‚Liebe Brüder, wenn ihr ein ermutigendes Wort weitergeben wollt, dann könnt ihr das jetzt tun!‘“ Woraufhin Paulus ihnen anhand der Geschichte des jüdischen Volkes die Bedeutung von Jesus erklärte (Apostelgeschichte 13,14-15).
Paulus lehrte also in den jüdischen Synagogen. Doch den größten Einfluss damals hatte die griechische, die hellenistische Kultur. Die Juden bildeten bloß ein Bruchteil der damaligen Bevölkerung. Die hellenistische Kultur beschränkte sich nicht auf Griechenland. Obwohl die Römer die Gebiete militärisch besetzten, hatte der Hellenismus das Römische Reich kulturell erobert.
In dieser Kultur die Nachricht von Jesus zu verbreiten – darin lag die große Aufgabe von Paulus! Und wie Jesus es vorausgesehen hatte, musste er dabei sehr viel leiden. Mehrere Jahre lang saß er dafür in Philippi, Jerusalem, Cäsarea und in Rom im Gefängnis.
Griechische Kultur
Um zu verstehen, wie groß und schwierig die Aufgabe war, die Paulus von Jesus bekommen hatte, müssen wir ein paar Worte über die hellenistische Kultur verlieren. Sie war das genaue Gegenteil vom jüdischen Glauben an den einen wahren Gott. In der griechischen Kultur haben Götter die Gestalt von Menschen. Die vielen Götterskulpturen, die überall in Griechenland zu finden waren, erzählten die Geschichte vom Leben der Götter auf dem Berg Olymp.
Götter mit menschlichem Charakter tragen in sich Hass und Liebe, Neid und Brutalität und was immer Menschsein ausmacht. Sie konnten kein Vorbild sein für eine menschliche Moral. Doch während die Götter nach der griechischen Mythologie ewig leben, gelangen Menschen nach ihrem Tod in die düstere Unterwelt des Gottes Hades, wo sie ein Schattenleben führen. Eine Auferstehung gibt es im Hellenismus nicht.
Auch die gesellschaftliche Stellung der Menschen im Hellenismus unterschied sich von der, die Jesus verkündete. Es gab keine persönliche Moral und Verantwortung, sondern wichtig war allein der Status in der Gesellschaft. Die Frage nach einem persönlichen Gewissen gab es nicht. Auch im Alten Testament war die Frage der Stellung entscheidend. Ein Sklave stand unter seinem Herrn. Ein Kind stand unter seinem Vater. Der hebräische Begriff für einen verheirateten Mann bedeutet übersetzt „Besitzer der Frau“. Die Frau hatte keinen freien Willen und alles, was sie tat, konnte sie nur im Namen ihres Mannes tun, dem sie gehörte.
Und in dieser Weltkultur sollte Paulus aufstehen und von Jesus predigen. Christliches Denken stand dabei dem griechischen und dem alttestamentlichen Denken genau entgegen:
„Nun seid ihr alle zu Kindern Gottes geworden, weil ihr durch den Glauben mit Jesus Christus verbunden seid. Ihr gehört zu Christus, denn ihr seid auf seinen Namen getauft. Jetzt ist es nicht mehr wichtig, ob ihr Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen seid: In Jesus Christus seid ihr alle eins.“
Galater 3,28
Die gesellschaftliche Position oder die Stellung im Zusammenleben spielt bei Jesus keine Rolle mehr.
Erneuertes Denken
Sich diesen prägenden Kulturen entgegenzustellen, war fast unmöglich. Es gehörte riesiger Mut dazu, sich der Gefahr auszusetzen, Schläge zu bekommen, im Gefängnis zu landen und all das zu erleiden, das Jesus ihm schon in Damaskus angekündigt hatte. Das ist fast so, als würde ein kleiner Stamm amerikanischer Ureinwohner versuchen, seine indigene Kultur in den USA zu verbreiten.
Paulus forderte Menschen aller Kulturen dazu auf, sich erneuern und verändern zu lassen:
„Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.“
Römer 12,2
Wer in diesem erneuerten Denken mit Jesus verbunden ist, lässt sich vom Heiligen Geist leiten und erlebt Frieden und Leben: „Nun seid ihr nicht länger eurem selbstsüchtigen Wesen ausgeliefert, denn Gottes Geist bestimmt euer Leben – schließlich wohnt er ja in euch! (…) Wenn Christus in euch lebt, dann ist zwar euer Körper wegen der Sünde noch dem Tod ausgeliefert. Doch Gottes Geist schenkt euch ein neues Leben, weil Gott euch angenommen hat.“
In dem Moment, in dem der Heilige Geist im Menschen lebt, wird der Mensch frei. Und damit auch selbst verantwortlich für sein Tun. Nicht mehr die Stellung oder der Vater oder Ehemann entscheiden, sondern jeder ist aufgerufen, sich selbst von Gottes Geist leiten zu lassen und Jesus ähnlicher zu werden.
Paulus hat keine Revolution ausgerufen. Er forderte dazu auf, weiterhin seinen Tätigkeiten nachzugehen, zu arbeiten, die Rolle in der Gesellschaft einzunehmen. Aber nicht als Besitz von einem anderen, sondern frei zum Handeln. Was jeder tut, tut er in seinem eigenen Namen. Der Geist Gottes spricht dabei in unser Gewissen, was Gottes Wille ist.
Kraft der Auferstehung
Der größte Unterschied zur hellenistischen Kultur aber war der Glaube an die Auferstehung. Als Jesus vom Tod auferstanden ist, hat er alle Sünden aller Menschen auf der Erde auf sich genommen. Und am Ende der Tage werden die Glaubenden auferstehen wie Jesus selbst: „Ist der Geist Gottes in euch, so wird Gott, der Jesus Christus von den Toten auferweckt hat, auch euren vergänglichen Körper lebendig machen; sein Geist wohnt ja in euch“ (Römer 8,11). Mit der Kraft dieser Auferstehung konnte Paulus die Gute Nachricht in verschiedenen Kulturen verkünden.
Seine Bedeutung kann man kaum überschätzen. Paulus war nicht nur Vorbild, unermüdlicher Missionar und Gemeindegründer, sondern er prägte auch die theologische Lehre und die Struktur der Gemeinden und er war durch seinen unerschütterlichen Glauben, seine Hingabe an Christus und seine Bereitschaft, für das Evangelium zu leiden, eine große Inspiration für die Gläubigen. Paulus war Begründer des Weltchristentums.
Dany Walter

Paulus-Erlebnisreise Griechenland
Anfang April wurden Isolde und ich von unserem Reisebüro eingeladen, uns in Griechenland die Orte anzuschauen, an denen Paulus gelebt und gewirkt hat. Unsere Erwartungen waren gar nicht so groß, als wir die Reise antraten. Als wir dann aber Korinth besichtigten und erklärt bekamen, wie die Bibeltexte mit der damaligen Kultur und der geographischen Lage zusammenhängen, waren wir hellauf begeistert. Die griechischen Reiseleiter lasen uns die Inschriften der Ausgrabungen vor. An einer Stelle war beispielsweise zu lesen: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
Lebendiges Christentum
Paulus kam in ein Land, das für alles seine Götter hatte. Er verkündete Jesus und das Evangelium und bis heute, 2000 Jahre später, hat der christliche Glauben Auswirkungen – nicht nur in Griechenland, sondern über Europa hinaus. Heute gehören in Griechenland 97 Prozent der Bevölkerung dem christlichen Glauben an. Meist sind sie griechisch-orthodox, aber wir sahen beispielsweise auch Pfingstgemeinden. Zum Vergleich: In Deutschland leben 54 Prozent Lohnsteuerkarten-Christen und in Israel sind es nur 2 Prozent Christen (gegenüber 74 Prozent Juden).
Wir besuchten auch den Areopag in Athen, von dem in Apostelgeschichte 17 die Rede ist. Paulus hielt hier eine berühmte Predigt und schlug die Brücke von einem „unbekannten Gott“, für den er einen Altar gesehen hatte, zu dem Schöpfer, der Jesus von den Toten auferweckt hatte und die Erde richten würde. Auch die Städte Thessaloniki und Beröa (heute Veria), in denen Paulus war, fanden wir sehr beeindruckend. Zudem ist Griechenland zum großen Teil von einer herrlichen hügeligen Landschaft geprägt.
Das Orakel von Delphi
Der Abschluss unserer Reise war Philippi, das zur Zeit von Paulus und Silas geschätzte 20.000 Einwohner hatte. Dort fand die erste europäische Glaubenstaufe statt: Die Purpurhändlerin Lydia kam nach einer Predigt von Paulus zum Glauben und ließ sich taufen. In Philippi gibt es enorm viele Ausgrabungen, darunter auch das Gefängnis, in das Paulus und Silas geworfen wurden.
Paulus und Silas hatten volle Kanne das Evangelium verbreitet. Wenn man in Philippi das gut erhaltene Theater sieht und auf der damaligen ausgegrabenen Hauptstraße geht, kann man sich gut die herausfordernde Situation vorstellen, in der Paulus und Silas waren, als sie einem Volk von Jesus erzählten, das fast zu hundert Prozent ihren eigenen Göttern diente.
Um die Gefängnisgeschichte besser zu verstehen, hilft es, ein Detail zu kennen. Es betrifft das Orakel von Delphi, von dem fast jeder schon gehört hat und das als Zentrum der Wahrsagerei über tausend Jahre lang aktiv war und beträchtlichen Einfluss auf die antike griechische Kultur und Politik hatte. Die Wahrsagerin, Pythia genannt, fungierte als Medium und gab die Botschaften des Gottes Apollo weiter. Gase, die durch die von Erdbeben verursachten Erdspalten austraten, benebelten sie, während sie ihre Botschaften verkündete. Bis heute gibt es in Griechenland fast täglich Erdbeben, weil hier zwei große Platten der Erdkruste aufeinandertreffen. Meist sind die Erschütterungen allerdings nur für Messgeräte spürbar.
Aus genau dieser Orakelstätte von Delphi stammte die Sklavin, die Paulus und Silas mehrere Tage lang hinterherlief, während sie das Evangelium verbreiteten. Sie schrie dabei: „Diese Männer sind Diener des höchsten Gottes und zeigen euch, wie ihr gerettet werden könnt!“ Das war zwar die Wahrheit – aber es war ein Dämon in ihr und Paulus trieb ihn aus.
Befreiendes Erdbeben
Die Besitzer der Sklavin hatten mit dieser Wahrsagerin in Philippi viel Geld verdient. Das war nun vorbei und die ganze Stadt geriet darüber in Aufruhr. Paulus und Silas wurden misshandelt und in der sichersten Zelle im Gefängnis in Ketten gelegt. Dann folgt dieser bekannte Bibelabschnitt:
„Gegen Mitternacht beteten Paulus und Silas. Sie lobten Gott mit Liedern, und die übrigen Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich bebte die Erde so heftig, dass das ganze Gefängnis bis in die Grundmauern erschüttert wurde; alle Türen sprangen auf, und die Ketten der Gefangenen fielen ab.“
Apostelgeschichte 16,25-26)
Diese mächtigen Verse erzählen von einem göttlichen Eingreifen, das die Ketten der Gefangenschaft zerbrach und die Pforten der Freiheit öffnete. Durch ihren unerschütterlichen Glauben und ihre Hingabe an Gott erlebten Paulus und Silas die unermessliche Gnade Gottes in Form eines befreienden Erdbebens.
Jammerst du in deiner Situation? Oder jubelst du darüber, was Gott kann? Gott gebrauchte ein Erdbeben, um das Wunder zu tun. Wir werden hier erinnert an Jericho, wo die Stadtmauern fielen, nachdem die Israeliten die Stadt sieben Tage umrundet hatten und dabei ihre Hörner bliesen. Der Lobpreis von Paulus und Silas sowie das Hörnerblasen der Israeliten war ein Glaubensakt der Menschen – woraufhin Gott auch hier etwas zum Einstürzen brachte, um das Wunder zu tun.
Während in Delphi Menschen gefangen genommen wurden durch die Folgen von Erdbeben und Botschaften der Pythia, erlebten gleichzeitig Paulus und Silas in Philippi ebenfalls durch ein Erdbeben ihre Befreiung aus dem Gefängnis! Brauchst du auch ein befreiendes Erdbeben? Genau dieselben Situationen, die die Welt ins Unglück führen, könnten dir zur Lösung werden! Die Wunder der Bibel geschahen nicht zu Zeiten, als alles super lief, sondern in Zeiten wie heute, als es keine Aussicht auf eine Lösung gab.
Grab ohne Tür
Paulus und Silas wurden durch das Öffnen der Gefängnistore befreit. Heute laufen Menschen freiwillig in Gebundenheiten. Sünde ist zum alltäglichen Lebensstil geworden. Doch es gibt eine Parallele zu Jesus: Das Grab Jesu hat keine Tür mehr! Jesus hat für die Sünde bezahlt und die Ketten gesprengt. Die Befreiung von Sünden, Problemen oder Krankheit ist möglich. In Matthäus 27,51 lesen wir, als Jesus starb „erbebte die Erde und die Felsen zerbarsten“.
Dein Erdbeben hat stattgefunden – geh in die Freiheit! Es ist deine Entscheidung, ob du gefangen bleibst oder in die Freiheit gehst.
Fange an dich zu freuen und Gott zu danken – beginne mit Lobpreis wie Paulus und Silas. Bei Gott ist nichts unmöglich! Ihre Geschichte erinnert uns daran, dass die Macht des Glaubens keine Grenzen kennt und dass selbst in den düstersten Momenten ein Wunder geschehen kann.
Diese Geschichte ist nicht nur eine historische Begebenheit, sondern eine zeitlose Erinnerung an die unermessliche Gnade Gottes. Sie ermutigt uns, auch in den schwierigsten Situationen standhaft zu bleiben und unser Vertrauen auf Gott zu setzen. Denn selbst in den dunkelsten Gefängnissen unseres Lebens kann das Licht der Hoffnung durchbrechen und uns in die Freiheit führen.
Mögen wir uns an die Geschichte von Paulus und Silas erinnern und uns von ihrem beispiellosen Glauben inspirieren lassen. Möge ihr Sieg uns daran erinnern, dass in Gott nichts unmöglich ist und dass seine Liebe und Gnade uns immer befreien können – selbst in den tiefsten Tälern unserer Existenz.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Es ist so genial, dass man sich auf Gott verlassen kann: Er ist da, wenn man ihm die Plattform zur Verfügung stellt! Das haben wir wieder so klar bei unseren Ermutigungsgottesdiensten in Potsdam und Glauchau erlebt.



Heilungen in Potsdam
Acht Stunden Fahrt in unserem Tour-Bus lagen vor uns, als wir uns am 20. April über die A9 auf den Weg machten. Zu Gast waren wir im Kongress-Hotel, im Saal Casino. Wir lieben es, wenn Gottes gute Nachricht jenseits von Kirchenmauern zu erleben ist und öffentliche Säle mit seinem Lobpreis erfüllt sind!
Nach drei Stunden Aufbau sahen wir unsere Freunde durch die Türen strömen. Sie erzählten, wie sehr sie sich auf uns gefreut hatten und wie groß ihre Erwartungen waren, mit uns Gott zu erleben. Noch während der Veranstaltung berichteten einige von vorne davon, wie Gott gerade an ihnen gehandelt hatte: Eine Frau war vor Jahren die Treppe heruntergefallen und hatte immer noch eine verschobene Halswirbelsäule und viele Schmerzen. Während der Anbetung war alles weggegangen. Eine weitere erzählte, dass sie sich in ihrem Leben wie in einem Gefängnis gefühlt hatte und sich jetzt frei und gelöst fühlte. Eine dritte Frau berichtete davon, wie sie während der Anbetung Jesus gesehen hatte.
Berührt waren wir auch davon, dass bei der anschließenden Zeit für persönliches Gebet eine Frau zu uns kam, die sagte: „Als ihr das letzte Mal für die Heilung von meinem Brustkrebs gebetet hattet, ging er weg. Bitte betet heute für meinen Tinnitus, dass er ebenfalls verschwindet.“
Unser geübtes Team hatte schon um 17 Uhr alles zusammengepackt und den Bus wieder beladen. Nun ging es in drei Stunden zurück über die A9 und weiter nach Glauchau. Dieses Mal hatte unser Bus einige technische Probleme, obwohl er gerade einen Tag zuvor in der Wartung gewesen war. Man kann es kaum glauben: Unser Bus wird schon wieder zehn Jahre alt – wie die Zeit vergeht!
Volles Haus in Glauchau
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen war um 8:30 Uhr Abfahrt zur Sachsenlandhalle. Der Aufbau lief wesentlich schneller, da wir vom Tag zuvor schon Übung hatten. Herzlich umarmt wurden wir vom Hausmeister, der uns jeden Wunsch erfüllte.
Schon zwei Stunden vor der Veranstaltung kamen die ersten Besucher zum Saal und die Freude war groß, als nach dem begeisterten Lobpreis am Anfang fast jeder Platz in der Halle besetzt war. Das Publikum ist sowas von mitgegangen und wurde durch eine wunderbare Zeit belohnt, in der wir Gottes Herrlichkeit fühlen durften. Schon fast flehend kamen einige auf uns zu und baten, dass wir im nächsten Jahr bloß wiederkommen.
Auf der Rückfahrt war um uns herum Schnee-Chaos, Autobahnen waren gesperrt – doch unser Weg war frei. Wir hatten nicht einmal einen Stau. Im April durch die Schneelandschaft zu fahren ist schön, wenn die Straßen frei sind. Am Ende sind wir an den zwei Tagen rund 1.600 Kilometer gefahren und haben etwa 500 Liter Diesel gebraucht. Gegen 23 Uhr kamen wir im Missionswerk an. Die Ersten mussten dann am nächsten Morgen schon um 5 Uhr wieder aufstehen, um zur Arbeit zu gehen. Was für ein großartiges Team und was für eine große Liebe – DANKE! Unser Lohn als Team für einen solchen anstrengenden Einsatz ist, wenn Menschen von Gottes Wirken berührt werden – und das haben wir erlebt!
Daniel und Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Teilnehmer-Feedback das und zum Gottesdienst erreicht hat:
„Ein herzliches Dankeschön für den gestrigen Ermutigungs-Gottesdienst in Potsdam! Ich bin zum ersten Mal dabei gewesen und immer noch ganz erfüllt und berührt von Gottes Gegenwart! Vor sieben Jahren habe ich zum ersten Mal eine Predigt von Isolde im TV gesehen und das hat mir die Augen für die Liebe Gottes geöffnet. Mit euren Predigten habt ihr mich durch so viele Lebenssituationen und Schicksalsschläge getragen und mir Hoffnung gegeben. Ich danke euch von Herzen für das gestrige persönliche Gebet von Daniel und eure unermüdliche Arbeit.“
– C. T.
„Danke für euren Dienst, eure Zeit, eure Liebe heute in Glauchau. Ich hoffe, ihr seid jetzt gut zu Hause angekommen.“
– H. R.
„Es war ein so wunderbarer und ergreifender Gottesdienst. Wir sind beide durch die Gemeinschaft mit euch, den Lobpreis, die Predigt und die Ermutigungen im Herzen tief bewegt. Besonders die Gebetszeit war für uns so wertvoll und eine innere Beschauung. Der Herr war und ist uns ganz nah. Wir konnten seinen Atem spüren. Ja, wir sind der Tempel des Heiligen Geistes. Er, der Herr, lebt in uns und schenkt uns die Fülle. Genau das brauchen wir. Nur was in uns ist, können wir auch leben und weitergeben. In seiner Gegenwart leben, dazu helft ihr uns. Ein großes Dankeschön an euch alle.“
– A. u. H.

Sei dabei!
An fast 120 Verkaufstischen konnten Familien nach Jeans, Puzzeln, Kindersitzen und vielem weiteren mehr stöbern. Schon zum dritten Mal haben wir bei uns einen Kindersachenflohmarkt veranstaltet und wieder war die Nachfrage groß: Schon vor dem offiziellen Start standen Besucher aus unserer Umgebung vor der Tür. Für uns ist der Flohmarkt auch ein guter Weg, um den Weg in unsere Räume zu zeigen und mögliche Vorbehalte abzubauen.
Damit die Eltern entspannt über den Flohmarkt schlendern konnten, haben unsere Kids-Mitarbeiter ein Programm angeboten und mit den Kindern gespielt, gebastelt und sich Zeit für sie genommen. Das Angebot wurde gut angenommen und die Atmosphäre unter den Kindern und Mitarbeitern war sehr schön und harmonisch. Weil wir uns wünschen, dass sich Menschen bei uns wohlfühlen, hatte auch unser Bistro geöffnet.

Natürlich ist uns wichtig, dass Menschen auch von der Liebe Gottes berührt werden und nicht nur mit vollen Kleidertaschen nach Hause gehen. Deshalb haben wir sie nicht nur zu unseren Gottesdiensten und Kids-Aktionen eingeladen, sondern zum Abschluss des Nachmittags gab es zudem die Ostershow „Auf der Suche nach dem echten Osterhasen“ mit Dominik Bierle und seiner Handpuppe Susi. Die beiden konnten viele Kinder und Familien in der Johanneskapelle begrüßen. Auf kreative Art und Weise und mit selbst geschriebenen Liedern zum Mitmachen kam die Frohe Botschaft von Ostern zur Sprache. Wir wünschen uns und beten, dass Jesus den Menschen nachgeht und ihre Herzen bewegt – und wir sie nicht erst im nächsten Jahr wieder bei uns begrüßen dürfen, sondern gern schon vorher ...
Benjamin Schläpfer, Missionswerk Karlsruhe
Wo sitzt du gerade? In einem Sessel? Am Küchentisch? Im Bus? Was kannst du sehen, wenn du aufblickst? Deinen Schrank? Ein Fenster? Andere Menschen? All das, was wir sehen und fühlen und schmecken, ist die sichtbare Welt. Doch viele Menschen ahnen, dass da noch mehr sein muss. Dass es Dinge gibt, die wir mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen können.
Wer die Bibel liest, weiß: Hinter dieser sichtbaren Welt liegt eine geistliche Realität, die ebenso real ist wie die sichtbare. Wir lesen von Engeln und Dämonen, von himmlischen Wesen und Mächten, deren Auswirkungen und Konsequenzen in die sichtbare Welt hineinreichen. So sehr wir uns Gottes Gegenwart und Führung wünschen, so können auch die Mächte des Gegenspielers Einfluss entfalten in unserem Leben. Entscheidend ist, welchen geistlichen Mächten wir unsere Lebenstür öffnen.
Wir können unser Herz füllen mit der Macht von Jesus, indem wir uns auf sein Wort, seine Gegenwart und seinen Willen ausrichten. Doch wir können auch den negativen Mächten Platz gewähren in unserem Herzen, in unseren Gedanken und Gefühlen. Wenn ihre Lügen Raum einnehmen, haben negative Mächte zerstörerische Wirkung in unserem Leben. Sie können Angstzustände auslösen, uns seelisch belasten und niederdrücken. Deshalb ist es wichtig, nicht ihren Lügen zu glauben, sondern sie auf der Grundlage von Gottes Wort zu prüfen. In Sprüche 4,23 lesen wir: „Was ich dir jetzt rate, ist wichtiger als alles andere: Achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie beeinflussen dein ganzes Leben!“
Frieden statt Sorgen
Kennst du die Kämpfe im Kopf, wenn dich Sorgen nicht schlafen lassen? Oder diese Stimme, die dir einreden will, dass es keine Lösung gibt und alles immer schlimmer wird? Solche Kämpfe gehören auch zur geistlichen Realität. Die Frage ist: Wer oder was behält die Oberhand in deinem Leben?
Jesus selbst sagt uns zu, dass Sorgen überflüssig sind:
„Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! … Nur Menschen, die Gott nicht kennen, lassen sich von solchen Dingen bestimmen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht.“
Matthäus 6,25.34
„Macht euch keine Sorgen“, sagt Jesus – aber deine Gedanken und Gefühle sagen dir etwas anderes? Was ist die Wahrheit? Wir müssen lernen, das zu unterscheiden. Stelle dich auf folgende Aussage: Ich weigere mich, mir Sorgen zu machen! Glaube nicht den Lügen. Es ist eine Entscheidung, ob du dir Sorgen machst oder nicht. Ich sage nicht, dass es einfach ist. Sorgen sind manchmal schon ganz schön große Bollwerke. Aber die Mächte des Gegenspielers wollen genau das: diese Bollwerke so groß erscheinen lassen, dass sie dich in tiefe Krisen oder sogar Depressionen stürzen.
In Philipper 4,7 steht:
„Und Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren.“
Wenn Gottes Friede dein Herz erfüllt, machst du dir keine Sorgen mehr. Er wird deine Gedanken und Emotionen bewahren. Dann fahren deine Gefühle und deine Gedanken nicht mehr Achterbahn mit dir, sondern die Realität von Gottes unsichtbarer Welt breitet sich in dir aus.
Vertrauen gegen Unglück
Auch David erlebte Situationen, in denen er sich mit der unsichtbaren negativen Welt auseinandersetzen musste:
„Jetzt aber ist das Unglück über mich hereingebrochen, und voll Schadenfreude laufen sie zusammen. Auch Leute, die ich nicht kenne, hergelaufenes Gesindel, ziehen pausenlos über mich her. Zynische Spötter sind es, wie Hunde fletschen sie ihre Zähne gegen mich.“
Psalm 35,15-16
Was macht so etwas mit einem? Man fällt in ein Loch! Wenn du in einem Loch sitzt, dann bedenke, dass Gottes Macht stärker ist als das, was dich in dein Loch drückt! Wir wissen von David, dass er sich immer wieder besonnen hat auf Gottes Wort. Er setzte immer sein Vertrauen auf Gott, und Gottes Hand holte ihn immer wieder heraus aus seinen schwierigen Situationen.
Heiliger Geist statt Angst
Elia begegnete der negativen geistlichen Macht in Form von Isebel, der Frau von König Ahab. Sie hatte die Götter Baal und Aschera ins Land gebracht und brachte das Volk dazu, sich von Gott abzuwenden. Sie war Handlangerin der negativen unsichtbaren Welt. Isebel sprach einen Fluch über Elia aus: „Morgen um diese Zeit bist auch du ein toter Mann, das schwöre ich!“ sagte sie zu ihm. Elia überkam eine fürchterliche Angst und er lief, soweit er konnte:
„Er rannte um sein Leben und floh bis nach Beerscheba ganz im Süden Judas. Dort ließ er seinen Diener, der ihn bis dahin begleitete hatte, zurück. Allein wanderte er einen Tag lang weiter bis tief in die Wüste hinein. Zuletzt ließ er sich unter einen Ginsterstrauch fallen und wünschte, tot zu sein. ‚Herr, ich kann nicht mehr!‘, stöhnte er. ‚Lass mich sterben! Irgendwann wird es mich sowieso treffen, wie meine Vorfahren. Warum nicht jetzt?‘“ (1. Könige 19,3-4).
Er war so erschöpft, dass er in einen tiefen Schlaf fiel. Er schlief nur noch und wir würden heute sagen, er fiel in eine tiefe Depression. Man musste ihn wachrütteln – mehrmals. Ein Engel war da und schüttelte ihn und forderte ihn auf zu essen. Es war Brot und Wasser da und dann schlief Elia gleich wieder ein. Und erneut kam der Engel:
„Steh auf Elia und iss!“ Und danach hatte dieser so viel Kraft, dass er 40 Tage und Nächte wandern konnte. Geistliche Realität ist wirksam! Unsichtbar – aber wirksam. Wenn du in einem dunklen Loch der Angst bist und auch sagst wie Elia: „Herr, ich kann nicht mehr!“, dann besinne dich auf das Brot, das Gott dir gegeben hat. Es ist da! Sein Wort ist das Brot und das Wasser des Heiligen Geistes in dir. Sie geben dir Kraft so wie Elia – und du kannst deinen Weg fortsetzen!
Störeinflüsse verbannen
Mit negativen geistlichen Realitäten ist nicht zu spaßen: „Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten“, sagt Jesus in Johannes 10,10. Doch zugleich verspricht er in diesem Vers: „Ich aber bringe Leben – und dies im Überfluss“ (Johannes 10,10). Dieser Vers beschreibt ein Entweder-Oder: Vernichtung oder Leben. Diebstahl oder Überfluss. Die Frage ist, wofür wir uns entscheiden. Geben wir dem Dieb Raum? Oder strecken wir uns aus nach dem Leben im Überfluss?
Isebel baute dem Dieb einen Altar und schleppte fremde Götter ins Land. Auch das gibt es heute. Viele stellen Buddhafiguren in ihren Garten oder ins Wohnzimmer. Es mag harmlos aussehen, aber machen wir uns nichts vor: Dahinter steckt nicht Gott, sondern eine andere Macht der unsichtbaren Welt. Selbst wenn wir sie nicht anbeten, ist die geistliche Realität da. Manche spüren die Auswirkungen ganz konkret – kommen nicht weiter, haben seelische Verstimmungen, spüren eine diffuse Dunkelheit. Auch hinter Horoskopen steht eine andere geistliche Realität als Gott. Vielleicht sagst du: „Ich lese sie ja nur, ist nicht schlimm.“
Vielleicht bewahrst du auch das Hufeisen, den Talisman oder Glücksbringer auf zu deinem Schutz. Doch wir müssen uns klar sein: Dahinter stehen geistliche Realitäten, denen wir einen Türspalt in unser Lebenshaus öffnen. Es sind Störeinflüsse, die ihre Auswirkungen haben. Sie können Türen öffnen für Krankheiten oder seelische Belastungen. Die Mächte mögen verborgen sein, aber sie sind real und etwa auch in okkulten Praktiken wie Tarotkarten, Kristallheilung oder Kontakt zu Verstorbenen wirksam. Wer sich daran beteiligt, lädt falsche Mächte ein, sich im Leben festzusetzen.
Die Bibel meditieren
Als Josua nach Moses Tod die Führung des Volkes übernimmt, steht Israel vor der Herausforderung, das versprochene Land einzunehmen. In dieser Situation sagt Gott zu Josua:
„Sei mutig und entschlossen! Bemühe dich darum, das ganze Gesetz zu befolgen, das dir mein Diener Mose gegeben hat. Weiche nicht davon ab! Dann wirst du bei allem, was du tust, Erfolg haben. Sag dir die Gebote immer wieder auf! Denke Tag und Nacht über sie nach, damit du dein Leben ganz nach ihnen ausrichtest. Dann wird dir alles gelingen, was du dir vornimmst.“
Josua 1,7-8
Eine super Verheißung! Übertragen auf heute heißt das: Wir sollen über Gottes Wort nachsinnen, es immer wieder im Herzen zu bewegen. Das ist geistliche biblische Meditation.
Heute sind andere Formen von Meditation viel stärker verbreitet. Sie setzen auf die eigene menschliche Kraft – anstatt auf Gottes Kraft. Oder es gibt Angebote von Meditation oder Yoga aus hinduistischen oder buddhistischen Traditionen – anderen geistlichen Dimensionen. Es ist nichts einzuwenden gegen sportliche Dehnübungen – aber ohne geistlichen Hintergrund, einfach der Gesundheit wegen.
In der Meditation kann es darum gehen, einen Zustand innerer Leere zu erreichen. Die Gefahr dabei ist, ungeschützt zu sein und negativen Mächten Raum zu lassen, die Leere zu besetzen. Jesus spricht in Matthäus 12,43-45 davon, wie eine leere, saubere Herzenswohnung von bösen Mächten besetzt wird.
In der biblischen Meditation geht es darum, sich auf Gottes Wort, seine Gegenwart und seinen Willen auszurichten. Sinne nach über Bibeltexte, bete ihn an, bitte ihn um seinen Frieden und frage ihn danach, wie du ihm ähnlicher werden kannst.
Erkenne die geistlichen Dimensionen! Gottes Wort ist das Original – alles andere ist Nachahmung.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe

Leitfaden für deine Freiheit
Unsere Welt, die von Komplexität und Herausforderungen geprägt ist, braucht nicht noch mehr komplexe Regeln und Vorschriften. Vielmehr braucht es eine neue Perspektive, einen neuen Blickwinkel, der uns das Wesentliche neu entdecken lässt. Diesen anderen Blickwinkel haben Kinder.
Als Jesus das Kind als Vorbild in die Mitte stellt, zeigt er uns einen Zugang zum Himmelreich. Das ist kein Entfliehen aus der Realität, sondern ein wunderbarer Weg, um Gottes Möglichkeiten im Hier und Jetzt zu erschließen. Indem er ein Kind in die Mitte ruft, verdeutlicht Jesus:
„Wenn ihr euch nicht ändert und so werdet wie die Kinder, kommt ihr ganz sicher nicht in Gottes himmlisches Reich.“
Matthäus 18,3
Realität mitten unter uns
Das Himmelreich gleicht nicht dem Schlaraffenland, in dem uns gebratene Tauben direkt in den Mund fliegen und Häuser aus Lebkuchen gebaut sind. Das Himmelreich ist eine greifbare Realität, die sich in unserer Mitte entfaltet:
„Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten kann; noch wird man sagen: Siehe, hier ist es! oder: Dort ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“
Lukas 17,21
Das Himmelreich offenbart sich in einer Dimension, in der die Gegenwart und das Wirken Gottes unter den Menschen spürbar wird. Jesus verdeutlicht, dass es sich nicht um eine geografische oder materielle Realität handelt, die äußerlich erkennbar ist. Paulus beschreibt in Römer 14,17, was das Reich Gottes ausmacht: „Denn das Reich Gottes besteht nicht in Essen und Trinken, sondern in Gerechtigkeit und Frieden und Freude im Heiligen Geist.“ Diese Worte beschreiben ein konkretes Bild des Himmelreichs. Es zeichnet sich durch besondere Qualitäten aus: nämlich durch Gerechtigkeit, Frieden und Freude – erlebt durch die Kraft des Heiligen Geistes. Es definiert sich durch diese Werte und nicht durch materiellen Besitz. Sind es nicht gerade Frieden, Freude und Gerechtigkeit, die uns in der heutigen Welt so oft fehlen und die wir so dringend benötigen? Was, wenn wir einen Zugang in unserem Alltag zu diesem Reich finden könnten?
Dein Zugang zum Himmelreich
Jesus macht klar, dass der Zugang zum Himmelreich nicht erst beim Übertritt ins Jenseits liegt, sondern durch eine innere Umkehr und durch das Einlassen auf kindliche Unvoreingenommenheit und Offenheit erfolgt, für die er die Kinder als Vorbild nimmt. Kinder, die in der Zeit Jesu sozial wenig angesehen waren, stellt Jesus unerwartet in den Mittelpunkt. Er verweist nicht auf das süße Kinderlachen, ihre ansteckende Freude oder ihr zum Schmunzeln anregendes, unbeholfenes Hantieren. Jesus betont ihren Glauben und damit ihren ganz besonderen Blick auf diese Welt. In ihrem einfachen und direkten Glauben liegt eine tiefe Weisheit und ein Schlüssel, um Zugang ins Himmelreich zu erhalten. Der radikale Aufruf Jesu, zu werden wie die Kinder, lässt keinen Spielraum: Jesus fordert uns auf, neu den unverfälschten Glauben und die ungetrübte Perspektive eines Kindes zu entdecken und selbst einzunehmen.
Unendliche Vorstellungskraft
Wir sind eingeladen, uns Tag für Tag darauf einzulassen, die Welt mit der Vorstellungskraft eines Kindes zu betrachten – unbelastet von Sorgen, geleitet von einer unverfälschten Freude am Entdecken. Kinder sehen in jedem Moment ein Abenteuer und sind offen für Neues, getrieben von einer tiefen Neugier und dem Glauben an das Unmögliche. Jesus unterstreicht, wie essenziell es ist, diese glaubensvolle, ungetrübte Sicht wiederzuentdecken, um das Wirken Gottes in unserem Leben zu erkennen und zu erfahren. Kinder begrenzen die Wirklichkeit nicht auf die aktuelle Realität, sondern nehmen die Welt umfassender wahr. Bei Kindern verschmelzen Vorhandenes und Vorstellungskraft zu ihrer Wirklichkeit. Diese besondere Eigenschaft ist für die kindliche Entwicklung von großer Bedeutung. Sie fördert die Kreativität und Problemlösungsfähigkeit, emotionales Verständnis und Empathiefähigkeit. Wie wäre es, wenn wir dieses Potenzial neu entdecken? Wie wäre es, wenn sich unser Glaube kraftvoll entwickeln würde und wir das Vorhandene nicht als gegebene Realität betrachten, sondern verbunden mit der Vorstellungskraft wahrnehmen? Wenn sich unsere Vorstellungskraft aus dem Vertrauen auf Gottes Möglichkeiten nähren würde, dann hätten wir tatsächlich den Schlüssel und Zugang zum Himmelreich gefunden und würden eine ganz neue Perspektive erhalten. Eine Perspektive, die die Fülle an Leben widerspiegelt, voller Freude, Friede und Gerechtigkeit.
Kindliche Perspektive im Alltag
Wie können wir diese Sichtweise in unser tägliches Leben einbringen? Der erste Schritt besteht darin, eine Offenheit zu kultivieren. Wir können uns bewusst Zeit nehmen, die Welt um uns herum mit Staunen und Neugier zu betrachten. Wir könnten versuchen, unseren Geist von den „Programmen“ des Grübelns und der Sorge zu befreien. Kinder zeigen uns, dass eine ungetrübte, glaubensvolle Sicht auf die Welt möglich ist – eine Sicht, die es möglich macht, das Himmelreich als lebendige Gegenwart zu ergreifen und nicht nur als eine ferne Zukunft. Jesus betont die Bedeutung einer kindlichen, fantasievollen Perspektive, um das Reich Gottes zu erfahren. Die Unbeschwertheit, Offenheit und der feste Glaube an das Gute, die Kinder ausstrahlen, sind essenziell, um Zugang zum Himmelreich zu finden. Diese Sichtweise eröffnet uns eine neue Art, die Gegenwart Gottes in unserem Leben zu entdecken. Um die kindliche Perspektive in unser Leben zu integrieren, sollten wir mit der Kultivierung von Einfachheit beginnen. Dies beinhaltet, jeden Tag als Geschenk zu betrachten und die kleinen Wunder um uns herum wertzuschätzen. Indem wir uns von den Fesseln des Überdenkens befreien, öffnen wir uns für den Frieden und die Freude, die aus einer echten Verbindung mit dem Göttlichen entspringen. Durch bewusste Akte der Güte und des Vertrauens manifestieren wir das Himmelreich in unserem alltäglichen Leben. Die Reflexion von Gottes Liebe in unseren Beziehungen und Entscheidungen macht das Himmelreich zu einer greifbaren Realität, die uns umgibt und durch uns wirkt.
Schritte zur Verwirklichung
Um das Himmelreich im Hier und Jetzt zu erfahren, ist es wichtig, Momente der Stille zu suchen, in denen wir uns für die Führung des Heiligen Geistes öffnen. Jesus zeigt uns, wie wir Zugang zu dieser Dimension finden. Bereits im Vaterunser gibt Jesus uns eine Vorlage, wie wir beten sollen:
„Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.“
Matthäus 6,10
Mit diesem Gebet lassen wir uns darauf ein, dass unser Leben transformiert wird, sodass es im Einklang mit Gottes Willen steht und wir sein Reich hier auf Erden verkünden. Bewusste Akte der Güte und Liebe, sei es durch ein aufmunterndes Wort oder eine helfende Hand, sind konkrete Wege, Gottes Liebe in unserem täglichen Leben zu manifestieren. Diese Handlungen verwandeln uns in Boten des Himmelreichs auf Erden.
Werden wie die Kinder?
Die Botschaft Jesu über das Himmelreich ist ein Aufruf, unser Leben und unseren Glauben neu zu betrachten. Durch die Rückkehr zur kindlichen Unbeschwertheit und die Öffnung für die göttliche Präsenz in jedem Moment unseres Lebens entdecken wir, dass das Himmelreich nicht eine ferne Hoffnung, sondern eine erfahrbare Realität ist, die durch unsere Handlungen und Beziehungen Gestalt annimmt. Indem wir unser Leben im Einklang mit Gottes Willen führen, manifestieren wir das Himmelreich hier auf Erden und tragen dazu bei, eine Welt zu erschaffen, die von Liebe, Gerechtigkeit und Freude geprägt ist.
Thomas Inhoff, Missionswerk Karlsruhe
Vertiefende Fragen
- Wie könnte ich mein tägliches Leben mit der Vorstellungskraft und Offenheit eines Kindes betrachten?
- In welchen Bereichen meines Lebens könnte ich mehr vertrauen statt mich von Sorgen lähmen zu lassen?
- Wie kann ich durch kleine Handlungen der Güte das Himmelreich im Hier und Jetzt manifestieren?
Praktische Alltagstipps
- Praktiziere tägliches Staunen: Nimm dir jeden Tag einen Moment Zeit, um die Welt um dich herum bewusst wahrzunehmen. Ob es der Sonnenuntergang, das Lachen eines Kindes oder die Schönheit einer Blume ist – erlebe diese Momente mit der gleichen Neugier und Bewunderung, wie es ein Kind tun würde.
- Lass Sorgen los: Wenn du dich das nächste Mal überfordert oder besorgt fühlst, halte einen Moment inne. Stell dir vor, wie ein Kind in derselben Situation reagieren würde – oft mit einer einfacheren, hoffnungsvolleren Sichtweise. Versuche, diese Perspektive einzunehmen und deine Sorgen in größeres Vertrauen umzuwandeln.
- Lebe Güte aktiv: Suche nach kleinen Wegen, um Güte in deinem Alltag zu praktizieren, sei es durch ein freundliches Wort, eine hilfreiche Geste oder einfach nur durch Zuhören, wenn jemand es braucht. Diese Taten der Güte sind eine praktische Manifestation des Himmelreichs auf dieser Erde.
Wir als Team sind immer aufgeregt vor so einer Veranstaltung! Wer wird kommen? Für wie viele Menschen sollen wir planen? Unsere Erfahrung zeigt: 50 Prozent der Besucher melden sich erst ein paar Tage vorher im Internet an. Waren es am Montag noch 180 gebuchte Mahlzeiten, aßen an Karfreitag schlussendlich 270 Besucher vor der Veranstaltung mit. Und dank unserer Vermutung, dass mancher Kurzentschlossene dabei sein würde, hat am Ende alles gereicht! Es war ein köstliches Essen, das meine Schwester mit ihrem Mann und unserem Team zubereitet hat. Etwa die doppelte Anzahl an Besuchern saßen dann in den Reihen, als der Gebetserlebnis-Tag pünktlich mit dem Lied „Mein Gott ist größer“ von Rahel und Manuela begann.


Wunder von Jesus
Von der ersten Sekunde an war Gottes Gegenwart auf großartige Weise zu spüren. Jeder hatte eine große Erwartungshaltung mitgebracht. Der Sieg am Kreuz war durch die ganze Veranstaltung zu spüren. Isolde hatte einen ganzen Stapel Zeugnisse und Berichte dabei, was Jesus im Leben von Menschen getan hatte – und nicht wenige handelten vom vergangen Gebetserlebnis-Tag. Schon als sie in der Vorbereitung eins nach dem anderen gelesen hatte, war sie vollkommen begeistert gewesen. Es waren so viele, dass die Zeit gar nicht reichte, um alle vorzulesen! Es sind Wunder, die nur Jesus tun konnte. Diese Zeugnisse haben auch die Besucher ermutigt zu glauben, dass derselbe Gott auch ihrer Situation oder Not begegnet. Und so geschah es auch: Nach der etwa 50-minütigen Gebetszeit fragte ich, wer Gott schon gespürt habe. Es meldeten sich fast alle! Dann fragte ich, wer jetzt schon feststellen könne, dass sich was verändert hatte. Viele Hände gingen hoch und folgende – während der Veranstaltung erlebte – Gebetserhörungen wurden erzählt:
- „Meine Schulterschmerzen sind verschwunden – ich könnte jetzt tanzen!“ – und die Besucherin dehnte sich schmerzfrei in alle Richtungen)
- „Als du für chronische Krankheiten für Heilung gebetet hast, ist meine chronische Atemwegsverstopfung aufgegangen. Ich kann wieder richtig durchatmen.“
- „Ich habe mit im Januar das linke Sprunggelenk gebrochen und hatte insgesamt drei OPs, weil die Narben wieder aufgingen. Man hat festgestellt, dass der Nerv bei der ersten OP durchtrennt worden war. Ich konnte meine Füße nicht mehr abrollen. Jetzt geht alles wieder! Weil ich diese Heilung wollte, bin ich heute hier – und Gott hat es getan!“ – und die Besucherin führte es allen vor.
- „Ich möchte bezeugen, dass Gott mich in der letzten Zeit von Pornosucht befreit hat. Ich habe Porno gegen die Bibel getauscht!“
- „Ich habe schon längere Zeit Schmerzen in den Schultern. Das habe ich gar nicht auf die Gebetskarte geschrieben. Und jetzt ist alles weg!“
Jeder Teilnehmer bekam eine Karte, auf die er schreiben konnte, für welche Situation er das Vertrauen hat: „Mein Gott ist größer!“ Diese Karte durfte jeder persönlich ans Kreuz heften, das an der Bühne stand. Auf dem Rückweg zum Platz bekam jeder eine scheckkartengroße Lupe mit der Aufschrift „Mein Gott ist größer“. Parallel dazu lasen Isolde und Thomas Inhoff viele Gebetsanliegen vor, die uns über das Internet erreichten. Es wurde gleich dafür gebetet, genauso wie für die sehr vielen Gebetsanliegen, die uns vor dem Gebetserlebnis-Tag erreicht hatten. Wir können dankbar sagen: Es war ein Tag, an dem wir alle in Gottes spürbarer Liebe und Gegenwart baden konnten.





Situation in Israel
Wir haben uns auch einige Zeit genommen, um uns durch ein Zoom-Interview mit unserem Freund und Reiseleiter Dany Walter aus Israel über die Situation im Land zu informieren und anschließend für Israel zu beten. Johan hat dieses Gebet wieder wunderbar mit dem Shofar begleitet.
Isolde, Sampson, Thomas sowie Beni mit einigen Jugendlichen hatten starke Botschaften und haben uns in intensive Gebetszeiten geführt. Thomas leitete eine eindrucksvolle Gebetszeit für Deutschland. Dafür wurde eine sehr lange Deutschlandfahne ausgerollt und von vielen gehalten, während wir für Deutschland beteten. Unser Land braucht jedes Gebet!
Wovon wir immer wieder überrascht sind: Nach über sieben Stunden sind immer noch fast alle Teilnehmer dabei. Vielleicht erklärt sich das mit dem, was ein Teilnehmer anschließend in einer Fünf-Sterne Bewertung bei Google schrieb:
„Wir waren beim Gebetserlebnis-Tag: Lobpreis, Gebet, Info und Predigten. So spannend, kurzweilig, wertvoll und liebevoll. Vielen Dank an alle, die beteiligt waren! Noch nie war ich sieben Stunden in einer Kirche, noch nie ging die Zeit so schnell rum.“
Wie immer war das Sahnehäubchen das Abendmahl am Ende. Fröhlich, Gott dankbar und in einem tiefen Frieden verließen die Teilnehmer den Saal. Jeder durfte sich noch ein dickes Buch mit wertvollen Parallelstellen der Bibel mitnehmen und wurde mit einer Butterbrezel in der Hand verabschiedet. 77 meist ehrenamtliche Mitarbeiter haben zum Gelingen beigetragen – euch allen ein großes Dankeschön!
Über 6.000 Zuschauer waren entweder live per Internet dabei oder haben anschließend bei YouTube reingeschaut. Auf dem Weg zur Tiefgarage hielt mich eine Frau auf und sagte: „Schau, das ist die Gebetserhörung von vor zehn Jahren“ – und zeigte dabei auf ihre zehnjährige Tochter. „Ihr habt gebetet, als der Arzt zu mir sagte, dass ich mit 43 Jahre kein Kind mehr bekommen kann. Hier steht sie und schreibt in der Schule nur Einser.“ Was für ein schöner Abschluss eines so reich gesegneten Tages!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Du kannst den Gebetserlebnis-Tag über YouTube auch jetzt noch erleben:
Feedback von Teilnehmern
Auch online genossen
Ich möchte euch von ganzem Herzen danken für diesen so erfüllten, gelungenen, Segen freisetzenden Gebetstag heute an Karfreitag. Habe das Dabeisein auch online sehr genossen und wertgeschätzt. – Maigen M.
Herzlicher Dank
Ich möchte Ihnen herzlich danken für Ihre Arbeit. Im Zuge dessen möchte ich gerne meinen monatlichen Spendenbeitrag auf 100 Euro erhöhen, beginnend mit der nächsten Überweisung. Ich wünsche Ihnen allen Gottes reichen Segen. – Andreas H.
So berührt
Ich war heute zum ersten Mal in Karlsruhe dabei und es war so überwältigend. Erst die wunderschöne Kathedrale und dann Isolde und Daniel zu hören. Ich bin so berührt worden und auch die schönen Lieder. Bin gerade erst zurückgekommen. Ich bin so glücklich dabei gewesen zu sein. Das war bestimmt nicht das letzte Mal. Es hat mir so gut getan für meine Seele. – Gabi R.
Über Nacht abgeschwollen
Wir hatten schon mehrfach um Gebetshilfe wegen der geschwollenen Beine meines Mannes gebeten. Auch durften wir per Livestream an der Sendung am Karfreitag teilnehmen, obwohl es nicht bis zum Ende möglich war. Doch wir wurden wunderbar gesegnet. Konnten auch nochmals einige Bitten im Chat schreiben. Beide Beine sind sozusagen über Nacht total abgeschwollen. Wir können nur staunen. Es ist unglaublich! Lob und Preis dem Herrn! Anbei ein Bild. Er konnte gestern Abend zum ersten Mal zum Gottesdienst seine Schuhe wieder anziehen! – N.N.
Unser Leben ist geprägt von immer neuen Nachrichten, die so schnell aufeinanderfolgen, dass man nicht mehr nachkommt. Es fällt oft schwer, die für uns wirklich wichtigen Dinge herauszufiltern. Eine wichtige Frage, die dir dabei helfen kann, lautet: Worauf schaust du? Schaust du auf das Chaos dieser Welt, die Krisen und Entwicklungen? Schaust du auf deine Herausforderungen und deine Probleme? Oder schaust du auf Jesus? Lässt du dich ablenken von all den Widrigkeiten – oder suchst du Gott immer wieder in seinem Wort, im Gebet, in der Stille, im Lobpreis?
Kluger Blickwinkel
Im Alten Testament lesen wir von Joschafat, einem König, der Gott diente und versuchte, das Volk Juda auf den rechten Weg zu führen, obwohl er nicht immer perfekt war. Eines Tages meldeten ihm Boten, dass eine große Übermacht an Feinden gegen sein Volk heranrückte. Viele Einwohner Judas kamen im Tempel zusammen und Joschafat betete:
„In uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die gegen uns kommt. Wir erkennen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet.“
2. Chronik 20,12
Worauf schaute dieser König? Er richtete seine Augen weg von sich selbst, weg von der feindlichen Übermacht – hin zu Gott.
Auch wir haben oft keine Kraft, um unser Leben zu meistern. In meinem Leben wusste ich so manches Mal nicht weiter. Aber ich habe erlebt, wie viel Hoffnung darin liegt, auf den Herrn zu blicken. Bei ihm finden wir Hoffnung auf Hilfe. Wenn wir auch nicht weiterwissen – er weiß es. Auch wir haben manchmal das Gefühl, einer feindlichen Übermacht gegenüberzustehen: Menschen, die uns verbal angreifen, die uns Böses wollen und uns voller Neid oder Hass begegnen. Oder wir erleben Krankheiten oder Schwierigkeiten in allen möglichen Lebensbereichen. Feinde, die gegen uns sind und uns bedrohen. Und wie Joschafat können wir zu Gott sagen: „Unsere Augen sind auf dich gerichtet, weil wir nicht weiterwissen.“
Nach Joschafats Gebet rief ein Prophet aus der Versammlung: „Merkt auf, ganz Juda und ihr Bewohner von Jerusalem und du, König Joschafat! So spricht der Herr zu euch: ‚Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen vor dieser großen Menge! Denn der Kampf ist nicht eure Sache, sondern Gottes!‘“ (2. Chronik 20,15). Gott selbst versprach, den Kampf zu übernehmen! Was für ein großer Trost.
Und Gott stand zu seinem Wort. Joschafat setzte Sänger an die Spitze seines Heeres, die Gott priesen und anbeteten. Als das Heer von Juda in die Nähe der feindlichen Truppen kam, entbrannte unter den Feinden plötzlich ein Streit, und sie begannen sich gegenseitig anzugreifen. Joschafat musste keinen Kampf führen – Gott selbst besiegte ihre Feinde. Als Joschafat nicht weiterwusste, hatte er seine Augen auf den Herrn gerichtet und erlebte, dass Gott für ihn kämpfte. Worauf schaust du?
Schlange an der Stange
Unsere Blickrichtung ist entscheidend. Wohin wir blicken, entscheidet darüber, wem wir unsere Aufmerksamkeit schenken, worauf wir uns konzentrieren, wo wir Hilfe suchen. Wenn wir auf Gott blicken, ist er die Quelle unserer Hoffnung, unser Trost und unsere Hilfe – auch in unserer eigenen Unvollkommenheit.
Das erlebte das Volk Israel, als es nach der Gefangenschaft in Ägypten durch die Wüste zog, wo es an Wasser und Nahrung mangelte. Das Volk begann, gegen Mose und Gott zu murren. Wegen ihrer Klagen schickte Gott feurige Schlangen, deren Biss zum Tode führte. Die Menschen bereuten ihr Murren und baten Mose um Hilfe. Auf sein Gebet antwortete Gott: „Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben.“ Und Mose fertigte eine Schlange aus Bronze an und befestigte sie an einer Stange. Nun musste niemand mehr durch das Gift der Schlangen sterben:
„Wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte und er schaute auf zu der bronzenen Schlange, so blieb er am Leben.“
4. Mose 21,8-9
Für die Israeliten war es eine Entscheidung auf Leben und Tod, wohin sie ihren Blick richteten! Wer von einer Schlange gebissen wurde, hatte gar keine andere Lösung, als auf die bronzene Schlange zu schauen.
Jesus selbst griff diese Geschichte später auf und verglich sie mit seiner eigenen Kreuzigung und seinem Erlösungswerk. Als Nikodemus, ein Pharisäer und Mitglied des jüdischen Hohen Rats zu ihm kam, erklärte Jesus ihm:
„Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben hat.“
Johannes 3,14-15
In allen Widrigkeiten haben wir die Möglichkeit, auf Jesus am Kreuz zu schauen und sind eingeladen, ihm zu vertrauen.
Mit geistlichen Augen
Auch wir werden manchmal „gebissen“ von allen leidigen Umständen, denen wir ausgesetzt sind und die uns verzweifeln lassen oder ratlos machen, was wir tun sollen. Vielleicht murren und klagen wir ebenso oder lassen uns von all den negativen Nachrichten herunterziehen.
Wenn du dich dabei erwischst, dann lenke deinen Blick weg von dir selbst und weg von deinen Umständen. Schau auf Jesus am Kreuz. Schau auf Jesus, der den Teufel, die alte Schlange, besiegt hat. Jeder Sünder, jeder Murrende und Klagende, der auf Jesus Christus, den Gekreuzigten schaut und ihm vertraut, hat das Leben. Wenn du „gebissen“ wurdest von Lügen, Schuldgefühlen, Sorgen oder Krankheiten, dann richte deinen Blick auf Jesus, der dir helfen kann! Schau weg von allen anderen Dingen, die dir keine Hilfe bringen.
Anders als Nikodemus können wir Jesus heute nicht mehr leibhaftig sehen. Wir schauen ihn mit unseren geistlichen Augen an. „Wir leben im Glauben und nicht im Schauen“, lesen wir in 2. Korinther 5,7. Wir schauen mit unseren geistlichen Augen auf Jesus. Wir schauen auf das, was für unsere Augen unsichtbar ist, aber was in Gottes Wirklichkeit real und greifbar wird. Wir vertrauen auf Gottes Wahrheit hinter den sichtbaren Umständen und finden Hoffnung, Stärke und Trost.
Worauf schaust du? Auf all das, was nicht funktioniert? Auf das Chaos der Welt? Entscheide dich dafür, deine Augen auf Jesus zu richten. Es geht um dein Leben. Rufe ihn an, sprich mit ihm, erzähle ihm deine Sorgen. Suche ihn in seinem Wort. Bete ihn an im Lobpreis und in der Gemeinschaft mit anderen. Kreise nicht um deine für dich unlösbaren Probleme. Lass ihn für dich kämpfen.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Wie geht es dir mit dem Satz „Mein Gott ist größer“? Kommt er innerlich aus einer tiefen Überzeugung, wenn du ihn aussprichst? Wenn ich diese Worte sage, kommen sie aus meiner Erfahrung mit Gott, dass in vielen alltäglichen Umständen die Lösung in ihm zu finden ist. In Psalm 145,3 heißt es:
„Groß ist der Herr und sehr zu loben, und seiner Größe ist unergründlich.“
Wir dienen einem Gott, dessen Größe wir mit unserem menschlichen Verstand nicht fassen können. Sein Wirken erstreckt sich über die gesamte Schöpfung, von den Sternen am Himmel bis zu den kleinsten Atomen.
Stelle dir einmal die Frage: Wie oft hat dir Gott in deinem Leben schon erstaunliche Türen geöffnet, die scheinbar verschlossen waren? Wenn ich überlege, kann ich sagen: Mein Gott ist größer als jede verschlossene Tür! Er hat mir persönlich in Zeiten der Verzweiflung und Unsicherheit Wege gezeigt, die ich nie für möglich gehalten hätte.
Größer als Fehler
Genauso ist Gott größer als jede Herausforderung oder Verlockung, die uns im Leben begegnet – so wie es Paulus in 1. Korinther 10,13 schreibt:
„Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt.“
Mein Gott ist größer als jede Versuchung! Er gibt dir Kraft, standhaft zu bleiben, wenn die Wellen des Lebens hochschlagen. Mein Gott ist größer als all deine Fehler und Schwächen. Er hat dir nicht nur vergeben, sondern auch die Fähigkeit gegeben, zu vergeben und Liebe ohne Grenzen deinem Nächsten zu schenken. Du darfst dir bewusst sein, dass dein Gott in den kleinen, scheinbar unscheinbaren Augenblicken präsent ist – genauso wie in den großen Entscheidungen und Wendungen. In Epheser 3,20 steht geschrieben: „Dem aber, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt.“ Mein Gott ist größer als deine kühnsten Träume!
Sieben Schritte
Wie können wir Gottes Größe in unserem täglichen Leben erfahren? Ich möchte dir sieben Schritte zeigen, wie du „Mein Gott ist größer“ erleben kannst. Es sind praktische Werkzeuge und Einsichten, die dir helfen werden, deine Verbindung zu Gott zu vertiefen und seine Größe in verschiedenen Situationen zu erkennen, egal in welcher Lebensphase du dich befindest.
1. Glaube entwickeln: Setze dich aktiv mit deinem Glauben auseinander. Vertiefe deine Beziehung zu Gott durch Gebet, Bibelstudium und Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Je stärker dein Glaube wird, desto mehr wirst du die Größe Gottes in deinem Leben erkennen.
2. Vertrauen stärken: Entwickle ein tieferes Vertrauen in Gottes Führung und Vorsehung. Vertrauen ist der Schlüssel, um zu erkennen, dass mein Gott größer als jede Unsicherheit oder Sorge ist. Übe dich darin, deine Ängste und Sorgen im Gebet vor Gott zu bringen und ihm zu vertrauen.
3. Dankbarkeit kultivieren: Praktiziere eine Haltung der Dankbarkeit. Erkenne die Segnungen in deinem Leben an und sei dankbar für das, was Gott bereits getan hat. Durch Dankbarkeit wird deine Perspektive auf die Größe Gottes geschärft, und du wirst bewusster erkennen, wie er in deinem Leben wirkt.
4. Mutig handeln: Handle mit Mut und Vertrauen, selbst wenn die Umstände herausfordernd erscheinen. Die Gewissheit „Mein Gott ist größer" befähigt dich, mutige Entscheidungen zu treffen und auf Gottes Führung zu vertrauen, auch wenn der Weg unklar erscheint.
5. Gottes Wort anwenden: Nutze die Bibel als eine Quelle der Inspiration und Anleitung. Finde Versprechen Gottes, die zu deiner aktuellen Situation passen, und setze sie über dein Leben. Gottes Wort ist eine starke Quelle, um die Größe Gottes in konkreten Situationen zu erfahren.
6. Gemeinschaft suchen: Suche Gemeinschaft mit anderen Gläubigen, um gemeinsam im Glauben zu wachsen. Teilet eure Erfahrungen, betet füreinander und ermutigt euch gegenseitig in eurem Vertrauen auf das Bekenntnis: „Mein Gott ist größer.“
7. Zeugnis geben: Teile aktiv deine Erfahrungen mit anderen. Zeuge davon, wie die Größe Gottes in deinem Leben wirkt. Dein Zeugnis kann anderen Menschen Mut machen und ihnen helfen, ihre eigene Beziehung zu Gott zu vertiefen.
Indem du diese Schritte in deinem Leben umsetzt, wirst du nicht nur erleben, dass „Mein Gott ist größer" zu deiner festen Überzeugung wird, sondern auch, dass diese Überzeugung konkrete Auswirkungen auf dein Denken, Handeln und deine Beziehung zu Gott hat.
Biblische Vorbilder
In der Bibel gibt es zahlreiche Abschnitte, die Gottes Macht und das Vertrauen, dass Gott größer ist, illustrieren. Hier sind einige herausragende biblische Beispiele:
1. David und Goliath (1 Samuel 17): Die Geschichte von David und Goliath ist ein Klassiker. David, ein junger Hirte, vertraute darauf, dass sein Gott größer ist als der riesige Krieger Goliath. Mit einem einfachen Schleuderstein und seinem Glauben besiegte David den scheinbar übermächtigen Feind.
2. Die Rettung am Schilfmeer (2 Mose 14): Als die Israeliten vor den Ägyptern flohen, schien das Schilfmeer eine unüberwindbare Barriere zu sein. Aber Gott öffnete das Meer, um ihnen einen sicheren Weg zu schaffen. Dieses Ereignis zeigt: „Mein Gott ist größer" als jede scheinbar aussichtslose Situation.
3. Die Auferweckung des Lazarus (Johannes 11): Jesus zeigte seine Macht über den Tod, als er Lazarus, der bereits vier Tage tot war, wieder zum Leben erweckte. Diese Tat verdeutlicht: „Mein Gott ist größer" – sogar größer als Tod und Verzweiflung.
4. Daniel in der Löwengrube (Daniel 6): Daniel wurde wegen seines Glaubens an Gott in eine Löwengrube geworfen. Doch Gott schützte ihn vor den gefährlichen Tieren. Diese Geschichte unterstreicht: „Mein Gott ist größer" als die feindlichen Mächte dieser Welt.
5. Die Brotvermehrung (Markus 6): Jesus nahm fünf Brote und zwei Fische, segnete sie und speiste damit Tausende von Menschen. Dieses Wunder zeigt: „Mein Gott ist größer“ als begrenzte Ressourcen und menschliche Unzulänglichkeiten.
6. Die Geburt Jesu (Matthäus 1-2, Lukas 1-2): Die Geburt Jesu Christi ist ein herausragendes Beispiel für die Überzeugung: „Mein Gott ist größer" als alle Erwartungen und menschlichen Möglichkeiten. Eine jungfräuliche Geburt, Engelsgesänge und die Anbetung der Weisen verdeutlichen Gottes Größe.
7. Paulus und Silas im Gefängnis (Apostelgeschichte 16): Obwohl Paulus und Silas im Gefängnis waren, beteten sie und sangen Loblieder. Gott antwortete mit einem Erdbeben, das die Gefängnistüren öffnete. Diese Geschichte zeigt, dass die Überzeugung „Mein Gott ist größer" selbst in den dunkelsten Momenten unseres Lebens seine Wirkung hat!
Diese Beispiele aus der Bibel unterstreichen, dass die Größe Gottes nicht nur religiöse Geschichten sind, sondern dass du sie in konkreten Lebenssituationen erfahren kannst. Sei ermutigt durch diese Beispiele und praktiziere „Gott ist größer“ in deinem Alltag!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Auch in Zeiten wie diesen hört man in Jerusalem Kinder lachen. Sie spielen und lernen – und haben eine besondere Bedeutung für eine friedliche Zukunft des Landes. Denn wenn Kinder in einem positiven Umfeld aufwachsen und eine gute Bildung genießen, bekommen sie auch Werkzeuge an die Hand, um Konflikte zu lösen und ihr Land verantwortungsvoll zu gestalten.
Dazu wollen wir mit unserem neuen Kindergarten beitragen. Das veraltete Gebäude mit zusammengewürfeltem Mobiliar wird über den Sommer saniert und soll mit fröhlichen Farben und Materialien eine positive Umgebung für den Nachwuchs schaffen.


Voller Freude können wir berichten, dass ein Grundstock für den neuen Kindergarten schon bereit steht: Ein Freund des Missionswerks hat in Deutschland seine Firma geschlossen und ist ausgewandert. Von seinem Ertrag hat er für die Renovierung des 57. Kindergartens 54.000 Euro gespendet. Dieses Geld ist schon in Israel. Somit haben wir etwas mehr als ein Viertel der Kosten beisammen. Dafür sind wir von Herzen dankbar.
Schätzungsweise eine Viertelmillion Kinder bis zwölf Jahren leben in Jerusalem. Das ist rund ein Viertel der Bevölkerung. Einige dieser Kinder sollen ab Sommer eine fröhliche Umgebung finden, in der sie spielen, lachen und für ihr Leben lernen können. Wenn du dich für Kinder in Jerusalem einsetzen möchtest, dann freuen wir uns über deine Unterstützung.

Israel
Mit dem Lied „Die Herrlichkeit seiner Gegenwart“ begannen wir die Begegnungszeit mit Gott in Zofingen – wie auch am nächsten Tag in Karlsruhe wo wir ebenfalls einen Ermutigungsgottesdienst zum Thema „Garten Eden in dir“ feierten. Es war zu spüren, dass die Besucher voller Erwartung zu den „Atmosphäre für Wunder“-Gottesdiensten gekommen waren.
Zu Beginn las Isolde ermutigende Zeugnisse vor, in denen Menschen berichteten, was sie mit Gott erlebt hatten – und mit großem Beifall drückten die Besucher ihre Begeisterung aus. All diese Berichte zeigen, was wir heute noch erleben können.
Die Predigt machte deutlich, dass „Garten Eden in dir“ die beste Möglichkeit ist, immer die Gegenwart Gottes bei sich zu haben in dieser heutigen schwierigen Zeit. Viele Christen kennen den Bibelvers: „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt?“ (1. Korinther 6,19). Aber wenn wir in der Veranstaltung uns dann auch ganz praktisch Zeit dafür nehmen, mit dem zu kommunizieren, der in uns wohnt, ist das Erlebnis groß. Gott ist uns durch seinen Geist näher, als alles andere es sein kann.
Es ist wie mit einem Werkzeug: Man weiß, dass man es besitzt – aber seine Bestimmung erfüllt es erst, wenn man es benutzt.
Fast alle Besucher, mit denen wir anschließend sprachen, bezeugten, dass sie intensiv die Gegenwart Gottes verspürt hatten. Einige gaben auch gleich in der Veranstaltung Zeugnis, was Gott an ihnen getan hatte.
Übernatürliche Eindrücke
Für mich selbst war dieses Wochenende ein besonderes. Denn während der Gebetszeiten hatte ich einige Bilder von Menschen und von Situationen, die ich mich kaum traute auszusprechen. Das, was ich sah und verspürte, war oft so detailreich, und ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass jemand tatsächlich in einer solchen Situation war. Doch es kamen Menschen nach vorn und erzählten, dass sie gemeint gewesen waren, und sie fragten mich, wer mir davon erzählte hätte oder wo ich es gelesen hätte. Natürlich hatte ich davon nichts gewusst und sie sagten, sie hätten so etwas noch nie erlebt. Sie erzählten weitere Details und wir konnten noch in der Veranstaltung für sie beten, dass das Negative, was Gott offenbart hat, sofort ein Ende hat.
Auf dem Nachhauseweg tauschen wir im Team immer die Erlebnisse aus. Eine Frau aus dem Team hatte Gott erlebt, weil er durch einen Eindruck etwas gezeigt hatte, woran sie litt, das sie aber niemanden erzählt hatte. Doch Gott wusste und offenbarte es. Sie sprudelte über vor Freude! Wir erhielten auch Textnachrichten von Besuchern, die schon auf dem Heimweg eine Veränderung verspürt hatten.
Ich selbst bin so was von überrascht und dankbar, dass Gott Menschen in so einer präzisen und detaillierten Art und Weise begegnete. Er zeigte Situationen, die sie niemandem erzählt hätten, weil sie meinten, das sei ihr Schicksal und sie müssen damit leben. Für mich war dieses Wochenende ein weiterer Baustein, der bestätigte, was ich schon immer glaube: Gott kennt jeden bis ins kleinste Detail und möchte jedem begegnen!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Teilnehmer-Feedback das und zum Gottesdienst erreicht hat:
„Welch sagenhafter, segensreicher Gottesdienst, der Wahnsinn!“
„Gottes Gegenwart ist bei euch so präsent!“
„Die Gegenwart Gottes ist mächtig spürbar, auch hier zu Hause. Die Tränen rollen nur so. Danke!“
„Am Livestream teilzunehmen, ist für mich wie die Erfahrung Frau, die den Saum des Gewandes berührte. Wir haben Anteil an all den Segnungen des Gottesdienstes.“
„Danke für die wunderbare Zeit im Livestream, seid alle mächtig gesegnet.“
„Danke, danke. Meine rechte zweite Zehe, die seit ca. 25 Jahren nicht richtig durchblutet wird und seit vielen Monaten sehr schmerzt, kann ich seit 15 Minuten wieder anfassen ohne Schmerzen.“
„Danke, Daniel, für deine Gebete im Gottesdienst heute Morgen. In letzter Zeit schreckte ich nachts immer wieder hoch und dachte, es riefe jemand nach mir – nicht unbedingt meinen Namen, aber ein Rufen. Es machte mich kirre, es war dann immer Ruhe im Haus und draußen auch, aber ich kam schlecht wieder in den Schlaf. Durch deinen Eindruck hat Gott es gezeigt und ich vertraue, dass es jetzt aufhört. Amen! Dem Feind keine Macht, Gott ist groß.“
Schon immer sehnte sich Gott nach Gemeinschaft mit uns. Nachdem er die Erde, die Meere, Pflanzen und Tiere geschaffen hatte, sagte Gott: „Jetzt wollen wir den Menschen machen, unser Ebenbild, das uns ähnlich ist“ (1. Mose 1,26).
1. Garten Eden
Gott setzte den Menschen in den Garten Eden. Die Gemeinschaft zwischen Gott und Menschen war ungetrübt. Doch überlistet von der Schlange nutzten die Menschen ihre Freiheit zum Ungehorsam. Die Sünde führte zur Trennung zwischen ihnen und Gott.
2. Bundeslade/Stiftshütte
Auf dem Berg Sinai gab Gott Mose genaue Anweisungen für den Bau einer Bundeslade für die Gesetzestafeln und einer Stiftshütte (2. Mose 25). Gottes Ziel: „Sie sollen mir ein Heiligtum bauen, denn ich will bei ihnen wohnen.“
3. Tempel
Gottes Sehnsucht nach Gemeinschaft war groß. Deshalb setzte er im Volk Israel den Tempel als seinen Wohnort ein. Durch die Opfer der Priester war der Tempel ein Ort der Vergebung, an dem die Israeliten die Möglichkeit hatten, sich mit Gott zu versöhnen und seine Nähe zu suchen.
In den biblischen Texten zeigen interessante Parallelen zwischen dem Garten Eden und Stiftshütte/Tempel, dass später versucht wurde den Garten Eden wieder abzubilden:
| Garten Eden | Stiftshütte/Tempel |
|---|---|
| Gottes Gegenwart beim Menschen | Gottes Gegenwart beim Menschen |
| Das Osttor | Das Osttor |
| Der Baum des Lebens | Die Menora/der Leuchter mit Stamm und sieben „Zweigen“ |
| Gold und Onyx in Eden | Dekoration mit Gold und Onyx |
| Cherubim am Eingang | Cherubim auf der Bundeslade |
Im Tempel waren die ganzen Symbole aus dem Garten Eden verbaut. Die Stiftshütte und der Tempel waren Symbole des Garten Eden, kleine Oasen der Schönheit, erfüllt von Gottes Gegenwart.
4. Garten Eden in uns
Doch Gott ging noch weiter. Er schloss mit den Menschen einen neuen Bund, der eine noch tiefere Gemeinschaft möglich machte: „Als Jesus Christus am Kreuz für unsere Schuld starb, hat er ein Opfer dargebracht, das ein für alle Mal gilt“ (Hebräer 7,27). Die Schuld ist vergeben, der Weg ist frei. Ein für alle Mal.
Auch für den Heiligen Geist, der in uns wohnt. Paulus nennt unseren Körper sogar einen „Tempel des Heiligen Geistes“ (1. Korinther 6,19). Das bedeutet: Der Garten Eden ist in dir! Stell dir vor: Der Ort ungetrübter Gemeinschaft mit Gott, der Ursprung aller Herrlichkeit findet in deinem Inneren seinen Platz. In dir gibt es einen Raum, an dem du ungestörte Gemeinschaft mit Gott erleben kannst.
Paulus betet in Epheser 3 für die Christen:
„In Demut beuge ich mich vor dem Vater, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und bitte, dass er euch aus seinem unbegrenzten Reichtum seiner Herrlichkeit durch seinen Geist innere Stärke schenkt. Dann wird Christus durch den Glauben in euren Herzen ein Zuhause finden.“
Epheser 3,15-17
Dieses wunderbare Gebet offenbart die Gegenwart des lebendigen Gottes, der unser Innerstes bewohnt.
5. Himmel/Erde
Diese Gegenwart Gottes findet ihre Fortsetzung in der Zukunft. In Offenbarung 21,3 lesen wir:
„Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: ‚Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott in ihrer Mitte leben.'"
Das Paradies wird erneuert werden. Gottes Wohnung wird direkt bei den Menschen sein. Wörtlich heißt es in Offenbarung 21,3. „Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen!“ Ein Tempel ist nicht mehr notwendig, weil Gottes Gegenwart die Stadt durch und durch erfüllt: „Nirgendwo in der Stadt sah ich einen Tempel. Ihr Tempel ist der Herr selbst, der allmächtige Gott, und mit ihm das Lamm“ (Offenbarung 21,22).
Eden-Herrlichkeit
Doch zwischen der Erlösung am Kreuz und der Wiederkunft Jesu mangelt es nicht an Gottes Gegenwart, denn mit dem Heiligen Geist ist der Garten Eden jetzt in dir. Wir sind oft damit beschäftigt, Dinge für Gott zu tun. Nehmen wir uns auch Zeit, in unsere innere Gemeinschaft mit ihm zu investieren? Es lohnt sich! Dein Inneres reflektiert das, was in dir ist, in die Welt. Sei nicht nur Christ – geh tiefer, indem du Gott darum bittest, dass die Eden-Herrlichkeit dein Herz erfüllt und wiederherstellt. Bevor du betest, rufe dir das Bild von der Herrlichkeit Edens vor Augen. Es gibt kein Foto vom Garten Eden, aber du hast einen Lieblingsplatz auf dieser Erde, einen Ort, der dein persönliches Paradies ist. Stell dir vor: Du und Gott, ganz alleine an diesem Ort, und du kannst mit ihm reden.
Bete, dass dein Herz, der Eden-Tempel, mit der Eden-Herrlichkeit des lebendigen Gottes erfüllt wird. Bete: „Vater, Jesus, Heiliger Geist – erfülle mein Herz mit deiner Eden-Herrlichkeit."
Dein Herz ist der Tempel Gottes, ein kleiner Außenposten von Eden, erfüllt von der Schönheit und Gegenwart Gottes, wo er lebt und du ihn treffen kannst. Jesus möchte dein Herz und deine Seele heilen und den kleinen Garten in dir wie Eden zum Erblühen bringen. Wir werden widerstandsfähig in dieser herausfordernden Welt, wenn Gottes Herrlichkeit unser Herz, unsere Seele, unseren Geist erfüllt.
Fang an, Jesus in dir zu lieben, indem du deine Aufmerksamkeit nach innen – zu deinem inneren Garten Eden – richtest. Suche einen ruhigen Ort auf und nimm dir Zeit, die Gegenwart Gottes in deinem inneren Eden-Tempel zu genießen!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Gott hat die Kinder Israels auf friedliche Weise ins Land geführt. Etwa ab 1880 kauften die ersten jüdischen Siedler legal und problemlos Grund und Boden in Israel. Die Idee war, eine gute Nachbarschaft mit der relativ kleinen Bevölkerung aus Muslimen, Christen, Drusen und anderen Bewohnern zu pflegen, die hier und da im Land verstreut lebten.
Während und nach dem Zweiten Weltkrieg flohen viele Juden vor der Verfolgung in Europa nach Israel, darunter viele Deutsche, die den Grausamkeiten der Nationalsozialisten entkamen. Westlich orientierte und geprägte Juden brachten all ihr Wissen, ihre Bildung, ihre Erfahrung mit ins Land und in der Folge stieg die Lebensqualität.
Bis 1947 waren mehrere Hunderttausend Juden eingewandert und die Vereinten Nationen beschlossen die Aufteilung des Landes zwischen Israelis und Arabern. Israel akzeptierte diesen Plan. Die arabischen Staaten nicht. Was danach passierte, führte zu dem schlimmen Konflikt, der bis heute schwelt – und der leider von Jahr zu Jahr extremer wird.
Muslimisches Denken
Um den Konflikt besser zu verstehen, müssen wir etwas über den Islam und seine Überzeugungen wissen. Im siebten Jahrhundert nach Christus wurde der Islam begründet und breitete sich aus. Zur islamischen Überzeugung gehört, dass jeder Boden, der vom Islam erobert wurde, auf ewig als islamischer Boden gilt. Es soll die Scharia – das islamische Rechtssystem – gelten und Muslime müssen sich an die fünf Säulen des Islam halten. Nichtmuslime leben als Bürger zweiter Klasse im Land und zahlen beispielsweise höhere Steuern. Als jüdische Einwanderer das Land besiedelten, nahmen sich Muslime das Recht heraus, jüdische Siedlungen, Händler und Autos zu überfallen. Nach islamischem Recht sind Juden weniger wert und als Knechte des Islam zu behandeln.
Wichtig ist zu wissen, dass man nicht den ganzen Islam über einen Kamm scheren kann. Es ist eine kleine obere Schicht, die den Islam weltweit verbreiten will. Oft sind es religiöse Führer, die in diese Richtung drängen. Die meisten Muslime passen sich an jede Gesellschaft an und sind einfache Bürger.
Als die westlich geprägten Juden aus aller Welt nach Israel kamen, freuten sich auch islamische Führungspersonen über die technischen und landwirtschaftlichen Fortschritte, die mit den neuen Bürgern in das sehr primitiv geprägte Land kamen. Einer von ihnen war König Abdullah von Jordanien. Später wurde er von einem palästinensischen Attentäter in der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem ermordet.
Auf der anderen Seite standen Führer der extremen antijüdischen Richtung. Einer von ihnen war Mohammed Amin al-Husseini, der Mufti von Jerusalem, der aus einer der einflussreichsten arabischen Familien der Region stammte. In seinen Augen durften Juden und Christen in einem Land, das schon einmal unter der Herrschaft des Islam stand, bloß als Knechte der islamischen Bevölkerung leben. Andernfalls mussten sie vernichtet werden. 1920 stachelte er arabische Pilger bei einer Wallfahrt dazu auf, jüdische Siedlungen anzugreifen. Später forderte er, eingewanderte Juden auszuweisen, jeden Landverkauf an sie zu verbieten und beauftragte Terrorbanden, jene Araber zu ermorden, die der Teilung des Landes und einem friedlichen Zusammenleben zustimmten. In einem Pamphlet schrieb er, alle Muslime dürften nicht ruhen, bis ihre Gebiete frei von Juden seien und nannte sie „Abschaum aller Länder“.
Angst vor dem Westen
Die arabischen Könige der umliegenden Länder wiederum blickten mit Sorge auf die Entwicklung einer demokratischen, westlich orientierten Gesellschaft in ihrer direkten Nachbarschaft. In ihren Ländern waren die Könige die Elite und in der Bevölkerung herrschte riesige Armut. Auf einmal entwickelte sich nebenan eine Gesellschaft, die die schlechtesten Böden der Region gekauft und in ein Paradies verwandelt hatte. Ganz ähnlich wie später im Ostblock hatten diese Königsfamilien Angst, dass ihre Bürger sich westlichen Werten von Freiheit und Demokratie anschließen wollten.
Einig waren sich die arabischen Führer in einem: Wenn die Juden unter der Führung von David Ben Gurion nach Ende des britischen Mandats einen eigenen Staat Israel begründeten, würde es ein Leichtes sein, diesen jüdischen Staat zu vernichten. Rein zahlenmäßig war es für sie ein sicherer Sieg: 650.000 unbewaffnete Juden ohne Flugzeuge, ohne Panzer und Kanonen standen 50 Millionen voll bewaffneten Arabern gegenüber.
Viele rieten Ben-Gurion deshalb dazu, keinen Staat auszurufen. Es klang nach Selbstmord. Doch Ben-Gurion verstand, dass dieses historische Fenster, das sich hier öffnete, zu Gott Plan gehörte, sein Volk in die Heimat zu bringen. Und dieses Fenster konnte sich auch wieder schließen. Deshalb beschloss er, gegen alle Widerstände vor der gesamten Welt den Staat Israel auszurufen.
Gottes Wunder
Die vier arabischen Nachbarländer Ägypten, Jordanien, Syrien und der Libanon planten, Israel auszulöschen und unter sich aufzuteilen. Hafenstädte und Gebiete wurden gleichmäßig verteilt. Nicht berücksichtigt wurden die Juden. Und es war auch keine Rede von einem palästinensischen Staat. Das gesamte Gebiet sollte diesen vier Ländern gehören.
Doch die arabischen Länder hatten einen Faktor in ihrer Kalkulation nicht berücksichtigt: Gott stand an der Seite der Kinder Israels. Er hatte seinem Volk das Land versprochen.
Kurz nach Israels Unabhängigkeitserklärung im Mai 1948 griffen ägyptische, jordanische, syrische, irakische und libanesische Streitkräfte Israel an. Und Israel erlebte unzählige Wunder Gottes in diesem Krieg. Das Kibbuz Revivim mitten in der Negevwüste wurde anfangs von den Ägyptern nicht angegriffen, weil dort große Rohre standen, die von den Ägyptern für Raketen gehalten wurden. Die Ägypter rückten dann bis 40 Kilometer vor Tel Aviv vor. Die gesamte Luftwaffe unseres gerade gegründeten Staates war genau einen Tag alt. Wir besaßen vier Flugzeuge, die am Tag vorher aus Europa gekommen waren. Sie flogen auf das ägyptische Militär zu. Leider verloren wir an diesem Tag die Hälfte unserer Luftwaffe: Zwei Flugzeuge kamen nicht zurück. Doch die Ägypter, die angegriffen worden waren, wurden abgeschreckt und kehrten um.
Aus dem Norden zog ein großer libanesischer Militärkonvoi Richtung Haifa. Ihm stellte sich eine kleine Kampfeinheit mit einem Maschinengewehr auf der Straße entgegen – und die libanesische Armee kehrte Richtung Norden zurück. In vielen weiteren kleinen Wundern stand Gott an der Seite der Kinder Israels.
1949 wurden auf der griechischen Insel Rhodos Waffenstillstandsabkommen mit Ägypten, Libanon, Jordanien und Syrien geschlossen. Damit endete der Krieg und vorläufige Grenzen wurden festgelegt. Schätzungsweise 600.000 – 700.000 arabische Bewohner flüchteten in die vier Nachbarländer oder wurden von den arabischen Streitkräften evakuiert. Umgekehrt kamen zahlreiche Juden aus den umliegenden Ländern ins Land. Ähnlich wie nach dem Zweiten Weltkrieg viele Deutsche aus Ostpreußen oder Pommern nach Westen flohen und als Bürger aufgenommen wurden, so kamen etwa eine Million vertriebene Juden aus verschiedenen arabischen Ländern nach Israel und wurden eingebürgert.
Auf Koffern sitzen
Der verlorene Krieg war für die arabischen Länder eine große Blamage. Sie nahmen die arabischen Flüchtlinge aus Israel nicht als Bürger auf, sondern behandelten sie weiter als Flüchtlinge: Sie durften weder Eigentum erwerben noch wählen. Sie sollten weiter auf ihren Koffern sitzen. Man ging davon aus, dass es bald erneut Krieg geben würde und Israel von der Landkarte getilgt würde, sodass die Flüchtlinge zurückkehren konnten. Die Schuld am Krieg wurde auf Israel geschoben, als hätte Israel den Krieg begonnen und die Flüchtlinge aus ihrer Heimat vertrieben. Friedensverträge, die Israel anbot, wurden von den arabischen Ländern abgelehnt. Wie gesagt: Israel lag auf vom Islam eroberten Gebiet und aus arabischer Sicht hatten Juden dort nie wieder etwas zu suchen. Auch der Waffenstillstand wurde in vielen Fällen gebrochen. Es gab viele bewaffnete Überfälle auf Israel.
1967 kündigten die arabischen Länder einen weiteren Versuch an, Israel in einer „Vernichtungsschlacht“ „von der Landkarte wegzufegen“ und „herauszusprengen“, wie führende arabische Politiker aus Ägypten, Syrien und Jordanien sagten.
Erneut erlebte Israel Gottes Hilfe: Israels Militär kam dem Angriff zuvor und alle drei Armeen wurden ziemlich tief in ihre Länder zurückgedrängt. Auch diesmal schlug Israel Friedensverhandlungen vor und bot an, sich sofort wieder aus allen eroberten Gebieten zurückzuziehen, um Frieden zu schließen.
Die Arabische Liga beriet in der sudanesischen Hauptstadt Khartum bei einer Gipfelkonferenz darüber und beschloss die „drei Neins von Khartum“: Nein zu Frieden mit Israel, nein zur Anerkennung des Staates Israel, nein zu Verhandlungen mit Israel. Umgekehrt hieß das ein Ja zur Vernichtung Israels. Großer Druck ging dabei von den Palästinensern aus. Sie argumentierten: „Wir sitzen jetzt schon 20 Jahre auf unseren Koffern und ihr habt uns versprochen, dass wir nach der Vernichtung Israels zurück in unsere Heimat dürfen. Jetzt plötzlich Frieden mit Israel zu schließen, kommt nicht infrage!“
Gute Nachbarschaft?
Die Versuche, den Staat Israel zu vernichten, waren noch nicht vorüber. 1973 griffen Syrien und Ägypten am jüdischen Versöhnungsfest Jom Kippur an. Auch diesmal sorgten sehr viele Wunder Gottes dafür, dass dieser Krieg, der fast eine Katastrophe für Israel gewesen wäre, am Ende zum Sieg wurde. Dieser Krieg brachte 1978 endlich einen Friedensvertrag mit Ägypten und 1994 auch mit Jordanien unter seinem klugen König Hussein.
Doch das Problem mit den Palästinensern, den 1948 geflüchteten Menschen, blieb bestehen. Über all die Jahre wurden sie von den Vereinten Nationen beschützt und versorgt. Sie vermehrten sich enorm und zählen heute etwa vier Millionen Flüchtlinge. Mit der Muttermilch schon haben sie die Überzeugung aufgesogen: Unser Ziel ist, in unser Land zurückzukehren – Israel muss vernichtet werden.
In Israel hatte man auf eine gute Nachbarschaft gesetzt. Man hatte gehofft, all die Hilfen für die Palästinenser, die gestiegene Lebensqualität im Gazastreifen und im Westjordanland würde die gemäßigtere Bevölkerung und den Wunsch nach Verständigung und Frieden stärken und die Feindschaft verebben lassen.
Stattdessen wuchs bei den Palästinensern der Hass auf Israel nur noch weiter.
Diese falsche Einschätzung war dann auch der große Fehler Israels, der zum
vom 7. Oktober 2023 führte. Man hatte nicht einkalkuliert, dass es im Islam kein Recht für Juden geben kann, in diesem Gebiet zu existieren. Die Besessenheit, die Juden abzuschlachten, war bei den Palästinensern immer vorhanden.
Zwei Kulturen
Wir reden hier von zwei völlig verschiedenen Kulturen. In der jüdischen Kultur wird das Leben jedes Einzelnen gewürdigt. Genau wie die Bibel sagt, ist jeder Einzelne ein Geschöpf Gottes, ist wertvoll und geliebt. Demgegenüber steht eine Kultur, in der das Leben des einzelnen Menschen keinen großen Wert hat. Der Jugend wird versprochen, dass sie in den Himmel kommt, wenn sie einen Juden abschlachtet, und dass als Belohnung 72 Jungfrauen auf sie warten.
Den Palästinenserführern ist das Leben der gewöhnlichen Bevölkerung völlig egal. Sie muss als lebendiger Schutzschild für die Männer im Kampf dienen. Der Führung war ganz klar, dass zahllose Zivilisten ums Leben kommen würden. Je mehr desto besser in ihren Augen, denn viele Tote würden in den westlichen Medien für Entsetzen sorgen und ihrer Sache dienen.
Aber um es klar zu sagen: Wer Zivilisten so umkommen lässt, ist ein Verbrecher. Dass die Palästinenser eigene Leute, ohne mit der Wimper zu zucken, als Schutzschilde nutzen und dem Tod aussetzen, ist im Westen gar nicht vorstellbar. Aber es ist Fakt.
Mein Kriegstrauma
Ich selbst war wie jeder Israeli nach meinem Wehrdienst bis 1994 Reservist unserer Armee. Das heißt, alle Kriege und Konflikte seit 1963 habe ich als Fallschirmjäger miterlebt. Oft ist von Kriegstrauma die Rede und es gibt viele Gründe dafür. Mein Leben war mehrmals in Gefahr. Wie Gottes Hände mich beschützt haben und mich bis heute durchs Leben führen, wäre ein Kapitel für sich. Manchmal blieb ich nur um Haaresbreite am Leben. Doch davon habe ich kein Trauma davongetragen. Mein Trauma stammt aus dem Krieg 1982, als ich panische Angst um mein Leben hatte.
Es war der Libanonkrieg gegen Arafat und seine Palästinensische Befreiungsorganisation. Damals habe ich zum ersten Mal erlebt, wie oft Arafats Leute ihre eigenen Frauen und Kinder als lebendige Mauer zwischen sich und uns gestellt haben, um mit Maschinengewehren auf uns zu schießen. Sie haben ihre eigenen Frauen und Kinder geopfert, um sich zu verteidigen. Eine entsetzliche Situation für uns Soldaten, in der wir unerträgliche Entscheidungen treffen mussten. Gott sei Dank konnten wir die Frauen und Kinder, die als Schutzschilde missbraucht wurden, damals retten.
Beim zweiten Mal war es leider anders. Die Palästinenser verminten ihre Äcker. Ihr Plan war, dass ihre eigenen Frauen wie immer mit den Traktoren auf die Felder fuhren, die Minen trafen und die israelischen Sanitäter ihnen zu Hilfe eilten. Ringsherum hatten sie kleinere Fußminen versteckt, die den israelischen Sanitätern die Füße wegsprengen sollten. Zu ihrem Unglück trafen die Frauen, die wie jeden Morgen zur Arbeit aufs Feld fuhren, diese Minen nicht. Aber als die Kinder mittags nach der Schule in vollen Lastwagen zu ihren Müttern gebracht wurden, um zu helfen, traten die Kinder auf die Minen. Und ich musste von oben mitansehen, wie diese Kinder reihenweise in die Luft flogen und ihre Mütter schreiend zu ihnen über die Felder liefen. Es war schwer für unsere Sanitäter, ihnen in einem Gebet voller Minen zu helfen. Diese Bilder sind bis heute in meinem Kopf und haben zu meinem Kriegstrauma geführt.
Vereintes Volk
Und so kam es, dass wir alle die schlimmsten Bilder sahen, die man sich vorstellen kann bei der Schlacht vom 7. Oktober. Abgeschlagene Köpfe. Ermordete Kinder. Familien zusammengebunden und verbrannt. Und viele weitere Katastrophen, die man sich gar nicht ausmalen will und kann.
Seit Januar 2023 herrschte starker Unmut in Israel. Die Regierung wollte große politische Reformen durchführen, die an eine Diktatur erinnerten. Es kam zu riesigen Demonstrationen und führte zu Hass und zu Streit zwischen den verschiedenen Überzeugungen. Doch mit dem 7. Oktober hat sich das Bild total geändert. Gott hat die Bevölkerung wieder vereint und zu einem Volk gemacht. Es gab überall eine große Hilfsbereitschaft. Es war plötzlich keine Frage mehr, zu welcher politischen Richtung man gehörte, jetzt waren wir alle Brüder. Es gab niemanden in Israel, der nicht auf irgendeine Weise von der Katastrophe betroffen war. Alle haben sich aus vollem Herzen beteiligt, haben geholfen, wo sie nur konnten und einander unterstützt. Und vielleicht war das die eine positive Seite daran: dass Gott das Land wieder unter unserer Fahne vereint hat.
Dany Walter
Sein Wort wird nie vergehen
Gedanken zur Lage in Israel von unserem Freund Robert Stearns:
Wann wachen wir endlich auf und erkennen, dass es in diesem Krieg nicht um ein bestimmtes Gebiet geht, nicht um Land, nicht um die Errichtung eines palästinensischen Staates? Dieser Krieg dreht sich um Judenhass, denn es ist ein Krieg um die Gegenwart und den Bund des lebendigen Gottes inmitten der Völker der Erde. Der Feind hasst die Juden, und der Feind hasst die Juden im Land Israel. Denn die Juden im Land Israel sind das sicherste Zeichen dafür, dass die Bibel wahr ist und dass wir einem Gott dienen, der seinem Bund bis in tausend Generationen treu bleibt. Himmel und Erde werden vergehen, aber sein Wort wird niemals vergehen. Und der Gott, der seine Versprechen an Abraham, Isaak und Jakob gehalten hat, ist der Gott, der sein Versprechen an dich, an deine Kinder und an deine Enkelkinder halten wird.

Israel Nothilfe
Nach den schrecklichen Ereignissen am 7. September 2023 gab es selbst im christlichen Umfeld so viele falsche Informationen und Einstellungen zu Israel. Das hat uns bewogen, mit unserem Reiseleiter Dany, mit dem wir seit über 40 Jahren befreundet sind, einen Israeltag zu veranstalten. Wir wissen, dass er als Jude nicht einseitig für Israel spricht, sondern die Umstände in ihrer Entwicklung kennt. Er hat ein enormes Wissen über die Geschichte des Landes.
Denkweisen
Im ersten Teil seines Vortrags erklärte er uns die Mentalität des Orients mit einer Beispielgeschichte: „Ali sitzt auf einem Stein und möchte seine Ruhe haben. Da kommt ein Kind, das ihn stört. Ali sagt zu ihm: ‚Geh die vier Kilometer zu Tante Fatma, die hat einen Kuchen gebacken.‘ Sein Gedanke war: Bis das Kind merkt, dass Tante Fatma keinen Kuchen hat und hin- und hergelaufen ist, habe ich meine Ruhe. Als das zweite und das dritte Kind kam, erzählte Ali immer wieder dieselbe Geschichte: Tante Fatma hat Kuchen. Irgendwann begann er seine Geschichte selbst zu glauben und ärgerte sich: Mann bin ich blöd, Tante Fatma hat Kuchen und ich sitze hier! Also stand er auf und lief los – zum Kuchen, den er selbst bloß erfunden hatte. So funktioniert der Orient“, sagte Dani: „Erzähl immer wieder dieselben Lügen und die Leute werden sie glauben.“



An Israels Seite
Im ersten Teil seines Vortrags zeigte Dany anschaulich, wie Gott das Land Israel für seine Leute vorbereitet hat. Weiter unten kannst du dir den Tag und Danys Vortrag anschauen.
Anschließend zeigten wir den neuen Einweihungsfilm des 56. Kindergartens in Jerusalem, den wir in dieser Woche erhalten haben. Außerdem haben wir über unsere Israel-Nothilfe berichtet, die wir dank unserer vielen Freunde in großem Umfang durchführen können. Israel-Freund Markus Zimmermann und seine Frau haben sich ein besonderes Projekt dafür überlegt: Aus eigenen Israelbildern haben sie einen Kalender erstellt und verkauft. Den Erlös von 1.768 Euro haben sie uns am Israeltag als Scheck überreicht. Was für eine tolle Idee!
Bewegend war der Moment, als das Lied „Hevenu shalom alechem“ („Wir wünschen uns Frieden für alle“) angestimmt wurde. Spontan kamen der Chef der Reiseagentur aus Israel und der aus Deutschland, ebenso wie ihre Mitarbeiter und die Reiseleiter Karin und Dany auf die Bühne. Voller Freude sangen sie mit.
Ich selbst brachte Ausschnitte auch meiner Predigt „Warum Israel“ vom November 2023 mit. Dort zeigte ich auf, dass wir Christen nach Römer 11,17-24 in den Ölbaum eingepropft sind und somit die Aufgabe haben, an Israels Seite zu stehen. Das bedeutet kein Ja zu falschen Entscheidungen und Fehlern. Sondern ein Ja zu Psalm 122, in dem wir zu Gebet und Unterstützung für Jerusalem aufgerufen sind (nachzulesen ist die Predigt im Januar-Magazin).
Innere Heilung
Mit dem Shofar, dem Musikinstrument aus dem Horn eines Tiers, hat Johann gefühlvoll die Gebetszeit eingeblasen. Wir beteten für Israel: für die Geiseln, die Gefangenen, die Verwundeten, die Waisen, die Witwen – und um Weisheit für die Verantwortlichen. Während des Gebets standen auch die Israelis auf der Bühne und wir durften für sie beten. Es war eine unbeschreibliche Atmosphäre für sie, in dem sie wirklich ein Stück innere Heilung von den Erlebnissen der vergangenen Monate erlebten.
Nach einer angenehmen Austauschpause stellten wir mit Bildern und Infos den Gebetsweg vor, den wir in Nazareth fertiggestellt haben, ebenso wie das neue Projekt in Emmaus, einen Besinnungsort mit Panoramablick, den wir angefangen haben zu bauen. In seinem zweiten Teil ging Dany auf die aktuellen Ereignisse ein. Du findest eine gekürzte Fassung in diesem Magazin.
Der Israeltag bot viele Gelegenheiten, das eigene Wissen auf fundierte Weise zu erweitern und möglicherweise manches zu korrigieren. Mögen alle Teilnehmer von nun Botschafter sein der Wahrheiten und des Friedens – und nicht wie Ali mit Fatmas Kuchen Geschichten glauben, die erfunden sind.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Mundschenk und Mauerbauer klingen nach sehr unterschiedlichen Berufen. Doch Nehemia glänzte in beiden. Kurzer Rückblick: Die Babylonier hatten Jerusalem erobert und den Tempel zerstört. Die Israeliten waren in Gefangenschaft und durften erst knapp 50 Jahre später zurückkehren. Sie bauten den Tempel wieder auf, das jüdische Leben kam wieder in Schwung. Die Stadtmauern Jerusalems allerdings lagen auch nach 70 Jahren noch in Schutt und Asche.
Obwohl Nehemia als Mundschenk des Königs beruflich ganz anders beschäftigt war, trieb ihn eine große Leidenschaft für den Wiederaufbau dieser Stadtmauern um. Mit einer Mischung aus Führungsqualitäten und Gottes Beistand sorgte er dafür, dass sie in 52 Tagen wieder errichtet wurden. Was in einer ganzen Lebenszeit nicht gelungen war, war jetzt innerhalb einer Jahreszeit geschafft!
Dennoch ist Nehemias Leben auch ein Beispiel dafür, wie der Teufel wirkt – wie er einschüchtert, manipuliert und zur Niederlage führen will. Und wie eine gute Reaktion darauf aussehen kann – ganz im Sinne von Paulus, der an die Korinther schrieb: „Wir kennen die Absichten Satans nur zu genau und wissen, wie er uns zu Fall bringen möchte. Aber das soll ihm nicht gelingen!“ (2. Korinther 2,11).
1. Für Gott am Werk
Den Feinden Israels blieben Nehemias Bautätigkeiten nicht verborgen. Als die Mauern schon standen und nur die Tore noch fehlten, erhielt Nehemia eine Nachricht von zwei Gegnern: „Komm, wir wollen uns im Tal von Ono treffen!“ Nehemia durchschaute ihre feindliche Absicht und lehnte ein Treffen ab. Obwohl sie ihre Nachricht viermal wiederholten, blieb er standhaft.
Viermal wurde Nehemia mit Furcht herausgefordert. Furcht zu wecken, ist eine starke Waffe, die uns kleinhält, untätig werden lässt oder zu falschen Entscheidungen anstiftet. Furcht bringt unsere Gedanken in gefährliche Territorien und verleitet uns leicht zur Sünde. Der Teufel nutzt die Furcht deshalb gern und versucht uns durch Einschüchterung zu Fall zu bringen.
Nehemia ging nicht auf die Angstmache ein. Interessant ist, was er seinen Gegnern ausrichten ließ: „Warum sollte ich diese großartige Arbeit stoppen und zu euch ins Tal gehen?“ Nehemia war überzeugt, dass er eine große Aufgabe für Gott zu bewältigen hatte, die er nicht pausieren wollte.
Das Problem heute ist: Viele Christen haben gar nichts zu stoppen, weil sie gar nicht erst anfangen, etwas zu tun. Viele haben sich im Alltag eingerichtet, leben ihr Christsein nebenher, ohne je hinzuhören, welche ihre Aufgabe wäre, ohne nach Gottes Leidenschaft für ihr Umfeld, ihren Wirkbereich zu fragen. Stattdessen betreiben sie bloß Schadensbegrenzung für ihr Leben.
Nehemia gab der Furcht keinen Raum in seinem Handeln, er ließ nicht zu, dass der Teufel ihn durch Angstmache und Einschüchterung lähmte. Denn er wusste sich für seine Aufgabe berufen und konzentrierte sich darauf.
2. Im Gebet zu Gott
Viermal versuchten die Gegner es auf dieselbe Tour und als Nehemia standhaft blieb, änderten sie ihre Taktik und schwenkten auf Verleumdung um: „Man erzählt sich schon im ganzen Land, dass du mit den Juden einen Aufstand planst. Anscheinend willst du König der Juden werden. Du sollst sogar schon einige Propheten beauftragt haben, dich zum König auszurufen. Von solchen Gerüchten wird natürlich auch der persische König erfahren. Darum lass uns miteinander beraten, was zu tun ist!“
Nehemia ließ sich auch diesmal nicht aufs Glatteis führen. Nüchtern erwiderte er: „Nichts davon stimmt, alles nur erlogen.“ Auch diesmal durchschaute er, dass es nur darum ging, ihn in Furcht zu versetzen und er tat das Richtige: „Ich betete: Herr, gib mir Mut und Kraft!“ (Nehemia 6,9).
Gegen die Angstmache der Gegner setzte er das Gebet und den Blick auf Gott. Auf ähnliche Weise schreibt es Jakobus: „Unterstellt euch Gott und widersetzt euch dem Teufel. Dann muss er von euch fliehen“ (Jakobus 4,7).
3. Identität von Gott
Beim dritten Mal kam der gut getarnte Angriff von anderer Seite. Nehemia wollte einen Mann namens Schemaja besuchen. Dieser behauptete:
„Wir müssen uns im inneren Raum des Tempels treffen und die Türen fest verschließen, sie wollen dich nämlich umbringen – noch heute Nacht!“
Nehemia 6,10)
Nehemia sollte Schutz im Inneren des Tempels suchen. Das Problem: Dort durfte er laut Gesetz gar nicht hinein. Er hätte sich schuldig gemacht. Viele Christen suchen eine „religiöse Sicherheit“, als käme es auf bestimmte Handlungen oder Traditionen an – statt auf eine lebendige Beziehung in Gebet, Gehorsam und Beziehung zu Gott. Man kann sich auch hinter religiösen Sicherheiten verstecken, statt in dieser Welt Gottes Auftrag zu erfüllen.
Aber Nehemia war klar, dass Schemaja nicht in Gottes Auftrag sprach, sondern von seinen Gegnern bestochen worden war. Nehemia selbst beschreibt zwei Taktiken, die dahinterstanden: Erneut sollte ihm Furcht eingeflößt werden. Und zum anderen war es eine Verführung zur Schuld: „Sie wollten mir Angst einjagen und mich zu einer Tat verleiten, durch die ich mich schuldig machte. So hätten sie meinen guten Ruf zerstören und mich zur Zielscheibe des Spotts machen können.“
Doch auch diesmal zeigt Nehemia die Reaktion eines klugen, gottesfürchtigen Mannes: „Ich entgegnete: ‚Ein Mann wie ich läuft nicht davon! ... Nein, ich gehe nicht!‘“ Nehemia hatte einen Stand in Gott. Er wusste sich von Gott beauftragt und gesandt. Für Gottes Aufgabe war er hier in Jerusalem. Davonlaufen wäre eines Gottesmannes nicht würdig gewesen.
Welchen Stand hast du? Du bist ein Kind Gottes. Der Schöpfer und König ist dein Vater. Jemand wie du, ein Kind Gottes, wie handelst du? Wie reagierst du? Bist du dir deiner Identität als Kind Gottes bewusst? Lebst du aus dieser Identität heraus?
Frucht des Gehorsams
Zu den Taktiken des Teufels gehören Angstmache, Lüge und Manipulation. Er will uns einschüchtern und lähmen, uns abhalten von der großen Doppelaufgabe, zu der uns Jesus in erster Linie berufen hat: „Liebe Gott und deinen Mitmenschen wie dich selbst.“ Wenn wir uns Gott unterstellen und dem Teufel widersetzen, muss er von uns fliehen. Das ist uns zugesagt (Jakobus 4,7).
Und auch Nehemia durfte erleben, dass am Ende Gott siegte:
„Als unsere Feinde aus den Völkern ringsum das hörten, bekamen sie Angst und verloren allen Mut. Denn sie erkannten, dass unser Gott uns geholfen hatte“.
Nehemia 6,16
Nun waren es seine Feinde, die der Mut verließ und die von Furcht erfüllt waren. Und in all dem, was geschehen war, erkannten sie Gott. Das ist die Frucht des Gehorsams. Wir dürfen sie ernten, wenn wir treu unsere Steine aufeinander bauen. Wenn wir für unseren Kollegen beten, wenn wir unserer Nachbarin helfen, wenn wir Fremden liebevoll begegnen, wenn wir Ermutigung weitergeben und auf viele Weise Gott und unseren Mitmenschen dienen.
Es liegt an dir. Lässt du Einschüchterung zu oder gehst du in Gottes Willen voran? Glaubst du den Lügen oder bist du dir deiner Identität als Kind Gottes sicher? Geh nicht ins Tal Ono zum Debattieren, verstecke dich nicht in deiner Religiosität, sondern erfülle deinen Auftrag.
Wenn dich der Teufel einschüchtern will, dann erkläre wie Nehemia: „Ich kann nicht kommen, denn wir führen hier ein großes Werk aus.“ Bete wie Nehemia: „Herr, gib mir Mut und Kraft!“ Und sage: „Ein Mann wie ich läuft nicht davon!“ Seine Feinde erkannten, dass Gott ihm geholfen hatte. Das ist derselbe Gott, der mit dir ist!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Manche Menschen beschäftigen sich mehr mit der Zukunft, andere mehr mit der Vergangenheit. Dieser Blick zurück kann sehr nützlich sein, wenn wir aus der Vergangenheit etwas lernen. Ein hilfreicher Blick zurück ist der auf biblische Prophetien. Unzählige sind schon in Erfüllung gegangen. Die wichtigste aller Prophetien ist die Menschwerdung von Jesus. Wir lesen darüber in Jesaja 52 und 53, einer Beschreibung davon, was tausende Jahre später wirklich geschah:
„Er wurde verachtet, von allen gemieden. Von Krankheit und Schmerzen war er gezeichnet. Man konnte seinen Anblick kaum ertragen. Wir wollten nichts von ihm wissen, ja, wir haben ihn sogar verachtet. Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm; er erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen“.
Jesaja 53,3-4
Eine Prophetie, deren Erfüllung die ganze Welt verändert hat! In diesen Texten lesen wir detaillierte Prophetien – sogar wem das Grab gehörte, wurde hier vorausgesagt: „Man begrub ihn bei Gottlosen, im Grab eines reichen Mannes, obwohl er sein Leben lang kein Unrecht getan hatte“ (Jesaja 53,9). Das war nicht wirklich relevant, aber als Bestätigung der Voraussagen sehr wichtig.
Süßwasser vom Tempelberg
Jedes Mal bei unseren Israelreisen stehen wir vor einer weiteren erfüllten Prophetie und sehen sie mit eigenen Augen. In Hesekiel 47 beschreibt der Prophet, wie ihn ein Mann zum Eingang des Tempelgebäudes führt: „Dort sah ich Wasser unter der Schwelle hervorquellen.“ Hesekiel erzählt weiter, dass auf beiden Seiten des Flusses sehr viele Bäume standen und der Mann zu ihm sagte:
„Dieser Fluss fließt weiter nach Osten in das Gebiet oberhalb der Jordanebene, dann durchquert er die Ebene und mündet schließlich ins Tote Meer. Dort verwandelt er das Salzwasser in gesundes Süßwasser. Wohin der Fluss kommt, da wird es bald wieder Tiere in großer Zahl und viele Fische geben. Ja, durch ihn wird das Wasser des Toten Meeres gesund, so dass es darin von Tieren wimmelt.“
Dies ist die detaillierte Beschreibung, wie man den Ort heute vorfindet. Das Wasser des Toten Meeres geht zurück und aus Quellen fließt hier nun Süßwasser, das inzwischen Seen bildet, in denen viele Fische schwimmen. Das Wasser kommt wirklich vom Tempelberg unterirdisch geflossen – man hat es mit präpariertem Wasser nachgeprüft. Diese Gegend, auf der früher das Tote Meer war, ist heute ein Naturschutzgebiet, in dem viele Bäume und andere Pflanzen wachsen. Es ist immer faszinierend zu sehen, wie diese jahrhundertealte Prophezeiung heute so sichtbar und spürbar in Erfüllung geht.
Ebenfalls noch nicht lange her ist die Erfüllung der Prophetie aus Jesaja 43,5-7, in der Gott über sein Volk spricht: „Habt keine Angst, denn ich, der Herr, bin bei euch! Wohin ihr auch vertrieben wurdet – ich werde euer Volk wieder sammeln. Vom Osten und vom Westen hole ich euch zurück. Ich fordere die Völker im Norden und Süden auf: ‚Gebt mein Volk heraus! Haltet es nicht mehr fest! Bringt meine Söhne und Töchter auch aus den fernsten Winkeln der Erde zurück!‘ Denn sie alle gehören zu dem Volk, das meinen Namen trägt. Ich habe sie zu meiner Ehre geschaffen, ja, ich habe sie gemacht.“ Es ist genauso eingetroffen und auch andere Prophetien werden sich noch erfüllen.
Jesus über die Zukunft
Jesus setzte sich eines Tages mit seinen Jüngern auf den Ölberg und er erklärte ihnen, wie es werden würde am Ende der Welt, wenn er wiederkäme. Er beschrieb, dass Kriege ausbrechen würden, dass es Hungersnöte und Erdbeben geben werde. „Viele werden sich vom Glauben abwenden, einander verraten und hassen“, erklärte Jesus und fügte an: „Und weil Gottes Gebote missachtet werden, setzt sich das Böse überall durch. Die Liebe wird bei den meisten von euch erkalten“ (Matthäus 24,10.12). Jesus selbst prophezeite diese Dinge. Das, was wir heute erleben, ist genauso im Detail beschrieben. Und er fügte eine Warnung hinzu:
„Lasst euch von keinem Menschen täuschen und verführen! Denn viele werden auftreten und von sich behaupten: ‚Ich bin Christus!‘ Und sie werden verkünden: ‚Jetzt ist die Zeit gekommen!‘ Glaubt ihnen nicht! Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, erschreckt nicht! Das muss geschehen, doch es bedeutet noch nicht das Ende“.
Lukas 21,8-7
Die Dinge, die geschehen, sind eine Vorbereitung auf den Tag, an dem Jesus wiederkommt. Wann das sein wird, weiß niemand.
Jesus sprach weiter mit den Jüngern darüber, wie sie sich in dieser Zeit verhalten sollten: „Passt auf, dass ihr euch nicht durch ein ausschweifendes Leben und Trunkenheit und auch nicht durch die Sorgen des Alltags vom Ziel ablenken lasst! Sonst wird dieser Tag euch überraschen so wie eine Falle, die plötzlich zuschnappt. Denn er wird für alle Menschen auf dieser Welt völlig unerwartet kommen.
Bleibt wachsam und betet zu jeder Zeit, damit ihr dem entfliehen könnt, was auf euch zukommt. Dann könnt ihr ohne Furcht vor den Menschensohn treten.“ Der Vergleich mit der „Falle, die zuschnappt“ zeigt uns, dass der Zeitpunkt nicht vorhersehbar ist. Doch er soll für uns nicht überraschend kommen und wir sollen uns nicht vom Ziel ablenken lassen. Was wir tun können: wachsam sein und die Zeichen der Zeit nicht ignorieren.
Am Ende Frieden
Auch für die Zeit nach der Wiederkunft von Jesus gibt es Hinweise, was kommen wird. Johannes schreibt in Offenbarung 21,1-4:
„Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da. Ich sah, wie die Stadt Gottes, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag. Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: ‚Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst in ihrer Mitte leben. Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Klage und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei.‘“
Diese Zeit liegt in der Zukunft und wir können sie uns nicht wirklich vorstellen. Ich bin überzeugt, dass dies alles genau so detailliert eintreffen wird wie all die anderen Prophetien, die schon eingelöst wurden.
Vielen Menschen wird es mulmig, wenn sie an die Zukunft denken. Unsicherheit, Angst, Veränderungen und Unruhen bestimmen unseren Alltag im Moment. Jesus ist der Gegenpol zu Angst und Panik. Das Reich Gottes hat andere Werte: Frieden, Freude, Geborgenheit, Vergebung, Liebe, Klarheit, Weisheit, Versorgung und Trost. Das Wort Gottes ist klar und wir wissen, woran wir sind!
„Denn Gott hat uns versprochen: ‚Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab‘“ (Hebräer 13,5). Deshalb können wir voller Vertrauen bekennen: Der Herr hilft mir, und ich brauche mich vor nichts und niemandem zu fürchten. Was kann mir ein Mensch schon antun? Dieses Vertrauen muss in unseren Herzen sein, dass er uns nicht verlässt und wir uns nicht fürchten müssen. Lass dich nicht entmutigen! Deine Zukunft ist sicher bei Jesus. Richte dein Herz und deinen Verstand auf die Verheißungen Gottes. Gehe voran in dem Wissen, dass Gott mit dir ist.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe

Programm Israel-Rundreise 2024
Wie gern hätten wir auch diesmal die Einweihung des neuen Kindergartens miterlebt! Auf unseren Israelreisen ist das immer eins der Highlights. Die neuen, bunten Räume endlich mit eigenen Augen zu sehen und uns vorzustellen wie die fröhlichen Kinder hier nun jeden Tag lernen und spielen und sich zu gesunden Persönlichkeiten entwickeln, ist jedes Mal wieder bewegend.


Wegen des Krieges in Israel mussten wir unsere Reise im Herbst absagen – eröffnet wurde der Kindergarten natürlich trotzdem. Längst haben die Kinder ihren neuen Ort erobert. Sie sind es auch, denen in diesen für Israel schweren Zeiten besondere Aufmerksamkeit gilt. Denn die Kinder werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten Israel gestalten. Der Leiter der Jerusalem Foundation hat es bei der Eröffnung des Kindergartens so formuliert: „Unsere große Hoffnung, gerade in Zeiten wie diese, ist die zukünftige Generation. Ihr seht (auf den Bildern) die lieben Kinder, wie sie über Frieden und über Hoffnung singen. Mit Ihrer Hilfe hoffen wir, dass wir bessere Zeiten als heute erleben. Vielen Dank im Namen aller Kinder Jerusalems!“
Dem Dank schließen auch wir uns an – und wünschen uns sehr, in diesem Herbst den 57. Kindergarten zu eröffnen. Die Vorarbeiten für die Sanierung laufen schon. Mehr dazu in einem der nächsten Magazine.
Einen kurzen Film zur Einweihung findest du hier:
Dank des Jerusalemer Bürgermeisters Moshe Lion an alle, die die Sanierung unseres 56. Kindergartens mit unterstützt haben:
Lieber Herr Daniel Müller, liebe Frau Isolde Müller, liebe Freunde aus Deutschland,
ich erinnere mich noch gut an Ihren Besuch in Jerusalem vor einem Jahr und vor zwei Jahren. Sie sind immer mit uns, Sie sind unsere Freunde! Nach der Einweihung des schönen Kindergartens im Stadtteil Kiryat Yuval wollten wir uns bei der Einweihung des neuen Kindergartens im Stadtteil Pisgat Ze'ev in tiefer Freundschaft erneut die Hand reichen.
Aber dieses Jahr ist aufgrund des Krieges, in welchem sich nun Israel befindet, alles anders. Seit dem 7. Oktober sind Sie zwar nicht physisch mit uns, aber Sie sind mit uns mit Ihrer Unterstützung und mit Ihrer Liebe zum Staat Israel und zu Jerusalem. Besonders in diesem Jahr fühlen wir uns im ganzen Land Israel und besonders in Jerusalem verpflichtet, den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Und dies gelingt durch Ihre und durch die Hilfe Ihrer Freunde.
Ich möchte Ihnen, Daniel, und all Ihren Freunden von ganzem Herzen für die Renovierung des neuen Kindergartens danken. Dies ist bereits der 56. Kindergarten, der in Zusammenarbeit mit großzügigen Spendern aus Deutschland und der Schweiz in Jerusalem renoviert werden konnte. Das machen Sie seit Jahrzehnten in Ihrer besonderen und bescheidenden Art. Und jedes Jahr kommt ein neuer Kindergarten hinzu.
Sie haben niemals Ihre Liebe und Unterstützung für Jerusalem aufgegeben: Nicht in Zeiten der Pandemie, nicht in Zeiten des Krieges. Zu jede Stunde stehen Sie den Kindern Jerusalems zur Seite. In meinem Namen und im Namen der Kinder und der Bewohner Jerusalems danke ich Ihnen für Ihre große Liebe für die nächste Generation Jerusalems.
Ich hoffe und freue mich darauf, Sie sobald wie möglich wieder in Jerusalem zu begrüßen. Ich schließe mit einem Zitat aus den Psalmen:
Sollte ich dich je vergessen, Jerusalem, dann versage meine Rechte! Kleben soll meine Zunge mir am Gaumen, so ich dein nicht gedenke, so ich dich Jerusalem nicht erhebe auf den Gipfel meiner Freude.
Psalm 137
Nächstes Jahr in Jerusalem!
Moshe Lion, Bürgermeister von Jerusalem
Die „Kinder & Jugend ARCHE Karlsruhe“ unterstützt seit zehn Jahren Kinder, die in herausfordernden Situationen aufwachsen. Manche haben nicht das stabile Umfeld, das sie brauchen, um eine reife Persönlichkeit zu werden. Nach der Schule bekommen die Kinder ein warmes Mittagessen und Hilfe bei den Hausaufgaben. Zusätzlich finden am Nachmittag verschiedene Workshops und Kreativangebote statt oder es geht zum Austoben eine Runde in den Garten. Wir möchten uns an dieser Stelle einsetzen und mit einer Spende 25 fest angemeldeten Kindern ermöglichen, Woche für Woche eine warme und gesunde Mahlzeit zu bekommen, die ihnen sonst niemand zubereiten würde (ja, auch in Deutschland gibt es das!).



Mit aufrichtiger Freude werden wir dem Aufruf vieler Missionsfreude gerecht, die uns immer wieder fragen, warum wir nur im Ausland Sozialprojekte fördern. Ein großer Dank an alle, die uns auch für deutsche Sozialprojekte unterstützen!
Daniel Müller
Wenn wir besondere Anlässe in unserem Leben feiern – sei es eine Hochzeit, ein runder Geburtstag oder ein Jubiläum – spielt oft das Essen eine zentrale Rolle. Denn mit den sorgfältig ausgewählten Gerichten wird nicht nur der Gaumen, sondern auch die Seele verwöhnt. Diese Speisen, sorgfältig, kreativ und liebevoll zubereitet und gewählt, sind nicht nur Nahrung für den Körper, sondern auch Zeichen für die Einzigartigkeit des Moments und des Anlasses. In solchen Zeiten wird das Essen zu mehr als nur einer Mahlzeit; es verwandelt sich in ein Symbol der Feier, es wird zu einer unvergesslichen Erfahrung.
Wie ein sorgfältig zubereitetes Mahl, das unsere Wertschätzung für besondere Momente ausdrückt, so offenbart sich Gottes Liebe in den kostbaren Begegnungen, die wir mit anderen teilen. Deine Präsenz in dieser Welt gleicht der Komposition eines Festmahls. Du bist ein Träger von Gottes Liebe und seinem einzigartigen Geschmack. Du bist wie ein Gefäß, gefüllt mit der Würze Gottes, bestimmt dazu, seinen liebevollen und transformierenden Einfluss in die Welt zu tragen. Jeder Schritt, den du gehst, jede Begegnung, die du hast, und jede Entscheidung, die du triffst, ist eine Gelegenheit, diese göttliche Liebe und diesen besonderen Geschmack, der dein Leben prägt, zu teilen und zu verbreiten. Jesus spricht von der Bedeutung von Licht und Salz und ermutigt uns, die uns von Gott geschenkte, einzigartige Identität wertzuschätzen – so essenziell wie Licht und Salz.
Nicht unterschätzen
Stell dir folgende Geschichte vor: Ein kleines Licht und ein Salzkorn unterhalten sich. Das Licht verkündet: „Ich erhelle die Welt!“, worauf das Salz erwidert: „Und ich gebe ihr Geschmack!“ Beide erkennen ihre Bedeutung, doch eine sanfte Stimme erinnert sie: „Vergesst nicht, ohne mich seid ihr nichts.“
In welcher Rolle findest du dich wieder? Fühlst du dich als das Salz, das der Welt ihren Geschmack verleiht, oder als das Licht, das in der Dunkelheit Orientierung bietet? Oder findest du dich im letzten Teil wieder und wünschst dir mehr von Gottes Präsenz in deinem Leben?
Zweifel mögen uns manchmal flüstern: „Du bist zu nichts nütze. Wo bleibt deine Würze?“ Solche Gedanken sind uns nicht fremd, ebenso wie die inneren Vorwürfe. Die Realität sieht leider häufig so aus: Viele sagen „Ich kann nichts bewirken“ – statt: „Ich bringe Licht und Würze in die Welt.“
Jesus lehrt uns, dass wir ohne ihn nichts tun können, aber in ihm und mit ihm bringen wir reiche Frucht hervor. Ich möchte dir versichern: Du bist das Salz der Erde. Selbst wenn du dir mehr Einfluss wünschst oder die Kraft des Salzes in deinem Leben vermisst, bist du nicht nutzlos. Du bist wertvoll. Jesus möchte dich nicht verwerfen, sondern neu und himmlisch würzen. Er spricht kein Urteil, sondern spricht dir zu: „Du bist Salz, du bist Licht – du trägst eine himmlische Identität.“ Und wenn du nach mehr Sehnsucht hast, lass dich von ihm himmlisch würzen.
Zurück zur Reinheit
Salz ist ein einfaches und doch unverzichtbares Element in unserem Alltag. Warum verliert Salz seine Kraft? Es geschieht, weil es mit anderen Substanzen vermischt oder durch Verunreinigungen verdünnt wird. In der realen Welt ist dies eine unvermeidbare Wahrheit: Salz, das einmal seinen Geschmack verloren hat, kann nicht wieder salzig gemacht werden. Der Grund dafür ist, dass die Salzmoleküle nicht mehr in ihrer reinen Form vorhanden sind.
Diese alltägliche Beobachtung führt uns direkt in die Komplexität unseres Lebens. Genauso wie Salz seine Würze verlieren kann, können auch wir uns im Trubel des Alltags verlieren. Beim letzten Abendmahl im Neuen Testament geschieht Folgendes: Als Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht, ist Petrus zunächst peinlich berührt und wehrt sich. Aber Jesus besteht beharrlich auf seiner Handlung und macht deutlich, dass es sich um mehr als eine einfache Reinigung handelt. Die tiefere Botschaft der Fußwaschung ist die Rückkehr zur Reinheit, die nur Jesus schenken kann und die wir immer wieder von ihm brauchen. Diese Reinheit lässt unseren einzigartigen Geschmack hervortreten, ähnlich wie bei reinem, unvermischtem Salz – sie ist grundlegend und unverzichtbar.
In diesen Momenten offenbart sich die tiefe Liebe und Zuwendung Gottes. Bei ihm finden wir etwas Wunderbares, das im Gegensatz zum alltäglichen Salz steht – die Möglichkeit, unsere verlorene Würze, unseren eigentlichen Kern, unsere Identität in Ihm wiederzuerlangen. In seiner Gegenwart dürfen wir die Lasten, die uns bedrücken, ablegen und erfahren eine Erneuerung, die uns in neuer, kraftvoller Weise zum Wirken befähigt.
Drei Geschmacksnoten
Jesus erinnert uns daran, dass wir, trotz aller Unvollkommenheiten und Herausforderungen des Lebens, immer noch kostbar und wertvoll sind. In ihm finden wir die Kraft, unser Leben mit Sinn und Freude zu füllen und als das Salz der Erde zu wirken, für das wir bestimmt sind.
Wenn Jesus dir in seiner Gegenwart eine neue himmlische Würze verleiht, dann erlebst du drei wesentliche Geschmacksnoten, die er in dir zur Entfaltung bringt: Kraft, Liebe und Besonnenheit. Davon schreibt Paulus im Timotheusbrief:
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ – 2. Timotheus 1,7
Kraft
So wie Paulus dafür betet, dass die Christen in Ephesus mit Kraft ausgestattet werden, wird Gott auch uns immer wieder neu – wenn wir ihn darum bitten, mit Kraft ausstatten: „Ich bitte darum, dass er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit mit Kraft stärkt innerlich durch seinen Geist“ (Epheser 3,16). Diese Kraft ist für dich genauso verfügbar wie für die großen Helden des Glaubens. Du bist nicht nur aufgefordert, Gutes zu tun, sondern darfst auch bekennen: „Mein Gott gibt mir alles, was ich brauche, um jederzeit das Richtige zu tun.“
Liebe
Gott kann und wird Liebe in die trockensten Winkel deines Herzens bringen: „Gottes Liebe ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist“ (Römer 5,5). Diese Liebe kannst du mit einem Lächeln, einer Umarmung oder einer aufmunternden Nachricht weitergeben. Liebe, gewürzt mit einer Prise Humor, ist ansteckend. Sei mutig und streue Liebe in deinem Alltag aus, dort wo du hingestellt bist!
Besonnenheit
In unserer hektischen Zeit ist Besonnenheit ein kostbares Gut. Gott schenkt uns inmitten des Chaos Klarheit und Ruhe. Wenn du das nächste Mal in einer stressigen Situation bist, atme tief durch und erinnere dich: „Gott kann mir Weisheit und Ruhe geben.“
Praktische Anwendungen
Kraft: Fühlst du dich schwach oder müde? Nimm dir einen Moment, um innezuhalten und Gott um neue Kraft zu bitten. Erinnere auch einen Freund daran, dass Gott in seiner Schwäche wirken kann.
Liebe: Zeige diese Woche jemandem unerwartete Liebe – mit einem Anruf, einer kleinen Überraschung oder durch echtes Zuhören. Und vergiss nicht, ein wenig Humor mit einzubringen!
Besonnenheit: Stehst du vor einer Entscheidung? Nimm dir Zeit zum Beten und bitte Gott um Weisheit. Teile deine Gedanken mit einem vertrauenswürdigen Freund und lass dich von Gottes Frieden leiten.
Gott will dein Leben himmlisch würzen. Lass uns gemeinsam in Gottes Kraft, Liebe und Besonnenheit wandeln und so sein Licht in unserer Welt zum Leuchten bringen.
Thomas Inhoff, Missionswerk Karlsruhe
Kleines Volk
Die Fläche Israels beträgt nur 0,014 % der gesamten Erdfläche und hat ähnliche Ausmaße wie das Bundesland Hessen. Die rund 9 Mio. Einwohner Israels machen 0,125 % der Weltbevölkerung aus. Juden insgesamt repräsentieren 0,1875 %.
Nach Hamas-Angriff, Kämpfen im Gazastreifen, Demonstrationen und Diskussionen in aller Welt, beschäftigt auch uns Christen die Frage: Warum sollten wir uns an die Seite Israels stellen? Gut passt Psalm 2,1-2 in die gegenwärtige Situation: „Warum toben die Heiden, und die Völker reden so vergeblich? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den Herrn und seinen Gesalbten."
Woran machen wir die Unterstützung Israels fest? Es sind nicht politische Auseinandersetzungen, der Einsatz für religiöse Vielfalt oder emotionale Erlebnisse auf Israelreisen, die unsere Haltung beeinflussen sollen. Die Antwort liegt nicht in Argumenten oder Emotionen, sondern im Verständnis der einzigartigen Rolle, die Israel in der Bibel spielt.
Erst einmal Menschen
Vorab ist es wichtig, die Umstände zu klären. In den Gebieten Gazastreifen und Westjordanland leben überwiegend „Palästinenser“. Das ist nicht gleichbedeutend mit der Hamas. Die Hamas ist eine Terrororganisation. Palästinenser sind zunächst einmal arabischsprachige Menschen, die in diesem Gebiet leben. Etwa 20 Prozent der israelischen Bevölkerung sind Araber, darunter gibt es auch Christen, die meisten sind Muslime. Ein Teil von ihnen lebt in den Palästinensergebieten, viele wohnen aber auch in Städten wie Jerusalem und Tel Aviv, leben täglich mit Juden zusammen, dienen im israelischen Militär, sind Richter am Obersten Gericht oder sogar Politiker im israelischen Parlament. Menschen sind erst einmal Menschen, egal von welchem Volk sie abstammen oder welche Sprache sie sprechen. Es ist aber nicht egal, welcher Geist in ihnen herrscht. Jeder Mensch hat die freie Entscheidung, welcher Geist in ihm lebt.
Brennpunkt Tempelberg
So klein Israel ist, so sehr steht es schon immer zwischen den Fronten. Der Tempelberg in Jerusalem wird als das explosivste Gebiet der Erde beschrieben. Hier befindet sich die Al-Aqsa-Moschee, das drittheiligste muslimische Heiligtum, und daneben die Klagemauer mit den Fundamenten des Tempels von Salomo.
Ihren barbarischen Angriff auf unschuldige Israelis bezeichnete die Hamas als „Operation Al-Aqsa-Flut“ und rief junge Palästinenser auf, sich an der Al-Aksa-Moschee zu versammeln. Das erklärte Ziel der Hamas ist, Israel zu vernichten. Hamas bedeutet im Arabischen Eifer oder Kampfgeist und bildet die Anfangsbuchstaben für „islamische Widerstandsbewegung“. Auch im Hebräischen gibt es das Wort „Hamas“. Es kommt beispielsweise vor in 1. Mose 6,11, wo die Situation vor der Sintflut beschrieben wird: „Die Erde war verdorben vor Gott und erfüllt mit Gewalt (hamas).“
Die Trennlinie Gottes
In der Beurteilung ist Neutralität nicht möglich. Hier steht eine Trennlinie zwischen Licht und Finsternis, zwischen dem Geist Gottes und dem Geist Satans. Die mahnenden Worte von Edmund Burke hallen hier wider: „Damit das Böse triumphieren kann, müssen die Guten lediglich nichts tun.“ Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit.
Der älteste menschliche Rassismus ist der Antisemitismus und er umfasst jegliche Feindseligkeit, Vorurteile oder Diskriminierung gegenüber Juden. In den vergangenen Wochen konnte man schon manchmal entsetzt den Kopf schütteln. Da machen wir uns in Deutschland Sorgen darüber, wie viel Rassismus in der historischen Bezeichnung „Mohrengasse“ und in Toner steckt, auf dem „nigro“ steht, aber wenn die Hamas Hunderte Unschuldige tötet, bezeichnen viele das noch als Befreiungstat.
Gottes Liebe für Israel
Warum Israel? Ich lade dich ein zu einem Streifzug durch die Bibel, auf dem wir die Bedeutung dieses Volkes im Nahen Osten erkennen können. Zunächst einmal: Gott ist unerschütterlich und unveränderlich in seiner Liebe zu Israel. In 2. Mose 4,22 sagt Gott zu Mose sogar: „Israel ist mein erstgeborener Sohn.“ Wie ein Vater seinen Sohn immer liebt, so hat Gott niemals aufgehört, Israel zu lieben. Der Konflikt dreht sich zwar um Israel, aber am Ende geht es um den Gott Israels. Es geht um den Kampf Licht gegen Finsternis.
Segen verheißen
Die Geschichte des Volkes Israels begann mit Abraham – oder Abram, wie er anfangs hieß. Gott trug Abram auf, aus seiner Heimat aufzubrechen in ein Land, das Gott ihm zeigen würde. Und er gab Abram ein Versprechen:
„Von dir wird ein großes Volk abstammen. Ich will dich segnen und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen. Wer dich segnet, den werde ich auch segnen. Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen. Alle Völker der Erde werden durch dich gesegnet werden.“ 1. Mose 12,1-3
Und tatsächlich, am Ende sind auch wir Gesegnete: Jesus, ein Nachkomme Abrahams, hat der Welt – und uns – Erlösung und Befreiung gebracht.
Von Israel aus verbreitete sich das Evangelium über die ganze Erde. Manche meinen, Israel habe mit der Ablehnung von Jesus so sehr gesündigt, dass Gott seinen Bund auflöst. Ein Gedanke dazu: Was ist dann mit dir? Hast du nie gesündigt? Bist du perfekt? Waren die Christen der Vergangenheit so perfekt? Es gibt nur einen Grund für das Existenzrecht des jüdischen Volkes im Land Israel: Gott hält seinen Bund – mit Israel! Es gelang noch niemandem auf der Welt, die Juden zu vernichten. Im Lauf der Geschichte sind immer wieder Völker vom Erdboden verschwunden. Aber Gottes Bund ist ewig – das belegen die folgenden Bibelstellen.
Ewiger Bund
Gott verspricht Abraham – und damit dem Volk Israel – nicht nur Segen, sondern auch eine große Geschichte und einen ewigen Bund. Gott begegnet Abram und sagt zu ihm: „Ich verspreche dir: Du wirst zum Stammvater vieler Völker werden. Darum sollst du von nun an nicht mehr Abram (‚erhabener Vater‘) heißen, sondern Abraham (‚Vater der Völkermenge‘). Ich werde dir so viele Nachkommen geben, dass zahlreiche Völker daraus entstehen – sogar Könige sollen von dir abstammen! Dieser Bund gilt für alle Zeiten, für dich und für deine Nachkommen. Es ist ein Versprechen, das niemals gebrochen wird: Ich bin dein Gott und der Gott deiner Nachkommen“ (1. Mose 17,3-7).
Zwei Dinge verspricht Gott hier: Von der Familie dieses einen Mannes werden ganze Völker abstammen. Und: Die Geschichte dieses Volkes wird kein Ende haben, denn dieses Versprechen gilt bis in Ewigkeit. Das steht über allem, was danach von Menschen über Israel gesagt oder beschlossen wurde. Gott verhandelt nicht mit der UN über seinen Bund!
Der ewige Bund ist so unverbrüchlich, dass Mose sogar daran festhalten und Gott daran erinnern kann, nachdem das Volk sich von Gott abgewendet und stattdessen ein goldes Kalb errichtet hat. Mose appelliert an Gott: „Denk daran, dass du deinen Dienern Abraham, Isaak und Jakob bei deinem Namen geschworen hast: ›Ich lasse eure Nachkommen so zahlreich werden wie die Sterne am Himmel. Sie werden das Land, das ich euch versprochen habe, für immer in Besitz nehmen!‹“ (2. Mose 32,13).
Und auch Gott bleibt diesem Versprechen auch viel später noch treu. Gott warnt die Israeliten vor den Konsequenzen von Ungehorsam – aber gleichzeitig bekräftigt er selbst für diesen Fall sein ewig gültiges Versprechen: „Doch selbst wenn sie im Land ihrer Feinde leben müssen, will ich mich nicht völlig von ihnen abwenden und nur Abscheu für sie empfinden. Ich lasse sie nicht alle zugrunde gehen, meinen Bund mit ihnen breche ich nicht, denn ich bin der Herr, ihr Gott!“ (3. Mose 26,44-45).
All diese Verse machen klar, auf welcher Seite Gott steht: auf der Seite seines auserwählten Volkes – und zwar bis in alle Ewigkeit.
Versprochenes Land
Später bekräftigt Gott auch dem Enkel von Abraham, Jakob, sein Versprechen noch einmal -und er erwähnt einen weiteren Punkt: „Ich bin der allmächtige Gott. Ich werde dir so viele Nachkommen schenken, dass nicht nur ein Volk, sondern eine ganze Schar von Völkern daraus entsteht – sogar Könige sollen von dir abstammen! Dir und deinen Nachkommen gebe ich das Land, das ich Abraham und Isaak versprochen habe“ (1. Mose 35,11-12). Ausdrücklich bestätigt Gott, dass er das Land auch Jakob und seinen Nachkommen geben wird. Später wird es als das Land Kanaan bekannt und wird von Jakobs Nachkommen in Besitz genommen.
Unsere Wurzel
Ohne Israel gäbe es auch das Christentum nicht. Paulus spricht im Brief an die Römer über zwei Olivenbäume: einen edlen und einen wilden Baum. Der edle Ölbaum steht für Israel. Aus ihm wurden einige Zweige herausgebrochen, um Platz zu schaffen für Zweige vom wilden Olivenbaum, der für die nichtjüdischen Gläubigen steht. Die nichtjüdischen Gläubigen wurden „aufgepfropft“ auf den edlen Baum. Dadurch haben wir nun dieselbe Wurzel, wie wir in Römer 11,17-24 lesen:
„Einige Zweige dieses Baums sind herausgebrochen worden. An ihrer Stelle wurdet ihr als Zweige eines wilden Ölbaums aufgepfropft. So lebt ihr von den Wurzeln und Säften des edlen Ölbaums. Bildet euch aber deshalb nicht ein, besser als die herausgebrochenen Zweige zu sein! Denn nicht ihr tragt die Wurzel, sondern die Wurzel trägt euch. Freilich könnte jemand einwenden: ‚Man hat die Zweige doch herausgebrochen, damit ich dort Platz habe.‘ Das ist richtig, sie wurden herausgebrochen, weil sie nicht glaubten. Und ihr seid an ihrer Stelle, weil ihr glaubt. Seid deshalb aber nicht hochmütig, sondern passt auf, dass es euch nicht genauso ergeht. Denn hat Gott die Zweige des edlen Ölbaums nicht verschont, wird er euch erst recht nicht schonen. Zweierlei sollt ihr daran erkennen:
Gottes Güte und seine Strenge. Gottes Strenge seht ihr an denen, die ihm untreu geworden sind. Seine Güte aber gilt euch, wenn ihr euch immer auf sie verlasst. Sonst werdet auch ihr wie jene Zweige herausgebrochen. Umgekehrt werden alle aus dem Volk Israel wieder eingepfropft, wenn sie den Glauben nicht länger ablehnen. Gott hat sehr wohl die Macht dazu. Immerhin hat er euch als Zweige eines wilden Ölbaums dem edlen Ölbaum aufgepfropft, was sonst niemand tun würde. Wie viel mehr wird Gott bereit sein, die Juden als die herausgebrochenen Zweige wieder auf den Ölbaum zu pfropfen, auf den sie ursprünglich gehörten“.
Paulus betont in diesem Text, dass Gott seinen Bund mit Israel nie gebrochen hat. Christen sind, laut dieser Analogie, Zweige am Baum Israel. Durch das Einpfropfen haben sie die gleiche Wurzel und sind dem Bund mit Israel beigefügt. Das sollte uns einerseits bewusst machen, dass wir demselben Gott dienen wie die Juden, einem Gott, der seinen Bund niemals brechen wird. Andererseits dürfen wir dankbar sein: Gott ist kein Rassist, der nur Juden liebt. Er sandte Jesus, den Juden, damit auch wir in diesen Bund aufgenommen werden!
Aus Dankbarkeit
Zum größten Teil lehnen Juden heute Jesus ab. Man könnte also sagen: Jesus vereint uns und er trennt uns. Jesus, der Jude, lebt in dir und sitzt zur Rechten Gottes. Eines Tages wird der Messias für die Juden zum ersten Mal kommen – und für die Christen zum zweiten Mal. Wenn es eine Pressekonferenz gibt, wird wohl die Frage gestellt werden: „Jesus, ist dies dein erster oder zweiter Besuch auf der Erde?“ Lasst uns diese Spannung aushalten. Es vereint uns weitaus mehr mit den Juden, als uns trennt!
In der Tiefe dieser Auseinandersetzung liegt die Erkenntnis, dass das Eintreten für Israel keine politische, kulturelle, religiöse oder emotionale Angelegenheit ist, sondern ein Ausdruck der Dankbarkeit für unsere Wurzeln des christlichen Glaubens, für den Messias und für die Bibel. Ein Christ, der sich an die Bibel hält, erkennt zum einen die Einzigartigkeit des Bundes Gottes und zum anderen dass er selbst eingepfropft ist in den Ölbaum Israel. Das geht weit über die aktuelle Situation, Politik und menschliche Meinungen hinaus.
Mein Vater war zehn Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg fast zu Ende war. Schulkameraden von ihm hatten das Kabel vom Feldtelefon durchgeschnitten und machten nun meinen Vater dafür verantwortlich: „Der, der an den Juden Jesus glaubt, hat das getan!“ Er kam in Karlsruhe vor das Kriegsgericht – wegen seines Glaubens an Jesus, dem Juden! Wäre der Krieg nicht zu Ende gewesen, hätte es ihn das Leben gekostet. Wir hoffen und beten, dass Christen, die an den Juden Jesus glauben, genauso wie Juden in Deutschland für immer ihren Glauben frei leben können. Lass Israel und die Juden wissen, dass du an ihrer Seite stehst!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Israeltag im Missionswerk
Die Bibel steckt voller Beispiele, wie Gott Unmögliches möglich macht. Und das Beste: Seine Kraft will er auch in unserem Alltag zeigen.
Wie startest du ins Jahr 2024? Voller Vorfreude? Besorgt? Erschöpft? Vertrauensvoll? Stell dir vor, in deinem Leben gäbe es eine Kraft, die größer ist als alle Hindernisse. Eine Kraft, die stärker ist als jede Herausforderung und fähig, das Unmögliche möglich zu machen. Die Bibel sagt uns: Es gibt diese Kraft! Sie ist der Gott, dem du vertrauen kannst. Denn mein Gott kann! Im Psalm 23 lesen wir die ermutigende Aussage: „Der Herr ist mein Hirte.“ Beachte das kleine, aber bedeutungsvolle Wort „mein“. Hier steht nicht: der Herr ist „ein“ Hirte, sondern er ist „mein“ Hirte. Da ist keine Beliebigkeit, keine Ferne, sondern eine tiefe Beziehung. Eine Beziehung zu einem Hirten, dem nichts unmöglich ist. Eine Beziehung, die entschlossen sagt: „Mein Gott kann!“
Was hat erste Priorität?
Heute möchte ich dich fragen, welchem Gott du in deinem Leben Priorität einräumst. Oft neigen wir dazu, verschiedene Dinge und Aspekte unseres Lebens über Gott zu stellen. Sei es die Macht der Medien, die Faszination des Sports oder die Verlockungen der Freizeit, dein Garten, dein Haus, dein Ansehen. Mit diesen Fragen kannst du testen, wer wirklich Priorität hat: Worüber machst du dir am meisten Sorgen? Womit tröstest du dich, wenn es schlecht läuft? Was gibt dir dein Selbstwertgefühl? Was geht dir durch den Kopf, wenn du für dich bist? Was Vorrang hat, in unserem Leben, erkennen wir daran, wo unsere Gedanken sind, wohin unser Geld geht, womit wir unsere Zeit verbringen. Alles, was wir über den Gott der Bibel stellen, wird zu unserem Gott.
Es kann verlockend sein zu sagen: „Mein Gott kann!“ Aber welche Priorität geben wir unserem Gott wirklich? Die Bibel warnt uns davor, anderen Göttern Vorrang zu geben. In manchen Bibelübersetzungen lesen wir, dass Elia das Volk Israel fragt: „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten?“ (1. Könige 18,21). Und Elia fordert die Israeliten heraus: „Wenn der Herr der wahre Gott, dann folgt ihm nach; wenn aber der Baal, dann folgt ihm nach!“ In seiner Bergpredigt sagt Jesus es ähnlich:
„Niemand kann zwei Herren dienen. Entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben oder er wird dem einen ergeben sein und den anderen verachten. "
Matthäus 6,24
Und Jesus fügt hier an: „Ihr könnt nicht gleichzeitig Gott und dem Geld dienen.“ Wenn wir sagen, „Mein Gott kann!“, müssen wir uns fragen, welchem Gott wir wirklich vertrauen. Die Prioritäten, die wir setzen, können zu Enttäuschungen führen, wenn sie nicht auf dem festen Fundament des Herrn basieren.
Was traust du Gott zu?
Wenn wir dem Gott der Bibel vertrauen, wenn der Herr unser Hirte ist, wenn wir sagen: „Mein Gott kann!“, dann stellt sich die Frage: Was trauen wir Gott zu? Glauben wir wirklich an seine Kraft, die stärker ist als jede Herausforderung? An einen Gott, der fähig ist, das Unmögliche möglich zu machen? Glauben wir wirklich daran, dass unser Gott alles kann?
Der Vers Philipper 4,19 ermutigt uns mit den Worten: „Aus seinem großen Reichtum wird euch Gott, dem ich gehöre, durch Jesus Christus alles geben, was ihr zum Leben braucht.“ Das ist die Verheißung, auf die wir bauen können. Wenn wir in die Bibel schauen, sehen wir, dass Unmögliches möglich wurde, weil Menschen einem allmächtigen Gott vertrauten – so wie in diesen biblischen Beispielen, die wir alle auf unser Leben heute anwenden können:
1. Auf der der Flucht des Volkes Israel teilte sich das Rote Meer.
Bezug zum heutigen Leben: Wenn du vor scheinbar unüberwindbaren Hindernissen stehst, sei es bei der Arbeit, in Beziehungen oder in persönlichen Herausforderungen, erinnere dich daran: „Mein Gott kann!“ Er kann das Unmögliche möglich machen.
2. Erst in hohem Alter bekamen Abraham und Sarah einen Sohn: Isaak.
Bezug zum heutigen Leben: In Momenten, in denen wir uns nach Hoffnung sehnen und das Gefühl haben, dass es zu spät ist, um unsere Träume zu verwirklichen, können wir auf die Geschichte von Abraham und Sara zurückblicken. Gott kann Timing und Umstände zu seinen Gunsten beeinflussen.
3. Jesus heilt einen Aussätzigen, der ihn darum bittet.
Bezug zum heutigen Leben: Wenn du mit körperlichen oder psychischen Krankheiten kämpfst, erinnere dich an: „Mein Gott kann!“ Er kann Heilung und Trost bringen. Suche nach medizinischer Hilfe, aber vertraue auch auf Gottes heilende Kraft.
4. Jesus weckt Lazarus von den Toten auf.
Bezug zum heutigen Leben: Der Verlust eines geliebten Menschen kann schmerzhaft sein. Die Auferweckung des Lazarus erinnert uns daran, dass Gottes Trost über den Tod hinausgeht und Hoffnung in Zeiten von Trauer bietet.
5. Jesus vermehrt Brot und Fisch, sodass 5.000 Zuhörer satt werden.
Bezug zum heutigen Leben: In finanziellen Unsicherheiten oder Zeiten des Mangels kann die Geschichte der Speisung der 5.000 uns ermutigen, dass Gott in der Lage ist, uns zu versorgen, selbst wenn die Ressourcen begrenzt erscheinen.
6. Ein Engel befreite Petrus durch eiserne Tore aus dem Gefängnis.
Bezug zum heutigen Leben: Wenn du dich in Gefangenschaft fühlst, sei es durch Ängste, Süchte oder andere Lebensumstände, erkenne, dass „Mein Gott kann!“ Er kann Befreiung und Veränderung in dein Leben bringen.
7. Jesus heilte eine Frau, die jahrelang an Blutungen litt, als sie ihn berührte.
Bezug zum heutigen Leben: In Zeiten von körperlichen oder emotionalen Schmerzen können wir die Geschichte der blutflüssigen Frau als Ermutigung sehen, dass der Glaube an Gottes Heilkraft verändernde Auswirkungen auf unser Leben haben kann.
„Mein Papa kann alles!“ So hört man Kinder manchmal überzeugt von ihrem Vater sprechen – und genauso können wir Gott vertrauen. Ein Vater kam mit seinem Sohn zu Jesus und sagte: „Hilf uns, wenn du kannst!“ (Markus 9,23). „Was heißt hier: ‚Wenn du kannst‘?“, fragte Jesus zurück. „Alles ist möglich, wenn du mir vertraust.“ Auch in aussichtslosen Situationen dürfen wir darauf vertrauen: „Mein Gott kann!“ Sage dir die Wahrheit vor: „Jesus kennt mich, ich bin gewollt, auserwählt, gehört und grenzenlos geliebt.“ Mögen wir darauf vertrauen: „Mein Gott kann!“ Und möge es uns dazu führen, in jeder Situation standhaft zu bleiben und auf die Wunder zu hoffen, die Gott in unserem Leben wirken kann.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Ein Gott ohne Limit
Die Herausforderungen, die uns in den vergangenen Monaten begegneten, waren wirklich außergewöhnlich: Die Auswirkungen von Corona, der Krieg in der Ukraine mit Preissteigerungen und Inflation und zuletzt noch der Terror-Überfall in Israel haben unser Leben tiefgreifend beeinflusst. Jedes Mal hatten wir das Gefühl, dass eine Krisensituation noch längst nicht unter Kontrolle war – da tauchte schon die nächste auf. Doch interessanterweise haben wir im Missionswerk gerade in diesen schwierigen Zeiten zugleich erfahren, dass jede dieser Krisen auch Gelegenheiten bietet, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die zuvor für den Glauben noch keinen Platz in ihrem Leben gefunden hatten.
»Jede Krise bot Chancen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen.«
Wir sind zutiefst dankbar für die vielen Rückmeldungen und den Zuspruch, die wir durch unsere Arbeit im Fernsehen, im Internet und anderswo erhalten haben. Als Christen tragen wir die Hoffnung in uns, die die Welt so dringend braucht. Gott hat dich und mich berufen, Menschen zu ermutigen, besonders diejenigen, die Gott noch nicht persönlich kennen. Aber auch diejenigen, die vor Herausforderungen stehen, bei denen nur Gott helfen kann. Unser einzigartiger Gott ist in diesen schwierigen Zeiten an unserer Seite, er trägt uns durch, er tröstet und hilft – das haben wir immer und immer wieder erlebt in diesem Jahr. Und inmitten des zunehmenden Chaos in unserer Welt erleben wir auch zunehmend seine Zeichen und Wunder, die uns ermutigen und uns die Gewissheit geben, dass wir weitermachen müssen. Diese Zeichen und Wunder sind für uns die kostbarste Belohnung unseres Dienstes.
Auch wir leben auf dieser Erde und haben viele Herausforderungen, die im irdischen Bereich auf uns als Organisation zukommen. Da brauchen wir auch immer Gebet von unseren Freunden, damit wir alles Notwendige bewältigen können, um so eine Organisation zu führen. Beispielsweise kommen im Gebäudebereich des Missionszentrums immer mehr und neue Vorschriften, die wir zu erfüllen haben.
Heute jedoch möchte ich vor allem von Herzen Danke sagen! Danke für deine Treue zu unserer Missionsarbeit, für deine Gebete, deine finanziellen Gaben und deine ermutigenden Zeugnisse. Danke für deine Freundschaft und deine Liebe, die uns immer wieder berührt. Danke für deine Unterstützung im Reich Gottes, für deine Teilnahme an unseren Veranstaltungen, für deine Weiterempfehlung unserer Arbeit und deine Hilfe in der Sozialarbeit. Wir berichten regelmäßig über die Früchte unserer Arbeit, die dank deiner Großzügigkeit möglich sind. Besonders danke ich dir für die finanzielle Unterstützung in diesem Jahr beim Bau eines weiteren Kindergartens in Jerusalem. Ohne fantastische Freunde wie dich könnten wir nichts erreichen, denn wir sind zu hundert Prozent auf Spenden angewiesen. Einfach gesagt: Danke, danke, danke!
Daniel Müller
»Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind,
Psalm 147,3
und verbindet ihre Wunden.«
Vor ein paar Jahren las man in der Zeitung die Geschichte von einem Studenten: Er hatte in der Bibliothek für seine Prüfungen gelernt und verbrachte viele Stunden dort. Als er schließlich das Gebäude verlassen wollte, hatte er nicht bemerkt, wie spät es war – und konnte den Ausgang nicht öffnen. Das Bibliothekspersonal hatte ihn einfach vergessen und eingeschlossen.
Bist auch du schon einmal vergessen worden? Jemand sollte dich abholen und kam nicht. Oder jemand wollte anrufen, aber hat sich nicht gemeldet. Einfach vergessen. Es ist nicht schön, wenn wir irgendwo stehen und warten oder vor einem Telefon sitzen, das nicht klingelt. Wir erleben Enttäuschung und Frust.
Wie eine Mutter
Wenn wir uns so einsam und verlassen fühlen, wollen unsere negativen Emotionen uns gern einreden: Gott hat dich auch vergessen. Unsere Gefühle manipulieren uns oft in einen Zustand, in dem wir die Wahrheit nicht mehr sehen. Doch die Wahrheit bleibt bestehen: Jesus vergisst uns niemals! Gott vergleicht das in Jesaja 49,15 mit einer Mutter, die Erbarmen hat mit ihrem Säugling und sagt Folgendes: „Sollten selbst diese vergessen, ich werde dich niemals vergessen. Siehe, in meine beiden Handflächen habe ich dich eingezeichnet.“ Mehr als eine Mutter für ihr Kind sorgt sich Gott um dich! Wie könnte man es noch deutlicher sagen, dass wir Jesus nicht egal sind? Sollten dich auch Menschen vergessen, Jesus vergisst dich nicht!
Eine wunderbare Geschichte finden wir dazu in der Bibel: Es geht um einen kleinen Jungen. Er war fünf Jahre alt und er war von einem Sturz an beiden Beinen gelähmt. In der damaligen Zeit gab es keine Krankenversicherung, keine Hilfsmittel wie Rollstühle oder Prothesen. Lahme Menschen waren dazu bestimmt, betteln zu gehen. Doch diese Geschichte verlief anders.
Der Name dieses kleinen Jungen war Mefi-Boschet. Er war Jonatans Sohn, der Enkel von Saul. Im Verlauf der Geschichte erwähnt die Bibel ihn nur einmal kurz – und schweigt dann viele Kapitel über sein Leben. Lange dachte niemand an ihn. Er lebte im Haus von Verwandten und war von den Menschen vergessen. Doch Gott hatte ihn nicht vergessen! David war inzwischen König über Israel und Juda geworden. Und plötzlich kam ihm in den Sinn: „Gibt es vielleicht noch jemand, der vom Haus Sauls übriggeblieben ist, damit ich Gnade an ihm erweise um Jonatans willen?“ (2. Samuel 9,1). David erinnerte sich, dass sein Freund Jonatan noch mehr Familienangehörige gehabt hatte. Mefi-Boschet war inzwischen erwachsen. Seit dem Tod seines Vaters hatte er fernab und unbeachtet sein Dasein gefristet, als er hörte, dass der König nach ihm fragte.
Wunderbare Wende
So wie Gott diesen gelähmten Jungen nie vergessen hat, kennt er dich und weiß von der ausweglosen Situation, in der du vielleicht steckst. Vielleicht hast du auch schon gedacht: Jetzt ist alles zu Ende, niemand kann mir noch helfen! Oder vielleicht bist du verzweifelt, wie es dieser Junge bestimmt auch war, als er merke, dass er nicht mehr laufen konnte. Ich möchte dir sagen: Gott hat dich nicht vergessen!
Als David von ihm erfährt, handelt er sofort: „Da sandte der König David hin und ließ ihn aus dem Haus Machirs, des Sohnes Ammiels, aus Lo-Dabar holen. Da kam Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David und fiel auf sein Angesicht und warf sich nieder. Und David sagte: Mefi-Boschet! Er sagte: Siehe, dein Knecht. Und David sagte zu ihm: Fürchte dich nicht! Denn ich will nur Gnade an dir erweisen um deines Vaters Jonatan willen, und ich will dir alle Felder deines Vaters Saul zurückgeben; du aber sollst ständig an meinem Tisch das Brot essen“ (2.Samuel 9,6-7). Mefi-Boschet bekommt den Landbesitz zurück, der einst seinem Großvater gehört hatten und darf fortan beim König speisen.
»Egal, wie du dich fühlst oder was du von dir denkst: Jesus hat gute Absichten mit deinem Leben.«
Diese Geschichte erinnert wunderbar an Jesus, der uns ruft in unseren dunkelsten Stunden, wenn wir uns vergraben in unserem Schmerz und uns vergessen fühlen. Genau dann gilt uns die Einladung zum Tisch des Königs, nah in seiner Gegenwart! An diesem Platz ist alles möglich. Was für eine wunderbare Wende in Mefi-Boschets Leben! Der König hatte ihn gesehen. Wenn der König dich sieht, gibt das auch deinem Leben eine Wende. Wenn du dich Jesus zuwendest, bist auch du geladen zum Tisch des Königs.
Balsam für die Seele
Hier sehen wir eine wunderbare Parallele: König David rief ihn mit Namen, Mefi-Boschet antwortete – und David sagte: „Fürchte dich nicht! Denn ich will nur Gnade an dir erweisen.“ Jesus ruft auch dich beim Namen, denn er kennt deinen Namen. Er hat ihn ins Buch des Lebens geschrieben, wenn du ihm dein Leben gegeben hast.
Wenn wir zu unserem König Jesus Christus kommen, verändert sich auch unser Leben radikal. Gnade heißt die Wendung und alle Furcht weicht. Du bist aufgenommen in die Familie Gottes und nicht mehr draußen, weit weg wie Mefi-Boschet. Beim König finden wir Versorgung – und sogar Überfluss. Mefi-Boschet hat alles zurückbekommen und war nicht mehr der Außenseiter und Ausgestoßene. David sagte zu ihm: „Fürchte dich nicht!“ Das war sicher Balsam für die Seele von Mefi-Boschet, der so viel Schmerz und Verletzung erlebt hatte.
»Vorher war er ein Bettler gewesen – jetzt ein Königssohn!«
Vielleicht hast auch du so eine verwundete Seele, hast viel durchgemacht und fühlst dich verlassen und alleine. In Psalm 147,3 lesen wir: „Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.“ Bring deine Verletzungen ans Licht, damit sie heilen können – die Verwundungen deiner Seele, all das, was du vielleicht schon lange mit dir herumschleppst. Erkenne die Wahrheit und komm in die Freiheit: Du hast einen Platz am Tisch des Königs!
Mefi-Boschet lässt uns in sein Herz schauen. Es ist ein gebrochenes Herz voller Angst: „Da warf er sich nieder und sagte: Was ist dein Knecht, dass du dich einem toten Hund zugewandt hast, wie ich einer bin?“ (2. Samuel 9,8). Man kann hier den Schmerz herauslesen, die Hoffnungslosigkeit, die sein Leben im Griff hatte. Er hatte sich selbst aufgegeben. Vielleicht geht es dir genauso. Vielleicht bist du enttäuscht von Menschen und dein Herz ist zerbrochen. Doch noch viel freundlicher, als David sich Mefi-Boschet zuwendet, wendet sich Jesus dir zu. Er fängt dich auf und lässt dich nicht fallen. Egal, wie du dich fühlst oder was du von dir denkst: Jesus hat gute Absichten mit deinem Leben.
Die Einladung ablehnen?
Mefi-Boschet nahm die Einladung an. Er verließ sein Dorf in der Ferne, kam nach Jerusalem und speiste jeden Tag mit David am Königshof. Er hätte in seinem Zuhause bleiben können. Aber warum hätte er dieses großzügige Angebot ausschlagen sollen?
Bleib nicht an deinem abgelegenen Ort. Vergrabe dich nicht in deiner Enttäuschung oder in deinen Ohnmachtsgefühlen. Jesus ruft dich. So wie David, der fragte: „Gibt es vielleicht noch jemand, der…. übriggeblieben ist, damit ich Gnade an ihm erweise…?“ Um Jesu Willen bist du begnadigt und darfst zum Tisch des Königs kommen, denn du bist eingeladen. Dort, am Tisch des Königs, sitzen alle, die zur Familie gehören, Söhne und Töchter.
Als Mefi-Boschet an den Königshof kam und am Tisch Platz nahm, war alles anders. Seine Würde war wieder hergestellt. Jetzt war er wieder am richtigen Platz. Seine Angst war verschwunden. Vergessen waren die vielen Jahre der Hoffnungslosigkeit und er fasste wieder neu Vertrauen. Vorher war er ein Bettler gewesen – jetzt ein Königssohn!
Auch für dich gibt es einen Platz am Tisch des Königs. Du darfst Versorgung empfangen und brauchst nicht zu betteln. Du bist gerufen und eingeladen. Egal, wie du dich fühlst, wie krank du bist oder wie groß deine Not oder Sorge ist. Am Tisch des Königs ist alles anders. Da ist Gnade und Wiederherstellung. Schöpfe Hoffnung und Mut.

Isolde Müller
Leiterin des Missionswerk Karlsruhe

Heilung für deine Seele
Vor Kurzem erhielt ich eine E-Mail von einem engen Freund, der mir mitteilte, dass er unsere Freundschaft beenden würde. Seine Nachricht war mit Vorwürfen gespickt und basierte auf Missverständnissen und Spekulationen, die keinerlei Wahrheit enthielten. Diese E-Mail löste bei mir eine Lawine von Gedanken aus, die mich in ein Netz aus Mutmaßungen, Argwohn und Befürchtungen verwickelten. Ich begann, mir Sorgen darüber zu machen, welche Auswirkungen seine Verdächtigungen für mich haben könnten. Meine Fantasie übernahm die Kontrolle über meine Gedanken und Gefühle.
1. Nicht mit der Realität verwechseln
Die meisten von uns haben schon einmal erlebt, wie Überlegungen zu Spekulationen werden. Ein anfänglicher Gedanke führt zum nächsten, und plötzlich haben wir ein komplexes Szenario im Kopf. Solche Spekulationen können zu Ängsten, Schlaflosigkeit und einer allgemeinen Unruhe führen. Doch es ist wichtig zu verstehen: Dieses Szenario hat oft wenig oder gar nichts mit der Realität zu tun. Es sind Gedanken, die auf begrenzten oder unvollständigen Informationen basieren. Oftmals stehen Annahmen oder Unsicherheiten, denen wir in unserem Leben begegnen, dahinter.
Um diesen ungesunden Denkmustern entgegenzuwirken, ist es hilfreich, diese Gedanken zu hinterfragen und zu reflektieren – und sie nicht mit der Realität zu verwechseln. Gedanken und Spekulationen sind ein natürlicher Teil unseres menschlichen Seins, aber als Gottes Kinder haben wir die Möglichkeit, ihre Auswirkungen auf unser Leben zu kontrollieren.
2. Einladung zu innerer Gelassenheit
Die Botschaft von Jesus in Matthäus 6,25-34 ist eine Einladung zur inneren Gelassenheit. Hier sagt er uns: „Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung?“ Jesus erinnert uns daran, dass wir von unserem himmlischen Vater versorgt werden. Er fordert uns auf, ihm zu vertrauen und uns keine unnötigen Sorgen zu machen.
Warum haben wir so viele Befürchtungen über unsere Versorgung? Über Kleidung, Essen und Trinken? Jesus weist auf die Schönheit der Natur hin und sagt, dass Gott sich um die Vögel des Himmels und die Lilien auf den Wiesen kümmert. Wenn Gott selbst die Blumen so prächtig kleidet und die Vögel versorgt, warum sollten wir dann an seiner Fürsorge zweifeln?
3. Der Weg zur inneren Gelassenheit
Wie können wir diesen Weg zur inneren Gelassenheit gehen, den Jesus uns zeigt? Vier Wegmarken können wir dafür bewusst ansteuern.
Gott in den Fokus rücken. Der erste und grundlegendste Schritt zur inneren Gelassenheit ist, Gott in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen. Wenn wir unsere Gedanken auf ihn richten und unser Vertrauen in seine Führung setzen, können wir den Frieden finden, den uns die Welt nicht bieten kann.
Sorgen loslassen. Wir müssen lernen, unsere Sorgen loszulassen und sie Gott zu übergeben. Dies bedeutet nicht, dass wir unsere Verantwortung vernachlässigen sollten, sondern dass wir erkennen, dass wir nicht alles kontrollieren können. Indem wir unsere Sorgen abgeben, machen wir Platz für Gottes Handeln in unserem Leben.
Im Gebet Vertrauen finden. Das Gebet ist ein mächtiges Werkzeug, um unsere Gedanken zu beruhigen und unsere Verbindung zu Gott zu stärken. Wir können unsere Ängste und Spekulationen im Gebet vor Gott bringen und um seinen Frieden bitten. Das Gebet ermöglicht es uns, unsere Lasten abzulegen und uns von Gottes Liebe erfüllen zu lassen.
Den Geist lenken. Wir sollten unseren Geist ständig darauf ausrichten, auf Gott zu schauen und nicht auf Spekulationen und Ängste. Dies erfordert Übung und Disziplin, aber es ist der Schlüssel zur inneren Gelassenheit. Wenn wir bewusst unsere Gedanken kontrollieren und auf das Positive und Aufbauende lenken, können wir den negativen Einflüssen von Spekulationen widerstehen. Wenn Jesus sagt: „Macht euch keine Sorgen“, ist das kein Vorschlag, sondern ein Befehl …
4. Mut, Lasten abzulegen
Ich erinnere mich gern an eine Analogie, die mir hilft, mich von Spekulationen und unnötigen Sorgen zu befreien. Stell dir vor, du siehst auf dem Flughafen, am Bahnhof oder anderswo einen Mülltrenneimer. Er hat verschiedene Fächer für Restmüll, Plastik, Papier und Glas. Wenn du auf Reisen bist und etwas loswerden möchtest, wirfst du es einfach in das passende Fach, um Verpackungen oder Müll zu entsorgen.
Genau so ist das Kreuz, das ständig vor uns steht. Es ist der Ort, an dem wir alles loswerden können: unsere Ängste, unsere Spekulationen, unsere Sünden. Wir müssen den Mut haben, diese Lasten vor Gott abzulegen und zu vertrauen, dass er uns erleichtern wird. Spekulationen und übermäßige Sorgen können uns erdrücken und von einem erfüllten Leben abhalten. Doch sie sind nicht unsere Bestimmung. Wir können den Weg zur inneren Gelassenheit finden, indem wir auf Gottes Botschaft hören und unser Vertrauen in ihn setzen. Machen wir uns keine Sorgen, sondern lassen wir uns von Gottes Frieden erfüllen. In diesem Frieden können wir die Welt mit neuen Augen sehen und unseren Weg mit Zuversicht und
innerer Ruhe gehen.
In einer Zeit, in der Unsicherheiten und Stress allgegenwärtig sind, ist die Botschaft von Jesus „Mach dir keine Sorgen“ eine Quelle der Hoffnung und des Trostes. Nimm diese Botschaft in dein Herz auf und setze sie in deinem Leben um. Denn der Weg zur inneren Gelassenheit beginnt mit einem Vertrauensschritt in Richtung Gottes Fürsorge. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, dass du dich weniger von Spekulationen und Sorgen beeinflussen lässt und stattdessen die Freiheit und den Frieden findest, die in einer vertrauensvollen Beziehung zu Gott liegen.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Ein Vater trägt sein weinendes Baby geduldig im Wohnzimmer auf und ab. Eine Frau schiebt ihren dementen Mann im Rollstuhl durch den Park. Beides ist ein Ausdruck von bedingungsloser Liebe. Sie ist die tiefste Form der Liebe, die wir in unserem Leben erfahren können. Bedingungslose Liebe ist frei von Erwartungen und Voraussetzungen. Ein Vater fordert nichts von seinem Baby, seine Liebe ist einfach da.
Erste Frucht des Geistes
Für Menschen ist Liebe sehr wichtig. Wird ein Baby nur versorgt, aber nicht geliebt, kann es nicht überleben. Fehlt es Erwachsenen an Liebe, kann das zu vielen Problemen führen: Verlust der Lebensfreude, innerer Stress, psychische Krankheiten wie Depressionen, körperliche Leiden. Jeder Mensch braucht Liebe und verdient es, geliebt zu werden. Das lässt nur einen Schluss zu: Liebe ist das Wichtigste im Leben. Liebe ist die Grundlage dafür, dass ein Kind gesund aufwächst, dass sich Ehepartner wertgeschätzt fühlen, dass eine Familie stark ist, dass eine Gruppe oder eine Gesellschaft belastbar ist. Liebe ist die starke Grundlage für eine gesunde Beziehung. Liebe geht von Herz zu Herz.
Wie die Liebe des Vaters zu seinem Baby, ist Gottes bedingungslose Liebe ein Geschenk – sogar das beste aller Geschenke! In einer Welt, in der Beziehungen oft von Bedingungen und Erwartungen geprägt sind, ist die bedingungslose Liebe ein unbezahlbarer Schatz. Diese Liebe ist auch die erste Frucht des Heiligen Geistes Gottes im Leben des Gläubigen:
„Der Geist Gottes dagegen lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung.“
Galater 5,22-23
Liebe ist Gottes Natur
Die Liebe ist das Erste. Warum? Weil Liebe Gottes Wesen ist: „Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe“, heißt es in 1. Johannes 4,8. Und weiter in Vers 16: „Wir haben erkannt, dass Gott uns liebt, und wir vertrauen fest auf diese Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“
Wenn Gottes Wesen und Natur Liebe ist, was sagt das über uns? Am Anfang der Bibel lesen wir, dass wir nach Gottes Abbild gestaltet sind: „So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie“ (1. Mose 1,27).
Wenn wir nach dem Bild Gottes geschaffen sind, haben wir seine Eigenschaften, dann tragen wir seine Natur in uns und spiegeln sein Wesen wider.
Doch es gibt ein Problem. Ein großes Problem: Der Sündenfall im Paradies führte zur Trennung zwischen den Menschen und Gott. Die Sünde hat unsere Beziehungsfähigkeit gestört und uns ist die Kunst verloren gegangen, Gott so zu lieben, wie wir sollten. Die Sünde hat unsere wahre Natur der Liebe zerstört. Uns beherrschen Eigeninteressen und Selbstsucht. Es ist wichtig festzuhalten, dass die Sünde ein Killer ist: Sie kommt, um zu stehlen, zu zerstören und zu töten – vor allem die Liebe Gottes in dir. Aus diesem Grund ist die Liebe heute in vielen Beziehungen nicht mehr bedingungslos, sondern sie ist an Erwartungen geknüpft.
Beziehungen basieren heute oftmals auf Emotionen. Unsere Gefühle können gut ausdrücken, was in uns vorgeht, aber sie können keine Grundlage für Liebe sein. Beziehungen, die nur auf Gefühlen und Emotionen basieren, halten nicht lange. Zudem wurden die Herzen vieler Menschen durch das Böse entleert und wir sehen Hass, Lügen, Verrat, Lust, Schmerz, Missbrauch in Beziehungen. Das hat dazu geführt, dass in den Herzen vieler Menschen ein Vakuum entstanden ist.
Wer kann uns und unsere Herzen erlösen, damit wir so lieben, wie Gott uns liebt?
In der Bibel lesen wir von Gottes bedingungsloser Liebe. Selbst nach dem Sündenfall liebt Gott die Menschheit weiterhin ungebrochen. So sehr reicht seine Liebe über die Sünde hinaus. Jesus Christus ist der Ausdruck und das Zeichen für diese bedingungslose Vaterliebe. Die Liebe Gottes kam in Form von Jesus Christus als Erlöser in die Welt. Durch seinen Opfertod am Kreuz können wir die Erlösung von Sünde und Trennung annehmen. „Wenn ihr also mit dem Mund bekennt: ‚Jesus ist der Herr‘, und im Herzen glaubt, dass Gott ihn vom Tod auferweckt hat, werdet ihr gerettet“ (Römer 10,9).
Ein Vorrat von Gottes Liebe
Der Glaube in deinem Herzen an Gott kann dein Leben verändern. Liebe von Herzen ist eine der großartigsten Erfahrungen, die ein Mensch im Leben machen kann. Und er gibt uns die Möglichkeit, uns für den Glauben an ihn zu entscheiden. Wenn du heute an ihn glaubst, hast du Zugang zu seiner Liebe, sodass du ihn lieben kannst und dich selbst und deine Nächsten mit seiner Liebe.
Mit anderen Worten: Jesus Christus ist das Herz Gottes, das dir und mir offenbart wurde. Wenn du Jesus in deinem Herzen hast, hast du Gott in deinem Herzen und damit Liebe in deinem Herzen. Wenn Gott in deinem Herzen lebt: Das ist Herz zu Herz!
Gott möchte, dass wir ihn zuerst von ganzem Herzen lieben, noch vor unserer Seele und unserem Verstand. Wir haben nicht die Liebe, die es braucht, um ihn zu lieben, also gibt er uns seine Liebe. Der Heilige Geist selbst gießt sie in unser Herz:
„Dass Gott uns liebt, ist uns unumstößlich gewiss. Seine Liebe ist ja in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist, den er uns geschenkt hat.“
Römer 5,5
Gott gießt aus seinem Herzen seine Liebe in unsere Herzen, damit wir mit dem Vorrat von Gottes Liebe in unseren Herzen lieben können. Aus einem solchen erfüllten Herzen kommt unsere Kraft, unsere Freude, unser Friede, unser Glaube, unsere Hoffnung, unser gesunder Geist.
In diesem Sinne ist die schönste Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch das Gebet. Denn es ist ein Gespräch von Herz zu Herz! Anbetung ist ein Gespräch von Herz zu Herz. Geben ist ein Gespräch von Herz zu Herz. Vor allem anderen aber ist bedingungslose Liebe ein Gespräch von Herz zu Herz! Liebe zu Liebe, das ist deine wahre Bestimmung!
Sampson Acheampong, Missionswerk Karlsruhe

Lebe Gottes Liebe
Als der Computer, das Handy und schließlich das Smartphone erfunden wurden, dachten viele von uns, diese technologischen Errungenschaften würden unser Leben erleichtern und uns mehr Freizeit verschaffen. Doch was ist passiert? An jedem einzelnen Tag werden heute weltweit über 300 Milliarden E-Mails verschickt. Allein über WhatsApp bekommt jeder Deutsche zwischen 30 und 50 Jahren durchschnittlich täglich 15 Nachrichten – andere Messenger-Dienste kommen häufig noch hinzu.
Die Technik gibt uns neue Möglichkeiten. Aber wir stehen auch vor neuen Verpflichtungen und Herausforderungen. Wir sind immer erreichbar und scheinen niemals zur Ruhe kommen zu können. Das Ergebnis? Stress! Wir sind gestresst. Wir fühlen uns getrieben, sind innerlich unruhig. Schnell fühlt es dazu, dass wir auf andere gereizt oder lieblos reagieren.
Ruhe als Herausforderung
Wie gehen wir am besten damit um? Was setzen wir der technologischen Flut entgegen? Ich persönlich bemühe mich, trotz dieser hektischen Zeit in Gottes Ruhe einzutauchen. Aber jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Ich glaube, in der heutigen Zeit müssen wir es neu lernen, zur Ruhe zu kommen. Viele von uns haben es vernachlässigt, Ruhephasen fest in ihren Wochenplan einzuplanen, und einige haben sogar Angst vor Stille entwickelt, die sie deshalb meiden. Und es kann auch der Teufel sein, der uns dauernd beschäftigt und im Stress gefangen hält. Denn Stress trennt uns von Gott. Stress erstickt die Liebe, schädigt Beziehungen und kann letztendlich unsere eigene Gesundheit beeinträchtigen. Ist das nicht auch Sünde? Ist nicht alles, was uns von Gott trennt, Sünde? Im Zustand des Stresses verhalten wir uns anderen nicht zugewandt und barmherzig, wir können Gott und unseren Nächsten nicht lieben, obwohl das die wichtigsten Gebote sind.
Prioritäten setzen
Das Problem ist: Wenn wir selbst keine Prioritäten setzen für unser Leben, wenn wir nicht entscheiden, wofür wir in unserem Alltag Zeit und Kraft einsetzen wollen, passiert es leicht, dass wir getrieben werden – von E-Mails, vom Smartphone, vom Kalender oder anderen Anforderungen. Wenn wir die notwendigen Zeiten für Stille nicht fest in unseren Tagesablauf integrieren, wird der Wunsch danach immer ein unerfüllter Traum bleiben. Der innere Friede und die Ruhe, die wir suchen, werden nie einkehren. Denn es gibt immer etwas zu tun und immer irgendwelche Termine. Ich merke: Wenn ich im Stress bin, fällt als Erstes die Zeit mit Gott weg. Einfach weil es mir in diesem getriebenen Zustand schwerfällt, Gottes Ruhe in Anspruch zu nehmen. Während stressiger Phasen verwerfen wir oft als Erstes alles, was uns Ruhe verschafft. Wir sind so getrieben, dass wir in solchen Momenten nicht einmal an die Idee einer Auszeit denken können. Unsere Gedanken sind überflutet von Aufgaben und Terminen. Deshalb ist es so wichtig, einen Schritt zurückzutreten und uns klarzumachen, wie dringend wir Zeiten brauchen, in denen wir uns vom Lärm, vom Smartphone, von der Arbeit zurückziehen. Und dass wir uns bewusst einplanen, Gott in der Stille zu begegnen.
Für Körper, Seele und Geist sorgen
Gott hat uns mit Körper, Seele und Geist geschaffen und alle Drei sind miteinander verwoben. Deshalb ist es nötig, auch allen dreien Raum zu geben.
1. Unser Körper.
Paulus erinnert daran, dass unser Körper ein „Tempel des Heiligen Geistes“, eine Wohnstätte Gottes ist (1. Korinther 6,19). Und wer wollte eine Wohnung des Heiligen Geistes vernachlässigen? Trotzdem kommt es vor, dass wir durch ungesunde Ernährung, Überarbeitung oder Schlafmangel unachtsam mit unserem Körper umgehen. Nimm die Signale deines Körpers ernst und nimm dir Zeit für die Bewegung, den Schlaf und die gesunden Lebensmittel, die er braucht.
2. Unsere Seele.
In der heutigen schnelllebigen Zeit ist es eine Herausforderung, zur Ruhe zu kommen, doch unsere Seele braucht sie, um gesund zu bleiben. Ein deutliches Zeichen dafür, dass es unserer Seele schlecht geht, ist, wenn wir zur Ruhe kommen und plötzlich unsere Gedanken wie Feuerwerkskörper explodieren. Wenn wir abends ins Bett gehen, sollten wir abschalten und zur Ruhe kommen, nicht von übermäßigen Gedanken belastet sein, die uns den Schlaf rauben. Um unsere Seele zu heilen, müssen wir in die Ruhe Gottes eintauchen. In dieser Zeit können wir beten, unsere Sorgen vor Gott bringen und alles, was uns beschäftigt, bei ihm abladen. Wir dürfen uns Zeit für unsere Seele nehmen und in seiner Gegenwart auftanken. Es ist ein Segen, einen so liebevollen Gott zu haben, der uns all unsere Lasten abnimmt. In Matthäus 11,28 heißt es: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.“ Du wirst Ruhe für deine Seele finden – ist das nicht eine wunderbare Zusage?
3. Unser Geist.
Mit unserem Geist begegnen wir Gott und wir brauchen immer wieder Zeiten, in denen wir auf dieser Ebene im Gespräch sind mit Gott. In Römer 8,16 schreibt Paulus: „Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ Nimm dir Momente, in denen du in deinem Geist spürst, dass du Gottes geliebter Sohn oder seine geliebte Tochter bist.
Sabbat halten
Auch wenn Jesus für Empörung bei den religiösen Führern sorgte, weil er am Sabbat heilte und argumentierte, dass der Sabbat für den Menschen gemacht hast, hat er den Sabbat selbst, die wöchentliche Zeit der Ruhe bei Gott, nicht infrage gestellt. Das Sabbatgebot aus den Zehn Geboten gibt uns Gelegenheit, unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele aufzutanken. Er ist ein Tag für Gott, aber auch eine Zeit des persönlichen Zur-Ruhe-Kommens. Gott hat den Sabbat eingeführt, weil ihm ein Tag wichtig ist, der sich von den anderen sechs Tagen unterscheidet. Der Ruhetag erinnert uns daran, dass es neben der Arbeit auch Zeiten für Anbetung, für seine Gegenwart, für Erholung und Ruhe braucht. Es geht darum, für Körper, Geist und Seele zu sorgen, damit wir gestärkt in eine neue Woche starten können.
Rückzug wagen
Nach aufreibenden Erfahrungen war der Prophet Elia aus dem Alten Testament am Ende: Erschöpft von den Anstrengungen und Prüfungen, unter Druck wegen der Morddrohungen von Königin Isebel suchte er Zuflucht in der Wüste und schrie: „Herr, ich kann nicht mehr!“ Und er erlebte, wie Gott ihn an Körper, Seele und Geist versorgte. Zuerst gab ihm ein Engel Nahrung und Wasser, dann fand Elia einen Schlafplatz in einer Höhle und schließlich begegnete dem erschöpften Propheten Gott selbst mit leiser, sanfter Stimme. Mitten in Stress und Ermüdung hat Elia sich von allem zurückgezogen und die Ruhe der Wüste gesucht. Auch Jesus zog sich oft zurück, ließ Menschen und Aufgaben hinter sich, um Zeit mit seinem Vater zu verbringen und neue Kraft zu schöpfen.
Es kann ein guter Anfang sein, kleine Schritte in Richtung Ruhe zu unternehmen. Ruhezeiten mit Gott zur Priorität zu machen, sich um Körper, Seele und Geist zu kümmern, den Rückzug zu wagen und inmitten des Stresses zur Ruhe zu kommen, kann ein schrittweiser Prozess sein. Überlass Jesus das Steuer und vertraue ihm deinen Tag an. Er wird für dich sorgen. Er sagt in Johannes 14,27: „Auch wenn ich nicht mehr da bin, wird doch der Friede bei euch bleiben. Ja, meinen Frieden gebe ich euch – einen Frieden, den euch niemand sonst auf der Welt geben kann.“
Rahel Selg, Missionswerk Karlsruhe
Seit 2017 waren wir zum ersten Mal wieder in Zürich, anders als früher diesmal im Stadtteil Kloten. Parallel zu den Jugend-Schwimmmeisterschaften im selben Haus durften wir einen wunderschönen Stadtsaal belegen. Trotz langer Wartezeit an der Grenze und einem Stau waren wir rechtzeitig mit Aufbau und Proben fertig und warteten gespannt, wie viele kommen würden.
Überwältigt erlebten wir die herzliche Begrüßung, die Freude und die große Erwartung, mit der die Besucher kamen. Vom ersten Moment an war die Gegenwart Gottes spürbar. Es ist herrlich, Menschen zu dienen, die offen sind für das Wirken Gottes! Einige sehen regelmäßig unsere Sendung auf Bibel-TV und erlebten uns nun zum ersten Mal live. Mehrere Besucher berichteten anschließend, dass sie einen solchen Frieden wie hier noch nie erlebt hätten. Manche spürten, wie Lasten abfielen. Andere erzählten, wie präzise sie Worte der Erkenntnis getroffen hätten. Es ist unsere schönste Aufgabe, Menschen mit Gott in Verbindung zu bringen! Bei den persönlichen Gebeten war der Glaube bei manchen so groß, dass sie schon während des Gebets das Wirken Gottes spürten.

Neun „Atmosphäre für Wunder“-Veranstaltungen haben wir in diesem Jahr veranstaltet. Etwa zehntausend Kilometer sind wir mit dem Bus gefahren. Wir hatten ein wunderbares Team an unserer Seite, das sich teils Urlaub genommen hat für die Veranstaltungen und sich immer auf das nächste Mal freute. Ganz herzlichen Dank ans Team, an die Busfahrer und nicht zuletzt an alle, die für diese Zeiten voller Wunder und Gottesbegegnungen gebetet haben!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Reaktionen von Besuchern:
- Eine Frau berichtete, dass sie uns vor drei Jahren gefunden hat und die TV-Sendungen sie aus ihren jahrelangen Depressionen geführt hat.
- „Es war ein super Gottesdienst. Ich habe Jesus gebeten, dass ich sein Freund sein darf. Da wurde mein Inneres total ruhig. Ich habe noch nie einen solchen Frieden und so eine tiefe Ruhe erlebt.“ P. L.
- „Danke für euren Einsatz von heute Nachmittag. Für mich war es eine eindrückliche Zeit mit Gott.“ A. S.
Wir staunten, als wir den imposanten Namen für die neue Halle im Congress-Centrum-Hannover hörten, in dem unser Gottesdienst stattfinden sollte: „Future Meeting Space“ – ein Versammlungsraum der Zukunft. Und dieser Name wurde Programm für unsere „Atmosphäre für Wunder“-Veranstaltung in Hannover. Denn Gott hat für jeden einzelnen Christen eine Zukunft vorbereitet. Unsere Perspektive liegt in ihm.
Von dieser verheißungsvollen Perspektive, die Gott uns eröffnen will, haben wir in Hannover und Essen gesprochen. Der Teufel möchte unser Sichtfeld einschränken, indem er unsere Fehler der Vergangenheit ganz groß ausbreitet. Aber von Jesus haben wir ein Tool bekommen, um davon loszukommen: Den ganzen Mist der Vergangenheit können wir im Namen Jesus brechen und ans Kreuz bringen. Die Wahrheit macht uns frei und da ist keine Gebundenheit.



Spontan berührt
Viele Besucher in Hannover sowie am Tag darauf im Essener Lighthouse haben genau das erlebt. Viele gingen anschließend mit einer ganz neuen Freiheit nach Hause. Als wir in Essen den Gottesdienst beendet hatten, weinten einige angesichts der spürbaren Gegenwart Gottes. Viele wurden spontan berührt. Als wir anschließend mit den Besuchern, die es wünschten, persönlich beteten, erfuhren wir, dass das Thema „Die Lügen des Lebens erkennen und befreit werden“ voll die Herzen getroffen hatte. Viele berichteten, dass eine große Last von ihnen abgefallen war.
Wunder hautnah
Auch während der Anbetungszeit hatten viele Gottes Wirken hautnah erlebt:
- Jemand mit Skoliose berichtete: „Ich bin hier und der Schmerz ist weg!“
- Jemand hatte seit Jahren Schulterschmerzen: „Gott hat mich berührt.“
- Ein Kind erzählte: „Mein Knöchel tut nicht mehr weh.“
- Nach einer Zahnbehandlung konnte eine Frau nicht mehr singen. Sie wurde von Gott während des Lobpreises berührt – und sang anschließend spontan ein Solo für uns alle.
- Jemand bekannte: „Der Tinnitus ist weg – und ich habe nicht mal dafür gebetet!“
- Eine Frau in Essen berichtete, dass ihre Wirbelsäule berührt wurde und die Schmerzen weg waren.
- In Hannover wurde ein zugefallenes Ohr geöffnet, nachdem der Arzt nicht mehr hatte helfen können.


Voller Einsatz
Neben den wunderbaren Gebetserhörungen war es auch ermutigend, eine Steigerung der Besucheranzahl zu sehen. An einem sonnigen Sonntagabend fuhren wir dann voller Dankbarkeit mit unserem Einsatzbus nach Hause zurück und kamen gegen 22 Uhr in Karlsruhe an. Einige aus dem Team mussten dann noch etwa eine Stunde weiter nach Hause fahren und am Montagfrüh wieder zur Arbeit. Manche hatten sich für Freitag extra Urlaub von der Arbeitsstelle genommen, um dabei zu sein. Eine Ferientour sind diese Wochenenden aber keineswegs: Von den Städten sehen wir nur die Straßen bis zur Halle.
Und doch können wir aus vollem Herzen sagen: Die Tour hat sich für das Reich Gottes voll gelohnt und wir hatten eine super Gemeinschaft. Das Team hat ganzen Einsatz gezeigt, damit Menschen den grenzenlosen Gott erleben können. Ein großer Dank ans Team, an die drei Busfahrer und nicht zuletzt an unsere Freunde, die diese Einsätze erst finanziell ermöglichen. Am 30. September geht es für uns zu unserem letzten Veranstaltungsort in diesem Jahr – nach Zürich Kloten.
Daniel und Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe

Atmosphäre für Wunder
Mitten in den turbulenten Wirren des Lebens erhebt sich ein fester Fels, der größer ist als all deine Ängste, Zweifel und Sorgen. Dieser Fels ist Gott, und seine unermessliche Größe wird in den Seiten der Bibel deutlich sichtbar. Lass uns gemeinsam in die bekannte Geschichte eintauchen, in der Josua und Kaleb mutig das Land betraten, das Gott ihnen verheißen hatte – ein Land, in dem Milch und Honig flossen.
Die Verheißung und die Herausforderung
Josua und Kaleb trugen die begeisternde Zusage Gottes in sich vom verheißenen Land. Das verheißene Land war ein Land des Überflusses. Es war ein Land, das buchstäblich von Milch und Honig überfloss. Doch obwohl die Fruchtbarkeit des Landes offensichtlich war, standen den Israeliten gewaltige Herausforderungen bevor: Die riesigen Bewohner des Landes und die massiven Mauern von Jericho schienen unüberwindlich zu sein. Trotz dieser Schwierigkeiten trugen Josua und Kaleb den Glauben in ihren Herzen, dass Gott größer war als jede scheinbare Unmöglichkeit.
40 Jahre der Vorbereitung
Die Israeliten hatten bereits 40 Jahre in der Wüste verbracht. Eine Generation war vergangen, seitdem sie aus Ägypten ausgezogen waren. Trotz der Verheißung Gottes verloren sie oft den Glauben und irrten umher. Diese Geschichte erinnert uns daran, dass der Glaube und das Handeln Hand in Hand gehen. Gott versprach das Land, doch das Volk musste es einnehmen. Es war notwendig, den Schritt des Glaubens zu wagen und die Herausforderungen anzugehen.
Der Entmutiger
In der Bibel wird der Teufel oft als Verführer und Ankläger dargestellt. Eine Taktik, die er verwendet, besteht darin, die Fehler, Schwächen und Sünden der Menschen hervorzuheben, um sie zu entmutigen und zu lähmen. Diese Strategie kann mit einem Vergrößerungsglas verglichen werden, das auf die Mängel fokussiert und sie überbetont. Letztlich lehrt uns die Bibel, dass unsere Stärke in Gott liegt und dass der Teufel keine Macht über uns hat, solange wir in Christus bleiben und auf seine Wahrheit vertrauen. Gott ist größer!
Gott ist größer als die Umstände
In der heutigen Zeit stehen auch wir vor ungeahnten Herausforderungen. Unser Alltag ist von Unsicherheit, Veränderungen und globalen Problemen geprägt. Doch selbst inmitten dieser Stürme bleibt eine Wahrheit unverändert: Gott ist größer! Seine Größe manifestiert sich in seiner Macht, seiner Liebe und seiner Fähigkeit, das Unmögliche möglich zu machen.
Die Wahl des Glaubens
Wir haben die Wahl. Wir können uns von unseren Ängsten überwältigen lassen und den Kopf in den Sand stecken. Oder wir können den Glauben an Gott in unseren Herzen tragen und mutig voranschreiten. Wenn die Mauern deiner eigenen „Jerichos“ vor dir aufragen – sei es in Form von Krankheit, Schwierigkeiten oder Zweifeln – erinnere dich daran: Gott ist größer als das, was dich zu Fall bringen will.
Biblische Beispiele
- David und Goliath (1 Samuel 17) – Die Geschichte von David, der als junger Hirte den riesigen Krieger Goliath besiegte, zeigt, dass Gottes Macht größer ist als jede scheinbare Unüberwindbarkeit. David vertraute auf Gott und besiegte seinen Gegner mit einem einfachen Stein und einer göttlichen Stärke.
- Die Rettung am Schilfmeer (2 Mose 14) – Als das Volk Israel am Ufer des Schilfmeeres von den ägyptischen Truppen bedroht wurde, teilte Gott das Meer und schuf einen Weg für sie durch die Fluten. Dieses Ereignis unterstreicht, dass Gottes Macht größer ist als die mächtigste Armee und das tiefste Wasser.
- Die Auferweckung von Lazarus (Johannes 11) – Jesus erweckte Lazarus von den Toten, um zu zeigen, dass selbst der Tod nicht die Grenzen von Gottes Macht darstellt. Diese Handlung verdeutlicht, dass Gottes Größe über das Leben und den Tod hinausreicht.
- Die Verwandlung von Saulus (Apostelgeschichte 9) – Saulus, ein erbitterter Verfolger der Christen, wurde auf dem Weg nach Damaskus von Jesus selbst verwandelt. Dieses Ereignis unterstreicht, dass Gottes Gnade und Vergebung größer sind als unsere Fehler und Sünden.
- Die Brotvermehrung (Markus 6) – Jesus vermehrte fünf Brote und zwei Fische, um Tausende zu speisen. Dieses Wunder zeigt, dass Gottes Fülle größer ist als unsere Begrenzungen und dass er in der Lage ist, unsere Bedürfnisse zu übersteigen.
- Die Geburt von Jesus (Matthäus 1, Lukas 2) – Die Geburt Jesu, als Gott selbst in Menschengestalt kam, zeigt die Größe seiner Liebe und seines Plans zur Rettung der Menschheit.
- Die Überwindung des Todes (1 Korinther 15) – In diesem Kapitel erklärt Paulus, dass die Auferstehung Jesu Christi den Tod besiegt hat und dass Gottes Macht größer ist als alles, was die Welt zu bieten hat.
Diese Beispiele in der Bibel verdeutlichen, dass Gottes Größe und Macht über jede menschliche Begrenztheit hinausgehen. Sie ermutigen uns, unserem Glauben zu vertrauen und unsere Herausforderungen mit der Gewissheit anzugehen, dass Gott größer ist als alles, was uns begegnet.
Vertrauen und Handeln
Was bedeutet das für dich in der heutigen Zeit? Es bedeutet Vertrauen. Es bedeutet, deinen Glauben in die Praxis umzusetzen. Es bedeutet, dich den Herausforderungen zu stellen, in vollem Vertrauen darauf, dass Gott an deiner Seite ist. Glaube ist nicht nur eine Überzeugung; es ist eine Haltung und eine Handlung.
Gott ist größer als unsere größten Ängste. Seine Größe erinnert uns daran, dass wir in unserem Glauben gestärkt voranschreiten können. Lass dich von der Geschichte Josuas und Kalebs inspirieren, die trotz scheinbar unüberwindbarer Hindernisse auf Gottes Verheißung vertrauten. Gott ist größer – größer als deine Zweifel, größer als deine Sorgen, größer als deine größten Herausforderungen. Wage den Schritt des Glaubens und erlebe, wie seine Größe in deinem Leben erstrahlt.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Eure großzügige Unterstützung hat es ermöglicht, dass der Umbau unseres 56. Kindergartens in Jerusalem innerhalb kurzer Zeit verwirklicht werden konnte. Diese Bilder wurden im August aufgenommen und ihr könnt sehen, wie viel Aufwand nötig ist, damit aus einem abgenutzten Gebäude ein neues Schmuckstück für Bildung und Entwicklung wird. Am 1. November werden wir den Kindergarten mit unserer Reisegruppe in einer offiziellen Zeremonie einweihen. Von Herzen möchten wir uns bei allen bedanken, die uns bei unseren Israelprojekten unterstützen! Wir können es kaum erwarten, euch in unserem Dezembermagazin von der Einweihungsfeier zu erzählen.
Du hast deine ganz persönliche Geschichte – und Gott kennt sie! Er kennt dein Leben und alles, was schon hinter dir liegt. Er weiß, durch welche Herausforderungen du gegangen bist, kennt deine Kindheit, deine Eltern und Familie, deine Ehe, dein Umfeld und deine Freunde. Viele Menschen nehmen ihre Lebensgeschichte nicht an, sie hadern damit. Hadern damit, was ihnen widerfahren ist, haben Schuldgefühle über Vergangenes oder wollen anders sein, als sie sind. Kannst du sagen: Es ist gut, wie Gott mich geführt hat? Oder sagst du: Hätte ich bloß damals dies und jenes getan oder anders entschieden?
Hadere nicht mit deiner Geschichte, sondern versöhne dich mit deinem Leben, denn du kannst nichts mehr ändern. Aber Gott kann deine Geschichte neu schreiben. Gott kann aus deinen Niederlagen etwas Gutes machen. Er macht aus deinen Fehlern etwas Brauchbares.
Trotzdem berufen
Vielleicht scheint in deinem Leben alles kaputt zu sein? Es gibt Hoffnung! Gott stellt wieder her, was der Satan rauben konnte. In der Bibel lesen wir oft von Menschen, die in Not waren. Es gibt viele Arten von Nöten und Gott begegnete jeder Not anders. Schau nicht auf deine Umstände, sondern ändere deine Blickrichtung, denn das setzt Segen in Bewegung und verändert deine Situation. Wie Gott dein Problem löst, überlass ihm, aber er hat eine Lösung.
Es gibt viele Beispiele in der Bibel, wie Gott mit Menschen Geschichte geschrieben hat, trotz ihrer Fehler, trotz ihrer eigenen Unzulänglichkeiten. Wenn wir Mose anschauen, der gestottert hat und ein Mörder war, oder David, der eine Affäre hatte und auch ein Mörder war. Oder Petrus, der Jesus verleugnete und Martha, die sich ständig Sorgen machte. Sie alle haben ihre eigene, fehlerhafte Geschichte mitgebracht – und doch hat Gott mit ihnen Geschichte geschrieben.
Schauen wir uns die Jünger an, wie unterschiedlich sie waren – aufbrausend, ungläubig, zögerlich, ängstlich usw. Jesus kannte ihre Fehler und trotzdem hat er sie berufen. Er kennt auch deine Fehler und trotzdem bist du berufen!
Hiobs Botschaft
Eine ganz besondere Geschichte ist die Geschichte von Hiob und wenn es uns sehr schlecht geht, vergleichen wir uns gern mit ihm. Doch Hiobs Geschichte ist ein Beispiel des Sieges und der Wiederherstellung. Hiob hatte sich nichts zuschulden kommen lassen. In Hiob 1,1 sagt uns die Bibel, dass Hiob ein rechtschaffener, redlicher und gottesfürchtiger Mann war, der das Böse mied. Trotzdem verlor er alles, ging bankrott und wurde sehr krank. Doch Gott hat ihn wieder aufgerichtet und zu einem sehr reichen Mann gemacht. Er heilte ihn vollkommen und stellte in seinem Leben alles wieder her.
In der Bibel lesen wir, dass Hiob danach noch 140 Jahre lang lebte. Im Verhältnis gesehen hatte er also nur eine ganz kurze Zeit seines Lebens diese Herausforderungen. Gottes Macht wurde offenbar und er wollte zeigen, dass Satan nichts ausrichten kann, auch wenn er noch so wütet.
Hiob hat Gott vertraut in seiner Situation. Erst seine „Freunde“ beeinflussten ihn ziemlich negativ. Sie ließen nicht locker und wollten ihm einreden, dass er sich Schuld aufgeladen hatte. Vielleicht spielt sich so etwas auch in deinen Gedanken ab? Gedanken, die nicht von Gott kommen: „Ich habe zu wenig Glauben.“ Oder: „Ich habe gesündigt und Gott liebt mich nicht.“ „Er hört mich nicht.“ „Ich verdiene keine Liebe.“ „Gott straft mich und hat mich vergessen.“
Sind das Gedanken, die für dich wahr klingen? Sie sind es nicht! Manchmal werfen andere sie uns an den Kopf und manchmal entwickeln wir sie selbst. Gerade wenn es uns nicht so gut geht, sind wir anfällig dafür. Höre nicht auf Menschen, die so etwas sagen. Satan führt uns ganz breit vor Augen, wie schlecht es uns doch geht. Gott sagt etwas anderes!
Negatives widerrufen
Hiob bereute, dass er sich von seinen Freunden so hatte herunterziehen lassen und sogar Gott anklagte. Er hatte Gott getadelt und zurechtgewiesen (Hiob 40,2). Das tat ihm leid. Und Hiob hat seine negativen Worte widerrufen. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt in unserem Leben. Denn das, was wir aussprechen, kommt in Existenz. Wenn negative Gedanken in dir wachsen und du sie äußerst, machst du eine Türe für Satan auf und säst eine negative Saat in deinem Leben.
„Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ lesen wir in Galater 6,7. Samen, die du aussäst, werden wachsen, positiv wie negativ. Manche Menschen schleppen ihr ganzes Leben diese negativen Gedankengebäude oder Gefühle mit sich herum.
Deshalb ist es so wichtig, negative Worte und Gedanken zu widerrufen. Negative Aussagen sind Festlegungen in deinem Leben. Auch Aussagen wie „Ich werde es nie schaffen“ oder „Es wird sich nie etwas ändern“, „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich darf keine Fehler machen“ sind solche negativen Festlegungen. Manchmal sind es auch andere Menschen, die uns festlegen, wenn wir ihre Aussagen glauben und annehmen. Menschen sagen vielleicht: „Aus dir wird nie etwas werden“, „Du wirst nie aus deinen Fehlern lernen“ oder „Du bist ein Versager!“
In der Stadt Kapernaum wurde Jesus von einem Hauptmann angesprochen und gebeten, seinen Diener zu heilen, der krank zu Hause lag. „Sprich nur ein Wort und mein Diener wird gesund werden“, sagte der Hauptmann voller Vertrauen. Jesus war überrascht von seinem großen Glauben und sagte: „Geh hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast“ (Matthäus 8,13). Was der Hauptmann geglaubt hatte, sollte eintreffen.
Wir können das Positive oder das Negative glauben. Es ist eine Entscheidung. Vertraue Jesus und widerrufe deine negativen Worte und Gedanken, so wie Hiob es getan hat. Zerbrich die negativen Festlegungen in deinem Leben. Widerrufe die negativen Worte und Gedanken, denn sie binden dich. Es ist, als ob der Satan den Finger auf sie legt und erklärt: „Du hast es doch gesagt!“
Wendepunkt schaffen
In Sprüche 18,20-21 lesen wir die weise Mahnung:
„Von der Frucht des Mundes eines Mannes wird sein Inneres satt, am Ertrag seiner Lippen isst er sich satt. Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird ihre Frucht essen.“
Worte haben Macht: Sie können über Leben und Tod entscheiden. Was einmal ausgesprochen ist, fällt auf dich zurück – sei es nun gut oder schlecht.
In Matthäus 12,36-37 steht:
„Ich sage euch aber, dass die Menschen von jedem unnützen Wort, das sie reden, Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts; denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.“
Alles, was wir sagen, bringt Frucht hervor. Hiob hat das verstanden und er fand Gehör bei Gott. Nur er sollte für seine Freunde beten (Hiob 42,7-8). Für jemanden beten kann man aber nur, wenn man vergeben und keinen Groll im Herzen hat. Und Gott segnete das: „Als Hiob für seine Freunde betete, da wendete der Herr für ihn alles zum Guten. Er gab ihm doppelt so viel, wie er früher besessen hatte“ (Hiob 42,10). Auch von Krankheit war keine Rede mehr. Das Buch Hiob ist die Lebens-Geschichte einer Wiederherstellung.
Vertrau auf Gott, der dir helfen kann. Schaffe heute einen Wendepunkt. Widerrufe deine negativen Gedanken und Worte. Und bitte Gott darum, auch in deinem Leben das wieder herzustellen, was kaputt ist. Gott kennt dein Leben, deine Geschichte, deine Herausforderungen. Versöhne dich mit deiner Geschichte. Gott möchte deine Geschichte neu schreiben.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Du erinnerst dich noch, als vor nicht allzu langer Zeit die Welt in eine unerwartete Stille verfiel? Als unsere Routinen unterbrochen wurden und das Ungewisse in die Herzen einzog? Genau in diesem Moment, als die Pandemie begann, flammte eine leuchtende Hoffnung auf, die Sendung „Hoffnung um 12“. Heute feiern wir gemeinsam das unglaubliche Jubiläum von 300 Sendungen – Hoffnung, die direkt aus unseren Herzen zu dir strömt!


Es war der 1. April 2020, als Isolde und ich uns zusammensetzten und beschlossen, einen Ort der Hoffnung und Ermutigung zu schaffen. Wir wollten Menschen inmitten ihrer Isolation und Sorgen mit Gottes Liebe und Wirken erreichen. So entstand „Hoffnung um 12“ – ein Programm, das mehr ist als nur eine Sendung; es ist ein Verbindungspunkt zwischen uns und dir.
Zu Beginn wagten wir uns mit drei Sendungen pro Woche vor. Heute, da wir auf 300 Sendungen zurückblicken, strahlt die Hoffnung einmal wöchentlich heller denn je.
Die Vorbereitungen für jede Sendung sind intensiv. Isolde und ich, gemeinsam in einem Büro, spüren die Präsenz Gottes in jedem Augenblick der Planung. Die Gebetsanliegen, die uns erreichen, tragen Geschichten von Schmerz und Verzweiflung, aber die Gebetserhörungen auch von Freude und Triumph. Isolde erzählt mir die Highlights und wenn ich von den Gebetserhörungen höre, erinnert es mich daran, wie mächtig unser Gott ist. Gebet funktioniert!
Wenn die Kameras dann vor uns stehen und die Sendung beginnt, fühlen wir Gottes Nähe und die Gemeinschaft – deine und unsere. Jede Botschaft, jedes Gebet und jede Ermutigung sind wie ein Funke, der etwas anzündet.
„Hoffnung um 12“ ist eine Familie, zu der du gehörst, ein Licht, das in deinem Alltag leuchtet. Diese Sendung hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die Leben vieler. Deine Treue, deine Zuschauerfreundschaft, all das trägt dazu bei, dass diese Hoffnung lebendig bleibt. Und „Hoffnung um 12“ geht weiter! Erzähle deinen Freunden, deiner Familie, deinen Kollegen davon. Lasst uns gemeinsam die Botschaft von Hoffnung und Glauben verbreiten.
Obwohl es im neuen Studio nur uns beide und eine TV-Fachkraft braucht, bedeutet die Sendung nicht nur hohen Zeitaufwand, sondern kostet auch einiges. Das Ganze muss organisiert und grafisch vorbereitet werden. Es braucht ein Telefonteam während der Ausstrahlung. Ermutigungsschreiben für die eingehenden Gebetsanliegen wollen verfasst sein ... Doch all diese Mühen sind es wert, um Gottes Botschaft der Hoffnung zu verbreiten.
Wir, Daniel und Isolde Müller, danken dir von Herzen für deine Unterstützung. Dein Glaube, deine Gebete und deine Verbundenheit bedeuten uns alles. Freuen wir uns gemeinsam auf die nächsten 300 Sendungen „Hoffnung um 12“ – und noch viele, viele mehr!
Daniel und Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Wann hast du zuletzt Urlaubsfotos angeschaut? Wie waren die Menschen darauf zu sehen? Meist setzen wir unser strahlendstes Lächeln auf, ordnen unsere Kleidung und rücken uns in ein gutes Licht. Wir leben in einer Welt, in der Äußerlichkeiten viel gelten: gutes Aussehen, ein hoher sozialer Status, ein angesehener Beruf. Um dabei innerlich frei und fröhlich zu bleiben, ist es entscheidend, ein gesundes Bild von uns selbst zu haben. Deshalb ist die Frage zentral: Worauf gründet sich dein Selbstbild? Woran machst du deine Identität fest? Schaust du auf deine Herkunft, deinen finanziellen Status und deine Bildung? Oder schaust du auf den, der dich geschaffen hat? Das Bild, das du von dir hast, beeinflusst dein Denken, dein Reden und dein Handeln maßgeblich. Dein Verstand zeichnet ein Bild von dir – mit den Farben, die du ihm gibst. Welche Farben sind das? Welches
Bild malst du von dir? Malst du dein Bild in Schwarz, in Dunkelgrau, in Straßengrau? Siehst du dich als unbedeutend? Als unattraktiv? Als krank? Als Versager? Sagst du: „Das ist eben die Realität“?
Gott gab dir Farben
Dann will ich dir sagen: Realität ist auch, dass Gott dir Buntstifte an die Hand gegeben hat – die Buntstifte der Erlösung. Mit diesen Farben darfst du dein Bild bunt malen und sagen: „Ich bin stark in der Kraft des Herrn. Ich bin mit der Freude Gottes erfüllt. Ich bin gerettet.“ Die Frage ist: Stimmt dein Bild mit Gottes Wahrheit überein, die wir in der Bibel finden? In seiner Wahrheit darfst du sagen: „Ich bin geschaffen nach dem Bilde Gottes!“ (nach 1. Mose 1,27). Gott hat dich nach seinem Ebenbild geschaffen, Mann oder Frau, und er möchte, dass du dich immer mehr in seinen Charakter verwandelst. Die Bibel erinnert dich daran, dass Gott dich als unbezahlbaren Schatz betrachtet, selbst wenn du Schwächen und Fehler hast. Die gute Nachricht ist, dass Gott dich bedingungslos liebt, nicht aufgrund deiner Leistungen, sondern weil du seine einzigartige Schöpfung bist. Deine Vergangenheit definiert nicht deinen Wert, denn Gott hat dich als individuelles Original geschaffen.
Gottes Kraft wirkt in dir
Doch wie kannst du dein Selbstbild verändern und zu der Wahrheit gelangen, die Gott über dich denkt? Es beginnt damit, dass du mit Gott übereinstimmst. Seine Farbstifte zeichnen dich als Überwinder, Sieger, Erretteten und Geheilten. Du brauchst dich von
deiner Schwachheit und Unsicherheit nicht regieren zu lassen, sondern darfst dich auf Gottes Kraft verlassen – gemäß seinem Zuspruch in 2. Korinther 12,9:
„Verlass dich ganz auf meine Gnade. Denn gerade, wenn du schwach bist, kann sich meine Kraft an dir besonders zeigen.“
Du brauchst dich nicht von den Umständen deiner Vergangenheit oder deiner Gegenwart einschränken
zu lassen, sondern kannst durch den Glauben an Gott „über Mauern springen“ (Psalm 18,30). Ich ermutige dich, dich nicht durch die begrenzte Brille deiner Umstände zu sehen, sondern durch Gottes Spiegel. Er hat einen besonderen Plan für dich, voller Gaben
und Potenzial. Lass uns beginnen, dich so zu sehen, wie Gott dich sieht: als Gewinner und Überwinder! Gott möchte, dass du auf der Erde für ihn Geschichte schreibst, als lebendiger Zeuge seiner Liebe und Gnade. Erlaube deinem Verstand nicht, dich klein zu machen, sondern lass Gott dich mit seinen leuchtenden, farbenfrohen Farbstiften als starken, siegreichen und geliebten Menschen
zeichnen. Lass uns aufhören, uns selbst zu begrenzen, und stattdessen in den Plänen Gottes für unser Leben wandeln.
Es ist Zeit, deine Vergangenheit nicht länger dein Leben bestimmen zu lassen, sondern dich so zu sehen, wie Gott dich sieht – mit einem Potenzial an Gaben und einer Bestimmung, die nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Und denke immer daran: Deine
Schwierigkeiten mögen groß sein, aber Gott ist größer! Tritt in die Wahrheiten Gottes ein, die Gott über dich hat, und gestalte
dein Leben in seiner Liebe und Gnade. Möge Gottes Wahrheit in deinem Herzen erstrahlen und dich dazu befähigen, in seiner Kraft deine von ihm gegebene Bestimmung zu erfüllen
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Vielleicht sitzt du gerade gemütlich, während du diesen Artikel liest. Du wärst sehr überrascht, wenn du plötzlich zur Decke schweben würdest. Die Schwerkraft zieht alles zur Erde. Davon sind wir überzeugt. Dabei haben wir sie nie gesehen. Ebensowenig wie den Strom, der durch deine Leitungen fließt und deinen Wasserkocher, deine Lampen und alle Geräte betreibt. Wir wissen, dass Schwerkraft und Strom real sind, denn wir sehen ihre Auswirkungen.
Genauso ist es bei Gott. Auch wenn du ihn nicht siehst mit deinen natürlichen Augen, so erkennst du doch seine Auswirkung, sein Eingreifen und seine Hilfe. Du kannst seine liebevolle Führung spüren, wenn sich Türen öffnen, wenn sich unerwartete Lösungen zeigen und wenn sich Trost und Frieden in schwierigen Zeiten einstellen.
Gottes Sonnenaufgang sehen
Siehst du im Sonnenaufgang den Beginn eines neuen Tages voller Möglichkeiten, die Gott schenkt? Oder betrachtest du den Sonnenaufgang missmutig als das Ende einer ruhigen Nacht? Wenn man sich heutzutage umhört, scheinen die missmutigen Stimmen meist viel lauter zu sein.
In Römer 12,2 lesen wir: „Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.“ Wir sollen anders denken als die Menschen in der Welt. Mit erneuerten Sinnen. Nicht die Beschäftigung mit den negativen Dingen der Welt soll dich bestimmen, nicht all das, was dir einreden will, dass es immer schlimmer wird mit dir. Vielleicht hast du eine schlechte Diagnose bekommen oder du siehst in einer Situation keinen Ausweg. Lass dich nicht beirren. Gott erfüllt seine Verheißungen, wenn wir daran festhalten.
Jesus trägt unser Leiden
Schon im Alten Testament lesen wir eine Verheißung über Jesus. In Jesaja 53 wird uns Jesus beschrieben und das, was rund um seine Kreuzigung einmal geschehen würde. In Vers 4 und 5 heißt es: „Jedoch unsere Krankheiten – er hat sie getragen, und unsere Schmerzen – er hat sie auf sich geladen. (…) Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ Und genauso ist es geschehen! Matthäus bestätigt es im Neuen Testament:
„So sollte sich erfüllen, was Gott durch den Propheten Jesaja vorhergesagt hatte: ‚Er nahm unsere Leiden auf sich und trug unsere Krankheiten‘“.
Matthäus 8,17
Wenn jemand deine Krankheit trägt, ist sie nicht mehr bei dir! Du bist du sie los. Jesus selbst bestätigte diese Wahrheit in seinem Tun: Er heilte Menschen.
„Nach Sonnenuntergang brachten die Menschen alle ihre Kranken zu Jesus. Diese hatten die unterschiedlichsten Leiden. Er legte jedem von ihnen die Hände auf und heilte sie“.
Lukas 4,40
Aber Jesus heilte nicht die ganze Welt. Sondern er nahm sich derer an, die zu ihm kamen und die zu ihm gebracht wurden. Du darfst mit deinen Leiden, mit deinen Schmerzen und Krankheiten vertrauensvoll zu ihm kommen.
In Galater 3,13 lesen wir: „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist ...“ Hier erkennen wir wieder den Gedanken, dass unser Leiden auf ihn übergegangen ist. An unserer Stelle hat er den Fluch auf sich genommen, unter den das Gesetz den Menschen gestellt hatte. In 5. Mose 28 werden auch Krankheiten unter diesem Fluch aufgelistet. Gott sei Dank: Jesus hat den Fluch aufgehoben am Kreuz! Diesen Fluch gibt es nicht mehr.
Wenn du willst …
Ein verzweifelter Mann kam einmal zu Jesus, weil er Heilung brauchte. Er sagte zu Jesus: „Wenn du willst, kannst du ...“ Jesus antwortete ihm: „Ich will!“ Und dieses „Ich will“ gilt auch heute noch. Er hat es nie zurückgenommen (Markus 1,40-41).
Viele Menschen zweifeln und denken: Gott will doch gar nicht, er hört und sieht mich nicht. Das ist eine Lüge des Teufels. Jesus ist auch über deine Not tief bewegt.
Meinst du wirklich, Jesus würde zu dem einen Menschen sagen: „Ich will dich heilen“ oder „Ich will dir helfen“ und zu einem anderen Menschen: „Ich will nicht?“ Jesus ist gerecht und treu. Heilung ist Gnade Gottes und seine Gnade gilt uns allen.
Jesus möchte, dass wir gesund sind. Er hat die Werke des Teufels vernichtet am Kreuz von Golgatha. Woraus entspringt sein Tun? Aus seiner Liebe zu uns Menschen und aus seinem Erbarmen über uns.
Gott sagte schon zu Mose: „Ich bin, der ich bin“, nicht: „Ich bin, der ich war.“ Er bleibt immer gleich. Er ist und er tut heute dasselbe wie zu Jesu Zeiten. Petrus fasst das so wunderbar zusammen:
„Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm“.
Apostelgeschichte 10,38
Heute muss Jesus nicht mehr umhergehen, sondern er wohnt in dir durch den Heiligen Geist. Er will dir wohltun und er will dich heilen. So wie es hier geschrieben steht. Er ist in dir und hat noch dieselbe Kraft. Egal, was für Sorgen und Nöte du hast, lass dich nicht beirren von anderen Meinungen. Du spürst ihn nicht immer und manchmal denkst du, er ist gar nicht da. Doch so wie die unsichtbare Schwerkraft dich sicher auf dem Boden hält und der unsichtbare Strom deine Geräte betreibt, so wirkt die Kraft des Heiligen Geistes, obwohl wir sie nicht sehen.
Große und kleine Wunder
Es gibt so viele Umstände, die uns aus der Bahn werfen können. Seelische Schmerzen und Verletzungen, der Verlust eines Menschen, körperliche Krankheiten und alle Arten von Problemen. Das alles will uns niederdrücken und gefangenhalten. Doch lass dich nicht beirren und lass dich nicht von deinen Symptomen und Umständen belügen, dass Gott dir nicht helfen kann!
Petrus gibt uns da ein gutes Beispiel. Voller Freude stieg er aus dem Schiff, als Jesus ihn herausrief. Die Wellen und der Sturm waren gar kein Problem. Doch als Petrus auf die Umstände sah und plötzlich die Wellen wahrnahm – wahrscheinlich wurde er auch nass –, da kamen Zweifel und Angst. Als ihm seine Emotionen sagten: „Das geht doch gar nicht!“, sank er. Die Wellen und der Sturm waren genau dieselben gewesen, als er aus dem Schiff gestiegen war. Es hatte sich gar nichts geändert. Nur seine Sichtweise hatte sich verändert. Er sah die Wellen und schaute auf die Schwierigkeiten.
Lass dich nicht ablenken und runterziehen. Lege hinderliche Denkmuster ab. Denke nicht: „Das geht doch gar nicht!“ Sondern vertraue auf das, was Gott alles kann. Tausende von Gebetserhörungen haben uns in den letzten Jahren erreicht – zu allen erdenklichen Situationen, in denen Gott eingegriffen hat. Große und kleine Wunder! Glaube daran, dass Gott auch in deinem Leben Wunder tun kann.
Für das, was wir sehen, brauchen wir keinen Glauben. Gründe deinen Glauben auf das, was Gott sagt:
„Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt“.
Hebräer 10,35-36
Nicht immer geschieht alles sofort. Vertrauen heißt auch, warten zu können. Halte an deinem Vertrauen fest. Auch dann, wenn deine Umstände dagegensprechen. Auch dann, wenn du noch nichts siehst. Gottes Kraft ist real. Glaube an das, was Gott alles kann!
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe

Heilung für deine Seele
Im Ärmelkanal zwischen Frankreich und England liegt der Leuchtturm von La Corbière. Nachdem etliche Schiffe hier rund um die gefährlichen Küsten verunglückt waren, baute man 1680 einen einfachen Holzturm auf einem felsigen Vorsprung und ersetzte ihn
später gegen einen massiven runden Turm aus Granit. Dieser Leuchtturm beeindruckt nicht nur wegen seines charakteristischen Aussehens, sondern auch weil er zu den ersten Türmen überhaupt gehörte, dessen Beleuchtung mit einer damals ganz neuen Linse ausgestattet wurde, die das Licht effizienter bündeln konnte und über große Entfernungen sichtbar machte. Die Sicherheit im Ärmelkanal verbesserte sich enorm, weil Seeleute sich nun schon von weitem an diesem Licht orientieren konnten.
In einer Welt voller Möglichkeiten und Entscheidungen ist es oft schwierig, den richtigen Weg zu finden. Egal, ob im Alltag, im Beruf oder im Glauben – ein klar definierter Bezugspunkt ist entscheidend, um zielführende Entscheidungen zu treffen. So wie der Leuchtturm im Ärmelkanal die Seefahrer leitete, brauchen wir auch in unserem Leben einen festen Referenzpunkt.
Der magnetische Norden
Wer beim Wandern einen Kompass oder beim Autofahren ein Navigationsgerät benutzt, ist darauf angewiesen, dass es den magnetischen Norden kennt. Denn an der jeweils exakten Position dieses Magnetfelds werden Karten und Navigationssysteme ausgerichtet.
Es gibt eine Anekdote von einem Segler, der zum ersten Mal alleine mit seinem kleinen Boot zu einer kleinen Insel segeln wollte. Er benutzte einen alten Kompass, den ihm sein Großvater geschenkt hatte. Nachdem er eine Weile unterwegs war, begann er sich
zu wundern, warum er der Insel nicht näherkam. Schließlich stellte er fest, dass der alte Kompass einfach nicht mehr funktionierte: Statt sich fest am magnetischen Norden zu orientieren, drehte sich die Kompassnadel wild herum und zeigte immer auf ein anderes Ziel.
Der Segler beschloss, die Sache mit Humor zu nehmen und erzählte zu Hause von seinem „Ausflug mit Kurs aufs Nirgendwo“. Die Insel allerdings, sein gestecktes Ziel, hat er nie erreicht. Denn seine Kompassnadel richtete sich nicht am magnetischen Norden aus, sondern war völlig orientierungslos.
Das Kreuz als Refenzpunkt
Egal ob Gläubigen, Ungläubigen, Andersgläubigen, Technikern oder Wissenschaftlern – allen dient der magnetische Norden als absoluter Referenzpunkt für die Navigation. Niemand kann ihn verschieben oder verändern und er steht allen Menschen frei zur Verfügung. Ganz ähnlich bietet das Kreuz eine unveränderliche Orientierungshilfe für jeden, der danach sucht, unabhängig davon, welcher Glaubensrichtung man angehört oder welchen Standpunkt man vertritt. So wie jeder auf der Erde Zugriff auf den magnetischen Nordpol hat, so hat auch jeder Zugriff auf die Rettung am Kreuz, dem Fixpunkt unseres Lebens und Glaubens:
„Ich will sonst nichts vorweisen als allein das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus und mich mit nichts anderem rühmen. Weil er am Kreuz gestorben ist, ist für mich die Welt gekreuzigt und ich bin gekreuzigt für die Welt“.
Galater 6,14
Das Kreuz lädt uns ein, unseren Blick auf Jesus Christus zu richten, der sagt:
„Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen“.
Johannes 14,6
In der Seefahrt dient der Leuchtturm als Orientierungspunkt, um den eigenen Standort zu bestimmen. Ebenso wie der Leuchtturm seinen starken Lichtstrahl aussendet, um den Weg in der Dunkelheit zu erhellen, ist Jesus das Licht für die Welt.
In Johannes 8,12 sagt er: „Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Dunkelheit umherirren, sondern er hat das Licht, das ihn zum Leben führt.“ Indem wir Jesus nachfolgen und sein Licht in unserem Leben leuchten lassen, können wir unseren Kurs halten und sicher durch schwierige Zeiten navigieren.
Die Dreiecksspiegelung
In der Navigation gibt es die Methode der Dreiecksspiegelung. Sie ermöglicht es, den eigenen Standort zu bestimmen, indem man die genaue Position des Nordens und eines weiteren Punktes kennt, wie beispielsweise eines Leuchtturms. In unserem Glauben spiegelt das Dreieck die Beziehung zwischen Vater, Sohn und Heiliger Geist wider. Sie erinnert uns daran, dass unser Glaube nicht auf unserem eigenen Denken basiert, sondern auf einer festen Grundlage, die von Gott gegeben ist. Indem wir unser Leben nach Gottes Norden und dem Licht Jesu ausrichten, können wir unseren Standort im Leben bestimmen und unseren Kurs halten.
Die Bibel als Kursbuch
Viele andere Punkte in der Welt geben vor, eine Orientierung für uns zu sein: seien es die Götter anderer Religionen, unser Wohlbefinden oder esoterische Lehren. Doch nur Gottes Prinzipien bieten uns die unveränderliche und zuverlässige Navigationsreferenz, die wir brauchen. Die Bibel ist das Kursbuch, das uns auf unserem Weg leitet. Sie enthält Orientierung für Heilung, Versorgung, Ermutigung, Erlösung, Liebe, Ewigkeit und die Nähe Gottes. Indem wir unser Leben immer wieder
mit der Bibel abgleichen und unseren Kurs entsprechend anpassen, können wir sicherstellen, dass wir uns auf dem
richtigen Weg befinden. Jeder Einzelne von uns trägt die Verantwortung und Autorität für sein eigenes Leben. Es ist wichtig, dass wir uns nicht einfach von dem leiten lassen, was andere tun oder sagen.
In 5. Mose 5,33 heißt es: „Folgt immer dem Weg, den der Herr, euer Gott, euch gewiesen hat! Dann werdet ihr am Leben bleiben. Es wird euch gut gehen, und ihr werdet lange in eurem Land wohnen können.“ Wenn wir unser Leben nach Gottes Orientierungspunkten navigieren, können wir voller Freude und Überzeugung vorangehen und andere dazu ermutigen, ihr Leben ebenfalls einzunorden.
In einer Welt voller Möglichkeiten und Verlockungen ist es entscheidend, eine klare Referenz für unsere Navigation zu haben. Indem wir unser Leben am Kreuz, an Jesus und an der Bibel ausrichten, finden wir zielgerichtet unseren Weg. Lass Gottes Norden dein Norden sein und bleibe auf Kurs. Das Ziel, das dich erwartet, lohnt sich!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Ein Gebet für heute
Lieber Vater,
inmitten der stürmischen Gewässer bist du mein Leuchtturm in der Dunkelheit. Wie ein strahlendes Licht weist du mir den Weg, führst mich durch gefährliche Klippen und durch die Untiefen meines Lebens.
Bitte bewahre mich vor Unheil und wenn der Nebel des Zweifels meine Sicht trübt, erhelle du meinen Weg mit deinem Licht und lass mich deine Führung erkennen. Schenke mir den Mut, deinem Licht zu vertrauen und mich auf deine Führung zu verlassen.
Die Bibel soll mir als Kompass dienen und mich heute in allen Herausforderungen und Entscheidungen auf deinen Wegen leiten. Möge dein Wort meine Gedanken prägen, mein Handeln lenken und mein Herz mit deiner Liebe erfüllen. Öffne mir die Augen, um deine Hoffnung zu sehen, und hilf mir, allen Menschen heute in deiner Liebe zu begegnen.
Amen
Ein strahlender Tag im Juni brach an, als wir zum zweiten Mal mit großer Vorfreude und Erwartung zum „Atmosphäre für Wunder"-Gottesdienst in der Schweiz aufbrachen. Bereits um 5:30 Uhr morgens machte sich unser Team auf den Weg, um die Technik aufzubauen und sicherzustellen, dass alles reibungslos funktionieren würde. Nachdem wir in den vorherigen Veranstaltungen einige technische Herausforderungen erlebt hatten, waren nun alle notwendigen Reparaturen durchgeführt worden, um sicherzustellen, dass nichts den Ablauf stören würde.


Elektrisierende Gegenwart
Die Atmosphäre im Raum war von Anfang an elektrisierend – die Gegenwart Gottes war zu greifen und intensivierte sich noch mit jeder Minute. Nach einem inspirierenden Input und einer Zeit des Gebets, in der jeder Einzelne in Verbindung mit Gott treten konnte, begannen sich die Pläne zu entfalten, die Gott für diesen Tag im Sinn hatte. Als wir die Frage stellten, ob jemand bereits eine Veränderung oder Heilung erlebt habe, wurden wir von einer überwältigenden Vielzahl an Zeugnissen überrascht:
„Die Schmerzen von der Halswirbelsäule sind weg!“ –Margarita T.
„In Zofingen habe ich Folgendes erlebt:
Ich habe mir einen Job gewünscht, damit ich nicht vom Staat abhängig bin. Das Geld reicht hinten und vorne nicht. Ich bin ja noch gesund und fit. Am Donnerstag nach Zofingen rief mich eine Freundin an und sagte: ‚Wir bräuchten so jemanden wie dich für unseren hochbetagten Vater. Könntest du ihn stundenweise betreuen?‘ Gleich danach habe ich mit der Arbeit begonnen. Ich weiß da kommt noch mehr.“ – Christine
„Ich wurde wegen Grauem Star operiert. Nach der OP hatte ich große Schmerzen, sah alles milchig und hatte Druck in den Augen. Der Augenarzt hatte gesagt, da kann man nichts mehr groß machen. Während des Gottesdienstes ging der Druck weg und ich kann wieder klar sehen. Im Gottesdienst konnte ich den Text an der Leinwand lesen! Meine Frau braucht mich rund um die Uhr. Ich dachte schon, ich könnte ihr nicht mehr helfen. Jetzt kann ich wieder nach ihr schauen!“ G. Andreas
„Wir konnten unser Haus nicht verkaufen. Es hat immer Rückschläge gegeben. Ihr habt in Zofingen dafür gebetet und es hat geklappt.“ – Roman
„Ich habe heute Nachmittag eine unbeschreibliche Befreiung erlebt. Von mir ist so eine große Last abgefallen. Ich bin
Landwirtschaftsmeister und mein Vater hat mich vor meinem Lehrling kritisiert, dass ich es nicht richtig mache. Er sagte:
‚Du bist keinen Schuss Pulver wert!‘ Das saß immer noch so in mir drin. Doch heute habe ich die Befreiung erfahren. Es
ist jetzt so leicht in meinem Herzen und ich kann besser atmen. Ich wünsche mir, dass mir diese negativen Worte nie mehr
in den Sinn kommen.“ – Peter
„Das ist eine Gebetserhörung: Als ich Peter kennenlernte, hat mir Gott durch ein Bild gezeigt, dass er sehr verletzt worden
war. Auch mich hat Gott geheilt. Ich bete schon lange, dass Peter davon geheilt wird. Nun ist es geschehen.“ – Peters Frau
„Ich hatte einen Unfall und seitdem hat mein Kopf immer geknackt. Es hat sich angefühlt, wie wenn sich mein Kopf aushängt. Jetzt ist das weg! In Zofingen hat Daniel von Vergebung gesprochen und das hatte solche Wirkung. Ich habe alles an Gott abgegeben und habe Himmel auf der Erde.“ – Loyd
Im Alltag präsent
Das sind nur einige Beispiele von vielen, die an diesem Tag bei "Atmosphäre für Wunder" erzählt wurden. Jede Gebetserhörung zeugte von der Macht und Liebe Gottes, der die Herzen und Körper der Menschen berührte und ihnen Hoffnung und Heilung
schenkte. Das zweite Mal "Atmosphäre für Wunder" in der Schweiz war ein weiterer Beweis dafür, dass Gott auch heute noch
Wunder wirkt. Die Atmosphäre war geladen mit Glauben, Erwartung und Hoffnung. Menschen aus allen Lebensbereichen kamen zusammen, um Gottes Wirken hautnah zu erleben und ihre Herzen für seine Heilung und Veränderung zu öffnen.
Dieser Tag erinnert uns daran, dass wir nicht allein sind und dass Gott auch in allen Dingen unseres Alltags präsent ist. Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden Veranstaltungen von "Atmosphäre für Wunder" im September in Hannover, Essen und Zürich und darauf, weitere großartige Zeugnisse von Veränderung und Heilung zu hören. Denn eins ist sicher: Gott wirkt in uns und durch uns, wenn
wir uns für seine Wunder öffnen.
Daniel und Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Im letzten Jahr haben wir unseren Gebetspanoramaweg in Nazareth eingeweiht, einen Geschichts- und Gebetspfad mit Aussichtsplattformen und Erklärungen zu biblischen Orten. Mittlerweile hat er viele Besucher aus aller Welt angezogen, die innerlich in die Zeiten der Bibel reisen konnten. Nun wurden wir vom israelischen Nationalfonds gefragt, ob wir in Emmaus ein ähnliches Projekt verwirklichen möchten. Im Mai hatten wir die Gelegenheit, für zwei Tage nach Israel zu reisen und das Projektgelände zu besichtigen.
Es handelt sich um einen wunderschönen Ort im Wald, der mitten auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus liegt. Von hier aus eröffnet sich ein herrlicher Panoramablick Richtung Kirjat-Jearim und das beeindruckende Gebirge von Jerusalem. Dieser Ort bietet sich ideal an, um in Ruhe Andachten zu halten und eine geistliche Auszeit zu genießen. Pilger können hier einen Platz finden, um Gott im Gebet zu begegnen, und wie bei unserem vorherigen Projekt möchten wir auch den Menschen, die in Israel leben, ihre Heimatgeschichte näherbringen. Auf informativen Tafeln wollen wir ihnen zeigen, was an diesem Ort biblisch bedeutsam war.




Die Umsetzung dieses Projekts erfordert beträchtliche finanzielle Mittel, da wir zahlreiche Auflagen der Naturschutzbehörden erfüllen müssen. Da die Geschwindigkeit der finanziellen Unterstützung maßgeblich ist, haben wir noch keinen festen Einweihungstermin vereinbart. Jeder, der Freude daran hat, dieses Israelprojekt zu unterstützen, ist herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Wenn du möchtest und die Möglichkeit hast, hilft gern mit, dieses einzigartige Projekt zu verwirklichen und gemeinsam einen Ort der Inspiration in Israel zu schaffen.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Du möchtest dieses Projekt unterstützen?
Bildlich gesprochen wird Gottes Wort mit einem Schwert verglichen. Hebräer 4,12 beschreibt es als „zweischneidiges“, also beidseitig geschliffenes Schwert: „Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“ Gottes Wort ist nicht bloß ein Buch, sondern eine wirkende Macht. Es dringt bis in unser Innerstes, „bis zur Scheidung von Seele und Geist“. Es trennt Seele und Geist voneinander. Aber warum? Warum sollen Seele und Geist getrennt sein?
Tatsächlich lehrt die Bibel, dass wir aus einer Einheit von Geist, Seele und Leib bestehen. So schreibt etwa Paulus:
„Euer ganzer Geist und Seele und Leib möge untadelig bewahrt werden.“
1. Thessalonicher 5,23
Genauso wie der Körper gehören auch Seele und Geist beide zu uns. Aber sie sind klar zu unterscheiden:
Die Seele ist unsere Persönlichkeit, unser Charakter, unser Ich. Zu ihr gehören unsere Gefühle, Emotionen und unsere Fähigkeit, nachzudenken und Entscheidungen zu treffen.
Der Geist ermöglicht unsere Beziehung zu Gott und beheimatet den Heiligen Geist.
Wenn wir uns Gott zuwenden und ihm unser Leben ausliefern, wohnt Gottes Geist in unserem Geist, nicht in unserer Seele. In manchen Übersetzungen heißt es, das Schwert scheide „Mark und Bein“. Dieses Bild bedeutet: Im Knochenmark ist das Leben, es produziert die Blutkörperchen und somit unser Blut. Der Knochen selber aber hat kein Leben, er wird gespeist von Blutadern von außen. Wir sehen hier deutlich den Unterschied: Das eine ist Leben, das andere in sich selbst tot. Weiter heißt es: „das Wort Gottes ... ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens“. Gedanken kommen aus unserem Verstand, Gesinnungen des Herzens aus unserem Geist. Wir sehen deutlich den Gegensatz. Bei jedem dieser Beispiele haben wir diese beiden Auswirkungen: geistlich oder seelisch, lebendig oder tot. Warum ist das wichtig?
Wer hat die Regie?
Wenn wir als geistliche Menschen leben, machen wir uns bewusst von Gott abhängig und lassen uns führen vom Heiligen Geist. Wir entscheiden nicht mehr einfach nach unseren Gefühlen, Stimmungen und Überlegungen. Geben wir unserer Seele mehr Raum in unserem Leben als unserem Geist, hat Gottes Geist nicht die Herrschaft in unserem Leben. Leicht passiert es dann auch, dass unsere Gefühle mit uns durchgehen. Wir sagen oder tun Dinge, die wir hinterher bereuen. Wünschen wir uns nicht Güte, Liebe, Treue, Geduld, Frieden, Freundlichkeit, Selbstbeherrschung in unserem Leben? Das sind Früchte des Geistes und nicht Früchte der Seele, so lesen wir es in Galater 5,22 -23. Sie wachsen in unserem Geist, wenn der Heilige Geist in unserem Leben herrscht.
Leider konzentrieren sich auch viele Christen auf ihr Seelenleben, auf ihr eigenes Ich. Sie haben den Geist empfangen, aber leben nicht im Geist. Viele Christen täuschen sich selbst: Sie denken, weil sie den Geist einmal empfangen haben, seien sie nun geistli- che Menschen. Wenn sie aber auf sich selbst fokussiert bleiben, wenn sich ihr Leben um ihr eigenes Ich dreht, dann leben sie nicht im Geist. Genauso ist es Selbstbetrug zu meinen, wenn wir bloß christliches Wissen in unserem Kopf anhäufen, wären wir geistlich. Aber das Wissen in unserer Seele nützt wenig, wenn wir es nicht umsetzen, wenn wir es nicht in Taten verwandeln.
Sogar Jesus
Jesus führte ein perfektes geistliches Leben. Selbst als sein Tod drohend bevorstand, sagte er zum Vater:
„Nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“
Lukas 22,42
Er war Mensch und musste genauso widerstehen wie wir. In Matthäus 4 lesen wir eindrücklich, wie der Teufel ihn auf der seelischen Ebene erwischen wollte. Als Jesus nach 40 Tagen Fasten in der Wüste hungrig und geschwächt war, sagte der Teufel: „Jesus, verwandle doch diese Steine zu Brot. Du kannst das doch!“ Er forderte ihn heraus, eine seelische Entscheidung zu treffen und seine Salbung zum Erlöser für sich selbst zu verwenden. Doch Jesus blieb standhaft in seinem geistlichen Leben und tat, was der Vater sagte.
Anschließend lesen wir, dass der Teufel ihn auf die Zinne des Tempels stellte. Und er wollte ihm einreden: Wie spektakulär wäre es, wenn Engel ihn auffangen würden? Damit bekäme er die Aufmerksamkeit überhaupt! Wieder stand Jesus vor der Entscheidung zwischen Seele und Geist, zwischen Ego und Treue zu seinem Vater. Doch wir wissen: Jesus widerstand!
Zu guter Letzt bot der Teufel ihm „alle Reiche der Welt“. Unter der Bedingung, dass Jesus vor ihm niederfiel und ihn anbetete. Welche Verlockung! Alles besitzen, unabhängig sein. Aber – es hätte Jesus alles gekostet und er machte eine klare Ansage: „Scher dich fort, Satan!“ Hier sehen wir deutlich die Trennung zwischen geistlich und seelisch und was uns die Entscheidung kosten kann. Hätte Jesus mit seiner Seele und seinem Ich entschieden oder seinen Emotionen, gäbe es keine Erlösung, für niemanden! Jesus musste diesen Test bestehen, bevor sein Dienst anfangen konnte. Danach begannen die Wunder, weil er nach dem Geist lebte.
Wichtige Materialqualität
Auch wenn wir nach unserem Verstand, unserem Willen und unseren Gefühlen leben, können wir viel Gutes tun. Es ist nicht alles schlecht, was unserer Seele entspringt. Doch nur ein guter Mensch zu sein, genügt nicht.
Lass uns dazu einen Bibeltext anschauen. Er steht in einem der Briefe, die Paulus an die Gemeinde in Korinth schrieb. Paulus erinnert die Gemeinde, die er selbst gegründet hat, daran, wer ihr Fundament ist: niemand anderes als Jesus Christus. Dann entwickelt er das Bild vom Hausbau weiter:
„Wenn aber jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klarmachen, weil er in Feuer geoffenbart wird. Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, wird das Feuer erweisen. Wenn jemandes Werk bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.“
1. Korinther 3,11-15
Paulus nennt zwei Kategorien von Baumaterialien: Gold, Silber und Edelsteine stehen für wertvolle und bleibende Werke, die im Einklang mit Gottes Willen und seinem Geist geschehen. Geistliche Taten haben Ewigkeitswert. Sie werden im Feuer bestehen können.
Holz, Heu und Stroh hingegen stehen für vergängliche Taten, die nicht Gottes Willen entsprechen, sondern allein seelisch sind. Taten, die dem Geistlichen widersprechen – und seien sie noch so gut gemeint und sehen sie noch so gut aus, haben vor Gott am Ende keinen Bestand.
Paulus macht deutlich: Obwohl einige Taten der Gläubigen in dieser Prüfung verloren gehen mögen, wird der Gläubige selbst gerettet sein. Denn gerettet werden wir nicht aufgrund unserer Taten, sondern weil Jesus Christus das Fundament unseres Lebens ist. Aber Paulus will uns in diesem Abschnitt daran erinnern, dass unser geistliches Leben Konsequenzen hat.
Welche Qualität hat dein Material? Baust du in deinem Leben mit Gold, Silber und Edelsteinen? Setzt du auf Entscheidungen mit Ewigkeitswert? Lebst du aus dem Geist? Oder lebst du seelisch und baust mit Holz, Heu und Stroh? Entscheidest du nach deinen Gefühlen, Stimmungen oder wie es dein menschlicher Verstand dir sagt?
Lass dir deinen Lohn im Himmel nicht entgehen! Gib dem Geist Raum in deinem Leben, lass dich von ihm leiten und verändern, damit dein Lebenshaus am Ende standhält und seine Frucht wachsen kann:
„Folgen wir aber dem, was Gottes Geist will, so bringt das Frieden und Leben.“
Römer 8,6
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Nachdem die LEGO® Bautage im letzten Jahr so guten Anklang fanden, haben wir sie im Mai wiederholt. Fast 40 Kinder kamen, um an drei Nachmittagen eine riesige Stadt aus LEGO® Steinen zu bauen. Viele von ihnen kannten das Missionswerk bisher noch gar nicht.
Nach einem kurzen gemeinsamen Start öffneten wir die Türen zum LEGO® Paradies mit vielen Kisten voller Steinen – und strahlende Kinderaugen und zahlreiche „Wows“ waren die Reaktion.
Mit der Hilfe unserer freiwilligen Mitarbeiter konnten die jungen Baumeister entweder nach Vorlage große typische Stadtgebäude bauen oder aber ihre eigenen Ideen kreativ und frei umsetzen. Jeden Nachmittag gab es zwei Bauphasen mit einer Pause dazwischen, in der Köstlichkeiten auf sie warteten. Es schloss sich eine gemeinsame Lobpreiszeit mit den Kindern an und wir erzählten Baugeschichten aus der Bibel. Wir haben uns sehr gefreut, wie aufmerksam die Kinder dabei waren und sich auch am anschließenden Austausch beteiligten. Zur Auflockerung gab es nach den Inputs immer ein paar Spiele zum Thema.


So wuchs die Stadt von Tag zu Tag und konnte am Sonntagmittag präsentiert werden. Im Gottesdienst im Missionswerk sangen wir ein Lied, das uns während der Tage immer wieder begleitet hatte und ein paar Kids erzählten, wie sie die Tage erlebt hatten.
Zur spannenden Stadteröffnung in der Jugendhalle waren dann alle Gottesdienstbesucher eingeladen. Viele begeisterte Eltern, Großeltern und Besucher bestaunten das Werk der Kinder.
Wir sind dankbar für tolle Atmosphäre, die wir während dieser Zeit mit den Kindern erleben durften und für alle Mitarbeiter, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchführbar wäre. Es ist unser Gebet, dass die täglichen biblischen Botschaften, die die Kids so freudig aufgenommen haben, in ihrem Leben nachhallen und sie sich in ihrem Alltag daran erinnern werden.
Beni Schläpfer, Missionswerk Karlsruhe
Was ist Wahrheit? Bei dieser Frage kommt heute schnell die Rückfrage: Welche Wahrheit? Meine Wahrheit? Es wird immer wichtiger zu unterscheiden: Meinungen sind nicht dasselbe wie Wahrheit. Aus Unwissenheit sind Meinungen oft unvollständig. Sie spiegeln nicht die ganze Wahrheit wider. Dann wieder werden einfach dreist Lügen als Wahrheiten präsentiert. Es ist wichtig, uns bewusst zu machen: Meinungen beziehen sich meist nur auf begrenzte Erkenntnisse und nicht auf die vollständigen Fakten. Werbung, Firmen oder bestimmte Medien verkaufen etwas als „Wahrheit“, weil sie ihre eigenen, ganz bestimmten Interessen verfolgen.
Auch wir Christen hauen manchmal Sätze raus, die nicht die Wahrheit widerspiegeln: „Wenn es so weitergeht, werde ich ...“ Wirklich? Oder spricht daraus nur menschlicher Pessimismus? Gehört zur Wahrheit nicht auch der Glaube an Gottes Eingreifen?
„Wenn man sich das alles anguckt, kann einem ja nur angst und bange werden!“ Das ist menschlich völlig verständlich. Aber sagt Gott nicht in Wahrheit: „Fürchte dich nicht“?
„Meine Krankheit wird mich umbringen!“ Das mag einem Gefühl entsprechen – aber gehört zur Wahrheit nicht auch die biblische Hoffnung auf Heilung?
Nur eine Wahrheit
Der Begriff „Wahrheit“ wird heute gern so gebraucht, als gäbe es verschiedene Wahrheiten. Da wird das, was jemand fühlt, als Wahrheit dargestellt. „Ich fühle mich alleingelassen“, sagen wir vielleicht. Und es stimmt, unser Gefühl ist „wahr“. Aber entspricht es auch der Wirklichkeit? Sind da nicht doch liebe Menschen, die ich anrufen könnte? Und lautet nicht die biblische Wahrheit: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“?
Wenn wir uns die Regierungen weltweit ansehen, finden wir Systeme, die „Wahrheit“ diktieren. Da werden Journalisten behindert über Ereignisse zu berichten und nur die staatlichen Sprecher verkünden, was Linie der Regierung ist. Diktatoren geben vor, was Menschen denken und glauben dürfen.
Wenn wir die Wahrheit suchen, können wir uns ein Vorbild an König David nehmen, der betete:
„Du bist Gott und deine Worte sind Wahrheit!“
2. Samuel 7,28
In der Bibel steht die Wahrheit über den Menschen, über Gott und auch über seinen Gegenspieler, den Satan. Die Bibel enthält die vollständige Wahrheit. Sie unterdrückt nichts. Sie spricht von Sünde und Tod genauso wie von Hoffnung und Sieg.
Wir versuchen oft, Unangenehmes zu unterdrücken. Aber dann stellen wir immer wieder fest: Dadurch ist es nicht weg! Es brodelt weiter unter der Oberfläche – und kommt wieder an die Oberfläche. Unterdrückte Wut oder Angst oder Sünde bricht sich irgendwann wieder Bahn.
Jesus hat ganz klar benannt, wer der Wahrheit entgegensteht: Der Teufel ist „der Vater jeder Lüge“ (Johannes 8,44). Er will deine Seele und deinen Geist lähmen. Er will dir weismachen, wie unmöglich alles ist, was du glaubst und dass es keine Lösungsmöglichkeiten mehr gibt. Im Garten Eden fragte die Schlange hinterlistig: „Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum die Früchte essen dürft?“ Ein Hobby des Teufels ist es, Zweifel zu säen und Wahrheit zu Lügen zu verdrehen. Die erste Entscheidung des Menschen im Garten Eden war, einer Lüge des Teufels zu folgen. Der Teufel wendet zu gern den Verpackungstrick an: Täuschung, Verunsicherung und Markenschwindel.
Frei werden
Worauf er „Lösung“ schreibt, das enthält die Lösung nicht. Trotzdem klingen die Lügen des Teufels oft attraktiver als Gottes Wahrheit, weil sie nach Freiheit klingen.
Er verkauft spirituelle Freiheit – und führt in okkulte Zusammenhänge, die Fesseln und Bindung bedeuten. Er verkauft sexuelle Freiheit – und führt in Lebenssituationen, die für Kinder und Partner oft großes Unglück bedeuten. Er verkauft Glaubensfreiheit – und führt in Denkweisen, die vorgaukeln, alles wäre derselbe Gott, obwohl allein Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (Johannes 14,6).
Wenn du die Wahrheit ignorierst, beraubst du dich deiner Freiheit, denn Gott möchte uns die wahre Freiheit führen, die er für die Menschen erdacht und geschaffen hat: die Freiheit, die aus der engen Beziehung zu ihm wächst.
Wie sieht es bei dir aus: Bist du nur Christ oder lebst du in der Gemeinschaft mit Gott? Jesus hat gesagt:
„Wenn ihr an meinen Worten festhaltet und das tut, was ich euch gesagt habe, dann gehört ihr wirklich zu mir. Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien.“
Johannes 8,31-32
Die Wahrheit macht frei von Gebundenheit, Unglaube, Schuld, Furcht, Krankheit und Lügen. Was immer du brauchst – die Wahrheit wird dich freisetzen! Nicht „eine Wahrheit“, sondern „die Wahrheit“. Jesus ist das Fundament der Wahrheit! Das „Wort“ der Wahrheit ist mit uns und der „Geist“ der Wahrheit ist in uns.
Gott hat uns für die Freiheit geschaffen. Deshalb stärken wir durch ein Leben in der Wahrheit auch unsere physische Belastbarkeit. Wenn wir Lügen und Unfreiheit hinter uns lassen, atmet nicht nur unsere Seele auf. Deshalb brich die Kraft der Lügen, die dein Leben lähmen. Brich die Kraft der Lügen, die du selbst ausgesprochen hast und die Kraft der Lügen, die andere über dich ausgesprochen haben.
Diese Lügen wollen dein Leben regieren. Aber du bist ihnen nicht ausgeliefert! Gottes Wahrheit ist immer stärker: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8,32). Die Wahrheit zu erkennen, ist das Befreiendste, was du erleben kannst!
So findest du Freiheit
Ich möchte dir ein Beispiel geben, wie man die Freiheit erleben kann. Öffne dein Herz weit! Ich praktiziere es gerne, wie es der amerikanische Autor John Eldredge in seinen Andachten empfiehlt.
Ort finden.
Suche dir einen Platz, an dem dich nichts stört und wo du bequem sitzen kannst. Du bist der Tempel des Heiligen Geistes – Jesus wohnt somit in dir!
Jesus lieben.
Stürme nicht los mit deinem üblichen Gebetswortschatz, sondern nimm dir erst einmal Zeit, um Jesus deine Liebe zu zeigen. In diesem Bewusstsein schlinge ich gerne meine Arme um meine Brust und umarme mich selbst. Ich sage: „Jesus, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich!“ Drücke die Liebe zu ihm mit deinen eigenen Worten aus.
Zum Kreuz gehen.
Jetzt ist die Chance, alles, was dich bewegt und was du erlebt hast ans Kreuz zu bringen. Du kannst sagen: „Jesus, ich gebe dir jeden Menschen und alles, was mich belastet!“ Nenne Menschen mit Namen. Zähle ihm konkret auf, was du jetzt loslassen möchtest. Und dann lass es bewusst los.
Von Geist zu Geist.
Lass deinen Geist mit dem Heiligen Geist reden. Der Heilige Geist, der in dir wohnt, bringt dir Leben und Frieden!
Ein Beispiel, wie du beten kannst:
„Heiliger Geist, ich weihe dir mein Leben ... meinen Körper... meine Seele ... mein ganzes geistliches Leben! Ich gebe dir meine Gedanken und meine Aufmerksamkeit. Ich gebe dir meine Gedanken und meine Erinnerung. Ich gebe dir meinen Verstand und meine Vorstellungskraft. Ich gebe dir, Herr, meine Meinungen über die Ereignisse in meinem Leben. Herr, ich weihe dir mein Leben, meinen Geist, meine Seele und meinen Leib! Herr mein Gott – dir allein!“
Worte und Gedanken.
Jesus verspricht: „Wenn ihr an meinen Worten festhaltet und das tut, was ich euch gesagt habe, dann seid ihr wirklich meine Jünger. Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien“ (Johannes 8 31-32). Jesus sagt, du sollst seine Worte festhalten: Sie sollen in deinem Inneren zu Hause sein. Seine Wahrheit wird dich befreien, wenn du in ihr lebst und sie bei dir zu Hause ist.
Hier ein paar Fragen, die hilfreich sein können:
- Wo waren deine Gedanken heute Morgen?
- Wo sind deine Gedanken jetzt im Moment?
- Machst du dir Sorgen über deine Zukunft? Spekulierst du über deine Zukunft? Oder vertraust du ihm und dass er deine Wege ebnet?
Herz durchforschen.
Bete Psalm 139,23-24: „Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle! Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, und wenn ja: Hol mich zurück auf den Weg, den du uns für immer gewiesen hast!“#
Lade den Heiligen Geist ein, deine Gedanken zu durchsuchen und die Lügen aufzudecken, mit denen du lebst. Bitte den Heiligen Geist, dir falsche Haltungen und Denkweisen zu offenbaren:
„Heiliger Geist, du Geist der Wahrheit, du wurdest mir gegeben, um mich in alle Wahrheit zu führen. Ich bitte dich jetzt, mir die Handlungen zu zeigen, die ich durch Lügen in meinem Leben getan habe. Zeige mir die Lügen, mit denen ich mich beschäftige. Zeig mir die Lügen, die ihre Wurzeln tief in meiner Vergangenheit haben.“
Zuhören.
Nimm dir jetzt Zeit, um hinzuhören. Lass dir von Gott die Lügen zeigen.
- Was sagst du zu dir selbst, wenn es schlecht läuft? Wenn du wütend wirst? Sagst oder denkst du falsche Festlegungen wie „Ich bin so blöd! Was bin ich für ein Idiot! Ich bekomme ja gar nichts auf die Reihe! Was ich anfasse geht kaputt!“?
- Was denkst du, wenn du dich im Spiegel siehst? Glaubst du Lügen über dich wie: „Ich bin ein Versager! Mich braucht niemand. Wäre ich doch nie geboren worden.“
Sprich die Wahrheit Gottes über deinem Leben aus. Sage dir selbst als Frau: „Ich bin eine schöne, talentierte, intelligente Frau, die viel zu sagen hat!“ Oder als
Mann: „Ich bin ein starker, fähiger, weiser Mann, der mit allem fertig wird, was das Leben fordert!“
Lügen verbannen.
Glaube keine Lügen mehr über dich und versprich es Jesus: „Herr, ich möchte keine Lügen mehr über meinem Leben aussprechen. Ich breche die Bindungen, die durch Lügen entstanden sind. Ich verbanne diese Lügen aus meinem Leben. Heiliger Geist, danke, dass du mich in die Freiheit führst.“
Brich deine negativen Aussagen. Nenne sie einzeln. Und bitte den Heiligen Geist auch im Alltag weiterhin, dir die Lügen zu zeigen, die du glaubst oder aussprichst. Wichtig: Brich nicht jeden Tag wieder die Lügenliste deiner Vergangenheit. Was du gebrochen hast, ist erledigt! Lebe und sprich die Wahrheit.
Zuspruch.
Lass Gottes Wahrheit in dir wohnen und dein Denken und Handeln bestimmen. Lass dir zusprechen: „Ich bin der Gott, der dich sieht. Ich schenke Heilung. Ich liebe dich. Du bist wertvoll in meinen Augen. Ich freue mich über dich. Es ist Platz in meinen Armen. Du bist mein Kind.“
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
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Missionswerk unterwegs in Nürnberg
Man könnte meinen: selbes Team, selbes Equipment, ähnliche Stadthalle ... also immer wieder dieselbe Veranstaltung. Aber wir erleben es völlig anders! Schon jeder Ort hat seine eigenen Herausforderungen, angefangen beim Aufbau: Die Hallen erfordern unterschiedliche Einstellungen der Soundanlage, die Lichtsituation ist immer anders und wir lernen auch ganz verschiedene Hausmeister kennen! Zum anderen hat jeder Ort in Deutschland und der Schweiz eine besondere geistliche Atmosphäre, die oft auch von seiner Vergangenheit geprägt ist. Vor allem aber feiern wir unsere Gottesdienste mit ganz verschiedenen Besuchern, die ihre eigene Geschichte und ihre Fragen mitbringen und mit ihren Persönlichkeiten die Veranstaltungen ganz unterschiedlich prägen.
Als wir im Mai beim Aufbau in Nürnberg auf die Reihen blickten, schien uns aus der Erinnerung vom letzten Mal, dass zu viele Stühle im Saal standen. Doch während der Lobpreiszeit füllten sich fast Stühle, die für überzählig gehalten hatten. Vor allem aber waren die Besucher spürbar von Freude erfüllt. Es strahlt so viel aus, wenn von den Besuchern ein Echo zum Gesagten zurückkommt. Offene Herzen liebt auch Jesus. Er möchte sie füllen – und das tat er an diesem Tag!
Enorme Offenheit
Nach einer intensiven Atmosphäre für Wunder ist es sehr schwer, die Veranstaltung zu beenden. Man möchte einfach weitermachen. Wie schön, dass das Ende unserer Veranstaltung gar nicht das Ende ist: Isolde, Sampson und ich beten jedes Mal gerne noch für alle, die Gebet wünschen. Die Schlange anschließend war lang und ein unbeschreiblicher Glaube für Heilung war bei den Menschen zu finden. Wir hatten im Gottesdienst einen Film über die Heilung einer Frau von Brustkrebs gezeigt und es kamen viele Frauen, die genau dieses Anliegen hatten, zum Gebet.
Was uns immer wieder auffällt, ist auch die enorme Offenheit, wie Menschen uns ihr Anliegen schildern. Es wird aber auch wirklich gar nichts unterdrückt oder verschönert. Offenheit und Ehrlichkeit gefallen auch Jesus, denn er kennt ja ohnehin die gesamte Wahrheit.
Viele kamen auch, um uns zu erzählen, dass Gott ihr Anliegen vom letzten Mal erhört und in ihrem Leben gewirkt hatte. Unmögliches wurde möglich! Oft sind Menschen zu scheu, öffentlich in der Veranstaltung von ihrer Gebetserhörung zu erzählen, aber viele sagen es uns persönlich, was eine große Ermutigung ist. Mit so vielen Menschen zu beten, kostet uns immer viel Kraft. Alles Gehörte will verarbeitet werden. Doch Gottes Gegenwart in der Veranstaltung und sein Eingreifen im Leben von Menschen, stärkt uns auch selbst.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Wichtiger denn je!
Unser größtes Anliegen ist die Beziehung zu Jesus
Neben all der sozialen Hilfe, die wir dank unserer Freunde in Israel, Indien und Südafrika tun dürfen, ist uns das Wichtigste, das Evangelium im deutschsprachigen Raum zu verbreiten. Noch nie haben wir eine so große Oberflächlichkeit an Glauben und biblischen Werten auch unter Christen empfunden. Oft beschränkt sich der Glaube auf gehörte Inputs aus dem Internet. Auch nur selbst ein Gebet zu sprechen, wird heutzutage selten. Unter Christsein wird häufig nur noch verstanden, einigermaßen christlich zu leben.
Andererseits erleben wir immer wieder, dass man auch auf der anderen Seite vom Pferd fallen kann: Menschen halten sich fast krampfhaft an ihrer Religiosität fest und beharren darauf, dass Gewohnheiten und Abläufe, die sie aus der Vergangenheit kennen, unverändert bleiben müssen. Das verstehen sie dann darunter, Gott zu dienen.
Gott hat den Menschen im Garten Eden erschaffen, damit er ihn lieben und mit ihm Gemeinschaft haben kann. Sonntags in die Kirche zu gehen, Freizeitbeschäftigungen auszuüben, einzukaufen, im Büro zu sitzen – all das hat sich erst später entwickelt. Im Garten Eden geschah durch die Sünde eine Trennung von Gott. Am Kreuz hat Jesus diese Trennung wieder aufgehoben. Eine Garten-Eden-Gottesbeziehung ist wieder möglich – und Gott wünscht sie sich so sehr!
Stattdessen aber bedienen viele Christen bloß eine Vergangenheitsgeschichte aus Gewohnheit. Deshalb ist uns im Missionswerk Karlsruhe so wichtig zu lehren, wie man eine eigene, persönliche Liebesbeziehung mit Jesus aufbauen kann. Eine geistliche Beziehung ohne religiöse Einschränkungen. Eine Beziehung, in der jeder selbst in Gottes Gegenwart tritt, weil der Sieg am Kreuz es ermöglich hat. Der Vorhang zum Allerheiligsten ist zerrissen.
Um das erfahrbar zu machen, führen wir Veranstaltungen wie in Nürnberg durch. Wir strahlen Fernsehsendungen aus wie „Hoffnung um 12“. Wir geben ein Magazin heraus, feiern Gottesdienste, geben Impulse über Instagram, Facebook und per E-Mail weiter.
Gleichzeitig merken wir: Alles ist unglaublich teuer geworden. Deshalb müssen wir derzeit überlegen, ob wir wegen der gestiegenen Kosten alles noch im vollen Umfang tun können –oder ob wir streichen müssen. Die geistliche Not vor unserer Haustür im deutschsprachigen Raum ist groß. Und unser wichtigstes Anliegen ist es, genau hier das Evangelium zu verbreiten.
Danke für jede Unterstützung, die uns ermutigt weiterzumachen!

Atmosphäre für Wunder
Trag sie dir gleich im Kalender ein.
Einen Schatz zu finden, der von so großem Wert und Schönheit ist, dass er geradezu die Sinne benebelt und jeden, der ihn betrachtet, verzaubert, davon handeln viele Geschichten. Mit einem Schatz, der so besonders ist, dass man alle Energie und den gesamten Besitz dafür einsetzt, um ihn zu erhalten, hat Jesus das Reich Gottes gleich zweimal verglichen:
„Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker. Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und da er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“
Matthäus 13,44-46
Von Freude geleitet
Die Botschaft vom Reich Gottes erfüllt jeden, der sie aufnimmt, mit einer überwältigenden Freude, einer Freude, die das gesamte Handeln, ja das gesamte weitere Leben prägt. So kurz diese beiden Gleichnisse sind, so umfassend ist die Tragweite. Der jeweilige Fund verändert alles. Die Freude über den Fund – ob es der Schatz im Acker oder die kostbare Perle ist – erfüllt den Finder mit einer Freude, die fortan alles weitere Handeln dominiert. Genau so wirkt die Botschaft über das Reich Gottes. Es ist wie ein unerwarteter Fund. Sogar der Kaufmann, der nach guten Perlen suchte, fand ganz unerwartet eine alles überragende Perle, für die er alles einsetzte.
Es ist ganz egal, was Menschen tun, und welche Arbeiten sie verrichten, um das Leben zu bestreiten – ob Landwirt oder Kaufmann, Handwerk oder akademisches Wissen – der wirkliche Schatz im Leben ist ein Fund, ein Geschenk und entspringt keiner eigenen Leistung:
"Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist."
Römer 14,17
Das Evangelium, die gute Botschaft vom Reich Gottes, in dem wir durch Jesus leben dürfen, ist ein Geschenk, das uns mit einer Freude erfüllt, die all unsere Entscheidungen beeinflusst und unser gesamtes Leben verändert. Es ist ein Geschenk, das uns unverdient angeboten wird, doch für das wir gerne alles einsetzen, um es zu erhalten.
Was tun Menschen nicht alles, um Freude zu finden! Doch das Privileg, heute schon Anteil am Reich Gottes zu erhalten und jetzt schon zu erleben, wie das Reich Gottes in uns ist, verändert alles.
Nicht nur ein bisschen
Jesus sagt mit diesen Gleichnissen, dass wir von Gott nicht nur ein bisschen Hilfe erwarten sollten. Vielmehr macht er deutlich, dass der Schatz und die Perle von einem solchen Wert sind, dass sie das gesamte Leben vollständig verändern werden. Dieser Schatz ist auch größer als unsere Ambitionen für das Leben. Deshalb gib deine Ambitionen auf und stell dich auf Gottes Dimension ein. Unsere Ambitionen ans Leben sind im Vergleich klein und verkümmert.
Die Erwartung ist nicht, dass Gott ein wenig Hilfe für das Leben gibt, dass er ein bisschen Segen schenkt, damit die Prüfung etwas besser wird, damit das Miteinander etwas freundlicher wird und das Leben etwas fröhlicher wird oder wir etwas Hilfe bei unseren Herausforderungen haben, sondern: Es wird alles neu. Die Dimension, auf die wir zugehen und die Jesus ankündigt, ist gewaltig: „Siehe ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5) Seine Dimension hat bereits begonnen. Wer in Jesus sein Leben gefunden hat, ist eine neue Schöpfung. Die alte Wirklichkeit ist vorbei. Achte darauf: Etwas ganz Neues hat begonnen! Das Evangelium ist viel wunderbarer und viel herausfordernder, als wir erwarten würden.
Verkaufe alles
Der Wert des Schatzes steht in keinem Verhältnis zum Einsatz, den wir aufbringen, um ihn zu erhalten. Auch wenn in beiden Gleichnissen alles verkauft wird, um den Schatz zu erhalten, so geschieht dies mit Freude. Alles zu verkaufen, das kann einerseits ganz schnell gehen, doch auf unser Leben übertragen bedeutet dies einen lebenslangen Prozess. Um den Schatz des Reiches Gottes in unserem Leben in seiner vollen Dimension zu ergreifen, gilt es, alles Alte abzulegen. „Das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft" (1. Korinther 4,20). Diese Kraft dürfen wir in ganzer Fülle erfahren und ergreifen. Sie ist mit nichts zu vergleichen und um sie zu erleben, ist kein Einsatz zu groß.
Es ist wie bei einem Lichtschalter: Wir müssen den Lichtschalter ganz umlegen, damit die Energie fließt und das Licht auch angeht. Und auch wenn wir den Lichtschalter ganz umlegen müssen, so erzeugt doch der Schalter nicht die Energie, die die Lampe zum Leuchten benötigt. Der Lichtschalter ist lediglich ein Werkzeug, damit der Strom fließen kann. Er selbst hat keine eigene Kraft. So ist unser Teil das „Verkaufen“ – und das bedeutet lediglich loszulassen und sich ganz auf das Reich Gottes einzulassen.
Stell dir einmal vor, du würdest alles verkaufen, was du derzeit besitzt. Wie ist dir bei der Vorstellung zumute? Wir hängen an gewissen Dingen. Es mag gar kein materieller Wert damit verknüpft sein, sondern vielleicht nur eine Erinnerung oder ein Erlebnis. Ganz egal, welchen Wert dein Besitz für dich hat: In beiden Gleichnissen wurde alles eingesetzt.
Alles oder nichts
Wenn wir in ein Land mit Linksverkehr reisen und dort mit dem Auto am Straßenverkehr teilnehmen möchten, müssen wir uns ganz darauf einlassen. Wir könnten nicht ab und zu links fahren und dann wieder die Regeln unseres Rechtsverkehrs anwenden. Es gilt: ganz oder gar nicht.
Auch im Gleichnis, das Jesus erzählt, gibt es nur alles oder nichts. Es wird alles investiert, um den Schatz zu erhalten. Und beide Male tun sie es nicht aus Pflicht oder Verantwortungsgefühl, sondern weil sie verliebt sind. Der Verkauf war keine Forderung, sondern die Folge einer neuen Liebe. Der Schatz und die Perle sind keine Konsumgüter, sondern Objekte der Liebe.
In beiden Gleichnissen haben die Käufer den Wert des Schatzes erkannt und sich verliebt. Der alles entscheidende Punkt, der Schlüssel, um zu verstehen, was Jesus verdeutlichen wollte, liegt in der Liebe. Man könnte zwar sagen: Um alles zu verkaufen, muss man schlichtweg vieles verkaufen, was einem wertvoll ist. Doch für die Personen im Gleichnis war es kein Muss – es war vielmehr eine Erleichterung, diese Dinge loszuwerden, um den Schatz zu erhalten. Sie wollten alles verkaufen. Sie waren bereit, alles dafür zu tun. Sie waren bereit, den ganzen Weg zu gehen, um das Schöne zu bekommen, das sie liebten, das unendlich Wertvolle.
Thomas Inhoff, Missionswerk Karlsruhe
Fragen zur Vertiefung
- Wo möchte Gott meine Dimension von Leben sprengen?
- Was gilt es in meinem Leben loszulassen, um alles zu gewinnen?
- Wo darf ich mich voll und ganz auf das Reich Gottes einlassen, um Freude in Fülle zu erleben?
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„Es ist vollbracht!“, sagte Jesus am Kreuz. Daraufhin ließ er den Kopf sinken und starb (vgl. Johannes 19,30). „Es ist vollbracht.“ Das klingt nach einem einfachen Satz, aber er hat unvorstellbare Auswirkungen.
Du bist eingeladen
Was genau wurde am Kreuz vollbracht? In Epheser 1,7 finden wir eine Antwort:
„Durch Christus, der sein Blut am Kreuz vergossen hat, sind wir erlöst, sind unsere Sünden vergeben. Und das verdanken wir allein Gottes unermesslich großer Gnade.“
Gott hat Frieden gestiftet, als Jesus am Kreuz sein Blut vergoss (vgl. Kolosser 1,20). Jesus hat mit seinem Leben den Preis für dich und alles, was du falsch gemacht hast, persönlich bezahlt! Deshalb kannst du Vergebung empfangen, die es dir möglich macht, barrierefrei zum himmlischen Vater zu kommen. „
Er hat nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern ihn für uns alle ausgeliefert“, erklärt Paulus in Römer 8,32 und stellt dann eine wichtige Frage: „Wird er uns dann noch irgendetwas vorenthalten?“ Andere übersetzen: „Wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“ Durch den Sieg wurde alles Himmlische für dich bereitgestellt – es fehlt nichts! Gott lädt dich ein zuzugreifen.
Viele Menschen sind mit ihrem Leben so beschäftigt, dass sie lieber ihr eigenes Ding machen und dann Gott bitten, es zu segnen. Jesus war einmal bei einem Gesetzeslehrer zum Essen eingeladen und erzählte dort ein Gleichnis von einem Mann, der ein großes Festessen vorbereitete. „Als alles fertig war, schickte er seinen Diener zu den Eingeladenen und ließ ihnen sagen: ‚Kommt! Alles ist vorbereitet!‘ Aber jeder hatte auf einmal Ausreden. Einer sagte: ‚Ich habe ein Grundstück gekauft, das muss ich unbedingt besichtigen. Bitte entschuldige mich!‘ Ein anderer: ‚Es geht leider nicht. Ich habe mir fünf Gespanne Ochsen angeschafft. Die muss ich mir jetzt genauer ansehen!‘ Ein dritter entschuldigte sich: ‚Ich habe gerade erst geheiratet und kann deshalb nicht kommen‘“ (Lukas 14,17-20).
Du bist eingeladen zu Gottes Fest – und du allein entscheidest, ob du die Einladung annimmst, ob du hingehst und mitfeierst oder ob du dem gedeckten Tisch fernbleibst. Jesus hat alles für dich bereitgestellt, allen Segen, auf dem dein Name steht: Rettung, Heilung Geborgenheit, Frieden, Gunst, Arbeitsstellen … Es steht für dich bereit. Die Frage ist: Wann greifst du zu?
Worte des Glaubens
Mit Isolde war ich in Südafrika, um unsere Sozialarbeit in Pretoria zu besuchen. Wir waren dort privat untergebracht beim Manager eines Milchkonzerns und fühlten uns sehr willkommen. Die Frau sagte zu uns: „Seht her, hier ist die Küche, hier ist der Kühlschrank – holt euch alles, was ihr braucht!“ Wir nickten und bedankten uns bei ihr. Am nächsten Morgen standen wir auf und wollten zum Frühstück gehen. Aber niemand war da und nichts war für uns vorbereitet. Als die Frau kam, fragte sie, ob wir schon gefrühstückt hätten. Wir sagten nein und erwarteten, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen. Aber sie ermahnte uns:
Sie hätte doch gesagt, dass wir uns alles holen könnten, was wir nur möchten. Vor ihren Augen öffneten wir dann den Kühlschrank und holten uns all das heraus, was wir zum Frühstück essen wollten. Das war ein spezielles Gefühl!
Ganz ähnlich hat Jesus gesagt: Es ist alles vollbracht und steht für dich bereit! Wir beten gern: „Herr, mach … Herr, gib ...“ Aber er sagt: Hol dir das, was dir schon gehört – greif zu! Wir leben als Kinder Gottes in seinem Haushalt. Glaubst du, dass alles dir gehört? Überall steht dein Name drauf!
Der Glaube ist der Schlüssel dazu. Der Glaube an das, was für uns in der Bibel steht, der Glaube an Gottes Zusagen für uns. Lebe, bete, denke, handle aus der Perspektive, dass der Sieg vollbracht ist – für dich persönlich!
Du fühlst dich nicht so? Glaubst du oder blickst du nur auf das Sichtbare? Sprich Worte des Glaubens aus, sprich aus, was dir in der Bibel zugesagt ist: „Ich bin gesegnet … ich bin berufen … ich bin befreit ...!“ Wenn wir solche Wahrheiten aussprechen, entfaltet sich ihre Kraft in unserem Leben. Durch dein Reden und Denken setzt du etwas in Bewegung – Gutes oder Schlechtes. In Römer 10,8 lesen wir: „Gottes Wort ist dir ganz nahe; es ist in deinem Mund und in deinem Herzen.“
Als Sieger beten
Du bist geschaffen, um mit dem Sieg Jesu zu leben. Der Sieg trägt deinen Namen – stellvertretend! Wenn bei den Olympischen Spielen ein Sportler aus Deutschland gewinnt, dann hat Deutschland gewonnen. Jesus hat den Sieg errungen und wir gehören zu seiner Familie – somit ist es unser Sieg!
Bete nicht mit dem Fokus, was Jesus noch alles für dich tun muss – denn es ist vollbracht! Alles ist schon da. Danke Gott für das, was er für dich bereitgestellt hat. Nimm es Anspruch und greif zu!
Nach vierzig Jahren in der Wüste gab Gott den Israeliten das Signal zum Aufbruch in das Land, das er ihnen versprochen hatte und sagte zum neu ernannten Heeresführer Josua: „Jedes Stück Land, das ihr betretet, wird euch gehören – wie ich es Mose versprochen habe.“ Und Josua lässt sich nicht zweimal bitten – er greift zu und lässt im ganzen Lager verkünden: „Macht euch zum Aufbruch fertig! In drei Tagen werdet ihr den Jordan überqueren, um das Land einzunehmen, das euch der Herr, euer Gott, geben wird.“ Er zweifelt nicht an dem, was Gott für sein Volk bereitgestellt hat (Josua 1).
Genauso hat Jesus immer wieder darüber gepredigt, dass Gottes Reich mit ihm angebrochen ist und wir als seine Kinder darin leben dürfen. Es ist vollbracht, der Sieg ist in Jesus geschehen: „Alle Zusagen Gottes erfüllen sich in ihm“ (2. Korinther 1,20).
Währung des Himmels
Es ist ein Unterschied, ob du sagst: „Ich weiß, dass Gott kann.“ Oder ob du sagst: „Ich weiß, dass Gott tut!“ Es gibt bei Gott so viel Gutes, auf dem dein Name steht. Hole es in den sichtbaren Bereich. Es gibt Träume, auf denen dein Name steht. Gott liebt es, wenn du groß träumst! Es gibt Segen, auf dem dein Name steht. Gott hat dich geschaffen, damit du wächst. Er hat dir jeden Tag Neues versprochen. Durchbrich deine Umstände und deine Begrenzungen, indem du an das glaubst, was er dir in der Bibel versprochen hat. Schaffe Platz für das Neue, das Gott in dir und mit dir tun möchte. Fange an zu glauben und Türen werden sich öffnen.
Stelle dir ein 50-Euro-Schein vor. Du kannst ihn nicht essen, du kannst ihn nicht anziehen, du kannst auf ihm nicht radeln. Er ist ein Stück Papier. So lange bis du ihn im Laden eintauschst gegen Lebensmittel, gegen ein Hemd oder Fahrrad. Genauso steht Gottes Segen für dich bereit und Glaube ist das himmlische Tauschmittel – Glaube ist die Währung des Himmels: „Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft: Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht“ (Hebräer 11,1).
Glaube verbindet dich mit deinem Schöpfer. Im Vertrauen zu ihm sprichst du Worte des Glaubens: „Gott du bist größer als meine Krankheit … größer als meine Sorgen … größer als meine Unruhe.“ Greif zu und hole dir das, worauf dein Name steht: Freude, Frieden, Glücklichsein, Heilung, Kinder, … Gott muss nichts mehr erschaffen für dich. Er hat es durch Jesus am Kreuz für dich bereitgestellt. Es ist vollbracht.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Nach neunstündiger Busfahrt nach Potsdam und einer Übernachtung war die Spannung bei uns groß: Was würden wir im Kongresszentrum erleben? Wer würde kommen? Wir kannten niemanden ... Würden wir mit unserem 16-köpfigen Team alleine in der Veranstaltung sitzen? Dann erreichte uns auch noch die Nachricht, dass genau an diesem Tag und diesem Ort auch die Gewerkschaft Verdi mit der Bundesregierung verhandelte und vor der Tür ein Streik stattfinden würde ...
Messer im Herzen
Wir fanden in dem riesigen Zentrum unseren Saal, bauten alles auf – und um 13 Uhr war der Saal so gut wie voll. Wir blickten in viele begeisterte Gesichter – Freude pur! Gott war so stark gegenwärtig, dass viele Heilungen geschahen. Etwa zehn Besucher erzählten, wie Gott gewirkt hatte: Eine Frau hatte jahrelange Schmerzen und Verkrampfungen in den Fingern. Doch im Gottesdienst verschwanden die Schmerzen – und sie bewies eindrücklich, dass sie jetzt wieder ganz normal greifen konnte.
Ein Mann hatte nach einer Lungenentzündung kaum noch Lungenvolumen gehabt, zeigte uns nun aber, dass er wieder normal atmen konnte. Eine Frau spürte die Befreiung von Druck auf den Schultern, der sie schon lange begleitet hatte. Ein Mann erzählte, dass seine dauerhaften Herzschmerzen am Ende des Gottesdienstes verschwunden waren.
Isolde gab den Eindruck weiter, dass jemand ein Messer im Herzen stecken hatte. Eine Frau erzählte daraufhin, dass sie gespürt hatte, wie ein Messer ihren Körper verließ, und sie sah, wie Jesus vor ihr stand und mit beiden Händen quer vor ihr das Messer hielt. Wir erlebten wirklich eine Atmosphäre für Wunder, ganz nach dem Motto, mit dem wir diese Veranstaltungen überschrieben hatten. Es bestätigt sich, dass es wichtig ist, nicht Menschen nur in Kirchengebäuden die Nähe Gottes zu zeigen.
Überwältigt von Gottes Größe und der Bestätigung unseres Dienstes packten wir unser Equipment in den Bus. Gleich neben uns warteten die Regierungsfahrzeuge der Verdi-Verhandlung: Staatsfahrzeuge neben dem Bus des höchsten Königs!


Ein Wunder für die Ärzte
Mit einem Stapel Pizza im Bus fuhren wir dann fast vier Stunden weiter nach Glauchau. Auch hier begrüßten uns die Leute herzlich und erzählten uns, was sie bei unserem letzten Besuch an Wundern erlebt haben. Auch während der Veranstaltung berichteten einige gleich, was sich in dieser Zeit in Gottes spürbarer Gegenwart bei ihnen verändert hatte: Eine Frau hatte sich durch traumatische Erlebnisse wie an Ketten gefühlt und erlebte hier eine tiefgehende Befreiung. Eine andere Frau erzählte, wie ihr an der Ferse warm wurde, als in einem Wort der Erkenntnis eine Heilung von Fersensporn angekündigt wurde. Sie war überzeugt, dass die Heilung begonnen hatte.
Ein älterer Herr berichtete, dass er vor 20 Jahren in einer unserer Veranstaltungen von einem Tumor geheilt worden war, der nie zurückkehrte. Eine Frau berichtete, dass sie vor vielen Jahren alle Hörorgane herausoperiert bekommen hatte. An ihrem Krankenzimmer hing ein Schild, auf dem stand, dass diese Patientin nichts hören könne. Es wurde für sie gebetet. Nach einiger Zeit klingelte das Telefon und sie nahm den Hörer an das taube Ohr und telefonierte über einer Stunde lang. Sie zeigte uns eine Einbuchtung hinter dem Ohr, wo alles herausoperiert worden war. Selbst die Ärzte sprechen von einem Wunder.
Nachdem wir noch für alle, die es wünschten, gebetet hatten und der Bus gepackt war, fuhren wir die 500 Kilometer nach Hause. Es ist für das Team schon anstrengend: rein in den Bus, Autobahn, Hotel, Bus ausräumen, aufbauen, proben, Veranstaltung – und das Ganze wieder rückwärts. Von den Städten sehen wir nicht mehr als die Autobahnschilder. Doch wir wurden so reich durch das sichtbare Wirken Gottes belohnt. Und noch etwas freut uns: Die Anzahl der Besucher ist hier und auch in der Schweiz gestiegen und auch immer mehr jüngere Menschen kommen voller Freude.
Daniel und Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
„Schalom und dankeschön für die supergute Botschaft. Jesus war mitten unter uns. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal im nächsten Jahr.“ Michael A.

Welches war der prägendste Moment in deinem Leben? Gab es Momente, in der dein Leben eine Wendung genommen hat?
Der prägendste Moment in meinem Leben war, als ich Jesus mein Leben gegeben habe. Das war vor genau 40 Jahren und hat mein Leben total verändert. Hätte ich diesen Moment nicht ergriffen, weiß ich nicht, wie mein Leben verlaufen wäre.
Immer wieder schenkt der Heilige Geist solche Momente in unserem Leben – und wir können sie annehmen oder verstreichen lassen. Jesus klopft an – und wir können ihm öffnen, ihm vertrauen oder zur Tagesordnung übergehen. Gott berührt unser Herz – und wir können eine völlige Kehrtwende erleben, plötzlich vieles anders sehen, eine neue Dimension im Leben erfahren. Oder uns dem verschließen.
Alles wirkt zum Guten
Einen der ermutigendsten Verse der Bibel finden wir in Römer 8,28:
„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.“
Was für ein Versprechen: Wer Gott liebt, bei dem wird alles zum Guten zusammenwirken. Alles. Nicht nur das Positive wird zum Guten führen, auch die negativen Dinge werden zum Guten mitwirken. Manchmal innerhalb von einem prägenden Moment. Deshalb tausche deine Angst gegen Vertrauen. Jesus hat so viele Möglichkeiten, dir zu helfen. Er kann aus deiner Asche Schönheit erschaffen! Er hebt dich heraus aus deinen Niederlagen und aus deinem Frust. Alles wird am Ende zum Guten zusammenwirken. Wenn auch manchmal vielleicht nicht so, wie du denkst.
Vielleicht sagst du jetzt: Nichts ist so geworden, wie ich es wollte – wo soll ich da Gutes finden? In der Bibel lesen wir von einem Mann, der ein Lied davon singen kann. Alles war schiefgelaufen! Obwohl er der Liebling seines Vaters gewesen war, obwohl Gott ihm Verheißungen durch Träume gegeben hatte, fand er sich eines Tages in einem fernen Land im Gefängnis wieder. Das ist die Geschichte von Josef. Sein Leben ist ein Spiegelbild für viele Menschen. Gott gibt eine Verheißung, einen Traum, eine Prophetie – und dann folgt eine Niederlage nach der anderen.
Josef wurden von seinen Brüdern verraten, wurde als Sklave in ein fremdes Land verkauft, musste unter Ungläubigen wohnen. Manchmal stellt Gott uns dahin, wo wir gar nicht hinwollen. Vielleicht sagst du auch: Um mich herum sind nur Menschen, die von Jesus nichts wissen wollen. Ich bin alleine und werde immer abfällig behandelt. Dann richte deinen Blick fest auf Gott. So wie Josef. Er hatte in seinen Niederlagen immer Gott vor Augen. Es wird Gutes entstehen, wenn du nicht aufgibst!
Josef landete im Gefängnis, weil die Frau eines königlichen Hofbeamten Lügen über ihn verbreitete und anklagte. Doch Josef machte im Gefängnis Karriere, weil Gott mit ihm war: Gott schenkte einen prägenden Moment, als der Verwalter ihn zum Aufseher ernannte – und Josef willigte ein. Ich glaube, er war mit Freude und Zuversicht an der Arbeit, dort im Gefängnis. Er war nicht verbittert gegenüber Gott, sondern er hat sein Herz bewahrt.
Ergreife die Verheißung
Schließlich gab Gott ihm die Weisheit, im Gefängnis Träume zu deuten, sodass ihn der Pharao ebenfalls um Rat fragte, als er selbst eindrucksvoll träumte. Dass Gott damit eine Möglichkeit schaffte, um aus all dem Gutes zu wirken und Josef aus dem Gefängnis zu holen, wusste Josef da noch nicht. Gott zeigte ihm, was die Träume des Pharaos bedeuteten: Es würde eine siebenjährige Hungersnot kommen, für die Ägypten in den ertragreichen sieben Jahren vorher vorsorgen sollte. Und wieder folgte ein prägender Moment für Josef:
Der Pharao beschloss, dass er der richtige Mann für die Aufgabe war und ernannte ihn sogar zu seinem Stellvertreter. Und Josef vertraute auf Gott, stellte sich der Aufgabe und rettete unzählige Menschen in den schlechten Jahren vor dem Hungertod – einschließlich seiner Familie, die nach Ägypten kam.
Das Gute, das aus einer schwierigen Situation entstehen wird, sehen wir oft nicht. Gott hat Wege, die wir nicht erkennen können. Josef wäre nie in diese Stellung gekommen, wenn ihn seine Brüder nicht verkauft hätten, wenn nicht Lügen über ihn verbreitet worden wären und wenn er nicht im Gefängnis gelandet wäre. Gott hat ihn gebraucht, um ein ganzes Volk und seine Familie zu retten!
Gott hat auch mit dir etwas vor. Auch dein Leben hat eine Bestimmung. Vielleicht nicht so spektakulär wie bei Josef, aber vertraue Gott. Ergreife das, was Gott dir verheißen hat, und das, was in seinem Wort geschrieben steht, auch wenn dein Leben ein Auf und Ab ist. Wende dein Herz nicht von ihm ab, wenn du in Schwierigkeiten steckst, sondern wende dich ihm voller Vertrauen zu. Diese Entscheidung ist immer wieder ein Moment, der dein Leben weiter prägt.
Viele Menschen schreiben uns und bestätigen in vielen Zeugnissen, dass Gott wirklich zu seinem Wort steht! Er ist und bleibt immer derselbe. Ergreife den Moment des Vertrauens, der dein Leben verändert
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe

BERUFUNG
Fast hundert fleißige Mitarbeiter trafen am Karfreitag bereits um 10 Uhr in der Kathedrale des Missionswerks ein, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Das gemeinsame Abendmahl aller Mitwirkenden vor Beginn er Gebetsnacht war auch dieses Mal wieder ein wichtiges Element für Zurüstung und Gemeinschaft an diesem besonderen Nachmittag. Eine große Freude: Zum ersten Mal nach der Pandemie war das ganze Industriegebiet um das Missionswerk herum wieder mit Autos der Gebetsnachtbesucher vollgeparkt.


Segen steht bereit
Pünktlich um 13 Uhr eröffnete Talina Inhoff mit einem klassischen Orgelstück die Lobpreis- und Gebetszeit. Unser Moderator Uwe Porozynski begrüßte alle Anwesenden und
Daniel Müller formulierte die Einladung, die heute im Mittelpunkt stand: „Greif zu, nimm in Empfang, was der Herr seit dem Sieg am Kreuz für dich bereitgestellt hat.“
Nach der fröhlichen Lobpreis- und Gebetszeit mit Liedern wie „Die Freude am Herrn ist meine Kraft“ begann Daniel zu predigen. Währenddessen standen bunte, schön dekorierte Taschen auf der Bühne, auf denen zu lesen war, wo wir überall zugreifen können: Gnade, Frieden, Vergebung, Fülle … „Jesus hat den Preis bereits bezahlt, damit wir frei sind, um am Tisch des Herrn Platz zu nehmen!“, erklärte Daniel. Wir entscheiden selbst, ob wir der Einladung folgen oder irgendeine Begründung zur Entschuldigung vorbringen. Segen, Rettung, Heilung und noch vieles mehr stehen für uns bereit, wir brauchen nur loszugehen und im Glauben zugreifen. Gottes Tisch ist immer reich für uns gedeckt. Er hat Lösungen gerade für die Herausforderungen unserer Zeit.
Daniel fragte in den Saal: „Wie lange willst du noch warten und dich mit Ersatzlösungen zufriedengeben? Komm jetzt in deine Bestimmung hinein und schaffe Platz für Neues: Greif zu!“
Es folgte eine längere Zeit der Anbetung, in der wir Worte der Erkenntnis von Daniel hörten. Gott berührte unterschiedliche Krankheiten und auch Situationen. Einige Besucher berichteten am Ende, wie Gott in der Zeit genau in diesen Bereichen bei ihnen gewirkt hatte. Während Isolde und Thomas für die Anliegen der Internetzuschauer beteten, konnten die Besucher vor Ort an das Kreuz eine Karte hängen, auf der sie notiert hatten, wo sie zugreifen wollen. Anschließend erhielten sie eine bunte Tasche mit einem Stift, sodass sie ebenfalls aufschreiben konnten, was sie aus der bereitgestellten Fülle vom Sieg Jesu für sich holen wollten.


Ja zu ihm
Immer wieder wurde für verschiedene Krankheiten und Situationen gebetet. Eine Gebetszeit für Israel ist immer Bestandteil der Gebetsnacht. Diesmal gab es besondere Gebetsanliegen aus der israelischen Bevölkerung, da Israel in diesen Tagen beschossen worden war.
Isolde und Thomas lasen Mut machende Gebetserhörungen vor uns es wurde gebetet über die Anliegen, die Menschen in den Wochen zuvor eingeschickt hatten.
Nach dem Lied: „Herr öffne du mir die Augen“ führte uns Isolde in ihrer Predigt mit dem Thema „Ein prägender Moment“ in Gottes Gedankenwelt für unser Leben hinein: Gott will uns und unser Leben dauerhaft verändern. „Alle Lasten und Sorgen fallen ab, wenn Gott dein Herz berührt und du Ja zu ihm sagst!“, ermutigte Isolde. Selbst negative Geschehnisse würden sich zum Positiven verändern, wenn wir uns Gott anvertrauen und sein Wirken zuließen. „Lasse keine Bitterkeit in deinem Leben zu, wenn Dinge nicht so geschehen, wie es deinen Gedanken und Plänen entspricht. Vertraue dem Herrn, er hat immer einen Weg für dich.“
Nach einem Lied berichtete Thomas Inhoff von weiteren Gebetserhörungen und machte Mut: „Gott ist allwissend, bei ihm liegt die Lösung für all unsere Probleme. Freiheit, Stärke und Frieden werden unsere Depressionen und Ängste durchbrechen.“
Eindrucksvoll von unserer Dolmetscherin Dr. Judith Schreyer übersetzt ermutigte uns Pastor Sampson und sagte: „Es gibt immer einen guten Grund, Jesus zu feiern und zu lieben.“
In einem kurzen Anspiel konnten wir verfolgen, was es bedeutet, Götzen die Macht über das eigene Leben zu geben. Passend dazu forderte Pastor Beni Schläpfer in seiner Kurzpredigt dazu auf, Götzen aus unserem täglichen Leben zu verbannen. Ein kleines Experiment, bei dem verschiedenfarbige Flüssigkeiten vermischt wurden, zeigte beispielhaft, wie es ist, wenn Jesus uns von Götzen befreien und reinwaschen will. Gott hat kein Interesse an Religiosität, sondern dass Menschen ihn lieben und durch ihr Verhalten zu Wegbereitern seines Kommens werden.
Rahel Selg begleitete uns anschließend mit dem Lied: „Alles will ich Jesus weihen“ zum Tisch des Herrn. Mit den Einsetzungsworten aus 1. Korinther 11 und dem Bekenntnis des „Vater unser“ folgte das gemeinsame Abendmahl, zu dem auch die Teilnehmer im Internet und an den Telefonen eingeladen waren. Mit einem besonderen Dank an alle Mitwirkenden vor und hinter den Kameras, auf den Parkplätzen, in der Küche und an allen anderen Stellen endete eine wundervolle Gebetsnacht, von der wir die Einladung mitnehmen, an seinen gedeckten Tisch zu kommen und im Vertrauen auf sein Wirken immer wieder zuzugreifen.
Alexander Hofmann
Besucherstimmen
„Entspannung pur, mega Input. Danke an alle Mitwirkenden. Gott segne euch überfließend.“
„So schade, dass ich nicht vor Ort sein kann, aber ich bin im Geist dabei und Jesus ist auch hier bei mir und allen Menschen am Livestream! Danke, Jesus, für die Gemeinschaft mit dir.“
„Gott ist so frisch und nahe durch euch alle zu spüren. Danke, dass wir teilhaben dürfen.“
„Ich spüre, dass mein Knie sich besser und schmerzfrei bewegen lässt. Es ist seit Jahren wegen Arthrose belastet. Mir ist zum Jauchzen zumute!“
„Danke dem ganzen Team. Ich fühle mich so leicht vor Freude und Dankbarkeit.“
„Es war wieder herzerwärmend und so heilsam, gelobt sei Jesus Christus.“
„Ich bin tatsächlich sehr begeistert und kann gar nicht aufhören mit dem Lobpreis.“
Ein Höhepunkt unserer Israelreisen ist immer der Besuch und die Einweihung des fertiggestellten Kindergartens. Auf unserer Reise im Herbst werden wir den 56. Kindergarten in Jerusalem eröffnen.
Fast eine Million Einwohner hat Jerusalem mittlerweile, doch die Stadt gehört zu den ärmsten im Land. Im Stadtteil Pisgat Ze’ev im Norden der Stadt sind 40 Prozent der Bevölkerung jünger als 21 Jahre. In den 1990er-Jahren zogen viele Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion, aus Äthiopien und aus anderen Ländern in dieses Viertel. Zusammen mit der Jerusalem Foundation, die sich für die Stärkung der armen Bevölkerung und bessere Bildungschancen einsetzt, sanieren wir in diesem Jahr einen veralteten Kindergarten. Fast alles ist hier in schlechtem Zustand: der Fußbodenbelag zusammengeflickt, das Mobiliar zusammengewürfelt, die Raumaufteilung beengt. Decken und Beleuchtung müssen zudem dringend erneuert werden.
Die Architekten haben eine farbenfrohe Gestaltung geplant, damit Kinder sich hier wohlfühlen und ihrer Entwicklung angemessen lernen können. Küche und Toilettenräume werden modernisiert. Ungenutzte Flurbereiche werden verkleinert, damit mehr Platz zum Spielen, Toben und Lernen entsteht. Und ganz besonders gefällt uns der neue gemütliche Leseraum mit viel Platz für Bücher.
Möchtest du benachteiligte Familien und Kinder in Jerusalem unterstützen? Wir freuen uns über jede Beteiligung!
Möchtest du dabei sein?
Wenn ich von sieben Wahrheiten für Heilung spreche, heißt das nicht, dass es nicht noch viel mehr Wahrheiten darüber gibt. Aber diese sieben Aspekte sind ein wichtiges Fundament, um Heilung zu verstehen und zu empfangen.
1. Es ist ein spiritueller Kampf
Für unser Leben müssen wir begreifen, dass es nicht nur den sichtbaren Bereich gibt, sondern auch einen spirituellen, unsichtbaren Bereich. „Wir kämpfen nicht gegen Menschen“, lesen wir im Epheserbrief, sondern wir kämpfen „gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben“ (Epheser 6,12). Du kämpfst gegen bösartige Mächte der Finsternis, gegen einen unsichtbaren Feind, der dich vernichten will:
„Euer Widersacher, der Teufel , geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“
1. Petrus 5,8
Sei dir aber sicher: Diese Mächte und dieser Widersacher wurden am Kreuz besiegt! Wir haben laut der Bibel Autorität die „Mächte und Gewalten des Bösen“ im Namen Jesu von uns zu weisen. Wir können Widerstand leisten, so wie Petrus es beschreibt: „Stark und fest im Glauben sollt ihr seine Angriffe abwehren“ (1. Petrus 5,9).
Was dabei hilft? Im Epheserbrief lesen wir von Gottes geistlicher Waffenrüstung, die wir anlegen sollen und die uns rundum schützt: der Helm des Heils, der Brustpanzer der Gerechtigkeit, der Schild des Glaubens, der Gürtel der Wahrheit, das Schwert des Geistes – der Bibel – und die Stiefel der Bereitschaft, die Botschaft vom Frieden weiterzutragen (Epheser 6,11-16).
2. Symptome sind nicht die Krankheit
Uns auf unsere Symptome zu konzentrieren, führt schnell dazu, dass wir an unserer Heilung zweifeln. Denn allzu leicht können Symptome unser Kopfkino in Gang setzen: „Mein Onkel hatte genau an dieser Stelle Schmerzen und ist ganz kurzfristig an Krebs gestorben.“ Oder nach zweimal Niesen: „O, ich glaub, ich habe eine Allergie.“ Durch die Selbstanalyse von Symptomen können wir auch nichtvorhandene Krankheiten in Existenz rufen. Erst wenn ein Arzt es sagt, verdichtet sich, was es sein kann. Doch auch dann ist Gott größer und kann die festgestellte Krankheit heilen. Denn zur Wahrheit gehört, dass in Jesus und seinen Wunden Heilung liegt (vgl. 1. Petrus 2,24).
Symptome sind nicht immer die Wahrheit, manchmal versucht der Satan, der „Vater der Lüge“ (Johannes 8,44) bloß, Lügen in deinem Leben groß zu machen. Lass es nicht zu. Dein Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes. In dir wohnt derselbe Geist, der Jesus von den Toten auferweckt hat!
3. In der Bibel wird Heilung verheißen
Die Bibel ist voll von Versprechen, dass Gott heilen will:
„Ich bin der Gott, der dich heilt.“
2. Mose 15,26
„Durch seine Wunden sind wir geheilt.“
Jesaja 53,5
„Er nahm unsere Leiden auf sich und trug unsere Krankheiten.“
Matthäus 8,17
„Durch seine Wunden hat Christus euch geheilt.“
1. Petrus 2,24
4. Heilung erwächst aus der Beziehung mit Gott
In Psalm 107,19-20 lesen wir: „Sie schrien zum Herrn um Hilfe … Er sandte sein Wort und heilte sie.“ Gottes Wort ist mächtig, wahr und gilt uneingeschränkt für dich. Aus der Beziehung mit dem Vater bringt sein Wort Heilung. Wenn wir Zeit mit ihm verbringen, lernen wir seine Stimme kennen wie die Schafe die Stimme ihres Hirten (vgl. Johannes 10,3).
Schaffe dir eine Atmosphäre, in der du auf Gott hören kannst, voller Ruhe und ohne Ablenkung. Lege Jesus alles, was dich bedrückt, und jeden, der dich ärgert, hin. Ich liebe es, wenn auch noch sanfte Musik läuft. Dann werde still. Du wirst eine Herrlichkeit erleben, in der du hinhören und in die Gegenwart des Vaters eintreten kannst. Gott ist nicht unser Kummerkasten, in den wir alles werfen, was wir brauchen. Sondern er ist dein Vater, der immer und überall mit dir leben möchte und dessen Wort Heilung bringt.
5. Vergebungsbereitschaft ist entscheidend
Jesus nachzufolgen, bedeutet, von Herzen zu vergeben. So lesen wir es immer und immer wieder im Neuen Testament. So wie Gott uns vergeben will, so sollen wir anderen vergeben, und das 70 Mal sieben Mal (Matthäus 18,21-35) – weil wir Gott und Menschen lieben (vgl. 1. Johannes 2,10-11).
Unversöhnlichkeit ist ein Haupthindernis für Heilung, das haben wir in unserem Dienst schon oft erlebt. Umgekehrt ist die Vergebung ein Schlüssel zur Wiederherstellung der Gesundheit und Ganzheit deines Körpers. Unsere Erfahrung ist: Nachdem kranke oder beladene Menschen mit dem Herzen anderen vergeben hatten, waren sie frei, auch für die Heilung Gottes. Vergib denen, die dir Unrecht getan haben. Damit schließt du dem Feind die Tür zu deinem Leben und öffnest sie für Gottes heilende Kraft.
6. Fürchte dich nicht – liebe
Angst ist die Standard-Waffe, mit der der Feind dich abhalten will, Gottes Wort zu glauben. Angst bringt Zweifel in unseren Geist, den der Feind gegen uns verwendet. Gott zu lieben von ganzem Herzen, ist unsere Waffe im Kampf gegen die Angst. Fange an Gott zu lieben und die Angst schmilzt weg. Ich mache das gerne, indem ich die Hand auf mein Herz lege und sage: „Gott ich liebe dich, ich liebe dich von ganzem Herzen.“ Richte deine Gedanken auf Gott und die Angst muss fliehen.
„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
2. Timotheus 1,7
Widerstehen wir dem Geist der Furcht, gewinnt der Geist von Gottes Kraft in uns Raum – der Kraft, die uns auch Heilung bringt.
7. Das Vaterherz
Stell dir vor: Du darfst zu deinem Heiler Vater sagen! „Der Geist Gottes, den ihr empfangen habt, führt euch nicht in eine neue Sklaverei, in der ihr wieder Angst haben müsstet“, schreibt Paulus. „Er hat euch vielmehr zu Gottes Söhnen und Töchtern gemacht. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: ‚Abba, lieber Vater!‘“ (Römer 8,15). Wir sind Kinder Gottes geworden und dürfen ihn unseren Vater nennen. Und dieser Vater will uns Gutes schenken.
Suche von ganzem Herzen deinen Platz, den der Vater in seinem Herzen für dich bereithält. Es gibt einen Platz, den dir kein anderer wegnehmen kann. Du wirst feststellen, dass dein Herz dort richtig lebendig wird. Dein Herz möchte mit dem Herzen des Vaters kommunizieren. „Würde etwa jemand von euch seinem Kind einen Stein geben, wenn es um ein Stück Brot bittet?“, fragte Jesus seine Zuhörer und ermutigte sie: „Wenn ihr, die ihr Sünder seid, wisst, wie man seinen Kindern Gutes tut, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen, die ihn darum bitten, Gutes tun“ (Matthäus 7,9.11).
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Predigt zum Thema:
Schau dir auch die Predigt zum Thema 'Heilung' an und vertiefe diese 7 Wahrheiten für dein Leben.

Bestell dir jetzt die Aufnahmen der Heilungstage 2023:
Sehnst du dich nach Heilung? Die Bibel sagt, wir dürfen mit Gottes heilendem Wirken rechnen! Doch wie können wir um Heilung beten? Wie können wir ganzheitlich Heilung empfangen? Und wo liegt der Ursprung von Heilung, aber auch von Krankheit und Leid? Mit all diesen Fragen haben wir uns an den Heilungstagen 2023 beschäftigen und uns auch Zeit genommen für Lobpreis und Gebet um Heilung.
Aufnahmen der Heilungstage können in unserem Shop käuflich erworben werden.

„Wünschet Jerusalem Frieden! Es möge wohl gehen denen, die dich lieben!
Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. Um des Hauses des Herrn willen, unseres Gottes, will ich dein Bestes suchen.“
Verse 6-9
Wir vom Missionswerk Karlsruhe unterstützen Israel auf verschiedene Arten, weil wir es als biblische Aufgabe sehen. Die ersten Spenden Karlsruher Gemeinden hat mein Vater Siegfried Müller Ende der 70er-Jahre überbracht, während der ersten Israelreise.


Biblische Wahrheiten
1983 haben wir ermöglicht, dass ein Bunker zu einer Kindertagesstätte umgebaut wurde. Eingeweiht wurde er mit dem damaligen deutschen Botschafter Dr. Niels Hansen und Teddy Kollek, dem damaligen Bürgermeister von Jerusalem. Seither wurden mithilfe unserer Missionswerkfreunde 55 Kindergärten, Schulen und Behindertentagestätten gebaut oder grundsaniert. Jedes einzelne Projekt kostete so viel wie ein Einfamilienhaus in Deutschland. An dieser Stelle ein ausdrückliches Dankeschön an alle, die sich daran beteiligt haben oder sich jetzt am 56. Kindergarten in Jerusalem beteiligen!
Beim Jubiläum der Jerusalem Fundation dankte uns der ehemalige israelische Staatspräsident Reuven Rivlin für die Treue, jedes Jahr mindestens ein Projekt zu finanzieren. Er sagte damals, die meisten Werke würden ein Projekt bezahlen – und dann höre man nichts mehr von ihnen.
Daneben haben wir auch Projekte in Israel, mit denen wir auch arabischen Bewohnern biblische Wahrheiten vermitteln etwa durch unseren Gebetsweg in Nazareth oder unsere Sozialarbeit im „House of Victory“ in Haifa, wo drogenkranke Männer eine christlich ausgerichtete Reha besuchen.
Die Kraft des Gebets
Israel zu unterstützen und für das Land zu beten, heißt nicht, dass wir alle Entscheidungen und Fehler Israels gutheißen. Aber wir glauben, Gebet ist eine Kraft, die auch im unsichtbaren Reich wirkt. Im Größenvergleich mit den arabischen Ländern ist Israel eine Streichholzschachtel auf einem Fußballfeld. Es ist ein Wunder Gottes, dass Israel schon so lange in der Region existiert.
Ganz krass bewusst geworden ist mir das, als ich zu einem Gebet für Israel nach New York zu den Vereinten Nationen eingeladen wurde. Im Gebäude stehen von allen UN-Mitgliedsländern die Götter und Götzen herum – und mittendrin erhielt ich die Möglichkeit, für Israel zu beten.
Bei einer anderen Gelegenheit war ich nach Jerusalem auf das Gelände des Davids-Turm-Museums eingeladen. Hohe Mitglieder von Militär und Regierung waren anwesend und ich durfte als Vertreter aus Deutschland davon erzählen, dass es in Deutschland Christen gibt, die Israel lieben. Die Schwester des ehemaligen Bürgermeisters Ehud Olmert sagte anschließend: „Ich überlege mir, den deutschen Mördern meiner Familie zu vergeben.“ Was für eine bewegende Aussage!


wünscht Daniel Müller dem damaligen Staatspräsidenten Israels, Reuven Rivlin,
Gottes Segen.

treffen vor 500 Führungskräften im
UNO-Hauptquartier in New York
Heimat Israel
Israel ist für uns eine Heimat geworden. Nicht nur, weil wir schon so oft dort waren, sondern vor allem weil das Land ganz besonders unser Herz berührt. Anders als jedes Urlaubsland. Die beeindruckende Realität der Orte, an denen Jesus persönlich gewesen ist und in denen die Bibel geschrieben wurde, fasziniert uns jedes Mal aufs Neue. Hier werden die religiösen Bilder im Kopf mit der puren Realität vor Ort konfrontiert, in der Jesus lebte.
Auch deshalb gehört für uns zur Unterstützung Israels auch die Aufgabe, Pilger nach Israel zu bringen, die danach nicht einfach die Meinungen der Medien übernehmen, sondern wissen, was sie gesehen und erlebt haben. Ich denke, in den vielen Jahren waren es über 15.000 Pilger, die Israel mit dem Missionswerk besucht haben.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Nach Online-Heilungstagen im vergangenen Jahr war es schön, dass diesmal wieder Besucher vor Ort begrüßt werden konnten, darunter viele neue Gesichter, die den Weg zu Heilung und Wiederherstellung suchten. Mit dem Song „Way Maker“ eröffnete Rahel Selg zwei interessante und heilsame Tage.
Veränderung von Jesus
In seinem ersten Impuls nannte Daniel Müller ein wichtiges Gebet: „Herr, mache aus uns das, was dein Wille ist.“ Wir dürfen einfach ausprobieren, was mit Körper, Geist und Seele geschieht, wenn Gott eingreift und unser Leben verändern will. Beim Thema Heilung gehe es wie im Glauben darum, uns von Jesus lieben und verändern zu lassen.
Sehr ermutigend waren die Gebetserhörungen, die Isolde Müller im Verlauf der Tage immer wieder vorlas und damit lebendig vor Augen führte, wie Gott auch heute oft noch genau da Wunder tut, wo menschliche Hilfe nicht mehr weiterhilft.


In seinem zweiten Impuls erläuterte Daniel die „Sieben Wahrheiten für Heilung“ (ausführlich nachzulesen ab Seite 12). Er betonte, dass wir in einem geistlichen Kampf gegen einen unsichtbaren Feind stehen. Die Bibel zeige auf, dass bei Gott nichts unmöglich ist und wir Vollmacht haben, jeder Krankheit zu gebieten und im Glauben zu widerstehen. Entscheidend sei zu verstehen: Heilung geschieht aus unserer Beziehung zu Gott, wenn wir Zeit mit ihm verbringen, wenn wir seine Stimme hören. Und ein Hauptschlüssel für Heilung liege in unserer Bereitschaft, anderen und uns selbst dauerhaft zu vergeben. Daniel erklärte, dass der Feind Symptome nutze, um uns vom göttlichen Weg abzubringen, und seine Standardwaffe sei die Angst, die nur durch Gottes Liebe beseitigt werden kann.
Als Kinder des allmächtigen Gottes dürfen wir unsere Heilung aus den Händen unseres geistlichen Vaters annehmen. Gott will uns ganz nah bei sich haben. Ohne Routine, ohne Zwang will er einfach Vater sein und wir dürfen sein Kind sein, seinen Herzschlag spüren und uns bedingungslos lieben lassen. Das ist das beste Entschleunigungsprogramm für unser Leben.
Eindrücklich unterstrichen wurden die sieben Wahrheiten dadurch, dass unsere Pastoren Thomas Inhoff, Beni Schläpfer, Sampson Acheampong und Isolde Müller uns zu allen sieben Themen im Gebet anleiteten. Lobpreis und Gebete rundeten das Gesagte ab.
Vollmacht am Kreuz
Nach ausgiebiger Mittagspause und Informationen zu weiteren Veranstaltungen des Missionswerks ging es in den zweiten Teil des Tages.
„Auch wenn du Gott nicht siehst, kannst du sein Wirken doch spüren“, lauteten die nachdenkswerten Worte von Isolde. Es sei wichtig, Gottes Wort zu kennen, statt uns in den Dingen dieser Welt zu vergraben. Und Gottes Wort sagt, dass Jesus sich uns angenommen, Schuld und Sünde getragen und mit seinem Blut freigekauft hat. Er will heilen, frei machen und erretten. Und was er uns versprochen hat, das wird er auch halten. Deshalb sind wir aufgerufen, alte Gedankenmuster abzulegen und das neue Leben zu beginnen, das der Vater für uns bestimmt hat.
„Auch wenn du Gott nicht siehst, kannst du sein Wirken doch spüren.“
Isolde Müller
Pastor Sampson erklärte mithilfe unserer einfühlsamen Übersetzerin Judit Schreyer, dass die Heilung durch Jesus bereits vollständig bezahlt wurde. Er befreit uns auch heute noch von Gebundenheit, Süchten und Schwierigkeiten. Deshalb dürfen wir jeden Tag Großes von Gott erwarten und früher oder später werden wir singen, weil wir Erlösung und Gemeinschaft mit Gott erfahren haben.
Nach einer stärkenden Kaffeepause sprach Daniel zum Thema „Heilungsvollmacht erkennen und einsetzen“. Vollmacht komme vom Kreuz, erklärte er, und wir dürfen den Sieg, der dort errungen wurde, für uns in Anspruch nehmen. Alles sei möglich, wenn wir Jesus und seinem himmlischen Vater vertrauen
Fürsorge des Hirten
Nach dem Lobpreisstück „Herz zu Herz“ begleitete uns Thomas mit Worten aus Psalm 23 zum Abendmahl. So wie kranke Schafe Fürsorge vom Hirten bekommen, der sich um sie kümmert, dürfen wir die Hilfe unseres Hirten erwarten.
„Lass sein Wort der Same sein, der in dir zur Reife kommt.“
Daniel Müller
Wir erfuhren von ganz verschiedenen Gebetserhörungen, die Menschen erlebt hatten: Heilung von einer Stirnhöhlenentzündung, das Abfallen depressiver Lasten, das Aufhören von Schmerzen unterschiedlicher Art. Ein abschließender Segen beendete diesen im wahrsten Sinne des Wortes wundervollen und heilsamen Tag.

„Die Heilungskraft aus der Bibel“ lautete der Titel des abschließenden Beitrags von Daniel Müller am Sonntag. Im Johannesevangelium lesen wir: Gott war das Wort und das Wort wurde Fleisch. Jesus selbst ist dieses Wort, das Gott nie korrigiert hat. Daniel forderte uns mit der Frage heraus: „Steht dieses Wort im Mittelpunkt deines Lebens?“ und schloss die Ermutigung an: „Wenn du das Wort in dir hast, dann hast du die Heilung in dir!“ Der Glaube an sein Wort und die Wahrheit setzt die Kraft zur Heilung frei. In diesem Wort liegt die Vollmacht. Deshalb: „Lass sein Wort der Same in deinem Leben sein, der in dir zur Reife kommt.“
Persönliche Gebete der Pastoren sowie Heilungserlebnisse, die uns Thomas aus den eingegangenen Mails vorlas, rundeten die Tage ab. Mit Dankopfer, Schlusssegen und dem Hinweis: „Gott ist nie fertig, denn er ist immer bei dir“, beendete Daniel zwei gesegnete Heilungstage.
Alexander Hofmann
Besucherstimmen:
Die Heilungstage waren sehr, sehr gut. Menschen wurden berührt, bekamen neue Kraft, Freude, auch Heilung ist geschehen. Es war die Herrlichkeit zu spüren. Vielen lieben Dank! – Rahel D.
Wir waren bei den Heilungstagen. Danke an euch im Missionswerk. Himmel wurde wieder (!!!) auf die Erde geholt. Ich bin immer noch hin und weg. – Siglinde C.

Heilungstage für zu Hause
Fast so wie Huskys, die ungeduldig darauf warten, mit dem Schlitten loslaufen zu dürfen, erging es uns: Endlich kam der erste Termin in diesem Jahr, an dem wir als Team losfahren konnten, um in einer Stadthalle Kanäle für Gottes Wirken zu sein. Die erste Überraschung war, dass ab Lörrach Schneefall einsetzte. Einige Freunde wurden vom Schnee aufgehalten und blieben auf dem Weg zum Stadtsaal Zofingen im Stau stecken. Doch während des Lobpreises füllte sich die Halle mit mehr Menschen als je zuvor in Zofingen.


Eine große Offenheit war zu spüren und als sichtbare Folge erzählten am Ende zahlreiche Besucher spontan von Heilungen und Befreiungen: Schmerzen an der Kniekehle und von einer Arthrose waren verschwunden. Zwei Menschen berichteten, wie sie beim letzten Mal geheilt worden waren. Gott zeigte mir, dass eine Frau mit Hautproblemen da war, die sie mit Make-up überdeckte und die er heilen würde, und dass es eine Erbangelegenheit gab, die ungerecht verlief und die die Person loslassen sollte. Am nächsten Tag erhielten wir folgende E-Mail:
»Lieber Daniel, liebe Isolde, liebe Freunde vom Missionswerk, ich bin Gott enorm dankbar, dass er mich heute in Zofingen von einem starken Hautausschlag im Gesicht befreit hat. Genauso, wie Daniel es vorausgesagt hat, ist es geschehen. Nach dem Entfernen der Hautabdeckung kann ich mit riesiger Freude seine Worte bestätigen. Der unangenehme, brennende Hautausschlag ist verschwunden. Gott sei Lob und Dank dafür. Ich bin auch die Person, die das Unrecht in der Erbsache jetzt – Gott sei Dank – loslassen konnte. Ich habe volles Vertrauen und werde euch zum gegebenen Zeitpunkt darüber berichten. Liebe Segensgrüße« –Ruth H.
Und noch weitere ermutigende Rückmeldungen haben wir bekommen:
»Am rechten Knie wurde ich im April 2021 operiert. Leider gab es Probleme nach der OP. Heute ist alles wieder gut. Da ich auch am linken Knie ähnliche Symptome hatte, sollte ich ebenfalls operiert werden. Am 29.10.22 traf ich euch beim Gottesdienst in Zofingen. Damals trug ich eine Prothese. Während der Gebetszeit mit den Heilungszusagen erhielt ich die Überzeugung, dass ich die Heilung des Knies in Anspruch nehmen solle. Mit Erfolg – halleluja. Der Herr hat eingegriffen. Seit diesem Tag ist das Knie
heil und ich brauche die Prothese nicht mehr.« –Werner L.
»Zofingen war für mich eine gesegnete Zeit. Großen Dank möchte ich Gott geben, denn er hat meine Gebete erhört. Er hat mich an Schultern und Beinen geheilt. Lob und Dank Jesus allein. Danke auch für das Gespräch mit Isolde vor dem Gottesdienst. Es hat mich gestärkt. Gott gibt jeden Tag Kraft für das Alleinsein.« –Heinrich W.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Der Staat Israel feiert in diesem Monat seinen 75. Geburtstag. Das bedeutet für uns: 75 Jahre Existenzsicherung. Für die Kinder Israel ist die Rückkehr in ihr Heimatland ein Wunder Gottes. Vor etwa 150 Jahren begannen Juden in aller Welt, sich vorzubereiten auf die Möglichkeit, in ihr Ursprungsland zurückkommen und man kann fast nicht glauben, dass es Realität wurde.
Mensch bleiben
Die Einwanderer standen vor vielen geographischen und klimatischen Schwierigkeiten. Im Wüstenland war Ackerbau harte Arbeit. Alle Straßen, Leitungen und Wohngebäude mussten erst geschaffen werden. Zudem bildete die arabische Bevölkerung die Mehrheit in dieser Region und akzeptierte nie die jüdische Demokratie in ihrer Mitte. Gleich nach der Staatsgründung griffen die arabischen Nachbarländer Israel an. Damals standen etwa 650.000 Juden fast ohne Waffen 50 Millionen Bewohnern der bewaffneten arabischen Länder gegenüber – David gegen Goliath.
Viel wurde seither geschrieben und analysiert: Wie ist es möglich, dass Israel in den vielen Kriegen, die uns leider seit der Staatsgründung begleiten, immer einen Sieg errungen hat? Welche militärischen Strategien wurden ausgeklügelt? Welche Truppen haben gekämpft? Die Fachleute haben alles diskutiert. Ich selbst musste leider von 1962 bis 1995 an allen diesen Konflikten teilnehmen. Wie jeder wehrfähige Israeli wurde ich vom Militär eingezogen.
In meinen Augen ist die Stärke unserer Armee ihr hohes moralisches Niveau, das wir durch unsere Kultur und die Heiligen Schriften gewinnen. Mehrere Male wurden mir das konkret vor Augen geführt.
Wer nie einen Krieg erlebt hat, kann sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie eine Kriegssituation das Denken eines Menschen verändert. Alle moralischen Vorstellungen wandeln sich auf einen Schlag. Plötzlich darf und muss man manchmal Menschen (den Feind) töten. Andererseits darf man nicht die Häuser und Geschäfte der fliehenden Bewohner plündern. Man muss Mensch bleiben – auch im Krieg.
Gott der Gnade
In der letzten Nacht des Sechs-Tage-Kriegs, dem dritten Arabisch-Israelischen-Krieg, der am 5. Juni 1967 begann, war ich mit meiner Einheit auf den Golanhöhen zwischen Israel und Syrien. Von weitem sahen wir, wie ein feindlicher, syrischer Offizier mit einem seiner Soldaten eine kleine Wohnung betrat. Zu dritt fuhren wir hin und beim Eintreten sahen wir, wie sich der Offizier und sein Soldat unter zwei Betten verstecken wollten. Der Offizier hatte seine Waffe neben sich liegen und ich konnte gerade noch seine Hand stoppen, bevor sie die Waffe erreichte. Mit meiner eigenen Waffe zielte ich auf ihn. Wir sahen uns in die Augen und es ist eine Frage von Sekundenbruchteilen, ob man schießt oder das Menschenleben verschont.
Wir brachten ihn und seinen Soldaten zu unserem Auto und fuhren zu unserer Einheit zurück. Unsere Kameraden kochten gerade Kaffee und ich bestellte zwei weitere Tassen Kaffee und sagte, wir hätten hohen syrischen Besuch. Die beiden wurden von der ganzen Mannschaft zu Kaffee und einer kleinen Mahlzeit eingeladen. Der Offizier war sichtlich angespannt und nervös. Er hatte eine kleine Verletzung am Fuß und wurde von unserem Sanitäter behandelt.
Plötzlich fragte er: „Wann werde ich gefoltert?“
Wir fragten zurück: „Weshalb sollten wir dich foltern?“
Er erwiderte: „Um Informationen zu bekommen.“
Wir sagten, der Kampf sei doch vorbei und wir bräuchten keine Informationen mehr. Dann erzählte er, wie er als Offizier den Beschuss einer Siedlung im Norden Israels befohlen hatte, um uns zu provozieren. Doch, Gott sei Dank, die Waffen waren jetzt in unseren Händen und konnten nicht mehr auf den Norden Israels gerichtet werden.
„Wenn ihr weiterhin provoziert hättet und uns dabei in die Hände gefallen wärt, wäre das sicher keine friedliche Begegnung gewesen“, sagten wir, aber nun war die Situation, Gott sei Dank, eine andere. „Du kannst beruhigt sein. Niemand wird dir etwas antun.“
Sein Gesichtsausdruck änderte sich. „Was seid ihr für komische Soldaten?“, fragte er.
Einer unsere Soldaten war ein religiöser Jude und antwortete: „Wir glauben an die Heiligen Schriften und darin steht, dass unser Gott ein Gott der Gnade ist und wir seine Kinder sind. Deshalb blicken auch wir voller Gnade auf Menschen.“
Gefährliche Propaganda
Noch am selben Tag fuhren wir Richtung Jerusalem. Es war Juni, ein heißer Sommertag, sicher um die 45 Grad Celsius. In der Gegend um Jericho und Jordanien sahen wir Hunderte arabische Bewohner auf der Flucht aus Jericho Richtung Osten. Sie hatten aus ihrer Heimat sämtliche Habseligkeiten mitgenommen, die sie auf dem Rücken tragen konnten. Für genügend Wasservorräte war da kein Platz.
Hinter meinem Fahrzeug hing ein Anhänger mit einem 1000-Liter-Tank voll Wasser. Selbstverständlich blieben wir bei den Flüchtlingen stehen und ließen sie Wasser zapfen. Bei dieser Hitze waren sie in Lebensgefahr. Wir fuhren von Gruppe zu Gruppe, um ihnen Wasser zu bringen und zu helfen. Für eine alte Frau kam jedoch leider alle Hilfe zu spät. Sie starb in meinen Armen.
Wir fragten die Menschen, warum sie flohen.
„Weil die israelischen Soldaten kommen!“, sagten sie ängstlich.
„Aber wir sind die israelischen Soldaten“, sagten wir. „Kehrt nach Hause zurück.“
Aber sie beharrten darauf: „Ihr seid gute Soldaten, aber nach euch kommen sicher die Soldaten, vor denen man uns gewarnt hat, die uns ausrauben, vergewaltigen und töten!“
In dem Moment habe ich verstanden, was Propaganda in den Köpfen von Menschen anrichten kann und wie sehr falsche Behauptungen zu Angst und Hass führen können.
In Gottes Sinne entscheiden
Ich will noch ein weiteres Beispiel erzählen für die hohe Moral, die ich in unserer israelischen Armee erlebt habe.
Im Juni 1982 befand sich Israel im Krieg mit dem Libanon. Zwei Fahrzeuge unserer Einheit waren leider in einem schlechten Zustand. Normalerweise hatten solche Fahrzeuge Ersatzteile und spezielles Werkzeug dabei, um bei einer Panne Reparaturen durchführen zu können – aber in unseren beiden Fahrzeugen gab es nichts davon.
Im Krieg steht man mit der Kolonne oft einfach länger irgendwo, bevor sich die Wagen weiterbewegen. Unsere Fahrzeuge kamen neben einer libanesischen Werkstatt zum Stehen, die von einer Bombe zerstört worden war. Überall in der Umgebung verstreut lagen Gerätschaften und genau das Werkzeug, das uns für den weiteren Einsatz im Krieg fehlte! Ohne groß nachzudenken, nahm einer unserer Leute einen Kasten und füllte ihn mit Werkzeug. Stolz kehrte er zu uns zurück.
Im Notfall hätten uns diese Werkzeuge wahrscheinlich das Leben retten können. Moralisch sauber aber war der Diebstahl nicht. Der Fall hätte anders ausgesehen, wenn es eine Militärwerkstatt der syrischen Armee gewesen wäre. Sie waren unsere Kriegsgegner. Aber hier hatten wir es mit Privatbesitz zu tun. Die Werkstatt gehörte einem libanesischen Bürger.
Ohne zu zögern, sammelten wir das Werkzeuge aus der Umgebung auf und legten es in eine Ecke der Werkstattruine, damit der Besitzer es dort fand. Obwohl es unser Leben hätte retten können, nahmen wir nicht ein Teil davon mit. Wir sind Gottes Kinder und er ist ein Gott der Gnade – daran hatte uns damals auf den Golanhöhen mein Kamerad aus unserer Einheit erinnert. Daran hielten wir uns auch jetzt.
Dany Walter, Reiseleiter

Unter Beduinen
In der Ewigkeit gibt es keine Zeitrechnung. Es gibt nur das Jetzt und den Moment. Alles bleibt und hört nicht auf. Jemand hat einmal gesagt: „Die Ewigkeit ist wie ein Rad, das weder Start noch Ende hat.“
Die Zeitrechnung ist eine Erfindung von Menschen, um den Verlauf der Zeit besser zu verstehen. Gott aber steht außerhalb von Raum und Zeit, wie wir in den Psalmen lesen:
„Ja, bevor die Berge geboren wurden, noch bevor Erde und Weltall unter Wehen entstanden, warst du, o Gott, schon da. Du bist ohne Anfang und Ende.“
Psalm 90,2
Gott war vor allem da und ist unvergänglich. Ein paar Verse weiter steht: „Tausend Jahre sind in deinen Augen wie ein einziger Tag, der doch im Flug vergangen ist.“ Gott entzieht sich unserer Zeitrechnung und umgekehrt können wir die Ewigkeit mit unserem Verstand nicht erfassen.
Zeitenwende
Im letzten Jahr hat unser Bundeskanzler von einer Zeitenwende gesprochen. Das bedeutet: Die Welt danach ist nicht mehr dieselbe wie die Welt davor. Eine Zeitenwende ist der Wechsel von einer Ära in eine neue. Die Menschen müssen mit etwas völlig Neuem zurechtkommen.
Die bisher größte Zeitenwende für die Menschheit war die Auferstehung von Jesus – der Moment, als er den Tod besiegte. Seither stehen Friede mit Gott und das ewige Leben denen offen, die auf Jesus vertrauen: „Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben“ (Johannes 3,36). Wenn wir diese Zeitenwende annehmen, wird sie buchstäblich zu unserer persönlichen Lebenswende.
Im Moment stehen wir an einem Punkt, an dem nichts mehr planbar ist. Niemand außer Gott weiß, was morgen sein wird. Viele Katastrophen haben wir erlebt und nichts wird so bleiben, wie es einmal war. In Matthäus 24 vergleicht Jesus zunehmende Krisen mit Wehen, mit der sich ankündigenden Geburt von etwas Neuem – Zeitenwende!
Alles steuert auf die bedeutendste Zeitenwende zu, die es jemals geben wird, wenn Jesus wiederkommt. Die Abstände von Wehen werden immer kürzer, je näher es zur Geburt geht, und auch heftiger. Jesus erklärte seinen Jüngern: „Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht, denn dies alles muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Seuchen sein und Erdbeben da und dort. Alles dies aber ist der Anfang der Wehen.“
Es gibt eine begrenzte Zeit, bis Jesus wiederkommt.
Im Buch des Lebens
Und auch unser Leben hat eine begrenzte Zeit: „Unser Leben dauert siebzig, vielleicht sogar achtzig Jahre. Doch alles, worauf wir stolz sind, ist nur Mühe, viel Lärm um nichts! Wie schnell eilen die Jahre vorüber! Wie rasch schwinden wir dahin!“ (Psalm 90,10). Wir haben nur eine begrenzte Zeit zu wirken. Schnell zieht das Leben vorüber und ist vorbei. Wie nutzen wir unsere Zeit? Machen wir uns darüber Gedanken? Leben wir bewusst? Oder sind wir so beschäftigt, dass wir gar keine Zeit haben, über die Ewigkeit nachzudenken? Werden wir einmal einfach so in die Ewigkeit hineinschlittern?
Wir sorgen in vielen Lebensbereichen vor: für den Urlaub und unsere Gesundheit, für den Fall von Arbeitslosigkeit und Pflegebedürftigkeit. Für die Ewigkeit aber sorgen nur Wenige vor. Doch wir müssen klug sein und das Richtige tun, damit wir die Ewigkeit erleben. Die Bibel ist da sehr klar. Jesus sagt:
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“
Johannes 14,6
Hier finden wir einen deutlichen Hinweis: Wir brauchen Jesus, um zum Vater zu kommen, denn der Vater ist im Himmel – in der Ewigkeit! Wenn wir Jesus nicht vertrauen, können wir die Ewigkeit nicht erleben. Unser Name muss im Buch des Lebens geschrieben sein (vgl. Offenbarung 21,27). Wir brauchen die Reinigung durch das Blut von Jesus und die Vergebung unserer Schuld, die wir auf uns geladen haben. Damit beginnt für uns ein neues Leben, unsere private Zeitenwende!
Neue Gegenwart
Gerade weil wir als Christen auf die Ewigkeit hoffen dürfen, können wir unsere Gegenwart ganz anders gestalten. Weil wir unseren Besitz und unsere menschlichen Errungenschaften nicht mitnehmen können in die Ewigkeit, wir aber wissen, dass sie noch endlos vor uns liegt, können wir uns um das kümmern, was auch in Ewigkeit Bestand hat: unsere Beziehung zu Jesus. Durch ihn aber hat Gott uns „neu geschaffen, um Gutes zu tun“ (Epheser 2,10). Er hat uns neu geschaffen, damit wir ihm mit Taten dienen. In Epheser 4,32 lesen wir: „Seid aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander, so wie Gott in Christus euch vergeben hat.“
Wir sind nicht grundlos in diese Welt gestellt. Wir dürfen hier reifen und unseren Lebensstil an der Ewigkeit ausrichten. Wie Jesus die Ewigkeit nicht ohne uns leben möchte, sind wir erfüllt von dem Wunsch, auf Erden zu leben wie er: voller Güte, Mitleid und Barmherzigkeit, voller Nächstenliebe und der Bereitschaft zu vergeben. Wir geben weiter, was wir von Jesus empfangen haben.
Und Jesus wird sich einmal ansehen, wie wir gelebt haben:
„Einmal werden wir uns alle vor Christus als unserem Richter verantworten müssen. Dann wird jeder das bekommen, was er für sein Tun auf dieser Erde verdient hat, mag es gut oder schlecht gewesen sein.“
2. Korinther 5,10
Es ist nicht egal, wie wir unser Leben gestalten. Doch andersherum werden wir nicht durch unsere Werke gerecht, sondern durch Jesus, der unsere Schuld mit in den Tod genommen und überwunden hat. Am Ende entscheidet Gott, wo wir die Ewigkeit zubringen – Gott allein.
Gnadenzeit
Paulus bittet die Gemeinde in Korinth, sich der wunderbaren Botschaft von Gottes Gnade nicht zu verweigern: „Als Gottes Mitarbeiter bitten wir euch aber auch: Lasst die Gnade, die Gott euch schenkt, in eurem Leben nicht ohne Auswirkung bleiben. Denn Gott hat gesagt: ‚Ich will dein Gebet erhören. Es wird eine Zeit der Gnade für dich geben, einen Tag, an dem du meine Hilfe erfährst!‘ Genau diese Zeit ist jetzt da, der Tag der Rettung ist nun gekommen“ (2. Korinther 6,2).
Jesus wird wiederkommen und wir haben noch die Zeit, um unser Leben in Ordnung zu bringen – Gnadenzeit! Du kannst heute deine persönliche Zeitenwende erleben und dein Leben mit Gott bereinigen, dein Leben mit Gottes Hilfe verändern. Der Gerichtstag ist noch nicht da, aber er wird kommen und das Urteil, das vor Gottes Thron gefällt wird, ist ewig und kann nicht mehr verändert werden. Heute ist der Tag, an dem du Gottes Gnade in deinem Leben wirken lassen kannst und für die Ewigkeit vorsorgst.
Gott ist nichts zu schwierig oder zu lästig in deinem Leben. Vielleicht denkst du manchmal, du wärst ein Versager, weil du immer wieder mit Niederlagen zu ihm kommst. Im Gegenteil! Er wartet auf dich. Er sehnt sich danach, einmal die Ewigkeit mit dir zu verbringen. Er hat dich geschaffen, um für immer mit dir zusammen zu sein. Heute ist dein Tag! Erlebe in deinem Leben eine Zeitenwende und lass alles hinter dir.
Diese biblische Zusage möchte ich dir mitgeben: „Berge mögen einstürzen und Hügel wanken, aber meine Liebe zu dir wird nie erschüttert, und mein Friedensbund mit dir wird niemals wanken. Das verspreche ich, der Herr, der sich über dich erbarmt!“ (Jesaja 54,10).
Seine Gnade wird auch von dir nicht weichen. Nimm sie in Anspruch!
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Einer der Höhepunkte unserer Israelreisen ist der Ritt auf einem Kamel. Ich sage immer, wer die Möglichkeit dazu hat, sollte das einmal im Leben gemacht haben. Besonders fasziniert mich, dass Kamele Überlebenskünstler sind: 30 Tage lang können sie ohne Nahrung und 14 Tage ohne Wasser überleben. Wir Menschen schaffen zwar 40 Tage ohne Nahrung, aber gerade einmal drei Tage ohne Wasser. Danach versagen Nieren und Herz.
Wunder vom leeren Tank
Mit all den Krisen um uns herum leben wir in einer herausfordernden Zeit für unser Leben – allzuoft erinnert sie an die Extrembedingungen in der Wüste.
Wie sieht es mit deinen Reserven aus? Mit Reserven in deinem Geist und deiner Seele? In deiner Gesundheit, deiner Beziehungen, deiner Ehe? Im Beruf, in der Vergebung, in der Liebe? Wann hast du das letzte Mal getankt?
Auch Christen fahren oft auf dem letzten Tropfen. Schon vor der Pandemie waren viele von uns nur mit ihren Reserven unterwegs. Aber jetzt sind etliche dieser Kanister leer. Bei einer Befragung sagten Menschen, dass sie nur noch etwa 30 Prozent der Kraft haben, die sie vor drei Jahren – vor der Pandemie – hatten.
Mich beschäftigt die Veränderung, die man in diesen Tagen bei Menschen beobachten kann. In der Generation meines Großvaters erlebte ich noch einen siegessicheren Glauben, der überzeugt war: Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen! Nach dem Krieg wurde mein Großvater eingeladen, in einer Gemeinde die Predigt zu halten. Er sagte zu, obwohl nur noch wenig Benzin im Tank war und er kein Geld hatte, welches nachzufüllen. Mit seiner Frau und dem Sohn (meinem Vater) fuhr er los. Wenn es bergauf ging, betete er kräftig, und wenn es bergab ging, dankte er Gott.
So kamen sie am Ziel an – schon das war ein Wunder! Die Heimfahrt nach dem Gottesdienst war mit jedem Kilometer eine Glaubensprüfung. Und das Wunder geschah: Das Auto fuhr bis nach Hause. Der Sohn konnte nicht glauben, dass so etwas funktioniert. Er lief in die Garage und schaute in den Tank – der vollkommen trocken war! Mit Begeisterung erzählte er es seinem Vater. Was für ein Glaube!
Was geht dir jetzt durch den Kopf? „Die haben nicht richtig nachgeschaut“ oder „Vielleicht hat ja jemand heimlich aufgetankt ...“? Sind wir heute noch bereit, an Wunder zu glauben, oder müssen wir alles erklären können?
Viele Enttäuschungen, viel Uneinigkeit aus der Corona-Zeit, aber auch die Ungewissheit bei all den Krisen haben unseren Tank geleert. Die letzten Jahre haben uns viel Lebensenergie gekostet. Und bei vielen Christen scheint selbst der Reservetank mittlerweile leer zu sein. Manche sind ganz auf der Strecke geblieben und haben ihren Glauben verloren, manche versuchen, den Reservetank zu füllen mit allem, was sie bekommen können.
Das richtige Wasser finden
Wenn Kamele durstig sind, können sie nicht nur 200 Liter Wasser innerhalb weniger Minuten trinken – auch Salzwasser vertragen sie problemlos! Wir Menschen dagegen können mit Salzwasser nicht unseren Durst stillen, wir brauchen Süßwasser wie die meisten Tiere auch. Das richtige Wasser zu finden, ist Leben!
Was ist das richtige Wasser für dein geistliches Leben? Deine Seele verlangt nach Freiheit! Die gute Nachricht ist: Diese Freiheit für deine Seele wurde nicht eingeschränkt. Diese Tankstelle war nie geschlossen.
Wir finden in der Bibel ein gutes Beispiel für die größte Überlebensaktion in der Wüste. Die Israeliten waren Sklaven und wurden befreit. Doch ihre Sklavenmentalität haben sie mitgenommen und wollten schließlich zu den Fleischtöpfen der Sklavenhalter zurück. Vor derselben Frage stehen wir auch: Sind wir Sklaven in einem gottlosen System – oder sind wir Erlöste und reflektieren Gottes Größe? Eine gute Tankanzeige dafür ist der Vers, der zum geflügelten Wort wurde: „Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund“ (Matthäus 12,37). Was aus unserem Mund kommt, zeigt, was unser Herz erfüllt. Wie sieht es mit deiner Tankfüllung aus? Wie gesund ist dein geistliches Leben?
Erlebst du eine Krise deines Herzens, weil Gott nicht so hilft, wie du dir Leben vorstellst? Ist dein Tank leer, weil du ein christliches Leben nach deiner Vorstellung suchst und nicht findest? Viele erleben heute leider, dass Enttäuschungen sie verletzt haben und nun ihre Seele lähmen.
Der Fluss schenkt Leben
Wir brauchen frisches Wasser zum Auftanken. Wenn wir nur aus den Reserven der alten Tage agieren, werden wir nicht viel ausrichten können. Doch der Fluss des Lebens fließt schon immer für dich und hat Möglichkeiten, in die du noch nie getreten bist. Er ist unbeschreiblich, mächtig, erneuernd und kraftvoll!
Auf unseren Israelreisen besichtigen wir in der Nähe des Toten Meeres die Erfüllung einer Prophetie aus Hesekiel 47. Süßwasser ermöglicht dort Leben, wo früher nur Salzwasser war, so wie es dem Propheten Hesekiel angekündigt worden war: „Überall wohin der Fluss kommt, da schenkt er Leben“ (Vers 9). Das gilt auch heute für dich: Gott will dir sein Leben schenken. Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich ein Bild vor Augen: Kinder spielen am Strand und graben mit ihrer Schaufel einen Kanal, der sich sofort mit Wasser füllt. Deine Schaufel ist dein Glaube!
Von diesem Wasser des Lebens lesen wir auch in Offenbarung 22,1-2:
„Nun zeigte mir der Engel den Fluss, in dem das Wasser des Lebens fließt. Er entspringt am Thron Gottes und des Lammes, und sein Wasser ist so klar wie Kristall. An beiden Ufern des Flusses, der neben der Hauptstraße der Stadt fließt, wachsen Bäume des Lebens. Sie tragen zwölfmal im Jahr Früchte, jeden Monat aufs Neue.“
Dieser Fluss fließt nicht erst in der Zukunft, sondern schon jetzt bietet Gott dir sein erfrischendes Wasser an! Damit kannst du nicht nur die Reservekanister auffüllen, sondern dein ganzes Leben. Und mit der erfrischenden Bibelstelle Johannes 7, 37-38 möchte ich dich ermutigen, an der richtigen Quelle deinen Energietank zu füllen: „Wer Durst hat, der soll zu mir kommen und trinken! Wer an mich glaubt, wird erfahren, was die Heilige Schrift sagt: Von seinem Inneren Leben wird spendendes Wasser ausgehen wie ein starker Strom.“
Gott ist die Quelle für dein Leben. Er möchte mit seinem Geist in dir und durch dich fließen. Trink das erfrischende Wasser vom Fluss des Lebens – durch Gebet! Trinke mit Durst und Sehnsucht von diesem Wasser. Entscheide dich bewusst, zu Gott zurückzukommen, von allem anderem, dem du im Leben nachjagst. Bitte Gott, dich mit dem Fluss des Lebens zu füllen.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Ein Gebet
Jesus, ich habe Durst und Verlangen – mein Leben muss wieder gut werden!
Ich weihe dir mein ganzes Leben, ich gebe dir meine Fähigkeiten.
Fließe durch mich, heile mich.
Ich öffne mein Herz und meine Seele, reinige mich.
Herr, du bist das Leben, das ich suche.
Ich heiße deinen Fluss willkommen
in meinem Herzen und meiner Seele.
Amen
Zum zweiten Mal boten wir Anfang März einen Kindersachen-Flohmarkt im Missionswerk an. Mit über 100 Verkaufstischen auf zwei Etagen war er diesmal sogar mehr als doppelt so groß wie im letzten Jahr. Es war schön zu sehen, dass zahlreiche Besucher kamen, die teils sogar von weiter weg anreisten, um dabei sein zu können. Parallel kamen Kaffee und Kuchen sehr gut an und auch unsere Jugend sorgte draußen bei kühlen Temperaturen mit einem Waffelstand für eine tolle Verpflegung.
Damit der Flohmarkt für alle Familienangehörigen zum einmaligen Erlebnis wurde, gab es eine Kids-Betreuung in unseren frisch umgebauten Kinderräumen: Die Kleinen konnten malen, spielen und basteln – und das in den Räumen, in denen wir auch sonntags mit den Kids Gottesdienst feiern. So wurden Grenzen und Hemmschwellen abgebaut. Nicht nur die Atmosphäre war sehr gut, mit einigen Elternteilen, die ihre Kinder begleiteten, kam es auch zu angeregten Gesprächen.


Besonders wichtig war uns, dass die Familien an diesem Tag auch einen lebensverändernden Impuls mitnehmen konnten. In seiner Kinder- und Familienshow erzählte Dominik Bierle mithilfe seiner Handpuppe Susi, wie einzigartig jeder von uns geschaffen ist und dass Gott jeden Menschen liebt. In der gut gefüllten Johanneskapelle sangen, klatschten und tanzten die Großen und Kleinen zu den Liedern mit. Als Dominik am Ende zum Gebet aufrief, standen einige auf und beteten sein Gebet nach.


Dankbar sind wir für die Unterstützung zahlreicher Mitarbeiter, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre, und für alle Gebetsunterstützung, die wir an diesem Nachmittag ganz praktischen erfahren durften. Die positiven Rückmeldungen unserer Gäste und die vielen Nachfragen nach einer weiteren solchen Aktion bestätigten uns, wie gut es ist, Menschen auf diese Weise eine Tür ins Missionswerk zu öffnen. Wir blicken dankbar auf einen tollen Nachmittag zurück und beten, dass Gott den Menschen, die uns besucht haben, nachgeht und ihnen persönlich begegnet.
Benjamin Schläpfer, Missionswerk Karlsruhe
Damit wir ein gutes Leben gestalten können, brauchen wir Sicherheit und Frieden. Die Frage, wie wir zu einem friedlichen Miteinander finden, beschäftigt sogar die Forschung. Die Regierung fördert aktuell den Forschungsbereich Friedens- und Konfliktforschung mit 32 Millionen Euro.
Doch wir brauchen gar nicht auf die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten zu warten, sondern Jesus selbst hat schon Menschen dafür ausgestattet, Frieden zu bringen. Als er seine Jünger zu zweit in die Städte und Dörfer schickte, gab er ihnen mit auf den Weg:
„Wenn ihr in ein Haus kommt, dann sagt: ›Friede sei mit euch allen! Wenn dort jemand Gottes Frieden bereitwillig annimmt, so soll der Friede, den ihr bringt, bei ihm bleiben.“
Lukas 10,5-6a
Senden lassen
Wenn ich diese Worte von Jesus lese, dann spüre ich den großen Wunsch, dass sich heute Menschen genau mit diesem Auftrag senden lassen und genau das tun, was Jesus einst seinen Jüngern aufgetragen hat. Dass diese Sendung auch heute noch wirksam ist, daran besteht keinerlei Zweifel. Es ist die zentrale Botschaft von Jesus. Nach seiner Auferstehung grüßte er seine Jünger mit den Worten: „Friede sei mit euch“ und zeigte ihnen die Wunden an seinen Händen. Daraufhin sagte Jesus noch einmal: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich jetzt euch!“ (Johannes 20,21). In der zentralen und allseits bekannten Bergpredigt sagte er: „Glücklich sind, die Frieden stiften, denn Gott wird sie seine Kinder nennen“ (Matthäus 5,9).
Vor Kurzem sprach ich mit einem Manager, der berichtete: „Im letzten Jahr war ich einmal im Monat in Israel. Während der Corona-Pandemie war es cool zu fliegen, denn der Flieger war fast leer. Eigentlich war es gar nicht möglich zu reisen, doch ich hatte eine Ausnahmegenehmigung, weil ich im Auftrag der Regierung unterwegs war.“ Er erlebte seine Sendung als Privileg.
Jeder der irgendeinen Auftrag erhält und sich damit auf den Weg macht, besitzt eine bestimmte Kompetenz. Als Kind war es meine Aufgabe, beim Essen für Getränke zu sorgen. Auch eine so einfache Aufgabe, wie Getränke aus dem Keller zu holen, wird man nur erhalten, wenn man dazu in der Lage ist. Wer müssen wir sein, um auf diese Weise in unser Umfeld gesandt zu werden?
Wenn die Jünger in den Häusern die Worte aussprachen „Friede sei mit euch!“, dann besaßen sie eine Kompetenz und uns stellt sich die Frage: Wer müssen wir sein, um auf diese Weise in unser Umfeld gesandt zu werden? Wenige Verse zuvor lesen wir, wie Jesus zu seinen Jüngern sagte: „Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe“ (Lukas 10,3).
Das klingt nicht sehr ermutigend, doch alle Jünger kamen mit großer Freude von dieser Aussendung zurück. Jesus hatte sie mit einem Frieden ausgestattet, wie ihn die Welt nicht geben kann und wie ihn die Welt nicht nehmen kann. Genau das tut Jesus auch heute noch.
Göttliche Kraft
Paulus betont in seinen Briefen, wie Gottes übernatürliche Kraft Menschen verändert. Er hat nicht an die Moral und Disziplin der jungen Christen appelliert, sondern ihnen ein Geheimnis weitergeben: Die gute Botschaft des Evangeliums enthält eine unüberwindbare Kraft.
In dieser Haltung schrieb er auch jene Worte in einem Brief an Christen in Philippi. Diese Stadt ist heute ein UNESCO-Welterbe in Griechenland. Der Appell an jene Christen gilt auch uns heute und ist wie ein Slogan und eine Zusammenfassung seines Briefes: „Freut euch zu jeder Zeit! Ich will es noch einmal sagen: Freut euch!“ (Philipper 4,4)
Mit Blick auf so manchen Konflikt will die Freude eher weichen, statt sich entfalten. Doch das Wissen um göttliche Kraft, die größer ist als alle Widerstände, liefert die Grundlage zu einer unerschrockenen Freude. Und diese Freude bildet auch die Motivation zur Aktion, so schreibt Paulus weiter: „Alle Menschen sollen eure Güte und Freundlichkeit erfahren.“
Nun lässt Paulus die Christen in Philippi nicht im Unklaren, wie sie genau dafür kompetent werden und den göttlichen Frieden erhalten, der eine Macht und Autorität besitzt, die nichts überwinden kann, ja, eine Ausrüstung, die so großartig ist, dass sogar Lämmer unter Wölfen nicht zu Schaden kommen. So schreibt er weiter:
„Ihr dürft in jeder Lage zu Gott kommen. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm! Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid.“
Philipper 4,7
Paulus liefert der jungen Gemeinde damit vier Punkte, die sie mit dem göttlichen Frieden ausstatten würden:
- sagen
- denken
- danken
- lieben
Paulus hat die jungen Christen nicht ermutigt, die Gefahren, die Probleme und Herausforderungen zu ignorieren. Über Probleme zu sprechen, den Mangel zu artikulieren, ist eigentlich selten ein Problem. Jammern und Klagen gehören inzwischen schon scheinbar zum guten Ton. Die Herausforderung liegt darin, dass wir mit dem Richtigen – mit Gott selbst – über unseren empfundenen Mangel reden.
Studien haben gezeigt, dass Menschen in ihren Emotionen genau gleich empfinden – egal, ob sie eine Situation erleben oder nur davon erzählen. Das bedeutet, dass uns klagen und jammern über Defizite, die wir erfahren, immer weiter Energie raubt.
Ganz anders, wenn wir diese Dinge vor Gott ausbreiten! In seiner Gegenwart werden wir mit Energie, mit Zuversicht und Hoffnung gefüllt. In seiner Gegenwart erhalten wir eine andere Perspektive. Unser Fokus wird vom Problem auf die Lösung gelenkt und daraus entsteht unser Danken.
Nachdenken und danken
„Dankt ihm“, schreibt Paulus weiter. Diese Aufforderung wird manchmal falsch verstanden. Denn wir sollen Gott nicht etwa danken, dass uns etwas fehlt, sondern der Dank bezieht sich auf Gottes Realität. Er ist uns immer nah mit all seiner Fülle. Doch oft sind uns seine Nähe und seine Fülle gar nicht bewusst. Darum fordert Paulus auf, dass wir uns besinnen. Wir sollen darüber nachdenken, was hilfreich, gut und positiv ist. Genau dazu fordert Paulus seine Schützlinge auf, als er schreibt:
„Schließlich, meine lieben Brüder und Schwestern, orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat. Beschäftigt euch mit den Dingen, die auch bei euren Mitmenschen als Tugend gelten und Lob verdienen.“
Philipper 4,8
Es gibt einen naiven Frieden und einen tiefen Frieden. Manche Menschen handeln ganz nach dem Spruch von J.R.R. Tolkien aus „Der Herr der Ringe“: „Ho! Ho! Ho! Ich gehe zur Flasche, um mein Herz zu heilen und meinen Kummer zu ertränken. Regen mag fallen und Wind mag wehen. Und viele Meilen sind noch zu gehen. Doch unter einem hohen Baum werde ich liegen und lasse die Wolken vorbeisegeln."
Christen können sich besinnen, statt sich zu betäuben. Unsere Zeit bietet viele Möglichkeiten uns abzulenken, zu unterhalten und zu betäuben, doch wenn wir uns auf die Realität Gottes besinnen, wird unser Blick auf die verändernde Kraft des Evangeliums gerichtet und wir erleben das übernatürliche Wirken. Paulus unterstreicht diesen Appell des Nachdenkens noch einmal und betont, dass genau dadurch der Friede einzieht:
„Haltet an der Botschaft fest, die ihr von mir gehört und angenommen habt. Richtet euch nach dem, was ich euch gelehrt habe, und lebt nach meinem Vorbild. Dann wird Gott, von dem aller Friede kommt, bei euch sein.“
Entfachte Liebe
Auch heute noch brauchen Menschen, die sich als Friedensstifter senden lassen, eine außergewöhnliche Ausstattung. Immer noch sind Friedensstifter unterwegs wie Lämmer unter Wölfen. Darum brauchen Friedensstifter nicht nur persönlich Frieden und den Wunsch, Frieden zu fördern, sondern sie brauchen einen unzerstörbaren Frieden. Dieser unzerstörbare Frieden ist zu finden, wenn unsere Liebe durch die Hingabe, die wir im Handeln Jesu erkennen, genährt wird.
Jesus hat allen Frieden aufgegeben, damit wir Frieden finden. Paulus schreibt im Brief an die Philipper (Philipper 2,7-9), wie Jesus alle Privilegien im Himmel aufgab, damit wir Anteil an der Kraft, dem Frieden und der Freude des Himmels erhalten. Indem wir unseren Blick auf Jesus richten, auf das, was er tat, wie er ist und womit er uns beschenkt, wird unsere Liebe entfacht. Eine Liebe, die stärker ist als der Tod.
Sagen, denken, danken und lieben lässt uns zu Menschen werden, die einen Frieden besitzen, der alle Logik übersteigt und unzerstörbar ist. So werden auch wir zu Menschen über die Paulus schreiben würde: „Alle Menschen sollen eure Güte und Freundlichkeit erfahren.“ So werden wir zu Menschen, die Jesus mit den Worten anspricht und aussendet: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ (Johannes 20,21).
Thomas Inhoff, Missionswerk Karlsruhe
Wie gehen wir als Christen mit den Herausforderungen heute um? Sind wir unruhig und besorgt, wenn wir an Krieg, Inflation und Klimakrise denken? Kreisen unsere Gedanken um die Frage, wo das alles noch hinführen soll? Muss uns das alles Angst einjagen? Nein! Wenn wir uns von Angst bestimmen lassen, reagieren wir mehr auf das Sichtbare als auf das Unsichtbare. Der Gott, der alles erschaffen hat, mag nicht sichtbar sein und in den Nachrichten keine Rolle spielen. Aber als Menschen, die in der Bibel lesen, wissen wir, dass er immer wieder sagte: „Fürchtet euch nicht.“ Wir wissen, dass die Wunder dort geschahen, wo Not war. Und dass Jesus Lösungen schenkte, wo nur noch seine Lösungen Hilfe brachten.
Hürden im Weg
Im Lukasevangelium lesen wir vom „klugen und verständigen“ Priestersohn Johannes, der „sich in die Einsamkeit der Wüste“ zurückzog (Lukas 1,80). Hier in der Wildnis hatte er eine Begegnung mit Gott. Gott hatte eine besondere Berufung, einen Auftrag für ihn: Er sollte umherziehen und Menschen aufrufen, zu Gott umzukehren und sich taufen zu lassen. Lukas vergleicht Johannes‘ Auftreten mit einem Text aus dem Buch Jesaja und schreibt:
„So erfüllte sich, was im Buch des Propheten Jesaja steht: Jemand ruft in der Wüste: ›Macht den Weg frei für den Herrn! Räumt alle Hindernisse weg! Jedes Tal soll aufgefüllt, jeder Berg und Hügel abgetragen werden, krumme Wege sollen begradigt und holprige Wege eben werden! Dann werden alle Menschen sehen, wie Gott Rettung bringt!‘“
Lukas 3,4-6
Dieser Ruf gilt uns heute genauso wie den Menschen damals: „Macht den Weg frei für den Herrn! Räumt alle Hindernisse weg!“
Wir meinen gern, dass die anderen falsch liegen und wir sie verändern müssten. Nein – zuerst geht der Ruf an uns! Auch nachdem wir einmal Ja gesagt haben zu Jesus, geht unsere Aufgabe weiter. Wir sollen am Weg arbeiten und alle Hindernisse wegräumen.
Welche Hürden in deinem Leben hindern Gott daran, mit seiner Macht zu kommen? Zweifel und Angst? Hoffnungslosigkeit? Oder eher Zank und Stolz? Sie alle können deine Berge oder Täler sein, die den Weg verbauen.
Gottes Lösung
Was ist Gottes Lösung für diese Zeit? Du! Du bist ein Teil von Gottes Lösung für diese Welt in dieser Zeit. Im Bibeltext steht nicht: „Gott kommt und macht.“ Sondern wir sind aufgerufen, Gott den Weg zu bahnen. Wir sind es, die in dieser herausfordernden Welt leben, und wir sind es, die Gott gebrauchen will.
Die Frage ist: Sind wir anziehende und beneidenswerte Menschen, weil wir auf Gottes gebahnten Wegen gehen und seinen Frieden ausstrahlen? Oder lieben uns die Menschen dieser Welt, weil wir uns ihnen angeglichen haben?
Vergebung
Wenn du den Weg frei machen willst, stellt Gott dir die Werkzeuge dafür zu Verfügung. Die größte Planierraupe deines Lebens heißt: Vergebung. Wie ein riesiger Berg kann der Groll in unserem Herzen aufragen. Die Bitterkeit, dass andere uns Unrecht und Leid zugefügt haben, kann ein unüberwindbarer Felsbrocken sein auf Gottes Weg. Zwietracht und Zerwürfnisse können zu tiefen Gräben werden. Nur Vergebung bringt diese Berge zum Einstürzen und überwindet Krater. Vergebung kann dein Leben verändern. Wie hat es Jesaja beschrieben? „Dann werden alle Menschen sehen, wie Gott Rettung bringt!“
Anbetung
Als Christen beten wir allein Gott an und dienen nur ihm. Vielleicht sagst du: „Ja, klar, was anderes kommt für mich nicht infrage!“ Wirklich? Wie sieht es zum Beispiel aus mit deinem Hunger nach Informationen über das Chaos? Wie sieht es aus mit dem Gott der Bequemlichkeit, dem Gott des Wohlstandes? Dienst du noch mehr dem Gott der Freizeit? Welchem Gott gibst du die meiste Zeit, die meisten Gedanken? In uns kämpft es darum, wem wir dienen. Prüfe dich, ob du etwas mehr anbetest als den lebendigen Gott.
Es geht dabei nicht darum, auf Dinge, die dir Freude machen, zu verzichten. Gott wünscht sich für uns Fröhlichkeit. Es geht darum, die Prioritäten richtig zu leben.
Alltagsglaube
Du brauchst nicht mit der Stoppuhr deine Gebete zu messen und die Zeit mit deinem restlichen Leben abzugleichen. Sondern: Nimm alles, was dir Freude macht, mit in deine Gottesbeziehung. Lebe Gebet und Alltag nicht nacheinander, sondern miteinander. Und falls du Gott in einen Bereich nicht miteinbeziehen kannst, frage dich, woran es liegt, welches Hindernis es gibt und was du verändern musst.
Unser Alltag ist oft so eingefahren, dass wir nur noch in gewohnten Abläufen leben. Manchmal opfern wir Gott Zeit, um unsere Pflicht zu erfüllen, aber spüren ihn gar nicht. Oder wir meinen es gut und sind voller Liebe zu Gott, aber nichts bahnt Gott wirklich Veränderung in unserem Leben.
Ich liebe Abwechslung. Wenn es möglich ist, versuche ich Vielfalt zu ermöglichen. So habe ich mir vorgenommen, Gott immer mehr in meinem normalen Alltag zu erleben und die aktuellen Dinge möglichst sofort mit Gott zu besprechen und zu erledigen. Das motiviert mich, mit Gott tagtäglich unterwegs zu sein. Und auch bei Enttäuschungen im Alltag stehen wir nicht alleine da, weil wir den Tröster in uns zu haben!
Den Altar aufbauen
Das Königspaar Ahab und Isebel aus dem Alten Testament verehrten nicht mehr den Gott Israels, sondern Statuen des Götzen Baal. Über zwei Jahre lang regnete es nicht mehr im Land, bis Gott den Propheten Elia zu Ahab schickte. Alle Baalspriester sollten auf den Berg Karmel kommen, auf dem Altar ein Opfer zubereiten, es aber nicht anzünden. Elia würde dasselbe tun. „Der Gott nun, der mit Feuer antwortet, der ist der wahre Gott“, erklärte Elia der Menschenmenge, die dabeistand, und die Menge antwortete: „Ja, das ist gut!“ Die Baalspriester probierten es mit allen Mitteln, aber nichts geschah.
Schließlich rief Elia der Menschenmenge zu: „Kommt jetzt zu mir herüber!“ Sie versammelten sich um ihn, und „er baute vor aller Augen den Altar des Herrn wieder auf, den man niedergerissen hatte“. Und Gott sandte das Feuer, alles wurde auf dem Altar verzehrt und die Menschenmenge warf sich zu Boden und betete Gott an (1. Könige 18,30-39).
Wenn der Weg geebnet ist, sind wir als Christen aufgerufen, unseren Altar der Anbetung aufzubauen. Vielleicht ist er in den letzten Jahren zerbrochen durch Meinungsverschiedenheiten, Krankheiten oder Leid? Stehst du allein in der Wüste und versuchst dort Gott anzubeten?
Baue deinen Anbetungsaltar auf, an dem du Gott in deinem Leben spürst. Du fragst, wie man das macht? Suche dir einen Ort, an dem dich nichts stört, an dem dich weder dein Handy noch Arbeit noch Kinder ablenken können.
Schau, dass es ein Ort ist, an dem du dich wohlfühlst. Das kann dein Wohnzimmer sein oder vielleicht auch ein Gästezimmer oder Gartenhaus oder eine Ecke mit Lesesessel. Beginne einfach mit Jesus zu reden. Er ist da und hört zu. Bring ihm ein Opfer dar, indem du sagst, dass du ihn liebst, ehrst und verherrlichst. Mach dir seine Größe bewusst, der deine Anliegen gegenüberstehen. Werde dir bewusst, dass du mit dem sprichst, der dir mit Jesus am Kreuz alles ermöglicht hat. Sage ihm: „Ich lege dir jeden Menschen und jede Situation hin und gebe sie an deine Fürsorge ab.“ Und dann lass auch los. Du kannst ihm den Psalm 23 zurufen:
„Du, Herr, bist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln!“
Nimm dir auch Zeit zu hören und zu fühlen, indem du einfach ruhig bist. Es geht nicht darum, deine Sorgenliste abzuarbeiten, sondern Qualitätszeit mit Gott zu verbringen! Opfere dich selbst und deine Zeit auf deinem Altar der Anbetung für Gott. Das ist total konträr zu dem, was um dich herum passiert. Investiere in diese Zeiten, sie werden dein Leben verändern und dich stark machen!
Segenregen
Als Elias Opfer auf dem Altar verbrannt war, wusste Elia von Gott, dass es regnen würde. Er schickte seinen Diener los, um nach Wolken Ausschau zu halten. Endlich sah er eine Wolke in der Größe einer Hand und schließlich kam eine Regenfront, aus der es niederprasselte und die Dürrezeit beendete.
Die Folge von Anbetung ist der Regen des Segens! Dein Anbetungsaltar ist der Ort deines Durchbruchs. Dein ganzes Sehnen soll sein, Gott noch näher zu kommen und tiefer in sein Herz einzudringen. Bahne ihm einen Weg, um gemeinsam mit ihm neue Bereiche im Geist einzunehmen und nach Zeichen und Wundern Ausschau zu halten. Du gehörst zu Gottes Lösung für diese Welt in dieser Zeit. Hole dir Kraft, Autorität und Weisheit an deinem Altar der Anbetung!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Wir haben 50.500 Liter Heizöl bestellt. Im Januar bekamen wir die erste Lieferung. Ein Preis von 1,09 Euro/Liter war Anfang des Jahres ein guter Preis. Noch wesentlich günstiger war allerdings die letzte Lieferung vor zwei Jahren …
Trotzdem sind wir froh, dass wir unsere alte Heizung für das Zentrum noch am Laufen halten können, denn für uns ist Heizöl zurzeit die günstigste Heizmöglichkeit.
Energiesparen ist aber natürlich auch für uns ein großes Thema. Wir haben viel dadurch eingespart, dass wir bis März unsere Gottesdienste in der Johannes-Kapelle gefeiert haben. Dort konnten wir unser Equipment von den Unterwegs-Einsätzen nutzen. Da wir jedoch in ein paar Tagen wieder zu unserem ersten Einsatz dieses Jahres nach Zofingen fahren und wir zudem TV-Aufnahmen machen müssen, kehren wir ab 5. März wieder in die Christus-Kathedrale zurück.
Eine weitere Einsparmöglichkeit war unser Foyer, das wir nur zur Weihnachtsfeier geheizt haben. So konnten wir gut mit dem Öl haushalten. (Es kommt natürlich immer auf die Außentemperatur an, ob man aus Frostschutzgründen heizen muss ...)
Neben dem Heizöl steht uns eine weitere Investition bevor: Eine der drei Haupteingangstüren, die seit 1986 Tausende von Besuchern durchquert haben, ist förmlich auseinandergefallen. Da es sich um eine zweiflüglige Fluchttüre handelt, kostet der Austausch 20.000 Euro.
Herzlichen Dank für jedes Gebet und jede Spende für unsere Arbeit!

Die Gebetsnacht braucht einen neuen Namen!
Die Bibel steckt voller starker Zusagen, dass Gott auf unserer Seite ist und unser Leben reich macht. Gerade wenn es schwierig wird, kreisen wir schnell um uns selbst. Doch Gottes Fülle, die er uns versprochen hat, erleben wir in seiner Gegenwart. Die biblischen Verheißungen lenken deinen Blick weg von deiner eigenen Situation und hin auf den liebenden Vater. Sein Wesen und sein Charakter werden in seinen Versprechen deutlich. Deshalb wende dich ihm zu, verbringe Zeit mit ihm und lass dich durch seine Verheißungen ermutigen.
1. Gottes Tür steht offen
„Ich allein bin die Tür. Wer durch mich zu meiner Herde kommt, der wird gerettet werden (…) und er wird saftig grüne Weiden finden.“
Johannes 10,9
Die Tür zum Vater steht offen! Es ist ein besonderes Vorrecht, dass wir Zugang zum Himmel haben. Gottes Tür steht offen, du darfst hinein. Und stell dir vor – du wirst erwartet! Vielleicht hast du das bei deinem irdischen Vater und deiner Mutter nie erlebt. Vielleicht bist du von ihnen verletzt oder erwartest von ihnen einfach nichts mehr. Aber du hast einen liebenden Vater im Himmel, der dich mit offenen Armen empfängt, wenn du nicht nur an den Türrahmen klopfst, sondern eintrittst. Bei ihm erwartet dich eine Geborgenheit, die du in dieser Welt nicht findest! Jesus möchte dich jeden Tag durch deinen Alltag begleiten. Was wir niemandem sonst erzählen, können wir bei Jesus abladen. Er ist ein geduldiger Zuhörer.
Als wir Kinder waren, sind wir auf den Schoß von Oma und Opa oder Papa und Mama geklettert. Genauso nimmt sich Jesus Zeit für uns. Er ist ein Ansprechpartner, auf den wir uns verlassen können. Geh durch seine Tür und bleib!
2. Gottes Liebe bleibt
„Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“
Römer 8,38
Unser menschliches Problem ist, dass wir alle von Gott getrennt sind. Aber die gute Nachricht ist, dass Gott aus Liebe einen Weg geschaffen hat, wie alle durch den Glauben an Jesus vor ihm gerecht werden können. Durch unseren Glauben sind wir tief mit ihm und mit seiner Liebe verbunden. So tief, dass nichts uns von ihr trennen kann. Manchmal vergessen wir, dass Gott uns befreit hat. Aber wir haben Gottes Liebe nicht verdient und ebenso wenig kann uns irgendetwas von ihr trennen.
Bist du auch manchmal frustriert, wenn dir ein Fehler unterlaufen ist? Manchmal sind wir dann so eingeschüchtert, dass wir denken, dass Gott nichts mehr von uns wissen will. Aber das ist eine Lüge. Die ganze Bibel ist voll von unvollkommenen Menschen. Es ist nicht die Frage, ob wir Fehler machen oder nicht, sondern wie wir damit umgehen. Gott kann jeden deiner Fehler zum Guten wenden und er verspricht, dass dich nichts – aber auch gar nichts – trennen kann von seiner Liebe.
3. Gott ist dein Hirte
„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“
Psalm 23,1
Es heißt hier: „mein“ Hirte! Du hast einen persönlichen Hirten, der sich um dich kümmert, der dafür sorgt, dass du immer genug zu essen hast, denn er führt dich auf grüne Auen und dein Becher fließt über. Das ist mehr als genug. Auch wenn es mal durchs Tal geht, ist seine rettende Hand da, und er tröstet dich, wenn du traurig bist. Du kannst dich ihm anvertrauen. Er geht dir nach, wenn du dich zu weit entfernst – er lässt sogar 99 andere zurück und folgt dir. Du bist das eine Schaf, die eine Person, um die er sich sorgt. Das tut er für jeden, der ihn als Hirten annimmt.
4. Gott macht dich frei
„Durch Christus sind wir frei geworden, damit wir als Befreite leben.“
Galater 5,1
Freiheit mit Jesus bedeutet, das Grenzenlose zu erleben, das menschlich nicht machbar ist. Wir dürfen endlich wieder Freude am Träumen für die Zukunft haben. Du darfst alle religiösen Zwänge hinter dir lassen und mit Jesus durch deinen Alltag gehen. Denn Freiheit in Jesus ist mehr als ein Urlaub am Meer. Er möchte dein bester Freund an deiner Seite sein. Er möchte, dass du in einer Zeit wie dieser eine Perspektive hast und auch deine Seele durchatmen kann: raus aus dem Hamsterrad, mit Jesus immer wieder Erfrischendes erleben und gleichzeitig einen tiefen inneren Frieden haben. Diese Freiheit schenkt Jesus dir!
5. Gott schenkt dir den Geist
„Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten; und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben.“
Johannes 14,15
Ist dir bewusst, dass du einen ständigen Begleiter hast? Wenn du ein Kind des lebendigen Gottes bist, ist der Heilige Geist immer da, um mit dir Gemeinschaft zu haben. Du kannst mit ihm reden, wenn du dich alleine fühlst, und du kannst Kraft tanken, wenn du müde oder ausgepowert bist. Jesus selbst hat den Heiligen Geist gesandt – deinen Tröster, deinen Ratgeber, deine Kraftquelle. Er bevollmächtigt dich, sein Zeuge zu sein und er befähigt dich mit seinen Gaben. Wenn wir im Geist leben, bringen wir die Frucht des Geistes hervor – und wer würde sich nicht mehr Frucht wie Liebe, Freude oder Frieden in seinem Leben wünschen?
Gleichzeitig überführt uns der Heilige Geist auch, wenn wir schuldig geworden sind. Das fühlt sich nicht immer gut an, aber wenn wir umkehren und Buße tun, brechen wir die Macht, die der Feind über uns ausüben will. Der Heilige Geist führt uns in eine innere Leichtigkeit – denn wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit!
6. Gott bietet dir Heilung an
„Denn ich bin der Herr, der dich heilt!“
2. Mose 15,26
Gott kann und will heilen – und das, ohne dass du eine Leistung erbringen müsstest. Heilung ist sein Gnadengeschenk. Dein Gebet mit einem festen Glauben, dass Jesus dich heilen möchte, kann dein Leben verändern. Die Basis für Heilung ist der Sieg am Kreuz. Viele Menschen wollen einfach geheilt werden, egal wie. Darin liegt eine Gefahr! Es gibt so viele Heilungsmethoden – auch im esoterischen oder okkulten Bereich.
Doch immer wieder sprechen wir mit Menschen, die Heilung außerhalb des christlichen Bereichs empfangen haben, aber danach mit Suizid-Gedanken zu kämpfen hatten. Für Ärzte ist das oft ein Krankheitsbild, aber im geistlichen Bereich ist das die Folge davon, sich einer fremden Macht hinzugeben. Heilung aus dem Königreich Gottes macht heil und frei! Dabei steht außer Frage, dass Gott auch Ärzte und Medizin für deine Heilung gebrauchen kann. Heilung aus dem Königreich Gottes ist Heilung für Seele, Geist und Körper.
7. Gottes Versprechen gelten dir
„Seid fröhlich in der Hoffnung darauf, dass Gott seine Zusagen erfüllt. Bleibt standhaft, wenn ihr verfolgt werdet. Und lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen.“
Römer 12,12
Gott erfüllt seine Zusagen! Ist das nicht großartig? Viele mächtige Zusagen stehen in der Bibel, die für jeden Zustand in deinem Leben ausreichen. Es gibt nichts, was Gott nicht weiß oder nicht kann. Diese Hoffnung kann uns niemand nehmen. Hoffnung bedeutet, im Herzen zu wissen, dass es in Erfüllung kommt. Diese feste Zuversicht und das Vertrauen auf einen großen Gott lassen uns fröhlich sein.
Isolde & Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Genau du bist in Gottes Hand
Wenn wir weltweit die Frage stellen, welche die bekannteste Stadt der Welt ist, wird Jerusalem mit Sicherheit auf den vordersten Plätzen landen. In jedem Religionsunterricht wird Jerusalem behandelt. Doch nur Wenige stellen die Frage: Warum ausgerechnet Jerusalem? Was ist das Besondere an dieser Stadt, dass Gott sie dafür auserwählt hat, dass von hier das Wort Gottes in die ganze Welt verbreitet wird?
Lange unbedeutend
Wenn wir in die Geschichte zurückschauen, sehen wir, dass Gottes Wort unter dem Volk Israel schon fast 800 Jahre lang bekannt war, ohne dass Jerusalem eine wichtige Rolle gespielt hätte. Es war ein Wallfahrtsort, weil Abraham hier bereit war, Isaak zu opfern, aber auch Bet-El war so ein Ort, weil Jakob hier von der Himmelsleiter geträumt hatte und es gab noch weitere. Lange Zeit war Silo, 30 Kilometer nördlich von Jerusalem, das theologische Zentrum, in dem auch die Stiftshütte und die Bundeslade standen.
So kommen wir wieder zu der Frage: Warum Jerusalem? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir 400 Jahre vor König David zurückgehen. Es sind die Zeiten von Josua, der mit dem Volk Israel nach etwa 400 Jahren im Exil in Ägypten wieder zurückkehrte ins gelobte Land. Die Landstriche, in denen man siedeln konnte, waren vernachlässigt, weil die fruchtbaren Gebiete schon von den verschiedenen kanaanitischen Völkern besetzt waren. Die Kanaaniter besaßen eiserne Streitwagen, gegen sie konnte das Volk Israel nicht kämpfen (Josua 17,16-18). Doch so unbesiegbar diese Wagen in der Ebene waren – im Bergland waren sie nutzlos, deshalb siedelte die Israeliten in den Bergen.
Stämme und Familien
Aller Anfang ist schwer. Die Israeliten mussten herausfinden, was in ihrem Gebiet möglich war. Welche Art von Landwirtschaft sie betreiben konnten, welche Früchte wo gut wuchsen. Außerdem mussten sie eine Infrastruktur entwickeln: Wohnhäuser, Wege, Verwaltung. Einen großen Staatsapparat mit aller Bürokratie konnte man zu damaliger Zeit nicht führen. Stattdessen war es für eine solche Entwicklung am besten, mit familiären Strukturen zu beginnen. Und so wurden zwölf Landgebiete an die israelitischen Stämme verteilt.
Man meint immer, dass es zwölf Gebiete für die zwölf Stämme Jakobs waren. Aber der Stamm Levi bekam kein zusammenhängendes Gebiet. Dafür bekamen die Stämme von Josefs Söhnen, Ephraim und Manasse auch jeder einen Teil, so kam man auf die Zahl zwölf. Auf diese Weise konnte jeder Stamm sein Gebiet erkunden und entwickeln. Um weiter Kontakt zwischen den zwölf Stämmen zu halten, suchten die Leviten jeden Monat mit dem Heiligtum einen anderen Stamm auf, außerdem gab einen losen Kontakt zwischen den Stämmen.
Endlich ein König
Einerseits war es hilfreich für die Entwicklung, dass jeder Stamm sein eigenes Gebiet hatte. Aber es gab auch einen Nachteil: Wenn Feinde angriffen, mussten ein oder zwei Stämme allein gegen sie kämpfen. Die anderen Stämme haben oft nicht geholfen. Das ganze Buch Richter befasst sich mit diesem Problem, besonders im Siegesgesang der Deborah (Richter 4-5).
Deshalb bat das versammelte Volk den Propheten Samuel, einen König zu salben. Samuel war gar nicht so glücklich über diese Aufgabe. Denn in der damaligen Welt galt der König auch als Gott. Und darum salbte Samuel nur schweren Herzens Saul zum König. Saul ist eine tragische Figur in der Geschichte. Einerseits war er ein wohlhabender, stattlicher Mann, der alle anderen jungen Männer um einen Kopf überragte (1. Samuel 9,2). Er gründete eine Armee, bekämpfte die großen Feinde, darunter auch die Philister. Er baute von Grund auf ein Königshaus auf. Leider gelang ihm nicht alles.
Er stammte vom kleinsten Stamm Israels ab, dem Stamm Benjamin. Eine Armee und ein Königshaus zu unterhalten, kostet Geld. Die Stämme, die vorher niemals Steuern gezahlt hatten, mussten nun diese Armee finanzieren. Und es war sicher kein Vergnügen, ausgerechnet an den kleinsten Stamm zu zahlen. Der eigentliche Fehler von Saul aber war, Samuels Auftrag nicht zu erfüllen. Schon bei der Einsetzung zum König hatte Samuel ganz klar gesagt, der König sollte nichts mit dem Gottesdienst zu tun haben. Denn es bestand die Gefahr, dass er wie alle Könige in der Umgebung ebenfalls als Gott verehrt werden würde. Der König von Israel sollte bloß ein gehobener Beamte sein, nicht mehr.
Doch als sich den Israeliten in einer Schlacht eine große Übermacht entgegenstellte, wartete Saul mit den Opferhandlungen für Gott nicht auf Samuel, sondern verrichtete sie selbst (1 Samuel 13) und Samuel kündigte ihm das Ende seiner Königsherrschaft an.
Die Davidsstadt
Nach Sauls Tod wurde David König. Er machte auf Gottes Anweisung hin Hebron, die Hauptstadt seines eigenen Stammes Juda, zur Königsstadt. Hebron war die ideale Stadt: Tausend Meter über dem Meeresspiegel gelegen, herrschte hier angenehmes Mittelmeerklima und die weiten Ebenen eigneten sich für Landwirtschaft. Zudem lag sie direkt an einer der beiden Fernhandelswege des Landes, einer langen Wüstenstraße, die nach Ägypten führte. Wer diese weite Strecke zurücklegen wollte, kaufte vorher in Hebron ein, ebenso alle, die aus Ägypten kamen und ihre Vorräte auffüllen mussten. Hebron lag wirtschaftlich und strategisch ideal.
Doch manchmal stellt Gott uns eine Aufgabe, die auf den ersten Blick völlig falsch und unlogisch aussieht. Vermutlich waren das auch Davids Gedanken, als er um 1000 vor Christus die Stadt Jebus zur Hauptstadt Jerusalem ernennen sollte. Jebus war schon von Josua erobert worden. Doch sie war strategisch gesehen eine Katastrophe, von Bergen eingekreist, wo Feinde sich zum Angriff verstecken konnten (Psalm 125).
Doch Gott wusste: Wenn Hebron auf dem Gebiet des Stammes Juda die Haupstadt bliebe, würde das Volk zersplittern. Denn die Stämme sagten: Bis heute haben wir den Stamm Benjamin bezahlt und jetzt kommt der Stamm Juda, wo Hebron liegt, und kassiert unsere Gelder. Deshalb schickte Gott David los, um stattdessen die Stadt Jebus zu erobern. Sie hatte keine große Bedeutung, aber ihr Plus war, dass sie zu keinem der Stämme gehörte, sondern unabhängig war.
David besiegte sie mit der Armee der gesamten zwölf Stämme und machte sie zu seiner Stadt, von der aus er ganz Israel regierte. Er ließ die Bundeslade aus dem Haus Obed-Edoms mit Musik und Tanz nach Jerusalem bringen. Sein Sohn Salomon errichtete dort den Tempel, ein Gebetshaus für alle Völker. Um das Volk zu einen, sollten die Familien, wenn möglich vollständig, dreimal im Jahr nach Jerusalem heraufkommen: zu Passah, zu Sukkot (Laubhüttenfest) und zu Schawuot (Wochenfest). Dort konnte der König dem Volk auch wichtige Nachrichten und Erlasse mitteilen.
Heute, 3000 Jahre nach Davids Eroberung, ist es der große Wunsch jedes gläubigen Juden – und vieler Christen –, nach Jerusalem, in die Stadt Gottes, zu kommen.
Dany Walter

Kapernaum
Viele sehnen jedes Jahr Ende Januar herbei. „Ende Januar wird es schon wieder spürbar heller!“, freuen sie sich. Nach den langen Winternächten setzt nun die Morgendämmerung früher ein und die Sonne geht immerhin schon wieder vor 8 Uhr auf. Nach den kürzesten Tagen im Dezember ist es nun wieder neun Stunden lang hell.
Erste Strahlen
Wir sehnen uns nach Licht. Davon lesen wir auch im Buch Jesaja: „Wir hoffen auf Licht, aber rings um uns ist es dunkel. Wir warten darauf, dass es hell wird, aber da ist nichts als finstere Nacht“, beschreibt der Prophet die Situation Israels (Jesaja 59,9). Doch gleich im Kapitel danach ermutigt Jesaja sein Volk – eine andere Zeit wird anbrechen!
„Steh auf, Jerusalem, und leuchte! Denn das Licht ist gekommen, das deine Finsternis erhellt. Die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir wie die Sonne.“
Jesaja 60,1
Nicht nur Ende Januar ist da, nicht nur die Morgendämmerung bricht nun langsam früher herein – sondern die Herrlichkeit des Herrn strahlt wie die Sonne! Die Zeit der Klage und der Trauer wird vorübergehen. Wenn Jesaja hier im Alten Testament formuliert, dass dieses Licht „gekommen“ ist, dann versetzt er sich in die Zukunft und sieht Jesus, wie er bereits erschienen ist und als Licht der Welt die Dunkelheit erhellt. Die gute Nachricht wirft bereits ihre ersten Strahlen der Herrlichkeit auf Jerusalem.
Du bist gefragt
Ganz anders sieht es in Israels Nachbarländern aus. Ohne Dunkelheit können wir Licht nicht erkennen. Licht ist nur wahrnehmbar, wenn es auch Finsternis gibt: „Dunkle Wolken bedecken die Erde, alle Völker leben in tiefer Nacht. Doch über dir leuchtet das Licht des Herrn auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Andere Völker werden von diesem Licht angezogen. Ihre Könige eilen herbei, um den strahlenden Glanz zu sehen, der über dir aufgegangen ist“ (Vers 3).
„Steh auf, Jerusalem, und leuchte!“, kann Jesaja sein Volk deshalb anspornen. „Mache dich auf, werde licht!“, hat Luther diesen Vers übersetzt. Und wir dürfen es auch als Appell an uns verstehen, der Dunkelheit entgegenzutreten. Jesus, das Licht, ist gekommen und er wohnt in uns. Wenn dieses Licht in uns scheint, dann können wir Gottes Herrlichkeit in die Welt hinaustragen. Jeder Einzelne ist gefragt, gegen die Dunkelheit aufzustehen. Jesaja versteht dieses Aufstehen auf ganz praktische Weise:
„Wenn ihr den Hungernden zu essen gebt und euch den Notleidenden zuwendet, dann wird eure Dunkelheit hell werden, rings um euch her wird das Licht strahlen wie am Mittag.“
Jesaja 58,10
In unserem Alltag Gottes Licht an Menschen weiterzugeben, heißt auch, ihre Nöte zu sehen und ihnen Hilfe anzubieten.
Die Angst weicht
Im Epheserbrief werden wir aufgefordert, gegen die Dunkelheit nicht nur aufzustehen, sondern zu kämpfen: „Legt Gottes Waffenrüstung an,“ heißt es dort. „Dann könnt ihr alle heimtückischen Anschläge des Teufels abwehren.“ Denn er und seine Kumpanen sind es, die die Dunkelheit verbreiten: „Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis.“ Im Dunkeln treibt der Böse sein Unheil. Er wirkt mit Heimtücke und List. Er sät Verwirrung, Unruhe und Angst. Das alles hat nichts mit dem Reich Gottes, mit dem Licht von Jesus zu tun. Bei Jesus herrschen Klarheit und Licht.
Von diesem Licht lesen wir immer wieder, wenn Gott Menschen begegnet. Als der Christenverfolger Saulus dem auferstandenen Jesus begegnete, auf dem Weg nach Damaskus, heißt es: „Plötzlich umstrahlte ihn ein Licht aus dem Himmel!“ Was für eine gewaltige Veränderung, als die Verblendung von ihm abfiel! Er sah plötzlich klar und erkannte die Wahrheit. Das ist es, was das Licht bewirkt in unserem Leben: Wir erkennen die Wahrheit und alle Verwirrung weicht, alle Angst weicht.
Auch Petrus erlebte leibhaftig ein solches Licht, nachdem er ins Gefängnis geworfen worden war. Er war mit Ketten an zwei Soldaten gefesselt und zwei weitere Soldaten hielten Wache davor. Doch Petrus wachte auf: „Plötzlich stand da der Engel des Herrn, und die ganze Zelle war von strahlendem Licht erfüllt.“ Stellen wir uns das einmal vor. Die Kerker waren damals wirklich stockdunkel, kalt und vielleicht auch nass. Doch Petrus wird von einer strahlenden Helligkeit geweckt. Wenn Gott in Aktion tritt, kommt in den finstersten Kerker das Licht.
Vielleicht fühlst auch du dich, als ob du im dunklen Kerker sitzt, verlassen und resigniert. Vertraue darauf: Wenn Jesus in dein Leben kommt, wird es hell. Lass es zu, dass dieses Licht in deine Probleme scheint. Dann siehst du klar und du erkennst vieles, was du vorher nicht mehr gesehen hast. Du siehst und erkennst die Wahrheit!
Unsere Seele verliert die Angst, weil wir sehen. Jesus öffnet uns die Augen und wir sehen, dass Jesus über aller Finsternis steht. Das stärkt unseren Glauben und wir gewinnen Vertrauen, dass es weitergeht. Wir brauchen diese Gewissheit in unseren Herzen, dass die Finsternis keine Macht über uns hat. Im Gegenteil, sie muss weichen, wenn Jesus ins Spiel kommt. Das macht unser Leben hell und die Zukunftsangst weicht.
Das hat auch Petrus dort im Kerker erlebt. Er konnte gar nicht glauben, was ihm geschah. Der Engel sagte zu ihm, dass er mitkommen sollte: „Petrus folgte ihm nach draußen. Aber die ganze Zeit über war ihm nicht klar, dass all dies wirklich geschah. Er meinte, er hätte eine Vision.“ Er als der Engel ihn sicher nach draußen geführt hatte und verschwunden war, kam Petrus zu sich und sagte: „Es ist also wirklich wahr! Der Herr hat seinen Engel geschickt, um mich zu retten!“
Wunder im Licht
Was für ein Gegensatz: aus der Finsternis ins Licht, aus dem Kerker in die Freiheit! Im Licht geschehen Wunder. Auch deine Wunder geschehen im Licht Gottes. Dieses Licht hat Barmherzigkeit und Liebe für dich bereit. Es weist dir den Weg und gibt dir Orientierung!
Leben im Licht schafft Vertrauen, Klarheit, Beständigkeit und Verlässlichkeit. Leben im Licht nimmt uns die Angst, weil der, der scheint, die Finsternis beherrscht. Er lässt sich auch nicht beeindrucken von dem, was Menschen beschließen. Keine Pandemie und kein Krieg können ihn und seine guten Absichten aufhalten.
In Epheser 5 werden wir daran erinnert So wie das Licht der Sonne die Samen zum Keimen bringt und Pflanzen im Licht gedeihen, so wachsen in Gottes Licht in uns gute Früchte: „Aus dem Licht erwächst als Frucht jede Art von Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit“ (Vers 9). Damit die Frucht wächst, werden wir aufgefordert, unser Tun daraufhin zu prüfen, ob es Gott gefällt und uns nicht auf Machenschaften einzulassen, die keine gute Frucht hervorbringen.
„Im Gegenteil: Helft, sie aufzudecken. Denn was manche im Verborgenen treiben, ist so abscheulich, dass man nicht einmal davon reden soll. Doch wenn durch euch das Licht Gottes auf diese Dinge fällt, werden sie erst richtig sichtbar.“
Epheser 5, 11-13
Die Finsternis wird bloßgestellt, Heimlichtuerei wird aufgedeckt, wenn durch uns Gottes Licht auf finsteres Treiben fällt. Aus der Finsternis ins Licht – ebenso wie Petrus haben wir das erlebt, wenn wir Jesus kennen: „Früher habt auch ihr in Dunkelheit gelebt; aber heute ist das anders: Weil ihr mit dem Herrn verbunden seid, seid ihr im Licht. Darum lebt nun auch wie Menschen, die zum Licht gehören!“ (Vers 7-8). Bleiben wir im Licht, denn dort gedeihen Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. Lass dir nicht durch die Verwirrung des Bösen Angst machen, sondern lebe mit Jesus im Licht!
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe

Predigt anschauen
Wir hören gerade jeden Tag so viel, was uns entmutigen, schwächen und verunsichern kann.
Viele sehen nur noch sich selbst – und der Nächste, der oft auch noch anders denkt, kümmert sie nicht.
Derselbe Sieg
Wir müssen uns eins klarmachen: Es ist immer noch derselbe Teufel wie zur Zeit Jesu. Und er versucht, dich genau da zu packen, wo du empfänglich bist. Wenn du ein Mensch bist, der gerne Neuigkeiten verbreitet, wird er versuchen, dich mit erschreckenden Nachrichten zu füllen, damit du sie weitererzählst. Wenn du ein Mensch bist, der aufs Geld schaut, wird er dir veranschaulichen, wie sehr dein Geld weniger wird. Wenn dich interessiert, was in der Endzeit passiert, wird er dafür sorgen, dass du dich darin festbeißt und du Angst bekommst. Immer wieder wenden sich Christen an uns, weil sie Angst haben, oft ausgelöst von Endzeitlehren.
Dabei steht eins fest: Es gilt auch immer noch derselbe Sieg Jesu am Kreuz genau über diesen Teufel. Gott ist in der Lage mehr zu bewirken, als du dir vorstellen kannst:
„Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt.“
Epheser 3,20
Darin liegt der Schlüssel: in seiner „Kraft, die in uns wirkt“. Im Heiligen Geist statt im Chaos, das sich ausbreiten will.
Gott möchte, dass du im Glauben wächst und dass sichtbar wird, worum du ihn bittest. Deshalb: Glaube größer, träume größer – dann wirst du auch mehr im Glauben handeln. Der Heilige Geist in dir bringt dich dorthin, wo Gott dich haben möchte.
„In den letzten Tagen, spricht Gott, will ich die Menschen mit meinem Geist erfüllen. Eure Söhne und Töchter werden aus göttlicher Eingebung reden, eure jungen Männer werden Visionen haben und die alten Männer bedeutungsvolle Träume.“
Apostelgeschichte 2,17
Himmlische Perspektive
Du hast die Wahl, du kannst dich entscheiden: zwischen der irdischen und der göttlichen Perspektive. Gott möchte, dass du die Dinge siehst, wie sie Jesus sieht. Er sieht dort Möglichkeiten, wo du keine siehst. Schwimm nicht gemütlich mit allen Meinungen deiner Umgebung. Die wahre Quelle findest du, wenn du gegen den Strom schwimmst. Es ist unbequem und es braucht Kraft. Und genau die will der Heilige Geist in dir wirken.
Josef hatte eine Laufbahn, die seinem Traum zunächst entgegenstand und doch setzte er auf die himmlische Perspektive. Er träumte von einer großen Ernte im Land. Er war von Gott beauftragt – das war die himmlisch Perspektive. Doch schon kurz danach wurde er als Sklave verkauft – das war die irdische Perspektive. Doch Josef hat es verstanden, in den irdischen Perspektiven die himmlischen Perspektiven anzuwenden.
Deine Perspektive bestimmt, wie du die Situation siehst und wie du reagierst. Ausschlaggebend in deinem Leben ist nicht, was um dich herum passiert. Ausschlaggebend ist die Perspektive, aus der du handelst.
In der Mai-Ausgabe hatte ich das Thema „Herrlichkeit im Chaos“. Es ging um das Chaos in der Wüste. Moses Perspektive war: „Herr, lass mich deine Herrlichkeit sehen.“ Doch das Volk Israel hatte die Perspektive: „Wir bauen uns unseren eigenen Gott.“
Die irdische Perspektive zeigt dir deine Ohnmacht – wie Josef als Sklave. Die himmlische Perspektive ist, ein Reflektor des Lichts zu sein – wie bei Josef, der von Gott gesandt war. Wie würdest du reagieren, wenn du als Sklave verkauft werden und im Gefängnis landen würdest? Zerstört dich das Negative – oder bringt es dich auf eine höhere Ebene zu Gott? Es liegt an dir, wie du reagierst!
Bindet dich innerlich das Weltgeschehen oder setzt es Glauben frei? Josefs Laufbahn hatte Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen. Unsere falschen Perspektiven disqualifizieren uns dafür, Gottes Traum in unserem Leben Wirklichkeit werden zu sehen. Das Hobby des Teufels ist es zu manipulieren. Er kommt mit Alltagslogik daher. Alltagslogik bedeutet: Alles passiert immer nach demselben Muster. Wenn etwas immer so geschieht, muss es auch beim nächsten Mal so passieren. Das ist die irdische Perspektive. Mit der „Kraft, die in dir wirkt“ kannst du aus der Alltagslogik ausbrechen, denn sie funktioniert nach himmlischer Logik.
Die Frucht ist Freude
Ich möchte nicht nur überleben, ich möchte, dass ich Gott näherkomme! Jesus möchte, dass du ihn kennenlernst: nicht nur seine guten Taten, sondern sein Herz, seine Gedanken, seine Kraft und seine Agape-Liebe! Wenn das Leben unfair ist und alles außer Kontrolle gerät – Gott will es in deinem Leben zum Guten wenden. So wie wir es in Römer 8,28 lesen:
„Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten.“
Gerade in diesen Zeiten wollen wir Gott den schönsten Lobpreis, den besten Dank und alle Ehre bringen, unabhängig wie wir uns fühlen. Du bist geschaffen für diese Zeit! Was du gerade durchstehen musst, traut Gott dir zu.
Und Gott möchte dich in dieser Zeit in seine Freiheit führen. Wenn unser Geist frei ist, leben wir ganz anders – auch in derselben Umgebung. Wenn du morgens aufstehst, dann sprich über deinem Leben aus: „Ich bin erlöst, ich bin geliebt, ich bin geheilt!“ Oder mit anderen Worten: „Heute ist ein neuer Tag, an dem ich mit Gott in seiner Perspektive unterwegs sein werde.“ Denn: „Die Freude am Herrn ist meine Kraft!“ (Nehemia 8,10). Dieser Tag gehört unserem Gott. Lasst den Mut nicht sinken, denn die Freude am Herrn gibt euch Kraft! Und
Freude ist nicht etwas, das man tut – Freude ist die Frucht von etwas, das man kennt! Kennst du Jesus? Dann ist die Frucht Freude – denn er hat noch immer alles im Griff. Die alte Zeit kommt nicht wieder, aber dein Vater im Himmel hat für dich eine neue Zeit voller Kraft!
Betritt im Gebet die neue Zeit. Suche neue Möglichkeiten, höre Neues von Gott, erlebe neue Zeichen und Wunder. Du bist nicht einsam und alleine mit dem lebendigen Gott. Er ist in den Schwachen mächtig. Nicht das kleine Kind in der Krippe, sondern der auferstandene Jesus hat persönlich für dich den Sieg errungen – gerade für diese Zeit. Tritt ein in den Sieg und handle aus der himmlischen Perspektive!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Johannes hatte sich geschworen, dass jeder, der ihm Schmerz zufügte, dafür bezahlen müsste. Und das hatte er in seiner Heimat Südafrika schon oft erlebt. Erst als er bei der Organisation POPUP den Ausbildungskurs „Life Skills“ durchlief, wurde ihm klar, wie viel Kraft in Vergebung steckt.
Schon seit 13 Jahren unterstützen wir Jugendliche aus sozial schwachen Verhältnissen, sodass sie an „Life Skills“ teilnehmen können. Uns begeistert an diesem tollen Projekt, dass hier engagierte Christen unterrichten und die Bibel zentral dabei ist. Viele Teilnehmer wenden sich in dieser Zeit Gott zu und werden gleich an eine lebendige Gemeinde vermittelt. Nachdem die Jugendlichen „Life Skills“ durchlaufen haben, sind sie fit, bei POPUP eine von sieben angebotenen Berufsausbildungen anzufangen.




Johannes hat die Ausbildung im Sicherheitsdienst durchlaufen und sagt im Rückblick: „Ich habe kapiert, dass wir Gott in alles mit hineinnehmen müssen und wie viel Gebet bewirkt.“
2022 haben am Programm 511 Menschen teilgenommen und die Kosten pro Person liegen bei 222,50€. Wenn du südafrikanischen Jugendlichen helfen willst, einen guten Weg in ihrem Leben einzuschlagen, nutze unserer Spendenformular mit dem Stichwort POPUP.
„Bevor ich am Life Skills-Kurs teilnahm, hatte mein Leben keine Richtung. Ich trank jeden Tag, hasste andere Familienmitglieder, hörte nicht zu, wenn man mit mir sprach. Durch den Life-Skills-Kurs bin ich mit voller Kraft zu Jesus zurückgekehrt, bin von allen Lasten befreit, die ich mit mir herumtrug.“
Solomon M.
„Ich hatte keinen Frieden mit meinem Leben, aber jetzt sehe ich mich selbst und weiß, ich habe mich verändert. Gott ist lebendig! Ich weiß, wie ich Menschen vergeben kann, wie ich mit Menschen reden kann, weil ich hier bei POPUP bin. Ich danke Gott jeden Tag für das, was er getan hat.“
Mahlankane T.
„Es fiel mir schwer, anderen Menschen zu vergeben. Life-Skills hat mir geholfen, meinen Groll loszulassen und denen zu vergeben, die mir Schmerz zufügten. Und der Kurs hat mir geholfen, mit mir selbst und mit jeder Herausforderung Frieden zu schließen und nicht aufzugeben. Bei alldem darf man nie vergessen, Gott einzubeziehen, damit er mich bei jedem Schritt führt.“
Bethuel K.
In diesen Wochen vor Weihnachten scheint die Welt immer stärker aus den Fugen zu geraten. Doch eins steht unerschütterlich fest: Gott kam in die Dunkelheit des Stalls, um sein Licht leuchten zu lassen. Und es ist seit 2000 Jahren nicht erloschen. Sein Licht erhellt unseren Weg, auch in dieser Zeit!
Zugleich hat sich bei uns in Karlsruhe in diesem Jahr einiges ereignet, über das wir uns freuen. Und wir wollen diese Weihnachtszeit auch nutzen, um dankbar zurückzublicken und nehmen euch hier gerne mit hinein.
Unser Sommerfest zum Jubiläum „77 Jahre Missionswerk Karlsruhe“ hat zum ersten Mal nach der Pandemie wieder viele Menschen ins Haus gebracht. Es war für uns so eine große Freude, viele alte und neue Freunde zu sprechen und wir haben von etlichen gehört, denen es ähnlich ging.
Vor ein paar Tagen kam John T. L. Maasbach aus Holland bei uns vorbei. Mein Vater hat in derselben Zeit wie Johns Vater Rundfunk-Sendungen über RTL gemacht. Die Maasbachs feierten diesen Tagen das 70. Jubiläum ihrer Arbeit. Und es gab viele weitere Parallelen, über die wir uns ausgetauscht haben. John sagte, dass es nicht viele Organisationen gibt, die in einer solchen Zusammensetzung an Aufgaben unterwegs sind: Gebetsnächte, Gemeindeleben, unterwegs in Stadthallen, Fernsehproduktionen, Israelreisen, internationale Sozialarbeit.
In solchen Gesprächen frage ich mich: Ist es gut so, wie es ist, oder müssen wir was ändern? Klar, wir passen Formen und Mittel ohnehin ständig an, das ist etwa bei Medien im Internet gar nicht anders möglich. Aber der Inhalt bleibt. Denn unsere Berufung, Menschen mit Gottes Wort zu ermutigen, ist heute wichtiger denn je.
Überraschungen
Wie überall trifft es uns auch mit den gestiegenen Preisen. Höhere Preise sind nicht gleich höhere Spendeneinnahmen. Bitte betet mit uns um viel Weisheit für Entscheidungen für die Zukunft.
Wir leben ja aktuell in einer Zeit, in der man heute nicht wissen kann, mit welchen Unmöglichkeiten man morgen konfrontiert wird. Das Spektrum unserer Missionsarbeit und Reichweite ist groß. Da lassen sich die laufenden Kosten nicht spontan herunterfahren. In diesem Jahr gab es daher einige knappe Momente beim Bezahlen der Gehälter und Rechnungen. Doch Gott und unsere Freunde sind so treu, dass wir immer wieder auch eine finanzielle Überraschung erleben.
Isolde, das ganze Team und ich möchten herzlich DANKE sagen all denen, die uns neben den vielen Gebeten auch finanziell unterstützt haben – das ist so lieb und unbeschreiblich großartig!
Begegnungen
In diesem Jahr konnten wir wieder mit einem Team an verschiedene Orte in die Stadthallen reisen und dort zusammen mit unseren Freunden Gott erleben. Auch in der vergangenen Gebetsnacht tat es gut, so vielen Menschen hier vor Ort in der Kathedrale und im Stream dienen zu dürfen.
In unserem neuen Bistro, das wir in diesem Jahr einweihen konnten, treffen wir uns nun regelmäßig mit Pastoren und Leitern der Region. Seit wir das schöne Bistro dafür einsetzen, gab es in der Anzahl der Teilnehmer und Freundschaften noch mal einen neuen Schwung nach oben. Wichtiges Anliegen: Für das Bistro suchen wir jemanden, der kochen kann und Gastro-Erfahrung mitbringt. Derzeit helfen alle, die eigentlich eine andere Aufgabe haben. Wenn du so jemanden kennst, weise ihn gern auf diese Möglichkeit hier hin.
Heiliger Geist
Nach wie vor glauben wir an eine kommende Erweckung. Wir sind keine Kirche, die in ihren vier Mauern bleibt und sich nur um die eigenen Leute kümmert. Nein, über die Medien kommen wir zu den Menschen ins Wohnzimmer, an den Arbeitsplatz oder auf das Handy! Wenn wir von Menschen Nachrichten bekommen wie: „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Gebet nichts nützt!“, dann ist das für uns ein klares Zeichen, dass wir genau da ankommen, wo das Evangelium hinmuss: bei Menschen, die noch fern von Jesus sind.
Jeder, der uns einschaltet, soll entscheiden müssen: „Ja, das glaube ich“ oder „nein, das glaube ich nicht“. Wir tun unsere Arbeit und der Heilige Geist tut seine. Er wirkt an den Zuschauern, die oft mit Glauben gar nichts am Hut haben. Dafür lohnt sich jede Mühe!
Wir freuen uns, mit dir auch 2023 weiter die beste Botschaft zu verkünden. Wir sind so dankbar, dass du an unserer Seite bist. In diesen Zeiten wünschen wir dir ganz besonders, dass du den tiefen Frieden und die lebendige Kraft Gottes in deinem Alltag erfährst – Gott segne dich!
Deine Freunde Daniel und Isolde aus Karlsruhe

Man könnte meinen, dass es für uns schon zur Routine geworden ist, Kindergärten in Jerusalem einzuweihen. Doch jedes Mal ist es wieder so: Der Tag rückt näher und wie beim ersten Kindergarten 1983, den wir mit meinem Vater eingeweiht haben, kommt das Lampenfieber.

Mit besonderer Ausstattung
Auch in diesem Jahr fuhren wir mit der gesamten Israel-Reisegruppe zum Kindergarten und die Teilnehmer hatten keine große Vorstellung davon, was sie erwartete. Der für Deutschland zuständige Mitarbeiter der Jerusalem Foundation, mit der wir die Baumaßnahmen umsetzen, besuchte uns schon bei unserer Andacht, um uns einiges über die Kinder und den renovierten Kindergarten zu erzählen. Er erklärte uns, dies sei ein ganz besonderer Kindergarten, der spezielle Angebote für Kinder mit Autismus hat. Es gibt einen speziellen Behandlungsraum, in dem die Fachkräfte in völliger Ruhe mit den Kindern Behandlungen durchführen können. Er bat darum, dass wir uns bei unserem Eintreffen vorsichtig und rücksichtsvoll verhalten, um die Kinder nicht zu stören.
Doch wir kamen an – und alles verlief ganz anders! Die Kinder waren uns so nahe und von einer so großen Begeisterung wie bei kaum bei einer Einweihung zuvor. Isolde und ich verteilten Schulmäppchen und Eis am Stiel. Viele Ehrengäste, die Vizebürgermeisterin von Jerusalem, der Präsident der Jerusalem Foundation, Architekten, Betreuer, Medienvertreter hatten so einen Spaß, dass er auf die Gruppe übersprang.
Schließlich kam auch Moshe Lion, der Bürgermeister von Jerusalem, hinzu und hatte bei seiner Begrüßung ein Lächeln auf den Lippen, wie man es unter Freunden kennt. Man erzählte uns, seit Teddy Kollek sei er der erste Bürgermeister, der wieder ein richtiges Herz für Kinder habe. Er mischte sich mitten unter die Schar und beantwortete ihre Fragen: „Bist du der Bürgermeister?“


Den Spielplatz gibt’s dazu
Im Festakt wurde feierlich die 55. Tafel enthüllt und es schlossen sich die Reden an. Der Bürgermeister begann und sagte: „Siegfried Müller war ein Baumeister Jerusalems. Ihm waren die Sicherheit und der Frieden von Jerusalem eine Herzensangelegenheit. Deshalb hat er alles darangesetzt, die Situation der Kindergärten in Jerusalem zu verbessern. Seit 2000 führt sein Sohn das nun fort und tut nicht weniger als sein Vater.“ Er bedankte sich, dass wir jedes Jahr einen neuen Kindergarten renovieren und fuhr fort:
„Sie, die Freunde, die hier mit dabei sind, aber auch die Freunde zu Hause sind es, die dieses Projekt ermöglichen. Wenn man in Israel jemandem gratuliert, sagt man: ‚Ich wünsche dir 120 Jahre!‘ Wir sind jetzt bei 55 Kindergärten. Selbst in der Corona-Zeit kamen Sie mit einer Sondergenehmigung, um zwei Kindergärten einzuweihen. Vielen Dank, an Daniel und Isolde und alle Freunde!“
Die Erzieherinnen berichteten uns, wie die Kinder gefördert werden, um später weiterbildende Schulen besuchen zu können. Sehr gefreut hat uns eine besondere Neuerung: Draußen standen wir auf einem Gelände mit schönem Rasen und einem Spielplatz, den wir nicht bezahlt hatten. Einen solchen Platz zu erneuern, kostet noch einmal fast halb so viel wie eine Kindergarten-Sanierung, weil es so viele besondere Vorschriften dafür gibt. Wir erfuhren, dass der Bürgermeister angeordnet hat, dass die Stadt Jerusalem für jeden Kindergarten, den wir mit unseren Freunden ermöglichen, einen Außenbereich mit Spielplatz bezahlt. Es ist so schön zu sehen, was man bewirken und verändern kann und wie sehr es hilft!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Hier findest du einen Videobeitrag über die Kindergarten-Einweihung.
... und es geht weiter – mit Nummer 56!
Wie Moshe Lion in seiner Rede hat uns nun auch die Jerusalem Foundation offiziell gebeten, den nächsten Kindergarten zu sanieren. Hier das offizielle Gesuch:
„Die Jerusalem Foundation schlägt vor, mithilfe der Förderung von Daniel und Isolde Müller und Freunden in den Sommerferien 2023 einen neuen Jerusalemer Kindergarten im Stadtviertel Pisgat Ze’ev auf der Rachmilevitch Straße 30 zu renovieren.
Das Wohnviertel Pisgat Ze'ev, im Nordosten der Stadt gelegen, wurde 1982 unter dem legendären Bürgermeister Teddy Kollek gegründet und in den 1990er-Jahren erweitert, um die große Einwanderungswelle aus der ehemaligen Sowjetunion, aus Äthiopien und der ganzen Welt nach Israel aufzunehmen. Pisgat Ze'ev hat etwa 50.000 Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1.350 Hektar.
Viele Einwohner sind Jerusalemer Familien mit geringem bis mittlerem sozioökonomischen Hintergrund, die das Stadtzentrum auf der Suche nach erschwinglicherem Wohnraum verlassen haben. Pisgat Ze'ev hat eine sehr heterogene Bevölkerung – säkular, religiös und ultra-orthodox – sowie einen besonders hohen Anteil an Zuwanderern der ersten und zweiten Generation mit niedrigem Einkommen. 40 Prozent der Bewohner sind jünger als 21 Jahre. Im Herzen des Viertels befindet sich ein Komplex öffentlicher und kultureller Einrichtungen sowie die Gemeindeverwaltung. Darüber hinaus gibt es im Viertel 58 Kindergärten, neun Grundschulen, zwei Mittelschulen und drei Gymnasien, 22 Synagogen und zwei Bibliotheken.
Im Kindergarten an der Rachmilevitchstraße 30 werden in diesem Jahr 31 Kinder im Alter zwischen 4 und 6 Jahren betreut. Er liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei weiteren Kindergärten. Aufgrund der sehr jungen Bevölkerung ist der Bedarf an Kindergärten sehr hoch und es besteht dringender Renovierungsbedarf der vorhandenen alten Kindergärten im Stadtviertel.“
»Wünscht Jerusalem Glück und Frieden!« – Psalm 122,6

Dein Beitrag?
Vielleicht magst du diese Bilder und liebst die Weihnachtszeit mit ihren Bräuchen. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht gibt es an Weihnachten bei euch immer Streit, vielleicht verleiden dir Geldsorgen die Geschenke, vielleicht bangst du der Einsamkeit an Weihnachten entgegen.
Ganz egal, ob du die weihnachtlichen Traditionen magst – der wahre Sinn von Weihnachten hat wenig damit zu tun. Die ursprüngliche Nacht von Weihnachten sah ganz anders aus: ein karger, dunkler Stall. Eine kleine Familie in der Notunterkunft. Raue Gesellen von den Schafsweiden. Und ein himmlisches Geschenk: Gott kam als Mensch zur Welt, um uns zu begegnen und Frieden zu bringen.
Nimm dir doch in den Tagen bis Weihnachten Zeit, dem wahren Weihnachten nachzuspüren. Gute Impulse dafür findest du in unserem neuen Leitfaden „Besinnliche Weihnachten“. Außerdem haben wir weitere Ideen und Veranstaltungen für dich geplant, die wir dir auf diesen Seiten vorstellen.
Weihnachten ist eine Einladung an dich, Jesus in deinen Stall hineinzulassen. In die Bereiche deines Lebens, die dunkel sind und durcheinander. Jesus möchte deine Dunkelheit erleuchten, dein Chaos ordnen und dir Frieden bringen. Lass dich von ihm beschenken!
Weihnachtliche Angebote für dich

Adventsgottesdienste im Livestream

Das Weihnachts-Erlebnis am 4. Advent

Interaktive Webseite zum Mitmachen
Es ist ganz offensichtlich: Wir stehen in einer neuen Zeit. Die Zeit zurückzudrehen, ist nicht möglich, und so ist es unumgänglich, sich neu auszurichten. Genau das haben wir in der Gebetsnacht – die diesmal am Tag stattfand – getan.
Das Motto „Neue Zeit – Neue Kraft“ beschreibt treffend, was wir miteinander erlebt haben: Gottes Kraft in einer neuen Zeit. Die Erfahrungen, die jeder einzelne Besucher machen durfte, sind so vielfältig, wie es auch die individuellen Gebetsanliegen waren. Gottes Wirken war vom ersten Moment an spürbar.
Mit dem Lied „Amazing Grace“ eröffneten Rahel und die Band den Nachmittag. So wie einst John Newton in diesem Text formulierte, ist es die kostbare Gnade Gottes, die uns gerettet hat, uns so weit gebracht hat und die uns nach Hause bringen wird – und genauso ist es auch in neuen Zeiten die Kraft der kostbaren Gnade, die uns aufrichtet. Der Einstieg in die gemeinsame Gebetszeit hätte kaum passender sein können.


Papierblumen
Ja, auch beim Schreiben und Lesen fühlt es sich ungewöhnlich an, eine Veranstaltung Gebetsnacht zu nennen, wenn sie am Nachmittag stattfand. Doch nach 30 Jahren Gebetsnacht fällt es nicht leicht, dieses etablierte Format anders zu benennen. Fast dreißig Jahre lang startete die Gebetsnacht um 22 Uhr und ging dann ohne Pause bis zum Morgen mit gemeinsamem Frühstück als Abschluss. Wegen der Anpassungen aufgrund der Pandemie und wegen der Auflagen entstanden 2020 die Online-Gebetsnächte.
Mit großer Vorfreude haben wir nun der Gebetsnacht, die endlich wieder mit Besuchern vor Ort stattfinden konnte, entgegengefiebert. Gemeinsam mit 500 Menschen in der Kathedrale und zugleich vielen Tausenden Freunden online war dies unsere erste hybride Gebetszeit. Während der Pandemie hatten wir über unterschiedliche Wege über das Internet zu unseren Freunden Kontakt. Doch so gut auch die Kommunikation gelungen ist, so wenig möglich war es natürlich beispielsweise auf einen prophetischen Impuls oder auf die Einladung zum Gebet hin nach vorne zu kommen, wenn man irgendwo vor einem Bildschirm saß. Und dennoch haben uns etliche Male Rückmeldungen erreicht, dass ein prophetischer Zuspruch jemandem galt, der online verbunden war.
Diesmal hatte jeder zur Begrüßung eine Papierblume bekommen und Daniel Müller lud später dazu ein zu notieren, wofür Gott neue Kraft schenken soll – und diese Blume dann ans Kreuz zu heften. Parallel dazu konnten die Online-Besucher digital eine Frage beantworten und auf diesem Weg ihre „Blume“ ans Kreuz bringen. Auch wenn es ergreifend war, physisch vor dem Kreuz mit vielen hundert Menschen zu stehen, so war es doch für Gott unbedeutend, wie das Thema zu ihm gebracht wurde. Wichtig war, dass es im Glauben und mit Erwartung zu ihm gebracht wurde. Gott schenkte uns dazu einen offenen Himmel.
Die Predigt von Isolde Müller „Jeden Tag neue Kraft“ baute im Glauben auf und ermutige, die Kraft Gottes ganz praktisch zu ergreifen. Pastor Acheampong Sampson verstärkte diese Dynamik weiter. Mit seiner seiner herzlichen und mitreißenden Art veranschaulichte er bewegend, wie sich Gottes Kraft entfaltet, wenn wir mit Christus verbunden sind. In dieser Glaubensatmosphäre haben viele Mut gefasst und im Glauben Schritte gewagt, wie sie uns anschließend berichteten.




Friedensstifter
Auch für den Frieden und um neue Kraft für Friedensstifter wurde gebetet. In dieser Zeit braucht es Menschen, die sich von Gott gebrauchen lassen und die Bürde mittragen, gegen Gewalt, Ungerechtigkeit und Unfrieden einzutreten. Frieden stiftet man nicht einfach nebenbei und es braucht eine neue Kraft, denn für viele stellt die Dimension, in der wir diese Verantwortung übernehmen müssen, eine noch völlig neue Größenordnung dar. In diesem Bewusstsein gab es die Gelegenheit, für unsere Nation im Gebet einzustehen und eine neue Kraft für Friedensstifter freizusetzen. In Einheit standen wir für Frieden in der Ukraine und in anderen internationalen Konfliktregionen ein und leisteten Fürbitte für die Obrigkeit.
Auch die Jugend war lebendig vertreten. Sie veranschaulichte die Notwendigkeit einer neuen Herzenshaltung. Denn es ist die Herzenshaltung, auf die Gott schaut und die es möglich macht, aus Kraftlosigkeit herauszutreten und Gottes Kraft neu zu empfangen. Auch dieser anschauliche Beitrag von Dörte ging tief in die Herzen und viele folgten der Einladung des Altarrufes. Mit dem Lied „Frei sein“ proklamierte die Jugend gemeinsam mit allen den Wunsch, von Gott erfüllt zu sein.
Das gemeinsame Abendmahl bildete den Höhepunkt und den Abschluss der Gebetszeit. So bekannt es auch ist, dass Gott uns im Abendmahl in seiner Kraft begegnet, so mächtig war dennoch die Erfahrung, das Mahl des Herrn wieder einmal gemeinsam
mit 500 Menschen zu feiern. Es war spürbar, dass Gott in unseren Herzen neu die Gewissheit verankerte, dass in der neuen Zeit, in der wir leben, seine Kraft unverändert ist. Es ist sein Sieg am Kreuz, der für alle Zeiten gilt, und er ist derselbe gestern, heute und
in Ewigkeit.
Mit dieser Gewissheit im Herzen ging die „Gebetsnacht“ zu Ende und es bleibt nur dem großen Team der Ehrenamtlichen von über 80 Personen von ganzem Herzen zu danken. Ohne den unermüdlichen Einsatz jedes Einzelnen wäre der Ablauf nicht so unbeschwert möglich gewesen. Danke für euren Krafteinsatz in dieser neuen Zeit und den Segen, den ihr dadurch freigesetzt habt!
Thomas Inhoff, Missionswerk Karlsruhe

Gebetsnacht an Karfreitag
„Mut ist wie ein Regenschirm“, hat einmal jemand gesagt. „Wenn man ihn am dringendsten braucht, fehlt er einem.“ Oftmals fehlt uns der Mut, Dinge anzupacken, weil wir Angst haben. Doch in der Bibel lesen wir an entscheidenden Stellen immer wieder: „Fürchte dich nicht!“ Maria bekam es vom Engel zugesprochen, Jesus sagte es zum Synagogenvorsteher, dessen Tochter krank war, und zu Petrus, als er ihn zum Menschenfischen rief. Paulus hörte Jesus in der Nacht zu ihm sagen: „Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht.“
Wer kennt keine Angst?
Furcht entmutigt uns und Entmutigung ist eine Waffe des Teufels. Er versucht, uns damit auszuschalten. Deshalb weist die Bibel uns so oft darauf hin, dass wir uns nicht zu fürchten brauchen.
Doch oftmals arrangieren wir uns mit der Furcht. Wir leben damit und lassen uns von ihr begrenzen. Wir tun viele Dinge nicht, die wir eigentlich tun sollten, weil wir Angst haben. Furcht drängt uns in eine Ecke, die uns handlungsunfähig macht. Mut dagegen heißt, der Furcht zu widerstehen und sie zu überwinden. Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Furcht, sondern den Sieg darüber. Wer mutig ist, kennt trotzdem Angst. Du kannst gesegnet und gesalbt sein und trotzdem Angst haben. Wir sehen das an vielen Beispielen in der Bibel. Entscheidend ist, mit Jesus durch die Angst hindurchzugehen und uns nicht von ihr blockieren zu lassen.
Diskutieren erlaubt
Mose war so jemand, dem das gelang. Gott erschien ihm in einem lodernden Dornbusch, der nicht verbrannte. Und dann heißt es: „Da verhüllte Mose sein Gesicht, denn er fürchtete sich“ (2. Mose 3,6). Mose hatte Angst. Doch Gott hatte einen Auftrag für ihn, für den er die Angst überwinden musste. Und wir sehen hier, dass Gott sich auf eine Überzeugungsdebatte einließ, um Moses Angst auszuräumen. Als er ihm den Auftrag gab, zum Pharao zu gehen und ihn zu bitten, sein Volk aus Ägypten ziehen zu lassen, sagte Mose: „Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Söhne Israel aus Ägypten herausführen sollte?“
Kennst du diesen Gedanken? Hast du auch schon gedacht: Wer bin ich denn, dass ich dies und jenes tun soll? Wie soll ich das denn schaffen?
Zu Mose sagte Gott: „Ich werde mit dir sein.“ Doch Mose genügte das nicht. Er begann mit Gott zu handeln: „Was soll ich denn sagen, wenn ich dahin komme? Sie werden mir nicht glauben!“ Im Detail erklärte Gott Mose die Wunder, die er tun würde und wie alles vonstattengehen sollte. Dann sagte Mose:
„Was ist, wenn die Israeliten mir nicht glauben und nicht auf mich hören? Bestimmt sagen sie: ‚Der Herr ist dir gar nicht erschienen!‘“
2. Mose 4,1
Gott versuchte ihn zu überzeugen, indem er sofort vor seinen Augen Wunder tat. Du darfst sicher sein: Auch dich will Gott überzeugen, dass du fähig bist, das zu tun, was er dir aufgetragen hat. Mutig zu sein, heißt nicht, furchtlos zu sein, sondern die Furcht mit Gott zu überwinden. Lass dir nicht von Furcht vorschreiben, was du tun kannst oder sollst, sondern tue das, wofür Gott dich geschaffen hat. Fülle den Platz aus, an den er dich gestellt hat. Furcht drängt uns in eine Ecke, in die wir nicht gehören.
Mose holte alle Argumente hervor, die er hatte, um nicht tun zu müssen, was Gott von ihm wollte. Ich kann mir vorstellen, dass er immer noch verzagter wurde, je mehr er darüber nachdachte. Ich kenne auch diese Angst, die auftaucht, wenn es gilt, irgendwo hinzugehen, ohne zu wissen, wie es ausgeht, oder mich auf neues Gebiet wagen. Was, wenn es schief geht? Aber auch das ist ein Satz des Teufels: „Was wenn’s schiefgeht?“ Er weckt diese Befürchtung: Blamiere ich mich oder bin ich ruiniert oder verliere ich etwas? Aber die wichtigere Frage ist doch: Was wenn es gutgeht? Mose zog alle Register und sagte:
„Ach, Herr, ich bin noch nie ein guter Redner gewesen. Auch jetzt, wo du mit mir sprichst, hat sich daran nichts geändert. Zum Reden habe ich einfach kein Talent, die Worte kommen mir nur schwer über die Lippen.“
2. Mose 4,10
Mose sagt im Klartext: Ich kann das nicht! Mein Zustand ist immer noch der gleiche, ich kann nicht reden! Doch Gott erwidert ihm mit einer klaren Ansage: „Wer hat denn den Menschen einen Mund gegeben? Und wer ist es, der sie stumm oder taub, sehend oder blind macht? Das bin doch wohl ich, der Herr!“ Und er fordert Mose auf: „Darum geh jetzt! Ich bin bei dir und werde dir sagen, was du reden sollst.“
Doch Mose hatte noch mehr Einwände, er versuchte immer wieder, aus der Sache rauszukommen und erwiderte: „Ach, Herr, sende doch lieber einen anderen!“ Das klingt nach: Lass mich doch in Ruhe mit deinem Auftrag! Immer wieder hat Mose ein „Ach, Herr!“ auf den Lippen. Und manchmal ist uns auch so zumute, dass wir seufzen: „Ach, Herr!“
Doch nun war für Gott ein Schlusspunkt erreicht: „Da wurde der Herr zornig und erwiderte: ‚Ich weiß, dass dein Bruder Aaron, der Levit, sehr gut reden kann. Er ist schon unterwegs und kommt dir entgegen. Er wird sich von Herzen freuen, wenn er dich wiedersieht.“ Gottes Geduld währt lange, doch hier lesen wir auch, dass er irgendwann einen Punkt setzte – und Mose ließ sich darauf ein.
Wenn Gott dir einen Auftrag gibt, hat er dich mit allem ausgerüstet, was du dafür brauchst. Du musst sicher kein Volk aus Ägypten herausführen. Aber er hat dir den Auftrag gegeben, das zu meistern, wo er dich hingestellt hat – in deiner Familie, deinem Beruf und deiner Umgebung. Er wird mit dir sein, genauso wie er mit Mose und all den anderen war. Gott verändert sich nicht, er ist immer noch derselbe.
Du kannst mit Gott diskutieren, aber du wirst nicht siegen. Du kannst aufgeben und davonlaufen. Aber Gott wird nicht aufgeben, sondern er wird an deiner Seite bleiben und deshalb bist du fähig, seine Pläne auszuführen.
Es ist nie zu spät
Auch wenn du schon weggelaufen bist, ist es nicht zu spät. Das zeigt die Geschichte von Jona. Wir wissen nicht, was in seinem Herzen vorgegangen ist. Er hat nicht einmal mit Gott diskutiert wie Mose, sondern er ist einfach davongelaufen, als Gott ihm den Auftrag gab, nach Ninive zu gehen.
Aber davonlaufen nützt nichts. Wo sollten wir uns vor Gott verstecken? Jona stieg in ein Schiff nach Tarsis und Gott schickte einen Sturm. Was für ein Unterschied zu Moses Geschichte! Gott stellte Mose jegliche Hilfe zur Seite, rüstete ihn aus, um Wunder zu tun – und nach Jonas Davonlaufen schickte Gott einen gewaltigen Sturm. Einen Sturm, in dem sogar andere Menschen in Gefahr gerieten. Manchmal sind durch unsere Angst und Verzagtheit auch andere Menschen betroffen. Als Jona einsah, dass der Sturm eine Reaktion auf seine Flucht war, forderte er die Seeleute auf, ihn ins Meer zu werfen. Und Gott schickte den berühmten Fisch, der Jona verschlang – und dort kam Jona zur Besinnung. Er betete und Gott erhörte ihn.
Und genauso hört Gott hört dich, wenn du zu ihm rufst. Egal, aus welchem tiefen Loch dein Schreien kommt, er hört dich. Vielleicht bist du weggelaufen und hast gedacht: Gott sieht das nicht. Doch Gott sieht dich und er möchte, dass du umkehrst. Es ist nicht zu spät dafür.
Angst und Furcht sind es, die uns immer wieder abhalten von dem, was wir tun sollten. Doch wir sind aufgerufen, mutig an Gottes Seite unser Leben zu führen. Du bist nicht aufgerufen, einfach zu tun, was andere von dir erwarten, oder einfach mit der Mehrheit mitzulaufen und dem Zeitgeist zu entsprechen.
Mose hat seine Schuhe ausgezogen und den Blick auf den Dornbusch gerichtet, aus dem Gott zu ihm sprach. Jona hat im Bauch eines Fisches seinen Blick zu Gott gerichtet und ehrlich mit ihm gesprochen. Wo ist dein Ort, um zu Jesus zu schauen und offen mit ihm zu reden über deine Furcht und über das, was du nicht tust, obwohl Gott es dir aufgetragen hat. Lass dich nicht von Furcht reduzieren.
Seine Hand ist da
Das wunderbarste Beispiel für einen mutigen Schritt zeigt uns Petrus. Die Jünger waren im Boot auf dem See. Da erhob sich ein Sturm und Jesus ging ihnen auf dem Wasser entgegen. Die Jünger hatten solche Angst, dass sie schrien. Jesus sprach ihnen Mut zu und sagte: „Habt keine Angst!“ (Matthäus 14,27). Daraufhin überwand Petrus seine Angst so sehr, dass er sogar aus dem Boot stieg und auf Jesus zuging. Als er sich ablenken ließ vom starken Wind und ihn die Angst wieder überkam, war Jesus da und belohnte diesen mutigen Schritt und streckte ihm seine Hand entgegen.
Wenn du einen mutigen Schritt für Jesus machst, wird er dich niemals im Stich lassen. Seine Hand ist immer da. Petrus war der Einzige, der den Mut hatte, aus dem Boot zu steigen. Vielleicht bist auch du der oder die Einzige, die etwas tut, was andere nicht tun. Es gibt viele Zuschauer, die oftmals auch noch alles besser wissen oder dich abhalten wollen. Lass dich nicht beirren. Sei mutig und unverzagt! Auch für dich gilt: Fürchte dich nicht, denn Gott ist immer noch derselbe!
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Auf unserer Israelreise haben wir nicht nur beeindruckende Schauplätze der biblischen Berichte besichtigt, sondern wir sind auch entlang der drei Stufen von Gottes Nähe gereist. In der gesamten Bibel ist die Dreifaltigkeit Vater – Sohn – Heiliger Geist zu finden. Und parallel dazu sehen wir in der Bibel, dass sich Gottes Nähe zum Menschen in drei Stufen oder Epochen ereignet: 1. der Vater mit dem Volk Israel, 2. Jesus bei den Menschen und 3. der Heilige Geist durch den Sieg am Kreuz in uns.

1. Stufe: Gott führte das Volk in der Wüste
Unsere Reise begann in der Wüste am Toten Meer, etwa 250 Kilometer entfernt von der Halbinsel Sinai, wo sich weite Teile der Mosebücher zugetragen haben: der Auszug aus Ägypten, aber auch der Bund, den Gott mit dem Volk Israel schloss und die Übergabe der Zehn Gebote.
In der Wüste geschah eine Menge. Abraham lebte in der Gegend, in der wir unsere Reise begannen. Lot und Sara waren in Sodom und Gomorra. Man vermutet, dass diese Orte unter dem Toten Meer liegen, an dessen Ufer unser erstes Hotel lag. Unweit entfernt lebte Jakob. Das Volk wanderte vierzig Jahre durch die Wüste. Schließlich kundschafteten Josua und Kaleb das verheißene Land aus, Josua überquerte den Jordan und eroberte Jericho. Elia fuhr hier gen Himmel auf, nachdem er in der Wüste so manche Aufträge erfüllt hatte. Viele bekannte große Namen in der Bibel waren in der Wüste Vermittler zwischen Gott und seinem Volk.
2. Stufe: Gott sandte Jesus auf die Erde
Unser zweites Reisegebiet war Galiläa im Norden Israels, wo Jesus viel umherzog und wirkte: Er stammte aus Nazareth, machte in Kana Wasser zu Wein, trieb Dämonen aus am See Genezareth, heilte in Betsaida einen Blinden. In Kapernaum kam der Hauptmann zu ihm und sagte: „Sprich nur ein Wort und mein Diener wird gesund.“ Am See speiste er 4.000 und 5.000 Menschen, bereitete später ein Frühstück für die Jünger zu.
In Jesu Wirken in Galiläa ist Gott den Menschen, die ihm begegneten, nahegekommen. Jesus betete zum Vater, dass sein Wille geschehe. Er war bei den Sündern, dass sie umkehrten. Wenn er mal in den Synagogen war, hatte er meist Ärger, weil sich die Pharisäer auf die Stufe 1 versteiften und darauf beharrten, dass allein durch sie Gott den Menschen nahekam. Aber Jesus, der kam, um uns allen am Kreuz die Freiheit zu bringen, lebte schon auf der Erde in Freiheit. Für diese Veränderung waren die Pharisäer blind.
3. Stufe: Gott gab den Heiligen Geist
Zuletzt reisten wir nach Jerusalem – wo sich die dritte Etappe der Nähe Gottes am Kreuz von Golgatha vollzog. Wir warfen einen Blick vom Ölberg, von dem Jesus aus nach Jerusalem einzog und wo er über Jerusalem weinte. Am Fuß dieses Berges wurde er im Garten Getsemane gefangengenommen. Wir sahen die Stufen, über die schon Jesus in den Tempel ging und folgten der Via Dolorosa, dem „Leidensweg“, also die Straße, die Jesus der Überlieferung nach vor seiner Kreuzigung zurücklegen musste und dabei größtenteils sein Kreuz selbst tragen musste.
In Jerusalem starb die Herrschaft der Sünde am Kreuz. Seitdem Jesus den Tod überwand und vom Tod wieder auferstand, hat jeder Mensch die Möglichkeit der Sündenvergebung und somit freien Zugang zum Vater. Seit Gott seinen Heiligen Geist schickte, müssen keine Menschen mehr Vermittler sein und es können auch nicht mehr nur die Menschen Gott erfahren, die Jesus vor Ort erleben, sondern durch den Heiligen Geist als Vermittler kann jeder Mensch, egal, wo er sich aufhält, die vollkommene Nähe zu Gott in sich tragen.
Im Johannesevangelium lesen wir, wie Jesus zu seinen Jüngern sagt: „Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Ratgeber [oder Tröster] geben, der euch nie verlassen wird ... Der Heilige Geist, den euch der Vater an meiner Stelle als Helfer senden wird, er wird euch alles erklären und euch an das erinnern, was ich gesagt habe“ (Johannes 14,16.26).
Das Allerheiligste ist in dir! Du bist der Tempel, du bist das Gefäß, die Bundeslade! Wir leben in einer Zeit, in der Gottes vollkommene Nähe für dich möglich ist! Begreife es und lebe in dieser Wahrheit. Lass die Welt um dich herum sehen, was in dir ist. Sei ein Reflektor, durch den andere Menschen Gott erkennen!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Wir leben in einer Zeit, in der man plötzlich vor Tatsachen steht, die man nicht planen konnte. Eine davon sind die Energiekosten. Man kann dieses Wort nicht mehr hören und doch trifft es uns alle. Auch wir im Missionswerk stehen vor Entscheidungen.
Gerade geht die neue Heizanlage für unsere Werkstatt/Busgarage in Betrieb. Der Kaminfeger hatte sie bei der letzten Kontrolle nicht mehr abgenommen, weil sie zu alt war. Nun können wir in der Garage wieder wirtschaftlich heizen. Daneben stand in diesem Jahr die Erneuerung der großen Heizung für das Missionszentrum und das Bürohaus an. Da liefen die Berechnungen der Ingenieure. Ihre Empfehlung war im Januar, eine Gasheizung einzubauen. Das fehlende Geld dafür und auch ein ungutes Gefühl hielten uns davon ab – was sich seit Beginn des Krieges und den damit steigenden Gaspreisen als richtig erwiesen hat. Unser Heizungsinstallateur sagte mir: „Herr Müller, einen Winter kommen wir noch mit der alten Ölheizung zurecht.“ Er reparierte sie, indem er die defekten Teile gegen noch brauchbare vom zweiten Kessel austauschte, bei dem der Brenner schon lange kaputt ist.
Doch nicht nur die Heizung ist ein Thema, sondern auch die Heizöl- und Stromkosten. Allein unsere monatliche Stromrechnung ist von einem Monat zum anderen von 3.500 Euro auf 7.000 Euro gestiegen.
Wie haben schon immer eine sehr effiziente Energiesteuerung für das ganze Gelände. Alles, was nicht gebraucht wird, können wir sekundengenau ausschalten. Doch bei Frost muss man etwas heizen, damit die Rohre nicht einfrieren. Wir haben nun beschlossen, auch in den Büros mehr Pullover anzuziehen und die Heizung runterzufahren.
Wir werden nach der Gebetsnacht die Gottesdienste über den Winter in die Johannes-Kapelle verlegen, die im Volumen sechsmal kleiner ist und somit weniger Heizung benötigt. Die Johannes-Kapelle ist allerdings nicht für TV-Aufnahmen ausgestattet. Für den Live-Stream kommen wir mit Kompromissen klar, aber die TV-Aufnahmen müssen wir möglicherweise ohne Publikum in der unbeheizten Kathedrale drehen. Das Foyer werden wir zu einem Minimum beheizen.
Schön ist, dass wir das neue Bistro haben. Das ist so gut isoliert, dass wir uns nach dem Gottesdienst dort gemütlich treffen können. Durch diese Einsparmaßnahmen hoffen wir, dass wir mit der Unterstützung unserer Freunde über den Winter kommen. Wir wollen nicht die Verbreitung des Evangeliums einschränken!
Daniel und Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Wie kannst du uns unterstützen?
Schon seit 45 Jahren veranstalten wir Israelreisen – in manchen Jahren bis zu drei Mal. Trotz ähnlichem Programm verläuft jede Reise total anders. Diesmal brauchte es nicht erst einen Input oder Programmpunkt, um die Gruppe anzuzünden – schon bei der ersten Infoveranstaltung am Anfang war sofort Strom da! Es hat Isolde und mir so viel Freude gemacht, alles für diese Gruppe zu geben und wir hatten beeindruckend starke Zeiten mit Gott.
Ich werde an dieser Stelle nicht die ganze Reise nacherzählen, das lässt sich gut online in unserem Reisetagebuch nachlesen. Ich werde aber ein paar Highlights nennen. Dazu gehörte auf jeden Fall die Einweihung des Gebetsweges in Nazareth, über den wir ausführlicher im Dezember-Magazin berichten werden. Ebenso wie über die Einweihung unseres 55. Kindergartens mit dem amtierenden Bürgermeister von Jerusalem. Es war überwältigend für uns. Isoldes und mein Wunsch für die Reise ging wieder einmal in Erfüllung: Menschen Gott so nahezubringen, dass sie ihn auf der Reise ganz tief erleben.
Etwa 80 Prozent der Teilnehmer waren zum ersten Mal in Israel. Die Fülle an Eindrücken, Informationen und Erlebnisse kann man bei der ersten Reise kaum aufnehmen. Daher haben wir allen einen „Reiseführer“ geschenkt, in den sie jeden Tag ihre Erlebnisse aufschreiben konnten, um sie später zu Hause Stück für Stück sacken zu lassen. Auf so einer Reise kann jeder sein Leben mit Gottes Wahrheit abgleichen und für sich entscheiden, wie es zu Hause weitergehen soll.
Unserem Veranstalter Shalom-Israel-Reisen sind wir sehr dankbar, dass wir die Reise trotz extremer Preiserhöhungen in diesem Jahr zum ausgeschriebenen Preis durchführen konnten. Was dem einen oder anderen nach der Reise definitiv fehlen wird, sind die leckeren großen kalt-warmen Buffets, bei denen kaum ein kulinarischer Wunsch offenblieb. Es war wahrhaftig eine Reise für Geist, Seele und auch den Leib!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Erfahrungen von Teilnehmern in diesem Jahr
„Die Israelreise stand schon ewig auf meiner Wunschliste ganz oben. Wir sind eigentlich gar keine Gruppenreisenden, aber ich wollte die Bibelschauplätze gern erleben – und dem Missionswerk habe ich da am meisten zugetraut. Ich habe so viel Input von Daniel und Isolde mitgenommen und fühle mich wie ein ganz großer triefender Schwamm. Ich hatte solche Angst vor der Reise, aber ich habe mich hier so sicher gefühlt.“
– Renate
„Ich hatte ganz viele Fragen und habe ganz viele Antworten in den Andachten bekommen von Daniel und Isolde. Ich wurde auch geheilt. Ich hatte schon so lange dicke Füße mit Wasser gefüllt, es wurde gebetet und jetzt ist alles Wasser raus!“
– Susanne
„Ich wollte mich noch mal für diese wunderschöne Reise bedanken! Ich war schon viermal in Israel und diese Reise war für mich die schönste. Es war ein tolles Erlebnis den ich nie mehr wieder vergessen werde.“
– Gustavo
„Ich wollte gern nach Israel reisen, aber alles schien dem entgegenzustehen. Ich habe viel gekämpft – und es hat geklappt. Ich habe mich während der Reise auch taufen lassen und erkannt, wie viel Kraft der Heilige Geist hat. Das hatte ich enorm unterschätzt.“
– Siglinde
„Ich hatte schon lange Probleme mit Blockaden in der Wirbelsäule. An dem einen Abend hatte Daniel den Eindruck, dass jemand am verwachsenen Steißbein berührt wird. Das war ich. Ich kann mich wieder ganz normal im Bett drehen. Ich habe mich einen Tag zuvor mit dem alttestamentarischen Gott ausgesöhnt. Gott hat mir ein Bild gezeigt, dass ich mich als Mutter auch vor meine Kinder stellt, wie Gott sich vor sein Volk gestellt hat.“
– Beate
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Veränderung ist ein unvermeidlicher Aspekt des Lebens. Jeder braucht Veränderung, um zu wachsen und im Leben stark zu sein. Ein Land braucht immer wieder Veränderung seiner Politik, seiner politischen und rechtlichen Systeme, seiner Wissenschaft und Medizin, um sich weiter zu verbessern und wirtschaftlich zu wachsen. Alle diese Veränderungen sind notwendig, um das Leben der Bürger zu verbessern. Zugleich brauchen wir Veränderung, die uns Erweckung in unserem individuellen geistlichen Leben, in unseren Kirchen, Städten und Nationen bringen kann.
Was kommt über uns?
Jesus versprach seinen Jüngern und allen, die an die Verheißung des himmlischen Vaters glauben, das Kommen des Heiligen Geistes:
„Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist über euch kommt, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an die Enden der Erde.“
Apostelgeschichte 1,8
Die Erfüllung dieser Verheißung führt zu einer Veränderung in unserem Leben, wenn wir sie annehmen. Jesus sprach von bestimmten Veränderungen, die stattfinden werden, „wenn der Heilige Geist über euch kommt“. Er wusste, dass eine Zeit kommen würde, in der sich viele Dinge in unserem Leben ändern würden. Der Grund dafür ist das Kommen des Heiligen Geistes.
Es gibt verschiedene Situationen, in denen etwas „über uns kommt“. Manchmal schreien Menschen vor Hass, Wut, Schmerz, Verlust oder Missbrauch. Was auch immer da hochkommt, verleiht Kraft, bestimmte Dinge zu tun. Aber es ist nicht unbedingt das, was wir tun oder sagen wollen. Deshalb ist es wichtig bewusst wahrzunehmen und einzuordnen, was in solchen Situationen mit uns passiert und was da über uns kommt. Denn es wird zu Veränderungen in unserem Leben führen.
Wir besitzen die Willenskraft, etwas anzunehmen oder abzulehnen. Wer annimmt, was über ihn kommt, wird beeinflusst. Wenn du also den Heiligen Geist annimmst, wirst du vom Heiligen Geist beeinflusst. Und du wirst an vielen, vielen Orten – bis an die Enden der Erde – ein „Zeuge“ für Jesus sein. Es ist entscheidend, was oder wer über dich kommt. Ist es eine böse Macht, wird sie dich dazu bringen, Dinge oder das Leben von Menschen zu zerstören, statt aufzubauen und zum Wachstum beizutragen.
Im Buch 1. Könige 18 lesen wir von Isebel, der Frau von Ahab, dem König Israels. Wir lesen, dass sie Gottes Propheten töten ließ, andere Menschen ihres Besitzes beraubte und selbst den Propheten Elia mit dem Tod bedrohte. Sie betete nicht zum allmächtigen Gott Israels, sondern zur sogenannten Göttin Aschera und ließ sich von deren bösen Geistern antreiben. Sie gaben Isebel die Macht, andere Menschen zu kontrollieren, zu töten und zu erschrecken. Was über Isebel kam, diente der Zerstörung, nicht dem Fortschritt ihres Landes.
Leider gibt es auch heute überall auf der Welt Menschen, die das Leben anderer Menschen bedrohen, andere kontrollieren, manipulieren, berauben, täuschen und töten. Jesus sagte:
„Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu töten und zu zerstören; ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Fülle haben."
Johannes 10,10
Unser großes Vorrecht
In Nazareth lebte eine junge Jungfrau namens Maria. Eines Tages bekam sie Besuch von einem Engel, der ihr prophezeite, dass sie einen mächtigen Sohn bekommen würde. Als Maria fragte, wie das sein könne, da sie doch Jungfrau sei, antwortete der Engel:
„Gottes Geist wird über dich kommen, seine Kraft wird das Wunder vollbringen.“
Lukas 1,35
Und so geschah es. Sie brachte Jesus zur Welt, der zur Hoffnung für zahllose Menschen auf der ganzen Welt wurde, weil er am Kreuz von Golgatha für ihre Sünden starb und am dritten Tag auferstand, um ihnen Rettung zu bringen. Wenn du an ihn glaubst, hast du das große Vorrecht, Gott und seinen Geist in deinem Herzen zu empfangen. Du könntest tanzen und rufen: „Ich habe das Vorrecht, Segen und Zeichen und Wunder zu empfangen!“ Du hast das Vorrecht, Erlösung und Heilung, Veränderung und Neuanfänge in deinem Leben anzunehmen!
Als Maria diese wichtige Frage stellt: „Wie soll das geschehen?“, sagt ihr der Engel: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird sich an dir zeigen.“ Maria erfährt: Mit Gott wird nichts unmöglich sein! Wenn der Geist des Höchsten über dich kommt, wirst du verändert werden und die Veränderung wird Gutes bewirken. Große Visionen, Ideen und Pläne und Ziele werden für das Reich Gottes geboren, und Hoffnung wird der Welt offenbart.
Der Geist bewegt
Jesus machte sich selbst zum Beispiel, dem man folgen kann, als er den Geist des Herrn nach seiner Taufe empfing. Als Jesus zum Tempel kam und ihm angeboten wurde, aus dem Buch des Propheten Jesaja zu lesen, wählte er folgenden Text aus:
„Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich berufen und bevollmächtigt hat. Er hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen. Ich rufe Freiheit aus für die Gefangenen, den Blinden sage ich, dass sie sehen werden, und den Unterdrückten, dass sie von jeder Gewalt befreit sein sollen.“
Lukas 4,18
Jesus kam nicht, damit alles so bleibt, wie es ist. Sondern Jesus kam, damit Menschen verändert werden. Er kam, damit die Armen eine gute Nachricht hören, damit Menschen Freiheit und Heilung und Frieden erleben.
„Gehört also jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas völlig Neues hat begonnen.“
2. Korinther 5,17
Jesus kam, um Veränderung zu bringen, auch für dich. Nimmst du Gottes Geist und seine gute Veränderung an? An Jesus zu glauben, bedeutet sogar eine Veränderung der Ewigkeit! Jesus anzunehmen, bedeutet ewiges Leben. Bevor Jesus zu seinem Vater im Himmel zurückkehrte, gab er ihnen das Versprechen:
„Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist über euch kommt, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an die Enden der Erde“ (Apostelgeschichte 1,8).
Als der Heilige Geist am Pfingsttag auf die etwa 120 Jünger kam, veränderten sie sich, sie wurden kühn, sprachen in neuen Sprachen und verkündeten Gottes Taten.
Begonnen hatte die Erweckung, als Jesus ihnen sagte, dass Gottes Geist über sie kommen und sie in Jerusalem, ganz Judäa, Samaria und sogar bis an die Enden der Welt Zeugen für ihn sein würden. Der Geist, den sie empfingen, trug ihre Botschaft in die ganze Welt. Lass dich von Gottes Geist erfüllen und bewegen, damit viele Menschen erreicht werden und Städte und Nationen eine Transformation erleben. Empfange den Heiligen Geist und beginne, Gottes gute Nachricht zu verbreiten und Veränderung in diese Welt zu bringen.
Sampson Acheampong aus der Ukraine ist Pastor im Missionswerk Karlsruhe.
Hier findest du eine passende Predigt dazu:
Die Weltlage kann uns Bange machen. Aber was steht eigentlich dazu in der Bibel?
Wir lesen in 1. Samuel 17 von einer Situation, die an unsere heutige Lage erinnert: Die benachbarte Armee der Philister hatte ihre gewaltige Streitmacht zusammengezogen und bedrohte das Volk Israel. Der Kopf des Heeres war Goliath, der in der Bibel als „Riese“ bezeichnet wird. Heute sind es andere Köpfe. So manchen bekannten Herrscher oder Präsidenten der heutigen Zeit könnte man nennen.
Als Goliath die Armee von König Saul herausforderte, ein Soldat möge doch gegen ihn kämpfen, sank der Mut der Menschen. Jeder wusste, dass Goliath nach menschlichem Ermessen jedem Israeliten überlegen war. Angst herrschte im Volk Israel.
Lähmende Angst
Angst holt ihre Kraft aus Erinnerungen. Sie ist ein erlerntes Verhalten, denn wir alle haben Situationen oder Prüfungen erlebt, die Einschüchterungen des Feindes waren und uns geprägt haben. Der Feind flüstert uns in solchen Momenten ein, dass Gott uns verlassen hätte, es keine Hoffnung mehr gäbe oder wir einen Fehler gemacht hätten, der uns von Gottes Hilfe abschneiden würde. Eine andere Taktik des Feindes ist es, uns all das Negative um uns herum wie durch ein Vergrößerungsglas zu zeigen und als Beispiel für unser Leben hinzustellen. Die Medien sind voll davon. Angst lähmt!
Ich möchte dich ermutigen und dir sagen, dass Gott selbst die ultimative Kraft gegen diesen gewaltigen Feind der Angst ist! Wir meinen gern, das Gegenteil von Angst sei der Glaube. Wir sagen uns: „Wenn ich nur mehr Glauben hätte, dann könne ich ..." Doch die Bibel lehrt uns eine andere Antwort auf die Angst, die uns lähmt:
„Es gibt keine Angst in der Liebe; aber vollkommene Liebe vertreibt die Angst!“
1. Johannes 4,18
Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Wenn Gottes Liebe uns erfüllt, vertreibt sie unsere Angst.
Größer als Realität
David stellte sich der Angst. Seiner eigenen und der Angst seiner Mitmenschen um ihn herum. Er trat Goliath Auge in Auge gegenüber. Auch wir stehen heute auf diesem Schlachtfeld der Angst. Der Geist der Angst ist verbreitet auf der ganzen Welt, wo ein Virus wütet und ein grausamer Krieg zivilisierte Menschen bedroht. Das ist Fakt. Wir sind mittendrin und erleben hautnah die betroffenen Menschen. Das sind leider Tatsachen der Gegenwart. Aber wir dienen einem Gott, der größer ist als diese Realität! Gottes ultimative Waffe gegen Angst war zu Davids Zeiten und ist noch heute in unserem Leben die LIEBE! Tatsache ist, dass Gott uns mit größerer Kraft liebt als alles, was jemals auf dieser Welt ist oder sein wird!
Paulus schrieb an seinen Schüler Timotheus:
„Gott hat uns keinen Geist der Angst gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
2. Timotheus 1,7
Dem „Geist der Angst“ stellt die Bibel den „Geist der Kraft“, den „Geist der Liebe“ und den „Geist der Besonnenheit“ gegenüber. Wir haben die Autorität empfangen, den Geist der Angst im Namen Jesu von uns zu weisen.
Der Geist der Angst herrscht in unserer Zeit und möchte die ganze Welt lähmen. Er führt uns in den Medien täglich Beispiele vor Augen, die seine Aussagen bestätigen. Bestimmt er auch deine Gedanken und Handlungen? Der Teufel versucht wie nie zuvor, den Samen der Angst in unsere Herzen zu pflanzen. Medien verbreiten Vermutungen, wie die Zukunft aussehen wird, in der angeblich ein für uns normales Leben nicht mehr möglich sein wird. Wir spüren die Anzeichen, wenn wir einkaufen oder unsere Energierechnungen bekommen. Dabei sollten wir bedenken, dass es in anderen Ländern schon seit vielen Jahren durch andere Umstände viel schlimmer ist. Wir dürfen nicht die Perspektive unserer Situation verschieben.
Stärkende Liebe
Gottes Plan ist es, uns mit seiner Liebe in einer übernatürlichen Dimension zu begegnen, die größer ist als alles, was wir jemals erlebt haben! David hatte sich in seinem Leben der Liebe Gottes geöffnet. Diese Liebe verschaffte ihm Bestätigung, wenn andere ihn übersahen oder verleumdeten. Diese Liebe verlieh ihm Stärke, wenn seine eigenen Schwächen und Fehler ihn schwächen wollten. Diese Liebe gab ihm Ermutigung, wenn andere ihm drohten oder versuchten, ihn anzugreifen.
Vierzig Tage lang kämpfte die Armee der Israeliten gegen die Philister und musste sich täglich Goliaths Verspottung anhören. Als David, der Hirtenjunge, seine Brüder an der Front besuchte und Goliaths Kampfaufruf hörte, ließ er sich nicht davon lähmen. Er nahm die Herausforderung an. Davids Herz war durch Gottes Liebe in seinem Leben gestärkt worden. Mit dieser empfangenen Liebe konnte er aus Liebe zu seinem Gott, dessen Heer verspottet wurde, dem Philister zurufen:
„Ich komme im Namen des Herrn, des Allmächtigen – des Gottes des israelitischen Heeres, das du verhöhnt hast!“
1.Samuel 17,45
Welchem Riesen, welcher Herausforderung stehst du heute gegenüber? Vielleicht hast du durch die Pandemie einen lieben Menschen verloren. Oder du bist selbst krank geworden. Vielleicht haben dich die letzten Jahre einsam gemacht. Oder deine finanzielle Lage ist zerrüttet oder bedroht. In welchen Umständen du auch immer lebst: Wenn die Angst versucht, dich durch die aktuelle Situation in der Welt zu packen und zu lähmen, dann glaube an die Kraft der Liebe Gottes. Sie will dich in viel stärkerem Maß umhüllen und durchfluten.
Als David entgegen aller Warnungen und Widrigkeiten hinausging und sich seinem Feind stellte, brachte genau das den Sieg! David besiegte den Riesen mit seiner Hirtenschleuder. Für David war es eine Prüfung, die ihm später den Thron Israels einbringen sollte. Auf diese Weise erfüllte sich Gottes Wort über sein Leben, als ihn der Prophet Samuel zum zukünftigen König salbte, obwohl niemand es für möglich hielt. Davids Sieg über den Riesen brachte der gesamten Nation Israel großen Segen.
Egal, was passiert: Lass dich nicht schwächen oder einschüchtern! Träume größer – und ergib dich nicht dem Feind. Vertraue auf die Kraft der Liebe Gottes, und der Herr wird mit dir sein! Wir stehen in einem geistlichen Kampf. Doch er wurde schon gewonnen:
„Mitten in alldem triumphieren wir als Sieger mit Hilfe dessen, der uns so sehr geliebt hat!“
Römer 8,37
Nimm Platz
Im Psalm 23 betet David zu Gott: „Du lädst mich ein und deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du begrüßt mich wie ein Hausherr seinen Gast und füllst meinen Becher bis zum Rand.“ Sitzt du an diesem Tisch? Hast du Platz genommen an Gottes Tisch der Liebe? Oder sitzt du mit am Tisch der Angst – dort, wo Furcht verbreitet wird unter Bekannten, Freunden, Beratern, bestimmten Medien, Social Media-Kanälen?
Du bist eingeladen an den Tisch unseres Vaters im Himmel, an dem sich all jene versammeln, die sich aus Liebe zu Gottes Liebe angezogen fühlen. „Es gibt keine Angst in der Liebe; aber vollkommene Liebe vertreibt Angst!“ (1. Johannes 4,18). Welcher Tisch bestimmt deine Gesprächsinhalte? Welcher Tisch nährt das, woran du glaubst? „Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des anderen nicht kümmern können. Er wird sich für den einen einsetzen und den anderen vernachlässigen“ (Matthäus 6,24).
Es ist deine private Entscheidung an welchem Tisch du (als Christ) Platz nimmst! Du bestimmst damit, in welchem geistlichen Umfeld du dich bewegst. Egal, wie groß und grausam der Riese ist – lass dich nicht einschüchtern, denn Gott ist größer! Die Welt braucht Menschen, die von Kraft, Liebe und Besonnenheit erfüllt sind.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Das Team für die Unterwegs-Tour hat sich schon seit Wochen gefreut, in den Norden zu fahren, um in Hamburg, Hannover und Essen Ermutigungsgottesdienste zu feiern. Auch dem Team tut es gut, vier Tage in guter Gemeinschaft zu verbringen. Das ganze Jahr sind alle bei jeder Veranstaltung in Karlsruhe eingespannt und haben keine Zeit, sich ausführlich auszutauschen. Diese dankbare Stimmung und die Freude, die Größe Gottes zu den Menschen zu bringen, sprang förmlich in den Veranstaltungen auf die Besucher über.
Überall anders
Bei enormer Hitze und Luftfeuchtigkeit haben wir am Freitag in Hamburg aufgebaut. Die ganzen Kleider waren nass vom Schwitzen. Um 18 Uhr ging es los, und die Besucher waren so spürbar voller Erwartung, dass es eine Freude war, ihnen zu dienen. In allen drei Veranstaltungsorten wurden Menschen in den Reihen während der Gottesdienste spontan in einer himmlischen Atmosphäre beim Zuhören berührt. Und genau das sehen wir als unseren Auftrag: Menschen in die Gegenwart Gottes zu führen, in der sie ihn erleben. Ich habe mit einem Mann gebetet, der einen Schlaganfall hatte und nicht mehr reden konnte. Nach dem Amen des Gebetes sprach ich mit ihm – und er hat geantwortet.
Noch nach Gottesdienst und Abbau in Hamburg fuhren wir weiter nach Hannover, denn schon um 8:30 Uhr am nächsten Morgen ging es für uns zum Kongresszentrum, wo uns ein ganz neuer Saal begeistert hat. Und wieder sahen wir die Menschen mit großer Freude und Erwartung hereinkommen. Obwohl wir in den drei Städten jeweils dasselbe Programm hatten, sahen die Veranstaltungen überall anders aus und Gott wirkte auf unterschiedliche Weise. In Hannover befreite er viele Menschen von Traumata. Eine Frau sagte noch im Gottesdienst: „Ich konnte seit vielen Jahren nicht mehr singen – heute singe ich zum ersten Mal wieder!“
Nach den Gottesdiensten beteten wir für jeden, der es wünschte. Uns berührte sehr zu hören, dass etliche Gebete bei unseren letzten Besuchen erhört worden waren. Gott ist groß!
Während wir noch mit den Leuten beteten, packte das Team bereits wieder unser ganzes Equipment zusammen und räumte es in den Bus. So konnten wir zügig nach Essen abfahren, wo wir dann am Abend ankamen. Um Zeit und Geld zu sparen, essen wir immer im Bus. Das hat sich richtig bewährt. Jeder erzählt währenddessen begeistert, was er am zurückliegenden Ort erlebt hat und es tut immer gut, dabei zu erfahren, wie unser Wunsch, Menschen mit Gottes Liebe zu ermutigen, Wirklichkeit wird!
Nicht so ganz ausgeschlafen, aber immer noch glücklich, fuhren wir am Sonntag zum „Lighthouse“ in Essen. Wir wurden herzlich in Empfang genommen an diesem Ort, der auch schon ohne Veranstaltung ganz viel Atmosphäre ausstrahlt. Das Team dort unterstützt uns jedes Mal hochprofessionell insbesondere mit der Technik. Dadurch konnten wir uns auch diesmal ganz auf die Veranstaltung konzentrieren. Wieder erlebten wir eine besondere Zeit.
Lautstark sangen alle im Lobpreis mit und Isolde berichtete von großartigen Gebetserhörungen, die Menschen uns geschickt hatten. Pastor Sampson ermutigte die Menschen, in Aktion zu treten, um zu empfangen, und betete für die Weltsituation und die Kriegserfahrungen. Wir sind so glücklich, ihn zu haben. Er ist in geistlichen Fragen genau auf unserer Linie und wir hatten auf der Fahrt sehr gute Gespräche miteinander, die uns beide stärkten.


Schmecket und sehet
Nach der Predigt im „Lighthouse“ berichtete ein Mann, dass ihm die Ärzte vor einer anstehenden Krebsoperation kaum Chancen zum Überleben gegeben hatten. Und nun stand er da, war völlig krebsfrei und freut sich darauf, neue Aufgaben von Gott zu empfangen. Eine jüngere Frau erzählt, dass sie während der Predigt einen heißen Strahl gespürt hatte, der von links nach rechts durch ihren Kopf ging – und anschließend ihre ganzen Schmerzen im Kopf verschwunden waren.
Eine andere Frau berichtete davon, dass sie Tumore gehabt hatte und nach einem Gebet in der Gebetsnacht beim MRT keine Tumore mehr angezeigt worden waren. Sie sagte: „Jetzt muss ich nicht mehr um mein Leben kämpfen!“ Eine 81-jährige Frau erzählte, dass sie durch ein Gebet von Arthrose geheilt worden und die Knochenfestigkeit als „über normal“ diagnostiziert worden war.
Beim Gebet am Schluss des Gottesdienstes kam eine junge Frau auf mich zu und konnte es noch nicht fassen: „Kann das denn sein?! Meine Kieferschmerzen sind weg!“
Zu den Hauptanliegen gehörten Gebetswünsche von Eltern oder Großeltern, weil die zum Teil jungen Kinder Depressionen haben oder die Familien nicht mehr funktionieren. Eine Frau erzählte uns, dass wir für ihre Familiensituation gebetet hatten und sie daraufhin den Eindruck gehabt hatte, sie solle ihrem Sohn, zu dem sie 23 Jahre lang keinen Kontakt mehr gehabt hatte, eine Karte zu Weihnachten schreiben. Auf diese Karte reagierte der Sohn zum ersten Mal wieder und die Frau traf ihre 23-jährige Enkelin, die sie zuletzt kurz nach der Geburt gesehen hatte.
Pastor Sampson betete mit einer Frau die einen Unfall hatte und nicht gehen konnte. Die Frau war so berührt von der Herrlichkeit Gottes, dass sie eine Zeit auf dem Stuhl saß. Nach dem nächsten Gebet schaute Pastor Sampson und sie war weggegangen.
Isolde betete mit einer Frau die am Rücken unterhalb der Schulter eine Wölbung hatte. Isolde sah, wie während des Gebets die Wölbung zurückging. Die Frau bat sie, auf die Stelle zu drücken, wo die Wölbung gewesen war – und sie spürte keine Schmerzen!
Kannst du dir jetzt vorstellen, wie viel Freude es macht, solche Veranstaltungen durchzuführen? Ich muss dabei an den Bibelvers denken: „Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist!“


Die schönste Aufgabe
Ich schrieb diese Zeilen von unserer Rückfahrt im Bus nach Karlsruhe, wo manche vom Team erst um Mitternacht bei sich zu Hause ankommen waren und morgens früh wieder pünktlich auf ihrer Arbeitsstelle sein müssen. Uwe suchte in diesem Moment gerade schon auf seinem iPad die passenden Bilder für das Magazin heraus. Dörte, die am nächsten Tag zusammen mit unserem Jugendpastor Beni, der auch auf unserer Tour dabei war, zur Jugendfreizeit an den Bodensee fährt, hat noch auf den hinteren Sitzen Video-Clips geschnitten. Kilometer für Kilometer tasteten wir uns vor durch einen Stau wegen eines Fußballspiels in Köln.
So gut wie jeder hat sein Handy in der Hand und verbreitete in seinem Umfeld die Freude über das, was wir erlebt hatten. Während der Fahrt ging ein Anruf nach dem anderen ein von Menschen, die noch zu unserer Israelreise mitkommen wollten, aber waren sind ausgebucht. Dank der heutigen Technik können wir wichtige Büroarbeiten während der Fahrt erledigen. Wir sind zutiefst dankbar für unseren Bus! Einiges wäre ohne ihn nicht möglich oder nur mit viel mehr Kraftaufwand zu schaffen.
Rundum stellen wir wieder einmal fest: Gott auf unserer Seite zu haben und ihm die Plattform für sein Wirken zu geben, ist die schönste Aufgabe, die man auf dieser Erde haben kann!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Nach einer ungewissen Zeit der Pandemie entschieden wir uns im Mai dazu, relativ spontan eine Jugendfreizeit für dieses Jahr anzubieten und buchten eine Hütte am Bodensee für 19 Personen – und mit einer bunt gemischten Gruppe von exakt 19 jungen Leuten aus Deutschland und der Ukraine starteten wir dann auch.
Die inhaltlichen Vorbereitungen begleiteten uns schon in den Monaten vorher im Alltag. Früh legte uns Gott das Thema „Deep Dive Bible“ aufs Herz und wir bereiteten die Themen in unzähligen Stunden der stillen Zeit und des Gebetes vor – was sich lohnen sollte.
Gottes Gegenwart war vom ersten Abend an für alle spürbar und es wurde sichtbar, wie sehr Gott an jedem einzelnen arbeitete. Neben großartigen Ausflügen wie einer Wanderung mit Alpakas, einem Besuch im Ninja Warrior Park oder Tretbootfahren verbrachten wir die meiste Zeit mit Bibellesen, Lobpreis und wertvollen Gesprächen. Wir hatten Zeit, jeden Tag tief in die Wahrheiten der Bibel einzutauchen und uns darüber auszutauschen. Es wurde deutlich: Die Sprachbarriere zwischen den deutschen und den ukrainischen Jugendlichen ist kein Grund für Gott, weniger zu wirken – was Tränen und Umarmungen mehrfach bewiesen.



Leider wurde am Abend vor der Abreise eines der Mädchen ohnmächtig, aber mich beeindruckte, wie die Gruppe mit dieser Situation umging. Sofort begannen die Jugendlichen zu beten und über die ganze Zeit hinweg war ein bedingungsloses Vertrauen zu spüren. Es war unglaublich schön zu sehen, dass die Worte aus den Inputs nicht leer zurückblieben, sondern direkt umgesetzt wurden. Am nächsten Morgen durften wir die Teilnehmerin dann auch wieder aus dem Krankenhaus abholen.
An dieser Stelle ein herzlichstes Dankeschön an alle, die unsere Freizeit sowohl finanziell als auch mit unermesslichem Gebet unterstützt haben – ihr habt einen großen Anteil daran, dass unsere Generation noch ein Stückchen näher an Gottes Herz gerückt ist!
Dörte Hübner
Im Anschluss an den Gottesdienst starteten wir am 31. Juli in unsere Kids-Sommerfreizeit auf dem Missionswerk-Gelände. Nach dem Mittagessen wurde in mehreren Gruppen ein Schatz gesucht und nach erfolgreichem Fund und bei großer Hitze genossen wir auf einem Spielplatz das verdiente Abendessen. Da die Kinder noch immer Energiereserven hatten, gab es noch den Startschuss zu einem Geländespiel auf dem Missionswerk-Areal, bis schließlich alle vollends platt waren.
Jeden Morgen nach dem Frühstück begannen wir mit gemeinsamem Lobpreis und einer Bibelzeit, bei der die Kinder jeden Tag eine andere Person aus der Bibel kennenlernten. Weil fast die Hälfte der Kinder aus der Ukraine stammten, haben wir die Kinder für den Input in zwei Gruppen eingeteilt, damit alle die biblischen Inputs verstehen konnten. Die Sprachbarriere zwischen Deutsch und Ukrainisch war auf dieser Freizeit eine besondere Herausforderung für uns. Doch dank digitaler Hilfsmittel, unserem ukrainischen Pastor Sampson und einer Freizeitteilnehmerin, die uns während der Freizeit immer wieder als Übersetzerin diente, war eine Kommunikation dennoch möglich.


Alle Tage waren immer gut ausgefüllt mit Programm: Neben zahlreichen Spielen im und ums Missionswerk besuchten wir zweimal das Schwimmbad und bastelten Boote, die wir anschließend auf dem Wasser um die Wette fahren ließen. Manche erwiesen sich dabei leider als U-Boote ... Mitte der Woche fuhren wir mit dem Reisebus des Missionswerk nach Tripsdrill zum Erlebnispark. Es gab Stockbrote und Würstchen am Lagerfeuer, einen Filmabend und einen LEGO® Nachmittag. Für manche waren die ferngesteuerten Autos ein zusätzliches Highlight. Das wunderbare Wetter sorgte dafür, dass wir fast alles draußen machen konnten. Abgerundet wurde die Woche von einem genialen Küchenteam, das uns mit super Essen bekochte.




Ein besonderer Dank gilt unserem Gott, der trotz der einen oder anderen Herausforderung dafür gesorgt hat, dass wir eine tolle Atmosphäre untereinander erlebten und wir alle Kinder frisch gewaschen, pünktlich und unversehrt ihren Eltern zurückgeben konnten. Dankbar sind wir auch für alle ehrenamtlichen Helfern, die viel Zeit, Ideen und Herz eingebracht haben, um den Kindern während dieser Woche zu dienen und diese Freizeit überhaupt erst zu ermöglichen.
Beni Schläpfer, Missionswerk Karlsruhe
Vormerken
Im nächsten Jahr findet unsere Kids-Freizeit vom 13.-19. August 2023 in Sulz-Bergfelden statt.
Mitte August haben wir diese Bilder bekommen. Es ist schön, mal zu sehen, wie so ein Kindergarten entsteht. Wir besichtigen sonst immer die alten Kindergärten mit den kaputten Möbeln, mit Wasserschäden, Asbestdecken usw. Und bei der Einweihung stehen wir plötzlich schon in herrlichen, neuen Räumen mit toller, kindergerechter Einrichtung, die vergleichbar mit deutscher Wertarbeit ist. Allerdings müssen in Israel noch einige Sicherheitsbestimmungen mehr beachtet werden als in Deutschland, um Schutz für die Kinder zu gewährleisten. Im nächsten Magazin werden wir von der Einweihung berichten, die wir bei unserer Israelreise feiern werden.

Wenn ich so zurückdenke, erinnere ich mich noch, wie wir 1983 – im selben Jahr, in dem Isolde und ich geheiratet haben – den ersten Kindergarten zusammen mit dem legendären Jerusalemer Bürgermeister Teddy Kollek einweihten. Damit wird dieser Kindergarten im nächsten Jahr schon 40 Jahre alt. Nur durch die hohe Qualität der Materialien und Ausführungen kann so eine lange Lebensdauer erreicht werden. Wie viele Kinder werden ihn wohl mittlerweile durchlaufen haben?
Vielen, vielen Dank an alle, die sich über die Jahre an dem Kindergartenprojekt in Jerusalem beteiligt haben! Es bewirkt im Leben der Kinder eine echte Veränderung und prägt ihre Zukunft. Und ich glaube, wir alle können uns bei 55 Kindergärten inzwischen auch bescheiden auf unsere Fahnen schreiben, dass wir am zwischenmenschlichen Frieden in Jerusalem einen Anteil haben. Denn Kinder unterschiedlicher Nationalitäten und auch Religionen, die sich im Kindergarten kennengelernt haben, werden Freunde fürs Leben bleiben.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Wie kannst du weitere Projekte unterstützen?
Wir alle stehen mitten im Leben, mitten in Aufgaben, mitten in tagtäglichen Herausforderungen. Wir sind Helden und Heldinnen unseres Alltags. Und das geht nicht nur uns so. Es begeistert mich immer wieder, wie lebensnah die Bibel ist. Eine Geschichte könnte glatt heute spielen, so aktuell ist sie, obwohl sie sogar schon ziemlich am Anfang der Bibel steht. Es ist die Geschichte von Hanna. Hanna steckte in einer schwierigen Lebenssituation und stand sehr unter Druck durch ihre Umstände. Kennen wir alle, oder? Viele erleben heute schwierige Lebenssituationen.
Als Frauen, die gleichzeitig Beruf, Kinder, Haushalt und Ehe jonglieren, vielleicht noch alleinerziehend sind oder gesundheitliche Herausforderungen haben – oder beides. Als Männer, die sich neben ihrer Familie den Forderungen an ihrem Arbeitsplatz stellen müssen und vielleicht dem Burn-out nahe sind – oder denen Arbeitslosigkeit droht, bei denen Finanzen knapp sind und Fragen nach der Zukunft drängen. Es gibt viele Konstellationen, die uns bedrücken, entmutigen, ängstigen können und in denen wir nicht weiterwissen.
Innerlich weint das Herz
Von Hanna erfahren wir im 1. Buch Samuel, dass sie aus gutem Hause stammte und verheiratet war mit Elkana, der zum Stamm Levi gehörte, dem Geschlecht der Priester. Nicht nur kam er aus einer angesehenen Familie, er liebte Hanna auch und sorgte für sie. Man könnte meinen, Hanna müsste eine zufriedene Frau gewesen sein. Wenn wir aber genauer hinsehen, lesen wir, dass es nicht so war.
Oftmals wirkt unser Leben nach außen hin gut und geordnet, doch in unserem Inneren spielt sich etwas anderes ab. Wir sind bedrückt durch unsere Situation, fühlen uns vergessen, missachtet, wertlos, unbrauchbar, unglücklich. Genauso erging es Hanna. Wir versuchen, all das zu verstecken, damit es niemand merkt. Nach außen lachen wir – doch innerlich weint unser Herz. Sei dir gewiss: Gott sieht in dein Herz. Er weiß, wie es um dich steht.
Er sah auch Hanna. Sie war eine verzweifelte Frau. Sie hatte das Problem, dass ihr Mann noch eine zweite Frau hatte. Damals war das nichts Ungewöhnliches. Doch Elkanas zweite Frau Pennina machte Hanna das Leben schwer. Denn Hanna konnte keine Kinder bekommen.
Was das damals bedeutete, können wir uns heute gar nicht vorstellen. Kinder waren für die Fürsorge der Eltern sehr wichtig, sie waren (und sind es noch heute in vielen Ländern) die Altersvorsorge. Krankenkassen und Pflegeversicherung gab es nicht.
Kein Ausweg in Sicht
Elkana versuchte, Hanna in ihrem Kummer zu trösten, denn sie war sein Liebling. Doch wir können uns lebhaft vorstellen, wie sehr sie die Sache belastete. Hinzukam, dass Peninna wiederum Söhne und Töchter hatte und Hannas Unfruchtbarkeit zum Anlass nahm, sich unablässig über sie lustig zu machen. Sie stichelte gegen Hanna und kränkte sie laufend. Hanna war sehr verletzt. In 1. Samuel 1,6 lesen wir davon:
„Und ihre Widersacherin reizte sie mit vielen Kränkungen, um sie zu demütigen, weil der Herr ihren Mutterleib verschlossen hatte.“
Hanna wurde immer wieder erniedrigt und beschämt wegen dieser Sache. Es gab für sie kein Entrinnen aus dieser Situation. Sie musste mit Peninna unter einem Dach leben. Viele Jahre lang ging das so und ich könnte mir vorstellen, dass sie sogar in Depressionen stürzte, denn in Vers 10 heißt es, dass sie verbittert war und sehr weinte. Es gibt viele Arten von Nöten und eine der schlimmsten Nöte ist, wenn ein Mensch innerlich kaputt ist. Kaputt durch Lebensumstände, durch das, was sie erlebt haben und viele Menschen sind verzweifelt und entmutigt und sehen keinen Ausweg aus ihrem Dilemma
Entscheidung ist nötig
Und dann kam wieder dieser schreckliche Tag, an dem die ganze Familie wie jedes Jahr zum Heiligtum nach Silo ging, um Gott Opfer zu bringen. Auch diesmal spielte sich dieselbe Tragödie ab:
„Peninna verletzte Hanna mit ihrem Spott so sehr, dass sie nur noch weinte und nichts mehr essen wollte. ‚Hanna, warum weinst du?‘, fragte Elkana dann. ‚Du isst ja gar nichts. Bist du so traurig, weil du keine Kinder hast? Bin ich dir denn nicht viel mehr wert als zehn Söhne?‘, versuchte er sie zu trösten.“
1. Samuel 1,7-8
Hanna war so kaputt, dass sie nicht mehr essen konnte. Es brachte sie an den Rand der Verzweiflung. Sie war körperlich angegriffen und sie war verbittert in ihrem Herzen. Sie fragte sich sicher: Muss ich mein ganzes Leben so zubringen?
Vielleicht steckst auch du in einer Situation, die du nicht ändern kannst, wie Hanna und siehst keinen Ausweg? Vielleicht hast auch du Widersacher und bist gekränkt? Du denkst, dein ganzes Leben ist verpfuscht und kein Trost von Menschen hilft dir. Es gibt Hoffnung für dich!
Es ist so wunderbar zu sehen, wie Gott mit dieser Frau seinen Weg gegangen ist und das möchte er auch mit dir. Gott kann jede Situation verändern, wenn wir es wollen und zulassen.
Oft erlebe ich, dass sich Menschen gar nicht verändern und ihre negativen Umstände nicht loslassen wollen. Manche Menschen hängen auch an alten Begebenheiten fest und holen sie immer wieder herauf, statt sie einfach mal abzuschließen. Es muss in unserem Leben eine Kehrtwende geben, damit unser Weg eine andere Richtung nimmt und wir in ein anderes Denken hineinkommen.
Hanna hatte wirklich die Nase voll von ihrer Situation. Und sie hat etwas dagegen unternommen. Sie war eine wunderbare Frau mit Charakter. Sie hat ihr Leben in die Hand genommen und ihm die richtige Wendung gegeben. Manchmal ist es dran, einfach eine Entscheidung zu treffen, damit unser Leben eine andere Wendung nimmt – und bevor wir keine Entscheidung treffen, wird sich an unserer Situation nichts verändern.
Veränderte Blickrichtung
Und Hanna fasste einen Entschluss. Sie kam mit ihrer ganzen Last, Bitterkeit und Traurigkeit vor Gott. Sie wusste, dass sie vor ihm ihr ganzes Herz ausschütten durfte und dass er sie verstehen würde. Sie nannte Gott ihre ganze Not, ihre Schmerzen, ihre Situation – doch ihr Augenmerk war dabei auf Gott gerichtet und nicht auf die Umstände. Die Änderung ihrer Blickrichtung hat den Segen in Bewegung gesetzt. Schau nicht auf deine Umstände, sondern ändere deine Blickrichtung. Schau nicht auf das, was dich niederdrückt, sondern schau auf Jesus. Erkenne an, dass nur er dir helfen kann, und verpasse nicht, was Hanna erlebte: Sie hat Gottes Frieden empfangen! In Vers 18 lesen wir:
„Erleichtert ging sie zu den anderen zurück. Sie konnte wieder essen, und man sah ihr an, dass sie neue Hoffnung geschöpft hatte.“
Die Begegnung mit Gott hat ihr Aussehen verändert – und nicht nur das, auch ihr ganzer innerer Zustand veränderte sich. Hannas Herz fand Ruhe, unabhängig davon, wie Gottes Antwort auf ihre Bitte um Nachwuchs ausfallen würde. Ihre Situation hatte sich nicht verändert, wohl aber ihre Einstellung dazu. Diese neue Blickrichtung ist das Wichtigste.
Schließlich schenkte Gott Hanna, was sie sich erbeten hatte. Sie bekam Samuel. Er wurde Richter in Israel, Prophet und Priester und er salbte zwei Könige, Saul und David. Er war ein wunderbarer Segen für Generationen. Gott hörte Hannas Herzensschrei und ihr Gebet und schenkte ihr mit Samuel weit mehr, als sie sich hätte erträumen können. Wie Gott dein Problem löst, das überlass ihm. Aber sei gewiss: Er sieht dich, er hört dein Gebet und er kennt die Lösung. Alles wird zu deinem Guten mitwirken. Gib deinem Leben eine Wendung: Schau auf Jesus – denn er wirkt mitten in deinem Leben.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Seit Anfang Juli stehen unsere Türen im Missionswerk für Ukrainer nun auch für einen Deutschkurs offen, den wir in Zusammenarbeit mit der Geflüchteten-Initiative der evangelischen Freikirchen in Karlsruhe veranstalten. Denn die deutsche Sprache zu beherrschen, ist für das Leben und Arbeiten in Deutschland ungemein wichtig. Damit auch Mütter teilnehmen können, werden die Kinder zeitgleich betreut.
Eine engagierte, gläubige Lehrerin, die sonst in China arbeitet, unterrichtet den Kurs mit großer Leidenschaft. Es macht allein schon Spaß, ihr beim Unterrichten zuzusehen. Mit viel Bewegung und Mitmach-Beispielen vermittelt sie unsere Sprache auf lebendige Weise an die Teilnehmer, die dreimal in der Woche mit großer Freude bei der Sache sind.
Mehr Infos über unsere Nothilfe für Menschen, die vor dem Krieg fliehen mussten, findest du hier.
Im Römerbrief lesen wir diesen steilen Satz: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen“ (Römer 8,28). Meint Paulus das ernst? Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Besten? Alles? Nicht nur die guten Dinge, die geschehen? Alles soll zum Besten dienen?
Jeder von uns hat eine Berufung. Manche kennen sie nicht. Und manche kennen sie, glauben aber nicht, dass es ihre Berufung ist, weil sich ihre ganzen Umstände nicht wie die Autobahn zum Ziel der Berufung anfühlen. Alles wirkt eher wie „berufen zum Chaos“ …
Zwei Verse später schreibt Paulus im Römerbrief:
„Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.“
Römer 8,30
Ein Beispiel für diesen Weg finden wir in der Bibel, in 1. Mose 37. Josef war ein 17-jähriger Schafhirte, der Lieblingssohn seines Vaters unter 12 Brüdern. Eines Tages hatte er einen Traum: Die elf Garben seiner Brüder verneigten sich im Kreis vor seiner Garbe. Dass seine Brüder nicht begeistert von dem Traum waren, wäre untertrieben. Sein zweiter Traum machte es nicht besser: Sonne, Mond und elf Sterne verbeugten sich vor ihm. Für seine Brüder war es eine Kriegserklärung. Sie beabsichtigten ihn zu töten, verkauften ihn dann aber gewinnbringend als Sklave nach Ägypten. Dem Vater brachten sie sein buntes Gewand in Blut getränkt, um den Tod vorzutäuschen.
Wenn jemand in seiner Berufung startet, kann es passieren, dass Menschen neidisch werden und die Berufung als tot erklären möchten, damit er nichts mehr anrichten kann.
Alle Dinge sollen zum Besten dienen?
Das bunte Gewand hatte Josef von seinem Vater Jakob bekommen. Wenn die Bibel von Kleidung spricht, gibt es einen Grund. Das Gewand stand für die Prophetie seines Urgroßvaters Abraham, dem Gott verheißen hatte, dass er der Vater vieler Nationen werden würde. Josefs Traum und seine Berufung bezogen sich auf die Erfüllung dieser Verheißung. Mit dem Gewand tränkten die Brüder unwissentlich Abrahams Prophetie in Blut.
Alle Dinge sollen zum Besten dienen?
Als berufener Herrscher über viele Nationen … war Josef nun Sklave! Aber nicht der Sklave von irgendwem, sondern von Potifar, einem Hofbeamten des Pharaos und Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache. Josef erwies sich als so tüchtiger Sklave, dass Potifar ihm große Verantwortung übertrug. Doch dann unternahm Potifars Frau den Versuch, Josef zu verführen. Zwar widerstand Josef ihr, aber Potifar glaubte der Lüge seiner Frau und Josef landete ungerechtfertigterweise hinter Gittern.
Alle Dinge sollen zum Besten dienen?
Nun war er also ein Sklave im Gefängnis. Aber es saß wiederum nicht in irgendeinem Gefängnis, sondern im königlichen Gefängnis des Pharaos und Gott schenkte Josef auch als Gefangenem Gelingen und Josef bekam erneut viel Verantwortung. Als der Bäcker und der Mundschenk ebenfalls ins Gefängnis kamen und träumten, deutete Josef ihre Träume richtig. Zwei Jahre später hatte auch der Pharao zwei Träume, die aber niemand deuten konnte. Da erinnerte sich der Mundschenk an Josef im Gefängnis.
Josef deutete die Träume des Pharaos so, dass erst sieben Jahre Überfluss und dann sieben Hungerjahre kommen würden. Er machte Vorschläge, wie der Pharao für sein Land vorsorgen konnte. Der Pharao sagte: „In diesem Mann ist der Geist Gottes. So einen finden wir nicht noch einmal“ –und übertrug ihm die Verantwortung. Schließlich erfüllten sich auch Josefs Träume, als seine Brüder während der Hungersnot kamen und sich – ohne ihn zu erkennen –vor ihm als Verantwortlichem verbeugten.
Alle Dinge sollen zum Besten dienen?
- Hätte Josef keinen Traum erzählt – die Brüder hätten ihn nicht gehasst.
- Hätten sie ihn nicht verkauft – er wäre nicht zu Potifar gekommen.
- Hätte Potifars Frau ihn durch ihre Lüge nicht ins Gefängnis gebracht – er wäre nicht in die Nähe des Pharaos gekommen.
- Hätte er nicht die Träume der Gefängnisinsassen gedeutet – er wäre nicht zum Pharao gerufen worden.
- Hätte er nicht auf Gott gehört – er hätte nicht Pharao den Traum deuten können, um Herrscher zu werden.
Alle Dinge sollen zum Besten dienen?
Wie sieht dein Berufungs-Weg aus? Berufen zum Chaos? Der Weg durch die schwierigen Lebenssituationen ist der Weg zur Erfüllung deiner Berufung! Josef brauchte den Weg seiner Erfahrungen, um ein guter Herrscher zu werden. Viele suchen sich den leichtesten Weg und landen nicht im Palast – also am Ziel ihrer Berufung.
Paulus formuliert im Römerbrief:
„Aber trotz all dem tragen wir einen überwältigenden Sieg davon durch Christus, der uns geliebt hat.“
Römer 8,37
Keiner mag den Kampf – aber ohne Kampf gibt es kein Sieg. Gott macht aus Asche Schönheit! In Gottes Bauanleitung bist du noch nicht beim letzten Kapitel angekommen.
Alle Dinge sollen zum Besten dienen?
Wenn ich nicht in der Schule versagt hätte, wäre ich nicht Maschinenbauer geworden. Wenn nicht mein Vater seine Baufirma verkauft hätte, hätte ich keine Steuerausbildung gemacht. Wen ich nicht im Missionswerk als Schüler geholfen hätte, wären mir nicht drei Jahre Studienzeit geschenkt worden. Wenn ich nicht die vielen Täler der Verleumdung durchgemacht hätte, würde ich heute nicht gemäß meiner Berufung leben. Und das Ziel ist noch nicht erreicht!
Alle Dinge sollen zum Besten dienen?
Schreibe einmal die Lebensabschnitte auf dem Weg in deiner Berufung auf. Kannst du Gottes Bauplan dahinter erkennen? Für die nützlichsten Produkte wie beispielsweise Arzneimittel sind viele Prüfungen notwendig! Gott hat die Zeit geschaffen und er bestimmt die Zeit, in der das geschieht, was in seiner Bauanleitung steht. Lebst du gemäß deiner Berufung oder versuchst du deinen eigenen Bauplan zu verwirklichen?
Erinnere dich immer daran: Bevor du ein Problem hast, hat Gott schon die Lösung. Bevor du im Bauch deiner Mutter geformt wurdest, kannte dich Gott!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
„Es gibt keine Grenzen für Jesu Macht.“ Dieser Slogan stammt aus einem Lied der Gastmann-Familie, einer in den 80er und 90er Jahren beliebten christlichen Musikgruppe. In den Radiosendungen, die mein Vater Siegfried Müller ab 1967 betrieb, lief dieses Lied rauf und runter. Der Slogan war seit der ersten Stunde das Leitmotiv, nach dem wir uns im Missionswerk richten – bis in die heutige Zeit.
Nach dem Krieg begann alles aus dem Nichts in einer kleinen Wohnung und wir erlebten Zeichen und Wunder. Dem Spott der Welt und manchen Urteilen religiöser Christen mussten wir mitunter widerstehen, auch dann, wenn wir selbst noch nicht die Lösung sahen. Doch das kindliche, aber felsenfeste Vertrauen belohnte Gott die ganze Zeit hindurch. Oft handelten wir so, wie wir es in der Bibel von vier Männern lesen: Sie glaubten, dass ihr gelähmter Freunde geheilt würde, wenn sie ihr Problem Jesus vor die Füße legen. Sie deckten dafür das Dach eines Hauses ab, in dem Jesus predigte, und ließen ihren Freund von oben vor Jesus hinunter.
Grenzenloser Hunger
Wie oft mussten wir Dächer abdecken, um uns entgegen traditionellen Vorstellungen mancher Leute, direkt vor Jesu Füße zu begeben. Es gab Spott in Zeitungen und Rundfunksendungen. In manchen Situationen glaubte nur noch unsere Familie alleine an die Missionswerk-Vision! Wir sind motiviert vom grenzenlosen Hunger, Gottes Herrlichkeit auf der Erde so zu erleben, dass sie als Zeugnis für die Menschen sichtbar wird. Dieser Hunger spornt uns bis heute in ungetrübter Form an.
Wir sind überzeugt: JEDER Mensch hat die Möglichkeit, Gott in einer unbeschreiblichen Art und Weise zu erleben. Wir können dir nur raten, dich – wie die vier Männer – in deiner Situation zu entscheiden, dich nach einer Begegnung mit Jesus auszustrecken – koste es, was es wolle an Anstrengung, und selbst wenn es bedeutet, ein Dach abzudecken!
Wir haben in all den Jahren auch viel Schmutz erlebt, nicht nur auf all unseren Baustellen, sondern auch durch wirres Gerede mancher Leute. Gleichzeitig hatten wir immer eine Quelle der Reinigung und Erfrischung. Auf Gott ist absolut Verlass! Auch wenn wir uns manchmal fühlten wie die Israeliten beim Auszug aus Ägypten, als sich vor ihnen das unüberwindbare Meer erstreckte und hinter ihnen die Ägypter anrollten, haben wir uns immer an Worte aus der Bibel gehalten.
Ein Beispiel ist das Gebet eines Mannes namens Jabez in der Bibel, das lautete: „Herr, erweitere mein Gebiet.“ Wir nahmen es als erreichbare Realität. Und es hat funktioniert. Nach so manchem aussichtslosen Tal kam der Aufstieg, nach so manchem Rückschritt kam der Sieg. Wir rufen dir zu: Halte durch, das Wort Gottes gilt auch für dich – auch in dieser Zeit!
Erfüllte Vision
Die frühesten Zeiten, an die ich mich erinnern kann, liegen etwa 58 Jahre zurück. Ich könnte Bücher schreiben von Erlebnissen, Engpässen, unbeschreiblichen Wundern und vielem mehr. Aber all die Bücher würden dir nichts nützen, wenn du nicht die Entscheidung treffen würdest, deine Probleme Jesus vor die Füße zu legen – und selbst wenn es bedeutet, dafür das Dach abzudecken!
„Es gibt keine Grenzen für Jesu Macht.“ Wie wahr diese Überzeugung ist, beweist auch die Erfüllung der großen Vision meines Vaters. Seit 41 Jahren verfolgen wir diese Vision nun auf diesem Grundstück. Die Plattformen und die Art und Weise, wie Gott gewirkt hat, haben sich immer wieder verändert. Doch Gottes Kraft und das Eintreten seiner Zeichen und Wunder nie!
Alles begann in einer kleinen Wohnung. Ein Stall im Hinterhof des Privathauses wurde zum Gemeindesaal. Dann kamen der Karlsruher Messplatz mit einem großen Zelt, die Bachstraße im Hinterhof, das Konzerthaus, die Schwarzwaldhalle, die Pauluskapelle im Altbau, die Johannes-Kapelle, die große Lagerhalle, die Christus-Kathedrale, viele Stadthallen in Deutschland und der Schweiz – sie alle waren Plattformen für die Verbreitung der besten Botschaft. Über unseren Livestream, über YouTube und Facebook erreichen wir bis zur achtfachen Zahl der Menschen, die in die Kathedrale passt. Über Sendungen wie „Gebet für dich – live“ haben auch schon 50 Mal so viele Menschen zugeschaut, als in die Kathedrale gepasst hätten.
Welches wird die nächste Plattform sein, von der wir den meisten Menschen zeitgemäß dienen können? In dieser Zeit, in der sich so vieles verändert, auch durch den Krieg, brauchen wir Weisheit, was das Richtige ist für die Zukunft, um Menschen zu ermutigen mit diesem Wort: „Es gibt keine Grenzen für Jesu Macht“!
Hinter uns Beter
An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die so treu – zum Teil schon seit Jahrzehnten – hinter uns stehen. DANKE! Gott ist treu – aber auch ihr, die ihr euch gebrauchen lasst. DANKE! Die Freundschaft mit dir hat so viele gute Seiten. Wir sehen immer wieder das biblische Prinzip von Saat und Ernte bestätigt, das wir in der Bibel finden und das funktioniert. Es sind nicht nur die Mittel, die wir bekommen, um Menschen zu zeigen: „Es gibt keine Grenzen für Jesu Macht“.
Freundschaft bedeutet auch, dass wir dein Vertrauen haben, für persönliche Anliegen zu beten, und uns umgekehrt mit dir zu freuen, wenn die Gebete erhört werden, seien es deine eigenen Anliegen oder die von anderen Menschen. Wir freuen uns so sehr darüber, in den Online-Kommentaren zu lesen, dass die Predigten weiterhelfen und Augen öffnen für das tägliche Leben. Wie reich beschenkt sind wir mit solchen Freunden!
Wenn wir Texte schreiben, wollen wir nicht das Papier mit schlauen geistlichen Worten füllen. Sondern wir schreiben unseren Freunden, die mit uns in ihrer Berufung von Gott unterwegs sind. Was für ein Schatz ist es zu wissen, dass wir Beter hinter uns haben, die aus lauter Liebe für uns beten, obwohl wir sie nicht aufgefordert haben. Viele Werte werden in dieser Zeit wertlos – doch Beter bleiben für uns besonders wertvoll!
Viel konnten wir in all den Jahren auch international im sozialen Bereich tun: 55 Kindergärten in Jerusalem errichten, Tausenden von indischen Kindern ihren Start ins Leben ermöglichen, Schulen und Krankenhäuser errichten und erneuern und vieles mehr! Das alles läuft nicht, weil wir gut sind, sondern weil unsere Freunde uns die Hände füllen, damit wir es gezielt weitergeben können – DANKE!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Um 5:30 Uhr saßen wir am Samstagfrüh als Unterwegs-Team im Bus. Erfüllt von großer Freude dankten wir unserem Gott in der Andacht unterwegs, dass wir nach drei Jahren endlich wieder nach Nürnberg und Glauchau fahren konnten. Während der Pandemiezeit waren die Hallen nicht erreichbar gewesen, um Buchungen für die Zukunft vorzunehmen, nun aber war ein Kommen wieder möglich.
Würden Besucher kommen?
Um 9:00 Uhr rollten wir auf den Parkplatz der Meistersingerhalle in Nürnberg. Selbst die Hausmeister in beiden Hallen freuten sich, uns wiederzusehen. Das ganze Team arbeitete Hand in Hand, um alles vorzubereiten, sodass auch das eine große Freude war. Wir waren schnell mit dem Aufbau fertig und hatten daher ausgiebig Zeit zu beten und als Team gemeinsam das Abendmahl einzunehmen. Doch keiner wusste, ob nach den Pandemieerfahrungen noch jemand zu den Veranstaltungen kommen würde. Als der Veranstaltungsbeginn näher rückte, füllte sich der Saal jedoch Stück für Stück. Den Besuchern war ihre Freude und ihre Erwartung anzusehen – das hat unser Team wirklich begeistert.
Als wir um 13:00 Uhr die Bühne betraten, war die Halle gut besetzt. Schon beim ersten Lied erlebten wir eine so große Beteiligung, wie man sie sich kaum vorstellen kann. Als Isolde von Gebetserhörungen berichtete, die Menschen erlebt hatten, brach sich Begeisterung Bahn. Pastor Sampson aus der Ukraine betete auf Englisch, Ukrainisch und Russisch für die Weltsituation.
Es hat uns große Freude gemacht, diese wunderbaren Menschen zu ermutigen und ihnen zu sagen, dass die Enge in dieser herausfordernden Zeit nicht der geistlichen Perspektive entspricht. Gott ist immer noch grenzenlos! Daran hat sich nichts geändert – und wir dürfen in Anspruch nehmen, was uns als Christen durch die Erlösung zusteht.



Großartige Gebetserfahrungen
Während der Anbetungszeit war die Herrlichkeit Gottes so spürbar, dass ungefähr eine Dreiviertelstunde vor Gott standen und diese Atmosphäre regelrecht einatmeten. Als ich danach in die Menge fragte, wer heute konkret etwas erlebt hatte, wurden viele herrliche Erlebnisse erzählt:
- Eine Frau berichtete, dass sie schwerhörig war, aber jetzt im Gottesdienst alles laut und deutlich hören konnte. Ihre Arbeitskollegin, die neben ihr saß, bestätigte, dass sie sonst nicht gut hören konnte.
- Eine Bänderüberdehnung wurde bei einer Frau geheilt und auch ihr Schwindel war verschwunden.
- Gott schenkte einen geistlichen Eindruck, dass im Saal eine Person war, die beim Sprechen immer stockte und nur sehr unterbrochen sprach. Daraufhin meldete sich eine Frau, auf die das zutraf – und alle konnten hören, dass sie nun fließend redete.
- Eine Frau, die mit Stöcken gekommen war, konnte mehr als eine halbe Stunde lang in der Anbetungszeit ohne Stütze stehen und lief vor den Augen aller, während sie die Stöcke hoch oben über ihren Kopf hielt.
- Eine Frau war mit einem Elektro-Rollstuhl bekommen, weil sie höchstens 50 Meter weit laufen konnte. Doch an diesem Nachmittag konnte sie problemlos die Toilette im Untergeschoss der Halle aufsuchen.
- Eine Frau berichtete, dass sie die Heilungstage verfolgt hatte, bei denen ich einen geistlichen Eindruck weitergab, dass eine Frau am Küchentisch saß und laufend Süßigkeiten naschen musste. Sie erzählte, dass sie diese Frau gewesen war, aber nun komplett von der Sucht befreit ist.
- Eine weitere Frau berichtete, dass während der Lobpreiszeit ihre halbseitige Gesichtslähmung verschwunden war.
- Ein Mann erzählte, dass er seit einer Spritze im letzten Jahr seinen linken Arm nicht mehr heben konnte. Als im Gottesdienst der geistliche Eindruck weitergegeben wurde, dass in der Zeit Muskeln geheilt würden, probierte er seinen Arm zu heben – und es gelang. Als er es vor den Augen aller wiederholte, brandete ein großer Dankesapplaus an den lebendigen Gott auf.
Während wir nach dem Gottesdienst noch mit vielen Menschen persönlich beteten, hat das Team schon einmal den Bus gepackt, damit wir anschließend nach Glauchau weiterfahren konnten. Alle erzählten einander freudig, was sie Schönes mit den Freunden erlebt hatten. Sehr müde und mit leicht kratziger Stimme von über drei Stunden Veranstaltung und Gebet gingen wir zu Bett.
Dankbar in Glauchau
Wiederum um 9:00 Uhr standen wir am nächsten Morgen pünktlich vor der Sachsenlandhalle, um erneut alles aufzubauen. Während des Aufbaus verfolgten wir den Gottesdienst in Karlsruhe per Livestream und Esther beantwortete von Glauchau aus die Chatanfragen. Auch hier erzählten uns die Besucher, wie froh und dankbar sie seien, dass wir den langen Weg auf uns genommen hatten. Das Neun-Euro-Ticket der Bahn half so manchem, an diesem Tag Geld zu sparen. Auch hier in Glauchau spürten wir Gottes Gegenwart real und erlebten, dass er heute noch kraftvoll wirkt – was für ein Geschenk!
Um kurz vor 23:00 Uhr kamen wir wieder in Karlsruhe an, dann mussten einige aus dem Team noch über eine Stunde lang nach Hause fahren. Doch wir waren alle so erfüllt vor diesem Wochenende, von den Begegnungen mit Besuchern in Nürnberg und Glauchau, von den Gebetserhörungen und Gottes Gegenwart, dass wir voller Dankbarkeit sagen: „Es hat sich wieder gelohnt!“ Und so mancher Teamteilnehmer hat sofort zugesagt, Ende August wieder mit zur Tour nach Hamburg, Hannover und Essen zu kommen.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Während du diesen Artikel liest, wird gerade unser 55. Kindergarten in Jerusalem grundsaniert. Diese Arbeiten werden immer in den Sommerferien durchgeführt. Ein Jahr zuvor beginnen jeweils die Planungen und Besprechungen mit uns. Wir treffen jedes Mal auf professionelle Architekten und Fachleute, die sich auf Kindergärten spezialisiert haben. Auch bei diesem 55. Kindergarten, den wir dank unserer Freunde finanzieren, wir auf eine sehr hohe und stabile Qualität geachtet, um eine lange Nutzungsdauer zu erreichen. In Israel spielt zudem die Sicherheit der Gebäude eine große Rolle, die erheblich kostspielig ist. Einen Kindergarten zu sanieren, kostet rund 200.000 Euro. Im Mai konnten wir aus bisherigen Spenden die Hälfte davon überweisen. Um das Projekt nicht zu gefährden, haben wir uns aus einem anderen Bereich Geld ausgeliehen – im Glauben, dass bis zur Einweihung im Herbst das restliche Geld zusammen ist.


Segen für Kinder
Die Kindergärten sind eine so kostbare Investition in die zukünftige Generation. Wir sind begeistert von unseren Missionswerk-Freunden, die das ermöglichen, denn wir selbst können nur das geben, was wir von anderen bekommen. Uns freut auch sehr, dass es viele kleine Spenden sind, die von vielen Menschen kommen und ein Ganzes ergeben. Das bedeutet zugleich: Viele Freunde des Missionswerks haben einen Anteil an diesen wunderschönen Kindergärten und dürfen sich sagen: „Ich habe in Jerusalems Kinder investiert!“
Dieser 55. Kindergarten bekommt auch noch einen Behandlungsraum für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, die eine Behandlung brauchen, was eine große Erleichterung sein wird.



Wir zeigen euch hier Bilder vom alten Zustand, aber auch die Pläne der Architekten, wie der fertige Zustand in etwa aussehen wird. Im September werden wir es in Realität sehen! Dann werden wir, so Gott will, diesen Kindergarten mit dem Bürgermeister von Jerusalem einweihen.
Daniel und Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Dein Beitrag?
Die Festtage wurden dem besonderen Anlass 77 Jahre Missionswerk vollkommen gerecht! Der Auftakt war ein absolut gelungenes Familienfest auf dem Gelände neben der Jugendhalle parallel zu einem Kindersachenflohmarkt, der von Rahel Selg initiiert wurde und eine große Anzahl von Familien aus Karlsruhe und Umgebung anzog. Diese fanden in der Jugendhalle an 48 Verkaufstischen gut erhaltene Baby- und Kinderkleidung sowie schöne Spielsachen zu günstigen Preisen. Über die ergatterten Schnäppchen freuten sich viele Kinder, Mamas und Papas sowie Omas und Opas von Herzen. „Da haben wir aber einen richtig tollen Fang gemacht!“, strahlte eine glückliche Mama ihren Sohn an.
Urlaubsfeeling
Ebenso begeisterten die vielen abwechslungsreichen Spielstationen im Außengelände, wo das Kidsteam sich über den großen Andrang bei ihren Spiel-, Bastel- und Kinderschmink-Aktionen freute. Highlights waren zudem eine Hüpfburg, ein lebensgroßer Kicker, in dem große und kleine Menschen die Kugel schossen, und ein Bungee-Trampolin, mit dem man an Seilen gesichert neun Meter in die Höhe hüpfen konnte. Auch an die ganz Kleinen wurde gedacht: Zwei Pools auf einer angelegten Sandlagune mit Palmen verströmten schon beim Anblick sommerliche Atmosphäre. Auch einige Mamas chillten hier mit den Worten: „Das ist Entspannung pur mit Urlaubsfeeling!“

verschiedenen Aktionen.



Die Eltern und Großeltern konnten es sich im Schatten gut gehen lassen und verschiedene kulinarische Köstlichkeiten genießen. Das Angebot reichte von deftigen Würsten, Pommes und Salaten bis hin zu leckerem Kuchen. Gekühlte Getränke wurden im neuen, stylischen Jugendbistro ausgegeben. Die Jugendgruppe Pioneers beeindruckte mit bunten Speiseeis-Kreationen, die mit leckersten Toppings dekoriert wurden. Diese und der sahnige Eiskaffee waren so beliebt, sodass sie schon am Samstagabend völlig ausverkauft waren und für Sonntag noch schnell Nachschub besorgt werden musste.


Viele Ehrengäste
Mit Schwung und Freude eröffnete dann am Sonntagmorgen die Worship-Band den Jubiläumsgottesdienst. Zu diesem besonderen Anlass waren Gäste aus ganz Deutschland angereist, einige aus der Schweiz, aus Österreich und sogar aus Israel. Daniel Müller begrüßte die Ehrengäste: Baubürgermeister Daniel Fluhrer, Reiseleiter Dany Walter aus Israel und Frau Becker, die Architektin des neuen Jugendzentrums und des Bistros. In seiner Ansprache überbrachte der Bürgermeister Grüße und Dank der Stadt Karlsruhe und betonte, das Missionswerk sei durch seine Arbeiten in Indien, Afrika und Israel Botschafter für die Stadt Karlsruhe und dankte Daniel und Isolde für ihr Lebenswerk, in dem so viel Herzblut und Liebesmüh stecke.
Darüber hinaus seien wir Christen Botschafter des Königs, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben sei und dieser Herr möge uns alle stärken angesichts der schwierigen Zeiten, die uns bevorstünden.
5.655 Gebetserhörungen
Pastor Thomas Inhoff und Isolde Müller schlossen sich an mit Lebensberichten von Menschen, die genau diese Hoffnung konkret erlebt hatten. Wir erfuhren von Heilungen und Veränderungen, die gerade zur rechten Zeit kamen. Isolde berichtete, dass der Heilungsdienst schon in den 70er-Jahren mit Siegfried Müller begonnen hat und bis heute weitergeht. Seit Anfang der 2000er-Jahre wurden die eingesandten Gebetserhörungen im Missionswerk erfasst und so lässt sich nachvollziehen, dass bis heute 5655 Zeugnisse eingegangen sind! Was für ein Segen für unzählige Menschen, die Heilung an Geist, Seele und Leib erleben durften.
Daniel Müller berichtete vom Unterwegs-Einsatz in Nürnberg und Glauchau am zurück liegenden Wochenende. Seine Ansprache stellte er unter den Vers „Gott hilft uns und geht uns im Kampf voran“ (2. Chronik 13,12). Er berichtete, dass sie durch die Medienarbeit heute viel mehr Menschen mit der guten Botschaft erreichen als jemals zuvor. 1945 hatte sein Großvater mit einer kleinen Gemeinschaft angefangen und Zeichen und Wunder geschahen. Daniel rief die Zuhörer zu der Entschlossenheit und Entscheidungsfreude auf, die das Missionswerk seit 77 Jahren auch manchem verletzenden Spott zum Trotz auszeichnen und untermauerte dies mit dem biblischen Beispiel der vier Freunde, die ihren gelähmten Freund zu Jesus brachten.
Die Plattformen änderten sich immer wieder: vom Start in einer Wohnung und Gottesdienste im Hinterhof, über Veranstaltungen in einem riesigen Zelt auf dem Messplatz, im Konzerthaus und in der Schwarzwaldhalle, schließlich Zusammenkünfte in Paulus- und Johanneskapelle auf dem heutigen Grundstück, bis hin zur Christuskathedrale, die 1999 fertiggestellt werden konnte und in den letzten Jahren noch um das Jugendzentrum erweitert wurde. Doch Gott ändere sich in all den Jahrzehnten und Orten nicht. Heute erreicht das Missionswerk bei einer Gebet-für-dich-Live-Sendung acht- bis 50-Mail so viele Menschen, wie in der Kathedrale Platz finden würden – und so kommt Gott über die Medien zu den Menschen nach Hause. Auch in dieser Zeit geschehen Zeichen und Wunder.
Batterien aufladen in Israel
Pastor Sampson aus der Ukraine, der das Missionswerk seit einigen Monaten in seiner Ukrainearbeit unterstützt, schloss sich an und betete für Frieden in der Weltsituation.
Mit einem wunderschönen musikalischen Highlight bereicherte das Hörner-Ensemble unter der Leitung von Professor Will Sanders das Publikum und erfüllte die Kathedrale mit einem schwungvollen und wunderschön gespielten Klang. Am Nachmittag gaben sie zur Freude der Zuhörer ein weiteres besonderes Stück zum Besten.
In seinem anschließenden Grußwort beschrieb Freund und Reiseleiter Dany Walter die Einzigartigkeit der Israelreisen des Missionswerks, die er seit 40 Jahren begleitet. Die Andachten an den biblischen Orten mit Bezug zum Leben der Teilnehmer glichen einem Batterie-Aufladen für den Alltag und die Erwartungen der Reisenden würden jedes Mal weit übertroffen.
Nachmittags Vielfalt
Nach dem Gottesdienst hatten die Besucher die Möglichkeit, das schöne, neue TV-Studio zu besichtigen. Bei der Führung wurde auch die „Greenscreen“ fasziniert bestaunt und von vielen mit einem Israelbild ausprobiert, das als Hintergrund ins Foto montiert wurde.

versetzen lassen – zumindest fotografisch.
Esther und Lothar Heinke hatten sich zum Ziel gesetzt, die Besucher kulinarisch zu verwöhnen und so konnte Esther, die vor 35 Jahren die Küche im Missionswerk geleitet hat, die neue Küche im Jugendbistro mit ihren Kochkünsten eröffnen – und die Einweihung ist absolut gelungen: Die angebotenen Speisen waren vielfältig und köstlich. Während die Kinder wie bereits am Vortag die vielen Spielattraktionen ansteuerten und das Kidsteam unter Beni Schläpfers Leitung Großartiges leistete, ließen es sich die Erwachsenen richtig gut schmecken und genossen die Gemeinschaft an den Tischen.
Nicht nur langjährige Freunde des Missionswerks kamen von überall aus dem deutschsprachigen Raum zum Jubiläum, auch Zuschauer, die das Missionswerk von Bibel TV und YouTube kennen, waren zum Teil von weither angereist, um das erste Mal live vor Ort zu sein. Auch die ukrainischen Freunde erlebten eine richtig gute Zeit: Die Kinder hatten viel Spaß an den Spielstationen und einige ukrainische Jugendliche halfen fleißig mit am Eisstand der Pioneers. So gab es internationale Gemeinschaft ohne Grenzen, denn der Glaube verbindet uns. Viele Begegnungen mit alten Bekannten und neuen Gesichtern konnten stattfinden und Jung und Alt, Klein und Groß fühlten sich wohl und kamen voll auf ihre Kosten.
Dem kreativen und fleißigen Fest-Team sei der besondere Dank für die vielen wunderschönen Ideen, die sie mit Einsatz und viel Liebe zum Detail und einem großartigen, engagierten Team von freiwilligen Helfern umgesetzt haben!
Was für ein Geschenk des Himmels, wieder so frei und ohne Einschränkungen bei herrlichem Sommerwetter miteinander unseren großen Gott und seine Taten zu feiern. 77 Jahre Missionswerk – was für ein besonderer Segen, der beständig weitergehen möge.
Birgit Inhoff
Als wir im Oktober 2021 in Israel waren, haben wir uns entschieden, zusätzlich zu unseren Kindergärten und der Drogenreha eine neue Idee zu unterstützen: An der Stelle, wo Jesus den Abhang hinabgestürzt werden sollte (Lukas 4,29), wollen wir einen Gebetsweg ausbauen. In der Höhenlage mit Panorama-Aussicht hat man einen unbeschreiblichen Blick auf viele Orte, an denen biblische Ereignisse geschehen sind.

Zusammen mit dem Nationalfonds Israels wollen wir den Einheimischen, Reisenden und Gruppen auf diesem Nazareth-Trail die Begebenheiten der Bibel nahebringen. Auf großen Panorama-Tafeln finden die Besucher dazu mehrsprachige Informationen und weitere Hinweise können mit dem Handy aufgerufen
werden. Außerdem werden wir Bänke und Andachtsplätze zum Innehalten und Beten am Wegesrand errichten. Mit allen, die es auf dem Herzen haben, wollen wir diesen besonderen Gebetsweg finanzieren und freuen uns schon darauf, ihn im September einzuweihen.
Daniel & Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Vergebung. Ein Wort, das mich schon mein Leben lang beschäftigt. Ich fand vor einigen Jahren in einem Buch zu diesem Thema eine treffende Definition: „Vergebung ist eine bewusste und willentliche Handlung, durch die wir uns von der Last und den Beklemmungen durch Bitterkeit, Zorn, Wut oder sonstigen ungeklärten Emotionen trennen, die mit einer Person oder einem Ereignis verbunden sind.“
Die Elberfelder Studienbibel erklärt ergänzend, dass „das ein für alle Mal geschehene Versöhnungswerk Christi durch die Vergebung der Sünden zu einer befreienden Erfahrung werden soll. Denn wem Sünde vergeben wurde, der ist befähigt und verpflichtet, auch anderen von Herzen zu vergeben.“
Mit anderen Worten: Vergebung heißt aufzugeben bzw. abzugeben. Wir geben Abneigungen auf. Wir legen das Bedürfnis zu bestrafen ab. Wir lassen Zorn los. Wir hören auf, bei anderen Leuten nach Schuld zu suchen.
Überrascht von Jesus
Schauen wir uns ein Beispiel aus dem Neuen Testament an. In Lukas 5,18-26 lesen wir den Bericht über ein Haus voller Menschen, die aus der ganzen Region zusammengekommen sind, um Jesus lehren zu hören. Ein Gelähmter wird von seinen Freunden auf einer Matratze zu ebendiesem Haus getragen. Sie hatten gehört, Jesus sei ein Heiler, daher zogen sie los, um ihn zu finden. Aber die Menschenmenge im Haus ist so groß, dass die Männer mit dem Gelähmten auf der Matratze nicht zu ihm gelangen konnten.
Sie klettern also auf das Dach und decken einige Ziegel ab. Sie lassen ihren gelähmten Freund an Seilen hinab, sodass er genau vor Jesus landet. Die körperlichen Bedürfnisse dieses Gelähmten sind offensichtlich. Aber Jesus nimmt darauf scheinbar keinen Bezug, sondern er sagt: „Freund, deine Sünden sind dir vergeben“ (Lukas 5,20).
Sünden? Hier geht es doch um sein körperliches Leid! Wir hätten an seiner Stelle vielleicht gesagt: „Das war’s, Jungs. Bringt mich wieder nach Hause. Der Typ hier hat auch keine Lösung.“ Oder wir hätten eine Diskussion begonnen und hartnäckig darauf verwiesen, dass es um unsere Beine geht. Stattdessen begibt sich der Kranke vertrauensvoll in die Hände von Jesus. Er folgt schlicht seinen Anweisungen. Im Glauben springt er auf die Füße, ergreift seine Matratze und tanzt auf dem Weg nach Hause und preist Gott.
Jesus sieht den ganzen Menschen und arbeitet an ihm von innen nach außen. Wie oft bringen wir dagegen nur das Offensichtliche und Oberflächliche zu Gott? Und beginnen uns zu rechtfertigen: „Herr, sie hat mich verletzt, jetzt kann ich nicht schlafen.“ – „Ich bin wütend und schreie meine Kinder an. O mein Gott, mach, dass das aufhört, denn ich fühle mich nicht als Christ.“
Wir stecken Menschen in Schubladen und kategorisieren sie eben als gebrochen. Oder bei Problemen mit Jähzorn fordern wir dazu auf, sich endlich mal zusammenreißen.
Jesus dagegen, der immer weiß, was wirklich im Menschen vorgeht, sieht das Kernproblem hinter den offensichtlichen Symptomen. Er sieht den ganzen Menschen und handelt auf die barmherzige und mitleidende Art eines Erlösers, der uns am besten kennt. Wenn er die Wurzel unseres Problems offenlegt, dann haben wir immer eine Wahl: Wir können weiterhin herumlamentieren oder wir können unseren Widerstand aufgeben und uns in seine Hand geben. Man könnte auch sagen: Wir nehmen unsere Matratzen und gehen weiter.
Verwundetes Herz
Fehlende Vergebungsbereitschaft hält uns gebunden und krank. Wenn wir Vergebung zulassen, erlauben wir Gott, mit unserem Heilungsprozess zu beginnen. Vergeben heißt aufzugeben! Aufzugeben heißt, Gott ein williges Herz zu übergeben. Ich gebe Gott nicht das Problem oder die offensichtlichen Symptome und auch nicht die Person, die mich verletzt hat. Ich gebe mich selbst. Ich gebe meine Gedanken, Gefühle und mein verwundetes Herz an Gott ab und gestehe mir ein, dass ich es nicht aus eigener Kraft schaffe. Es ist ein ultimativer Vorgang der persönlichen Selbsthingabe.
In Jakobus 4,7 werden wir aufgefordert: „So unterwerft euch nun Gott“. Schutzlos geben wir uns Gott preis und öffnen ihm den Zugang zu jedem Bereich unseres Herzens. Im Petrusbrief heißt es ganz ähnlich:
„Beugt euch unter Gottes mächtige Hand. Dann wird Gott euch aufrichten, wenn seine Zeit da ist.“
1. Petrus 5,6-7
Wir geben ihm unsere Vergangenheit hin, wir vertrauen ihm unsere Gegenwart an und wir haben Hoffnung für die Zukunft! Stellt sich zuletzt noch die Frage, ob wir das auch wirklich wollen. Wie sieht es aus, wenn wir selbst einmal die Anweisungen durchgehen, die Jesus dem Gelähmten gab?
1. Steh auf
Lege alle persönliche Überzeugung ab, dass du es aus eigener Kraft schaffen könntest. Lasse deine Ausreden fallen und lass dein Versagen der Vergangenheit ruhen. Warte nicht länger darauf, dass sich jemand anders zuerst verändert. Wenn du aufrecht stehst, sieht die Welt anders aus. Du steckst nicht mehr im Sumpf einer Menschenmenge voller Kranker. Du siehst den Horizont und erkennst die Möglichkeiten jenseits deiner eingeschränkten Sichtweise.
2. Nimm dein Bett
Hebe im Geist dein Herz zu Gott empor. Halte nichts zurück. Lade ihn ein, jede Kammer deines Herzens auszufüllen. Gib ihm jeden Gedanken und allen Schmerz. Er hat vor deinen wahren Gefühlen keine Angst. Er hat sie schon längst erkannt.
Wenn du dein Bett einpackst, dann packe alles zusammen, das bisher als Schutz gedient hat. Natürlich: Die Matratze war auf kaltem, hartem Boden eine sichere Unterlage, aber sie begrenzt deine Mobilität. Verbitterung, Zorn, Perfektionismus, Angst, Abhängigkeit, Kontrolle sind nur ein paar der Bestandteile, aus denen sie gemacht war. Rolle die Matratze ein und sage Gott damit, dass du dorthin gehen willst, wo er dich haben will. Die alten Begrenzungen haben ihre Gültigkeit verloren. Von nun an ist Gott dein Schutz, nicht irgendein Verteidigungsmechanismus.
3. Geh
Es geht nicht darum, wie stark du bist. Es geht um seine Liebe für dich. Es geht um Gottes Kraft, die greifbar und nahe ist, denn er ist „unerschöpflich reich […] an Macht und Herrlichkeit, [er] gebe euch durch seinen Geist innere Kraft und Stärke“ (Epheser 3,16). Wir gehen und wir folgen Jesus nach. Schritt für Schritt. Stunde um Stunde. Tag für Tag.
4. Lobpreis
Wenn ich bereit bin zu vergeben, dann gestatte ich Gott nicht nur Einblick in allen seelischen Müll, der sich in meinem Innern angesammelt hat. Ich befinde mich gleichzeitig auch im Prozess der Wiederherstellung (Epheser 3,19). Oha, überrascht stelle ich fest, dass ein Teil meines Herzens um eine Last leichter wurde oder ich sehe plötzlich eine bestimmte Person in einem völlig anderen Licht. Nach außen hin mag diese Heilung noch nicht sichtbar sein, aber im Innern weiß ich, dass Gott an der Arbeit ist.
In der Theorie weiß es jeder von uns und wir alle haben das schon mal irgendwo gehört: Lobpreis ist eine bewusste Entscheidung in Zeiten, in denen ich mich wackelig fühle oder ich hingefallen bin. Lobpreis heißt, dass ich auch an solchen Tagen Gott die Ehre gebe, an denen das alte Bett ruft und ich in Versuchung komme, in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Ich preise Gott, weil meine Heilung kein isolierter, einzelner Vorgang ist. Sie ist eine Abfolge von vielen Wundern. Im Verlauf dieser vielen Wunder nehme ich mein Bett, gehe los und preise Gott. Und … ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus!
Bernd Breuer

Leitfaden Heilung für deine Seele
In diesen Tagen sind Ressourcen für unser tägliches Leben zu einem großen Thema geworden. Ratgeber zeigen uns, wie wir für Nahrung vorsorgen sollen. Öl und Mehl sind knapp. Die Versorgung mit Heizöl, Gas, Strom und Wasser scheint nicht mehr sicher. Alles wurde billig von extern bezogen und hat uns abhängig gemacht. „Warum hat die Regierung nicht vorgesorgt?“, fragen manche.
Geistliche Versorgung
Hast du vorgesorgt? Damit meine ich jetzt nicht die materiellen Dinge. Sondern: Hast du vorgesorgt für dein privates geistliches Leben? Viel eher als einen solch grausamen Krieg mit Panzern hätte ich mir heutzutage einen Cyber-Krieg vorstellen können, bei dem das Internet außer Kraft gesetzt wird. Was hätte das für unvorstellbare Auswirkungen und Ausmaße! Wirtschaft, Versorgung, Kommunikation – alles wäre betroffen. Und auch unser persönliches Leben.
Wie würde es dir als Christ, der mit der Zeit geht, damit gehen, wenn deine direkte Internet-Versorgungs-Pipeline „Bibel-Stream 1“ ausfallen würde? Kein YouTube mehr mit deinem Lieblings-Input. Kein WhatsApp mehr, um mit Freunden zu kommunizieren. Kein Telegram-Chat mehr, um an der christlichen Stimmungsmache teilzunehmen. Keine TV-Predigten mehr, kein Livestream deiner Lieblingsgemeinde ... Wenn wir darüber nachdenken, stellen wir fest: Man bekommt heute auch die geistliche Versorgung einfach und billig von extern! Und es kann passieren, dass man abhängig davon wird.
Wir haben die Parallelen zwischen dem materiellen und dem geistlichen Bereich gesehen. Der Unterschied ist: Für unser geistliches Leben sind wir persönlich verantwortlich. Und es ist auch wichtiger für dich. Deshalb meine Frage: Hast du vorgesorgt?
Direkter Draht
Bevor Jesus die Erde verlässt, sagt er zu den Jüngern: „Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist“ (Matthäus 28,20). „Immer bei euch.“ Kann das bedeuten: Nur durchs Internet? Uns ist der Anteil an der „ganzen Fülle Gottes“ versprochen (Epheser 3,19). Braucht Gott das Internet, um dir diese Fülle zu geben?
Natürlich: Das Internet ist auch ein großer Segen. Im Missionswerk setzen wir es in großem Maße ein, um das Wort Gottes weiterzugeben. Wir sind dankbar für die großartigen Möglichkeiten, die es mit sich bringt.
In unserem persönlichen Leben brauchen wir jedoch eine direkte, geistliche Quelle, aus der wir schöpfen können, was Gott uns geben möchte. Hast du in guten Tagen gelernt, auch ohne jede äußerliche Möglichkeit mit Gott in Verbindung zu treten? Oder hast du es verlernt, weil es so viele bequeme Möglichkeiten im Internet gibt? Nicht nur in Zeiten, in denen Kontaktsperren ein Thema sind, ist es wichtig, dass du deinen privaten Draht zum Vater, zu Jesus und zum Heiligen Geist hast!
Zum Gefäß werden
Dass Öl und Mehl ausgingen, gab es schon einmal. Der Prophet Elisa erlebte es, als Gott ihn zu einer Witwe schickte, die ihn während einer Dürre versorgen sollte. Doch sie hatte nur noch Öl und Mehl für eine allerletzte Mahlzeit im Schrank. Was konnte ihr weiterhelfen? Hätte sie auf einen Breitbandanschluss verwiesen? Nein! Sie hatte ihre Gefäße für Öl und Mehl, die Gott durch ein Wunder immer wieder füllte.
Ebenso bist du das Gefäß, das er mit seinem wertvollen Öl füllen möchte. Halte es ihm hin, so leer es vielleicht auch ist – und sieh zu, dass dein Gefäß sauber und rein bleibt und nicht mit Unrat gefüllt ist. Suche seine Nähe, vertrau nicht auf die externe Versorgung, sondern geh direkt zu seiner Quelle.
Über den Winter brauche ich meinen Brunnen im Garten nicht. Wenn ich ihn dann im Frühjahr wieder herrichte, finde ich im Schacht so einiges, das ich entferne: Spinnweben, Blindschleichen und anderes Getier. Eine Weile lang bringt dann die Pumpe erstmal viel Sand hervor. Brunnen, die nicht benutzt werden, versanden. Wie sieht es mit deinem Brunnen aus? Jesus möchte dir lebendiges Wasser schenken (Johannes 4,14).
Als es noch keine Wasserleitungen gab, waren Brunnen lebensnotwendig und konnten umgekehrt vom Feind auch als Waffe eingesetzt werden: Ein zugeschütteter Brunnen entzog den Menschen die Lebensgrundlage. Wenn wir während der Oasentage in Israel auf die Wüste blicken, wird uns immer wieder deutlich, dass ohne Wasser einfach kein Leben möglich ist.
Es ist an der Zeit, dass du deine eigenen Quelle wieder freigräbst. Gott hat dir eine Quelle gegeben und er möchte, dass sie dich versorgt! Gott hat uns alles geschenkt, was wir für unser geistliches Leben brauchen. Doch für den Zustand deiner Quelle bist du selbst verantwortlich. Wenn ein Brunnen verstopft oder versandet ist, ist das Wasser immer noch da. Es ist nur nicht zugänglich. Die Bodenschätze zum Leben sind da, sie gehören dir! Hoffnung bedeutet zu wissen, dass die Quelle in dir existiert. Glaube ist die Schaufel, um zu graben.
Autark sein
In Johannes 7,38 sagt Jesus:
„Wer an mich glaubt, wird erfahren, was die Heilige Schrift sagt: Von seinem Inneren wird Leben spendendes Wasser ausgehen wie ein starker Strom.“
Er sagt: „von seinem Inneren“ – nicht von externen Medien! Aus dir wird fließen, was Gott dir schenkt. Anders als sprudelnde Quellen, die Wasser in ihre Umgebung fließen lassen, nehmen Zisternen nur alles auf, was sie bekommen können. Oft riechen sie übel und das Wasser bleibt nicht lange frisch. Gott möchte nicht, dass wir Zisternen sind, in denen sich Tümpelwasser und Wüsten-Depressionen sammeln, sondern er möchte uns zu Kanälen seiner Quelle machen: Er möchte, dass aus unserem Inneren lebendiges Wasser strömt.
Dein Leben ist geprägt von der Quelle, aus der du trinkst. Hast du Zugang zur Quelle des Heiligen Geistes? Oder lebst du mit externem Ersatz? Bete um eine Offenbarung, wie du die Quelle anzapfen kannst und Freisetzung erlebst. Beseitige die Verstopfung. Nutze die passenden Werkzeuge dafür: Reinige dein Leben, vergib deinen Nächsten, blicke nicht auf deine Wüste, sondern suche deine persönliche Quelle, deren Wasser vom Allerheiligsten kommt. Nur mit deiner eigenen Quelle bist du hundertprozentig autark, wenn die externen Quellen einmal ausfallen.
Wir haben uns privat eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installieren lassen. Zuerst dachten wir: Was für ein Aufwand! Doch heute leben wir im Sommer ohne externen Strom – und können sogar noch vom Überschuss abgeben. Wir können kostenlos unser Auto aufladen, die Waschmaschine, die Spülmaschine, den Trockner und andere Geräte laufen lasse, ohne an Strompreise denken zu müssen. Wir leben von der Schöpfungsenergie Sonne. Genauso brauchen wir sie im geistlichen Bereich!
Gottes Quelle lässt alles sprudeln, was du brauchst: Wunder, Rettung, Heilung, Segen, Frieden … Es lohnt sich, die Quelle offen und sauber zu halten. Alles was in ihm ist, kann in dir sein. Du kannst Erfrischung erleben, auch wenn die Wüste staubt. Verlass dich nicht auf die externe Versorgung, sondern zapfe Gottes Quelle an.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Ein Spielparadies aus über 100.000 Steinen erwartete die 40 Kinder, die mit uns eine riesige Stadt aus LEGO® entstehen lassen wollten – die Vorfreude war riesig. Nach der Begrüßung stellten wir die Regeln und die Bauprojekte vor und baten um Gottes Schutz für die Tage. In kleineren Teams begannen die Kinder Gebäude zu errichten, die zu einer Stadt gehören wie ein Hotel, eine Polizeistation oder eine Kirche. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen freiwilligen Helfern, die einsprangen, wenn sie sie Bauanleitung nicht verstanden oder nicht wussten, wo die entsprechenden Teile zu finden waren. Manche Kinder wollten ihrer Kreativität lieber freien Lauf lassen und komplett frei bauen. So entstand in nur vier Tagen eine ganz individuell durch Kinderhände gestaltete Stadt aus LEGO®.


Zwischen den Bauzeiten gab es für die Kinder, die teilweise direkt von der Schule kamen, eine leckere Verpflegung. Anschließend folgte Kids-Lobpreis und kindgerechte, biblische Impulse anhand von LEGO®. Wir erklärten: So wie die Kinder die Erbauer der Stadt sind, die nicht von selbst entsteht, so gibt es einen himmlischen Vater im Himmel, der uns geschaffen und gewollt hat und der sich nach jedem Einzelnen von uns sehnt.

Zum Abschluss des Projekts wurden alle Kinder am Sonntag im Gottesdienst auf die Bühne gerufen und ein Videoclip mit Impressionen zu den Bautagen wurde abgespielt. Nach dem Gottesdienst folgte die feierliche Eröffnung und Besichtigung der Stadt für alle. Dankbar sind wir für die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und vier intensive und tolle Tage mit den Kindern. Wir wünschen uns sehr, dass die Saat, die wir in ihre Herzen säen durften, nachwirken und wachsen wird!
Benjamin Schläpfer
Steine spenden:
Vielleicht besitzt du noch LEGO® Steine, die du nicht mehr benötigst. Falls das so ist, wären wir dankbare Abnehmer. Wir freuen uns vollständige Sets genauso wie über lose Steine. Sende sie an: Missionswerk Karlsruhe, Postfach 10 02 63, 76232 Karlsruhe. Gerne kannst du auch in deinem persönlichen Umfeld auf unser Projekt hinweisen. (Hinweis: Bitte nur LEGO® Steine, keine anderen Spielsachen schicken!)
Endlich steht der Sommer vor der Tür. Mit dem Sommer verbinden viele von uns ein Gefühl der Freiheit: draußen sein, Eis essen, herumschlendern, Schönes erleben. Wir fühlen uns befreit von der Kälte und Dunkelheit des Winters.
Wir Menschen haben eine Sehnsucht nach Freiheit. Und auch für Jesus war die Freiheit zentral. Zu den Juden, die an ihn glaubten, sagte er:
„Wenn ihr an meinen Worten festhaltet und das tut, was ich euch gesagt habe, dann seid ihr wirklich meine Jünger. Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“
Johannes 8,31-32
Befreit von der Schuld
Aber wie ist das mit der Freiheit gemeint? Menschen verstehen unter Freiheit oft etwas anderes als Gott. Gottes Freiheit heißt nicht, alles zu tun und zu lassen, was wir wollen. Und wir alle haben selbst schon die Erfahrung gemacht, dass das nicht echte Freiheit ist. Ohne Rücksicht auf andere uns selbst an die erste Stelle zu setzen, macht nicht frei, sondern einsam. Uns auf Biegen und Brechen die Freiheit zu nehmen alles zu konsumieren, wonach uns der Sinn steht, macht nicht frei, sondern krank oder abhängig.
Jesus sagt, wir sind frei, wenn wir an seinen Worten festhalten und das tun, was er gesagt hat. Das klingt nach einem Widerspruch. Wir sind frei, wenn wir tun, was ein anderer sagt? Ja – wenn es Jesus ist!
Wenn wir Jesus unser Leben gegeben haben, steht er an erster Stelle. Und das führt uns in die wahre Freiheit. Freiheit nach dem Verständnis der Bibel, bedeutet nicht, grenzenlos zu leben oder niemandem Rechenschaft abzulegen.
Jesus sagt in dem oben genannten Gespräch, was uns unfrei macht: „Jeder, der sündigt, ist ein Sklave der Sünde“ (Johannes 8,34) – und davon befreit er uns. Wir sind befreit VON unserer Schuld.
Befreit für die Liebe
Wir sind auch FÜR etwas befreit. Paulus erklärt es in Galater 5:
„Durch Christus seid ihr dazu berufen, frei zu sein, liebe Brüder und Schwestern! Aber benutzt diese Freiheit nicht als Deckmantel, um eurem alten selbstsüchtigen Wesen nachzugeben. Dient vielmehr einander in Liebe. Denn wer dieses eine Gebot befolgt: ‚Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!‘, der hat das ganze Gesetz erfüllt. Wenn ihr aber wie wilde Tiere übereinander herfallt, dann passt nur auf, dass ihr euch dabei nicht gegenseitig fresst!“
Galater 5,13-15
Wir sind befreit, um unsere Mitmenschen zu lieben und einander in Liebe zu dienen. Wir sehen in diesen Versen, dass wir unsere Freiheit auch falsch nutzen können, indem wir egoistisch tun, was wir wollen. Und in den Versen danach lesen wir, wohin es führt, wenn wir unseren Emotionen und unserer selbstsüchtigen Natur nachgeben: Feindseligkeit, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, hässliche Auseinandersetzungen, Uneinigkeit, Spaltungen (Galater 5,20). Wenn wir uns die falsche Freiheit herausnehmen, so zu leben, ist das weit entfernt von der echten Freiheit, wie Gott sie meint.
Befreit durch den Geist
Paulus beginnt seinen Text an die Galater mit einem Mut machenden Statement: „Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht!“ (Galater 5,1). Das ist ihm wichtig, deshalb fordert er die Christen in Galatien auf: „Steht nun fest und lasst euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten.“ Jesus hat uns befreit von unserer Schuld, damit wir als Befreite leben. Jetzt kommt es darauf an, dass wir uns nicht wieder versklaven lassen. Paulus redet hier vom Gesetz, das manche Juden damals nicht abschütteln wollten. Doch es gilt genauso für unsere Emotionen oder unser rein menschliches Denken und Handeln, das wie ein Joch sein kann, das uns gefangen nimmt.
Jeder von uns hat schon erlebt, wie belastend es ist, wenn man im Streit lebt oder neidisch ist oder zornig. Gehören wir Jesus an, ist ein Leben in einer anderen Freiheit möglich. Jesus ist kein Diktator, der uns seinen Willen aufzwingt, sondern jeder von uns darf entscheiden, wie er leben möchte. Wir werden nicht unterdrückt und wir sind keine Untertanen, denen befohlen wird. Gott achtet die Freiheit des Menschen zu entscheiden, ob wir ihm vertrauen oder nicht. Ob wir nach seinen Geboten und Werten leben oder nicht.
Woher wissen wir aber, wie wir in Gottes Freiheit leben sollen? In 2. Korinther 3,17 lesen wir: „Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit.“ Wenn wir auf den Geist Gottes hören, kommen wir in die wahre Freiheit und das macht uns fähig zu befolgen, was Jesus will. Hier klingt wieder dieser Gegensatz an: Auf der einen Seite sollen wir frei sein und gleichzeitig tun, was Jesus will? In Lukas 17,33 wird das noch deutlicher: „Wer sein Leben zu retten sucht, wird es verlieren; und wer es verliert, wird es erhalten.“ Menschliches Denken ist: Was ich hergebe, habe ich nicht mehr. Bei Gott ist es umgekehrt: Was ich hergebe, kommt vielfach zurück! Wir sehen das an sehr vielen Beispielen in der Bibel, denn es ist ein Prinzip Gottes.
Befreites Menschsein
Wo Jesus auftrat, haben Menschen befreiende Lebensveränderung erfahren. Religiöse Maßstäbe der damaligen Zeit entlarvte Jesus als falsch. In Markus 2 lesen wir davon, wie er mit seinen Jüngern am Sabbat unterwegs war. Als sie durch Getreidefelder liefen, streiften seine Jünger Ähren ab und aßen die Körner. Die Pharisäer bekamen davon Wind und waren empört: „Sie dir das an! Was sie tun ist am Sabbat doch gar nicht erlaubt!“
Jesus ließ sich nicht unterjochen unter das Gesetz. Er ist Herr über das Gesetz und über den Sabbat. Er antwortete den Pharisäern: „Der Sabbat wurde doch für den Menschen geschaffen und nicht der Mensch für den Sabbat. Deshalb ist der Menschensohn auch Herr über den Sabbat und kann somit entscheiden, was am Sabbat erlaubt ist.“ Für Jesus gab es eine Priorität: die Menschen. Damit hat er damals das ganze Gefüge völlig durcheinandergebracht. Die Pharisäer waren so festgefahren und verbissen in ihren Vorschriften, dass für sie etwas anderes gar nicht in Frage kam.
Jesus zeigte seine Barmherzigkeit den Menschen gegenüber auch, indem er am Sabbat heilte. Der Mensch stand für ihn im Vordergrund und nicht die Vorschriften. Genau wie damals ist auch heute ein Umdenken nötig. Allzu oft steht alles andere im Vordergrund, nur nicht der Mensch. Doch Jesus rückte die Prioritäten immer wieder zurecht.
Selbst mit Menschen, mit denen man sich damals nicht umgab, hatte er Gemeinschaft. In Markus 2 lesen wir davon, wie er mit Zolleintreibern und anderen Menschen, die damals einen schlechten Ruf hatten, ein Fest feierte. Für einen jüdischen Lehrer wie Jesus war das zur damaligen Zeit undenkbar. Ein gläubiger Jude hatte mit Zöllnern nichts zu tun. Das war gegen alle Gepflogenheiten. Und nun feierte ausgerechnet Jesus mit diesen Leuten! Als einige Pharisäer Jesus in dieser Gesellschaft essen sahen, fragten sie seine Jünger: „Wie kann sich Jesus bloß mit solchen Sündern und Betrügern abgeben?“ Jesus hörte das und antwortete: „Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um Sünder in die Gemeinschaft mit Gott zu rufen, und nicht solche, die sich sowieso für gut genug halten.“
Jesus denkt wieder genau umgekehrt im Vergleich zu uns Menschen. Wir packen solche Leute sofort in eine Schublade, auf der steht: schlecht! Mit ihnen wollen wir nichts zu tun haben. Aber Jesus sagt: „Der braucht meine Hilfe, da muss ich hin!“ Jesus hat niemanden verstoßen, er hat jedem die Möglichkeit gegeben den Druck des Gesetzes loszulassen und in seine Freiheit zu kommen. Er ruft jeden dazu auf, Veränderung seines Lebens in Anspruch zu nehmen. Jesus hat Freiheit von falsch verstandenen religiösen Maßstäben praktiziert. Und auch heute will er jedes Leben verändern und gebrauchen. Es geht darum, einen Lebensstil mit Gott zu entwickeln und mit ihm zu leben.
Befreit, die Not zu sehen
Die Bibel lehrt uns, unser Leben ganz besonders nach einem Wert auszurichten – und das ist die Liebe. Auf die Frage, welches das größte Gebot ist, Folgendes:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wir dich selbst. An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“
Matthäus 22,37
Kein Joch des Gesetzes kann uns mehr plagen, wenn wir Gott und unseren Nächsten lieben und auch entsprechend leben. Diese Gebote führen uns in die Freiheit Gottes. Wenn ich meinen Nächsten liebe, kann ich nicht rücksichtslos gegen ihn sein und dann habe ich nicht nur meine eigenen Wünsche und meine Selbstverwirklichung vor Augen. Wenn ich die Not der anderen sehe, dann denke ich nicht: Hauptsache mir geht’s gut!
Christliche Nächstenliebe ist der dominierende Wert für unsere mitmenschlichen Beziehungen. Davon lesen wir auch im Philipperbrief:
„Vollkommen aber ist meine Freude, wenn ihr euch ganz einig seid, in der einen Liebe miteinander verbunden bleibt und fest zusammenhaltet. Weder Eigennutz noch Streben nach Ehre sollen euer Handeln bestimmen. Im Gegenteil: Seid bescheiden und achtet den anderen mehr als euch selbst. Denkt nicht an euren eigenen Vorteil. Jeder von euch soll das Wohl des anderen im Auge haben. Nehmt euch Jesus Christus zum Vorbild.“
Philipper 2,2-5
Paulus führt hier aus, was das Gebot der Nächstenliebe bedeutet. Biblische Werte führen nicht in Abhängigkeit und Unterdrückung, sondern wir sehen Ergebnisse – und zwar Segen. Lasst uns nicht in einer falschen Freiheit leben, die nur von unserem eigenen Denken und unseren Emotionen abhängt. Jesus zwingt uns zu nichts, wir dürfen frei entscheiden. Lebe in einer Beziehung zu ihm und freue dich, in seiner Freiheit zu sein!
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Impulse für dich
- Von welcher Schuld oder Angst wünschst du dir, frei zu werden? Glaube dem Versprechen, dass Jesus dich frei macht und bitte ihn darum.
- Welche Schritte in Gottes wahre Freiheit kannst du gehen? Welche nur religiösen Begrenzungen kannst du hinter dir lassen? Was schränkt Gottes Freiheit in deinem Leben ein?
- Bitte Jesus im Gebet, dir zu zeigen, wo du andere Menschen und ihre Not übersiehst oder wo dir die Liebe für sie fehlt. Bitte ihn, dich mit seiner Liebe zu füllen, sodass du sie weitergeben kannst.

Predigt nachschauen
Was für eine große Freude, das Team vom Missionswerk nach drei Jahren wieder zu sehen! Und das sogar ohne durch Corona bedingte Einschränkungen. Sie werden herzlich begrüßt und jeder will Daniel und Isolde seine Erlebnisse mitteilen.
Als der Veranstaltungsbeginn näher rückt, füllt sich der Raum mit vielen Menschen, die voll Erwartung sind, was Gott tun will. Nach der Begrüßung werden wir gleich mit Liedern in die Gegenwart Gottes geführt. Isolde liest wunderbare Zeugnisse von Gottes Eingreifen vor und ermutigt uns, auf Gott zu vertrauen. Der Titel von Daniels Predigt lautet: „Gott kennt keine Grenzen“. Wir werden sehr ermutigt, mit Jesus loszulaufen und unser geistliches Gebiet einzunehmen und zu erweitern. Unser Gott ist grenzenlos! Daniel gibt viele Eindrücke weiter, wie Gott konkret heilen will und einige Anwesende geben spontan ein Zeugnis vom Eingreifen Gottes. Eine Frau, die am Tag zu vor nicht ohne Krücken laufen konnte, läuft mit Daniel den Gang hinaus und hinunter – ganz ohne Krücken!


Als wir danach das Lied „Die Freude am Herrn ist meine Kraft“ singen, bricht die Sonne durch die Wolken und erhellt den Raum – wie ein sichtbares Zeichen, dass Gott den Durchbruch gegeben hat und es in unseren Leben hell und leicht geworden ist. Wie wunderbar!
Gleichzeitig dürfen die Kinder an einem Nachmittag mit Beni Schläpfer teilnehmen, dem Kinder- und Jugendpastor aus dem Missionswerk – in Schweizer Mundart. Es gibt für die Kids viel zu erleben und aus der Bibel zu erfahren.
In unserem Glauben neu gestärkt machen wir uns schließlich auf den Heimweg. Gott ist so gut! Und an dieser Stelle auch ein herzlicher Dank an das Team für den unermüdlichen Einsatz, die große Hingabe und spürbare Liebe: Der Herr möge euch reich belohnen!
Jacqueline Pavan, Bern

Missionswerk Unterwegs 2022
Am 11. September 1945, dem zehnten Geburtstag meines Vaters Siegfried, kehrte sein Vater Erwin Müller vom Zweiten Weltkrieg zurück. Während ich diese Zeilen schreibe, kommt mir in den Sinn: Wir haben auch 77 Jahre Frieden in Deutschland! Mein Großvater legte den Grundstein für das Missionswerk in einem Hauskreis, den er mit drei Frauen und seiner Familie begann. Ich möchte hier nicht die ganze Geschichte erzählen. Wer mehr über die Anfänge und die spannenden Jahre danach erfahren möchte, dem empfehle ich, unser Buch „Gott vertrauen“ zu bestellen.
Neue Dynamik
Wie habe ich meine nun 63 Jahre von diesen 77 erlebt? Mein Großvater war ein herzensguter Mensch, aus dem die Liebe Gottes förmlich herausstrahlte. Er liebte die Menschen, ging sie besuchen und machte Gottesdienste in deren Wohnzimmer. Ich kann mich auch noch an die letzte Evangelisation auf dem Karlsruher Messplatz erinnern, als das 10.000-Mann-Zelt zum letzten Mal aufgebaut wurde. Eine erfolgreiche Zeltevangelisations-Zeit ging zu Ende. Als mein Vater in den Siebzigerjahren die Gemeinde übernahm, dann in Korea Gott begegnete, wuchs daraus ein Missionswerk mit neuer Dynamik.
In allen Generationen war und ist Innovation – also Dinge zu tun, die noch niemand ausprobiert hat – ein von Gott inspiriertes Abenteuer. Schon immer hat mein Vater über den Tellerrand hinausgeschaut. So begann er mit Rundfunksendungen. Die Fortsetzung davon sind die heutigen TV-Sendungen und unser YouTube-Kanal.


„Ein klares Hören von Gott – und los geht’s!“ Das war Art zu glauben und zu leben, die ich in all den Jahren von meinem Vater lernen durfte. Die Kosten zu überschlagen und überzeugt davon zu sein, dass Gott zu seinem Auftrag steht, war immer der – oft auch schwierige – Weg zum Ziel. Immer ging es auch darum, die Ziele ohne Hintergedanken den Freunden weiterzugeben, die auch tatkräftig hinter unserer Arbeit stehen.
Nur selten war das Geld schon auf dem Konto, als Verträge für große Vorhaben unterschrieben wurden. Meist tat sich dort noch eine große Lücke auf. Und doch war es nie ein fahrlässiges Handeln – sondern es galt, aus Ehrfurcht vor Gott das Richtige tun zu wollen. Freunde sind gekommen und Freunde sind gegangen. Doch Gott ist geblieben.
Persönliches Geschenk
Auch in der vierten Generation gilt für uns: Bei Gott gibt es kein Unmöglich! Und das bestätigen die zahlreichen Zeichen und Wunder. Wenn wir unseren Freunden Briefe schreiben, ist mindestens ein Bibelvers darin. Mein Vater sagte einmal: „Mit dem Wort Gottes kannst du niemals etwas falsch machen!“ Ob es ermutigt, erklärt oder ermahnt: Der Heilige Geist wird es dem Empfänger beim Lesen offenbaren. Genau das erleben wir, wenn Menschen schreiben, dass sie genau das passende Wort bekommen haben.
Das ganze Missionswerk ist eine Gebetserhörung! Isolde und ich wollen Menschen Mut machen, dass Gott für sie da ist – auch wenn heute die Herausforderungen ganz andere sind als zu Großvaters Zeiten. Jede Gebetserhörung ist für uns persönlich wie ein eigenes Geschenk! Wenn Isolde mir so manche vorliest, ist es eine Bestätigung für unseren Dienst.


Große Dimensionen
„Geliebt – befreit – verändert: Gottes Plan für dein Leben“ – das ist auch heute noch die aktuelle Botschaft. In der heutigen Zeit, in der der Wohlstand bröckelt, ist die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt. Ich glaube, die Zukunft ist nicht geprägt von alten religiösen Ritualen oder modernen Gemeinden – sondern von einer ganz persönlichen, lebendigen Beziehung mit Gott! Was uns freut ist, dass genau das Menschen erleben, die zu uns in die Kathedrale kommen. Fast jeden Sonntag hören wir Sätze wie: „So eine Gegenwart Gottes wie hier verspürt man im Internet nicht!“
Wenn manchmal Menschen kommen und über das Missionswerk informiert werden möchten und ich sie dann durch das Zentrum führe und erzähle, was wir alles gerade tun, wird mir immer wieder bewusst, was für eine Dimension die ganze Arbeit hat, die wir im Grunde mit nur wenigen Mitarbeitern bewältigen. Eine große Sozialarbeit in vier Ländern plus jetzt die Ukraine-Nothilfe, unsere Medienarbeit, Gemeindearbeit, Unterwegs-Einsätze und vieles mehr. Es ist für uns Berufung, Arbeit, Hobby und Freizeitbeschäftigung – die manchmal auch über unsere Kräfte hinausgeht.
Vieles hat sich auf der Welt in den letzten zwei Jahren verändert, ganz besonders durch den Krieg in diesem Jahr. Gott hat immer noch alles im Griff und schenkt Neues! Doch wie sieht es aus? Was müssen wir verändern, sodass wir in der Zukunft den Menschen mit unserer Berufung dienen können? Vieles ist um ein Vielfaches teurer geworden. Gott hat uns noch nie im Stich gelassen – doch wir brauchen viel Gebet und Weisheit in diesen Tagen, um die richtigen, zukunftsweisenden Entscheidungen zu treffen. Danke für jeden, der sich da einklinkt! Danke an alle, die schon viele Jahre mit uns unterwegs sind. Nur durch solche Freunde ist so eine große Missionsarbeit möglich!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Festgottesdienst & Sommerfest
Wie wir etwas tun, entscheidet maßgeblich über die Qualität unseres Lebens. Nicht allein das, was wir tun, bestimmt die Fülle an Freude und Zufriedenheit in unserem Leben, sondern auch wie wir etwas angehen und wie es sich auf unsere Beziehungen auswirkt. Gebrauchsanweisungen für neue Geräte und Produkte studieren die Wenigsten gern. Viele erkunden die Möglichkeiten einfach nach dem Motto: „Probieren geht über Studieren.“
So toll sich dieser Spruch auch reimt, so tollpatschig kann leider auch der Umgang mit komplexen und teuren Waren ausfallen. Ein falscher Umgang kann ungeahnte Folgen haben und diese Erfahrung lässt sich auch auf das persönliche Leben übertragen: Es ist fatal, im Leben einfach planlos loszulegen. Wir haben einen Schöpfer, der jeden Menschen wunderbar und herrlich geschaffen hat. Gottes große Absicht, als er uns das Leben schenkte, war Liebe. Er wollte in Beziehung mit den Menschen stehen, er schuf sie nach seinem Bilde und mit einer konkreten Absicht. In dieser Absicht gilt es zu leben, um Schaden von uns fernzuhalten. In der unserer Berufung zu leben, bedeutet daher kurz auf den Punkt gebracht: Liebe in Aktion.
Aus der Verbundenheit mit Gott
Jesus hat einst in einer speziellen Situation verdeutlicht, dass es Gott mehr auf die innere Haltung, als auf die nach außen sichtbare Handlung ankommt: Er hat sich am Tempel in der Nähe des Opferkastens aufgehalten und völlig ungeniert zugesehen, wie die reichen Leute ihre Gaben hineinwarfen. Wir lesen diese Begebenheit in Lukas 21.
Weiter wird berichtet, wie Jesus eine ärmlich gekleidete Witwe bemerkte, die zwei Kupfermünzen hineinwarf. So bekannt diese Geschichte auch ist, jedes Mal wenn ich sie lese und darüber nachdenke, bin ich berührt. Doch Jesus hat nicht nur hingesehen und war berührt, sondern er ist auf die Situation eingegangen. Dabei sprach er sehr persönlich darüber, wie die einzelnen Personen mit dem Thema Geld umgehen. Über die Witwe mit den zwei Kupfermünzen sagte er:
„Diese Witwe hat mehr eingeworfen als alle anderen. Sie haben alle aus ihrem Überfluss gegeben, sie aber aus ihrer Armut; und sie hat alles gegeben, was sie noch zum Leben hatte.“
Lukas 21,3
Jesus macht deutlich, dass die Höhe des Betrages nicht entscheidend ist, sondern die Haltung und die Motivation. Wörtlich lesen wir in diesem Vers: „Sie gab aus ihrem Mangel.“ Hast du jemals alles gegeben, was dir noch zum Leben zur Verfügung stand, sodass du Mangel gelitten hast? Diese Haltung der armen Witwe greift Jesus als ein Vorbild auf und zeigt beispielhaft, worauf es ankommt.
Während heute bei vielen Menschen der Wunsch nach Selbstverwirklichung und die Frage „Wie kann ich mehr vom Leben haben?“ im Vordergrund stehen, zeigt Jesus, dass nicht in der Selbstverwirklichung Erfüllung zu finden ist, sondern indem wir in unserer von Gott gegebenen Bestimmung leben. Hätte die Witwe ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse an die erste Stelle gesetzt, hätte sie sich wohl vor den Tempel setzen und um Gaben bitten müssen.
Immer wieder kritisiert Jesus die Handlungen der Pharisäer, weil sie lediglich auf Anerkennung und Aufmerksamkeit bedacht waren. Diese Witwe stellt einen krassen Kontrast dar. Mit ihrer Gabe kann sie menschlich betrachtet nicht viel bewirken. Doch sie gibt aus einer Verbundenheit mit Gott. Diese Haltung hebt Jesus hervor. Damit wir heute – inmitten der turbulenten und chaotischen Verhältnisse – in unserer Bestimmung und Berufung leben, muss die Verbundenheit mit Gott die Grundlage für unser Handeln sein.
Eigene Gaben nicht unterschätzen
Wenn wir aus der Verbundenheit zu Gott handeln, dann lösen sich Blockaden, und wir sind zum Handeln freigesetzt. So wie die Witwe nicht von ihrem Mangel dominiert und blockiert war, sondern in der Lage war zu handeln, so wird jede Person von Gott befähigt.
„Ich kann nichts.“ Wie oft habe ich diese Aussage schon von Menschen gehört, die nicht nur lesen und schreiben konnten, sondern offensichtlich vielseitig begabt waren. Wenn wir vor einem vollen Kleiderschrank stehen und sagen: „Ich habe nichts zum Anziehen“, dann klingt das ganz ähnlich. Natürlich haben wir etwas zum Anziehen, doch oft können wir uns aufgrund der Vielfalt nur nicht entscheiden. Petrus lässt keinen Zweifel zu: Jeder, aber wirklich auch jeder, ist begabt und soll diese Gaben gebrauchen:
„Jeder soll dem anderen mit der Begabung dienen, die ihm Gott gegeben hat. Wenn ihr die vielfältigen Gaben Gottes in dieser Weise gebraucht, setzt ihr sie richtig ein.“
1. Petrus 4,10
Wir mögen uns vielleicht nicht besonders begabt fühlen, denn häufig verbirgt sich die Gabe unter der Einschätzung: „Das ist doch nichts Besonderes, das kann doch jeder.“ Viele Menschen übersehen ihre besondere Gabe, weil sie annehmen, dass das, was ihnen leichtfällt, eine Selbstverständlichkeit ist. Sie unterschätzen ihre Möglichkeiten. Doch unabhängig davon zeigt Jesus am Beispiel der armen Witwe, dass er jeden gebrauchen kann – sogar inmitten des erlebten und realen Mangels. Nur weil die Witwe aus ihrer Verbundenheit mit Gott handelte, wurde sie über Jahrtausende hinweg zu einem Vorbild, bis in unsere Zeit.
Nicht von Not getrieben
Aus der Verbundenheit mit Gott zu handeln und aus dem Bewusstsein, dass er mich gebrauchen und senden möchte, schützt uns auch davor auszubrennen. Denn nicht die Not, die gnadenlos und erdrückend in dieser Welt herrscht, ist der Auftraggeber, sondern es ist der gnädige Gott, der sendet und beauftragt. Not kann erdrückend sein und uns über unsere Kräfte fordern und frustrieren, weil wir scheinbar nichts ausrichten.
Doch Gott beschenkt uns zunächst aus dem Reichtum seiner Gnade und gebraucht uns spezifisch, um einer Not zu begegnen. Wir müssen nicht die Welt retten, das hat schon Jesus getan. Wir dürfen uns von ihm gebrauchen lassen entsprechend der Gaben, die Gott uns geschenkt hat. So ist es nicht nötig Hans-Dampf-in-allen-Gassen sein, sondern eher als Hans-Demütig zu dienen.
Das gelingt, indem wir uns einerseits weder verweigern noch vergleichen und andererseits, indem wir uns im Rahmen unserer Möglichkeiten für andere einsetzen. Wenn wir in Gott verwurzelt sind, zeigt sich in unserem Handeln Liebe in Aktion. Bei aller Aktivität und Hingabe werden wir bewahrt vor hektischem Aktionismus. Zum Selbstschutz braucht es keine apathische Abgestumpftheit oder künstliche Abgrenzung.
Göttliche Abenteuer
Tatsächlich dürfen wir ein göttliches Abenteuer erleben, wenn wir auf der Basis des größten und wichtigsten Gebotes handeln. Denn wer alle Kraft einsetzt, wächst bekanntlich und entwickelt sich weiter. Wer all seinen Verstand einsetzt und all seine Leidenschaft fokussiert und emotionale Energie aktiviert, entdeckt und entwickelt Neues.
In neues Terrain dringen wir nur vor, wenn wir unsere Komfortzone verlassen. Genau das geschieht, wenn wir nach dem größten Gebot leben: Gott zu lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller Kraft und unseren Nächsten wie uns selbst (Lukas 10,27). Nicht jeder lässt sich spontan für ein Abenteuer begeistern, doch aus diesen Erlebnissen entstehen die Erfahrungen, die unseren Glauben stärken und uns wachsen lassen.
Ich frage mich, wie die Geschichte mit der armen Witwe wohl weiterging? Lukas berichtet nicht weiter über sie. Jene andere Witwe, die Jahrhunderte vorher dem Propheten Elia mit ihren letzten Vorräten Brot backte und Gott auf diese Weise diente, erlebte Gottes übernatürliche Versorgung. Sie machte eine völlig neue Erfahrung. Im sportlichen Bereich gibt es folgende Redewendung: „Training ist nicht alles, aber ohne Training ist alles nichts.“ Genauso verhält es sich auch in unserem geistlichen Leben. Erst gelebter Glaube setzt die Kraft des Glaubens frei und so ist Liebe nie theoretisch, sondern äußert sich ganz praktisch – oder gar nicht.
So gläubig beide Witwen auch gewesen sein mögen, es waren die Art und die Weise ihres Handelns, die eine Reaktion Gottes auslösten. An ihnen sehen wir: Gott gebraucht gewöhnliche Menschen für Außergewöhnliches. Erst indem wir das, was Gott uns anvertraut hat – ganz egal was es ist –, für andere einsetzen, setzen wir es richtig ein. So leben wir in unserer Berufung und Gott setzt Außergewöhnliches in unserem Leben frei.
Thomas Inhoff, Missionswerk Karlsruhe

Unsere heile Welt ist kaputt gegangen. Wir hatten alles, was man braucht, in Tausenden von Variationen. Wir konnten alles, hatten alles im Griff. So jedenfalls konnte man meinen, wenn man sich umhörte. Und jetzt: Pandemie – oh, wir wissen gar nicht, was zu tun ist. Oh, Krieg – den hatte ich gar nicht auf dem Plan. Oh, Erdbeben in Japan – da war doch so lange Ruhe. Oh, Klimakatastrophe – das wird ja wirklich heftiger. Zu all dem passt, dass unser Freund Francois du Troit aus dem Busch in Südafrika heute auch noch schrieb: „5 Stunden lang Heuschrecken auf meiner Farm“. Chaos, Durcheinander – alles andere als Herrlichkeit?
Buscherfahrungen
Mir kommt da Mose in den Sinn. Mose führte das Volk Israel aus der Gefangenschaft in Ägypten in die „Freiheit“. Doch diese Freiheit lag nicht in der Karibik mit tropischen Früchten, sondern sie führte in ein neues Chaos, das sich Wüste nennt. Zuvor hatte Mose ein Buscherlebnis gehabt. Mitten im Nichts, in der Einöde, brannte ein Busch. Mose sah sich die Sache von Nahem an und aus dem Busch sprach Gott zu ihm: „Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land!“
Gottes Herrlichkeit in der Wüste, im Sand, in der Hitze? Für Gott kein Gegensatz. Seine Gegenwart ist überall zu finden. Und wir alle brauchen ein solches Busch-Herrlichkeits-Erlebnis! Denn ohne eine persönliche Begegnung mit Gott reden wir nur über das, was wir religiös gelernt oder von anderen gehört oder in Büchern gelesen haben. Ohne Busch-Erfahrung haben wir nur die Perspektive, wie sie auch die Welt hat. Wer aber Gottes Gegenwart erlebt, bekommt eine neue Sicht auf die Dinge: eine Herrlichkeits-Perspektive, die begreifen lässt, was wirklich zählt.
Drei Bergtouren
Mose hatte einen unendlichen Hunger danach, mehr mit Gott zu erleben. Er wusste: Es gibt noch mehr, er hatte noch nicht alles gesehen. Hast auch du so einen Hunger?
Mose unternahm drei Bergtouren, die ich hier etwas genauer betrachten möchte. Die zweite dauerte 40 Tage. Er traf einige Vorkehrungen für die Israeliten, die unten warteten und ihm nachblickten, als er sich auf den Weg machte. Im 2. Buch Mose lesen wir:
„Als Mose hinaufstieg, kam die Herrlichkeit des Herrn in einer dichten Wolke auf den Berg Sinai herab. Sechs Tage lang bedeckte sie den Berg. Am siebten Tag rief der Herr aus der Wolke Mose zu sich. Die Herrlichkeit des Herrn auf dem Berg erschien den Israeliten wie ein loderndes Feuer. Mose aber ging weiter hinauf zum Gipfel, mitten in die Wolke hinein. Vierzig Tage und Nächte blieb er dort.“
2. Mose 24,16-18
Die Israeliten im Tal schauten zu, während Mose auf dem Berg immer höher in die Herrlichkeit hineinging. Wieder erlebte Mose eine Begegnung mit Gott. Im Tal wartete auch Moses Bruder Aaron auf seine Rückkehr. Statt der Herrlichkeit wandte er sich auf Drängen des Volkes dem Götzendienst zu: Er sammelte bei den Israeliten Schmuck ein und fertigte daraus ein goldenes Kalb an und errichtete davor einen Altar. Die Israeliten brachten darauf Opfer dar und feierten ein ausschweifendes Fest. Damit zogen sie Gottes Zorn auf sich.
Unser Kalb
Man könnte sagen, in der Pandemie bauten Christen ihr goldenes Kalb: Mit Teilen von Bibelstellen, Auslegungen von Menschen, Stellungnahmen von YouTube, einem religiösen Lebensstil und ihrem „Ich weiß es besser!“ bauten sie ein goldenes Kalb. Die Impfgegner wie auch die Impfbefürworter haben sich schuldig gemacht. Herrlichkeit ging von diesen zwei goldenen Kälbern nicht aus. Was war vielmehr die Frucht? Spaltung!
Die erlebbare Herrlichkeit aber war auch während der Pandemie nicht schwächer für diejenigen, die eine Sehnsucht danach hatten.
Während sich das Volk im Tal um seine eigene Wahrheit kümmerte, gab Gott Mose auf dem Berg Anweisungen für den Bau und den Gebrauch der Stiftshütte, den zukünftigen Wohnort der Herrlichkeit. Nach Tod und Auferstehung Jesu und der Ausgießung des Geistes wohnt sie in einem jeden Christen. Ob du dich um die Herrlichkeit kümmerst oder mit am goldenen Kalb baust, ist deine eigene Entscheidung!
Verlangen im Chaos
Wir lesen von der dritten Bergtour, die in 2. Mose 34 beschrieben wird. Frühmorgens machte sich Mose auf den Weg und wieder begegnete ihm Gott, gab ihm Anweisungen und die Zehn Gebote:
„Als Mose mit den beiden Tafeln in der Hand vom Berg Sinai herabstieg, lag ein Glanz auf seinem Gesicht, denn er hatte mit dem Herrn gesprochen.“
2. Mose 34,29
Bei Aaron strahlte das Kalb: „Ich!“ Bei Mose strahlte das Gesicht. Aaron liebte menschliche Bestätigung, Mose hingegen liebte Gottes Gegenwart. Aaron machte ein menschliches Kunstwerk. Mose brachte ein göttliches Meisterwerk: die Zehn Gebote.
An der Seite seines Bruders hatte Aaron all die Jahre genau dasselbe erlebt wie Mose. Es war seine Entscheidung, nicht die Herrlichkeit zu erleben, sondern ein goldenes Kalb zu bauen. Mose dagegen konnte gar nicht genug bekommen von der Herrlichkeit. So sagte er zu Gott:
„Wenn du nun wirklich mit mir bist, dann lass mich deine Pläne erkennen.“
2. Mose 33,13
Aaron war von sich selbst überzeugt: „Ich weiß, wie es geht!“ Doch Mose bat Gott: „Lass mich dich in deine Herrlichkeit sehen“ (2. Mose 33,18). Gott schenkte Mose im Chaos der Wüstenwanderung seine Lösungen und Wunder: den brennenden Busch, die Wolken- und die Feuersäule, die das Volk führte, das Rote Meer, das sich teilte, Manna vom Himmel und Wasser aus dem Felsen zur Versorgung ... Und trotzdem konnte Mose nicht genug von Gottes Gegenwart bekommen: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“
Du siehst das große Chaos, das der Feind in der Welt um dich herum anrichtet. Hast du Verlangen nach Gottes Herrlichkeit – gerade in dieser Zeit? Sagst du: „Herr ich möchte mehr!“? Sei kein christlicher Kirchentourist. Sei ein Freund meines Herrn. Du hast vielleicht schon viel gesehen, aber es gibt mehr. Bei Gott ist so viel mehr, gerade jetzt!
Gott schreibt heute nicht mehr auf steinerne Tafeln, sondern in dein Herz. Der brennende Busch ist in dir – als Zeugnis für diese Welt.
Veränderung
Paulus beschreibt es eindrücklich in 2. Korinther 3:
„Ihr selbst seid doch der beste Empfehlungsbrief für uns. Er ist in unser Herz geschrieben und kann von allen gelesen werden. Jeder weiß, dass ihr selbst ein Brief Christi seid, den wir in seinem Auftrag geschrieben haben; nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes; nicht auf steinerne Gesetzestafeln wie bei Mose, sondern in menschliche Herzen. (…) Schon das Gesetz, das in Stein gehauen war und den Tod brachte, ließ etwas von Gottes Herrlichkeit erkennen. Nachdem Gott Mose das Gesetz gegeben hatte, lag da nicht ein Glanz auf Moses Gesicht – so stark, dass die Israeliten es nicht ertragen konnten? Doch wie schnell war dieser Glanz erloschen! (…) Wir alle aber stehen mit unverhülltem Gesicht vor Gott und spiegeln seine Herrlichkeit wider. Der Herr verändert uns durch seinen Geist, damit wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen.“
Verse 2-3.7.18
Die Herrlichkeit in dir ist eine größere, als die auf Moses Gesicht! Kann sie aus dir herausstrahlen in dieser Zeit? Sieht die Welt in dir den Unterschied inmitten von diesem Chaos? Hast du jetzt, da so viel unbegreifliches Leid geschieht, Verlangen nach der Herrlichkeit Gottes in dir? Egal, was du bisher schon erlebt hast: Da ist noch viel mehr bei Gott!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Herrlichkeit im Chaos
Schon wenige Wochen nach Beginn der Pandemie ging am 1. April 2020 unsere erste Sendung von Hoffnung um 12 online. Inmitten der großen Unsicherheiten und Ängste in einer Zeit, als wir alle noch kaum etwas über Virus, Inzidenzen und Folgen wussten, lag es Isolde und mir besonders auf dem Herzen, eine Anlaufstelle für Gebetsanliegen zu schaffen. Für viele Zuschauer bedeutete die Sendung eine Hoffnung, die sie schätzten, denn es wurde deutlich erkennbar, dass Gott trotz allem Chaos Wunder tut.
Anfangs mussten wir die Sendungen noch in sehr provisorischen Verhältnissen produzieren, bis dann vor einem guten Jahr das neue Studio fertig wurde. Nun liegen über 230 Sendungen Hoffnung um 12 hinter uns. Besonders begeistert uns, dass Gott in unterschiedlicher und wunderbarer Weise Gebete erhört. Oft nennt uns jemand ein persönliches Anliegen – und noch in derselben Sendung erzählt ein anderer Zuschauer, dass er genau in diesem Bereich schon Heilung oder ein Wunder erlebt hat. Das macht Mut zum Glauben. Eine solche Fernseharbeit bedeutet für alle Beteiligten einen hohen Aufwand – aber der unermessliche Lohn sind die Resultate der Gebete!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Wir haben uns über diese Zuschrift gefreut:
„Seit zwei Jahren gibt es die Sendung HOFFNUNG UM 12. Vielen Dank dafür. Das Wort Gottes in kurzer Form ist immer sehr aufbauend und ermutigend. Unglaublich beeindruckend sind die Live-Gebete. Ich bin oft sehr berührt von den Nöten der Menschen, die um Gebetsunterstützung bitten. Sie wissen um den Segen, der vom Missionswerk ausgeht. Es ist ein Rettungsanker. Das Bewusstsein, nicht alleine zu sein und Menschen zu haben, die einem helfen, tröstet uns in schweren Zeiten. Ich schalte immer gestärkt und zufrieden den Computer ab.“ – Karin B.

Hoffnung um 12
Was war der hauptsächliche Dienst von Jesus neben der Lehre? Das Heilen! Deshalb ging es bei unseren Heilungstagen im März auch nicht um ein Randthema des Glaubens, sondern um ein Herzensthema von Jesus! Auch diesmal fanden die Heilungstage pandemiebedingt online statt. Doch als Uwe nach den Orten fragte, von denen aus überall zugeschaut wurde und all die Orte per Slido auf den Bildschirm auf der Bühne flogen, füllte es unser Herz mit großer Freude.
Jesus half jedem, der in Not war. Nicht nur Isolde ermutigte daher in ihrem Vortrag am Samstag dazu, Gott im Hinblick auf die eigene Heilung zu vertrauen. Und dass die Teilnehmer mit großer Erwartung gekommen waren, konnten wir spüren! Diese Erwartungshaltung ist ein wichtiges Element im Empfang von Heilung. Teilnehmer empfangen mehr als Zuschauer.


Kein Heilungs-Schema
Im ersten Thema am Samstag „Heilung aus dem Königreich“ ging es darum, dass der Sieg am Kreuz die Basis ist für alle Heilung durch Jesus. Genauso wie die Sündenvergebung wurde am Kreuz Heilung möglich, wie es auch der bekannte Bibelvers ausdrückt: „Durch seine Striemen seid ihr geheilt“ (1. Petrus 2,24).
Anschließend sprach Thomas über den „Ursprung der Heilung“. Beim Auszug aus Ägypten hielt das an die Türpfosten gestrichene Blut des Passalammes den Tod fern. Im Neuen Testament wurde Jesus zum Passalamm: „Seht, das ist Gottes Opferlamm, das die Sünde der Menschen wegnimmt“ (Johannes 1,29).
Vor der Pause rief Thomas alle Teilnehmer auf, uns ihre Gebetserhörungen mitzuteilen auf unseren Bildschirm auf der Bühne. Wir konnten nur staunen und waren so berührt, was Gott alles getan hatte!
Unter der Überschrift „Gottes Kreativität für Heilung“ verbarg sich die Einsicht, wie viele biblische Heilungen nicht in der Synagoge oder durch Handauflegung, sondern auf ganz unterschiedliche Weise geschehen sind – mitten im Leben, in Situationen ohne Heilungsatmosphäre, aber durch die Kraft und Gegenwart von Jesus. Er hatte kein Schema für Heilungen. Sogar ähnliche Krankheiten heilte er unterschiedlich. Die Vielfalt an Heilungsabläufen macht uns zum einen neugierig und gibt uns Mut, auch in unseren Situationen zu glauben, dass Gott aus dem Unmöglichen ein Möglich machen kann. Zudem ist es spannend zu sehen, dass Jesus in allen Heilungsgeschichten auch den Kranken zum Handeln aufforderte – sodass die Heilung sichtbar wurde wie z. B. „Streck deine Hand aus“, „Nimm deine Matte und geh“, „Steh auf“, „Tauche siebenmal unter“ ...


Gestalter unseres Lebens
Viele Menschen schickten uns ihre persönlichen Anliegen. Zum Teil haben wir sie vorgelesen, aber auch über allen anderen wurde gebetet. Gott ist der, der berührt, wir sind nur der Kanal. Das aber sind wir gern, denn die Fülle an Erhörungen ist wunderbar. Von einigen Zeugnissen, die uns im Lauf der letzten Monate erreicht haben, haben wir kurze Videos produziert, weil es den Glauben, dass Gottes Wirken auch an uns geschehen, ungemein stärkt. Wenn du auch eine Gebetserhörung im Zusammenhang mit uns erlebt hast und wir einen Film daraus machen dürfen, lass es uns wissen!
„Sprich LEBEN aus über deine todbringende Situation“ lautete das Thema am Sonntag. Worte haben Macht und so manche Krankheit hätten wir nicht, wenn wir sie nicht in Existenz gesprochen hätten. Im Gebet können wir diese negativ gesprochenen Worte wieder entmachten. Jesus hat uns die Werkzeuge dafür gegeben, nicht das Opfer, sondern Gestalter unseres Lebens zu sein.
Wir empfehlen dir die Medien der Gebetsnacht, denn an den beiden Tagen gab es eine solche Fülle an Gedanken, dass es hilft, sich manche ein paarmal anzuhören, um sie für sich umzusetzen. Auch die Gebete und Worte der Erkenntnis sind aufgezeichnet.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Teilnehmerstimmen:
„Die Heilungstage gestern waren ausgezeichnet, dass sogar mein Mann die ganze Zeit dabei war!“ A. T.
„Herzlichen Dank für die wunderbaren Heilungstage. Ich werde proklamieren und es ist sehr gut, dass das gesagt wurde. Man lernt nie aus!“ I. D.
„Bei den Heilungstagen war ich sehr gesegnet und wurde mit Freude und Zuversicht erfüllt. Daniel hat ein Gebetsanliegen vorgelesen, das direkt und im Detail auf meine Diagnose gepasst hat. Er sagte, dass Gott berührt und eingreift. Das war ein Zuspruch für mich, den ich persönlich annehme.“ G. R.
„Vielen Dank für die Heilungstage. Sie haben mir sehr gutgetan, vor allem beim Lobpreis empfand ich Gottes Gegenwart.“ W. R.

Inspirierende Impulse der Heilungstage
Ein Mensch, der wegen seiner bösen Taten über Jahre im Gefängnis saß, erfährt plötzlich, dass er begnadigt wurde. Er kommt frei, ohne etwas dafür getan zu haben – ein unverdientes Geschenk! In Freiheit hat dieser Mensch nun die Wahl, in die alten Muster seiner Taten zurückzufallen, oder den Gesetzen entsprechend zu leben. Fällt er zurück in die alten Muster, landet er früher oder später wieder im Gefängnis.
Das ist vergleichbar mit unserem geistlichen Leben. Wer sich in Sünde verstrickt hat und tut, was Gott nicht gefällt, lebt in geistlicher Gefangenschaft. Doch Gott möchte uns die Hand reichen, uns die Sünden vergeben und Freiheit schenken. Wenn wir diese Sündenvergebung erfahren, aber nicht darin leben, landen wir erneut in Gefangenschaft.
Ausgestreckte Hand
Als Jesus zu Beginn seines Wirkens nach Nazareth kam, ging er in die Synagoge und ließ sich die Schriftrolle Jesaja reichen. Er las daraus vor:
„Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Befreiung auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen ein angenehmes Jahr des Herrn.“
Lukas 4,18-19
Jesus hat damit ausgedrückt, wofür er gekommen ist: nämlich Menschen die Freiheit zu bringen und Gefangenen die Türe aufzumachen. Eine Hand gereicht zu bekommen, die uns aus allem Schmutz und aus jeder Grube herausziehen kann, ist echte Gnade.
Diese Gnade, die Jesus uns anbietet, war nicht billig. Wenn wir davon sprechen, dass etwas „billig“ ist, meinen wir, dass es uns nicht viel kostet. Doch was Jesus für uns auf sich genommen hat, hat ihn alles gekostet. Gnade können wir deshalb erhalten, weil Jesus sie für uns mit seinem Leben erwirkt hat. Die ganze Schuld unseres Lebens können wir auf ihn abwälzen, weil er dafür den höchsten Preis bezahlt hat. Wir sind frei und begnadigt, weil Jesus seinen Weg bis zum Ende durchgestanden hat. Wir haben das Geschenk der Errettung, der Vergebung und das Geschenk der Heilung bekommen.
Die Formulierung „billige Gnade“ hat Dietrich Bonhoeffer geprägt. Ihm war wichtig, dass wir Gnade nicht verschleudern, weil wir meinen, dass sie nichts koste. Gnade meint nicht, dass alles egal ist. Sondern Gnade meint, dass wir unser neues Leben und unsere Freiheit unverdient geschenkt bekommen. Wenn wir uns bewusst machen, wie kostbar und wie teuer sie erkauft ist, legen wir sie nicht einfach in die Ecke. Sondern wir tun alles, um darin zu leben. Statt wie der begnadigte Strafgefangene in alte Muster zurückzufallen und wieder im Gefängnis zu landen, kosten wir Gottes Freiheit voll aus und leben als Nachfolger von Jesus.
Gnade ergreifen
Gottes Gnade gibt es ohne Vorbedingungen. Du musst nichts dafür tun. Sie ist dir angeboten. Nimm sie in Anspruch. Paulus hat den Korinthern darüber anschaulich geschrieben:
„Alles, was ich jetzt bin, bin ich allein durch Gottes Gnade. Und seine Gnade hat er mir nicht vergeblich geschenkt. Ich habe mich mehr als alle anderen Apostel eingesetzt, aber was ich erreicht habe, war nicht meine eigene Leistung, sondern Gott selbst hat das alles in seiner Gnade bewirkt.“
1. Korinther 15,10
Seine Gnade mir gegenüber ist nicht vergeblich gewesen, schreibt Paulus. Sie ist keine billige Gnade. Er sagt: Ich habe investiert! Das, was ich bin, konnte ich nur durch seine Gnade tun. Diese Gnade gibt Kraft. Paulus hat diese Gnade ergriffen und darin gelebt. Gottes Gnade ist kein Ruhekissen. Billige Gnade meint: Mir wird sowieso vergeben, also kann ich machen, was ich will. Nachfolge brauche ich nicht, weil Gnade alles tut, kann alles beim Alten bleiben.
Neue Menschen
Gnade ist deshalb teuer, weil Jesus sein Leben für diese Gnade gegeben hat, damit wir sie empfangen können und darin leben. Kurz bevor er starb, redete Jesus zu seinen Jüngern und der Menschenmenge und beschrieb, was Nachfolge bedeutet:
„Wer sein Leben erretten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird es erretten. Denn was nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und sein Leben einzubüßen? Denn was könnte ein Mensch als Lösegeld für sein Leben geben?“
Markus 8,35-37
Was kann ein Mensch bieten, um sein Leben zu retten? Nichts! Er kann seine Seele nicht erkaufen. Das Einzige, was wir tun können: die Gnade annehmen und darin leben. Unser Leben zu verlieren, heißt Nachfolge. Sie kostet uns etwas. Wir müssen etwas hergeben, nämlich unser altes Leben. Gott schenkt uns keine billige Gnade, damit wir auf dem Sofa sitzen und alles beim Alten bleibt. Er möchte uns in neue Menschen verwandeln:
„Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.“
Römer 12,2
Der Unterschied ist, wie wir leben! Wir erfahren eine Verwandlung, ein neues Leben, ein anderes Denken.
Thron der Gnade
Wir alle kennen Situationen, in denen wir schuldig werden. Doch die Gnade steht über der Sünde. Gnade ist mächtiger als Sünde. Paulus schreibt sogar an die Römer: „Wo aber die Sünde überströmend geworden, ist die Gnade noch überschwänglicher geworden“ (Römer 5,20b). Gerade da, wo sich die ganze Macht der Sünde zeigte, da ist die Gnade noch mächtiger geworden! Und weiter schreibt Paulus voller Dankbarkeit:
„So wie bisher die Sünde über alle Menschen herrschte und ihnen den Tod brachte, so herrscht jetzt Gottes Gnade: Gott spricht uns von unserer Schuld frei und schenkt uns ewiges Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.“
Römer 5,21
Wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so herrscht nun die Gnade und wir werden gerecht und frei gesprochen. Jederzeit können wir Gnade erlangen durch Vergebung, wenn wir zu Jesus kommen und ihn bitten. Wenn wir in dieser Gnade leben, werden wir das Ziel erreichen – das ewige Leben.
Gnade dürfen wir in unseren verschiedenen Lebensbereichen finden. Auch – oder gerade – in schwierigen Zeiten, in Zeiten der Krankheit.
Ein Vers aus dem Hebräerbrief macht uns Mut, diese Gnade aktiv zu suchen: „Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe“ (Hebräer 4,16). Geh beherzt und freimütig zum Thron der Gnade, dort findest du Hilfe – für alle Lebensbereiche und immer rechtzeitig, denn Gott kommt nie zu spät. Tritt voller Zuversicht vor den Thron der Gnade und mach dein Leben fest mit Gott.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Gebetsimpuls
„Vater, ich danke dir für deine Gnade. Danke, dass du mich befreit hast zu einem neuen Leben. Durch deine Gnade bin ich frei geworden und in dieser Freiheit will ich dir nachfolgen mit meinem ganzen Leben. Amen.“

Warum feiern wir Ostern?
„Du bist, was du leistest.“
Nach dieser Formel leben unbewusst viele Menschen. Aber Glaube ist nicht an Leistung geknüpft. Die Bibel lehrt nicht, dass wir faul dahinleben sollen. Aber sie lehrt, dass wir ans Ziel kommen, wenn wir alle eigenen Anstrengungen aufgeben. Wenn uns Leistung zu Gott bringen würde, bräuchten wir Jesus nicht.
Die Bibel lehrt, dass wir nicht durch Arbeiten und Verdienen ein erfülltes Leben haben werden – sondern durch Glauben und Empfangen. Jesus hat für uns bezahlt und uns damit vom Gesetz befreit, das im Alten Testament galt.:
„Jetzt sind wir nicht länger an das Gesetz gebunden, sondern von ihm befreit, denn für das Gesetz sind wir tot. Deswegen können wir Gott durch seinen Heiligen Geist in einer völlig neuen Weise dienen und müssen es nicht mehr wie früher durch die bloße Erfüllung toter Buchstaben tun.“
Römer 7,6
Weil wir mit Jesus gestorben sind, sind wir der Macht des Gesetzes (und damit der Leistung!) nicht mehr unterstellt.
Alles Gnade
Im Alten Testament musste man für Segen Leistung erbringen. Im Neuen Testament empfangen wir Segen, weil Jesus für uns die Leistung vollbracht hat – sonst hätte er sein Blut nicht geben müssen. Schwitzen, schuften, es recht machen zu wollen, das ist kein Denken nach dem Neuen Testament. Unter dem Gesetz Moses versuchte man durch eigene Anstrengung Leistung zu erbringen, um gesegnet zu werden. Das ist die perfekte Beschreibung für Religiosität. Im Neuen Testament lesen wir:
„Mit ihm möchte ich um jeden Preis verbunden sein. Deshalb versuche ich jetzt nicht mehr, durch meine eigene Leistung und durch das genaue Befolgen des Gesetzes vor Gott zu bestehen. Was zählt, ist, dass ich durch den Glauben an Christus von Gott angenommen werde. Darauf will ich vertrauen.“
Philipper 3,9
Wir verlassen uns nicht mehr auf unsere eigenen Fähigkeiten und befolgen ein Gesetz, sondern wir verlassen uns auf Jesus, der uns rettet. Gott hat in Jesus einen neuen Bund mit den Menschen geschlossen. In diesem Bund verspricht er denen Gemeinschaft, die ihm sein Herz zuwenden, und durch den Heiligen Geist lebt er in uns. Möglich wird dieses Versprechen, weil Jesus am Kreuz gesiegt und den Tod überwunden hat.
Jesus ist die Manifestation der Gnade Gottes! Wir haben es nicht verdient, dass sich Jesus für uns opferte. Es ist Gnade. Die Bibel ist ganz klar:
„Dass ihr mit Jesus Christus verbunden seid, verdankt ihr allein Gott. Und mit ihm hat er euch alles geschenkt.“
1. Korinther 1,30
Uns gehört der volle Segen, weil ihn Jesus uns in der Fülle zur Verfügung gestellt hat. Es ist wie mit einer Kreditkarte: Du darfst mit ihr über das gesamte Geld verfügen, das auf deinem Konto ist, doch du brauchst eine PIN. Deine Glaubens-PIN heißt J E S U S!
Dein Apfelbaum
Wenn wir versuchen, aus eigener Leistung göttlichen Segen zu erwirtschaften, ernten wir nur Selbstgerechtigkeit. Der Vers in 1. Korinther 1,30 lautet weiter:
„Christus ist Gottes Weisheit für uns. DURCH IHN haben wir Anerkennung vor Gott gefunden, DURCH IHN gehören wir zu Gottes heiligem Volk, und DURCH IHN sind wir auch von unserer Schuld befreit.“
Durch ihn! Nicht durch unsere Anstrengung. Durch ihn! Nicht durch unsere Leistung.
Jesus ist in dir, weil er das, was du brauchst, für dich getan hat. Lass nichts anderes in dein Leben hinein, keine Furcht, keine Angst und kein Minderwertigkeitsgefühl.
Zur Fülle und zum Segen, den Jesus uns schenkt, gehört beispielsweise die Weisheit. Jesus, der in dir lebt, möchte dir sagen, was zu tun ist in Situationen, in denen du nicht weiter weißt. Auch Frieden gehört dazu. Durch seine Tat am Kreuz bist du gerecht, du bist erlöst und du darfst inneren Frieden erleben. Und du bist heilig. Nicht durch deine Kleidung oder deine Leistung – du bist heilig, weil Jesus in dir ist. Du bist nicht gerecht, weil du ein guter Mensch bist, das wäre eine Täuschung. Du bist gerecht durch seine Tat am Kreuz.
Diese Gnade ist die Wurzel in dir. Und die Wurzel sorgt dafür, dass Früchte wachsen. Ein Apfelbaum bringt Äpfel hervor, weil die Wurzel Kraft und Nahrung bringt. Erst die Äpfel machen ihn zum Apfelbaum, der Menschen versorgt. Ganz ähnlich soll die Gnade in dir aktiviert werden und fruchtbar werden. Du kannst lange sagen: Jesus ist in mir. Wenn du das Kostbare in dir nicht wirken lässt, hat niemand etwas davon.
Aus welcher Wurzel wächst dein Baum? Aus der Wurzel des Alten Testaments, nach der du Leistung bringen musst? Oder aus der Wurzel des Neuen Testaments: Christus in dir?
Heilig trotz Sünde?
Manchmal begegnet mir die Frage, ob wir noch heilig sind, wenn wir sündigen. Da besteht kein Zweifel: Jesus weicht nicht von dir. Er bietet dir Vergebung an. Der Teufel möchte, dass du immer ein schlechtes Gewissen hast, weil deine Leistung nicht reicht. Er möchte dir deine Identität als Kind Gottes rauben und sagt: Du bist ein Sünder! Aber deine Identität als Kind Gottes, das Vergebung empfängt, wenn es darum bittet, bleibt unerschütterlich. Denn du bist erlöst durch Jesu Blut.
Alle Religionen wollen Leistung, doch Jesus möchte dir dienen, wenn du ihm mit deinem Glauben vertraust. Durch deinen Glauben empfängst du das, was du menschlich durch Leistung erarbeiten würdest. Vertraue auf das, was Jesus am Kreuz für dich getan hat, und drücke es mit deinem Leben aus!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Wir sehen in vielen Bibelstellen, dass Gott von uns Glauben und Vertrauen erwartet und keine Leistung.
Abram „setzte sein ganzes Vertrauen auf den Herrn, und so fand er Gottes Anerkennung.“
1. Mose 15,6
„Mit Abraham, der unerschütterlich Gott vertraute, werden also alle gesegnet, die ebenso glauben wie er.“
Galater 3,9
„Es ist doch so: Wenn ich eine Arbeit leiste, habe ich Anspruch auf Lohn. Er ist kein Geschenk, sondern ich habe ihn mir verdient. Aber bei Gott ist das anders. Bei ihm werde ich nichts erreichen, wenn ich mich auf meine Taten berufe. Nur wenn ich Gott vertraue, der den Gottlosen von seiner Schuld freispricht, kann ich vor ihm bestehen.“
Römer 4,4-5
„Nachdem wir durch den Glauben von unserer Schuld freigesprochen sind, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“
Römer 5,1
„Warum wollt ihr Christen in Galatien das denn nicht endlich begreifen! Wer konnte euch bloß so verblenden? Habe ich euch das Sterben von Jesus Christus am Kreuz nicht deutlich vor Augen gestellt? Beantwortet mir nur diese eine Frage: Wodurch habt ihr den Geist Gottes empfangen? Indem ihr die Forderungen des Gesetzes erfüllt habt oder weil ihr die Botschaft des Glaubens gehört und angenommen habt? Wie könnt ihr nur so blind sein! Wollt ihr jetzt etwa aus eigener Kraft zu Ende führen, was Gottes Geist in euch begonnen hat?“
Galater 3,1-3
Ein Jahr vor der ersten Gebetsnacht habt ihr die Initialzündung dafür erlebt. 1991 wart ihr in Südkorea. Was ist da passiert?
Isolde: Wir waren auf einer Pastorenkonferenz in einer großen Gemeinde in Seoul. Zu dieser Gemeinde gehörte ein Gebetsberg, direkt an der Grenze zu Nordkorea, und wir wollten dort gern eine Nacht verbringen. Auf dem Berg steht eine große Kirche, es gibt Bunker aus dem Krieg und überall haben Leute gebetet. Sehr beeindruckt hat uns die Atmosphäre – und auch das Feuer, mit dem die Einheimischen dort beteten. Selbst nachts noch sind wir aufgewacht von dem Schreien und Beten der Koreaner.
Daniel: Morgens um 5 Uhr hat dann die schrille Glocke Sturm geläutet und wir sind dann aufgestanden und wollten Kaffee trinken gehen. Aber im Bistro stand ein lieber Koreaner und sagte: „Erst beten, dann Kaffee!“
Isolde: Dann gingen wir in Kirche und es waren schon viele Leute dort. Aber es kamen auch viele Autos angefahren. Wir haben uns gewundert, warum. Jemand hat uns dann erklärt, dass es Geschäftsleute waren, die morgens um 5 Uhr vor der Arbeit aus Seoul zum Beten kamen.
Daniel: Alle saßen auf dem Boden und wir dazwischen mit unseren langen Beinen. Das war schon herausfordernd. Jemand hat uns dann netterweise eine Kiste geholt und wir haben uns so gut es ging aneinander gelehnt. Es war aber eine hammer Atmosphäre – und wir haben gesagt: So etwas machen wir zu Hause auch!


Und dann habt ihr 1992 gestartet. Wie war der Anfang?
Daniel: Wir haben ganz koreanisch begonnen: Ohne Schuhe und auf dem Boden. Beim ersten Mal waren wir um die 30 Leute. Es gab viele Predigten. So würde man es heute wahrscheinlich nicht mehr machen und so wird es wahrscheinlich auch in Korea nicht mehr gemacht. Aber es sind Wunder geschehen, Leute erzählten am Sonntag gleich weiter, wie es gewesen war, und die Besucherzahlen haben sich mit jedem Mal verdoppelt.
Isolde: Da standen dann Hunderte von Schuhpaaren in mehreren Reihen vor der Tür, der ganze Gang voll. Diese Atmosphäre auf dem Boden, dicht aneinander, das war schon einmalig. Das Besondere bei einer Gebetsnacht war schon immer, dass Leute kommen, die was wollen, die was suchen. Das ist eine andere Atmosphäre als sonntagsmorgens. Wenn jemand auf sich nimmt, sich eine Nacht um die Ohren zu schlagen, dann will er wirklich was – und das spürt man.


Lobpreis-Pavillon.
Als 1999 die Kathedrale fertig wurde, habt ihr die Gebetsnacht dort veranstaltet und es kamen 1000 Besucher, später bis zu 3000. Wie hat sich die Gebetsnacht da verändert?
Daniel: In der Kathedrale wollte mein Vater dann gern Hauptredner sein und wie er so war, hat er zwei Stunden lang gepredigt und es herrschte Party-Stimmung. Danach musste ich die Leute dann erst wieder sammeln und in eine Gebetshaltung führen. Aber das gelang, denn die Leute waren ja wirklich zum Beten gekommen.
Gibt es Erlebnisse aus den Jahren, die euch im Gedächtnis geblieben sind?
Daniel: Gerade vorletzten Sonntag war jemand in der Kathedrale und erzählte, vor 30 Jahren hat mein Vater für ein Kind gebetet – und dann wurden es Zwillinge.
Isolde: Ja, es ist schon auffällig, dass viele schwanger wurden, nachdem sie auf der Gebetsnacht waren. Viele kommen mit einem Kinderwunsch und wenn bei den Gebetsnächten Leute erzählen, was sie erlebt haben, sind viele Schwangerschaften dabei.
Daniel: Manchmal haben wir zu dritt oder viert nach der Gebetsnacht noch für 2000 Leute einzeln gebetet.
Isolde: Das kostet viel Kraft.
Daniel: Aber andererseits bekommst du da auch so viel Strom, dass du den Leuten manchmal wirklich ins Gesicht sagen kannst, wo es zieht und fehlt. Einem sagte ich: „Entscheide dich mal zwischen deinen Frauen.“ Und er antwortete: „Aber wie soll ich‘s machen? Ich habe fünf Frauen, mit dreien bin ich noch zusammen, von jeder habe ich ein Kind …“ Da kommt man dann schon ins Schwitzen und fragt sich: Hätte ich lieber nichts sagen sollen?
Isolde: Vor nicht allzu langer Zeit trafen wir zufällig eine Frau, die uns erkannte und erzählte, dass ihr Mann in den 90ern drogenabhängig gewesen war und sich vor der Gebetsnacht auf dem WC im Missionswerk noch mal einen Schuss setzte. In der Gebetsnacht hat er sich dann bekehrt und für sich beten lassen und war von einem Tag auf den anderen frei von Drogen. Er arbeitete dann in einer Drogen-Reha und half anderen Drogenabhängigen. Und immer wenn er seither im Missionswerk war, ging er in das WC, wo er sich das letzte Mal Drogen gespritzt hatte und erinnerte sich daran.

Ihr müsst ja die ganze Gebetsnacht lang hellwach sein, weil ihr Programm macht. Wie bereitet ihr euch darauf vor?
Daniel: Man ist vorher schon wie elektrisiert. Auch wenn man am Freitagmorgen so lang schlafen kann, wie man will, ist man schon um 8 Uhr wach. Nach dem Frühstück gehe ich dann in die Kathedrale und schaue, ob die Technik läuft und packe da und dort mit an. Um 17 Uhr treffen dann die Helfer ein, von 18 bis 19 Uhr wird gebetet, von 19 bis 20 Uhr wird der Lobpreis geprobt. Und von 20 bis 22 ist eigentlich noch Pause, aber es gibt immer noch so viele Fragen, man isst kurz was und, zack, geht’s auch schon volle Kanne los – und dann ist man eigentlich die ganze Zeit unter Strom.
In den sieben Stunden komme ich fast nicht von der Bühne runter, außer wenn Isolde predigt oder wenn Rahel Programm macht. Dann essen wir kurz einen Joghurt – aber mittlerweile auch das im Saal, weil ich mit niemandem reden möchte – das holt mich zu sehr raus. Und wenn die Gebetsnacht dann vorbei ist, sind wir richtig k.o. Aber erst wenn sie vorbei ist.
Isolde: Schön ist, dass wir so ein eingespieltes Team sind. Auch mit Thomas, unserem Pastor, und mit unserer Tochter Rahel. Da greift eins ins andere. Und inzwischen haben wir auch die Routine, dass man mal was abfangen oder einspringen kann.
Was kostet die meiste Arbeit?
Daniel: Die meiste Arbeit besteht darin, das Programm aufzustellen, gar nicht die Predigt, wie man vielleicht denken könnte. Also: In welcher Minute singen wir welches Lied, wann kommt welcher Einspieler? Dann merkt man, in der Reihenfolge geht es nicht, dann dreht man es wieder um ...
Isolde: Für die Kameraleute und das Licht brauchen wir ja einen genauen Ablauf und für uns selbst natürlich auch. Das ist viel Arbeit, da sitzt Daniel zwei Tage dran.
Daniel: Das mache ich auch gar nicht so gern. Wenn der Ablauf steht, bin ich erleichtert.
Gab es mal Zwischenfälle bei einer Gebetsnacht?
Daniel: Einmal drohte unser Generator abzubrennen. Das System ruft dann selbstständig die Feuerwehr und es gab während der Gebetsnacht Durchsagen, dass das Haus geräumt werden muss. Die Ansage dafür kommt vom Band und das hatte mein Bruder besprochen, daher sagten die Leute: „Ach, das ist doch der Torsten, das ist nur ‘ne Übung!“ (lacht) Die Bild- und Tontechniker waren als Erste weg, deshalb lief der Livestream weiter und man konnte am Bildschirm alles live verfolgen. Nur die Lautsprecher haben sie ausgeschaltet, sodass wir keine Durchsagen mehr machen konnten (lacht).
Isolde: Aber es war toll, es war schon Herbst, aber noch relativ warm und die Leute gingen alle raus auf den Rasen und fingen an zu singen.
Daniel: Und als wir dann drinnen weitermachen konnten, war die Stimmung bombig.
Was wünscht ihr euch, was auf einer Gebetsnacht passiert?
Isolde: Dass Menschen Gott begegnen und berührt werden. Ermutigung spielt dabei eine große Rolle. Auf der Gebetsnacht erzählen Leute, was sie erlebt haben und wir lesen auch Zeugnisse vor. Es liegt so ein großes Potenzial in dieser Ermutigung, weil die Leute das selbst ergreifen und auch erleben.
Daniel: Wir möchten die Menschen an die Tür zu Jesus führen und sagen: Jetzt kannst du selber mit ihm reden. Und wir möchten den Glauben aufbauen, dass Gott handelt, dass Wunder passieren können. Bei manchen schlägt es richtig ein, sie fangen an zu weinen oder sie hüpfen umher und man kann sehen: Es hat was gezündet. Das Wichtigste ist, dass Menschen Gott erleben, dafür machen wir das alles.

und Daniel jeweils beten.
Würdet ihr sagen, dass sich die Gebetsnächte in den 30 Jahren verändert haben?
Daniel: Ich würde sagen, dass die Leute früher näher am Gebet waren als heute. Heute kommen mehr Abholer, also Leute, die sagen: „Ich brauche was und wenn Gott eingreift, dann ist gut.“ Sie führen weniger schon ein Gebetsleben vorweg, sondern kommen zu einem Event, um sich etwas abzuholen. Andere Leute sagen: Ich bete schon lange dafür, ich glaube, dass Gott handeln kann. Dann kommen wir dazu und sagen: „Okay, ich helfe dir noch den letzten Meter schieben.“ Und du weißt fast sicher, dass bei denen was passiert, weil sie vorbereitet sind.
Isolde: In den 30 Jahren hat sich so viel verändert und wir haben umgedacht und verändert und neu sortiert und neu kreiert, das muss man, denn die Zeiten ändern sich. Heute könnten wir eine Veranstaltung nicht mehr so machen wie damals, die Leute sind heute anders. Menschen brauchen heute mehr Abwechslung.
In den letzten zwei Jahren war die Gebetsnacht nur online möglich. Wie geht es euch mit der Online-Version?
Daniel: Sie hat ihren eigenen Reiz. Weil wir schon lange unseren Livestream hatten, gehörten wir beim ersten Lockdown mit zu den Ersten, die praktisch sofort volle Kanne online da waren. Als wir beim ersten Mal in der leeren Kathedrale standen, nur die Kameras vor uns, wusste ich nicht, wie es werden würde – aber es war fast eine bessere Atmosphäre, als wenn Leute dagewesen wären. Wir haben geweint, weil die Gegenwart Gottes so spürbar war, das war schon toll. Jetzt hätte ich aber schon gern wieder Leute da.
Bekommt ihr während der Gebetsnacht dann Reaktionen von Teilnehmern mit?
Daniel: Ja, alle Nachrichten, auch aus den Chats, werden gesammelt und wir bekommen sie auf unsere iPads. Isolde und Thomas, unser Pastor, sitzen davor, lesen Anliegen und Gebetserhörungen und lesen immer wieder auch daraus vor.
Wird es mit den Lockerungen jetzt wieder normale Gebetsnächte geben?
Daniel: Ja und darauf freuen wir uns sehr. Wir sind uns noch nicht ganz schlüssig wegen der Uhrzeit. Die Leute lieben es auch, dass es schon um 14 Uhr losgeht. Und wir selbst merken auch, dass man es tagsüber leichter stemmt als nachts. Wir selbst und unsere Helfer sind ja auch wieder ein paar Jahre älter geworden. Dann kann es natürlich nicht mehr Gebetsnacht heißen, da müssten wir einen anderen Namen finden.
Wenn ihr an Karfreitag und an die Gebetsnacht denkt – worauf freut ihr euch am meisten?
Isolde: Auf das, was die Leute als Resonanz zurückgeben. Wenn Leute schreiben: „Mein Leben hat sich verändert“, „ich bin geheilt worden“, „ich kann es wieder mit meinem Mann zusammen“ – das ist unsere Belohnung.
Daniel: Wir gehen in solche Veranstaltungen immer auch mit der Haltung: „Herr, wenn heute die Erweckung beginnt, wäre das ein guter Zeitpunkt. Dann machen wir nicht Schluss, wenn die Veranstaltung eigentlich zu Ende wäre, sondern machen weiter. Dir gehört die Plattform!“
Gebetsnacht in Zahlen
Bis zu 10 Busfahrten wurden von einem Reisebüro zur Gebetsnacht angeboten – etwa aus Hamburg, Hannover, Österreich und der Schweiz.
Bis zu 180 Helfer waren vor Ort aktiv.
Bis zu 1.500 Frühstücke wurden serviert.
Bis zu 3.000 Besucher waren in der Kathedrale.
Bis zu 12.000 Teilnehmer haben im Livestream teilgenommen.
Über 100 Ehepaare machten es sich Ende Januar mit ihrem Laptop auf dem Sofa oder in der Küche gemütlich. Im dritten Eheseminar, das Kirstin und Dirk Schröder mit uns veranstalteten ging es um wichtige Themen wie Kommunikation oder eine geistliche Vision für die Ehe. Viele Teilnehmer bedankten sich für die guten Ideen, die sich ganz praktisch in der Ehe umsetzen lassen. Daneben illustrierten starke Video-Clips treffend die Inhalte. Besonders beeindruckend war die persönliche und authentische Art, mit der Kirstin und Dirk über die Höhen und Tiefen ihres eigenen Ehelebens erzählten. Alles kam so real rüber, dass sich jeder irgendwo wiederfinden konnte. Durch die Form des Webinars war es wie ein Gespräch am Küchentisch der Schröders.


Viele Teilnehmer sagten anschließend, wie wohltuend es gewesen sei, dass die geistliche Grundlage der Ehe, unsere Beziehung zu Gott, im Vordergrund stand und Leitlinie für alles Nachdenken war. „So wie du deine Freundschaft mit deinem himmlischen Vater lebst, so lebst du deine Ehe!“, war eine starke Aussage von Kirstin und Dirk. Die vertikale Beziehung zu unserem Vater im Himmel hat entscheidende Auswirkungen auf die horizontale Beziehung zu unserem Ehepartner. Ist unser Liebestank von Gott gefüllt, dann läuft er über – hinein in unsere Familie.


Ein wichtiges Thema des Wochenendes war auch die gesunde, sexuelle Beziehung in der Ehe. Es war beeindruckend, wie ungewöhnlich offen und ehrlich Dirk und Kirstin darüber sprachen. Im Chat, der nebenher unter den Teilnehmern verlief, zeigten viele positive Rückmeldungen, wie sehr das Thema den Nerv getroffen hatten. Vom Seminar gibt es keine Aufnahmen oder Notizen, man muss die Zeit einfach live erleben. Empfehlenswert ist aber die DVD „Vaterkraft – Erlebe die Macht des Segens“ von Dirk, die in unserem Online-Shop erhältlich ist.
C.S. Lewis hat einmal gesagt: „Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern, aber du kannst dort beginnen, wo du bist, und das Ende ändern.“ Dass unsere Entscheidungen auch die Qualität Ehe unserer Ehe bestimmen, daran haben Kirstin und Dirk uns erinnert und in ihrer begeisternden Art viele praktische Tipps dafür mit auf den Weg gegeben.
Daniel und Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Feedback der Paare
„Ich stand als Mann solchen Seminaren immer sehr kritisch gegenüber. Aber es waren sehr viele Themenbereiche dabei, die zum Nachdenken angeregt haben.“
„Kirstin und Dirk sind einfach so sympathisch und ihnen zuzuhören war eine große Freude.“
„Es gab viele Momente, in denen wir uns in die Augen geschaut und herzlich gelacht haben, weil wir uns wiedererkannten.“
„Durch das Seminar fühle ich mich verstanden und freue mich, gemeinsam Pläne zu schmieden.“
„Danke für die Offenheit zur Sexualität. Es tut gut, in einem christlichen Seminar zu hören, dass es kein Tabuthema ist.“
„Vielen Dank für das intensive und kurzweilige Eheseminar, das positiv anders war als unsere bisherigen Eheseminare.“
„Das Format empfanden wir auch super - entspannt von zu Hause aus zuzusehen und direkt im geschützten Raum darüber auszutauschen war förderlich.“
„Für uns war der geistliche Part sehr wertvoll, in dem es darum ging, Lügen wegzuwerfen und sich der göttlichen Wahrheit, Gott selbst, zuzuwenden.“
„Wir werden das Online Ehe-Webinar weiterempfehlen! Es war bis zum Schluss sehr spannend und erfrischend.“
„Noch nie habe ich so offene Worte zum Thema Sexualität gehört.“

Medien von Dirk Schröder
Im Epheserbrief wird die Gemeinde als Braut bezeichnet und Jesus als Bräutigam. Eine Braut möchte dem Bräutigam gefallen und macht sich schön. Den Männern fällt es vielleicht etwas schwieriger, sich das vorzustellen. Aber keine Sorge, gemeint ist nicht die Schönheit vor dem Spiegel im Bad. Gemeint ist die Schönheit, die die Gemeinde ausstrahlt – eine Ausstrahlung, die im Alltag von anderen gesehen wird.
Diese Schönheit wurde in der letzten Zeit ziemlich auf die Probe gestellt. Als Christenheit haben wir uns beschmutzt mit Meinungskämpfen zum Thema Corona, mit Verurteilungen, Trennungen, eigenen Wegen. Manche Christen sind so resigniert, dass sie meinen, das christliche Leben sei ein Auslaufmodel und nehmen immer mehr den Lebensstil dieser Welt an. Und von außen werden wir in dieser Zeit, in der so viel Missbrauch in den Kirchen aufgedeckt wird, als Christen oft alle in einen Topf geworfen. Doch ich glaube, das religiöse Christsein wird keinen Bestand und keine Wirkung mehr haben. Diejenigen aber, die sich danach sehnen, mitten in dieser Welt die Schönheit der Braut auszustrahlen, werden an einer Entwicklung des Christentums teilnehmen, die zu einer Erweckung führt.
Wer liest dich?
Es ist eine Entscheidung, sich nur Christ zu nennen oder auch als Christ zu leben! In dieser Zeit, in der wir leben, ist eine christliche Reife gefordert. Ein Pastor hat einmal sehr treffend formuliert: „Du bist die einzige Bibel, die manche jemals lesen werden!“
Die Welt braucht keine Flyer mit Zurechtweisungen. Die Welt braucht Christen, die das Wesen des Bräutigams widerspiegeln. Sie braucht Christen, die biblische Prinzipien leben.
Es herrscht in der heutigen Zeit eine unglaublich große Orientierungslosigkeit. Auf YouTube gibt es Predigten in allen Richtungen und zu jeder Meinung und jeder behauptet, es sei die Wahrheit. Die Gefahr ist: Was unser Ohr gerne hört, halten wir schnell für wahr und richtig. Doch auf welchem Fundament steht die Wahrheit, die wir glauben?
In Epheser 5,27 lesen wir: Jesus wollte die Gemeinde „als seine Braut in makelloser Schönheit vor sich stellen, ohne Flecken und Falten oder einen anderen Fehler, heilig und vollkommen.“ Wenn wir uns nicht am Bräutigam orientieren, haben wir die Vielfalt der Meinungen, und die Früchte davon sehen wir gerade. Doch die Braut, die sich an Jesus ausrichtet, wird auch in diesen Zeiten stark, fröhlich und in Frieden leben. Sie lebt in der Stärke ihres Bräutigams und nicht in ihren eigenen Überzeugungen.
Kraftvoll etwas bewirken
Viele erleben die Zeit der Pandemie als eine Wüstenerfahrung. Jesus verbrachte am Anfang seines Dienstes buchstäblich eine Weile in der Wüste. Nach der Taufe am Jordan wurde er vom Heiligen Geist dorthin geschickt und kam voll des Heiligen Geistes zurück. Man mag sich wundern: Der Heilige Geist schickt in die Wüste? Doch wer schon einmal dort war, weiß, dass Zeit in der Wüste eine ganz besondere Erfahrung ist. In der Wüste hat man einen klareren Blick. Dort lenkt nichts ab und man ist konzentriert auf die Lösung. Das ist übrigens auch ein Gedanke unserer Oasentage: viel Ruhe ohne Ablenkung, um Gott zu begegnen.
Jesus ging gestärkt aus seiner Wüstenzeit heraus:
„Mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt, kehrte Jesus nach Galiläa zurück.“
Lukas 4,14
In der heutigen Zeit sehen wir es gerade leider oft eher umgekehrt: Die Gemeinde lebt in der Fülle des Wohlstands und erlebt Kraftlosigkeit. Das heißt nicht, dass Armut ein Segen wäre. Versorgt zu sein, verleiht uns das Vorrecht, unabhängig und in Frieden leben zu dürfen. Die Frage ist vielmehr, ob unser Wohlstand uns ablenkt vom Wesentlichen und uns die Kraft der Schönheit und der Ausstrahlung des Bräutigams raubt. Oder ob wir frei genug bleiben, dass Jesus uns verändert und durch uns etwas bewirkt in dieser Welt. In Johannes 15,5 lesen wir: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“
Weder die Lauen noch die religiösen Kümmelspalter werden etwas für Gottes Reich bewegen. Sie sind wie die Pharisäer damit beschäftigt, andere zu richten, wenn sie religiöse Regeln nicht einhalten. Solche Menschen erkennst du an ihren Früchten: Sie führen keinen Menschen in Gottes Gegenwart, sondern werden von der Welt ignoriert.
Schmuck für die Braut
In 5. Mose 4,39 steht:
„So begreift doch endlich und nehmt euch zu Herzen, was ich sage: Der Herr ist Gott im Himmel und auf der Erde, er allein! Haltet euch an seine Gebote und Weisungen, die ich euch heute gebe.“
Was seine Gebote sind, erfahren wir in der Situation, die in Markus 12,28-31 geschildert wird: Ein Schriftgelehrter hatte einem Wortwechsel zwischen Jesus und einigen religiösen Führern zugehört und war von seiner Antwort beeindruckt. Er fragte Jesus daraufhin: „Welches ist von allen Geboten Gottes das wichtigste?“ Jesus antwortete: „Dies ist das wichtigste Gebot: Hört, ihr Israeliten! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Ihr sollt ihn von ganzem Herzen lieben, mit ganzer Hingabe, mit eurem ganzen Verstand und mit all eurer Kraft. Ebenso wichtig ist das andere Gebot: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist wichtiger als diese beiden.“
Nehmen wir uns zu Herzen, was Jesus hier sagt? Der Arm unseres Bräutigams ist ausgestreckt! Ergreifen wir ihn oder sind wir zu sehr beschäftigt, über unsere Nächsten zu urteilen? Sind dir aktuelle Nachrichten oder Meinungen wichtiger als Zeichen und Wunder? Oder machst du dich auf, dieser Welt Gottes Zeichen und Wunder zu zeigen?
Machst du dich schön für den Bräutigam? Was das bedeutet, wird in 1. Petrus 3,4 beschrieben: „Eure Schönheit soll von innen kommen! Ein freundliches und ausgeglichenes Wesen ist euer unvergänglicher Schmuck. Das ist es, was Gott als wirklich kostbar ansieht.“
Beginne heute noch, an deiner Schönheit zu arbeiten. Der Bräutigam freut sich – und die Welt um dich herum hat mit dir eine Bibel, die sie lesen kann!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Fragen zum Nachdenken
- Was beschäftigt dich mehr: Aktuelle Nachrichten und Meinungen – oder wie Menschen Gottes Liebe und Lösungen erleben?
- Für welche Menschen bist du die einzige Bibel, die sie lesen?
- Lesen sie in dir von Gottes Liebe, Wertschätzung und Vergebung?
- Was möchtest du heute für deine innere Schönheit tun?

Leitfaden Alltagsveränderer
Jeden Morgen, wenn ich aufstehe und meine Söhne für die Schule und den Kindergarten fertig mache, höre ich zu einer bestimmten Zeit ein lautes „Bing!“ Es zeigt mir an, dass mir meine Bibel-App den Vers des Tages aufs Handy geschickt hat. Letzte Woche fand ich dort einen Vers, der mich seither nicht mehr losgelassen hat. Immer wieder musste ich über ihn nachdenken. Er steht in 1. Korinther 10,31:
„Ob ihr esst oder trinkt oder was immer ihr sonst tut – alles soll zur Ehre Gottes geschehen.“
Mir hat dieser Vers an diesem Tag eine neue Tür geöffnet. Er hat mir einen Weg gezeigt, wie ich Gott und seinen Willen noch besser kennenlernen kann.
Gottes Wort belebt
Ich las den Vers und er grub sich sofort in meine Gedanken. Ich begann, das ganze Kapitel zu lesen und wollte alles ganz genau wissen. Je mehr ich darüber nachdachte, wie ich diesen Vers umsetzen kann, desto mehr kam ich auch mit verschiedenen Menschen aus meinem Umfeld darüber ins Gespräch.
Kennst du das auch? Dich packt etwas und du willst dem unbedingt auf den Grund gehen? Ich glaube, genau das möchte Gott von uns – dass sein Wort uns im Alltag trifft und wir darüber nachsinnen und es mit uns herumtragen und uns damit beschäftigen.
Vielleicht denkst du: Na ja, ausgerechnet dieser Vers haut mich jetzt nicht vom Hocker. Klar, jeden beschäftigt etwas anderes und manches trifft uns zu einem bestimmten Zeitpunkt besonders. Sonntags im Gottesdienst hören wir alle gleichzeitig dieselben Worte. Aber wenn wir den Saal durch die Tür verlassen, nimmt oft jeder aus den vielen Worten und Sätzen, die gesagt wurden, etwas anderes mit nach Hause. Wir sind alle verschieden und stehen an einem anderen Punkt in unserem Leben und unserem Glauben. Genau das finde ich so faszinierend! Denn Gott ist genauso vielfältig und kann uns auch deshalb so wunderbar in unserer Vielfalt begegnen.
Ebenso zum Staunen bringt mich, wenn mir bei einer Bibelstelle, die ich eigentlich schon ewig kenne, vielleicht sogar auswendig, plötzlich etwas aufgeht, das ich vorher noch nie so gelesen habe. Solche Momente liebe ich. Für sie danke ich dem Heiligen Geist immer wieder. Das Wort wird lebendig. Es ist nicht tot. Gerade für unseren Alltag sind diese Momente so wichtig. Wenn Gottes Wort lebendig wird, gibt uns das Kraft weiterzumachen, es belebt unseren Glauben und vertieft unsere Beziehung zu Gott.
Beim Kochen, Putzen, Autofahren
So war es, als ich diesen Vers aus dem ersten Korintherbrief las: „Ob ihr esst oder trinkt oder was immer ihr sonst tut – alles soll zur Ehre Gottes geschehen.“ Alles, was ich tue?, dachte ich und überlegte, was ich denn so alles tue. Ich bereite ja nicht nur Predigten vor oder leite Lobpreis, sondern ich schlafe, atme, bügle, koche, wasche, arbeite im Garten, backe, putze, gehe einkaufen. Und dann habe ich überlegt: Wie kann ich das alles zu Gottes Ehre tun?
Im Vers ist von Essen und Trinken die Rede. Von ganz alltäglichen Tätigkeiten. Hast du dich schon mal gefragt, wie du zum Beispiel deinen Kaffee zu Gottes Ehre trinken kannst? Ich seit letzter Woche schon. ☺ Mir ließ es keine Ruhe, diesem Vers und seiner Bedeutung auf den Grund zu gehen. Ich wollte wissen, ob er tatsächlich so wörtlich zu nehmen ist.
Für mich ist es selbstverständlich, dass ich im Gottesdienst zu Gottes Ehre singe oder meine Aufgaben im Missionswerk zu Gottes Ehre erledige. Aber das Kaffeetrinken am Montagmorgen? Oder wie ist es für den Bauern mit seinen Kühen? Kann er den Kuhstall zu Gottes Ehre ausmisten? Dazu habe ich einen tollen Ausspruch gehört: „Wer Gott beim Stallausmisten nicht hat, der hat ihn auch nicht beim Lobpreisen am Sonntag.“ Das gab mir zu denken. Man könnte den Satz natürlich auch anders anfangen: „Wer Gott beim Kochen, Putzen oder Auto fahren nicht hat …“
Nichts von unseren alltäglichen Aufgaben könnte zu klein oder zu unbedeutend sein, um zu Gottes Verherrlichung getan zu werden. Das hat mein Denken wirklich verändert. Natürlich rede ich hier nicht von kriminellen Dingen oder wenn wir mutwillig gegen Gottes Gebote handeln. Das ehrt Gott gewiss nicht. Sondern ich rede von unseren alltäglichen Aufgaben. Ich glaube, es macht einen großen Unterschied, ob wir sie tun, damit sie getan sind oder ob wir sie zu Gottes Ehre tun. Und seien es die banalsten Dinge.
Lebensstil des Lobpreises
Kann ich meinen Kaffee also aus Liebe zu Gott trinken? Oder meine Wäsche bügeln und ihn damit verherrlichen? Ja! Ja, das geht. Unser Glaube fängt doch nicht sonntagmorgens in der Gemeinde an und hört zu Hause wieder auf. Nein – er geht weiter, wenn du mittags etwas kochst oder in der Woche deinen Beruf ausübst – oder eben deinen Kaffee trinkst. Entscheide dich bewusst, ALLES, was du tust, zu Gottes Ehre zu tun!
Wenn wir diesen Vers verinnerlichen und umsetzten, dann wird unser ganzes Leben zu einem Danken und Loben. Dann führen wir einen Lebensstil des Lobpreises. Unser ganzes Leben wird ein Leben, das ihn ehrt. Und ein solches Leben macht doch erst richtig Sinn!
Ich wünsche dir, dass dich dieser Vers genauso packt wie mich und dazu bewegt, aktiv zu werden, und ich wünsche dir viele solcher „Bing!“-Momente, in denen du auch unter der Woche ermutigt wirst, über Gottes Wort nachzusinnen. Das geht übrigens auch auf dem Weg zur Arbeit oder beim Kochen, wenn man wartet, bis der Kartoffelauflauf endlich aus dem Ofen kommt.
Gott kennt deinen Tagesablauf und er möchte ein Teil davon sein! Er liebt es, Gemeinschaft mit dir zu haben. Das muss nicht förmlich und kompliziert sein. Sondern alles, was du tust, kannst du mit Gott zusammen und zu seiner Ehre tun.
Rahel Selg, Missionswerk Karlsruhe

Erlebe Heilung in deinem Alltag
Schon 54 Projekte für Kinder in Jerusalem hat das Missionswerk mit seinen Freunden finanziert. Im vergangenen Oktober wurden während der Israelrundreise der 53. und 54. renovierte Kindergarten eingeweiht. Bei diesen Besuchen treffen wir oft auch Kinder mit Behinderungen, für die die neuen Räume ein Gewinn sind. In einem Kindergarten wurden sogar schallschluckende Zimmerdecken eingebaut, um Nebengeräusche zu reduzieren und so Kinder mit Hörschädigungen zu unterstützen.

Mein Enkel Orr
Manchmal denken Leute, aus behinderten Kindern könne im Leben nichts werden und sie bräuchten ihr ganzes Leben lang Hilfe. Doch das ist nicht in allen Fällen so. Mit der richtigen Unterstützung können diese Kinder sehr viel zur Gesellschaft beitragen. Ich möchte von meiner persönlichen Erfahrung mit einem meiner Enkelsöhne erzählen.
Die ersten meiner zehn Enkelkinder waren Drillinge und Orr ist einer von ihnen. Er leidet unter einer Autismus-Spektrum-Störung, war oft unruhig und aggressiv und Körper- und Augenkontakt fielen ihm schwer.
Als die Drillinge noch klein waren, zog meine Tochter aus beruflichen Gründen mit ihnen für ein paar Jahre nach Kalifornien. Dort betrachtet man diese Kinder als Gefahr für sich und andere. Als ich Orr einmal in seiner Schule besuchte, war ich schockiert: Es sah aus wie in einem Gefängnis. Überall waren Gitter und Orr durfte den Raum nur mit einer Begleitperson verlassen. Als ich ihn dort sah, kamen mir die Tränen.
Ich bin damals viel mit Orr spazieren gegangen. Im Freien bei mir war er viel ruhiger. Doch die beste Behandlung hat Orr von Jerry bekommen. Jerry hatte eine besondere Gymnastik für behinderte Kinder entwickelt. Trampolinspringen gehörte dazu und auch andere sportliche Methoden. Vor allem aber hatte Jerry eine große Liebe zu diesen Kindern. Orr war glücklich und entwickelte eine besondere Beziehung zu ihm.
Nach sechs Jahren kehrte meine Tochter nach Israel zurück und Orr kam in eine normale Schule. Auch dort habe ich ihn besucht. Ich wollte ihn abholen und weil ich frühzeitig dran war, setzte ich mich in eine Ecke des Klassenzimmers. Zu meiner Verwunderung sprach die ganze Klasse Englisch. Ich fragte den Lehrer hinterher, ob es eine Englischstunde gewesen sei. „Nein“, sagte er. „Die Klasse hat sich entschlossen, Englisch zu sprechen, damit auch Orr voll mit dabei sein kann, bis er genug Hebräisch versteht.“ Auch diesmal kamen mir die Tränen. Aber aus ganz anderen Gründen. Kinder mit Behinderungen wurden hier völlig anders behandelt.
Orr beendete die Schule und wegen seiner Behinderung wurde er nicht, wie in Israel üblich, ins Militär eingezogen. Stattdessen leistete er Zivildienst und begann anschließend ein Studium für Filmemacher.
Film über Jerry und Jack
Jerry aus Kalifornien hatte in der Zwischenzeit eine Frau geheiratet, deren Sohn Jack an einer schweren Muskelkrankheit litt. Er war nicht Jerrys leiblicher Sohn, aber er liebte ihn sehr und unternahm viel mit ihm. Gemeinsam fuhren sie mit dem Motorrad durch ganz Kalifornien und Jack wurde zum Star der Rugby-Mannschaft: Jedes Spiel begann mit Jacks Einwurf. Auch mit ihm machte Jerry viel Gymnastik, obwohl er wusste, dass Jack kein langes Leben haben würde.
Orr hielt all die Jahre Kontakt zu Jerry und Jack. Für seine Master-Arbeit im Filmstudium wählte er schließlich als Thema die besondere Beziehung zwischen seinem Freund Jerry und dessen Stiefsohn. Zweimal flog Orr zum Dreh in die USA. Als der Film fertig war, wurde er sogar unter 100 Bewerbern mit einem Filmpreis ausgezeichnet.
Am Anfang des Filmes erzählt Orr seine persönliche Geschichte. Er sagt: „Ich möchte Kindern Hoffnung machen, die wie ich behindert sind, die aber die Hoffnung nicht aufgegeben haben, sondern vorwärtsgehen.“ In diesem Video sind einige (englischsprachige) Szenen des Films und eine Einführung
von Orr zu sehen.
In Kinder investieren
Ich begleite die Arbeit des Missionswerks in Israel schon seit den Anfängen. Zu den Kindergärten und Schulen in Jerusalem, besonders in den sozial schwächeren Vierteln, habe ich durch meine Erfahrung mit Orr einen ganz besonderen Bezug.
Wenn ich dort den vielen behinderten Kinder begegne, sehe ich vor mir, wie ihnen mit der richtigen Unterstützung und liebevoller Begleitung eine positive Zukunft ermöglicht wird.
Was für eine gesegnete Arbeit, die das Missionswerk seit vielen Jahren in Israel tut! Selbst der amtierende Bürgermeister Mosche Lion ist davon so begeistert, dass er bei jeder Einweihung persönlich dabei ist. Im Oktober 2021 sagte er, er freue sich schon auf die Einweihung des 55. Kindergartens im September 2022. Die ganze Arbeit ist eine große Investition in das Leben von meist benachteiligten Kindern in Jerusalem!
Dany Walter

Aus alt wird schön
Wir glauben, in einer schwierigen Zeit wie dieser ist es besonders wichtig, Menschen mit der Botschaft von Jesus neue Hoffnung zu geben. Vor allem die Kinder dürfen wir dabei nicht aus den Augen verlieren. Wir wünschen uns, dass sie Jesus möglichst früh erleben und erkennen, dass er sie über alles liebt und sich nach nichts mehr sehnt, als mit ihnen Gemeinschaft zu haben.

Das Projekt
Um mehr Kids für Jesus zu erreichen, planen wir ein neues Projekt: Wir möchten uns eine eigene LEGO® Stadt aus mindestens 100.000 Steinen zulegen. Etwa 50 Kinder können mit einer solchen Menge ihre Kreativität ausleben und eindrucksvolle Kunstwerke errichten. Sowohl komplett freies Bauen als auch Bauen nach Anleitung soll möglich sein, sodass am Ende von festen Projekttagen eine einzigartige Stadt entsteht. Zwischen den Bauzeiten sollen die Kinder spannende Geschichten aus der Bibel hören und auch Kinderlobpreis, Spiel, Spaß und leckere Snacks und Getränke gehören zum Programm.
Unsere Vision
Wir sehen in diesem Projekt ein großes Potenzial, Kinder mit dem Evangelium in Kontakt zu bringen oder sie in ihrer Beziehung zu Jesus zu stärken. Dabei werden ihre Kreativität und die Gemeinschaft untereinander gefördert. Es ist auch ein tolles Freizeitprogramm für Kinder und während der Schulferien zugleich eine Entlastung für ihre Eltern. Außerdem können wir mit der LEGO® Stadt auch in anderen Teilen Deutschlands missionarisch aktiv werden und unsere bestehende Arbeit im Kids-Bereich ausbauen.
Unterstützer werden
Für ein solch umfangreiches Projekt können wir deine Unterstützung in verschiedenen Bereichen brauchen:
- Gebet
- LEGO® Steine spenden
- Finanzen
Gebet:
Wir sind dankbar, wenn du unsere Arbeit im Kids-Bereich und insbesondere auch dieses Projekt im Gebet mit unterstützt!
Steine spenden:
Vielleicht besitzt du noch LEGO® Steine, die du nicht mehr benötigst. Falls das so ist, wären wir dankbare Abnehmer. Wir freuen uns vollständige Sets genauso wie über lose Steine. Sende sie an: Missionswerk Karlsruhe, Postfach 10 02 63, 76232 Karlsruhe. Gerne kannst du auch in deinem persönlichen Umfeld auf unser Projekt hinweisen. (Hinweis: Bitte nur LEGO® Steine, keine anderen Spielsachen schicken!)
Finanzen:
Du kannst uns auch unterstützen, indem du uns eine finanzielle Spende mit dem Verwendungszweck „LEGO Projekt“ zukommen lässt. Denn neben den Steinen brauchen wir auch Lager- und Transportmöglichkeiten und einen geschlossenen PKW-Anhänger. So ist die Stadt stets ordentlich sortiert, staub- und wettergeschützt und jederzeit schnell und überall einsetzbar.
Beni Schläpfer

Kids anmelden bei den LEGO® Tagen vor Ort
LEGO® ist eine Marke der LEGO Gruppe. Die vorliegende Website wird nicht von der LEGO Gruppe gesponsert, genehmigt oder unterstützt.
Manchmal denken wir, Gott sorge sich um alles Mögliche, aber nicht um uns. Wir meinen, unsere Anliegen wären zu klein oder wir als Mensch zu unbedeutend, als dass der Schöpfer der Welt uns im Blick haben könnte. Dann kann es passieren, dass wir uns verloren fühlen und uns der Mut verlässt.
Doch wenn wir in die Bibel schauen, entdecken wir das Gegenteil! Wir finden viele Beispiele dafür, dass Gott ein Gott ist, der uns sieht. Schau mit mir in die Bibel und entdecke, wie nah Gott dir persönlich sein will.
1. Mit Engelsschutz
„Denn Gott wird dir seine Engel schicken, um dich zu beschützen, wohin du auch gehst. Sie werden dich auf Händen tragen, und du wirst dich nicht einmal an einem Stein stoßen.“
Psalm 91,11–12
Wie Mut machend, dass Gott seine Engel schickt, damit sie uns behüten! Als der Prophet Daniel in die Löwengrube geworfen wurde, erzählte er hinterher: „Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat.“ Kannst du ihm vertrauen, dass er dir seine Engel schickt, in allen Stürmen deines Lebens?
2. In Gottes Blick
„Denn des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.“
2. Chronik 16,9
Seine Augen suchen dich. Sie „durchlaufen die ganze Erde“ steht hier. Unermüdlich behält Gott jeden persönlich im Blick, der sich auf ihn verlässt. Und wenn es noch so viele Menschen sind – mehrere Milliarden! –, er steht dir persönlich bei, wenn du von ganzem Herzen zu ihm kommst.
3. Gott, dein Helfer
„Gott hat uns versprochen: Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab. Deshalb können wir mit Zuversicht sagen: Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten.“
Hebräer 13,5–6
Male dir diese wunderbare Perspektive vor Augen: Du brauchst dich nicht zu fürchten vor der Zukunft, weil Gott dich nicht verlassen wird und er dich in seiner Hand hat, wo immer du gerade bist und wo immer du wohnst. Er weiß um deine Sorgen und Nöte und um deinen Herzenszustand. Er will dir begegnen, genau in den Stürmen deines Alltags. Seine Liebe zu dir ist unermesslich!
4. Gezähltes Haar
„Bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Darum habt keine Angst.“
Lukas 12,7
Jedes einzelne deiner Haare hat Gott im Blick. Jedes Detail deines Lebens kennt er und er verliert dich nicht aus den Augen. Vertraust du ihm? Um jedes Haar, jede Zelle, sogar alles, was unwichtig erscheint, kümmert sich Jesus. Du bist ihm wichtig – mit allen Anliegen, die du hast.
Oft schreiben uns ans Missionswerk Menschen, wie Gott ihnen auf ganz verschiedene Art und Weise geholfen hat – sei es in Form einer Heilung oder Arbeitsstelle, sei es im Bereich Finanzen oder Familie oder wo auch immer. Es gibt nichts, das Gott nicht schon getan hätte. Vielleicht denkst du: Ja, Gott hilft allen anderen, aber mir hilft er nicht. Vielleicht sind in deinem Herzen Trauer und Entmutigung. Doch wie könnte er dich übersehen, wie könntest du ihm egal sein, wenn er sich sogar für jedes einzelne deiner Haare interessiert? Richte deinen Fokus auf ihn.
5. Gesuchte Schafe
„Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eins von ihnen verloren hat, lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?“
Lukas 15,6
Mit dem Gleichnis vom Verlorenen Schaf zeigt Jesus: Wenn schon ein Mensch dem einen von 99 Schafen nachgeht, weil es seine Hilfe braucht, wie viel mehr wird Gott jedem Menschen seine Hilfe anbieten!
6. In der Masse
„Jesus ergriff die Hand des Kindes und sagte: ‚Talita kum!‘ Das heißt übersetzt: ‚Mädchen, steh auf!‘ Da stand das Mädchen sofort auf uns ging umher.“
Markus 5,41
Der Dienst von Jesus zeigt, dass er Liebe für jeden Menschen hat. Er hat oft sogar Menschenmassen stehen lassen, um sich um einzelne Menschen zu kümmern. So war es auch, als ein Synagogenvorsteher mit Namen Jaïrus zu ihm kam. Als er Jesus entdeckte, warf er sich ihm zu Füßen. Seine zwölfjährige Tochter lag im Sterben und er bat Jesus, ihr die Hände aufzulegen. Und das Erstaunliche geschah: Jesus ließ eine große Volksmenge stehen, die sich seinetwegen versammelt hatte, und folgte diesem einen Mann nach Hause, um seine kleine Tochter gesund zu machen! Sei dir gewiss, Jesus sieht auch dich persönlich in der Menge und lässt alles stehen und liegen, um dir zu helfen. Jesus ändert sich nicht. So wie Jaïrus verzweifelt war und erhört wurde, so hört und sieht Jesus dich in deiner Verzweiflung. Er ist für dich da.
7. Einzeln beachtet
„Jesus merkte sofort, dass eine heilende Kraft von ihm ausgegangen war. Er wandte sich um und fragte: ‚Wer hat meine Kleider berührt?‘“
Markus 5,30
Gerade als Jesus sich mit Jaïrus den Weg durch die Menge bahnte, kam eine sehr kranke Frau mitten in die Situation hinein. Seit zwölf Jahren litt sie an Blutungen, hatte in dieser Zeit bei vielen Ärzten Schlimmes durchgemacht. Ihr ganzes Vermögen hatte sie eingebüßt, um sie zu bezahlen, ohne dass es ihr besser ging. Diese Frau hatte von Jesus gehört und sich durch die Menge in seine Nähe gekämpft. Nun berührte sie den Saum seines Gewandes. Denn sie sagte sich: „Wenn ich nur seine Kleider berühre, werde ich gesund.“ Im selben Augenblick spürte sie schon, dass sie geheilt war! Im selben Augenblick merkte auch Jesus, dass heilende Kraft von ihm ausgegangen war. Deshalb drehte er sich um und fragte: „Wer hat mein Gewand berührt?“ Vielleicht waren seine Jünger etwas belustigt, als sie antworteten: „Die Menschen umringen dich von allen Seiten, wie kannst du da so etwas fragen? Zitternd vor Angst trat die Frau auf Jesus zu und warf sich ihm zu Füßen. Jesus sagte zu ihr: „Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht. Geh in Frieden. Du bist geheilt.“
Diese Frau war voller Glauben zu ihm gekommen und Jesus wandte sich ihr zu. Er hätte sie auch übergehen können, aber er hat sich von ihr aufhalten lassen. Die Jünger verstanden es nicht, wie er nach einer einzelnen Person fragen konnte, wo ihn doch alle umherschubsten. Aber Jesus ist der einzelne Mensch wichtig.
Es ist ganz egal, wie du zu Jesus kommst: ob wie Jaïrus, indem du sagst: „Herr, hilf mir!“ oder wie diese Frau, indem du einfach voller Glauben zupackst. Jesus sieht dich und hört dich!
Gott kann und will
Jaïrus hatte es an diesem Tag besonders eilig, denn seine Tochter lag im Sterben. Und nun wurde Jesus von dieser Frau unterbrochen! Wie sich das wohl angefühlt haben mag für ihn? Ich könnte mir vorstellen, dass er von einem Fuß auf den anderen getreten ist vor Ungeduld und dachte: Los, jetzt mach doch endlich, bevor es zu spät ist!
Hast du schon einmal gedacht, dass Jesus wohl aufgehalten wurde auf dem Weg zu dir? Ich kenne die Fragen im Herzen: Warum ändert sich nichts? Warum greift er nicht ein? Warum dauert das so lange? Unser Gedanke ist dann schnell: Die Umstände sind jetzt so verfahren, nun kann Gott auch nichts mehr tun!
Und Jaïrus erhält auch noch die Nachricht, dass seine Tochter nun gestorben ist. Wie schrecklich! Jesus ist schon auf dem Weg und nun ist doch alles aus. Doch Jesus schert sich nicht um das Gejammer der Menschen. Er sagt zu Jaïrus: „Fürchte dich nicht; glaube nur!“ Jesus hat alles im Griff, auch wenn wir gar nichts davon merken. Wie zu Jaïrus spricht er dir zu: „Fürchte dich nicht; glaube nur!“ Gerade als Jaïrus verzweifelt meinte, es gebe keine Hoffnung mehr, hatte Jesus schon alles in die Wege geleitet, um die Situation zum Guten zu wenden. Der Tod hatte keine Macht mehr über das Kind. Sei dir gewiss: Gott lässt sich nicht aufhalten, dir zu helfen.
Gott ist ein Gott, der sieht. Ist das nicht der größte Trost, den es überhaupt gibt?! Der allmächtige Gott sieht dich. Die Bibel ist voller Beispiel dafür. Vertraue ihm und gib dein ganzes Leben und alle Stürme deines Lebens in seine Hand.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Gebetsimpuls
„Vater, ich danke dir, dass du mich siehst. Du bist so groß und zählst doch jedes meiner Haare. Du bist Schöpfer des Universums und durchstreifst doch die Erde mit deinen Augen, um mich im Blick zu behalten. Du bist mein Helfer, du heilst mich und schickst deine Engel, um mich zu beschützen. Ich vertraue dir. Mein Leben ist in deiner Hand. Amen.“

Online-Gebetsnacht – save the date
»Richtet keinen Menschen, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Wenn ihr vergebt, dann wird auch euch vergeben.«
Lukas 6,37
Manchmal scheint es, die ganze Welt wäre durcheinandergeraten. In den Nachrichten hören wir von gleichzeitigem Chaos an vielen Orten weltweit. Unbekannte Gefahren für unser Leben sind auf einmal überall. Die Politiker reagieren und wollen die Menschen schützen. Die Forschung tappt oft noch im Dunkeln, weil die Erfahrungswerte fehlen. Doch interessanterweise meinen Christen häufig, die ganze Wahrheit zu kennen. Komisch nur, dass verschiedene Christen unterschiedliche Interpretationen von Bibelstellen nennen und zu konträren „Wahrheiten“ kommen. Ich habe schon erlebt, dass Christen sich gegenseitig den Glauben absprechen, dass unbedacht Flüche und Urteile ausgesprochen werden, dass Freundschaften zerbrechen und Feindschaft entsteht. Und all das unter Christen.
Kraft der Erlösung
Lasst uns nicht vergessen: Wir stehen in einem geistlichen Kampf. In Epheser 6,12 lesen wir:
„Wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben.“
Die Bibel zeigt uns, dass wir in einem Kampf zwischen Licht und Finsternis leben. Die stärkste Kraft ist auf unserer Seite: Der Heilige Geist hat die Macht, um gegen diese dunklen Mächte in der unsichtbaren Weilt anzugehen. Was wir aber gerade sehen, ist etwas anderes, nämlich dass auch Christen in der sichtbaren Welt kämpfen – gegen Mächte, die aus der unsichtbaren Welt kommen. Oft klingt es in den Diskussionen, als meinten Christen, sie müssten mit ihren Meinungen die Welt retten. Aber das müssen wir nicht. Denn die Welt wurde schon gerettet – von Jesus! In ihm ist die eine Wahrheit und die ist in sich nie konträr.
Wir Christen haben doch die Aufgabe, die Freude und Kraft der Erlösung weiterzugeben! Darin liegen Gottes Lösungen – und nicht in unserer selbstgebastelten Wahrheit, die wir uns mit unserem begrenzten Wissen zusammensetzen.
Nehmen wir uns zu Herzen, was Paulus den Korinthern schrieb:
„Alles menschliche Denken nehmen wir gefangen und unterstellen es Christus, dem es gehorchen muss.“
2. Korinther 10,5
Lasst uns zum Gehorsam bereit sein. Gott ist nicht auf unsere Lösungen und Meinungen angewiesen. Er ist so kreativ, dass wir in der Bibel ungewöhnliche Lösungen finden, die über das menschliche Denken weit hinausgehen.
Wir sehen es bei Joschafat, dem König von Juda. Sein Sieg beruhte nicht auf Strategien, nicht auf Kampfkraft, nicht auf einer Mehrzahl an Meinungen, sondern er stellte Sänger in die erste Reihe seines Heeres und sie lobten Gott in Festgewändern. Sie waren der Schlüssel, um die Ammoniter zu besiegen. Sein fester Glaube an Gottes Zusage, sie würden siegen, ohne zu kämpfen, war das Fundament für diesen Sieg!
Identität in Jesus
Die ganze Welt steckt überall in denselben Schwierigkeiten. Hat Gott nicht mehr alles im Griff? Woher kommt die Lösung? Wie sieht es aus bei Gottes Bodenpersonal? Leider können wir beobachten, wie Christen sich bekämpfen und spalten. Aber die Frage ist doch: Hat Gott einen Lockdown für die Liebe beschlossen? Gelten denn auf einmal Beschränkungen für unser Lieben, Wertschätzen und Vergeben? Nein! Es gilt dieselbe Botschaft der Bibel, die wir auch schon vor Corona einüben wollten: Wir begegnen Menschen, indem wir sie lieben, wertschätzen und ihnen vergeben.
Viele Christen haben in der heutigen Zeit eine begründete Meinung – nicht mehr und nicht weniger –, stellen diese aber als Wahrheit dar. Und Christen, die anders denken, tun es genauso. Beide Seiten begründen ihre Haltung mit Bibelstellen. Aber können wir uns wirklich anmaßen, mit unserem begrenzten Wissen die ganze Wahrheit zu kennen? Warum verurteilen und richten wir Gläubige wie auch Ungläubige? Ich verstehe die Bibel so, dass sie genau das Sünde nennt.
Gott hat keinen Lockdown beschlossen für „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Das Gebot der Nächstenliebe gilt nicht nur weiterhin, sondern ohne Liebe entmachten wir Gott sogar in unserem Leben. Ohne Liebe halten wir nur noch ein Schild hoch, auf dem „Christ“ steht, sind aber wie alle anderen. „Weil Gottes Gebote immer stärker missachtet werden, setzt sich das Böse überall durch“, lesen wir in Matthäus 24,12: „Die Liebe wird bei den meisten von euch erkalten.“ Wenn wir unsere Identität in Jesus kennen, können wir die konträre Meinung des Nächsten stehenlassen. Schließlich heißt es: „Liebe deinen Nächsten“ und nicht: Liebe alle Gleichdenkenden.
Die Lösung
Lasst uns unsere Identität ernstnehmen: Wir sind Kinder des lebendigen Gottes mitsamt der ganzen Ausrüstung unserer Erlösung! Zeichen und Wunder sollen uns Christen umgeben. Und die Welt um dich braucht kreative Lösungen, die es nur bei Jesus gibt – der in dir lebt! Jetzt ist die Zeit, das Licht in die Dunkelheit zu bringen, das wir so viele Jahrzehnte in Gottesdiensten besungen und angebetet haben. Wo ist deine Courage, dieser Welt das Licht zu bringen? Wo ist dein Mut, dieser Welt die Liebe Gottes in dir zu zeigen? Die ganze Welt ist entmutigt und ratlos. Sie braucht Christen, die ihre Identität ernstnehmen als Kinder eines Gottes, der Hoffnung, Licht und Lösungen schenken will.
Ein Junge war einmal sehr entmutigt. Als seine Lehrerin davon erfuhr, steckte sie ihm einen kleinen Zettel zu mit der Aufschrift: „Du schaffst es!“ Der Junge hob den Zettel in seinem Geldbeutel auf. Nach vielen Jahren brach Krieg aus im Land und er musste als Soldat kämpfen. Es sah gar nicht gut aus, doch als er seinen Geldbeutel öffnete, entdeckte er den kleinen Zettel wieder: „Du schaffst es!“ und ihn durchfuhr dieselbe Hoffnung, die er schon als kleiner Junge gespürt hatte.
Wo sind diejenigen, die ihrem Nächsten einen solchen Zettel zustecken? Wo sprechen wir anderen zu: „Du schaffst das!“? Wo bringen wir Christen Gottes Lösungen zu den Menschen?
Kreativität, Integrität und Exzellenz gehören zur Substanz unseres Glaubens und sie sind gerade in dieser Zeit gefragt! Der Vater hat den perfekten Plan für diese Welt und wir als seine Söhne und Töchter haben mehr zu bieten, als nur unsere Meinung zu verbreiten: Wir haben Zeichen und Wunder für diese Welt! Lass Gottes ganze Kraft in deinem Leben frei. Biete ihm dein Leben an, sei authentisch, kreativ, kraftvoll und exzellent – damit er dich für die Menschen um dich herum gebrauchen kann. Lebe nicht im Lockdown der christlichen Werte, sondern praktiziere Lieben, Wertschätzen, Vergeben!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
- Dieser Artikel ist in der aktuellen Ausgabe "FREUDE AM LEBEN" erschienen. Falls du unser monatliches Magazin noch nicht kennst, kannst du es hier kostenlos bestellen: Link.
- Schon gesehen: "Heilung für deine Seele" ist unser neuester Leitfäden.
Jesus zeigte mir einmal eine Vision, in der ich vor einer großen Mauer stand und nicht weiterkam. Alles wirkte bedrohlich, obwohl ich mich in einem wunderschönen ruhigen Wohnviertel befand. Plötzlich sah ich die ganze Situation aus der Vogelperspektive und bemerkte, dass die Straße hinter der Mauer einfach weiterging, ohne Hindernisse, genau wie vorher. Da fing die Mauer mit einem Mal an zu bröckeln und stürzte ein. Ich kletterte über das Geröll und ging unbekümmert meinen Weg weiter.
So wie zu Beginn dieser Szene geht es uns oft: Wir erleben Begrenzungen und wissen nicht weiter. Wir stehen da und denken: Jetzt ist alles vorbei! Diese Vision hat mir gezeigt, dass die Realität oft ganz anders ist als das, was wir meinen oder sehen.
Immer gleiche Muster
Mauern im Leben haben verschiedene innere Gründe. Sie können sich in unserem Leben durch Gedanken, Gefühle und auch Gewohnheiten aufbauen. Es kommt uns etwas in den Sinn – und sofort sind wir in negativen Gedanken gefangen. Oder wir erleben etwas und jedes Mal schlägt unsere Stimmung um und wir fühlen uns schlecht. Immer wiederkehrende innere Muster nehmen uns gefangen. In Galater 5 formuliert Paulus den Kampf, in dem wir stehen:
„Lasst euer Leben von Gottes Geist bestimmen. Wenn er euch führt, werdet ihr allen selbstsüchtigen Wünschen widerstehen können. Denn eigensüchtig wie unsere menschliche Natur ist, will sie immer das Gegenteil von dem, was Gottes Geist will.“
Galater 5,16-17
Unsere menschlichen Muster streiten gegen das, was der Heilige Geist will. Unsere Gedanken, Stimmungen und Gewohnheiten stehen oft im Gegensatz zu dem, was die Bibel sagt.
Abhängigkeiten
Wenn aus falschen Gedankenmustern ungesunde Gewohnheiten werden, können sie eine Festung sein in unserem Leben. Wir tun etwas immer und immer wieder, auch wenn es uns schadet. Das kann zu Abhängigkeiten führen oder auch zu einer Sucht. Wir rutschen in die Abhängigkeit von Alkohol, von zu viel Essen, von zu viel Surfen im Internet, von Pornographie.
Um diese Abhängigkeiten oder andere innere Begrenzungen niederzureißen, müssen Muster durchbrochen werden. Die Mauer muss bröckeln, damit wir hinübersteigen können. „Lasst euer Leben von Gottes Geist bestimmen“, schreibt Paulus. An Gottes Geist sollen wir unser Verhalten ausrichten. Mit seiner Hilfe und Gebet können wir mit schlechten Gewohnheiten brechen und sie stoppen. Wenn wir sie unter die Kontrolle des Heiligen Geistes stellen, wird er uns dabei helfen.
Ich möchte dir an dieser Stelle einmal ausdrücklich zusprechen: Du schaffst das, mit schlechten Gewohnheiten aufzuhören! Du hast die Kraft dazu. Denn Gottes Geist mit seiner Kraft lebt in dir. Und es ist auch eine Sache der Entscheidung. Frage dich ehrlich: Will ich überhaupt aufhören und mit den schlechten Gewohnheiten brechen? Manchmal sind sie uns auch lieb geworden. Triff die Entscheidung.
Gute Gewohnheiten
An die Stelle der schlechten Gewohnheiten müssen gute Gewohnheiten treten. Sie fallen aber nicht vom Himmel, sondern müssen aufgebaut und trainiert werden. Das fällt uns manchmal schwer, weil unsere Bequemlichkeit dem im Weg steht. Dann melden sich Gefühle und Stimmungen: Ich habe keine Lust. Oder: Ich bin so müde. Das kann tatsächlich schon mal so sein. Aber es darf nicht immer zur Ausrede werden, die uns abhält. Unserer Bequemlichkeit fallen tausend Gründe ein, warum wir die gute Gewohnheit heute nicht ausüben können. Aber es lohnt sich, der Bequemlichkeit zu widerstehen. Denn gute Gewohnheiten verändern uns zum Guten. Gib nicht auf, an guten Gewohnheiten zu arbeiten.
In Hebräer 5,14 lesen wir:
„Nur wer seine Urteilsfähigkeit geschult hat, der kann auch zwischen Gut und Böse unterscheiden.“
Durch Gewöhnung bekommen wir geübte Sinne. Das ist dringend notwendig für unser geistliches Leben. Es hilft uns, Gutes und Böses zu unterscheiden. Wie wichtig ist das doch gerade in unserer Zeit! Oft herrscht so viel Verwirrung, dass wir gar nicht herausfiltern können, was die Wahrheit ist. Dafür brauchen wir die Hilfe des Heiligen Geistes und das muss trainiert werden.
Auch Jesus hat verschiedene gute Gewohnheiten eingeübt. In Lukas 4,16 lesen wir: „Er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war; und er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge.“ Und in Lukas 22,39 lesen wir: „Er ging nach seiner Gewohnheit hinaus an den Ölberg. Es folgten ihm aber auch die Jünger.“ Die Jünger lernten von Jesus, was es heißt, ihm nachzufolgen, indem
sie gute Gewohnheiten übernahmen. Jesus hatte auch die Gewohnheit
sich abzusondern und zu seinem Vater im Himmel zu beten.
Festungen fallen
Veränderung ist möglich. Wir bekommen viele Zuschriften, in denen Menschen uns davon berichten, wie Jesus in ihrem Leben zerstörerische Gedanken, Gewohnheiten und Süchte weggenommen hat. Einer schrieb uns: „Ich hatte um Gebet für meine Pornosucht gebeten. Gott schenkte mir eine christliche Selbsthilfegruppe und ich konnte mehrere Sperren in Smartphone und Laptop einbauen. Ich habe kein Verlangen mehr danach. Danke Jesus!“ Es ist wunderbar zu erleben, wenn die Festungen des Verlangens durch Gebet fallen.
Ein anderer schrieb uns nach einer Gebetsnacht: „Meine schwankenden Gefühle von Frust und Wut haben sich in Zuversicht verwandelt.“ Was für eine wunderbare Freiheit, wenn Menschen von diesen Bindungen loskommen und innere Mauern und Begrenzungen verschwinden.
Lass nicht zu, dass Begrenzungen und Mauern deinen Weg mit Jesus einschränken. Triff die richtige Entscheidung! Bitte Gott, falsche Gedankenmuster und Gewohnheiten in deinem Leben zu brechen. Lass sich dich nicht von negativen Erfahrungen abhalten, sondern halte dir vor Augen, was Gott zu tun vermag. Übe mit ihm gute Gewohnheiten ein und lass dein Leben von Gottes Geist bestimmen.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
3 Schritte zum Umsetzen
- Bitte Gott, dir ungesunde Muster, Gewohnheiten und Gedankenfestungen zu zeigen.
- Triff die Entscheidung, die Mauer einzureißen und bitte Gott um Hilfe.
- Überlege dir gute Gewohnheiten, die dir helfen, und übe sie beharrlich ein.
Wir bekamen eine Mail von Ulrike, die uns schrieb, dass sie schon lange Zeit keine Freude mehr an ihrer Arbeit hatte. Sie war hin und hergerissen, ob sie sich etwas Neues suchen sollte. Doch nach einigen Predigten, Telefonandachten und Gebeten fühlte sie sich schließlich bestätigt, dass es richtig war. Und sie setzte ein klares Zeichen: Sie reichte bei ihrem Arbeitgeber im Vertrauen auf Jesus schließlich die Kündigung ein. Ihr Vertrauen wurde belohnt: Jesus sorgte für eine neue Arbeitsstelle, in der sie nun zufrieden und voller Dankbarkeit beschäftigt ist.
Schritte wagen
Manchmal erwarten wir, dass Gott alles weiß und automatisch Wunder tut. Und wenn sich nichts ändert fragen wir: „Herr, warum hast du nicht ...?“ Dann kann es sein, dass Gott zurückfragt: „Warum hast du nicht ein Zeichen deiner Bereitschaft gesetzt?“ Glaube kann unseren Mut und unseren Einsatz erfordern. Dann warte nicht einfach, bis Gott tätig wird, sondern setze ein Zeichen! Als Jesus ihn dazu aufforderte, stieg Petrus erst mit einem Bein, dann mit dem anderen aus dem Boot – mitten auf dem See. Er wagte den Schritt. Ohne ein Zeichen zu setzen – nach einer Erfahrung, einem Erlebnis, einer Entscheidung –, ist alles zufällig!
Josua zog mit dem Volk Israel Richtung Jordan. Gott hatte gesagt, sie würden den Jordan überqueren und in das Land ziehen, das er ihnen geben wollte. Doch als sie an den Fluss kamen, hatte er Hochwasser. Und Josua setzte ein Zeichen: Er trug den Priestern auf, die Bundeslade zu nehmen und in den Fluss zu tragen. Wie bitte? Die heilige Bundeslade, das Zeichen für Gottes Gegenwart in den Fluss tragen? Es war ein Zeichen des Gottvertrauens – und sobald die Träger der Bundeslade das Wasser berührten, staute es sich. So konnte das Volk durch das Flussbett gehen (Josua 3). In Jericho, das vor ihnen lag, setzt derselbe Josua erneut ein Zeichen: Sechs Tage lang zog er mit den kampffähigen Männern, der Bundeslade und sieben Priestern mit Shofar um die Stadt und am siebten Tag sogar siebenmal. Die uneinnehmbaren Mauern stürzten ein. Nicht wegen der gewaltigen Druckwelle der Hörner, sondern weil Josua ein Zeichen gesetzt hatte.
Ganz ähnlich setzte Mose ein Zeichen, als das Volk vor dem Roten Meer stand und hinter ihnen das Heer der Ägypter heranrückte. Er hielt seinen Stock über das Meer und es teilte sich. Es war kein magischer Stock, sondern ein Zeichen des Glaubens. Elia setzte ein Zeichen, als er bei den Baalspriestern noch zusätzlich Wasser auf die Opfer goss, weil er darauf vertraute, dass Gott sie dennoch brennen lassen würde. Joschafat, der König Judas, stellte statt Kämpfern einige Sänger in die erste Reihe seines Heeres, die Gott in Festgewändern lobten. Er setzte damit ein Zeichen, dass er auf Gott vertraute – und nicht auf die Kampfkraft seiner Männer. David verzichtete auf eine Rüstung. Sein Zeichen waren fünf Kieselsteine, die mit Gottes Hilfe genügten, um Goliath zu besiegen. Ich könnte das ganze Magazin mit Berichten darüber füllen, wie Menschen Zeichen setzten.
Starte den Motor
Und du – wo gehst du Schritte in deinem Gottvertrauen? Setze mit deinem Glauben ein Zeichen und aus deinem Unmöglich kann ein Wunder werden! Wir haben Tausende Zeugnisse gesammelt, in denen Menschen uns berichten, wie Gott eingegriffen hat. Das sind Berichte von Menschen, die im Glauben ein Gebetsanliegen in den Briefkasten gesteckt oder uns gemailt haben und manche haben schon beim Einwurf oder Absenden ein Wunder erlebt.
Wann immer du in der Bibel liest oder eine Predigt bei YouTube siehst: setze ein Zeichen zu dem, was du gelesen oder gehört hast! Mache den ersten Schritt und Gott macht den zweiten! Sei nicht jemand, der seinen Wagen nur tankt, sondern starte den Motor, lege den Gang ein und setze den Fuß aufs Gaspedal. Setze das, was du hörst, in deinem Leben um, damit es Frucht bringen kann!
Mein Großvater kam 1945 aus dem Krieg zurück und begann mit drei Frauen einen Hauskreis. Rasch schlossen sich viele Menschen an und man brauchte ein Gemeindehaus. Mit Wertmarken, die es nach dem Krieg statt Geld gab, kauften die Leute sich Zigaretten und andere Dinge. Mein Großvater kaufte stattdessen ein „Kamintürchen“. Was er damit vorhatte? Er glaubte, dass Gott um dieses Kamintürchen herum das Gemeindehaus ermöglichen würde! Das Wunder steht heute noch in Karlsruhe-Durlach.
Flügel und Steine
Als wir kein Grundstück für die Kirche bekamen, lief mein Vater wie Josua sechs Tage lang und am siebten Tag sieben Mal um das Rathaus herum. Die Striche sind heute noch am Dachkanal, wenn er nicht erneuert wurde. Auch auf dieses Zeichen hin hat Gott das Unmögliche wahr gemacht. Später kaufte mein Vater von dem Geld seines Bauunternehmens den größten Steinway-Flügel, den es gab, und stellte ihn in sein Büro. Er bat Gott, die Vision der Kirche zu ermöglichen und der Flügel möge eines Tages auf der Bühne der Kirche zu Gottes Ehre gebraucht werden. Schon seit 1999 spiele ich nun in der Christus-Kathedrale mit Begeisterung auf dem schönsten Instrument, das ich auf der Erde kenne.
Ein weiterer Traum meines Vaters war, dass hinter dem Kreuz in der Kathedrale Steine aus Jerusalem die Kirche schmückten. Er setzte ein Zeichen, indem er zu einem Steinbruch in Israel fuhr und sich die Steine aussuchte. Als er nach Hause kam, lag an seinem Geburtstag ein Zettel auf dem Schreibtisch, dass er eine Frau anrufen solle. Als er sich bei ihr meldete, fragte sie ihn nach seinem Geburtstagswunsch. Er erzählte begeistert von den Steinen, die er gerne als Schmuck für die Kirche hätte. Die Frau erwiderte, dass sie genau diese Größenordnung im Sinn gehabt habe und sich freue, diesen Traum zu verwirklichen. Dieses Zeichensetzen habe ich bei meinem Vater immer wieder beobachtet und Gott hat es beantwortet.
Ein Bus und eine Reise
Auch in Isoldes und meiner Geschichte hat es oft eine Rolle gespielt. Als wir vor einigen Jahren einen neuen Einsatzbus brauchten, standen beim Händler zwei Fahrzeuge zur Auswahl. Der eine Bus war günstiger, hatte aber viele Nachteile. Doch bei so viel Geld ist man geneigt, auch Kompromisse einzugehen. Der andere Bus hatte alles, was wir brauchten, aber eben auch einen stolzen Preis. Isolde sagte bei der Entscheidung: „Das eine ist ein Bus – das andere ist Glaube!“ Nach diesem Zeichen kam in kürzester Zeit das benötigte Geld dafür zusammen.
Auch mit unserer Israelreise haben wir ein Zeichen gesetzt, indem wir sie geplant und nicht abgesagt haben. Ein TV-Sender erlaubte uns schon nicht mehr, Werbung für die Reise zu zeigen, da es ja unmöglich sei, nach Israel zu fliegen. Aber unser Zeichen hatte Folgen: Am 12. Oktober konnten wir trotz geschlossenem Land nach Israel einreisen! Zu Beginn der Pandemie, am 1. April 2020, haben wir ein Zeichen gesetzt und ein TV-Ermutigungs-Studio gebaut. Mittlerweile ist es in Betrieb und hat schon über 200 Sendungen beherbergt, die über 500.000 Mal angesehen wurden. Wir wollen mit all dem nie prahlen – es ist allein Gott, der Wunder tut!
Auch in meiner eigenen Lebensgeschichte hat es oft eine Rolle gespielt. So hatte ich beispielsweise mit 20 Jahren schon drei Berufe erlernt auf einer Laufbahn der Wunder, die normalerweise total unmöglich ist. Im IBM-Magazin wurde gemeldet, dass ich als jüngster Programmierer IBM-Systeme verknüpft hätte, was eigentlich unmöglich sei. Wir dürfen auch in der Welt Zeichen setzen. Mit meinem Motto „Geht nicht – gibt’s nicht“ haben wir im Missionszentrum viele Zeichen gesetzt, die Gott mit Wunder bestätigt hat. Was ich von uns in aller Demut schreiben darf, ist, dass wir immer einen kindlichen Glauben bewahrt haben und Schritte gegangen sind. Alles was wir sind und haben, ist alleine Gottes Größe. Doch das Zeichensetzen war und ist ein mächtiger Schlüssel dazu. Ich sage nicht, dass es einfach ist. Heute ist auch eine andere Zeit und Zeichen zu setzen kann schwierig sein, weil es keine Beispiele gibt und wir vor Herausforderung stehen, die es noch nie gegeben hat.
Nicht unbedacht
Bei all diesen Beispielen möchte ich auch nicht sagen, dass wir unbedacht alle möglichen Zeichen setzen sollen zu allem möglichen, das uns in den Sinn kommt oder das wir uns wünschen. Es gehört immer ein Hören auf Gottes Willen, ein Abwägen, oft Gespräche mit anderen und Gebet dazu! Und dennoch ist es so wichtig, voller Gottvertrauen Schritte zu gehen:
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, Liebe und Besonnenheit!“
2. Timotheus 1,7
Und du? Wo setzt du für dein Wunder ein Zeichen – vielleicht ausgelöst durch diesen Impuls? Für viele heißt es: Schöne Predigt – nächste Predigt. Doch du kannst fünf YouTube-Predigten am Tag konsumieren – wenn du nicht nach dem Gehörten für dich ein Zeichen setzt, wenn du nicht den Motor startest, dann bist du nur jemand, der tankt! Welches Zeichen willst du setzen? Jesus hat am Kreuz das größte Zeichen gesetzt:
ein ewiges Zeichen des Sieges über den Tod, die Sünde und Krankheit. Jetzt bist du an der Reihe. Setze mit deinem Glauben ein Zeichen und aus deinem Unmöglich kann ein Wunder werden.
Als Jesus zum Teich Betesda ging, neben dem viele Hilfsbedürftige lagen, sah er einen Mann, der seit 38 Jahren krank war. Er forderte diesen Mann auf: „Steh auf, rolle deine Matte zusammen und geh!“ Und der Mann setzte das Zeichen: Er tat, was er 38 Jahre lang nicht gekonnt hatte, und stand auf. Er war geheilt (Johannes 5,1-9).
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Predigt Podcast
Nach dem großen Erfolg des Ehe-Webinars mit über 200 Paaren im Januar 2021 hatten wir uns entschlossen auch den Männertag als Webinar anzubieten. Und viele waren dabei: 155 Männer klinkten sich ein. Einige hatten mehrere Männer zu sich eingeladen, um gemeinsam diesen Tag zu erleben. Dirks Sohn Marvin hat diesmal den ganzen Tag die Technik wunderbar betreut – herzlichen Dank!

Dirk startete mit seiner Lebensgeschichte, bei der sich jeder irgendwo wiederfand, und tauchte ganz tief ein in die vier Themen, bei denen Männer Veränderung und Befreiung von einem falschen innerlichen Bild brauchen: Berufung, Sehnsucht, Vaterschaft und Risiko.
Mit einer Welle von Dank und Lob im Chat und per Mail ging dieser schöne Tag zu Ende. Einiges davon haben wir euch unten zusammengestellt. Aufzeichnungen wird es nicht geben, doch bestimmt wieder einen Männertag! Außerdem empfehle ich herzlich unser Online-Eheseminar vom 21. – 22. Januar 2022. Es wird sehr offen gesprochen, aber nie peinlich werden (und im Webinar sieht man ja die anderen Teilnehmer ohnehin nicht.) Ob du heiraten möchtest, Probleme in der Ehe hast oder eine gute Ehe führst – hier bist du genau richtig!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Das sagen unsere Teilnehmer:
„Wirklich sehr cool, wie ihr mit dem Thema Gott umgegangen seid. Offen, direkt und doch nicht aufdringlich für Ungläubige. Hätte ich das gewusst, hätte ich mir überlegt, wen ich von meinen nichtchristlichen Freunden noch hätte einladen können. Stark fand ich auch die Clips. Gerade die Clips aus Blockbustern sind auch für Leute, die nicht gläubig sind. Ich fand es super, dass es online war, denn für mich wäre es aufgrund der räumlichen Distanz sonst kaum möglich, zu solch einem Seminar zu kommen.“
„Vielen, vielen lieben Dank für diesen hammer Tag! Das war Orientierung, neue Ausrichtung und ging so tief. Ganz klar ging es um den Vater, der die Quelle aller Kraft ist. Ich bin jetzt erst mal so beschenkt, dass ich alles sacken lassen muss. Bin beim nächsten Männertag sicherlich wieder mit dabei! Ganz liebe Grüße aus dem Süden.“
„Insgesamt war es ein richtig guter Tag mit vielen tiefen Inputs. Ich hätte eigentlich alles aufschreiben sollen, so gut war es. Leider kann ich nicht so schnell schreiben. 🙂 PS: Freue mich schon aufs Ehe-Seminar.“
„Danke, Dirk und Marvin, ihr habt mir gezeigt, was werden kann. Ich habe gemerkt, ich brauche noch etwas Zeit, um dieses Jahr zu verarbeiten. Dennoch bin ich Gott so dankbar, hier dabei sein zu dürfen. Ihr seid ein Segen für mich. Segen den Kindern weitergeben, das ist mir ganz wichtig geworden.“
„Ich bin in den letzten Jahren echt kritisch geworden, was Seminare angeht. Aber ihr habt mich gerockt, denn ich weiß jetzt wieder, dass da ein besseres Leben ist und vor allem WILL ich das auch wieder! Ich fand die Filmszenen sehr ansprechend, da sie Inhalte nochmal ganz anders transportieren.“
„Bitte bietet regelmäßig Online-Seminar zusätzlich zu den Vor-Ort-Seminaren an! Es ist deutlich einfacher, die gesamte Männergruppe zu so einem ‚Fernsehabend‘ zusammenzubekommen, als alle zu einer Reise zu motivieren. Bezogen auf Eheseminare ist es für Ehepaare mit kleinen Kindern viel einfacher, an einem Online-Seminar teilzunehmen.“
Noch bevor unsere Reisegruppe in Israel eintraf, haben wir unser Sozialprojekt in Haifa auf dem Berg Karmel besucht. Auf dem Weg zum dortigen „House of Victory“ machten wir einen Zwischenstopp: Man hatte uns gebeten, eine Veranstaltung mit dem Tourismusminister durchzuführen, bei der ich ein Interview für eine israelische Nachrichtensendung gab. Von dort aus begleitete uns eine Journalistin der Zeitungen „Die Zeit“ und „GEO“ zu unseren Sozialprojekten.
Am „House of Victory“ angekommen, wurden wir herzlich von Eric Benson, dem Leiter der Drogenrehabilitation, begrüßt. Er strahlte eine solche Freude aus und wollte uns in den drei Stunden möglichst viel von all dem erzählen, was sie dort so erfolgreich tun. Er und seine Kollegen zeigten uns das Haus mit den vielen Geräten und Gegenständen, die wir gespendet haben. Dank Unterstützung unserer Freunde ist das uralte Haus richtig schön geworden.
In der Küche, deren Umbau wir ebenfalls finanzieren konnten, kochten gerade ehemalige Drogensüchtige für alle. Drei der Bewohner erzählten uns, wie sie durch diese Arbeit frei von Drogen geworden waren. Es sind unbeschreibliche Geschichten! Selbst die Polizei schätzt diese Arbeit und bringt immer wieder neue abhängige Menschen, die Hilfe brauchen. Die ehemaligen Drogenkranken, die mittlerweile Christen geworden sind und hier leben und arbeiten, sind feurige Beispiele für alle Neuankömmlinge.

Bei unserem Besuch haben wir versprochen, das Essensprogramm für die Drogensüchtigen bis Weihnachten mit 14.000 Euro zu unterstützen. Wenn du mit uns diese Arbeit unterstützen willst, freuen wir uns über deine Gebete für die Drogenpatienten und über Spenden.
Danke an alle, die sich daran beteiligen!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
David Yonggi Cho
1936 – 2021

Dr. David Yonggi Cho hat in Seoul eine der größten Einzelgemeinden weltweit aufgebaut und verkörperte die schnelle Verbreitung des Christentums in Südkorea. Als mein Vater Siegfried Müller 1971 von Christen enttäusch nach Seoul kam, erlebte er dort einen lebendigen christlichen Glauben. Im Hotelzimmer dort ist meinem Vater Gott begegnet und es hat sein ganzes Leben verändert.
1975 war Dr. Cho zum ersten Mal in Karlsruhe. Ich kann mich noch gut erinnern, dass wir in der Gemeinde 35 Leute waren, ich aber mit meinem Vater in der leeren Schwarzwaldhalle mit 4.000 Sitzplätzen stand, um sie zu mieten. In jener Zeit kannte man in christlichen Kreisen in Deutschland auch kaum Heilungsdienste. Die vollbesetzte Schwarzwaldhalle am Sonntag war nicht nur ein Wunder, sondern auch Ausgangsposition für die Entwicklung unseres Missionswerkes.
Neue Dimensionen der Gegenwart Gottes mit Zeichen und Wundern entwickelten sich und im Jahr darauf erhielt mein Vater die Vision, das Missionszentrum mit der Christus-Kathedrale zu bauen – fast undenkbar zur damaligen Zeit in Deutschland! Doch seit 1981 wurde sie Stück für Stück Wirklichkeit (viele Details kann man in dem Buch meines Vaters „Es gibt keine Grenze für Jesu Macht“ und in unserem Buch „Gott vertrauen“ nachlesen).
Auch Isolde und ich haben Dr. Cho persönlich erlebt und auch für uns war er eine große Inspiration für unsere Wahrnehmung von Gottes Größe und im Hinblick auf das Gebet! Unser Besuch 1992 auf dem Gebetsberg in Korea war die Initialzündung für unsere Gebetsnächte, die im kommenden Jahr ihr 30jähriges Jubiläum feiern.
Dr. Cho starb am 14. September im Alter von 85 Jahren.
Colin Urquhart
1940 – 2021

Seit dem Jahr 2000 war der englische Pastor Colin Urquhart jedes Jahr als Gastredner bei uns in der Kathedrale. Er war mein Lieblingspastor, der absolut keine Mainstream-Predigten gehalten hat, sondern – von Gott inspiriert – das 1 x 1 einer lebendigen Beziehung mit Gott vermittelte. Begonnen hat er als anglikanischer Pfarrer und erlebte später in seiner Gemeinde eine Erweckung vom Feinsten. Seine spürbare Verbindung zu Gott ließ keinen Zweifel, dass er das, was er sagte, aus der intimen Zeit mit seinem Herrn empfangen hatte. Unsere Tochter Rahel war bei ihm auf der Bibelschule und hat dies im vollen Umfang genossen.
Colin Urquhart war unermüdlich. Wir erlebten es bei einem Faith Camp in England, wo er eine Woche lang in jedem Gottesdienst zu etwa 5.000 Menschen sprach, da die Gastredner ausgefallen waren. Am Schluss fühlten wir uns, als hätten wir ein Stück Himmel erlebt. Seine Botschaft war immer klar, direkt und für jeden im Leben umsetzbar. Jedes Mal, wenn er bei uns in Deutschland war, hatten wir zusammen mit ihm und seiner Frau Caroline eine wunderbare Zeit. Das werden wir vermissen.
Sein Erbe, das er hinterlassen hat, sind seine Botschaften, die nie ihre Kraft und Gültigkeit verlieren werden. Sie sind eine wahre Schatzkiste, aus der wir hier eine Auswahl präsentieren. Wenn du diese Botschaften lebst, wirst du in eine ganz andere Beziehung zu deinem Gott hineinkommen.
Colin Urquhart ist am 13. September nach 55 Jahren im Dienst für seinen Herrn friedlich im Familienkreis eingeschlafen. Er hinterlässt seine Frau Caroline, seinen Sohn Clive, der die Gemeinde weiterführt, und seine Töchter Claire und Andrea. Wir trauern mit ihnen und beten für sie – und freuen uns zugleich darauf, ihn eines Tages wiederzusehen.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Geistliche Schatzkiste

Hören auf das Herz Gottes
„Es gibt immer einen Anlass zu feiern und wenn es keinen gibt, dann schaffen wir einen“, sagte ganz locker und fröhlich einst ein guter Bekannter, als er eine Einladung aussprach. Und bei einer guten Feier wünsche ich mir immer, dass sie nicht zu Ende geht und man die Gemeinschaft bis in die Morgenstunden genießen kann. So habe ich es auch bei der Gebetsnacht am 18. September erlebt: Die Zeit verflog wie im Nu und es war einfach wunderbar, mehr Zeit als bei anderen Veranstaltungen zur Verfügung zu haben.
Bis nach Südamerika
Bereits am Nachmittag begrüßte Uwe Porozynski die Teilnehmer und erläuterte, warum die Gebetsnacht diesmal nur online stattfinden konnte: „Sechs Stunden die Maske im Gesicht – das geht einfach nicht!“ Uwe lud dazu ein, stattdessen die technischen Möglichkeiten zur Interaktion zu nutzen. Die Beteiligung aus dem ganzen deutschsprachigen Raum und darüber hinaus bis nach Brasilien und Argentinien war begeisternd. Per WhatsApp, E-Mail und über die Sozialen Medien wurden Selfies, Grüße, Gebetsanliegen und Gebetserhörungen geschickt – eben einfach grenzenlos...
In seiner Begrüßung entfaltete Uwe den Aspekt, dass Gott zu uns spricht und manchmal einfach sagt: „Tu dies oder lass das.“ Gott ist nicht kompliziert. Er redet klar und deutlich. Genau das durften wir in der Gebetsnacht erleben. Vom ersten Moment an, als wir in den Lobpreis einstimmten, durften wir spüren, dass Gott gegenwärtig war. Auch wenn die Stühle in der Christuskathedrale leer blieben, war der Raum doch erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Paulus schrieb an die Korinther:
„Wir alle aber stehen mit unverhülltem Gesicht vor Gott und spiegeln seine Herrlichkeit wider. Der Herr verändert uns durch seinen Geist, damit wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen.“
2. Korinther 3,18
Das ist ein ganz zentraler Grund, warum die Gebetsnacht überhaupt stattfindet: Es geht darum, einen Rahmen zu gestalten, damit viele Menschen Zeit in der Gegenwart Gottes verbringen und nicht nur seine Herrlichkeit erleben, sondern davon durchdrungen und verändert werden, um diese Herrlichkeit widerzuspiegeln.
Mit Gaben dienen
Gott hat einen Zugang zu seinen reichen Segnungen ermöglicht, damit sein Volk in dieser Fülle lebt, um fruchtbar zu sein. Jesus hat ein vollkommenes Opfer erbracht, damit wir in seinem Sieg leben und alle göttlichen Verheißungen ergreifen. So ist es ein Anliegen der Gebetsnacht, dass wir Gottes Segnungen erleben und ergreifen, um in seiner Autorität Einfluss in unserem Umfeld entfalten zu können. In diesem Bewusstsein wurde dann gemeinsam das Abendmahl gefeiert. Wenn Teilnehmer unmittelbar danach berichten, wie Gott sie berührt hat und das Blut Jesu Reinigung, Heilung und Befreiung schenkte, dann ist die Freude riesig.
Ein Highlight der Gebetsnacht ist die „Ministry-Zeit“. Tatsächlich gibt es keinen wirklich adäquaten deutschen Begriff für eine solche Zeit des Gebets und der Fürbitte, in der ganz bewusst in den Gaben des Heiligen Geistes gedient (ministered) wird und im prophetischen Dienst dem Reden des Heiligen Geistes Raum geschenkt wird. Diese Zeiten sind so wichtig. Gott will sich uns offenbaren und schenkt ein ganz klares Reden.
Nachdem Daniel Müller vom Geist Gottes gehört hatte, dass eine Person mit einem Gendefekt von Gott Heilung empfangen sollte und diesen Eindruck in der Ministry-Zeit weitergab, antwortete eine Person per WhatsApp: „Gerade sprach Daniel Müller von einem Gendefekt. Genau darunter leidet L. Sie hat eine unheilbare Augenkrankheit und leidet zudem unter anhaltenden Kopfschmerzen. Bitte betet weiter für sie. Und ich danke euch für eure Anteilnahme“. Gott offenbart sich auf diese Weise, damit wir Heilung ergreifen und Glauben investieren.
Wie Sonnenbräune
Auch durch die Impulse und Predigten wirkte der Geist Gottes. Es ist ein so kostbares Geschenk, wenn er Glauben in unserem Herzen freisetzt. Er tut es gerne, wenn wir ihm die Zeit dazu einräumen. In unserem Herzen entsteht Glauben, so wie auf unserer Haut sich ein Teint einstellt, wenn wir sie der Sonne aussetzen. Je mehr wir dies tun, umso schöner die Sonnenbräune. Dabei sind die Pigmente in unserer Haut schon vorhanden, doch sie brauchen die Aktivierung durch die Sonne. So wird auch der Glaube in unserem Leben durch Zeiten in der Herrlichkeit und Gegenwart Gottes so freigesetzt, dass wir mehr und mehr in den Verheißungen leben und Frucht in unserem Leben entfalten.
Nicht nur einmal hat uns die Rückmeldung erreicht: „Die Zeit verging wie im Flug.“ Die Vielfalt der Beiträge und die kurzweilige Gestaltung – vor allem auch ein anschaulicher Beitrag von Dörte und den Pioneers – haben dazu beigetragen. Ein ganz besonderer Moment waren auch die begeisternden Live-Schaltungen per Zoom aus Israel und Frankreich.
Über die Suchmaschine
Während der Gebetsnacht ist es ein wichtiges Anliegen, dass wir uns gemeinsam eins machen und für unser Land beten. Wir brauchen nicht nur persönlich Gottes Berührung und Heilung, sondern unser ganzes Land braucht das Heil Gottes. Salomo schreibt in den Sprüchen: „Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang“ (Sprüche 9,10) und so liegt die Lösung von Problemen darin, dass Menschen sich Gott zuwenden. Durch eine Analyse unserer Website wurden wir darauf aufmerksam, dass etwa 12.000 Personen auf unsere Website geleitet worden waren, weil sie die Frage in einer Internet-Suchmaschine eingegeben hatten: „Wie werde ich Christ?“ Daraufhin haben wir uns bemüht, Menschen in dieser Suche stärker zu unterstützen. Deshalb wurden ein Leitfaden und ein Leseplan zu dieser Frage entwickelt.
Die Kraft, sich im Gebet eins zu machen, möchten wir auch durch das Angebot, sich als Mitbeter einzubringen, weiter fördern. So waren diese Aspekte in der Gebetsnacht eine herrliche Gelegenheit. Das Motto „Einfach grenzenlos“ gilt bei der Gebetsnacht auch in dem Sinne, dass sie nicht zu Ende ist, wenn die Veranstaltung ihren Schluss erreicht hat. Gott wirkt weiter und wir dürfen durch Gottes Segnungen gestärkt immer mehr und weiter zum Segen werden. So löst der Ausblick auf die nächste Gebetsnacht am Karfreitag, den 15. April 2022 schon jetzt große Freude aus.
Thomas Inhoff, Missionswerk Karlsruhe

Die Gebetsnacht für zu Hause
Im Alten Testament lesen wir von Jabez. Wir erfahren nicht viel mehr über ihn als seinen Namen – und ein Gebet, das er sprach: „Bitte segne mich doch und erweitere mein Gebiet!“ (1. Chronik 4,10). Gott erhörte dieses Gebet und noch heute, ein paar tausend Jahre später, wissen wir von diesem Mann.
Deine Bereitschaft
Gott erweitert sehr gern unser Gebiet. Doch er wünscht sich, dass wir es nicht nur besitzen, sondern für ihn nutzen. Gott möchte auch dein Leben erweitern, mehr als du dir vorstellen kannst! Doch er wünscht sich deine Bereitschaft, damit Frucht zu bringen. Deine Bereitschaft ist der Maßstab dafür, wie er dich füllen kann. Ohne Bereitschaft, Frucht zu bringen, begrenzt du deine Möglichkeiten. Wir glauben, dass Gott alles tun kann. Er ist allmächtig. Aber hier auf der Erde sind wir sein Werkzeug.
Viele haben große Vorstellungen und beten: „Gott mach mal Großes für mich!“ Ich kenne Christen, die sagen: „Ach, ich wünschte dies und jenes würde geschehen.“
Dann frage ich mich, wie das vor sich gehen soll. So ganz automatisch? Ohne dass sie etwas dafür tun?
Stell dir vor, du bekommst von einem Bauern unbeschreiblich viele Kartoffeln geschenkt und möchtest daraus Bratkartoffeln für viele Menschen machen. Doch du nimmst dafür nur die Pfanne aus dem Puppenhaus. In diesem winzigen Küchenutensil brutzelst du fleißig, aber nur wenige Kartoffeln werden gar. Weder der Bauer noch die Kartoffeln noch die Pfanne können etwas dafür, dass du nur wenige Leute mit Bratkartoffeln versorgen kannst. Es ist deine Entscheidung, welche Pfanne du nimmst!
Oft fehlt es nicht am erweiterten Gebiet – die große Pfanne steht im Schrank! –, sondern daran, dass wir die Gelegenheit ergreifen, dass wir mutig sind, groß denken und voller Gottvertrauen Schritte vorangehen. Man hört so viele Entschuldigungen, warum Menschen tatenlos bleiben. Gott solle es doch tun, der sei doch so mächtig! Doch wir sind aufgerufen, seine Mitarbeiter zu sein.
Frucht statt Unkraut
Im 2. Buch Mose lesen wir davon, wie Gott Mose begegnet und beruft. Mit ihm befreit er die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten und führt sie durch den Jordan und die Wüste. Schließlich kündigt er an, sie in das Land zu bringen, das er für sie bestimmt hat. Er verspricht, dafür zu sorgen, dass ihre Feinde fliehen:
„Ich werde die Bewohner des Landes nach und nach vertreiben, bis euer Volk so groß geworden ist, dass ihr ganz Kanaan in Besitz nehmen könnt.“
2. Mose 23,30
Gott erweiterte das Gebiet der Israeliten, die aus der Sklaverei kamen. Genauso möchte Gott dein Gebiet nach und nach erweitern. Er sagt zu dir wie in Johannes 15,5: „Bring viel Frucht!“ Du bist bestimmt, den Platz auszufüllen, den Gott erweitert hat.
Hast du schon mal eine Brachfläche gesehen, die nicht genutzt wurde? Es wächst jede Menge Unkraut darauf! Wie sieht es in deinem Leben in den erweiterten Gebieten aus, die Gott dir anvertraut hat? Wächst dort Frucht oder Unkraut? Die Möglichkeiten, die Gott dir gibt, sind einfach grenzenlos! Was macht du daraus?
Frei für Gottes Träume
Die Israeliten waren Sklaven gewesen. Jeder lebende Verwandte war ehemaliger Sklave und keiner kannte die Freiheit. Als sie Ägypten verließen, hatte sich zwar ihr Anführer geändert, aber sie wussten gar nicht, wie sich Freiheit anfühlt und wie man mit ihr umgeht. Sklaven träumen nicht davon, was man mit großen Möglichkeiten machen kann. Sie sind im Überlebensmodus, das ist ihre Identität.
Als ganz ähnlich empfinde ich viele Christen: Sie haben ihre Bezeichnung in „Christ“ geändert, leben aber immer noch in den alten Begrenzungen.
Mose dagegen war im Palast des Pharaos aufgewachsen. Er hatte Sklaverei nicht am eigenen Leib erlebt. Er wusste, was Freiheit mit Gott bedeutet, und hatte persönlich unbeschreibliche Erfahrungen mit Gott gemacht. Mit diesem Hintergrund konnte er den großen Wunsch umsetzen und das Volk Israel aus Ägypten führen.
Wir sind geschaffen für große Träume. Für die Träume, die Gott über uns träumt. Wir sind geschaffen für ein Leben ohne Grenzen! Unsere Wiedergeburt sollte eine komplette Umwandlung in die himmlische Freiheit sein, die Frucht bringt.
Einsatz wagen
Jesus hat einmal die Geschichte erzählt, in der drei Verwalter von ihrem Chef Geld anvertraut bekamen: Einer bekam fünf Talente, der zweite zwei und der dritte ein Talent Münzen. Die beiden, die fünf und zwei Talente bekommen hatten, vermehrten das Vermögen. Sie brachten Frucht. Der Dritte nicht. Er vergrub sein Geld nur. Bei seiner Rückkehr schimpfte sein Chef: „Du unzuverlässiger, fauler Verwalter!“
Jesus warnte mit diesem Gleichnis davor, Möglichkeiten verstreichen zu lassen, in denen wir Frucht bringen können. Wir sollen nicht auf Nummer Sicher gehen, sondern den ganzen Einsatz wagen und Gutes aus dem machen, was Gott uns geschenkt hat. Er erwartet, dass wir seinen Auftrag erfüllen.
Der Geist, der Jesus von den Toten auferweckt hat, ist einfach grenzenlos. Wir sind Söhne und Töchter des „Grenzenlosen“. Deshalb: Lasst uns Gott nicht in unsere Grenzen zwängen, sondern lasst uns das grenzenlose erweiterte Gebiet einnehmen.
Sieben Schritte für deine Gebietserweiterung:
- Danke dem Vater dafür, dass sein Traum für dich so viel größer ist als der Traum, den du selbst für dich in deinem Herzen hast. Du bist nicht begrenzt durch deine Vergangenheitserfahrungen.
- Stoppe dein Warum. Frage nicht: „Warum, Herr?“, sondern: „Herr, was möchtest du, dass ich jetzt tue“?
- Lebe nicht mit Entschuldigungen, sondern im Gehorsam. Erkläre nicht dauernd, warum du keine Frucht bringen kannst, sondern frage nach seiner Berufung für dich. Leben im Gehorsam ist die Frucht deines Lebens.
- Lerne, seine Stimme zu hören. Versuche mit der Bibel seinen Charakter zu verstehen. Höre hin, was er zu dir sagt.
- Sieh nicht auf die Hindernisse, sondern auf die Möglichkeiten. Nimm wahr, was Gott in deinem Leben und in deinem Umfeld tut. Danke ihm dafür und klinke dich ein in sein Handeln.
- Umgib dich nicht mit Menschen, die mit dem Chaos schwimmen, sondern mit denen, die Frieden weitergeben. Schalom bedeutet, Autorität über das Chaos zu haben.
- Bete: „Herr erweitere mein Gebiet und hilf mir, die Person zu sein, die diese Gebietserweiterung nutzt. Ich will auf deinem einfach grenzenlosen Gebiet das tun, was du willst.“
Chancen ergreifen
Vor einigen Jahren wurden Isolde und ich vom israelischen Präsidenten Ruven Rivlin für die vielen Kindergärten in Jerusalem geehrt, die wir mithilfe unserer Missionswerkfreunde eröffnen konnten. Für den Festakt wurden uns Plätze direkt hinter dem Präsidenten zugewiesen. Ein Gespräch mit dem israelischen Präsidenten ist wahrhaftig eine Erweiterung unseres Gebiets! Ich hätte auch beim Essen verweilen und mit dem Kellner sprechen können. Doch hätte ich diese einmalige Möglichkeit, ihn anzusprechen, verstreichen lassen, wäre es allein meine Schuld gewesen.
Welche Erweiterung erwartet dich? Bittest du Gott darum, dass er deine Grenzen ausdehnt? Nimm deinen Platz ein! Es ist Zeit loszulaufen, das erweiterte Land einzunehmen und zu bewirtschaften. Träume Gottes Träume und sei fruchtbar!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Predigt anschauen
Bei einem Besuch im Mercy-Hospital in Kalkutta 2017 berichtete uns der Klinikdirektor Sanjay Prasad auch von seinem Leid mit dem CT-Scanner. Nach mehreren Generalüberholungen gebe es nun einfach keine Ersatzteile mehr. Uns schmerzte, dass solche Untersuchungen nun nicht mehr möglich sein würden. Wir begannen, für einen neuen CT-Scanner zu sammeln. Ursprünglich sollte ein kleinerer Scanner für etwa 50.000 Euro angeschafft werden, dann entschied man aber, dass ein voll ausgestattetes Gerät sinnvoller war. Dieser wurde bei Siemens für fast 200.000 Euro angeboten. Die Spenden kamen nicht so schnell zusammen, wie wir erhofft hatten – aber sie kamen!
Im März 2021 konnten wir den Startschuss für die Anschaffung geben. Wir erzählten per Zoom Dr. Huldah Buntain davon, die in den vergangenen 60 Jahren und anfangs noch mit ihrem Mann eine riesige Indienarbeit aufgebaut hat. Sie hat uns immer angefragt für die Projekte, die ihr besonders am Herzen lagen. Kurz nach unserem Zoom-Gespräch verstarb sie. Die Zusage für den CT war eine große Abschlussfreude ihres irdischen Lebens. Ihre Tochter mit Schwiegersohn leiten heute das Mission of Mercy Krankenhaus. Während der Pandemie konnten wir zudem Rechnungen für Hotels bezahlen, die als Krankenhauserweiterung bereitgestellt wurden, um dem Ansturm der vielen Kranken gerecht zu werden.
Einweihung online
In Pandemiezeiten einen Computertomografen zu bestellen, über Wochen hinweg Teil für Teil nach Kalkutta anzuliefern und dort endlich zu installieren erwies sich als unglaublich kompliziert. Es kann sich niemand vorstellen, wie viele administrativen Schritte und Aufgaben da nötig waren. Hinzukamen die notwendigen Genehmigungen: Wie auch bei uns in Deutschland reicht es nicht einfach, einen Raum bereitzustellen. Unzählige Auflagen müssen erfüllt werden. Große Freude herrschte dann im September, als die Freigabe der Strahlenschutzbehörde für den Einsatz des Scanners kam. Am 21. September konnte der neu installierte CT-Scanner eingeweiht werden und wir waren per Online-Übertragung dabei.
Zum einen können dank dieses CTs nun Patienten medizinische Hilfe erfahren, die sie sich sonst nie leisten könnten, weil sie so arm sind. Zum anderen ist der CT aber auch eine großartige Möglichkeit, um Geld für das Krankenhaus einzunehmen, weil wohlhabende Patienten untersucht werden und ihre Behandlung bezahlen. Patienten kommen von weither, um dank des modernen Geräts eine genaue Analyse zu bekommen. Wer unsere Indienarbeit verfolgt, weiß, dass das Krankenhaus auf einem Kirchengrundstück steht. Somit liegen Glaube und Medizin ganz nahe beieinander.
Daniel und Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Vielen, vielen Dank allen Missionsfreunden und Ärzten, die dieses Projekt unterstützt haben!
Ein neuer Computertomograph für das Mercy-Hospital
Mich hat schon immer fasziniert, wie Jesus seine Jünger „eingesammelt“ hat. Als er wusste, dass die Zeit für sein Wirken gekommen war, ging er nach Galiläa und predigte dort. Am Ufer des Sees Genezareth sah er die Brüder Simon und Andreas, wie sie ihre Netze zum Fischen auswarfen. Er sprach sie an: „Kommt, folgt mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Danach lesen wir in dem Bericht im Markusevangelium von ihrer Reaktion: „Und sogleich verließen sie die Netze und folgten ihm nach.“
Man muss sich das einmal vorstellen: Die beiden Brüder waren auf dem See und hatten die Netze in der Hand. Und dann dieses Wort: „sogleich“. Sogleich verließen sie ihre Arbeit. Sie haben nicht einmal nachgedacht, sie gingen mit. Es gab keine Diskussion, was eigentlich „Menschenfischer“ bedeutet, und sie stellten auch nicht die Frage: „Wo gehen wir denn hin?“
Als Jesus ein wenig weiterlief, sah er zwei weitere Brüder: Jakobus und Johannes. Auch sie saßen in einem Boot. Sie waren gerade dabei, ihre Netze auszubessern. Auch sie forderte er auf, mit ihm zu kommen. Und diesmal lesen wir:
„Sie ließen ihren Vater Zebedäus mit den Tagelöhnern im Schiff und gingen weg, ihm nach.“
Markus 1,16-20
Jakobus und Johannes saßen mit ihrem Vater und Tagelöhnern im Boot. Heute würden wir da von einer Firma sprechen: Fischereigewerbe mit Angestellten. Doch als Jesus rief, standen die beiden Brüder auf und gingen mit. Verließen den Vater, ihre Arbeit, das Geschäft – einfach so! Sie gingen nicht einmal nach Hause, um alles zu klären oder zu besprechen. Wir würden heute fragen:
„Wo gehen wir da genau hin? Und was habe ich davon?“ Und dann würden wir vielleicht sagen: „Ich überlege es mir bis morgen.“ Aber diese Männer haben einfach auf Jesus reagiert. Sie haben alles aufgegeben und sind Jesus gefolgt. Ihr Handeln war ihre Antwort auf die Aufforderung von Jesus. Sie vertrauten ihm so sehr, dass sie alles zurückließen und sich mit ihm auf den Weg machten.
Es geht mir gar nicht darum, was und wie viel wir zurücklassen. Es geht darum, dass wir ihm eine Antwort geben. Denn auch heute noch stellt Jesus uns die Frage, wie sehr wir ihm vertrauen und ob wir ihm dorthin folgen, wohin er uns führt. Lassen wir uns darauf ein, was er aus unserem Leben machen will?
Gott sieht dein Potenzial
Manchmal kommt uns das, was er uns zutraut oder was er uns anvertrauen will, so unwahrscheinlich vor, dass wir es gar nicht in Erwägung ziehen.
Gott sieht unser Potenzial, wir sehen unsere Begrenztheit. Dafür finden wir viele Beispiele in der Bibel. Als Gott Mose zum Pharao schicken will, um sein Volk aus Ägypten zu befreien, sagt Mose:
„Ich kann das nicht! Ich stottere und wer bin ich schon?“
2. Mose 3
Als die Israeliten von Einwohnern der Stadt Ai in die Flucht geschlagen werden, wirft sich Josua vor Angst und Sorge auf den Boden und sagt: „Wir schaffen es nicht, wären wir doch geblieben, wo wir waren!“ (Josua 7). Als Elia von Königin Isebel Morddrohungen erhält, packt Elia die Angst. Er flieht in die Wüste und will nur noch sterben.
Wir Menschen sehen uns immer in unserer Begrenzung. Wir nehmen nur das Natürliche wahr, das uns vor Augen steht. Gott sieht aber das, was er aus uns machen möchte. Gott sieht das Potenzial, das er in dich hineingelegt hat. Er hat dir alles gegeben, was du für seine Aufgaben braucht. Du bist zu viel mehr fähig, als du selbst meinst. Deshalb gib Gott Raum in deinem Leben.
Auch und gerade wenn du dich für unbrauchbar oder ungenügend hältst. Du bist in guter Gesellschaft, wie wir in der Bibel sehen. Du darfst sicher sein: Gott regelt die Dinge auf seine Weise. Gott braucht keine Supermänner oder Superfrauen, sondern Menschen, die auf sein Reden reagieren. Er braucht Menschen, die Antwort geben auf das, was Jesus für uns am Kreuz erwirkt hat.
Die Geschichte von Mose ist dafür ein gutes Beispiel. Er fühlt sich unbrauchbar. Er stottert und kann sich nicht vorstellen, zum Pharao zu gehen und diese große Aufgabe auszuführen. Gott stellt ihm Aaron zur Seite, der für ihn redet. Er hätte ihm auch das Stottern nehmen können – aber, nein, Gott regelt die Dinge auf seine Weise! Mose ist deshalb nicht weniger fähig, Gottes Auftrag auszuführen – im Gegenteil: Durch seine Schwäche muss er viel mehr auf Gott vertrauen. Gott wartet auch bei Mose auf eine Antwort: Geht er nach Ägypten oder geht er nicht? Und Mose geht!
Auch ich hätte mir nie vorstellen können, vor einer großen Menschenmenge zu sprechen. Ich habe das für unmöglich gehalten! Als Kind war ich sehr schüchtern und habe vor anderen Menschen kein Wort herausgebracht. Es hat dann auch recht lange gedauert, bis Gott mich überzeugt hat, dass es funktioniert. Aber ich habe auf sein Reden reagiert. Die Ausgangslage widersprach der Aufgabe, aber Gott hat die Dinge auf seine Weise geregelt. Wenn wir unsere Begrenztheit sehen, sieht Gott unser Potenzial. Was unmöglich erscheint, macht er möglich – und das auch in deinem Leben. Lege dich nicht fest, wie und was Gott in deinem Leben tun muss oder darf. Lass ihn dein Leben in die Hand nehmen.
Nichts hält ihn auf
Im Jüngerkreis von Jesus waren noch zwei weitere Brüder. Als Andreas Jesus kennenlernt, erzählt er auch gleich seinem Bruder Simon von ihm und bringt ihn zu Jesus. Jesus sieht ihn an sagt: „Du bist Simon, der Sohn von Johannes. Von jetzt an sollst du Kephas heißen.“ Kephas ist die hebräische Form von Petrus. Simon ist ein sehr ungestümer Charakter. Man könnte vermuten, dass Jesus nicht viel mit ihm anfangen kann. Er schwingt immer große Reden und reagiert oft fragwürdig. Aber Jesus legt etwas fest in Simons Leben.
Er gibt ihm einen neuen Namen: Kephas oder Petrus – im Deutschen bedeutet das Fels. Jesus deutet damit an, dass Simon sich verändern und zu einem unverrückbaren Bestandteil für das Reich Gottes werden wird. Wahrscheinlich hätte niemand es ihm zugetraut, doch Jesus sieht ganz genau sein Potenzial.
Auch du hast einen neuen Namen bekommen: Du bist Sohn oder Tochter Gottes. Wenn du Jesus in dein Leben aufgenommen hast, gehörst du zu Gottes Familie. Er sieht dein Potenzial und was du für sein Reich in dieser Welt tun kannst. Er will dich gebrauchen und durch dich Menschen segnen.
Petrus hat ein hitziges Temperament, aber er hatte eine Leidenschaft für das Reich Gottes. Er verspricht: „Herr, mit dir bin ich bereit, auch ins Gefängnis und in den Tod zu gehen“ (Lukas 22,33). Doch als es ernst wird, behauptet er dreimal: „Ich kenne Jesus nicht!“ Jesus weiß das alles schon vorher. Trotzdem sagt er nicht: „Du und deine großen Worte, jetzt warte mal ab.“ Sondern Jesus sagt zu Petrus:
„Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du einst zurückgekehrt bist, so stärke deine Brüder.“
Lukas 22,32
Was für eine Liebe und Barmherzigkeit von Jesus! Er gibt ihm einen Auftrag: „Stärke deine Brüder.“ Petrus treffen diese Worte so, dass er weint. Diesem rauen, ungestümen Kerl kommen die Tränen. Er hat gründlich versagt. Er schämt sich vor Jesus und seine Seele ist verletzt. Doch Jesus spricht Gutes über seinem Leben aus. Sein Auftrag ist nicht beendet, weil er versagt hat.
Und dann kommt ein Ereignis in Petrus Leben, das alles umkrempelt: Pfingsten! Den alten Petrus gibt es nicht mehr. Petrus steht auf und in Weisheit und Offenbarung verkündet er, was geschehen ist. Diesen Mann, der ein paar Wochen vorher Jesus verleugnet hat, gibt es nicht mehr. Er hat erlebt, wie der Heilige Geist auf sie alle kam. Nun ergreift er das Wort und spricht mit solcher Autorität, dass es den Menschen durchs Herz dringt: 3.000 Menschen lassen sich an diesem Tag taufen. Ist das nicht erstaunlich? Was für ein Gewinn für das Reich Gottes! Vormals Versager, doch Jesus hat das Potenzial in seinem Leben gesehen. Er lässt sich nicht aufhalten.
Sei offen für das Wirken des Heiligen Geistes in deinem Leben. Wir brauchen diese Erfüllung mit dem Heiligen Geist. So wie Petrus sie auch brauchte, um völlig umgewandelt zu werden. Diese Kraft ist uns verheißen:
„Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“
Apostelgeschichte 1,8
Der Heilige Geist schafft in uns eine andere Gesinnung, eine andere Leidenschaft, ein anderes Reden. Petrus hat solche Autorität und Kraft, dass durch den Namen Jesus Kranke geheilt und Tausende Menschen gläubig werden.
Heute bist du gefragt. Bis an die Enden der Erde breitet sich das Evangelium aus. Seine Kraft ist immer noch wirksam. Du hast Potenzial: Investiere in das Reich Gottes – Jesus wartet auf eine Antwort von dir.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Im September 2022 waren wir mit über 80 Leuten in Israel und entdeckten Land, Leute und viele biblische Orte. Lebendige Eindrücke von unserer Reise findest du hier in unserem Online-Reisetagebuch.
#Tag 1 - Anreise
Aus allen Himmelsrichtungen, von verschiedenen Flugplätzen und mit den unterschiedlichsten Fluggesellschaften startete heute die Gruppe nach Israel. Um 18 Uhr saßen schließlich alle Teilnehmer in Israel in den beiden Bussen, um ans Tote Meer zu fahren. Als sie nach 20 Uhr ankamen, waren es noch immer über 30 °C. Alle sind nun glücklich und froh, dass die Anreise ein Ende hat. Nun heißt es: Zimmerschlüssel holen, Gepäck in Empfang nehmen und sich am super Abendbüfett bedienen, bevor wir uns den nötigen Schlaf holen – denn morgen kann im Toten Meer, 400 Meter unter dem Meeresspiegel, gebadet werden.

#Tag 2 – Am Toten Meer
Mit einem großen „Wow!“ hat die Gruppe nach der Anreise-Nacht die atemberaubende Aussicht aus dem Hotelfenster auf das Tote Meer und Jordanien begleitet. Viele genossen ein erstes Bad im Toten Meer: sich ins Wasser setzen und die Aussicht genießen – herrlich. Nach ausgiebigen Frühstücks- und Mittagsbüfetts ging es zum Tel Arad in der Wüste Negev, wo Isolde uns an einem Brunnen in biblische Gedanken über verstopfte Brunnen mit hineinnahm. Anschließend bestand die Möglichkeit, auf Kamelen zu reiten, und wir bewunderten den Blick vom Zelotenberg aus über Masada und das Tote Meer. Ein Besuch in der beduinischen Wüstenoase Abrahams Camp mit Andacht und Essen im Beduinenzelt rundete unseren ersten vollen Tag ab. Wir freuen uns über diese quicklebendige Gruppe, die die Erlebnisse mit allen Sinnen genießt!










# Tag 3 – Erfüllung einer Prophetie
Wir starteten den Tag mit einer Andacht im Hotel und dem Aufruf, nicht nur auf Gottes Wirken zu warten, sondern selbst auch erste Schritte zu gehen. Später fuhren wir in den Nationalpark, in dem sich eine Prophetie aus Hesekiel 47 erfüllt. Wie dort beschrieben, beleben inzwischen Süßwasserquellen das Tote Meer. Es war beeindruckend, in verschiedenen Seen gleich neben dem Toten Meer, in dem kein Leben möglich ist, Fische im Süßwasser schwimmen zu sehen. Es tut so gut, Gottes Wort live in Aktion zu sehen.




Am Nachmittag besichtigten wir die Original-Taufstelle, an der sich Jesus taufen ließ. Ebendort ging auch Josua ins gelobte Land und Elia fuhr zum Himmel auf. Dany, unser Reiseleiter, erklärte, wie und warum alles dort geschah.
Eine längere Fahrt am Jordan entlang, der die Grenze zu Jordanien markiert, brachte uns am späten Nachmittag in unser Hotel, das sich auch „Garten Eden“ nennt. Nachdem wir viel Wüste ohne Grün gesehen hatten, war der schöne Park mit Schwimmbad und dem See Genezareth eine Wohltat für die Augen. Für einen Großteil der Reiseteilnehmer, die noch nie in Israel waren, ist der See ein Highlight.
Ab morgen erkunden wir das Wirken Jesu um den See.



# Tag 4 – Auf den Golanhöhen
Während eines schönen Sonnenaufgangs über dem See Genezareth wurden wir wach und frühstückten mit Blick übers Wasser. Um in Gasera den besten Platz für eine Andacht zu bekommen, fuhren wir schon früh los. Bei sehr angenehmen Temperaturen erreichten wir die Stelle, an der Schweine in den See stürzten, nachdem Jesus die Dämonen eines Mannes zu ihnen geschickt hatte. Anschließend hielten wir eine weitere Andacht auf dem Hügel Betsaida, wo ein Blinder eine zweiteilige Heilung empfangen hatte: Erst konnte er undeutlich sehen, dann heilte Jesus ihn vollständig.



Vom See Genezareth, der 200 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, erklommen wir in unserem Bus die Berge bis auf 1.200 Meter in den Golanhöhen ganz im Nordosten des Landes. Nur 500 Meter entfernt von der syrischen Grenze bei Damaskus hörten wir die Geschichte, wie Gott im 6-Tage-Krieg 1967 Israel durch einen Panzer-Kommandanten zum Sieg verholfen hat. Dies ist auch die Gegend, in der der Christen-Verfolger Saulus Jesus begegnete und völlig verändert wurde. Am Ende der Andacht klinkten sich fast alle, an den Händen haltend, in einen Kreis ein und bezeugten, dass sie mit Jesus in einer persönlichen Verbindung leben möchten.






Zurück im Hotelpark gab es ein kaltes und warmes Picknick mit 14 unterschiedlichen Salaten. Am Nachmittag ließen wir die Seele baumeln: Wer mochte, badete im See oder im Schwimmbad, unterhielt sich mit (neuen) Freunden oder ruhte aus, bevor das Abendbüfett wieder rief. In der Abendandacht beschäftigten wir uns mit dem Thema Taufe, denn am Sonntag möchten sich einige aus unserer Gruppe taufen lassen.





# Tag 5 – See Genezareth
Heute hörten wir um uns herum schon früh Aktivitäten: 5.000 Leute waren angemeldet zum Familienschwimmen im See Genezareth. Der Startpunkt war in unserer Hotelanlage Maagan. Statt in den See ging es für uns auf den See: Auf unserem Programm stand eine Bootsfahrt mit dem Worship-Boot. Wir erlebten eine beeindruckende Tour, bei der wir die Geschichte von Petrus hörten, der auf dem Wasser zu Jesus ging, und einige Lieder, gesungen von Daniel, dem messianischen Juden, dem das Boot gehört.



Um 11 Uhr hatten wir einen Termin in der Brotvermehrungskirche in Tabgha, um dort direkt am Ufer des Sees eine Andacht zu halten. Danach erwartete uns ein leckeres Buffet im Kibbuz-Restaurant Nov Ginosar. Auch für einen Besuch in der Synagoge in Kapernaum war noch Zeit: Sie ist auf den Fundamenten jener Synagoge erbaut, die auch schon Jesus besucht hat. Ebenso konnten wir das Haus von Petrus besichtigen. Danach war Entspannung in der wunderschönen Hotelanlage angesagt. Während der Andacht abends wurde für alle gebetet, die es sich wünschten. Man spürt: Die Vorfreude für die Taufe morgen ist sehr groß!






# Tag 6 – Taufe und ein stimmungsvoller Abend
Wieder starteten wir in einen wolkenlosen Tag. Wir genossen erst unser Frühstück mit Blick über den See und dann eine Andacht mit Abendmahl im Schatten der tropischen Bäume in der Parkanlage unseres Hotels.





Anschließend ging es zur Taufstelle am Jordan. Zwölf Teilnehmer aus unserer Gruppe hatten sich entschieden, sich taufen zu lassen. Jubelschreie der Täuflinge und der Gruppe erklangen nach jeder Taufe.







Wer wollte, konnte im Laden an der Taufstelle noch Souvenirs erstehen und später hatten wir die Gelegenheit, gute Öle direkt von einer Ölpresse zu erwerben. Auch heute durften wir uns an einem üppigen Picknick in der Parkanlage bedienen. Busfahrer Shraga und seine Frau hatten es für uns zubereitet. Kurz darauf nahm fast die halbe Gruppe an Jeepfahrten in den Golanhöhen teil.





Morgen werden wir unsere wunderschöne Hotelanlage verlassen, um uns auf den Weg Richtung Jerusalem zu machen. Zum Abschied erwartete uns noch ein besonderes Highlight: eine mit Fackeln beleuchtete Abendandacht am See. Es herrscht eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre, wenn sich beim Blick über den See die Lichter vom gegenüberliegenden Ort Tiberias im Wasser spiegeln.
# Tag 7 – Neuer Gebetspfad
Heute haben wir uns von der traumhaften Hotelanlage in Maagan verabschiedet. Nach einer schönen Fahrt hinauf nach Nazareth wurden wir von der Leitung des Jüdischen National-Fonds erwartet. Mit ihnen gemeinsam haben wir den nun fertig ausgebauten Gebetsweg besucht, den wir dank vieler Missionswerkfreunde mitfinanziert haben. Er ist wunderbar geworden! Zur Einweihung durften wir feierlich das Band durchschneiden und die Gruppe staunte über den atemberaubenden Panoramablick, den man von hier aus über die ganze Ebene schweifen lassen kann. Besucher können hier einen QR-Code scannen und erhalten dann in drei Sprachen Informationen über die Gegend und verschiedene landschaftliche Punkte, die von hier aus zu sehen sind. (Du findest diese Informationen auch über diesen Link: https://missionswerk.de/nazareth-weg/)










Auf einer schön angelegten Aussichtsplattform in dieser neuen Anlage haben wir eine Andacht gehalten, bevor es anschließend weiter nach Jaffa ging. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kurzen Stop and der Harod Quelle, wo wir die Geschichte von Gideon gehört haben.



In der Bibel hieß die Hafenstadt Jaffa noch Joppe. Von hier wurde Petrus ausgesandt, um das Evangelium in die ganze Welt zu bringen und Jona bestieg in diesem Hafen das Schiff nach Tarsus. Wir hingegen bestiegen wieder unseren Bus und fuhren nach Jerusalem hinauf, um die Stadt zu segnen. Der erste Blick auf Jerusalem ist für alle jedes Mal nicht nur irgendein Blick, sondern ein ganz besonderer Eindruck! Mit einem Nachtessen-Buffet mit großer Auswahl ging ein besonderer Tag zu Ende.








# Tag 8 – Jerusalem
Der erste Sonnenaufgang in Jerusalem war für die Teilnehmer ein besonderes Erlebnis, über das man sich bei einem traumhaften kalt-warmen Frühstücksbüfett austauschen konnte. Unser erster Stopp für den Tag führte uns nach Gethsemane – dem Garten, in dem Jesus Blutstropfen geschwitzt hat und die Jünger eingeschlafen sind. Und natürlich der Garten, in dem Jesus gebetet hat. Es herrschte eine wunderbare Atmosphäre.



Danach konnten wir uns kaum sattsehen am Blick vom Ölberg über die Stadt Jerusalem. Anschließend besuchten wir das Gartengrab und die Teilnehmer waren begeistert, einmal das leere Grab gesehen zu haben – und sogar drin gewesen zu sein. Durch das Jaffa-Tor und die Gassen vom orientalischen Bazar liefen wir zu unserem Restaurant, um dort Falafel zu essen. Nach dem Mittagessen ging es von der Grabeskirche aus die Via Dolorosa hinunter zum Teich Bethesda, wo wir nach der Andacht noch „Großer Gott wir loben dich“ in der St. Anna Kirche singen konnten. In vielen Gesprächen war zu hören: „Diese Reise hat mein Leben verändert!“ Das ist die allerschönste Belohnung, die wir uns vorstellen können für unseren Einsatz für diese Reise! Zum Abschluss besuchten wir vor dem Abendessen noch den Bach Krit in der Wüste Samaria, wo der Prophet Elia von einem Raben versorgt wurde.













# Tag 9 – Einweihung mit Bürgermeister
Heute ist schon der letzte Tag unserer Reise angebrochen. Wir fuhren auf die Anhöhe, von der aus Abraham mit seinem Sohn Isaak auf Jerusalem blickte, bevor er sich aufmachte, um Isaak zu opfern, was Gott schließlich verhinderte. An den Original-Schauplätzen über diese biblischen Geschichten nachzudenken, ist noch einmal ganz anders als zu Hause oder im Gottesdienst – und immer besonders eindringlich.




Anschließend fuhren wir weiter zu unserem 55. Kindergarten, dessen Sanierung wir finanziert haben. Er liegt in einem sozial schwachen Gebiet und ist auf autistische Kinder spezialisiert, mit einem besonderen Behandlungsraum und Angeboten. Neben der Vize-Bürgermeisterin und anderen wichtigen Amtsträgern kam auch der Jerusalemer Bürgermeister Moshe Lion zur Einweihung. Er ist schon wie ein Freund, den man jedes Jahr wiedersieht. Er betonte, dass der Vater von Daniel Müller durch diese Kinderprojekte, die er seit 1983 durchführte, einer der Baumeister der Stadt Jerusalem war – und sein Sohn führe es jetzt in gleicher Weise weiter. Besonders hat uns gefreut, als er von seinen Anweisungen an die Stadtverwaltung erzählte, nach denen jeder unserer Kindergärten ein von der Stadt Jerusalem finanziertes Außengelände mit neuen Spielgeräten bekommt.















Für uns ging es danach zum Kibbuz Ramat Rachel, wo ein toller Blick nach Bethlehem möglich ist und wir eine leckeres Mittags-Büfett mit verführerisch vielen Süßspeisen genießen konnten. Nachmittags liefen wir vorbei am Teddy-Kollek-Park zu den Tempelstufen in der Altstadt und schließlich zum besonderen Highlight: der Klagemauer. Eine reich gesegnete Reise ging mit einem super Gala-Dinner am Abend zu Ende. Wir sind Gott zutiefst dankbar für alles, was er in diesen Tagen an den Teilnehmern getan hat.



In unserem November-Magazin werden wir noch einiges über die Reise berichten – das Tagebuch findet nun hier seinen Abschluss. Danke für dein Interesse. Komm doch einfach mal mit nach Israel! Man kann viel lesen und erzählt bekommen – Israel muss man selbst erleben!
Hier kannst du gerne unsere letzten Reiseberichte nachlesen.

Reisetagebuch ISRAEL-Rundreise 2021

Hürdenlauf, Dreisprung, Bahnradfahren, Speedklettern: Bei den Olympischen Spielen im Sommer wurden Weltrekorde aufgestellt. So etwas ist nur möglich, weil die Sportler alles geben, oft auch mehr, als sie von sich erwartet haben. Mein Vater erzählte gern davon, dass in seiner Jugend das Karlsruher Autobahndreieck die Rennstrecke für Motorradrennen war. Einmal sah er auf der Strecke ein Motorrad mit Beiwagen gegen einen Konkurrenten fahren. Beide waren immer gleichauf, keiner konnte den anderen überholen. Da begann der Beiwagenfahrer seine Schuhe auszuziehen und warf sie weg. Nach und nach warf er alles, was unnötig und verzichtbar war, weg, um Ballast loszuwerden. Auf diese Weise gewannen sie am Ende das Rennen.
Ich möchte dich ermutigen: Gib ALLES! Gib alles, damit alles geschehen kann, was in der Kraft Gottes möglich ist!
Gehorsam …
Jesus suchte sich zwölf ganz normale Menschen und bot ihnen an, mit ihm zu gehen. Sie ließen ihren Job und ihren eingefahrenen Alltag hinter sich und setzten ihr ganzes Vertrauen auf Jesus. Sie waren beeindruckt, wie Jesus mit den Menschen umging: ganz anders als die religiösen Leiter. Er wirkte Zeichen und Wunder in der Öffentlichkeit, lehrte die Jünger, wie Gottes Reich funktioniert, und zeigte ihnen ihre Berufung. Jesus hat die Jünger nicht ausgewählt, um ihnen dauernd die Hände aufzulegen, ihnen einen besonderen Status zu verleihen oder ständig eine neue Salbung zu geben. Er lehrte sie, im Gehorsam mit dem Vater im Himmel zu leben – so, wie er es selbst tat:
„Ich sage euch die Wahrheit: Von sich aus kann der Sohn gar nichts tun, sondern er tut nur das, was er den Vater tun sieht.“
Johannes 5,19
… wird belohnt
Jesus traf Fischer, die sagten: „Wir haben die ganze Nacht gefischt und nichts gefangen.“ Da antwortete er als Nichtfischer: „Fahrt weiter hinaus auf den See und werft die Netze aus.“ Und obwohl die Zeit zum Fischen ungünstig war, willigten die Jünger ein: „Weil du es sagst, tun wir es.“ Und ihr Gehorsam wurde mit einem unerwarteten und nicht logisch erklärbaren Erfolg belohnt!
In einer anderen Situation am See schickte Jesus die zwölf Jünger alleine mit dem Boot los. Es kam ein schwerer Sturm auf und sie gerieten in Seenot. Da kam Jesus über das Wasser gelaufen. Sie erschraken und schrien: „Ein Geist!“ Ihnen kamen die Geister der Seefahrt in den Sinn, an die die Fischer jener Zeit glaubten, und sie hatten Furcht. Jesus kam auf einem Weg zu ihnen, auf den sie nicht vorbereitet waren. So etwas war noch nie vorgekommen! Es war nicht das Gewohnte, so etwas hätten sie nicht von Jesus erwartet.
Unser Sturm, dem wir heute auf dieser Erde ausgesetzt sind, ist nicht aus Wind und Wasser. Aber auch er ist gewaltig und beklemmend. Viele Menschen beschäftigen sich unermüdlich mit diesem Sturm und wollen ihn erklären und bewerten. Ich aber glaube, wir sind besser daran, Jesus im Sturm und auf den Wellen zu entdecken. Er hat uns nicht verlassen!
Als er auf den Wellen zu ihnen kam, sagte Jesus zu den Jüngern: „Ich bin‘s – fürchtet euch nicht.“ Jesus zeigte den Jüngern neue Wege und lehrte sie, ihm zu vertrauen.
Alle zwölf Vorzeigejünger hatten Furcht, dabei hatten alle zwölf schon Zeichen und Wunder bei Jesus gesehen. Doch es gab einen, Petrus, der hatte alles hinter sich gelassen, um Jesus zu folgen, und er sagte: „Herr, wenn du es wirklich bist, dann befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.“ Die Furcht wich und sein Glaube begann.
Elf Berufene blieben im Boot. Elf von Jesus ausgebildete Nachfolger blieben im Boot. Elf verharrten in ihrer Furcht. Elf erhielten die Bestätigung ihrer Furcht, als Petrus sank. Elf sagten, was Petrus falsch gemacht hatte. Doch der sicherste Platz war in diesem Moment nicht im Boot, sondern an der Hand Jesu! Keiner war Jesus näher als Petrus. Der sicherste Platz war während des Sinkens, außerhalb des Boots, im Sturm, auf den Wellen! Petrus‘ Einsatz war nicht nur, alles hinter sich zu lassen – nein, er setzte auch sein irdisches Leben ein. Für ihn zählten nicht die Mehrheitsverhältnisse 1 zu 11. Er war bereit, alles einzusetzen.
Großes erwarten
Vertrauen wir Jesus, auch wenn er auf ungewöhnlichen Wegen kommt? Sehen wir den Wind und Sturm oder Jesus auf den Wellen? Das eine ruft aus der Logik Furcht hervor, das andere aus dem Glauben Hoffnung! Er möchte alles von dir, ohne dass du dich an irgendetwas festhältst. Gib ALLES!
Als ich in Indien einmal auf einer Konferenz mit 800 Pastoren der Hauptredner war, begann die Zusammenkunft mit einem Schock: Ein Pastor war gerade an seiner Kirche erhängt und verbrannt worden. Wie sollten wir damit umgehen? Da kam seine Frau zu mir. Sie sagte: „Jetzt lohnt es sich erst recht, weiterzumachen!“ Und dieses schreckliche Ereignis wirkte wie Dynamit für diese Konferenz – der Heilige Geist war zum Greifen nahe. Damit will ich nicht sagen, dass nur Menschen, die ihr Leben durch Verfolgung verlieren, auf der richtigen Spur sind. Ganz bestimmt nicht. Aber die Frage ist: Wie weit geht dein ALLES? Was bist du bereit zu geben im Sturm dieser Zeit?
In Johannes 14,12-13 sagt Jesus zu seinen Jüngern:
„Ich sage euch die Wahrheit: Wer an mich glaubt, wird die gleichen Taten vollbringen wie ich – ja sogar noch größere; denn ich gehe zum Vater. Worum ihr dann in meinem Namen bitten werdet, das werde ich tun, damit durch den Sohn die Herrlichkeit des Vaters sichtbar wird.“
Der, der Kranke geheilt und Tote auferweckt hat, kündigt seinen Jüngern an, dass sie größere Taten tun werden als er selbst. Das werden wir erleben, aber es kostet einen Preis. Wir können nicht selbstzentriert leben und Großes von Gott erwarten.
Die Frage ist, ob wir alles geben, damit alles geschehen kann, was in der Kraft Gottes möglich ist. Was ist dein Opfer in deinem Leben? Gibst du Gott nur deinen Überschuss? Nur das Gebrauchte, Abgetragene und Wertlose? Im Alten Testament war das beste Lamm als Opfer für Gott gerade richtig. Gib Jesus dein Bestes. Gib ihm nicht nur einen Anteil an deinem Leben, sondern ALLES!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
In unserer heutigen Gesellschaft gibt es viele Menschen, um die sich keiner kümmert. Die Würde des Menschen ist ein Fundament unserer Gesellschaft, doch man hat manchmal den Eindruck, als ob ein Menschenleben nichts mehr wert wäre. Viele Menschen fühlen sich einsam, auch Christen. Sie denken nicht, dass sie von Gott geliebt sind. Sie denken, Gott kümmere sich um alles Mögliche, aber nicht um sie, und meinen, er hätte keine Zeit für sie. Sie fühlen sich verloren in dieser Welt. Doch für Gott ist jeder Einzelne wichtig und er will sich um jeden kümmern.
Kennst du das Gleichnis vom verlorenen Schaf? Dem einen Schaf, geht der Hirte nach, weil es Hilfe braucht. Die anderen 99 lässt er stehen. Der Dienst von Jesus zeigt, dass er Liebe für jeden Menschen hat, und wir sehen, dass er sogar oft Menschenmassen stehen ließ, um sich um einzelne Menschen zu kümmern.
In Hebräer 13,5-6 lesen wir:
„… denn er hat gesagt: Ich will dich nicht versäumen noch verlassen, so dass wir zuversichtlich sagen können: Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten.“
Es ist eine wunderbare Perspektive, dass du dich nicht fürchten musst vor der Zukunft – weil Gott dir hilft. Auf diese Verheißung kannst du dich stellen. Jesus weiß genau, wo du bist und was du für eine Not hast. Er kümmert sich um dich ganz persönlich. Er kennt die Anzahl deiner Haare und jede Zelle deines Leibes hat er geschaffen. Wie könntest du ihm da egal sein?
„Hilf mir!“
In Markus 5,21-24 lesen wir Folgendes:
„Und als Jesus in dem Schiff wieder an das jenseitige Ufer hinübergefahren war, versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm; und er war am See. Und es kommt einer der Synagogenvorsteher, mit Namen Jaïrus, und als er ihn sieht, fällt er ihm zu Füßen und bat ihn sehr und sprach: Mein Töchterchen liegt in den letzten Zügen; komm, und lege ihr die Hände auf, damit sie gerettet wird und lebt. Und er ging mit ihm, und eine große Volksmenge folgte ihm, und sie drängten ihn.“
Jesus ist am Seeufer und es kommen mehr und mehr Menschen zu ihm, eine große Volksmenge. Da erscheint ein Mann mit Namen Jaïrus und spricht ihn persönlich an und sagt: „Hilf mir!“
Erstaunliches passiert nun: Jesus lässt Tausende Menschen stehen und hilft diesem einen Mann. Sei dir gewiss: Jesus sieht auch dich persönlich in der Menge und er hilft auch dir persönlich. In diesem Moment, in dem du dringend seine Hilfe brauchst, lässt er alles stehen und liegen, um dir zu helfen! Du bist nicht vergessen! So wie Jaïrus verzweifelt war, so hört und sieht Jesus dich in deiner Verzweiflung. Egal, wie viele Menschen um dich herum sind, er ist bei dir und mit dir, so wie er mit Jaïrus gegangen ist. Selbst die große Volksmenge konnte ihn nicht abhalten zu gehen. Sie folgten ihm, heißt es hier, und sie drängten ihn sogar.
Kleider angerührt
Wenn wir diese Geschichte weiterverfolgen, lesen wir von noch so einem verzweifelten Menschenkind: von der Frau, die unter Blutfluss litt. Sie kommt mitten in diese Situation hinein, als Jesus sich aufmachte, mit Jaïrus zu gehen. Wir lesen in Markus 5,25-34 von ihr:
„Und es war eine Frau, die zwölf Jahre mit einem Blutfluss behaftet war und vieles erlitten hatte von vielen Ärzten und alle ihre Habe aufgewendet und keinen Nutzen davon gehabt hatte; es war vielmehr schlimmer mit ihr geworden. Als sie von Jesus gehört hatte, kam sie in der Volksmenge von hinten und rührte sein Kleid an; denn sie sagte: Wenn ich nur seine Kleider anrühre, werde ich geheilt werden.
Und sogleich vertrocknete die Quelle ihres Blutes, und sie merkte am Leib, dass sie von der Plage geheilt war. Und sogleich erkannte Jesus in sich selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, wandte sich um in der Volksmenge und sprach: Wer hat meine Kleider angerührt? Und seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst, dass die Volksmenge dich drängt, und du sprichst:
Wer hat mich angerührt? Und er blickte umher, um die zu sehen, die dies getan hatte. Die Frau aber, voll Furcht und Zittern, da sie wusste, was ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Er aber spracht zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich geheilt; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage.“
Jesus wendet sich dieser einen Frau zu. Er könnte sie auch übergehen und denken: Ich muss jetzt Jaïrus begleiten. Jesus müsste sich nicht aufhalten lassen. Die Jünger verstehen ihn sowieso nicht und sagen: „Die schubsen dich doch alle, wie soll da ein Einzelner dich angerührt haben?“ Doch Jesus ist die Frau wichtig! Sie ist mit Verzweiflung zu ihm gekommen. Es ist völlig egal, wie du zu Jesus kommst. Ob du kommst wie Jaïrus und sagst: „Herr, hilf mir!“ Oder wie die Frau, indem du einfach zupackst im Glauben. Jesus sieht und hört dich.
Ist es zu spät?
Wie mag sich wohl Jaïrus gefühlt haben in dieser Situation? Er hatte es ja besonders eilig, denn seine Tochter lag im Sterben. Und nun diese Unterbrechung! Ich könnte mir vorstellen, dass er von einem Fuß auf den anderen getreten ist vor Ungeduld und gedacht hat: Jetzt komm doch endlich, Jesus, bevor es zu spät ist!
Hast du auch schon einmal gedacht, dass Jesus aufgehalten wurde, dir zu helfen? Hast du dich gefragt: Warum ändert sich nichts? Warum greift Jesus nicht ein? Warum dauert das denn so lange? Warum hilft er jetzt dem anderen und mir nicht? Jesus wendet sich auch dir zu, genau wie der blutflüssigen Frau. Er spricht nicht einfach zur Menschenmenge, sondern genau zu dir und sagt: „Sei gerettet von deiner Plage: Geh hin in Frieden!“ Jesus lässt alles stehen und liegen und kümmert sich auch um dich.
In 2. Chronik 16,9 steht ein wunderbarer Vers:
„Denn des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.“
Seine Augen suchen dich. Sie durchlaufen „die ganze Erde“, steht hier. Und wenn da noch so viele Menschen sind – Abertausende –, er steht dir ganz persönlich bei, wenn du von ganzem Herzen zu ihm kommst. Er möchte deiner Not begegnen. Er möchte dich aus Schwierigkeiten befreien und dich heilen. Jesus kümmert sich um dich. Du bist ihm wichtig!
Zukunftsperspektive
Jesus hat der blutflüssigen Frau geholfen. Aber wie geht es nun mit Jaïrus weiter? Er ist bestimmt noch verzweifelter, besonders als die Nachricht kommt, dass seine Tochter nun gestorben ist. Wie schrecklich! Jesus ist schon auf dem Weg und nun ist doch alles aus. Diese Frau hat Jesus aufgehalten. Wie kann das nur sein? Jesus reagiert überhaupt nicht auf das Gejammer der Menschen. Er sagt zu Jaïrus:
„Fürchte dich nicht; glaube nur!“ Jesus hat alles im Griff, auch wenn wir gar nichts davon bemerken und denken: Jetzt ist alles aus! Er sagt auch zu dir: „Fürchte dich nicht; glaube nur!“ Gerade wenn du verzweifelt bist oder wenn du denkst, es gibt keine Hoffnung mehr oder Jesus kommt zu spät – gerade dann hat er schon alles in die Wege geleitet, um deine Situation zum Guten zu wenden. So wie bei Jaïrus: Als sie ankommen, ist das Kind lebendig. Der Tod hatte keine Macht! Sei dir gewiss: Jesus lässt sich nicht aufhalten, dir zu helfen, wenn es auch manchmal so aussieht. Er kümmert sich um all deine Belange und kennt deine persönlichen Bedürfnisse ganz genau.
Oft denken wir, dass Gott all unsere Arbeit, unsere Gebete, unsere Anstrengungen übersieht. Wir fragen uns: Sieht Gott wirklich die Herausforderungen, die ich habe, oder die Schwierigkeiten, in denen ich stecke?
Mach dir keine Sorgen: Gott kennt deine Herausforderungen. Gott ist ein Gott, der sieht. Ist das nicht der größte Trost, den es überhaupt gibt? Der allmächtige Gott sieht dich! Er sieht dein Elend und Gott kümmert sich um dich. Ihm liegt immer das Wohl des Einzelnen am Herzen. Vertrau ihm und gib dein ganzes Leben in seine Hand. Unsere Beziehung zu Jesus wird auch in Zukunft immer wichtiger werden: zu wissen, dass wir nicht alleine sind. Zu wissen, er sorgt sich um uns. Er lässt uns keinen Augenblick aus den Augen. Das ist unsere Perspektive für die Zukunft.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Immer öfter sieht man in Reportagen heute Bilder von Drohnenflügen. Von hoch oben sind Landschaften oder interessante Architektur zu sehen. Besonders beeindruckend ist es, wenn die Drohne am Boden startet und dann langsam hinaufsteigt. Nach und nach wird die Perspektive größer. Konnte man anfangs nur bis zur nächsten Häuserwand sehen, weitet sich dann immer mehr der Blick, bis man das gesamte Gebäude und seine Umgebung in der weiten Landschaft sieht.
Vor den Thron
Gottes Perspektive ist eine andere als unsere. Seit dem Sieg am Kreuz können wir aus himmlischer Perspektive leben. Der Schlüssel dafür ist das Gebet, in dem wir aus unserer irdischen Perspektive heraustreten zu ihm. Wie geht das?
Das Bild oben zeigt die weltliche Perspektive und die himmlische Perspektive. Diese beiden werden durch das Kreuz, das für die Vergebung durch das Blut Jesu steht, getrennt! Wir sind nicht perfekt, doch wir sind in Jesus, wenn wir uns für ihn entschieden haben.
Oft beten wir einfach darauflos. Das dürfen wir natürlich, doch so manche Emotion, Abneigung, Ungerechtigkeit oder Hass können dabei der himmlischen Perspektive im Weg stehen. Im Gebet und Lobpreis wollen wir aber aus der Welt in die heilige himmlische Gegenwart treten: in einen Ort ohne Sünde, ohne Schuld, ohne Furcht, ohne Unglaube, ohne Negatives ... als Kind Gottes. David nannte diesen Bereich in den Psalmen „weiten Raum“. Jesus sprach von einer „Kammer“, einem abgeschiedenen, verborgenen Ort. Paulus schrieb davon, „in Christus“ zu sein, der Schreiber des Hebräerbriefes vom „Allerheiligsten“ und vom „Thron unseres gnädigen Gottes“, vor den wir im Gebet treten. Wenn wir von dort aus beten wollen, durchschreiten wir eine Grenze – in die Vollkommenheit vor Gottes Thron.
30 Sekunden
Um die himmlische Perspektive einzunehmen, muss etwas geschehen, das weniger als eine Minute dauert – die Vergebung unserer Schuld. Colin Urquhart sagte einmal: „Wenn das Bekennen unserer Sünde länger als 30 Sekunden dauert, ist das Selbst-Fokussierung, und wir haben Vergebung nicht verstanden!“
Vergebung muss nicht erst von Gott geschaffen werden. Nein, sie steht schon bereit. Wir können diese Vergebung durch das Blut Jesu einfach annehmen! Manche bitten ständig um Vergebung für die immer selbe Sache – die schon beim ersten Mal vergeben wurde. Dem Teufel gefällt, wenn wir unsere Schuld nie loswerden und uns immer wieder mit derselben Sünde beschäftigen. Doch Sünden, die Gott dir vergeben hat, existieren nicht mehr! In der Bibel heißt es: „Wirf deine Sorgen auf den Herrn“ – zum Werfen brauchst du kaum 30 Sekunden! Je länger du über deine Sünden und Probleme redest, desto mehr glaubst du an sie. Es heißt ja auch: „Wovon das Herz voll ist, davon fließt der Mund über.“ Statt dich weiterhin um deine Sünden zu drehen, darfst du sie bei Gott ein für alle Mal loswerden.
Koffer abgeben
Stell dir vor, du fährst mit zwei schweren Koffern zum Flughafen und stehst vor dem Schalter zum Einchecken und wirst vom Flughafenpersonal gebeten, die Koffer abzugeben. Daraufhin stellst du die Koffer auf die Waage und sie werden dann über die Gepäckbänder zum Flugzeug transportiert. So läuft das im Normalfall. Du stehst nicht vor dem Schalter und öffnest deine Koffer, um dem Personal alles zu zeigen. Es muss gar nicht alles sehen. So ähnlich ist es, wenn wir vor Gott treten, um unsere Sünden zu bekennen. Ich habe den Eindruck, dass, wenn wir ihm alles im Detail beschreiben, er sagt: „Du langweilst mich mit der Aufzählung deiner Sünden.“ Er liebt es, wenn wir einmal eine Herzensentscheidung treffen, die Sünde für immer am Kreuz abzulegen. Weil wir Jesus nicht zu sehr mit unseren Lasten behelligen wollen, werfen wir sie ihm nicht zu, sondern bitten ihn, uns zu helfen, die Koffer zu tragen. Aber er will deine Lasten gar nicht mit dir zusammen tragen. Du hast die Wahl, sie zu behalten oder sie ganz abzuwerfen! Im himmlischen Raum gibt es keine Lasten, dort ist Freiheit. Starte deine Gebete, indem du Gott (in maximal 30 Sekunden um Vergebung für die möglicherweise neu getätigten Sünden bittest – dann ist der Weg frei, um aus himmlischer Perspektive zu beten.
»Darum wollen wir mit Zuversicht vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. Dort werden wir, wenn wir Hilfe brauchen, stets Liebe und Erbarmen finden.«
Hebräer 4,16
Was der Vater tut
Jesus lebte in der Welt. Er wurde abgelehnt, verfolgt, verspottet, gedemütigt und geschlagen. Doch wir lesen in der Bibel, dass er immer wieder im Gebet mit dem Vater im Himmel in Einheit war. Auf der himmlischen Seite gibt es keine Verfolgung, keinen Hass, keine Ablehnung – nur die Gegenwart des Vaters. Jesus sagte aus dieser Perspektive heraus: „Der Vater und ich sind eins.“ Diese Offenbarung bekam er nicht bei Herodes oder in der Synagoge. Auf irdischem Boden sagte er: „Ich kann aus mir nichts tun – ich tue das, was ich den Vater tun sehe.“ Vom Ort der Offenbarung – dem Gebet aus himmlischer Perspektive – ging er in die Welt und tat, was er den Vater tun sah! Er sprach aus, was er bei seinem Vater gesehen hatte. Jesus brauchte dafür nicht viele Worte. Er sagte: „Steh auf und geh“, oder: „Lazarus, komm heraus!“
Nach einem Tag, an dem alle durch Jesus geheilt worden waren, ging Jesus am nächsten Morgen, als es noch dunkel war, an einen einsamen Ort, um zu beten. Die Leute wollten, dass Jesus am nächsten Tag genau dasselbe wieder tat. Aber Jesus hatte vom Vater im Gebet andere Anweisungen bekommen.
Wir reagieren oft aus unserem menschlichen Verstand, der am liebsten nach bekannten Mustern sucht, wie Dinge am besten funktionieren. Oft hinterfragen wir gar nicht mehr, ob das auch Gottes Plan ist. In der himmlischen Perspektive bekommen wir Offenbarungen, was gerade jetzt für uns dran ist zu tun. Verbringe deshalb Zeit mit Gott in der himmlischen Perspektive, damit er zu dir reden kann.
Nicht du bist der Fokus des Gebets – Jesus ist der Fokus! Jesus spricht vom Durchhalten im Gebet, bis die Erhörung sichtbar wird. Hoffnung ist in der Zukunft – Glaube ist in der Gegenwart! Glaube ist der Download für das, was für dich bereitliegt. Die Jünger sahen, was Jesus tat. Die Menschen um dich herum sehen, was du tust. Und sie fragen sich: Warum hat er oder sie so viel Liebe, Frieden, Freude, Geborgenheit?
Du bist in Jesus
Für die, die in Christus sind, gibt es keine Verdammnis. Beim Gebet aus der weltlichen Perspektive möchte der Teufel dir das Gefühl der Verdammnis glaubhaft machen und dir einflüstern, du wärst nichts wert und deine Sünden wären zu schwerwiegend. Wenn du dann vor Gott kommst, betest du in etwa so: „Herr ich bin so gering, ich habe so viel gesündigt, ich bin es nicht wert ...“ Doch du bist sein Kind, das er liebt! Wenn der Teufel dir deine Fehler vorhält, dann sage: „Ja, das habe ich getan, aber zwischen uns ist ein Unterschied: Mir wurde vergeben, dir nicht!“ Unglaube macht das Evangelium kompliziert. Denke keine Gedanken der Verdammnis. Du bist in Jesus – dort ist keine Verdammnis!
Und noch etwas kann dich hindern, aus der weltlichen in die himmlische Perspektive zu kommen: wenn du dich weigerst zu vergeben. Gott ist ein Gott der zweiten Chancen und der Neuanfänge. Anderen nicht zu vergeben, trennt uns von Gott. Wenn du diese Schuld nicht abgibst, gelangst du nicht in die himmlische Perspektive. Du kannst nicht beten: „Herr, vergib mir meine Sünde, die ich aber nicht loslasse!“ Richte andere nicht – sondern vergib!
Schließ die Tür zur Welt hinter dir zu und geh an den Ort der himmlischen Perspektive. Hier wird Gott dir Antworten schenken, die du aus weltlicher Perspektive nicht bekommst. Das ist wirklich „Himmel auf Erden“, wie es Jesus mit seinem Vater im Gebet erlebt hat.
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Wenn ich in meinem Leben zurückblicke, waren die größten Veränderungen nicht bequem und ich habe mich dabei einsam gefühlt, weil kaum jemand sie gleichzeitig durchgemacht hat. Und nach so mancher Veränderung habe ich Neider erlebt: Die Auswirkungen hätten sie gern bei sich gesehen, scheuten aber den Aufwand und die Schmerzen, die nötig waren, um sie zu erreichen.
Schmetterling
Veränderung ist keine Renovierung, bei der man etwas übertüncht, und sie ist auch keine Strategie für ein tolles Erlebnis. Veränderung bedeutet, den jetzigen Platz zu verlassen, um die nächste Stufe zum Ziel zu erreichen. Verwandlung und Umgestaltung sind Begriffe, die diese Erfahrung umschreiben, das gilt auch für den Fachbegriff Metamorphose, der zum Beispiel den Werdegang eines Schmetterlings bezeichnet: Aus einem Ei entwickelt sich eine flugunfähige Raupe, die sich mehrfach häutet, bevor sie einen unansehnlichen Kokon um sich spinnt. Darin bildet sie Flügel aus und schlüpft schließlich als Schmetterling, der von Blüte zu Blüte fliegt und dessen einzigartige Farbenpracht wir bewundern.
Viele Christen verharren in ihrer Raupen- und Kokonzeit. Auf andere wirken sie wenig einladend und sie selbst sind deprimiert, weil sie nur die begrenzte irdische Perspektive haben. Sie fühlen sich wertlos. Doch wir dürfen unseren Kokon verlassen und etwas ganz Neues sehen! Paulus schreibt in Römer 12,2:
„Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.“
Kokon verlassen
Es gilt, die Entscheidung zu treffen, das Raupendasein und die Enge des Kokons zu verlassen und uns wie ein Schmetterling aufzuschwingen, der Gottes Perspektive einnimmt:
„Er hat uns mit seinem Geist reich beschenkt und uns durch Christus Zugang zu seiner himmlischen Welt gewährt.“
Epheser 1,3
Die Raupe ist mit der Erde verbunden, der Schmetterling aber mit dem Himmel. Wir haben den „Log-in“ – den Zugang – zur himmlischen Welt! Auf sie und auf unseren Retter sollen wir unseren Blick richten:
„Wenn ihr nun mit Christus zu einem neuen Leben auferweckt worden seid, dann richtet euch ganz auf Gottes himmlische Welt aus. Seht dahin, wo Christus ist, auf dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite.“
Kolosser 3, 1-4
Richte deine Gedanken auf Gottes himmlische Welt – und nicht auf das, was die irdische Welt ausmacht. Du wirst sehen, dass du Anteil an seiner Herrlichkeit haben wirst. Ändere dein Denken! Höre auf, dir mit Erlebnissen der Vergangenheit deine Zukunft vorzustellen. Stelle dir stattdessen mit der in der Bibel versprochenen Zukunft, deine Gegenwart vor. Erinnere dich: Es heißt im Vaterunser nicht „Wie auf Erden so im Himmel“ sondern „Wie im Himmel so auf Erden“.
Betrachte dein Leben nicht aus dem Blickwinkel der weltlichen Medien, sondern aus Gottes Sicht. Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth:
„Daher beurteilen wir auch niemanden mehr nach rein menschlichen Maßstäben. Selbst wenn wir Christus früher danach beurteilt haben, so tun wir das heute nicht mehr. Gehört also jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas völlig Neues hat begonnen.“
2. Korinther 5, 16-17
Sprich von den Möglichkeiten deiner Zukunft statt über die Größe deiner Probleme!
Raketenstufen
Die erste Mondlandung habe ich als zehnjähriger Junge im Radio verfolgt. Die Rakete „Apollo 11“ startete am 16. Juli 1969 und brachte drei Astronauten zum Mond, wo sie vier Tage später landeten. Ihre Expedition ist eine super Illustration für die Veränderung im Leben eines Christen: Damals brauchte es viele Treibstofftanks, damit man die Energie erzeugen konnte, um die Erdanziehungskraft zu verlassen. Erst auf einer Höhe von etwa 500 Kilometern beginnt die Schwerelosigkeit. Es wurden Raketenstufen entwickelt, die übereinander montiert und dann nacheinander gezündet wurden. Leere Tanks und nicht mehr gebrauchte Triebwerke wurden unterwegs abgestoßen, um Ballast loszuwerden und höhere Geschwindigkeiten erreichen zu können. Was zum Starten absolut notwendig war, wurde dann zum Ballast, der entsorgt werden musste.
Ich treffe immer wieder Christen, die der alten Zeit nachjammern und zu mir sagen: „Wie viel besser war doch dieses und jenes“ oder: „Wie sehr ich die alten Gottesdienstformen vermisse“ usw. Es ist wie bei der Mondlandung: Das alles war zum Starten sehr wichtig, aber so manche Traditionen und manche Regeln wurden auch zur Last beim Weiterkommen. Dafür stellen sich für Raumfahrer später andere Annehmlichkeiten ein wie beispielsweise die Schwerelosigkeit. Und wenn die Rakete schließlich eine Erdumlaufbahn erreicht, gibt es andere Herausforderungen. Es müssen zum Beispiel die Bremsraketen gezündet werden, damit das Raumschiff in eine Mondbahn einschwenken kann. Dafür ist es wichtig, das Ziel zu kennen, sonst ist man schnell um Lichtjahre vom Ziel entfernt.
Himmlisch denken
Wo liegt dein Mond? Was ist dein Ziel? Welche Last muss bei dir wegfallen? Was hindert dich daran, dein Ziel zu erreichen oder erschwert deinen Flug? Kann es sein, dass du etwas, das du zum Start gebraucht hast, nun abstoßen musst?
In Hebräer 12,1 lesen wir dazu eine gute Ermutigung:
„Da wir nun so viele Zeugen des Glaubens um uns haben, lasst uns alles ablegen, was uns in dem Wettkampf behindert, den wir begonnen haben – auch die Sünde, die uns immer wieder fesseln will. Mit Ausdauer wollen wir auch noch das letzte Stück bis zum Ziel durchhalten.“
So wie Apollo 11 auf dem Weg zum Ziel alles abgestoßen hat, was zum Start notwendig war, so hilft es uns auch zu überlegen, was wir an verbrauchtem Ballast abwerfen müssen, um verändert zu werden „in sein Bild“, wie es in 2. Korinther 3,18 heißt.
Es kann leicht passieren, dass wir Gewohnheiten und Gedanken aus unserer Startzeit an Bord haben, in denen keine Energie mehr steckt. Lasst uns die leeren Triebwerk-Tanks abwerfen! Hole dir nicht deine Triebkraft aus der Vergangenheit, sondern aus der von Gott verheißenen Zukunft.
Richte deinen Blick auf das himmlische Leben. Suche die Schmetterlingsperspektive und verlasse den Blickwinkel einer Raupe. In der Metamorphose schlüpft aus dem unansehnlichen Kokon eine Schönheit.
Denke nicht irdisch – denke himmlisch!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe

Monatelang mussten wir warten, bis wir mit unserem Einsatzbus wieder in die Hallen zu unseren Freunden fahren konnten. Zuerst stellte uns die Stadt Zofingen in Aussicht, dass 50 Besucher kommen konnten, dann wurden 100 erlaubt. Erst dachten wir, wenn wir mit acht Leuten in unserem Sprinter hinfahren und nur das Nötigste mitnehmen, wird es günstiger und wir können uns die ganze Abwicklung mit dem Bus an der Grenze ersparen. Doch nach ein paar Minuten Diskussion entschieden wir: Wir fahren mit dem gesamten Team und der ganzen Ausrüstung im Bus nach Zofingen. So bezeugen wir vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt, dass wir vorwärtsgehen!
Im Morgengrauen
Seit August letzten Jahres hatte der Bus in der Garage gestanden. Eine Inspektion brachte die vielen Ventile wieder in Gang. Einer unserer Fahrer drehte zweimal sonntags eine Runde, damit alles wieder in Bewegung kam.
Am Reisetag war um kurz nach drei Uhr morgens für das Team Aufstehen angesagt. Essen für die Fahrt wurde gerichtet, die Ausrüstung eingeladen, der Corona-Test gemacht – und dann ging es um 5:30 Uhr los. Es fühlte sich an, als führen wir zum ersten Mal mit einem neuen Bus – so schön!
An der Schweizer Grenze waren wir der einzige Bus, der zur Abfertigung hielt. Wir meldeten unser gesamtes Veranstaltungsequipment beim Zoll vorschriftsmäßig an und bezahlten die Autobahngebühr. Selbst der WC-Stopp an der Raststätte Pratteln fühlte sich an wie ein Stück Normalität, die endlich zurück war. Die Hausmeister in Zofingen empfingen uns freudig – als erste Hallennutzer nach der langen Zeit.
Nun hieß es aufbauen – in der Hoffnung, dass wir alles eingepackt hatten: Einiges an Technik hatten wir im Studio und für die Gottesdienste im Einsatz gehabt. Erst 15 Minuten vor der Veranstaltung waren wir schließlich fertig – mit patschnassen Kleidern, da es richtig heiß war an dem Tag.
Um 13 Uhr ging es los und uns begrüßte ein Publikum, das begeistert war, dass wir gekommen waren. Sofort herrschte eine unbeschreibliche Atmosphäre. Viele Zeugnisse von Gebetserhörungen hoben die Erwartungen für Gottes Wirken an diesem Tag.


Aus dem Loch
„Gottes Wirken auf der Spur“ trifft unseren Auftrag recht gut. Der ganze Sieg, den Jesus am Kreuz für uns errungen hat, können wir in Besitz nehmen und darin leben. Wir tun es meist viel zu wenig und so ermutigten wir auch in Zofingen, mit diesem Sieg zu experimentieren. Als Christen haben wir die Autorität empfangen, den finsteren Mächten entgegenzutreten. Außerdem liegt für uns jede Menge von dem bereit, was Jesus uns aus lauter Liebe schenken will. Wie so oft in den anderthalb Jahren zuvor ermutigten wir auch in Zofingen Menschen, die von der ganzen Corona-Situation entmutigt sind. Auch hier schlug uns viel Dank entgegen, dass diese Veranstaltung die Besucher aus dem Loch und aus der Angst herausgeholt hat. Einige haben auch spontane Heilungen erfahren. Und so erlebten wir einen Tag, an dem wir wieder einmal in unserem Auftrag bestätigt wurden.
Aber nicht nur das – es tat uns als Team auch richtig gut, uns während der Fahrt mal wieder miteinander zu unterhalten, nachdem wir in der Pandemiezeit einige Male per Zoom miteinander gesprochen hatten.
Wir blicken voller Freude in die Zukunft – in der für Missionswerk Unterwegs Anfang September die „Nord-Tour“ ansteht: nach Hamburg, Hannover und Essen.
Daniel und Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Ich habe das Buch Daniel lange nicht mehr so genau durchforscht wie in den letzten zwei Wochen. Vorbereitet habe ich mich auf eine neue POWER ON-Sendung, die wir alle zwei Wochen für unseren YouTube-Kanal drehen. Wir zeigen ganz kurze Ermutigungen mit Themen quer durch die ganze Bibel. In der siebten Folge geht es um Daniel aus dem Alten Testament, der in der Löwengrube landete.
Man liest dieses Buch Daniel und staunt: Wie groß Daniels Gehorsam und Vertrauen doch waren! Mich hat das völlig begeistert. Vor allem wenn man bedenkt, dass er als junger Mann aus Jerusalem verschleppt wurde in ein fremdes Land, ohne die Sprache und Schrift zu kennen. Gott hat ihn dort wegen seines Gehorsams und Vertrauens so gesegnet, dass er Verwalter über die Provinz Babylon und sogar zweiter Mann im Staat wurde.
Ich möchte erst einmal etwas ausholen und ins erste Kapitel im Buch Daniel blicken. Nebukadnezar, der König der Babylonier, eroberte Jerusalem, nahm Gegenstände aus dem Tempel mit und verschleppte einige Tausend Israeliten nach Babylon. Darunter auch Daniel und seine drei Freunde. Man darf sich nicht vorstellen, dass alle mit Ketten im Kerker landeten, sondern die Israeliten wurden in Städten und Dörfern angesiedelt. Daniel und seine Freunde wurden aber gleich für den Dienst beim König einberufen. Sie sollten eine dreijährige Ausbildung zu Verwaltern und Hofbeamten antreten. Der König sah das Potenzial in diesen jungen Männern und wollte es für sich nutzen.
Unangepasst
Am Hof sollten die vier essen, was auch der König serviert bekam: Wein und Fleisch und die besten Delikatessen. Doch die Tiere, die in Babylon gegessen wurden, waren für Juden unrein oder wurden nicht koscher zubereitet. Daher hatten die vier Freunde ein Problem. Sie entschlossen sich, aus der Not Vegetarier zu werden und baten darum, ausschließlich Gemüse und Wasser zu sich nehmen zu dürfen.
Ich war für ein Bibelschuljahr in England und kann gut nachvollziehen, wie man sich in einem fremden Land fühlt, wenn man etwas länger als nur zum Urlaubmachen dort ist. Man muss sich erst einmal zurechtfinden. Der Verkehr läuft andersherum. Die Sprache ist eine andere. Alle gießen sich Milch in ihren Tee und kein Stecker passt mehr in die Steckdosen. Natürlich war ich nicht wie Daniel als Gefangene in diesem Land, aber ich kann verstehen, dass man erst einmal versucht, sich anzupassen und mit allem zurechtzukommen. Und Daniel hat genau das auch gemacht: Er hat die Schrift und die Sprache gelernt und eine Ausbildung durchlaufen. Aber seinen Glauben – den hat er niemals, in der ganzen Zeit nicht, angepasst!
Als Daniel den Obersten Kämmerer bat, ihnen nur Gemüse und Wasser zu bringen, hatte dieser Angst um sein Leben, da er damit einen Befehl des Königs missachten würde. Die vier Freunde baten, es zehn Tage lang ausprobieren zu dürfen – dann sollte er selbst entscheiden, was von da an passierte. Im Text lesen wir:
„Nach zehn Tagen sahen Daniel und seine Freunde sogar gesünder und kräftiger aus als alle anderen, die von den königlichen Speisen bekamen. Darum gab der Aufseher ihnen von nun an immer Gemüse, von der Tafel des Königs brauchten sie nichts zu nehmen. Gott schenkte den vier jungen Männern außergewöhnliche Weisheit und Erkenntnis; schon bald waren sie mit dem gesamten Wissen und den Schriften Babyloniens vertraut. Daniel konnte außerdem Visionen und Träume jeder Art deuten (…) Immer wenn der König vor schwierigen Entscheidungen stand und auf ein sicheres Urteil angewiesen war, fragte er diese vier Männer um Rat. Dabei zeigte sich, dass sie allen Wahrsagern und Geisterbeschwörern seines Landes weit überlegen waren.“
Daniel 1,15-17.20
Daniel blieb seinem Glauben treu und wurde belohnt. Bald darauf wurde das babylonische Großreich von den Persern geschluckt und der neue König Darius behielt Daniel ebenfalls in hoher Position. Neider ließen da nicht lange auf sich warten: Sie stellten alles auf den Kopf, um ihn zur Strecke zu bringen. Weil Daniel dreimal am Tag bei offenem Fenster betete, obwohl ein Gesetz es verbot, landete er in der Löwengrube. Da hatte König Darius ihn schon sehr liebgewonnen und bereute die Situation sehr. Doch selbst in der Löwengrube gab Daniel sein Gottvertrauen nicht auf und wurde verschont. König Darius lief im Morgengrauen zur Grube und ließ Daniel herausholen. Im Text lesen wir:
„Man fand nicht die geringste Verletzung an ihm, denn er hatte auf seinen Gott vertraut.“
Daniel 6,24
Daniel hätte eher sein Leben gegeben, als Gott untreu zu werden. Trotz feindlicher Umgebung, Schwierigkeiten und Widerständen hielt er an Gottes Geboten fest. Er hat Sprache und Schrift gelernt und sich in einigem angepasst – aber seinen Glauben hat er nicht angepasst!
Unbeirrt
Gehorsam ist eine Willensentscheidung. Die Entscheidung liegt bei uns – und manchmal wollen wir nicht, oft aus Bequemlichkeit. Eigentlich ist es doch so, dass wir sehr genau wissen, was Gott möchte – und tun doch das, was wir für richtig halten. Stimmt’s? Oder geht es nur mir so? ☺ Aber was ist das dann für eine Nachfolge? Was bedeutet Christsein, wenn wir nur tun und lassen, was wir wollen?
Daniel war anders. Er hätte alle leckeren Delikatessen essen können. Niemand hätte ihm einen Vorwurf gemacht. Es vielleicht sogar bei seinen neuen Kollegen besser angekommen. Doch er war entgegen aller Lust und Bequemlichkeit gehorsam. Heutzutage sind die Speisegebote aufgehoben. Worum geht es bei uns heute? Jesus hat das Gebot gegeben: „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst“ (Markus 12,31). Das ist oft unsere Herausforderung. Wenn ich meinen Nächsten liebe, dann wertschätze ich ihn, dann bin ich ehrlich zu ihm und will für ihn nur Gutes. Wie leben wir das im Alltag? Schlagen wir uns auch so gut wie Daniel?
Gehorsam ist nicht immer schön und macht manchmal keinen Spaß – schon deshalb, weil wir nicht nach unseren Vorstellungen leben können. Jemand hat das einmal schön ausgedrückt: „Ein Christ ist jemand, der das Recht aufgibt, sein Leben selber zu bestimmen, und der Jesus als König über sein Leben annimmt.“ Man könnte auch sagen: Ein Christ ist jemand, der Gott gehorsam ist. Das Recht, über unser Leben zu verfügen, nimmt Gott sich nicht einfach. Dieses Recht geben wir ihm freiwillig, wenn wir uns entscheiden, ihm die Führung unseres Lebens anzuvertrauen.
Vertrauensvoll
Und da sind wir auch schon bei Daniels zweiter außergewöhnlicher Eigenschaft: einem starken Vertrauen auf Gott. Man hat nirgendwo in der Geschichte das Gefühl, er hätte vor irgendetwas Angst gehabt. Ich war über Pfingsten eine Woche mit meiner Familie und meinen Eltern in Bayern im Wanderurlaub. Wir sind mit der Bergbahn hoch auf einen Berg gefahren und konnten beobachten, wie Gleitschirmflieger starteten. Sie verstehen etwas von Vertrauen: Sie laufen mit ihrem Schirm auf dem Rücken dem Abgrund entgegen und verlassen sich auf etwas, das sie nicht sehen: den Wind. Sie checken vorher ihren Schirm und die Windstärke und laufen dann los. Wenn sich der Schirm füllt, laufen sie weiter, bis sie etwa eine Geschwindigkeit von 20 km/h erreicht haben. Wenn dann alles passt, trägt der Wind den Schirm in die Höhe und sie fliegen.
Ich durfte vor einigen Jahren einmal bei einem Tandemflug mitfliegen. Ich saß vorne und der Fluglehrer war hinter mir. Er erklärte mir, was ich zu tun hatte, wann ich loslaufen und wie ich mich bewegen sollte. Es war ein mulmiges Gefühl, mich rein auf den Wind und ein paar Geräte zu verlassen. Aber die Aussicht war atemberaubend! Wir flogen über Hügel und Berge.
Genauso können wir im Leben ohne Angst über unsere Problemhügel und -berge schweben, wenn wir Gott so vertrauen wie die Gleitschirmflieger dem Wind. Angst lähmt uns. Wenn du aber Gott dein volles Vertrauen schenkst, hast du keine Angst. Gott ist Herr über deinem Leben, in jeder noch so aussichtslosen Situation. Weder Corona noch Stress, Zukunftsangst oder Krankheit regieren dein Leben, sondern der lebendige Gott hält dein Leben in seiner Hand. Daniel hat durch seinen Gehorsam und sein Gottvertrauen alles verändert, sogar das Land, in dem er lebte. Nach dem Vorfall in der Löwengrube ließ der König verkünden:
„Hiermit ordne ich an, in meinem ganzen Reich dem Gott Daniels Ehrfurcht zu erweisen! Denn er ist der lebendige Gott, der in alle Ewigkeit regiert. Sein Reich geht niemals unter, seine Herrschaft bleibt für immer bestehen.“
Daniel 6,26
Daniels Lebensstil mit Gott ist bewundernswert. Mich haben diese Kapitel mit Daniel wirklich inspiriert und angesteckt, noch mehr an meinem Gehorsam und meinem Vertrauen zu Gott zu arbeiten.
Rahel Selg, Missionswerk Karlsruhe
Die „Power-On“-Sendung kannst du unter diesem Link anschauen.
Kurz vor Weihnachten im vergangenen Jahr (2020) erreichte uns die Bitte, ob wir als Missionswerk im „House of Victory“ helfen könnten. Wir unterstützen diese Reha-Arbeit für drogenabhängige Männer auf dem Berg Carmel in Israel schon seit vielen Jahren. Nun schickten die engagierten Mitarbeiter eine lange Liste von Anschaffungen, die sie dringend für ihre Arbeit tätigen mussten. Wir konnten 12.000 Euro dafür überweisen. Nun bekamen wir einige Fotos zugeschickt und wir freuen uns zu sehen, wie das Geld eingesetzt wurde. Man erkennt: Es kommt genau da an, wo es gebraucht wird! Hier zeigen wir euch einige der Fotos mit den Beschreibungen der Mitarbeiter. Daneben konnten auch die Zimmer mit neuer Bettwäsche und das Büro mit weiterem Mobiliar ausgestattet werden.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe




„Von dem Geld des Missionswerks konnten wir unsere Büroausstattung erweitern: mit einem Computer plus Monitor und Laufwerk – und diesem Mikrofon für Zoomkonferenzen.“
„Ein Ziel des ‚House of Victory‘ ist es, den Männern eine gesunde und vollwertige Ernährung zu bieten. Auf dem angeschafften Gasherd bereiten die Männer nun warme Mahlzeiten zu.“
„Gottes Wort sagt uns, dass er mehr tun kann, als wir von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. Diese Kaffeemaschine gehört dazu – wow! Wir staunen über dieses Geschenk.“
„Für unseren Gemeinschaftsbereich haben wir eine Überdachung gebaut, die den Platz auch in der Regenzeit trocken hält. Hier wird ein Ort entstehen, an dem wir z. B. gemeinsam in der Bibel lesen.“

„Zwei gebrauchte Fahrräder konnten wir anschaffen, Mitarbeiter kauften weitere. Nun trainieren wir mehrmals wöchentlich und haben schon an einem Radrennen in der Arava-Wüste teilgenommen.“
Wenn du an deine Kindheit und deine Jugend denkst: Welche negativen Erlebnisse beschäftigen dich heute noch? Wurdest du abgelehnt, verspottet oder beschimpft? Hast du Missbrauch erlebt, traumatische Erfahrungen? Ist deine Seele zerbrochen?
Solche schlimmen Erlebnisse können uns sehr lange nachgehen. Viele Menschen leiden viele Jahre oder sogar Jahrzehnten unter dem, was ihnen zugefügt wurde. Doch Jesus sagt von sich, er wurde „gesandt, um die zu heilen, die ein gebrochenes Herz haben, und zu verkündigen, dass die Gefangenen freigelassen und die Gefesselten befreit werden“ (Jesaja 61,1, siehe auch Lukas 4,18). Jesus ist gekommen, um zerbrochene Herzen zu verbinden und um denen Freiheit zu schenken, die unfrei sind.
Wahrheit befreit
Signale für eine innere Unfreiheit können Angst, Schuldgefühle, Scham und Depressionen sein. Vielleicht machst du dir selbst Vorwürfe oder du fühlst dich leer, wertlos und hast Schuldgefühle. Vielleicht fällt es dir schwer, Beziehungen zu leben, weil deine Vergangenheit dich immer wieder einholt. Oder du hast dir vorgenommen, die Täter zu bestrafen, statt ihnen zu vergeben. All das sind Zeichen für Unfreiheit. Doch Jesus will dich daraus befreien, indem er dich in die Wahrheit führt. Er spricht uns zu:
„Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“
Johannes 8,32
Denn Jesus kennt nicht nur die Wahrheit, er selbst ist die Wahrheit, die uns befreien kann: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben!“ (Johannes 14,5). Jesus ist die Wahrheit in Person, die uns zum Leben führt. In unserer Welt gibt es so viele Wahrheiten, die nur einen Tag lang Bestand haben. Aber Jesus ist und war schon immer die Wahrheit. Deshalb können wir uns auf sein Wort verlassen, das immer noch so aktuell ist wie am Anfang!
Um die Wahrheit zu erkennen und Freiheit zu erleben, müssen wir das, was wir durchlitten haben, ans Licht bringen. Du hast noch nie mit jemandem über deine Verletzungen gesprochen? Du verdrängst das Erlebte bisher, weil es zu schmerzlich ist? Dann stelle dir eine wichtige Frage: Willst du frei werden? Wenn deine Antwort ja ist, dann bring das, was bei dir kaputt ist, ans Licht!
Der amerikanische Autor Seth Adam Smith hat einmal treffend geschrieben: „Du kannst die Dunkelheit nicht besiegen, indem du vor ihr wegrennst, noch kannst du deine Dämonen besiegen, indem du sie vor der Welt versteckst. Um die Dunkelheit zu besiegen, musst du sie ans Licht bringen.“
Begib dich aus der Sicherheitszone deines Verstecks ins Licht. Es geht nicht darum, das Negative der Vergangenheit zu vergessen, sondern den Erfahrungen der Vergangenheit die Kraft zu nehmen, indem du sie ans Licht bringst!
Mit Gold veredelt
Jesus ist gekommen, um zerbrochene Herzen zu heilen. Lass es zu, dass in dein zerbrochenes Leben eine wertvolle Veränderung hineinkommt.
In Japan gibt es die künstlerische Tradition, zerbrochene Vasen und Schalen nicht wegzuwerfen, sondern sie mit goldfarbenem Lack zu reparieren. Die erkennbaren Risse verleihen den Gefäßen eine besondere Schönheit. Diese Methode heißt Kintsugi. Sie hat nichts mit asiatischer Heilkunst zu tun, sondern ist entstanden aus der Überzeugung, dass aus Zerbruch etwas Wertvolles werden kann.
Für die Heilungstage habe ich Scherben in einer schönen Truhe verpackt und darauf geschrieben: „Mein Leben“. Ist es nicht oft so, dass wir Scherben unserer Vergangenheit schön kaschieren, damit sie keiner sieht? Doch wenn wir vor Herausforderungen stehen und durchgeschüttelt werden, hört man die Scherben klirren.
Wenn wir unseren ganzen Scherbenhaufen ans Licht bringen, kann Gott uns mit Gold reparieren und Schönheit hervorbringen. So werden wir kostbarer als jedes Massenprodukt. Wir sind besondere Unikate und wertvoll für unsere Mitmenschen! Durch die Hand Gottes wird der Scherbenhaufen deines Lebens zu etwas Wertvollem, deshalb gib ihn deinem liebenden Gott!
Selbst gestalten
Du bist kein Opfer, sondern ein Gestalter deines Lebens! Es geht oft nicht nur um ein vollmächtiges Gebet, sondern Veränderung geschieht durch den Prozess einer Entscheidung, welchen Geist und welche Gedanken du in deinem Leben zulässt. Triff eine bewusste Entscheidung, deine Vergangenheit ans Licht zu bringen und sie ein für alle Mal aufzuarbeiten. Habe Mut, deine Situation zuzugeben. Kämpfe und verhandle nicht mit dem Teufel, das kannst du mit deinem liebenden Gott tun – vielleicht gemeinsam mit einem Menschen deines Vertrauens. Vergib dem Täter. Vergebung fällt schwer, aber sie ist so entscheidend! Vergib dir auch selbst, wo du eigene Fehler siehst. Bitte Gott um Vergebung, wenn du ihn angeklagt hast, weil er Vergangenes zugelassen hat. Bitte Gott, dir deine Verbitterung zu vergeben. Bitte so, wie Jesus es im Vaterunser gelehrt hat: „Vergib uns unsere Schuld wie wir vergeben unseren Schuldigern.“
Entscheide dich für ein neues geheiligtes Leben. Wenn du es nicht selbst anpackst, wird nichts geschehen und sich nichts ändern. Verdrängen funktioniert nur eine begrenzte Zeit, irgendwann wird das Ganze immer wieder wie ein Vulkan explodieren.
Feiere, dass du deine Vergangenheit in Angriff nimmst und du der Veränderung ins Auge blickst!
Tipps zum Anpacken:
- Triff eine feste unumstößliche Entscheidung deine Vergangenheit ans Licht zu bringen.
- Bekenne, dass deine Emotionen, Gedanken, Traumata und vergangenen Erfahrungen nicht deine Identität sind. Du bist Gottes Kind.
- Akzeptiere, dass ein Schmerz zu überstehen ist, während du diesen Prozess durchläufst. Halte ihn aus, es lohnt sich.
- Erinnere dich zu deiner Ermutigung an Erfahrungen, die du siegreich durchgestanden hast.
- Begreife, dass dieser „Prozess-Schmerz“ nicht dauerhaft sein wird. Richte deinen Fokus auf den Sieg.
- Du bist auf deiner Reise nie alleine. Der Heilige Geist und Menschen, die dir Gott an die Seite stellt, sind bei dir.
- Wisse, dass sich in diesem Prozess dein Unterbewusstsein verändert, obwohl es sich zu Beginn nicht so anfühlt.
- Denke an die Bibelstelle: „Wenn der Sohn euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei“ (Johannes 8,36).
Jesus ist gekommen, um zerbrochene Herzen zu verbinden und um denen Freiheit zu schenken, die unfrei sind. Deshalb entferne die Ketten, die dich an die Vergangenheit binden – die Gefängnistür steht offen! Du hast dich vielleicht an deine Umstände in der Gefangenschaft gewöhnt und es braucht eine feste Entscheidung, von diesem Zustand frei zu werden. Entscheide dich, die offene Tür deines Gefängnisses Richtung Freiheit zu durchschreiten. Viele sitzen befreit in ihrem offenen Gefängnis und jammern und klagen. Doch Jesus hat die Freiheit am Kreuz errungen. Sie gehört dir – nimm sie in Besitz und lebe darin. Hause nicht in der Gemeinschaft von Mitleid in deiner Vergangenheit, sondern freue dich auf das Neue in der Freiheit mit deinem Herrn. Vielleicht verlierst du die Mitjammerer, aber du wirst eine unbeschreibliche Freude und Freiheit erleben! Nimm deinen Erfahrungen der Vergangenheit die Kraft, indem du sie ans Licht bringst. Triff heute die Entscheidung und dann mach dich auf den Weg!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
„Die Freude am Herrn ist meine Kraft!“ Mit diesem Lobpreislied begannen die Heilungstage am Samstag, den 1. Mai 2021. Dieses Lied war nicht nur ein schwungvoller Einstieg, sondern auch eine kraftvolle Proklamation gegen die Wirkung von Krankheit. Jeder kennt die Situation, wenn Schmerzen und Krankheit uns die Kraft rauben und den Fokus auf sich ziehen möchten. Alles scheint sich um den akuten Schmerz zu drehen und es bleibt keine Kraft zur Beschäftigung mit anderen Dingen im Leben. Eine Aussage wie „Die Freude am Herrn ist meine Kraft!“ ist in solchen Momenten geradezu eine Erklärung dem Feind gegenüber, dass er auf verlorenem Posten steht.
Herrlichkeit statt Maibaum
Die Heilungstage, die am Samstag und Sonntag stattfanden, waren pandemiebedingt leider nur online zu erleben. Nur am Sonntag war im Rahmen des Gottesdienstes ein Zusammenkommen in der Christus-Kathedrale möglich. Doch wir haben immer wieder erlebt, wie Gottes grenzenlose Macht sich auch darin zeigt, dass er nicht an Raum und Zeit gebunden ist und seine Heilungskraft unbegrenzt bleibt. Gott kommt mit seiner Kraft an jeden Ort, in jedes Zimmer. Ganz egal, wo die Einzelnen dabei waren, er machte Unmögliches möglich!
Während sich am Samstag online über 5000 Menschen zuschalteten, flitzten in der Christus-Kathedrale nur Kameraleute und Mitarbeiter vom Team durch den Saal. Und obwohl wegen der Leere alles sehr technisch wirkte, war zugleich von Beginn an eine unglaublich dichte Präsenz der Herrlichkeit Gottes spürbar. Wo an anderen Orten an diesem Tag Maibäume aufgerichtet wurden, war hier zu merken, wie Gott eine Kraft der Autorität gegen die Finsternis aufrichtete. Die Werke des Feindes sollen zerstört und seine Einschüchterung entlarvt werden. Schon lange vor den Heilungstagen hatte sich ein Team gebildet, das im Gebet dafür eintrat, eine geistliche Autorität aufzurichten. Wie ein Turbolader hat sie eine zusätzliche Kraft in der geistlichen Welt freigesetzt.

Mitbeter gesucht
Während die Heilungstage ausgestrahlt wurden, bestand die Möglichkeit zur Interaktion. Per Mail und WhatsApp, über Facebook und YouTube meldeten sich Teilnehmer und so war auch über die Distanz eine echte Verbundenheit möglich. Gleich in den ersten Minuten erreichte uns ein dramatisches Anliegen: „Ihr Lieben, ich bitte von ganzem Herzen: Unser Jugendpastor liegt lange im Koma durch Corona, nur noch Maschinen halten ihn am Leben. Er hat Kinder und eine schwangere Frau …“
Dank der technischen Möglichkeiten konnten wir miteinander in Kontakt treten und uns im Gebet eins mit den Anliegen machen und durften erleben, wie Gott handelte. Einige schrieben noch während der Veranstaltung, wie sie Gottes Hilfe empfangen hatten. Uwe Porozynski gab diesbezüglich mit dem Bibelwort aus Psalm 147,3 eine wunderbare Verheißung weiter:
„Er schenkt denen Heilung, die ein gebrochenes Herz haben und verbindet ihre schmerzenden Wunden.“
Keine leeren Worte
Während der Heilungstage wollten wir im Glauben unseren Fuß auf die Verheißungen Gottes setzen, so wie Josua einst mutig den Jordan durchquert und das verheißene Land eingenommen hat. Dazu dienten die einzelnen Einheiten, denn die Erkenntnis durch Gottes Wort setzt Gottes umfassende Gnade und Glauben frei (2. Petrus 1,2 und Römer 10,17). Als Nachfolger Jesu sind wir aufgefordert, uns nach Gottes Gaben auszustrecken und in seinem Auftrag zu handeln. So wie einst Jesus die Worte des Propheten Jesaja zitierte und für sich in Anspruch nahm, sollen wir –erfüllt mit dem Geist Gottes – von ihm gesalbt und befähigt handeln:
„Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und die Zerschlagenen zu entlassen in die Freiheit und zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.“
Lukas 4,18-19 nach Jesaja 61,1-2
Die Heilungstage boten eine besondere Gelegenheit, sich diesem Auftrag zu stellen und im Glauben und in der Erwartung zu wachsen. Es ist Gottes Wille, dass wir der Not der Menschen nicht mit leeren Worten begegnen, sondern sein Heil und damit auch Heilung weitergeben.
Christus, unser Heiler
Jesus hat seine Jünger intensiv gelehrt und wir dürfen in dieser Erkenntnis wachsen. Dazu hilft es sehr, die Inhalte der Heilungstage zu vertiefen und weiter in Gottes Wort zu graben. Eine große Hilfe dabei sind neben den aktuellen Impulsen auch die Aufzeichnungen der letzten Jahre und das Buch „Christus unser Heiler“ von F. F. Bosworth. Der Autor zeigt darin herrlich verständlich auf, wie Gottes Wort Heilung freisetzt. So schreibt er gleich zu Beginn:
„In Sprüche 4,20-22 können wir die ausführlichste vollständige Anweisung sehen, wie wir unsere Heilung empfangen: ‚Merke auf meine Rede und neige dein Ohr zu meinen Worten. Lass sie dir nicht aus den Augen kommen; behalte sie in deinem Herzen, denn sie sind Leben denen, die sie finden und heilsam ihrem ganzen Leibe.‘Das Wort Gottes kann weder für Leib noch Seele heilsam sein, wenn es nicht gehört, aufgenommen und befolgt wird. Beachten Sie bitte, dass die Worte Gottes nur für diejenigen heilsam sind, die sie ‚finden‘. Wenn Sie von Gott Leben und Heilung empfangen wollen, dann nehmen Sie sich Zeit, um die Worte aus der Schrift herauszusuchen, die diese Verheißungen enthalten. … Viele haben ihre Heilung schlicht deshalb noch nicht empfangen, weil sie diesem Weg nicht gefolgt sind.
Gott sagt, wenn wir all das befolgen, was in der Schrift steht, werden seine Worte ‚heilsam unserem ganzen Leibe‘ sein. Dabei ist es unwichtig, an was unser Leib leiden mag – sei es Krebs, Kropf, Tumore oder Ähnliches…. Genau auf die gleiche Weise ist das Wort Gottes auch heilsam für ihre Seele.“
Tausende von Menschen haben durch den Dienst von F. F. Bosworth (1877-1958) Gottes Kraftwirkung und Heilung empfangen und vielen Tausenden war dieses Buch eine wertvolle Hilfe, um im Glauben zu wachsen und Heilung zu empfangen. Noch heute wird es in Bibelschulen als Kernlektüre verwendet und auch wir als Missionswerk empfehlen es von Herzen.
Empfangenes festhalten
Wir sind tief bewegt, wie viele Menschen uns zeitnah von den Auswirkungen der Heilungstage in ihrem Leben berichtet haben. Wie Heilung in die Seele kam, Versöhnung möglich wurde, Folgen von Mobbing ausgelöscht und neue Lebensfreude empfangen wurde.
Über 1000 Einträge wurden bei YouTube in den Chat gestellt. Eine Person schrieb: „Danke, durch diesen Heilungstag durfte ich mich mit meinen Geschwistern aussöhnen.“ Ja, Versöhnung ist die Grundlage für innere und für körperliche Heilung! Eine andere Person schrieb: „Im Moment geht es besser. Aber ich trau der Sache noch nicht ganz …“ Ja, so ist das manchmal, wenn Gott etwas Neues tut – dann ist es wichtig, das Empfangene im Glauben festzuhalten, damit es nicht wieder geraubt wird.
F.F. Bosworth schreibt dazu:
„In dieser umfassenden Schriftstelle [Sprüche 4,20-22] gibt uns Gott eine genaue Anweisung, wie wir seine Worte beachten können. Er sagt: ‚Lass sie dir nicht aus den Augen kommen; behalte sie in deinem Herzen.‘ Statt unsere Augen auf unsere Symptome zu richten und uns mit ihnen zu beschäftigen, sollen sie das Wort Gottes nicht aus den Augen lassen. Das bedeutet, Sie müssen immerzu darauf sehen und wie Abraham stark werden im Glauben.“
Es ist unser Gebet, dass diese Heilungstage eine Saat gelegt haben und dass die Sehnsucht geweckt wurde, weiter im Glauben zu wachsen und Größeres von Gott zu erwarten.
Thomas Inhoff, Missionswerk Karlsruhe
Die Heilungstage zu Hause nach erleben
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Geist, Seele und Leib sind nicht voneinander zu trennen. So haben wir uns entschlossen, für die Heilungstage 2021 den Schwerpunkt auf die Seele zu legen. Unsere Seele umfasst unseren Verstand, unseren Willen und unsere Emotionen. Was wir denken und beabsichtigen, was wir uns wünschen und wie wir uns fühlen, geschieht in unserer Seele.
Ewige Perspektive
Anders als unser Körper, den wir sehen und spüren, schenken wir unserer Seele oft nicht viel Aufmerksamkeit, obwohl sie eine große Auswirkung auf unser Leben und Wohlergehen hat. Aus Sicht der Ewigkeit ist sie sogar noch wichtiger als der Körper. In Matthäus 10,28 bekommen wir einen Eindruck davon. In diesem Kapitel unterweist Jesus seine Jünger und erklärt ihnen:
„Habt keine Angst vor den Menschen, die zwar den Körper, aber nicht die Seele töten können! Fürchtet vielmehr Gott, der beide, Leib und Seele, dem ewigen Verderben in der Hölle ausliefern kann.“
Was in unserer Seele vor sich geht, ist sehr versteckt, sodass es niemand sieht. Wir können vieles vortäuschen. Doch letztendlich kommt es darauf an, wie es wirklich in der Seele aussieht. Niemand kann sie töten, aber Gott wird sie einmal begutachten und auf sein Urteil kommt es an. Darum ist es wichtig, dass unsere Seele unter seiner Herrschaft steht und im Einklang mit ihm ist.
Doch nicht erst im Jenseits spielt die Seele eine Rolle. Schon jetzt verspricht Gott, sich um unsere Seele zu kümmern. In Matthäus 11,28 lesen wir, wie Jesus zu den Menschen sagte:
„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“
Jesus sieht die Mühsal und Last unserer Seele. Denn egal, womit du beladen bist oder womit du Mühe hast, es belastet dich. Du trägst eine Bürde mit dir herum, die niemand sieht. Jesus verspricht: Ich werde dir Ruhe geben! An anderer Stelle spricht er von Frieden:
„Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch.“
Johannes 14,27
Jesus schenkt dir Frieden für deine Seele, für dein Leben. Wenn du Frieden hast, dann ist deine Seele ruhig.
Seelische Ursachen
Körperliche Krankheiten und Schmerzen drängen sich in den Vordergrund, doch manchmal kann die Seele die Ursache dafür sein. Man spricht von psychosomatischen Beschwerden, wenn psychische (psyche = Seele) Einflüsse auf somatische (soma = Körper) Vorgänge einwirken.
Unsere Sprache kennt Redewendungen wie „Ärger in uns hineinfressen“, wenn wir permanenten Groll unterdrücken. Dann entsteht ein großer Druck, der sich irgendwann in körperlichen Beschwerden entladen kann. Oder „etwas schlägt uns auf den Magen“. Das kann zu Appetitlosigkeit führen oder auch zum Gegenteil: zu Esssucht. Die Folgen sind Unwohlsein oder sogar Magengeschwüre, Herzrasen, Bluthochdruck und andere Beschwerden.
Seelische Einflüsse führen zu körperlichen Auswirkungen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns auch um unsere Seele kümmern. Johannes schreibt an seinen Freund Gajus:
„Ich hoffe, dass es dir gut geht und du an Leib und Seele so gesund bist wie in deinem Glauben.“
3. Johannes 2
Leib und Seele und der Glaube gehören zusammen. Oft schenken wir unserem Seelenleben erst dann Aufmerksamkeit, wenn es solche körperlichen Auswirkungen hat, etwa weil uns Sorgenpakete das Leben schwer machen. Wir liegen nachts im Bett und das ganze Räderwerk in unserem Kopf ist in Bewegung. Je mehr wir uns mit den Problemen beschäftigen, desto größer werden die Sorgenberge. Sie wachsen über Nacht! Das führt nicht nur zu Schlaflosigkeit, sondern kann viele verschiedenen Auswirkungen haben: innere Unruhe, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und zuletzt kann es in Depressionen führen. Wir fühlen uns wie in einer dunklen Blase, aus der wir nicht herauskommen. Jesus gibt uns dazu guten Rat:
„So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug.“
Matthäus 6,34
Was bringt uns das Sorgen? Nichts! Stattdessen kann es uns krank machen. Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen um die Zukunft, weil der Vater sich um uns kümmert. Manchmal beschäftigen uns Gedanken wie: Wo soll das enden, wenn das so weitergeht? Wie soll das werden? Doch wir dürfen unsere Sorgen auf Jesus werfen, damit wir frei werden von solchen Lasten. Lass alles los, was dich sorgt – Jesus hat eine Lösung dafür!
Ein fröhliches Herz
Neben unseren Emotionen gehört auch unser Denken in den Bereich der Seele. Auch unsere Gedanken spielen für unsere Gesundheit eine Rolle – denn aus ihnen entstehen alle unsere Handlungen. Doch dazwischen steht unsere Entscheidung: Verwerfen wir den Gedanken oder folgen wir ihm?
Denn natürlich sind nicht alle Gedanken gut und richtig. Falsche Gedanken können zum Beispiel sein: „Ich bin nichts wert.“ – „Keiner mag mich.“ – „Das ist alles meine Schuld.“ – „Mein Leben ist nur trübe.“ Solche Gedanken können uns auf Dauer krank machen. Davon lesen wir schon in Sprüche 17,22:
„Ein fröhliches Herz bringt gute Besserung, aber ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus.“
Wie bekommen wir ein fröhliches Herz für gute Besserung? Durch gute Gedanken! Das können Gedanken der Ermutigung durch Gottes Zusagen sein, Gedanken des Vertrauens auf Jesus oder Gedanken der Hoffnung: „... die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist“ (Römer 5,5). Ein fröhliches Herz entsteht durch die Hoffnung auf Gottes Verheißungen und durch die Liebe Gottes, die alles verändert.
Worte bedenken
Aus dem Denken folgt auch unser Reden. Was wir denken und meinen, prägt unsere Worte. Interessant ist, was Jesus in Markus 11,23 seine Jünger dazu lehrt:
„Ich versichere euch: Wenn ihr glaubt und nicht im Geringsten daran zweifelt, dass es wirklich geschieht, könnt ihr zu diesem Berg sagen: ‚Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer!‘, und es wird geschehen.“
Interessanterweise spricht Jesus hier davon, was wir zu dem Berg „sagen“. Das überlesen wir oft, aber es ist wichtig, denn Worte sind mächtig: „Was einmal ausgesprochen ist, fällt auf dich zurück – sei es nun gut oder schlecht. Worte haben Macht: Sie können über Leben und Tod entscheiden“ (Sprüche 18,20-21Hfa). Glaubst du, was du sagst? Glaubst du, was du betest? Wenn du nicht zweifelst und glaubst, was du sagst, wird es geschehen.
Das gilt im Guten wie im Schlechten. Negative Worte blockieren Gott zum Handeln. Negative Aussagen oder Festlegungen können uns unser ganzes Leben lang behindern. Ich höre manchmal Menschen sagen: „Meine Mutter hatte diese und jene Krankheit, ich bekomme sie bestimmt auch!“ Das ist eine Aussage und eine Festlegung, die steht. Vergessen wir nicht: Worte haben Macht und was einmal ausgesprochen ist, fällt auf uns zurück. Deshalb entmachte Aussagen, in denen du etwas festgelegt hast in deinem Leben. Sprich aus, dass du von jeder Erbkrankheit abgeschnitten bist durch das Blut Jesu. Keine Erbkrankheit hat Macht über dich, weil Jesus jede Krankheit am Kreuz entmachtet hat. Worte haben Macht, deshalb rufe nicht Dinge herbei, die Jesus besiegt hat am Kreuz.
David wusste ebenfalls von der Macht der Worte. In Psalm 141,3 betet er:
„Bestelle, Herr, eine Wache für meinen Mund! Wache über die Tür meiner Lippen!“
David hat genau verstanden, worauf es ankommt. Das sollte auch unser Gebet sein. Ebenso wie ein Wache für unsere Worte brauchen wir eine Wache für unsere Seele, für unseren Verstand, unseren Willen und unsere Emotionen, damit es uns gut geht.
Platz am Kreuz
Wie gehen wir aber damit um, wenn Verstand, Wille oder Gefühle von innen oder außen negativ attackiert werden? Wir können uns nicht davor schützen. Wir können nicht dafür sorgen, dass wir keine Angriffe erleben. Wir alle stehen mitten im Leben. Doch es liegt an unserer Entscheidung, wie wir mit Attacken umgehen.
Das Gute ist: Jesus weiß genau, wie wir uns in einer solchen Situation fühlen. Er hat selbst Angriffe erlebt: Er wurde verlacht und verspottet, geschlagen, missverstanden, angeklagt, als Beelzebub bezeichnet und musste seinen Willen dem Vater unterordnen. Letztendlich hat er das Kreuz auf sich genommen und sein Leben gelassen. Wofür? Dafür, dass du das alles nicht mehr auf dich nehmen musst! Dass deine Seele gesund sein kann. Alles, was du erlebst, hat er schon mit ans Kreuz genommen: deine Verletzungen, wenn du dich missverstanden, missbraucht, missachtet, angeklagt, schuldig, hintergangen fühlst. Alles, was dir passiert ist, hat er schon ans Kreuz getragen. Du kannst alles loswerden, wenn du möchtest.
Es gibt ein altes Lied, in dem es heißt: „Am Kreuz ist noch Raum für dich ...“ Die Realität ist das, was du erlebt hast. Aber die Wahrheit der Bibel lautet: Am Kreuz ist noch Raum für dich! An diesem Kreuz kannst du alles abladen. Hier wirst du los, was deine Seele beschwert oder was dich krank gemacht hat. Manche Dinge muss man aufarbeiten und es ist ein Prozess, aber es ist wichtig, dass man sie loslässt. Entscheide dich, sie abzugeben. Jesus möchte deinen Schmerz heilen, er möchte deine Seele heilen. Er hat niemanden weggeschickt, der zu ihm kam. Er möchte dich wiederherstellen – und zwar an Geist, Seele und Leib!
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe

Schon seit Langen sind wir als Missionswerk mit dem Mercy Hospital in Kolkata verbunden, das der armen Bevölkerung medizinische Versorgung ermöglicht. Mithilfe unserer Missionswerkfreunde konnten wir jetzt einen neuen Computertomografen finanzieren, der wichtig ist, um Krankheiten zu erkennen.
Nun erreichte uns ein Dankesbrief von Bonnie und Dr. Jim Long vom Mercy Hospital, den wir gerne an euch und alle Spender weitergeben.
Bonnie ist die Tochter von Dr. Huldah und Mark Buntain, die vor über 65 Jahren als Missionare nach Kolkata, Indien, kamen. Auch ihr Mann Jim ist Missionarssohn und beide gingen ins Gesundheitswesen: Bonnie als Krankenschwester und Jim als Herzchirurg. Gemeinsam engagieren sie sich in der Leitung des Mercy Hospital und wir sind mit ihnen dankbar, dass der neue CT-Scanner nun hilft, Krankheiten zu behandeln.

Liebe Isolde, lieber Daniel, mit dankbaren Herzen blicken wir auf eure großzügige Spende, die uns im März 2021 für den Kauf eines Computertomografen erreicht hat. Menschen in Europa können sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, was es für das Mercy Hospital in Kalkutta bedeutet, einen solchen CT-Scanner zu besitzen. Danke, dass ihr über einige Jahre die große Summe von 166.879 Euro gesammelt habt, damit wir das Gerät jetzt bei der Firma Siemens bestellen konnten. Ein CT-Scanner ist ein wesentliches Diagnosewerkzeug, mit dem viele Arten von Krankheiten erkannt werden. Jetzt kann das Mercy Hospital diese wertvolle Technologie nutzen, um armen und benachteiligten Menschen in Kalkutta eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung zu bieten. Wir werden euch von der Einweihung des CT-Scanners berichten, sobald er geliefert ist. Das Mercy Hospital hat durch die Unterstützung des Missionswerk Karlsruhe in den letzten Jahren einen hohen Klinikstandard in dieser sonst so chaotischen Stadt Kalkutta erreicht. In unserem 200-Betten-Krankenhaus habt ihr schon die Erneuerung der Station für die Betreuung der Armen, vier neue OP-Säle nach westlichem Standard und viele weitere Bereiche und medizinische Geräte finanziell ermöglicht. Danke, danke – ihr seid ein Segen für das arme Kalkutta! In den vielen vergangen Jahren war immer auf euch Verlass, auch wenn uns andere Spender verlassen haben. Eure Freunde, Bonnie und Dr. Jim Long

Ein neuer Computertomograph für das Mercy-Hospital
Die Stelle am Jordan, an der Jesus getauft wurde, gehört heute zu den wichtigsten christlichen Orten in Israel. Doch jahrelang war er für Besucher gesperrt. Da der Jordan genau die Grenze zwischen Israel und Jordanien markiert, liegt er im Grenzsicherheitsstreifen und ist somit eine militärische Sperrzone.
Biblische Bedeutung
Die Geschichte der Taufstelle beginnt schon zu Zeiten Josuas. Hier überquerten die Kundschafter, die im Auftrag von Josua Jericho ausspionieren sollten, den Jordan (Josua 2). Hier überquerte auch Josua mit dem Volk Israel den trockenen Jordan, um ins Heilige Land zu kommen. Josua baute hier zu Gottes Ehre einen Altar aus zwölf Steinen, einen für jeden Stamm Israels (Josua 3 und 4). Auch der Prophet Elia und sein Nachfolger Elisha kamen hierher und Elias fuhr von hier mit einem feurigen Wagen in den Himmel auf (2. Könige 2).
Seit jener Zeit pilgerten viele Besucher aus der ganzen Welt und besonders aus Jerusalem an diesen heiligen Ort. Das ist auch der Grund, warum Johannes der Täufer ihn damals auswählte, um Leute zu taufen und ihnen den richtigen Weg zu Gott zu zeigen. Auch Jesus kam, um sich von Johannes taufen zu lassen. Als Jesus aus dem Wasser stieg, öffnete sich der Himmel und der Heilige Geist in Form einer Taube kam herab und eine Stimme sagte: „Das ist mein Sohn, den ich liebe“ (Matthäus 3).
Unmögliche Bitte
Nur einmal im Jahr – am 8. Januar – wurde dieser Ort geöffnet für eine Feier der griechisch-orthodoxen Kirche. Sonst durfte das ganze Jahr über niemand diesen Platz besuchen. Als Reiseleiter des Missionswerks war ich es schon gewohnt, dass spezielle Bitten an mich herangetragen wurden. Diesmal hatte Siegfried Müller eine sehr große Bitte: „Ich möchte mit der nächsten Gruppe die Taufstelle Jesu besuchen.“ Ich sagte ihm, dass es unmöglich sei wegen der militärischen Sperrzone. Doch wer Siegfried kannte, der wusste: Wenn er etwas wollte, ließ er nicht locker. Ich habe damals beschlossen, in dieser Sache mein Glück zu versuchen. Zuerst sprach ich mit der Chefin der Tourismusorganisation vom Toten Meer. Von dort bekam ich eine klare Absage.

Meine zweite Anlaufstelle war ein Mitglied des Kibbuz Kalia, mit dem ich befreundet war. Ich erzählte ihm von der großen Unterstützung des Missionswerks für die Stadt Jerusalem und von Siegfrieds Verbindung zum ehemaligen Bürgermeister Teddy Kollek. Ich glaube, das hat Bewegung in die Sache gebracht. Dieser Mann erzählte mir, dass der Militärkommandant dieser Region aus seinem Kibbuz stammte. Er versprach, mit ihm zu reden. Und Dank sei Gott: Es hat geklappt!
Beliebter Touristenort
Ich persönlich hatte die Chefin des Tourismusministeriums dieser Region eingeladen, außerdem kam ein Abgesandter des Jerusalemer Tourismusministeriums und ein Nationalparkdirektor. Sie alle sahen die Freude der Pilger vom Missionswerk Karlsruhe und die herrliche Andacht, die dort gefeiert wurde.

Seit diesem Zeitpunkt wurde das Tor Stück für Stück für christliche Gruppen geöffnet.
Heute gehört diese Stätte zu einem Nationalpark und ist ein wichtiger Ort für Besucher, Pilger und Israelis. Es ist eine sehr schöne Anlage geworden mit Souvenir-Shop, Toiletten und anderen Einrichtungen. Wenn wir heute mit der Reisegruppe hierherkommen, ist es oft so voll, dass die Busse keinen Parkplatz mehr finden – und das mitten in der Wüste!
Die Pioniere, die vor vielen Jahren das Unmögliche möglich gemacht haben – nämlich das Tor zum ersten Mal zu öffnen – war das Missionswerk Karlsruhe. Jedes Jahr ist der Besuch dieser Taufstelle von Jesus Bestandteil unserer Reise.
Dany Walter
Im Alten Testament lesen wir die Geschichte von Jakob, der sich auf die Reise machte, um sich eine Frau aus seinem Volk zu suchen. Als er schlief, hatte er einen Traum: Er sah eine Treppe, die bis zum Himmel reichte. Engel stiegen hinauf und herab und oben stand Gott höchstpersönlich und sprach ihn an (1. Mose 28). Unsere Erwartungen sind unterschiedlich, aber eine solche Verbindung zum Himmel wünschen wir uns wohl alle.
Mose ging es ganz ähnlich. Als es an der Zeit war, dass er das Volk Israel in das gelobte Land führen sollte, bat er Gott eindringlich, dem Volk voranzugehen. Und noch einen Wunsch brachte er vor: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“ Und Gott zog an Mose vorüber und ließ ihn etwas von seiner himmlischen Erscheinung sehen (2. Mose 33). Hast auch du Sehnsucht nach Gottes Herrlichkeit? Gott muss heute nicht mehr an uns vorüberziehen, sondern durch den Heiligen Geist können wir ihn mit den Augen unseres Herzens sehen.
Der einzige Zugang
Als Jesus von Johannes im Jordan getauft wurde, flog sichtbar eine Taube vom Himmel auf Jesus herab. Der Heilige Geistes kam auf ihn. Nachdem Jesus auferstanden war und diese Erde wieder verlassen hatte, kam der Heilige Geist auf diese Erde, wie Jesus es versprochen hatte. Der Heilige Geist erfüllt jeden Menschen, der Jesus in sein Leben aufgenommen hat. Er ist Hilfe, Trost, Kraft und Kommunikator. Der Heilige Geist ist unser ständiger Begleiter. Du hast den Heiligen Geist in dir, wenn du dein Leben Jesus gegeben hast. Und nicht nur das: Du hast damit auch die Verbindung zum Himmel. Der Heilige Geist das ist die einzige Verbindung, die wir zum Himmel haben können. Es gibt sonst keinen Zugang zum Himmel für uns.
In Johannes 16 lesen wir davon, dass Vater, Sohn und Heiliger Geist verschiedene Aufgaben haben und der Heilige Geist der Kommunikator ist:
„Wenn aber der Geist der Wahrheit kommt, hilft er euch dabei, die Wahrheit vollständig zu erfassen. Denn er redet nicht in seinem eigenen Auftrag, sondern wird nur das sagen, was er hört. Auch was in der Zukunft geschieht, wird er euch verkünden. So wird er meine Herrlichkeit sichtbar machen; denn alles, was er euch zeigt, kommt von mir. Was der Vater hat, gehört auch mir. Deshalb kann ich mit Recht sagen: Alles, was er euch zeigt, kommt von mir.“
Johannes 16,13-15
Der Heilige Geist hilft uns, Gottes Wahrheit zu verstehen. Er vermittelt das, was er vom Vater und vom Sohn hört. Ohne ihn werden wir nichts vom Himmel erfahren. Aber mit ihm steht uns der Himmel offen. Durch ihn erfährst du in deinem Herzen Dinge des Himmels. Selbst wenn wir das Wort Gottes lesen, muss es uns der Heilige Geist offenbaren, sonst verstehen wir es nicht. Bestimmt hast du auch schon die Erfahrung gemacht, dass dir beim Bibellesen plötzlich ein Vers so richtig „aufging“
und du Verständnis oder auch eine Lösung geschenkt bekamst
Blockaden entdecken
Paulus schreibt in Galater 4,6 den schönen Zuspruch: „Weil ihr nun seine Kinder seid, schenkte euch Gott seinen Geist, denselben Geist, den auch der Sohn hat. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: ‚Abba, lieber Vater!‘“
Wir haben denselben Geist wie Jesus und somit die Verbindung zum Himmel. Als Gottes Kinder haben wir Zugang zum Vater.

Der Heilige Geist ist wie ein Kanal für uns zum Himmel. Die Voraussetzung ist, dass die Verbindung zum Himmel durchgängig ist. Die Bibel berichtet uns auch von Blockaden, die uns den offenen Himmel verschließen können.

Der Kanal, der uns mit dem Himmel verbindet, ist da. Doch etwas kann den Zugang blockieren. Wie Laub, Dreck oder ein Vogelnest, das ein Kaminrohr verschließt, gibt es auch Blockaden, die unsere Verbindung zum Himmel stören. Kennst du das Gefühl, dass Gebete nur bis zur Zimmerdecke gehen? Gott hört dich, aber du spürst: Da ist etwas im Weg. Der Heilige Geist ist da, Jesus ist da und der Vater ist da, aber die Verbindung nach oben ist gestört. Du kannst nicht empfangen, wenn der Kanal nicht durchgängig ist.
Für diese Blockaden sind wir selbst zuständig, nicht der Himmel. Der Himmel ist immer in Ordnung. Der Sohn hat ihn ein für alle Mal für uns frei gemacht. Die Frage ist also, was können solche Blockaden sein?
Die Bibel gibt uns eindeutige Hinweise, z. B. in Galater 5,16-17:
„Lasst euer Leben von Gottes Geist bestimmen. Wenn er euch führt, werdet ihr allen selbstsüchtigen Wünschen widerstehen können. Denn eigensüchtig wie unsere menschliche Natur ist, will sie immer das Gegenteil von dem, was Gottes Geist will.“
Hier lesen wir einen Grund, warum wir nichts empfangen können: Weil wir das Gegenteil tun, was Gottes Geist will. Wir haben eine menschliche Natur und oft auch unseren eigenen Kopf, unsere eigenen Ideen und das ist nicht immer das, was Gott von uns will.

Blockaden wie diese kennt jeder von uns. Es ist unsere alte, menschliche Natur, die da zum Vorschein kommt. Das lesen wir Gottes Wort in Galater 5,19-21: „Gebt ihr dagegen eurer alten menschlichen Natur nach, ist offensichtlich, wohin das führt: zu sexueller Unmoral, einem sittenlosen und ausschweifenden Leben, zur Götzenanbetung und zu abergläubischem Vertrauen auf übersinnliche Kräfte.
Feindseligkeit, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, hässliche Auseinandersetzungen, Uneinigkeit und Spaltungen bestimmen dann das Leben ebenso wie Neid, Trunksucht, Fressgelage und ähnliche Dinge. Ich habe es schon oft gesagt und warne euch hier noch einmal: Wer so lebt, wird niemals in Gottes Reich kommen.“
Die menschliche Selbstsucht bringt viel Negatives hervor, das nicht nur uns selbst und anderen schadet, sondern auch unseren Zugang zum Himmel blockiert.
Neid, Streit, Feindseligkeit kennen wir alle. Bei Götzenanbetung ist uns oftmals gar nicht bewusst, was das sein könnte. Im Grunde ist das alles, was wir in unserem Leben an eine höhere Stelle setzen als Jesus.
Auch Aberglaube und übersinnliche Kräfte werden in den Versen genannt. Sie hängen eng mit unserem Glauben zusammen und worauf oder wem wir vertrauen: Woran hängt dein Glaube? Glaubst du an die Sterne, an Steine, an etwas, das dich beschützen soll – oder ist Jesus dein Schutz, deine Hilfe, deine Kraft? Vertraust du ihm oder setzt du dein Vertrauen auf etwas anderes?
Auch die Unversöhnlichkeit, die fehlende Bereitschaft zur Vergebung ist eine Blockade. So wir Vergebung erlangen können, wenn wir zu Jesus kommen, so sollten wir auch anderen vergeben, die uns Verletzungen zugefügt haben. Vergebung ist nie eine Schuldfrage, sondern ein Loslassen. Wir lösen uns von dem Druck, der unsere Seele gefangen hält. Es dient zu unserer Freiheit.
Der letzte Satz in diesem Bibelvers unterstreicht deutlich, wie gefährlich all diese Auswüchse unserer alten, menschlichen Natur für uns sein können: Wir werden nicht erben, was Gott versprochen hat. Der Kanal zum Himmel ist blockiert.
Blockaden abbauen
Doch wie wunderbar, dass es eine Lösung dafür gibt, wenn wir solche Blockaden erleben: Wir können alles, was uns wegen unserer menschlichen Natur schwerfällt, am Kreuz abladen. Auch wenn wir unser Vertrauen auf etwas anderes gesetzt haben als auf Jesus, dürfen wir um Vergebung bitten und umkehren. Dafür ist Jesus gekommen. Dafür ist er ans Kreuz gegangen. Er hat alles auf sich genommen, damit wir frei werden können. Er gibt uns die Möglichkeit, alle Blockaden in unserem Leben auszuräumen.
Johannes schreibt in seinem Brief:
„Ihr Lieben, wenn unser Herz uns nicht mehr anklagt, dann können wir mit Zuversicht zu Gott aufschauen. Wir erhalten von ihm, worum wir bitten, weil wir seine Gebote befolgen und tun, was ihm gefällt.“
1. Johannes 3,21-22
Habe diese Zuversicht zu Gott und empfange das Gute, das er für dich vorbereitet hat durch einen offenen Himmel. Du brauchst einen Kanal nach oben, in dem keine Blockaden sind!
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe

Ist der Himmel offen über dir?
Es war ein Tag voller Wunder und Gottes Güte, als sich Freunde aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und sogar aus weiter Ferne für den Gebetserlebnis-Tag versammelten. Unser Motto lautete diesmal „Mein Gott kann“ – und es wurde spürbar zur Realität, als sich Erlebnishungrige nach Gottes Wirken aufmachten, um an diesem siebenstündigen Glaubenserlebnis teilzunehmen.
Daumen hoch
Isolde teilte aufregende Erlebniszeugnisse mit. Ein Video präsentierte eindrucksvolle Wunder aus unseren „Atmosphäre für Wunder“-Gottesdiensten: Isolde betete für eine Frau, die 70 Jahre lang taub gewesen war und plötzlich hören konnte. Augen, die nach einer Operation nur wie durch eine matte Scheibe blickten, konnten wieder klar sehen. Eine Frau, die nach einer Kiefer-OP nicht mehr singen konnte, erfreute das Publikum mit ihrer wiedergewonnenen Stimme und ein Tinnitus verschwand ohne Gebet.
Der Tag stand unter dem Bibelvers Philipper 4,19: „Aus seinem großen Reichtum wird euch Gott, dem ich gehöre, durch Jesus Christus alles geben, was ihr zum Leben braucht.“ Passend dazu hatten wir große Daumen-hoch-Karten mit der Aufschrift „Mein Gott kann!“ erstellt. Diese Karten wurden immer wieder hochgehalten, wenn die Teilnehmer ihre Überzeugung ausdrücken wollten: „Mein Gott kann!“ Dieses Thema war das Herzstück meiner Predigt, die im Januar-Magazin veröffentlicht wird.

Briefkasten für Gebete
Nach der Predigt herrschte eine Atmosphäre für Wunder: Gott zeigte so viele Wunder und seine Befreiungskraft, etwa bei einer Frau, die in ständiger Angst lebte, weil sie mit einem Messer bedroht worden war. Ihre Befreiung war sofort spürbar. Doch manche Kämpfe dauern an: Nach zwei Stunden wurde sie während der Veranstaltung von einer inneren Stimme gewarnt, sofort während der Veranstaltung nach Hause zu gehen. Sie gehorchte und die Angst kam zurück. Sie meldete sich bei uns und teilte uns mit, dass sie es zutiefst bereute. So arbeitet der Teufel. Doch Gott ist ein Gott der Gnade und der zweiten Chancen. Er vergibt von Herzen gern und geht weiter mit uns voran.
Für ihre Gebetsanliegen erhielten alle Karten, auf denen sie notieren konnten, was sie Gott zutrauten: „Mein Gott kann …“ Diese Karten durften während der Veranstaltung in einen Briefkasten vor der Bühne geworfen werden. Dieser Akt symbolisierte, dass die Teilnehmer ihre Gebetsanliegen wie in Gottes Briefkasten legten. Für diese Anliegen wurde gebetet und auch für all jene, die uns schon vorher zugeschickt worden waren. Eine Frau, die schon lange keine Beziehung mehr zu ihrem Sohn hatte, schrieb uns anschließend, dass sie während der Veranstaltung um neuen Kontakt ihm gebetet hatte. Und schon am nächsten Tag wurde genau das Wirklichkeit!
Gebet für Israel
Ein Höhepunkt des Tages war der Teil über Israel. Wir berichteten von unserer schmerzlichen Entscheidung, die geplante Israelreise kurz vor der Abreise abzusagen. Die Ereignisse des jüngsten Überfalls der Hamas hatten Menschen, die wir gut kennen, zutiefst berührt. Kinder von Freunden waren erschossen worden, und die Frau, die bisher unsere Reise in Israel abwickelte, hatte ihre Tochter verloren. Am Tag vor dem Gebets-Erlebnistag hatte ich mit unserem Reiseleiter Dany Walter gezoomt und wir zeigten den Mitschnitt davon. Er berichtete unter anderem darüber, dass ein über 80 Jahre altes Ehepaar, das über viele Jahre palästinensische Kinder über die Grenze zur Behandlung in israelische Krankenhäuser gefahren hatte, jetzt von Hamas-Terroristen als Geiseln genommen worden war. Wie irre und verdreht ist denn das?! Gott sei Dank – die alte Frau kam in den letzten Tagen frei!
Auf bewegende Weise wurden wir anschließend von Johan ins Gebet für Israel geführt: Er blies auf einem Schofar, einem Widderhorn, das viele Male im Alten Testament erwähnt wird und bis heute eine wichtige Rolle im Judentum spielt. Wir beteten um Heilung für die Menschen, um Schutz, Bewahrung und um Gottes Wunder, damit endlich Frieden in Israel einkehrt.


Tiefe Hoffnung
Isolde sprach über ein Thema, das wir alle so dringend brauchen: „Hoffnung in schwierigen Zeiten“. Unabhängig von den äußeren Umständen dürfen wir immer Hoffnung haben. In den letzten Jahren haben wir alle ein Chaos nach dem anderen erlebt und meinten jedes Mal: Schlimmer geht‘s nicht mehr. Und dann kam der Terror-Überfall in Israel ... Trotzdem dürfen wir Hoffnung haben! Eine Hoffnung, die die Welt nicht hat – was für ein Privileg! Denn der Schöpfer des Alls ist an unserer Seite und er selbst führt uns durch jedes Chaos und jede Dunkelheit. Auch Sampson Acheampong, unser Pastor aus der Ukraine, ermutigte uns, auf Gott zu schauen und daran festzuhalten: „Das Unmögliche wird möglich!“
Unser Pastor Thomas Inhoff führte uns mit der Predigt „Gott kann dich himmlisch würzen“ in eine intensive Gebetszeit. Eine eindrückliche Anekdote über ein Licht und ein Salzkorn verdeutlichte, dass unsere wahrhaftige Bedeutung und Kraft von Gott stammt. Schließlich wurden alle eingeladen, eine Portion Salz in die Hand zu nehmen, um sich von Gott „himmlisch würzen“ zu lassen. In der besonderen Gebetszeit konnten wir spüren, wie Gottes Geist unsere Herzen mit Kraft, Liebe und Besonnenheit erfüllte und uns bereit machte, Salz und Licht in unser Umfeld zu tragen.
Nachdem die Jugend einen kreativen Film über ihre Erlebnisse in diesem Jahr präsentiert hatte, wurde wie bei jedem Gebets-Erlebnistag das Abendmahl gefeiert – diesmal unter der israelischen Flagge. Sie führte uns emotional nach Jerusalem, wo Jesus einst unter seinen Jüngern das Abendmahl teilte.
Mit großer Freude und Dankbarkeit verließen die Teilnehmer um 20 Uhr den Gebets-Erlebnistag – mit einem Wurstwecken für den Heimweg. Viele Berichte über Gottes Berührungen erreichten uns gleich anschließend. Wir haben Medien wie Mp3, CD und DVD erstellt für alle, die das Erlebte zu Hause erneut sehen oder hören möchten. Die Vorfreude auf den kommenden Gebets-Erlebnistag an Karfreitag war bereits spürbar. Dieser Tag des Glaubens und der Erlebnisse war ein beeindruckendes Zeugnis für die Kraft des Gebets und des Glaubens an die unerschütterliche Wahrheit: „Mein Gott kann!“
Daniel Müller
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Der nächste Gebetserlebnis-Tag findet am 29. März 2024, an Karfreitag, statt! Wir freuen uns dich dort zu sehen und mit uns einen Tag in Gottes Gegenwart zu erleben.


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Stimmen von Teilnehmern:
„Es hat mich so berührt, wie ihr für Israel gebetet habt. Der Schofar war der Hammer! Ich wusste schon lange, dass eine ‚Posaune‘ im Alten Testament in Wirklichkeit ein Widderhorn war. Wir haben in den Unterlagen zum Fach Religion und Kultur auch ein Hörbeispiel eines Schofars, aber das bringt die Schüler eher zum Lachen. So, wie Johann gespielt hat, klang es sehr, sehr schön!“
R. M.
„Es war so megatoll bei euch heute. Wir waren so gerne bei euch. Es war sooooo ermutigend. Vielen Dank für die Zeit, die viele Mühe, alle Mitarbeiter.
K. H.
Wir haben voll aufgetankt!“
„Wunderbar geführt, abwechslungsreich, musikalisch super und gut vorbereitet war der gestrige Gebets-Erlebnistag. Ich wollte nochmals ein herzliches ‚Vergelt‘s Gott!‘ für alle eure Mühen sagen!“
B. F.
„Ich habe noch nie so lange bei einem Gottesdienst teilhaben können. Das lässt mich spüren, dass da eine höhere Macht anwesend ist. Danke für diese Veranstaltung.“
R. S.
„Ich habe beim Gebets-Erlebnistag etwas Besonderes im Livestream erlebt! Als wir gebetet haben für Israel und der Schofar geblasen wurde, hörte ich in mir den Ruf: ‚Regenbogen!‘ Und tatsächlich: Etwa 30 Meter von meiner Wohnung, von Norden bis weit rüber in den Osten, stand dieser Regenbogen! Ich war so sehr ergriffen, dass ich weinen musste. Ein starker Eindruck vom Herrn: ‚Ich bin da!‘“
N. N.
„Wir sind überwältigt! Oder, um es in modernen Worten zu sagen: Ihr habt diesen Tag gerockt! Ein großes DANKESCHÖN an jeden einzelnen von euch für eure hervorragende Arbeit. Gemeinsam haben wir nicht nur erlebt, was Gott kann, sondern auch, wie er uns gebraucht. Doch bei all dem Stress und der Hektik dürfen wir nicht vergessen, uns darüber zu freuen. Gerade so wie es in Habakuk 3,18 heißt: "Doch ich will mich freuen des HERRN und freuen und fröhlich sein in Gott, meinem Heil."
N. N.
Als Mitarbeiterteam kamen wir an Karfreitag mit großer Vorfreude zusammen, um alles vorzubereiten. Anschließend feierten wir das Abendmahl. Wegen des Online-Formats hatten wir die Gebetsnacht wieder auf den Tag verlegt, und brachten sie als Team nun in einer Gebetsnacht vor Gott. Unser großes Anliegen war, dass der „Offene Himmel“, den wir als Thema für die Gebetsnacht gewählt hatten, für alle Zuschauer erfahrbar werden würde.
Als die Jugendband um 14 Uhr die Zeit eröffnete, klinkten sich Tausende Teilnehmer an ihren Laptops, Smartphones und Tablets ein. Unter der Leitung von Rahel Selg begannen wir mit dem Lied „Zuerst geliebt“ und dem Wunsch: „Du hast mich zuerst geliebt. Darum will ich dich anbeten!“ Uwe Porozynski begrüßte alle, die teilnahmen mit dem Zuspruch: „Ihr werdet den Himmel offen sehen!“ Er ermutigte, sich über WhatsApp, YouTube und andere Kanäle aktiv zu beteiligen: Alles konnten Gebetsanliegen nennen, für die gebetet wurde, und Berichte von Gebetserhörung übersenden.
Verbindung zum Allerheiligsten
Daniel und Isolde begrüßten alle Teilnehmer mit dem besonderen Dank für die Mit-Betenden sowie alle vom Gebetsnetz, die sich zum aktiven Gebet und Fasten an der Gebetsnacht beteiligt hatten. Nach einer intensiven Lobpreiszeit leitete das Zeugnis eines Livestream-Zuschauers zum Abendmahl über: Er hatte erlebt, wie das Abendmahl für ihn zum großen Segen geworden war. Isolde las eine Proklamation vor, in der die Dimension des Abendmahls beschrieben wurde. Daniel formulierte den großen Zuspruch: „Wir dürfen im Abendmahl Verbindung zum Allerheiligsten haben: Anteil an Sieg und Vergebung!“ Mit Gebeten wurde das Einnehmen von Brot und Wein begleitet. Zum Abschluss des Abendmahls sang Rahel das berührende Lied „I surrender all“: „An Jesus trete ich alles ab, freiwillig gebe ich ihm alles hin.“
Anschließend berichtete Daniel über die Sendung „Hoffnung um 12“ und die Fülle an Gebetserhörung, die wir dort erleben. Ab 14. April wird zudem jeden 2. Mittwoch um 19 Uhr die Sendung „Gebet für dich Live“ live aus dem neuen Studio ausgestrahlt. „Das ist ein unaussprechliches Vorrecht und eine Möglichkeit, Menschen außerhalb des christlichen Umfeldes zu erreichen!“, erklärte Daniel.
Wovon sind wir erfüllt?
Mit seinem Lied „Herz zu Herz“ leitete Daniel anschließend seine Predigt zum Gebetsnachtsthema ein: „Ist der Himmel offen über dir?“ Er hinterfragte auch unseren Umgang mit der Pandemie: „Sind die Virusgeschichten bei dir allgegenwärtig? Oder bist du erfüllt von der Liebe Gottes?“ Denn was in uns steckt, ist das, was wir weitergeben können. Daniel ermutigte dazu, unseren Platz im Alltag einzunehmen, um Gott von Angesicht zu Angesicht zu erleben. Wir stehen im Zeitalter eines geöffneten Himmels und dürfen mit Gott hineingehen und in Gemeinschaft mit ihm leben.
„‘Wie kann ich den Himmel über mir öffnen?‘, so wirst du dich fragen“, sagte Daniel. Seine Antwort: Jesus ist der Schlüssel und unsere Herzenseinstellung öffnet den Himmel. Wenn wir mit unserem ganzen Willen eine Entscheidung dafür treffen, wenn wir zu Jesus umkehren, erleben wir den offenen Himmel. Im Buch 1. Könige lesen wir, dass Gott dem Propheten Elia versprach, es nach zweijähriger Trockenzeit wieder regnen zu lassen. Er schickte Elia zum damaligen König Ahab. Nachdem Gott seine Kraft erwiesen hatte, sagte Elia zu Ahab: „Ich höre es schon rauschen.“ Der Regen zog schon herauf!
„Was hörst du heute?“, fragte Daniel. „Hörst du Statistiken über einen Virus oder das Rauschen wie bei Eila? Wir müssen hören, was Gott bereithält!“ Gott sieht schon lange unsere Lösung. Wir dürfen sehen, was andere nicht sehen. Der Himmel ist offen!
Fülle erhörter Gebete
Proklamationen, Heilungsgebete, Worte der Erkenntnis und Zeugnisse schlossen sich an und durchzogen die gesamte Gebetsnacht. Wir waren begeistert über Heilungen von Parkinson, Tumoren und Depressionen, von Magersucht, Neurodermitis und Herzinfarkt, aber auch finanzielle Hilfe zu hören. „Es rauscht, als wollte es regnen!“, so könnte man diese Erfahrungen beschreiben. Ja, es hat wirklich geregnet im geistlichen Bereich!
Es folgten Gebete für Menschen in „dunklen Blasen dieser Welt“, die im bildlichen Sinne „aufgestochen“ werden müssen. Alles Dunkel muss ans Licht. Über allem Okkulten riefen wir Befreiung aus. Immer wieder beteten wir für Gebetsanliegen, die Teilnehmer uns schickten: für Kinder und Enkelkinder, für ihre Großeltern, für Babys und kleine Kinder. Anschließend beteten Daniel, Isolde und Thomas über die zuvor eingesandten Gebetskarten und auch für die Arbeit des Missionswerkes wurde gebetet – insbesondere für die Medienarbeit, die Sozialarbeit in Israel, in Indien und Südafrika.
„Gottes Nähe ist uns überall zugesagt, gerade dann, wenn wir keine Hoffnung oder keinen Lebensmut mehr haben!“, sprach Daniel uns zu. Um die große Gemeinschaft im Livestream sichtbar zu machen, zeigte Thomas Selfies, die Teilnehmer während der Veranstaltung geschickt hatten.
Ein Stück Israelheimat vermittelte unser Reiseleiter Dany Walther, der per Liveübertragung direkt aus Israel zugeschaltet wurde. Er berichtete über die Pflanze, aus der vermutlich die Dornenkrone geformt wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte.
Himmelsleiter
Mit dem Lied: „Kadosh“ leitete Daniel zur Predigt mit Thomas über, die sich mit Jakobs Traum von einer Himmelsleiter befasste, der in 1. Mose 28 beschrieben wird. Viele Menschen verhalten sich wie Jakob, der keine Ahnung von Gottes Gegenwart gehabt hatte. Doch die Lösung für unsere Gesellschaft ist Jesus. Er ist der Zugang zum Himmel. Um das Land zu heilen, bedarf es der Demütigung vor Gott, damit Heilung erfahrbar wird.
Isolde verwies in ihrer Predigt darauf, dass ein offener Himmel und unsere Sehnsucht nach Gottes Herrlichkeit erst durch den Heiligen Geist möglich werden. „Er ist der Verkündiger und der Kommunikator!“ Doch es gibt auch Blockaden, die einen Zugang verhindern. „Wir müssen den Kanal offenhalten“, erklärte Isolde und verdeutlichte es mit einem Text aus dem Galaterbrief:
„Lebt aus der Kraft, die der Geist Gottes gibt; dann müsst ihr nicht euren selbstsüchtigen Wünschen folgen.“ Galater 5,16
Part der Jugend
Auch die Jugend gestaltete einen Teil der Gebetsnacht. Mit einem Gebet von Suzan Suleiman durften wir uns nach Gott ausstrecken, um durch den Heiligen Geist lebendig zu werden und den Schleier niederzureißen und Frieden, Liebe und Geborgenheit in diese Welt zu bringen. Dorit Hübner beschloss mit ihrem Lied “King of Kings” den Part unserer Jugendgruppe, die seit Februar auch im Internet mit ihrer Clipreihe „Power On“ kompakt und ansprechend zur Nachfolge ermuntert.
Gegen 20 Uhr beschloss Daniel die fast sechsstündige Gebetsnacht. Ab 22 Uhr konnte eine Aufzeichnung noch einmal auf YouTube nachverfolgt werden. Mit einem besonderen Dank an alle Mitwirkenden vor und hinter den Kameras und einem Ausblick auf die nächste Gebetsnacht am 18.09.2021 endete die gemeinsame Zeit, in der uns Gott in einen geöffneten Himmel schauen ließ.
Alexander Hofmann
Gebetsnacht für zu Hause
Für alle, die ebenfalls noch eintauchen wollen, wird die Aufzeichnung als CD, DVD, USB-Stick und Downloads hier angeboten.

In diesen Wochen beginnt die Erntezeit vieler frischer Kräuter. Rosmarinzweige lassen sich mancherorts jetzt schon ernten. Egal ob sie auf der Fensterbank, im Balkonkasten oder Garten wachsen: Frische Kräuter sind aus einer gesunden Küche kaum wegzudenken. Dill, Majoran oder Salbei verleihen vielen Gerichten erst ihren typischen Geschmack.
Seltener wird dagegen zu Weinraute, Wermut oder Ysop gegriffen. Sie können ein Essen ganz schön vermasseln. Denn alle haben einen strengen und bitteren Geschmack. Die Weinraute wird sogar verwendet, um Ameisen fernzuhalten, und das Wermutkraut ist als Zutat für bittere Spirituosen bekannt. Bittere Kräuter verwenden wir noch am ehesten, wenn wir uns den Magen verdorben haben und einen so genannten „Magenbitter“ trinken. In einem Magenbitterrezept, das ich gelesen habe, stand: Der Magenbitter schmeckt nicht gut, aber er hilft!
Besonderes Mahl
In der Bibel bekamen „bittere Kräuter“ eine ganz besondere Bedeutung. Bevor der Pharao das Volk Israel aus Ägypten fortziehen ließ, erklärte Gott Mose und Aaron, was sie in Vorbereitung darauf tun sollten (2. Mose 12,3-9): Sie sollten den Israeliten ausrichten, dass jede Familie sich ein Lamm oder Zicklein auswählen oder eins mit den Nachbarn teilen sollten, sodass jeder genug Fleisch bekam, aber auch nichts übrigblieb. An einem festgesetzten Tag sollten sie in der Abenddämmerung geschlachtet werden. Etwas von dem aufgefangenen Blut sollten die Israeliten rundum an die Türrahmen jenes Hauses streichen, in dem sie das Fleisch aßen. Noch in derselben Nacht sollte das Fleisch über dem Feuer gebraten werden. „Mit bitteren Kräutern sollt ihr es essen!“, erklärte Gott. Außerdem sollte es Brot dazu geben, das ohne Sauerteig gebacken war.
„Ihr dürft das Fleisch nicht roh oder gekocht verzehren; es muss über dem Feuer gebraten sein, und zwar das ganze Tier mit Kopf, Unterschenkeln und Innereien. Lasst nichts bis zum nächsten Morgen übrig, sondern verbrennt das restliche Fleisch.“
So ein Lammbraten am Feuer gegart und mit Brot serviert, ist schon etwas Besonderes. Das schmeckt richtig gut. Doch dann lesen wir: „Mit bitteren Kräutern sollt ihr es essen!“ Das schmeckt uns schon nicht mehr so. Dazu sollte das ganze Tier mit Kopf und Innereien verzehrt werden, ohne dass am nächsten Morgen etwas übrigblieb.
Bittere Erfahrungen
Was haben die Menschen damals wohl darüber gedacht? Ich glaube nicht, dass sich jeder so sehr über diese bitteren Kräuter gefreut hat. Hat mancher die Kräuter vielleicht ganz klein geschnitten, sodass man sie nicht so merkte? Oder vermischt mit etwas anderem? Oder die Luft angehalten und einfach schnell hinuntergeschluckt? Ganz sicher jedenfalls haben sie nicht jedem geschmeckt. Und auch Kopf und Eingeweide waren bestimmt nicht jedermanns Sache.
Damals hat Gott befohlen, dass die bitteren Kräuter dazu gehören. Dass sie gegessen werden müssen. Und auch heute gehören bittere Kräuter zu unserem Leben. Nicht unbedingt in der Küche, aber wir kennen anderes, das uns bitter aufstößt: Situationen und Erfahrungen, die uns nicht gefallen, die wir aber aus unserem Leben nicht ausklammern können wie Krankheit, Verleumdung, Verletzungen oder Vorwürfe. Manchmal gilt dafür sogar das, was im Magenbitterrezept stand: Schmeckt nicht gut, aber es hilft! Wir wünschen uns solche Erfahrungen nicht, aber sie können uns näher zu Gott bringen und uns helfen, ihn näher kennenzulernen.
Das fehlerlose Lamm
Das Mahl, was Gott den Israeliten damals vorgeschrieben hat, können wir auch als Vorausschau auf Jesus verstehen: Er wird im Neuen Testament als das vollkommene, fehlerlose Lamm beschrieben, das sein Blut für uns vergossen hat. Mit seiner Auferstehung hat er die Macht des Todes besiegt und gibt uns Schutz vor den Folgen der Süde. So wie die Israeliten das Blut an ihre Türpfosten strichen und der Todesengel vorüberging, haben wir durch Jesu Blut ewiges Leben (2. Mose 12,23). Wenn wir Jesus in unser Leben aufgenommen haben, sieht der Verderber das Blut von Jesus und es wird ihm verwehrt in unser Leben zu kommen, wenn wir ihm keine Türe öffnen.
So wie die Israeliten das Lamm aßen, so nehmen wir Jesus ganz in unser Leben auf: Wir glauben seine Botschaft und leben danach. Auch die Punkte, die uns vielleicht nicht schmecken oder uns schwerfallen wie vergeben, Böses mit Gutem vergelten, nicht neidisch, stolz oder eifersüchtig sein, nicht auf andere herabschauen.
Jesus litt
Und dann sind da noch die bitteren Kräuter, das Unangenehme, das uns im Herzen Schmerzen bereitet. In 2. Timotheus 2,3 schreibt Paulus beispielsweise an Timotheus:
„Als ein guter Kämpf im Dienst von Jesus Christus musst du so wie ich bereit sein, auch für ihn zu leiden.“
Kein Wort, das wir gerne lesen: „Leiden“. Da steckt bitteres Kraut drin. Jetzt stellt sich die Frage: Was sind das für Leiden? Wenn wir Jesu Leben auf dieser Erde betrachten, sehen wir: Jesus musste Ablehnung, Unverständnis, Lügen und Drohungen erleiden. Er hat geweint über die Stadt Jerusalem und über die Menschen, die hartherzig und verstockt waren. Die Gläubigen damals wiesen ihn zurück und verachteten ihn. Jesus hat genauso darunter gelitten, wie du und ich darunter leiden. Als Lazarus gestorben war, wurde er mit Vorwürfen empfangen. Zuerst von Martha:
„Herr, wenn du hier gewesen wärst, wäre das nicht passiert.“ Dann Maria: „Mein Bruder wäre nicht gestorben, wenn du hier gewesen wärst.“
Wir lesen dann, dass Jesus darüber erzürnt und erschüttert war. Es tat ihm weh, dass seine besten Freunde ihm Vorwürfe machten, statt ihm zu vertrauen.
Trägst du einen Schmerz in dir, weil Nahestehende dir Vorwürfe machen und dir nicht vertrauen? Das sind die Leiden, von denen die Bibel spricht. An diesen Leiden, die Jesus auch durchlebt hat, haben wir Anteil. Es sind bittere Kräuter. Sie tun weh in unserer Seele und in unserem Herzen.
Ein für alle Mal
Die Israeliten hatten keine Möglichkeit, dem sofortigen Tod zu entkommen, es sei denn sie opferten und aßen das Lamm und strichen das Blut an die Türen. Als Christen, die Jesus nachfolgen, müssen wir heute nicht mehr Gesetze erfüllen und wiederkehrende Rituale ausführen. Jesus ist dafür ans Kreuz gegangen und auferstanden.
Wir dürfen auch die bitteren Kräuter ans Kreuz bringen und dort lassen. Alles, was bitter ist in deinem Leben lade ab! Alles, was dir Kummer und Sorgen macht, lade ab. Lass es los und bringe es ans Kreuz. Die Israeliten mussten die bitteren Kräuter essen und das Blut sinnbildlich an die Türe streichen als Zeichen, dass das Blut des fehlerlosen Lammes sie schützte. Jesus, das fehlerlose Lamm, ist ein für alle Mal für dich und mich gestorben. Dennoch passieren in unserem Leben Dinge, die uns nicht gefallen. Jeder von uns hat diese Erfahrung schon gemacht. Lass dich nicht abschrecken von diesen „bitteren Kräutern“ in deinem Leben. Es gibt einen Ort, an dem du Lösungen findest – am Kreuz. Nutze diese Möglichkeit!
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Wir sind geschaffen, um zu hören. Wir hören den ganzen Tag: Nachrichten, Anweisungen, Geräusche oder das Navi im Auto. Doch geschaffen sind wir, um von Gott zu hören:
„Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.“ Johannes 10,27
Er beschreibt damit alle, die zu ihm gehören. Und das ist auch die einzige Voraussetzung, um von ihm zu hören. Was daraus folgt ist Gehorsam: „... und sie folgen mir“. Hören und tun gehören zusammen.
Mein Berufungserlebnis
Gott hat uns eingeladen, mit ihm zu kommunizieren. Wir hören viel Unspektakuläres für unser alltägliches Leben. Doch manchmal spricht Gott auch Berufungen und Aufträge aus, die einen Reichtum an Inhalt haben, oft für einen ganzen Lebensabschnitt.
Ich hatte so ein Erlebnis. Mein Vater setzte einmal drei Gebetsabende an. Ich saß an diesen Abenden hinter meiner selbstgebauten Orgel, um die Gebete mit Musik zu untermalen. Es war eine wunderbare Atmosphäre, bei der ich auch anbeten wollte. So beschloss ich, neben der Orgelbank auf die Knie zu gehen. Da sah ich eine Hand, die über die Kuppel der Christus-Kathedrale streichelte (die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gebaut war). Dann hörte ich Gott laut und deutlich reden: „In diesem Haus will ich dich mächtig gebrauchen!“
Ich dachte, jeder hätte es gehört. 1 Woche lang musste ich jedes Mal weinen, wenn ich an diesen Moment zurückdachte.
Ich versuchte immer wieder, meinem Vater davon zu erzählen. Erst nach einer Woche, als er im Tonstudio war und Radiosendungen aufnahm, schilderte ich ihm das Erlebnis. Er reagierte kaum, sondern sagte nur kurz: „Ja, schön.“ Das hat mich enttäuscht. Ich musste lernen: Wenn Gott redet, kann es passieren, dass andere, die es nicht betrifft, es nicht verstehen.
In Korea
1991 flogen Isolde und ich als Vertretung für meinen Vaters zu einem Treffen mit vielen VIP-Pastoren aus aller Welt in der Gemeinde von Dr. Cho in Korea.. Isolde und ich verbrachten einen Tag und eine Nacht auf dem dortigen Gebetsberg, wo rund um die Uhr Tausende Christen beteten. Kurz vor der Rückreise forderte mich ein Pastor auf, in der 10.000 Menschen fassenden Kirche mitzuhelfen, den Menschen die Hände aufzulegen, dass sie die Fülle im Heiligen Geist empfingen. Zu meiner Verwunderung bekam jeder in dem Moment, als meine Hände seinen Kopf berührten, die Fülle im Geist. Schließlich hörten wir Gottes Reden: „Geht heim und startet Gebetsnächte.“
Das waren markante Erfahrungen, wie man sie nicht jeden Tag erlebt. Doch auch eine brillante Idee, die uns in den Kopf kommt, kann Gottes Stimme sein. In einer Veranstaltung Gottes Nähe zu spüren, kann Gottes Stimme sein. Wenn wir In der Bibel lesen und die Worte zu uns reden, ist das Gottes Stimme. In Lukas 4,4 lesen wir:
„Der Mensch lebt nicht allein von Brot, sondern von allem, was Gott ihm zusagt!“
Wir hören nicht, um etwas Zusätzliches zur Bibel zu erfahren – sondern um die Botschaft der Bibel zu verstehen.
Auf dem Meer
Als ich mit meinem Freund Dirk Schröder zu einem Coaching auf dem Meer war, hörte ich Gott in einer Fülle reden wie noch nie in meinem Leben. Einmal lagen wir mit dem Schiff an einer schönen Stelle mit viel Aussicht. Die ganze Crew hörte mit mir das Lied „Herz zu Herz“ von meiner CD, auf deren Cover zwei Herzen abgebildet sind. Da wurde das Schiff vom Wind gedreht und vor mir im Gebirge war ein riesiges Herz zu sehen. Das war für mich wie ein Kuss von Gott.
Dirk gab uns die Aufgabe, uns auf dem Schiff einen Platz zu suchen, an dem wir uns wohlfühlten. Ich bevorzugte den Platz ganz vorne, wo man nichts mehr vom Schiff sieht nur noch Meer. Ich saß da mit Papier und Kugelschreiber in der Hand. Dirk sagte: „Schränkt Gott nicht ein, wenn ihr auf ihn hört. Er sagt nicht nur Dinge, die für dich möglich sind, sondern manchmal auch solche, die für dich unmöglich sind.” Ich konnte gar nicht schnell genug schreiben, als ich dann Gottes Reden hörte.
Immer neu
Hinhören ist ganz wichtig! Abraham hörte von Gott, dass er seinen Sohn Isaak opfern sollte, als Zeichen, dass er Gott an erste Stelle stellte. Abraham brach auf und wollte seinen Sohn auf dem Berg Moria opfern. Als er das Messer nahm, sagte Gott:
„Stopp! Ich habe gesehen, dass du es ernst meinst.“ 1. Mose 22
Hätte Abraham nicht auch beim zweiten Mal hingehört, hätte er die aktuelle Anweisung nicht mitbekommen und sein Sohn wäre tot gewesen. Auch Isaak war froh, dass sein Vater auch diesmal hinhörte...
Manche Isaaks werden geopfert, nur weil Menschen einfach tun, was Gott einmal in einem anderen Zusammenhang sagte. Es gilt in jeder Situation, auf Gottes Stimme zu hören.
Ein ähnliches Problem gab es bei Mose. Als er das Volk durch die Wüste führte, wies Gott ihn an, mit einem Stock gegen einen Felsen zu schlagen. Daraufhin floss Wasser für Menschen und Vieh heraus. Als das Volk einige Zeit erneut murrte, tat Mose es genauso. Er hatte Gott nicht zugehört. Gott hatte gesagt: „Rede mit dem Felsen.“ Viele von uns haben einmal etwas von Gott gehört und handeln nun immer auf dieselbe Weise, obwohl Gott nun anderes vorhat. Das ist so, als wenn ich mein Navi im Auto sagen höre: „An der Kreuzung rechts abbiegen“ und ich es daraufhin ausschalte und meine: Ab jetzt an jeder Kreuzung rechts abbiegen.
Das Ohr an Jesus
Viele Menschen leben leider in einer Religiosität, die vom Alten Testament geprägt ist. Sie haben nicht hingehört. Sie haben nicht wahrgenommen, dass Jesus mit seiner Liebe am Kreuz das Gesetz abgelöst hat. Als die Pharisäer die Ehebrecherin steinigen wollten, war Jesus da, mit seiner vergebenden Gnade. Wer immer noch Steine auf Menschen wirft, hat Gottes Liebe in Jesus nicht verstanden. Gott hat mit Jesus etwas Neues begonnen. Er hat für uns Menschen, die er so sehr liebt, sein Leben gegeben und damit eine ewige Herz-zu-Herz-Beziehung mit Gott ermöglicht. Und er schenkt uns seinen Geist, der uns in alle Wahrheit führt. Wir dürfen seine Stimme, die Stimme des Hirten hören und ihm folgen.
Glaube und Hören gehören zusammen. In Römer 10,17 lesen wir:
„Der Glaube kommt aus dem Hören der Botschaft; und diese gründet sich auf das, was Christus gesagt hat.“
Der Glaube entsteht aus dem Hören und das Hören aus der Botschaft von Jesus. Du bist geschaffen, um von Gott zu hören!
Verschiedene Wege
Gott hören wir nicht nur im Gebet, beim Bibellesen oder in Gottesdiensten. Ich habe Gott schon reden hören, wenn ein Freund etwas erzählt hat und ein Satz für mich die Lösung für eine Schwierigkeit war; wenn ich eine Situation erlebte, die mir wie ein Theaterstück vorspielte, was Gott mir zeigen wollte; wenn ich im Lobpreis Gott anbete und auf ihn höre oder wenn ich nachts einen Traum habe.
Am häufigsten redet Gott zu mir, wenn ich morgens aufwache. Dann stehen mir ganz klar Antworten vor Augen, die ich beim Einschlafen noch nicht hatte. Menschen, die mit mir arbeiten, kennen schon morgendliche E-Mails von mir, die mit dem Satz beginnen: „Beim Aufwachen ist mir dieses und jenes in den Kopf gekommen …“
Hören muss man lernen. Es ist eine Schule, die mit kleinen Anfängen beginnt. Oder wie ein kleiner Samen, der einige Zeit braucht, bis aus ihm ein Baum gewachsen ist, an dem Früchte hängen. Wir wachsen, indem wir uns Gott zuwenden. In 2. Korinther 3,16 lesen wir:
„Wie es bei Mose war, so ist es auch bei ihnen: Wenn sich Israel dem Herrn zuwendet, wird das Tuch weggenommen.“
Wenn unser Herz sich Gott zuneigt, wird eine Verhüllung weggeschoben. Gott möchte unser „Ja, ich will“ bevor er spricht. Probiere es aus, es lohnt sich. Denn du bist geschaffen, auf Gott zu hören.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Zähneputzen, Mittagessen, Tagesschau – unser Leben wird von vielen Gewohnheiten bestimmt. Auch manche persönlichen Eigenheiten sind uns zur unbewussten Gewohnheit geworden. Durch verschiedene Situationen und Herausforderungen unseres Lebens haben wir sie uns angeeignet. Und sie sind oft praktisch. Denn Gewohnheiten sind das, was uns nach mehrmaliger Ausübung bei geringem Aufwand und Nachdenken den meisten Nutzen bringt. Darin liegt auch der Reiz für alle, die an Lotterien teilnehmen: geringer Aufwand und erhoffter hoher Nutzen.
Deshalb ist es kein Wunder, dass auch Gottesdienstbesuche und Anbetung oft zur Gewohnheit geworden sind. Schön, wenn sie selbstverständlich zu unserem Leben gehören. Problematisch wird es, wenn wir nur noch mechanisch – eben „aus Gewohnheit“ – am Gottesdienst teilnehmen oder wir in der Anbetung nur noch unseren Nutzen oder Unterhaltung suchen, statt in erster Linie Gott darin zu begegnen.
Zielverfehlung
Jesus war zur Dinner-Party eingeladen bei einem Pharisäer. Dessen Zunft stand damals für das strenge Einhalten religiöser Gewohnheiten und Gesetze. In diesen – von religiösen Gewohnheiten geprägten – Haushalt kam während des Abendessens eine Prostituierte. Das war der Gipfel der Sünde in einer scheinbar so korrekten Umgebung!
Das Wort „Sünde“ ist in der heutigen Zeit selbst in Gottesdiensten unpopulär. Aber nur weil ich zum Beispiel nicht von Hochspannung rede, bleibt Hochspannung dennoch lebensgefährlich.
Was aber ist Sünde eigentlich? Das griechische Wort bedeutet „Zielverfehlung“. Sünde meint, wir schießen an unserem Lebensziel vorbei. Wir Menschen sollen als Gottes Ebenbilder in allem sein Wesen und seine Liebe reflektieren. Doch dieses Ziel erreichen wir nicht. Auch Lüge, Hass und Missgunst sind Sünden. Sie haben nur keinen so schlechten Ruf wie Prostitution. Gott unterscheidet aber nicht nach der Art der Sünde. Sündlos zu leben, schafft keiner von uns:
„Es gibt keinen, der ohne Sünde ist.“ Römer 3,12
Kein Mensch kann vor Gott als gerecht bestehen. Deshalb brauchen wir Jesus, der die Strafe der Sünde trägt und uns von ihr befreit.
Mutige Frau
In den korrekten, religiös und von Gewohnheiten geprägten Haushalt des Pharisäers platzte nun also eine Prostituierte. Sie hatte ein Parfümgefäß aus Alabaster dabei, dessen Inhalt dem Wert eines Jahresgehaltes entsprach. Sie kniete sich vor Jesus nieder und weinte so heftig, dass Jesu Füße nass wurden. Diese trocknete sie mit ihren Haaren und goss anschließend das gesamte, kostbare Parfüm über seine Füße. Der Pharisäer hatte das alles beobachtet und dachte:
„Wenn dieser Mann wirklich ein Prophet wäre, müsste er doch wissen, was für eine Frau ihn da berührt. Sie ist schließlich eine stadtbekannte Hure!“ Lukas 7,39
Statt sich zu freuen, dass eine Sünderin von Jesus Vergebung bekommen hatte, war der Pharisäer sauer, weil solche Menschen in seinen Augen nur Verachtung verdienten. Wir sehen hier den Unterschied zwischen religiöser Gesetzmäßigkeit und der vergebenden Liebe von Jesus! Oft lesen wir in der Bibel, dass die Pharisäer in der ersten Reihe standen, wenn Jesus wirkte. Aber nicht um sich zu freuen, dass Ungläubige seine Liebe erlebten, sondern nur um zu verurteilen und zu richten. Sie suchten nicht die wahre Anbetung, sondern wahrten ihren Status als Pharisäer.
Jesus hat das Herz und die Handlung der Frau zutiefst bewegt. Es flossen Vergebung und Gottes Liebe zu ihr zurück. Niemand dachte, dass diese Handlung in diesem Moment richtig war. Doch Jesus war bewegt, weil er wusste, was diese Handlung sie kostete und wie sehr sie sich Reinheit und Vergebung wünschte.
Was sie tat, war freiwillig und kostete sie einen hohen Preis. Für sie war es das Mittel der höchsten Wertschätzung Jesus gegenüber. Sie wollte nicht für ihre Sünden bezahlen, sondern ausdrücken, wie es in ihrem Herzen aussah. Sie wusste, wie die Leute dachten und trotzdem brachte sie ihr Leben und alles, was sie hatte. Nicht weil sie es tun musste, sondern weil sie es wollte! Wir beobachten hier eine der schönsten Anbetungshandlungen der Bibel überhaupt. Von so manchem großartigen Menschen, der zu jener Zeit lebte, lesen wir gar nichts in der Bibel. Aber von der Anbetungshaltung und dem dankbaren Opfer dieser Frau, der so viel vergeben worden war, sollte jeder erfahren. Jesus erklärte dem Pharisäer:
„Überall in der Welt, wo Gottes rettende Botschaft verkündet wird, wird man auch von dieser Frau sprechen und von dem, was sie getan hat.“ Matthäus 26,13
Wie begegnest du Jesus?
Was betest du an: den Lobpreis selbst? Die Form des Gottesdienstes? Einen prominenten Leiter? Wahre Anbetung wird nicht durch die Musik oder Form mächtiger. Sie hat nichts damit zu tun, ob der Lobpreis modern oder altmodisch klingt und wer ihn leitet.
Diese Frau hat alles gegeben, um das Herz des einen zu gewinnen, den sie anbetete. Sie war so erfüllt von Sehnsucht zu Jesus, dass ihr die religiösen Normen egal waren. Getrieben von Wertschätzung war ihr kein Aufwand zu groß, um Jesus ihre Liebe und Dankbarkeit zu zeigen.
Anbetung ohne Opfer und Kosten ist und bleibt ohne Auswirkung. Als David den Ort für einen Altar kaufte, sagte er:
„Ich möchte dem Herrn, meinem Gott, nicht ein Opfer darbringen, das mich nichts gekostet hat.“ 2. Samuel 24,24
Wenn Anbetung uns persönlich etwas kosten darf, werden wir Reinheit in der Anbetung entdecken. Bei „Kosten“ geht es am wenigsten um Geld. Eines der kostbarsten Dinge ist unsere Zeit, unsere bedingungslose Hingabe, dass wir zur Ruhe kommen oder etwas Wichtiges warten lassen – weil wir Jesus zu Füßen sitzen möchten. Jesus kennt die Motivation unserer Opfer.
Herzensliebe
Reine Anbetung wird von der Liebe angetrieben. Sie hat nichts mit einem professionellen Lobpreis-Auftritt zu tun, sondern geschieht „von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller Kraft“! Die Liebe ist die einzige Kraft, die in der Lage ist, wahre Anbetung darzubringen. Unser wahrer Gottesdienst besteht darin, unsere Herzensliebe mit der Herzensliebe von Jesus zu teilen. Wenn es uns nicht gelingt, unser Herz der Anbetung mit aller Wachsamkeit zu bewachen, wird es aufhören lebendig zu sein.
Nachdem Petrus ihn verleugnet hatte, stellte Jesus ihm drei Mal die Frage „Liebst du mich?“ Er fragte nicht: „Warum machst du so viel falsch?“ Jesus fragte nach seiner Liebe, denn Liebe ist die einzige Grundlage, auf der Gott aufbauen möchte. Liebe ist deine einzige wahre Autorität, die Gott dir geschenkt hat. Bei allem, was du bist und kannst, zählt nur deine wahre Liebe zu Jesus. Ein Mensch, der sein „Alabasterglas“ ausschüttet und Jesus zu Füßen sitzt, zeigt sein Feuer der Liebe.
Die Liebe von Jesus steht auch über der Sünde. So konnte Jesus der Frau ihre Sünden vergeben und auch unsere Sünden vergibt er gern, wenn wir zu ihm kommen. In der Vergebung steckt eine mächtige Kraft, denn weil sie uns rein macht, trennt uns nichts mehr von Gott. Wir können in Reinheit vor ihn treten und ihn anbeten. Mehr als die Vergebung unserer Sünden ist dafür nicht nötig.
In wahrer Anbetung steckt eine große Kraft. Lösungen unserer Probleme gewinnen wir in der Anbetung. Dem Teufel ist es egal, wie religiös oder modern du Gott anbetest. Er bekommt Probleme, wenn du mit ungeteilter Hingabe und in Reinheit deines Herzens vor Gott kommst und du dort Kraft tankst. Jakobus schrieb an die Gemeinden dazu:
„Unterstellt euch Gott und widersetzt euch dem Teufel. Dann muss er von euch fliehen. Sucht die Nähe Gottes, dann wird er euch nahe sein. Wascht die Schuld von euren Händen, ihr Sünder, und gebt euch Gott von ganzem Herzen hin!.“ Jakobus 4,7-8
Wie sieht dein Herzschlag der wahren Anbetung aus? Mit welcher Motivation kommst du zu Jesus? Fließt aus dir die große Dankbarkeit über deine Vergebung, wie die Frau sie verspürte? Kommst du zur Anbetung mit deiner Alabasterflasche, um sie zu opfern?
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Gott ist kein Gott, der wartet, bis du etwas Besonderes tust, damit er es gebrauchen kann. Er ist kein Gott, der sich nur in außergewöhnlichen Situationen offenbart. Und er ist auch kein Gott, der spezielle Leistungen von dir fordert. Sondern unser Gott ist ein Gott, der sich Gemeinschaft mit dir wünscht! Er will sich dir in deinem Alltag zeigen. Er möchte in dein ganz normales Leben mit eingeschlossen sein. Nicht nur, wenn du Hilfe brauchst, sondern immer.
Offen für Begegnung
Mose hütete tagaus, tagein die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters in den Bergen, als ihm Gott eines Tages in einem brennenden Busch begegnete. An einem ganz normalen Tag. Vielleicht war Mose an manchen Tagen niedergeschlagen, vielleicht wurde es auch mal langweilig, Tag für Tag mit den Tieren hinauszugehen in die Steppe. Vielleicht dachte er manchmal: Was soll aus mir werden? Immerhin war er ein gebildeter studierter Mann, der am Königshof aufgewachsen war. Und nun saß er hier bei den Schafen und Ziegen. In diesen Alltag hinein sprach Gott – und zwar so gewaltig, dass es sein ganzes Leben veränderte. Als Gott ihn aus den Flammen ansprach, war Mose bereit zur Begegnung. „Ja Herr!“, rief er sofort und war offen zu hören, was Gott sagen wollte (2. Mose 3).
Bist du bereit, Gott zu begegnen? Vielleicht geschieht es nicht in einem Dornbusch, sondern durch das Reden des Heiligen Geistes in deinem Herzen. Gott möchte sich in deinem Alltag offenbaren.
Offen für Neues
Abrahams Alltag drehte sich um Rinderherden und die Versorgung eines Hausstands mit Knechten und Mägden. Eines Tages saß er in der Mittagshitze im Eingang seines Zeltes. Es war kein besonderer Tag. Dieser Tag war genau so anstrengend und mühselig wie jeder andere auch, genauso heiß und staubig. Da kamen drei Männer heran. Abraham erkannte, dass er es hier mit Gott zu tun hatte. Vermutlich verkörperten die drei Männer Vater, Sohn und Heiligen Geist. Als Gott ihm versprach, dass Sara und er in hohem Alter noch Eltern werden würden, veränderte sich für Abraham der Sinn seines Lebens. Er bekam eine neue Perspektive. Wenn Vater, Sohn und Heiliger Geist in dein Leben treten, ist nichts mehr so wie vorher!
Offen für Gottes Reden
Gott will sich auch in deinem Arbeitstag verherrlichen. Wenn du abends müde nach Hause kommst und dich hinsetzt und denkst, es macht doch alles keinen Sinn, ist er da. Wenn du entmutigt bist, weil du Gott dienen wolltest, aber kein Vorwärtskommen siehst, will er dir Perspektive geben. Wenn dich das tägliche Einerlei zermürbt, will er dir begegnen und Kraft schenken. Gott kennt deinen Alltag und er sieht dein Herz. Er kommt, wenn du dich danach sehnst, gerade wenn du es nicht erwartest.
Sei aufmerksam. Er redet in deinen Alltag hinein und kann vieles dafür benutzen: einen Vogel auf der Fensterbank, eine Frage, die jemand stellt, einen Bibelvers, den du liest, den Satz einer Nachbarin, einen Sonnenaufgang oder Zeitungsartikel. Gott begegnet dir in deinem ganz normalen Alltag. Das Einfache und Alltägliche benutzt Gott.
Offen für Gottes Prinzipien
Gott spricht durch das, was wir jeden Tag sehen und hören, beispielsweise in der Natur. In Saat und Ernte erkennen wir ein Prinzip Gottes. Wir wissen alle, dass Salat erst wachsen muss und Kirschen erst reifen. Das gilt auch in unserem geistlichen Leben. Manche sind entmutigt und bitter, weil sie nach dem Säen, nach Engagement und Einsatz nicht sofort die Früchte sehen. Doch auch im geistlichen Leben müssen die Dinge reifen. Wenn Gott durch dieses Prinzip in unser Alltagsleben hineinsprechen kann, bekommt unser Leben eine andere Perspektive.
Ganz ähnlich können wir es bei Geburt und Wachstum beobachten. Ein Mensch braucht neun Monate Entwicklungszeit, bis er geboren wird. Gott lässt auch in unserem Leben Dinge erst heranreifen, bevor sie geboren werden. Wenn Gott dir etwas versprochen hat, kann es sein, dass es erst reifen muss, dass du noch etwas lernen oder dich verändern musst. Eine Frühgeburt im natürlichen Leben macht Not. Oft müssen Ärzte um dieses Leben kämpfen. Solche Frühgeburten gibt es auch im geistlichen Leben. Wenn wir nicht warten können und zu früh losgehen, kann es passieren, dass wir um das Überleben unseres Versprechens oder unserer Berufung kämpfen müssen. Gott lässt uns reifen und festigt unseren Charakter, damit eine gesunde Geburt geschieht.
Offen für Gott im Beruf
Genauso wie Gott im Alten Testament hat Jesus sich im Neuen Testament seinen Jüngern im Alltag offenbart. Petrus wurde einmal auf der Straße von Tempelangestellten erinnert, dass die jährliche Tempelsteuer anstehe. Jeder Jude musste sie damals bezahlen, um Tempelausstattung und Opferzubehör zu finanzieren. Die Kassierer fragten Petrus: „Zahlt euer Meister keine Tempelsteuer?“ Um keinen Anstoß durch die Nichtzahlung zu erregen, bekam Petrus von Jesus den Auftrag, an den See zu gehen und seine Angel auszuwerfen. Das war Alltag für Petrus und nichts Besonderes für ihn als Fischer. Doch mitten im Alltäglichen erlebte er göttliches Eingreifen: „Nimm den ersten Fisch, den du fängst“, sagte Jesus.
„Öffne sein Maul und du wirst genau die Münze finden, die du für deine und meine Tempelsteuer brauchst.“ Matthäus 17,24-27
Jesus hätte auch das Geld in seiner Tasche vermehren können, aber er verherrlichte sich in Petrus‘ Beruf und Alltag. Das zeigt sich auch bei einem Ereignis am See Genezareth. Als die Menschenmenge zu groß wurde, die Jesus beim Predigen hören wollte, stieg er zu Petrus ins Boot, um aus der Entfernung zu den Menschen zu sprechen. Nachdem Jesus geendet hatte, wandte er sich an Petrus und sagte: „Fahrt jetzt weiter hinaus auf den See, und werft eure Netze aus!“
Ich glaube, Petrus war sehr erstaunt über diesen Vorschlag. Deshalb antwortete er: „Herr, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen.“ Er dachte vielleicht: ‚Jesus, ich bin Fischer, aber du weißt wahrscheinlich nicht, dass man nachts die Fische fängt und nicht im fortgeschrittenen Tagesverlauf.‘ Es war total abwegig, was Jesus da verlangte! Niemand würde am Mittag fischen gehen in dieser Hitze. Doch Petrus antwortete: „Aber weil du es sagst, will ich es tun.“ Es war ein Wagnis und der Spott der Leute saß ihm im Nacken. Wie würden sie ihn auslachen, wenn er leer zurückkäme!
Stattdessen erlebten sie erneut göttliches Wirken in ihrem Beruf und Alltag: Sie warfen ihre Netze aus und fingen so viele Fische, dass die Netze zu reißen anfingen. Deshalb winkten sie den Fischern im anderen Boot, ihnen zu helfen. Bald waren beide Boote bis zum Rand beladen, sodass sie beinahe sanken. Simon Petrus und alle anderen Fischer waren fassungslos über diesen Fang. Jesus hatte ihr Denken und Handeln auf den Kopf gestellt. Neue Perspektiven eröffneten sich für Simon Petrus, Jakobus und Johannes und ihr Leben veränderte sich. Nach dieser Begebenheit folgten sie Jesus nach.
Offen für Gott im Alltag
Genauso will sich Gott mit seiner Kraft in deinem Alltag verherrlichen. In dem, was um dich herum geschieht. In deinem Berufsleben, in deiner Familie, in deinem Bekannten- und Freundeskreis. Erwarte in deinem Herzen, dass Gott dir begegnet.
Er will Veränderung bewirken. Mitten in deinem Frust, mitten in deiner Mutlosigkeit. Mitten in deiner Einsamkeit. Jesus war immer da, wo Alltägliches geschah und oft herrschte dort finanzielle Not oder Menschen hungerten und er gab Tausenden zu essen. Er war da, wo Menschen krank und unfrei waren und begegnete denen, die Ängste und Nöte hatten.
Jesus ist auch dir in deinem Alltag ganz nahe. Egal, was dich bedrückt oder in welcher Herausforderung du steckst: Er will dir begegnen in deiner Situation. Er will dir Perspektive geben und dich erfüllen mit neuer Freude! Bist du bereit für das Reden des Heiligen Geistes in deinem Alltag?
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe

Nicht nur der Ausbau unseres Fernsehstudios ging voran, auch der Neubau unseres Jugendhauses hat nie stillgestanden. Oft fehlten nur Handwerker, weil die Kapazitäten nicht groß genug waren, um alle Baustellen zu bedienen. Am 29. Januar kamen unsere bestellten Tische und Stühle. Ein großer Jubel! Schon seit 1 Monat ist der Multifunktionsraum nun so gut wie fertig. Aber die Bauarbeiten der Küche gehen sehr schleppend voran – wir hätten nie gedacht, wie viele Bauvorschriften man für so eine Küche beachten muss! Wir lassen daher die Möbel noch etwa einen Monat eingepackt, bis auch die Küche fertig ist.
Der ein oder andere fragt sich vielleicht: Warum bauen die ein Bistro, wenn es doch in dieser Krise kaum zu bewirten ist? Die Antwort ist: Schon weit vor der Pandemie haben wir mit dem Neubau begonnen und wir sind sicher, dass eine Bewirtung wieder möglich sein wird. Wir beobachten deutlich, dass nach einem Jahr Abstand die Gemeinschaft unter Menschen sehr gelitten hat. Die Abstandsregeln und alle anderen Einschränkungen haben sich sehr auf das persönliche Wohlbefinden und Miteinander von uns Menschen ausgewirkt.
Im christlichen Glauben geht es um das Gegenteil von Abstand. Wir sind für Gemeinschaft geschaffen! Sich am Miteinander und am gegenseitigen Austausch zu freuen, muss – sobald es wieder erlaubt ist – massiv gefördert werden. Da kommt eine gemütliche Umgebung, wie sie hier entstanden ist, gerade recht. Wir sehen wirklich Gottes Plan dahinter. Er weiß was nötig ist, bevor wir es mit unseren Augen erkennen.
Wenn auch du etwas bewegen möchtest, dann laden wir dich ein, weitere Projekte zu unterstützen. Spenden kannst du per Online-Spende überweisen.
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Kürzlich habe ich einen Satz gelesen, in dem viel Wahrheit steckt: „Glaube ist, Gott zu vertrauen, wenn das Leben keinen Sinn ergibt.“ Situationen, die keinen Sinn zu ergeben scheinen, kennen wir alle. Wir haben uns das Leben ganz anders vorgestellt und es hat eine Wendung genommen, mit der wir gar nicht gerechnet haben. Vielleicht hast du deinen Arbeitsplatz verloren, bist krank geworden, musstest den Verlust eines geliebten Menschen verkraften, wurdest von deinem Partner verlassen oder fragst dich, warum deine Arbeitskollegen so ablehnend sind. Es gibt viele Warums in unserem Leben. Sie ergeben keinen Sinn für uns und wir werden sie vielleicht nie verstehen. Doch gerade jetzt heißt Glauben, Gott unser Vertrauen zu schenken, weil er vertrauenswürdig ist.
Enttäuschungen
Im Laufe unseres Lebens erleben wir viele solcher Enttäuschungen, Verletzungen und Niederlagen. Manche sind kleiner, manche größer. Oft wollen wir uns gar nicht eingestehen, dass sie uns noch länger beschäftigen. Niemand spricht gerne darüber. Manchmal erwarten wir auch unbewusst voneinander, dass wir nach einem Verlust schnell wieder funktionieren. Und doch wirken versteckte Enttäuschungen oft noch lange nach. Versteckte Enttäuschungen sind solche, die sich tief in unsere Seele eingegraben haben. Sie hemmen und blockieren uns oft ein Leben lang, weil wir uns selbst die Schuld dafür geben oder Gott oder unseren Mitmenschen. Aus diesen verborgenen Gefühlen der Enttäuschung entstehen manchmal Groll oder Bitterkeit, manchmal sogar Hass.
Wenn du nicht verstehst, warum dir etwas passiert ist und du in einem Loch sitzt und kein Ende im Tunnel siehst, darfst du deine Hand nach Gott ausstrecken. Gib dich nicht deinen Enttäuschungen hin und wirf deine Träume nicht weg. Lass nicht zu, dass Gefühle der Verlorenheit dich überrollen oder Bitterkeit in deinem Leben Platz gewinnt.
Wahrnehmen
Es ist wichtig, deine versteckten Enttäuschungen wahrzunehmen und nicht im Verborgenen zu belassen. Wenn wir merken, dass wir missmutig, deprimiert oder zornig über eine Situation oder ein Erlebnis werden, ist es an der Zeit, uns die Sache gemeinsam mit Gott anzuschauen. Erzähle ihm, was dich beschäftigt. Schildere ihm deine Gefühle. Denke vor ihm darüber nach, warum die Gefühle da sind und warum sie bisher im Verborgenen sind.
Vertrauen
Gott weiß, wie du dich fühlst. Du darfst ihm vertrauen, dass er an deiner Seite ist. Und wenn es auch noch so schlimm aussieht im Moment: Er ist nicht ratlos und sieht auch nicht tatenlos zu.
Fragen
So wie David in den Psalmen Gott ehrlich seine Fragen und Klagen bringt, so dürfen wir danach fragen, warum nicht alles nach unseren Vorstellungen läuft, warum unsere Erwartungen nicht so in Erfüllung gehen, wie wir es gerne hätten. Nicht immer werden wir alle Antworten darauf finden. Aber die Bibel zeigt uns einige Begründungen.
1. Gottes Größe
In Jesaja 55, 8-9 lesen wir Gottes Selbsterklärung:
„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken“
Gott ist größer als wir. Wir können nicht alle seine Gedanken erfassen. Manche Biegungen, Kurven, Enttäuschungen, Verluste und Verletzungen auf unserem Weg liegen darin begründet, dass wir Gottes Plan nicht immer verstehen und dass seine göttliche Perspektive viel größer ist als unsere. Wer auf einem Berg steht, erkennt, dass der kürzeste Weg durch den Wald führte. Wer im Wald steht, sieht vielleicht nur die Dunkelheit.
2. Gottes Lektionen
Eine andere Begründung finden wir in Jesaja 48,17:
„Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt zu deinem Nutzen, der dich leitet auf dem Weg, den du gehen sollst.“
Gott möchte, dass wir wachsen und reifen. Wir sollen lernen aus dem, was uns passiert – und zwar zu unserem Nutzen. Ich selber war schon in Situationen, die ich niemandem wünsche und ich war auch schon dem Tod nahe. Im Rückblick kann ich sagen: Gott hat alles gut gemacht! Manchmal erleben wir Zeiten der Prüfung, die uns helfen, uns an den Platz zu bringen, an dem Gott uns haben will. Gott will deinen Charakter formen. Er will, dass du geistliches Rückgrat bekommst und standfest wirst im Glauben. Er möchte, dass du dein Vertrauen auf ihn setzt. Manchmal geschieht es durch Enttäuschungen, mit denen wir umgehen müssen.
Auch David erlebte Verletzungen und Schmerzen. Sein Problem war Saul, der ihm nachstellte und Böses wollte. Einige Male hätte David die Gelegenheit gehabt, ihn und damit das Problem zu beseitigen. Doch er wollte kein Unrecht tun. Er hat das Richtige gewählt. Vielleicht hat er gedacht: ‘Gott, warum lässt du das zu? Du hast doch mich ausgewählt als König. Was für eine Enttäuschung!‘ Doch indem David das Richtige tat, wurde sein Charakter geschult und er wurde zu einem Freund Gottes. David schrieb:
„Beharrlich habe ich auf den Herrn geharrt, und er hat sich zu mir geneigt und mein Schreien gehört. Er hat mich heraufgeholt aus der Grube des Verderbens, aus Schlick und Schlamm; und er hat meine Füße auf Felsen gestellt, meine Schritte fest gemacht.“ Psalm 40,2–3
David vertraute Gott und Gott kümmerte sich um die Situation: Er machte David zum König über Israel.
3. Gottes Anfänge
Ein Prinzip in Gottes Schöpfung können wir am Weizenkorn beobachten:
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“ Johannes 12,24
1 Saatkorn muss zuerst in die Erde, in die Dunkelheit, bevor es wächst und wunderbare Frucht bringt! Jesus sagt das auch über sich selbst – und sein Sterben wurde zur größten Frucht, die ein Mensch überhaupt bringen kann. Ähnlich erkennen wir es am Wunder der Brotvermehrung: Das Brot wurde zerbrochen und dann vermehrte es sich für Tausende von Menschen. Manchmal sind Enttäuschung, Verlust und Dunkelheit notwendig, damit ein neuer Anfang entstehen kann.
Unser Vertrauen
Auch in der Bibel lesen wir von vielen Menschen, deren Leben nicht so verlief, wie sie es gewünscht oder erhofft hatten. Wie sehr wünschten sich doch Abraham und Sara ein Kind. Davon handelten bestimmt vorrangig ihre Gebete. Doch nichts tat sich. Man kann sich ihre von Jahr zu Jahr wachsende Enttäuschung gut vorstellen. Viel Druck baute sich auf um den ersehnten Erben, bis sie die Hoffnung wegen ihres hohen Alters aufgaben. Doch dann erhielten sie noch die Verheißung: Nächstes Jahr würde ihr Wunsch in Erfüllung gehen!
Mit unseren Enttäuschungen im Herzen sind wir oft entmutigt und sagen: Wie soll das gehen? Sara erging es genauso. Ein ungläubiges Lachen war in ihrem Herzen! Und doch stand Gott zu seinem Versprechen und verwandelte den Schmerz in Freude.
Richte deinen Blick auf das, was Gott tun kann und bleib nicht hängen in deinem Schmerz. Lass deine Enttäuschungen und Entmutigung nicht zu Unglauben werden. Denn Gott kann mehr tun, als wir für möglich halten. Du kannst sagen: „Gott, ich verstehe das nicht, aber ich vertraue dir!“ Konzentriere dich nicht auf das Problem, lass nicht zu, dass es sich aufbauscht, sondern vertraue Gott für eine Lösung. Denn Gott hat dich nicht vergessen. Er hat das letzte Wort.
Unsere Chancen
Psalm 23 beschreibt das sehr schön: Weil Gott selbst uns durch das finstere Tal führt, brauchen wir kein Unglück zu fürchten. Anschließend bereitet er uns einen Tisch des Überflusses. Zuerst kommt das Tal und dann der Überfluss. Vielleicht wünschen wir uns nur den Überfluss und nicht das Tal. Doch wenn wir voller Glauben und Vertrauen mit ihm das Tal durchschreiten, gelangen wir an den Tisch, der für uns gedeckt ist. Ein Tisch „im Angesicht meiner Feinde“ heißt es im Psalm. Alle werden sehen, dass Gott uns segnet. Es klingt, als katapultierten uns die Feinde geradezu an den Tisch des Überflusses. Gewiss ist: Gott ist an deiner Seite.
Wenn du durch eine schwierige Zeit gehst, heißt das nicht, dass du etwas falsch machst. Jedes Tal ist eine Chance, dass dein Charakter, dein Vertrauen und dein Glaube geschult werden. Jede Schwierigkeit, die du an Gottes Seite durchlebst, macht dich stärker. Manche Erfahrungen helfen dir zu wachsen, dich weiter zu entwickeln und reif zu werden. Es geschieht nichts, woraus Gott nicht etwas Gutes entstehen lassen könnte.
Unser Leben ist voll von Dingen, die uns nicht gefallen. Dein Leben ist nicht so geworden, wie du es erträumt hast. Du bist von Menschen enttäuscht und deine Gebete wurden nicht beantwortet. Doch vergrabe dich nicht in deinen Enttäuschungen. Lass dich nicht entmutigen, wenn du auf Widerstand triffst. Konzentriere dich nicht auf deine Probleme.
Du kannst zu Gott sagen: „Die Situation gefällt mir nicht – aber ich vertraue dir! Ich glaube, dass du, Herr, das Beste daraus machen kannst.“ Lass dir diese innere Einstellung schenken. Vergrabe deine Enttäuschungen nicht in deinem Herzen, damit sie nicht zu Groll, Bitterkeit oder Hass werden. Nimm sie wahr, erzähle sie ihm, vertraue ihm und schau gemeinsam mit ihm nach vorne.
Isolde Müller, Missionswerk Karlsruhe
Angeln gehört eigentlich nicht zu meinen Hobbys, doch hin und wieder hat sich die Gelegenheit dazu ergeben. Ein tolles Erlebnis machten wir als ganze Familie bei einem Verwandtenbesuch in Kanada, als wir tief im Norden in der wunderbaren Natur auf einen See hinausfuhren.
Ganz anders mussten sich die Jünger gefühlt haben, als sie nach einer langen erfolglosen Nacht die Netze reinigten. Während sie ihrer Arbeit nachgingen, sprach Jesus aus einem ihrer Boote zu den Menschen, die sich am Ufer des Sees Genezareth aufhielten. Doch plötzlich hörte er auf, zu den Menschen zu sprechen und forderte Simon auf:
„Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!“ Lukas 5,4
Was für eine Aufforderung, fängt man die Fische am See Genezareth doch im Dunkeln und am Ufer und nicht am hellen Tag, dort wo es tief ist. Simon wirkt derart überrascht, dass er geradezu laut nachdenkt und stutzig die Worte herausbringt:
„Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen“ Lukas 5,6
Fülle
Wie wäre es dir ergangen, wenn du in der Haut des Petrus gesteckt hättest? Eben noch sitzt du wie im Abseits, enttäuscht, müde und bemüht, die Niederlagen zu verarbeiten, da wirst du unerwartet von Jesus angesprochen. Ja, mehr als das, er fordert dich auf, im Vertrauen auf sein Wort hin zu handeln.
Petrus, der oft sehr spontan reagiert und sein Herz auf der Zunge trägt, antwortet in dieser Situation geradezu vorbildlich. Ob er einfach zu müde war, um mit Jesus zu diskutieren, oder ob Jesus ihn so überzeugend aufgefordert hat, sei dahingestellt. Er spricht die entscheidenden Worte: „Auf dein Wort hin …“. Er tut genau das, wozu Jesus ihn aufgefordert hat. Mit einigen Ruderschlägen ist er im tiefen Gewässer und kaum, dass die Netze im Wasser sind, füllen sie sich so sehr, dass sie zu reißen beginnen. Die Fischer winken ihre Gefährten, die im anderen Boot sind, herbei und füllen beide Boote so voll, dass sie fast sinken.
Wenn wir in Gottes Auftrag handeln, erleben wir, wie unsere Vorstellung gesprengt wird. Es ist Gottes Art, dass er allen, die sich im Vertrauen auf sein Wort hin von ihm gebrauchen lassen, seine ganze Größe und Fülle offenbart. Jesus hat wieder und wieder gezeigt, dass Gottes Größe mit unserer Vorstellungskraft nicht zu erfassen ist. Seine Liebe, seine Güte und sein Reichtum sind so unerschöpflich. Jesus lehrt die Jünger ganz praktisch, dass menschliches Bemühen – ohne Gottes Gunst – vergeblich ist und unsere Erfahrung Gottes Möglichkeiten nicht begrenzt.
Unterbrechen
Wir stehen, so wie die Jünger am Ufer des Sees standen, am Anfang eines neuen Jahres. Die Anstrengungen aus dem vergangenen Jahr mögen uns müde gemacht und frustriert haben. Vieles verstehen wir nicht und während wir in unsere Sache vertieft sind, will uns Jesus ansprechen: „Wirf dein Netz aus!“ Gott handelt immer genau dann, wenn wir mit unserem Latein am Ende sind. Er zeigt seine Stärke in unserer Schwachheit und er liebt es, uns aus unserem Trott herauszureißen.
Diese ganze Szene, wie sie uns Lukas schildert, offenbart uns Gottes Wesen. Er ist treu und lässt uns nicht mit leeren Händen zurück, wenn wir ihm unser Boot überlassen und im Vertrauen auf sein Wort hin handeln. Jesus will in diesem vor uns liegenden Jahr Großes tun. Er spricht zu dir und zu mir. Er will, dass wir unsere Beschäftigung unterbrechen und erkennen, dass er es ist, der uns anspricht.
Er, der Himmel und Erde durch sein Wort geschaffen hat, spricht zu dir. Er will dein Leben gebrauchen und deine Hände neu füllen. Welche Gedanken beschäftigen dich? Wie wirkt sich deine Erfahrung und Vergangenheit auf deine Vorstellungen und Erwartungen für das vor dir liegende Jahr aus? Gott möchte, dass du dein Netz neu im Vertrauen auf seine Treue auswirfst! Unsere Umstände sollen uns nicht davon abhalten, Gottes Verheißungen entsprechend zu handeln.
Gemeinsam
Immer wieder begegnet mir die Frage: „Woher kann ich wissen, dass ein Gedanke in meinem Herzen wirklich ein Auftrag von Gott ist und nicht meiner Einbildung entspringt?“ Wir sehen in diesem Text, wie der Dialog zwischen Jesus und Simon andere einschließt und in der Mehrzahl erfolgt. Simon steht nicht einfach auf und tut etwas Eigensinniges und absolut Unvernünftiges, sondern auch andere erkennen, begleiten und unterstützen ihn in dieser Mission.
Es ist ein großes Geschenk, dass Jesus uns nie allein sendet. Jesus hat seine Nachfolger in eine Gemeinschaft gestellt und sie gemeinsam ausgesandt. Die Gemeinschaft korrigiert, ermutigt und ermahnt. Nur in der Gemeinschaft und in unserem Umgang miteinander wird sichtbar, dass Gottes Geist Friede, Freude, Geduld und all die wunderbaren Früchte des Heiligen Geistes in unserem Leben reifen lässt. In der Liebe, die wir zueinander haben und an der Einheit, die unter seinen Nachfolgern zu finden ist, kann die Welt Gott erkennen.
Simon fährt mit seinen Gefährten hinaus. Während wir Gedanken und Vorhaben an Gottes Wort prüfen können, ist auch die Bestätigung in der Gemeinschaft und die Einheit ein Indiz, das uns hilft, Gottes Reden zu erkennen. Mache dich eins im Auftrag und erkenne, welche Dimensionen in der Einheit möglich sind. Simon hätte niemals den vollen Segen, den Jesus schenkte, allein erfassen können. Gott kommt auch nie in die Verlegenheit, dass jemand leer ausgehen müsste. Beide Boote waren so voll, dass sie zu sinken drohten.
Wir sollten uns darauf einstellen und lernen, dass wir in Einheit und Seite an Seite im Auftrag Gottes aktiv sind. Gott will seine Leute bevollmächtigen und die Welt braucht mehr denn je die umfassende Hilfe Gottes. Die überwältigende Fülle Gottes kann nur gemeinsam erfasst werden.
„Sie winkten ihren Gefährten, die im anderen Bott waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen.“ Ist es nicht ein unbezahlbares Geschenk, dass wir einander haben dürfen, und dass Gott uns gemeinsam gebraucht?
Willst du dich in diesem Jahr von Gott ansprechen und unterbrechen lassen? Wenn wir uns entscheiden, ein Leben zu führen, das ganz der Devise folgt „Auf dein Wort hin will ich handeln!“, dann werden deine kühnsten Vorstellungen übertroffen.
So wertvoll für einen Fischer ein erfolgreicher Fang auch sein mag, der Segen in diesem Fall war noch weit umfassender und hatte eine Auswirkung bis in die Ewigkeit. Lukas berichtet abschließend: „Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.“ Auch wenn die Boote zu sinken drohten, brachten sie sie gemeinsam an Land. Doch sie hingen nicht an materiellen Dingen, sondern veränderten mit Jesus die Welt – und das möchte er auch durch dich tun.
Thomas Inhoff, Missionswerk Karlsruhe
Während der Bauzeit fiel mir eine Bohrmaschine auf den Fuß. Das war schmerzhaft! Noch mehrere Monate lang hatte ich einen schwarzen Fußnagel. In dem Moment war ich überhaupt nicht begeistert, wie die Schwerkraft wirkt. Aber ich habe mich nirgends beschwert, denn ich weiß, dass die Erdanziehungskraft nun mal ein Naturgesetz ist. Und die sind nicht verhandelbar. Alles fällt auf die Erde, auch bei intelligenten Menschen. Die Erdanziehungskraft macht da keine Ausnahme.
Doch so unausweichlich die Schwerkraft im natürlichen Raum auch wirkt, der Glaube im geistlichen Raum ist größer. Glaube überwindet unsichtbare Hindernisse, ja, kann sogar Naturgesetze außer Kraft setzen, wie wir an mehreren Stellen in der Bibel nachlesen können: Als Gottes Volk im Alten Testament angegriffen wurde, stand die Sonne fast einen ganzen Tag lang still und der Mond dazu. Das Rote Meer teilte sich, sodass die Leute von Israel trockenen Fußes hindurchziehen konnten. Philippus wurde von einem Moment auf den anderen an einen anderen Ort versetzt (Josua 10, 2; Mose 14,16; Apostelgeschichte 8,39). Manche meinen, das sei nur in der Zeit der Bibel passiert. Echt? Ich glaube, wir dienen heute demselben Gott, der noch dieselbe Macht hat!
Praktisch anwenden
Glaube überschreitet die gewohnten Erfahrungen. Einmal schickte Jesus seine Jünger auf eine andere Seite des Sees. Im mächtigen Sturm hatten die Jünger Angst. Da kam Jesus auf den Wellen daher. Die Jünger hatten Angst, aber Jesus sagte: „Fürchtet euch nicht!“ Petrus hatte eine Idee: Er sah Jesus auf dem Wasser laufen und dachte: Das geht normalerweise nicht, aber Jesus hat doch gesagt, dass wir alles können, was er auch kann! Also rief Petrus spontan: „Herr, wenn du es bist, dann heiße mich, zu dir zu kommen.“ Der hatte wirklich Mut! Das ist praktizierter Glaube. Petrus besaß eine geistliche Intelligenz, die im Glauben verwurzelt und vom Mut inspiriert war. Petrus reichte es nicht, die geistlichen Prinzipien zu kennen, er wollte sie auch praktisch anwenden.
Im Jakobusbrief finden wir einen eindrücklichen Satz darüber, wie wir unseren Glauben leben sollen:
„Genauso ist es mit dem Glauben: Wenn er keine Taten vorzuweisen hat, ist er tot; er ist tot, weil er ohne Auswirkungen bleibt“ Jakobus 2,17
Dieser Vers hat schon zu den unterschiedlichsten Auslegungen geführt. Hier ist nicht gemeint, dass wir uns durch Taten das Himmelreich verdienen können. Das hat Jesus ein für alle Mal für uns erledigt. Nein, dieser Vers meint: Wenn wir als Christen glauben, dann sollen wir auch so handeln, dass unser Glaube in Taten sichtbar wird. Es reicht nicht, nur Glauben zu haben. Ein Glaube, der nicht zu guten Taten führt, ist kein Glaube – er ist tot und wertlos.
Wie langweilig ist es, wenn wir nur sagen: „Ich glaube, dass Gott alles kann“, aber gar nicht so handeln, dass wir Gott alles zutrauen. Dann sagen wir eine Wahrheit, bewirken aber keinen Unterschied in dieser Welt und begeistern niemanden für Gott. Wenn wir nur an das glauben, was schon mal passiert ist, aber nicht darauf vertrauen, was passieren kann, ist das kein Glaube. Wenn wir nur darauf hoffen, was wir aus eigener Kraft bewirken können, ist das ebenso wenig Glaube!
Auf Wunder hoffen
Petrus stieg aus dem Boot, während 11 keinen Mut hatten, sondern sich über Petrus aufregten, dass er wieder einmal etwas ausprobierte, was doch gar nicht gehen konnte. Die 11 überlegten, im sinkenden Boot sitzend, wie sie ihr Nichthandeln rechtfertigen konnten. Aber was nützt geistliche Intelligenz, was nützt der Glaube, wenn er keinen praktischen Nutzen hat?
Der bedingungslose Glaube steht im krassen Gegensatz zu einer lauwarmen, halbherzigen Haltung und einer Gewohnheit, die nur religiöse Abläufe liebt. Der bedingungslose Glaube handelt in der Zuversicht, dass alles möglich ist. Viele Wunder geschehen zum ersten Mal. Es gibt oft kein Beispiel, an dem man sich gedanklich festhalten könnte. In solchen Situationen zeigt sich, wie groß dennoch unser Zutrauen ist, dass Wunder heute noch passieren.
Im Dezember habe ich mit einer Freundin des Missionswerks telefoniert. Während unseres Gesprächs erzählte sie: „Ich kann spenden, weil Gott mir Aufträge gibt. Ich arbeite in der Luftfahrtindustrie, die zurzeit total am Boden liegt. Aber ich habe mehr Aufträge als in guten Zeiten!“ Nachrichten zu hören über eine am Boden liegende Industrie und zu jammern, dass sie gerade in dieser Industrie ihr Geld verdient, hätte ihr nicht diesen Erfolg beschert.
In Hebräer 11,1 lesen wir über den Glauben:
„Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht.“
Der Glaube ist der tragende Grund für das, was wir hoffen: Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was wir noch nicht sehen. Der Glaube ist die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert.
Isolde und ich hörten vor kurzem einer Beterin zu, die oft prophetische Eindrücke hat. Als sie voller Freude von all ihren vergangenen Prophetien erzählte, stellten wir fest, dass sie zwar immer wieder von diesen alten Prophetien spricht – aber gar nicht merkt, dass wir längst schon die Erfüllung dessen erleben, was sie gesehen hat.
Warten wir auf bessere Zeiten? Oder werden wir zu Tätern des Wortes in der Kraft des Heiligen Geistes? Diskutieren wir noch über Not und Einschränkungen und berauben uns damit der Zeit, in der wir durch unser Tun und Gottes Wirken die Auswirkungen von Zeichen und Wundern erleben könnten?
Fliegen lernen
Der Spaziergang von Petrus auf dem Wasser erinnert an die Pastorensöhne Wilbur und Orville Wright, als sie ihre ersten Versuche unternahmen, fliegen zu können. Sie hatten oft die Erfahrung gemacht, dass die Gesetze der Erdanziehungskraft sie schneller auf den Boden zurückholten, als ihnen lieb war. Trotz mehrerer kaputter Flugzeuge, trotz Bruchlandungen, Schmerzen und Verletzungen fand ein siebter Versuch statt, bei dem nur sieben Personen zuschauten, weil zuvor kein Erfolg zu sehen gewesen war. Dieser Versuch gelang – und heute haben wir die ganze Fliegerei diesen mühsamen Versuchen zu verdanken.
Der erste Flug dauerte vermutlich ungefähr so lange wie Petrus‘ Lauf auf dem Wasser. Wie viele Versuche hast du schon unternommen? Gibst du auf, bevor du angefangen hast? Du musst nicht auf dem Wasser gehen oder das Fliegen erfinden. Das haben andere schon getan. Aber wo setzt du deinen Glauben nach dem Auftrag von Jesus in die Tat um?
Zuschauer im Reich Gottes gibt es viel zu viele. Und diese Zuschauer wissen immer besser, was richtig ist, als die, die etwas tun. Sei kein Besserwisser, sondern setze deinen bedingungslosen Glauben in die Tat um.
Nicht nur zuschauen
Als Petrus den Wind sah, begann er zu sinken und Jesus nahm ihn bei der Hand.
„Du hast so wenig Glauben, warum zweifelst du?“, fragte er Petrus. Wenn Petrus schon hinterfragt wird – wie wenig Glauben hatten dann erst die anderen 11? Der kurze bedingungslose Glaube ermöglichte Petrus eine physikalische Unmöglichkeit und die totale Nähe zu Jesus. Petrus demonstrierte, dass der Glaube sogar die Physik außer Kraft setzt. Der Glauben wird nicht auf dem Deck unseres Wohlstandsschiffes wachsen. Wir müssen schon einen Schritt aus dem Boot machen und erleben, wie das Wasser trägt.
Wir können Wasserwanderern wie Petrus zuschauen, ihre Geschichten hören und uns ihre YouTube-Predigten ansehen. Aber erleben, wie das Wasser trägt, werden wir nur, wenn wir selbst aus dem Boot steigen! Wo sind deine „Auf-dem-Wasser-wandern-Versuche“?
Kennst du das Argument mancher Kritiker: „Wir wollen den Menschen lieber keine falschen Hoffnungen machen, indem wir für Wunder beten, die dann vielleicht doch nicht geschehen“? Aber wäre es wirklich gerechtfertigt, wenn wir aus purer Rücksicht auf etwaige Enttäuschungen, nicht gebetet hätten? Tausende Menschen, die voller Hoffnung an uns geschrieben haben, dass wir für sie beten, hätten in den letzten Jahren keine Heilung, Befreiung oder Lösungen erlebt. Genauso könnte man fragen: Warum lassen sich solche Kritiker Medikamente geben, die schon einigen geholfen haben, aber nicht allen?
Lass dein Scheitern nicht zu deiner Lebenskultur werden. Denn auch der Glaube ans Scheitern wird in Erfüllung gehen. Letztlich ist er der Glaube an die Macht des Bösen. Die Hoffnung hingegen ist das Keimblatt des Glaubens. Wie wir in Hebräer 11,1 lesen: Im vertrauenden Glauben zeigt sich schon jetzt, was wir noch nicht sehen.
Ich möchte dich einladen aus dem Boot zu steigen, wenn Jesus sagt: „Komm.“ Deine Umstände bestimmen nicht deinen Erfolg!
Daniel Müller, Missionswerk Karlsruhe
Die Moshe-Kleinman-Straße liegt im Südwesten Jerusalems. Mehrfamilienhäuser mit Flachdach und verschmutzter Putzfassade prägen das Straßenbild im Stadtteil Kiryat Hayovel. Eilig hat man hier in den 1950er Jahren sozialen Wohnraum geschaffen. Zahllose mittellose jüdische Einwanderer flohen nach der Gründung Israels aus arabischen Staaten in die Stadt. Tausende von ihnen wurden in diesem Viertel untergebracht – erst in Zelten, dann in schnell errichteten Gebäuden. Heute leben hier etwa 25.000 Menschen.
Auch dem Kindergarten in der Moshe-Kleinman-Straße sieht man an, dass er schon viele Jahre auf dem Buckel hat. Die Raumaufteilung ist ungünstig, die Einrichtung veraltet, die Räume wirken eng und trist. Zusammen mit der Jerusalem Foundation setzen wir uns dafür ein, dass Kinder aus benachteiligten Stadtteilen eine bessere Bildung erhalten, damit sie später einmal gute Berufs- und Zukunftschancen haben. Für uns ist damit immer auch der biblische Auftrag verbunden, Israel zu segnen.
Im Namen der Kinder sagen wir herzlichen Dank!
Daniel und Isolde Müller
Meine Frau Isolde und ich waren 1 Woche lang im Norden Deutschlands unterwegs, um verschiedene Gespräche für das Missionswerk zu führen. Dabei besuchten wir auch unseren Freund Dirk Schröder mit seiner Frau. Wir sprachen über die Männertage, die er bei uns geleitet hat, und auch über das Ehe-Wochenende, das im März stattfinden soll. Doch hauptsächlich sprachen wir über unseren gemeinsamen Auftrag, Menschen auf Gott aufmerksam zu machen. In mir kam gleich der Aktionismus hoch: Man könnte doch dieses und jenes tun!
Dirk erzählte daraufhin, sie wollten nichts tun, das aus eigenem Wissen heraus geschieht. Menschliches Wissen ließe sich auch in Wikipedia finden. „Was aber nicht aus der Weisheit Gottes kommt, ist schade um die Zeit, die man investiert“, sagte er. Dieser Gedanke hat Isolde und mich so inspiriert, dass wir die vollen beiden Tage, die wir Zeit hatten, im Gebet und im Hören verbracht haben. Die siebenstündige Zugfahrt zurück nach Karlsruhe haben wir genutzt, um noch mehr in diese Gedanken von Gott hineinzuwachsen.
Die dritte Intelligenz
Der Intelligenz-Quotient (IQ) dient laut Wikipedia der „Bewertung des intellektuellen Leistungsvermögens“. Der emotionale Intelligenz-Quotient (EQ) „beschreibt die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen.“ Unser Leben besteht aus Geist, Seele und Leib. Jesus sagt an einer Stelle, dass unser „Fleisch“, also unser Körper, schwach ist. Unsere Seele ist emotionell – und damit keine feste Konstante. Unser Geist ist von den Dreien also der kraftvollste Teil unseres Lebens. Wenn das so ist, warum lassen wir uns dann so oft von unserer Intelligenz und unseren Emotionen leiten?
Es gibt noch eine dritte Intelligenz: die geistliche Intelligenz. Sie zeichnet einen Christen aus, denn in ihr steckt die göttliche Weisheit. Unsere geistliche Intelligenz sollte trainiert sein. Wer seinen Geist nicht durch Gottes Weisheit schulen lässt, gleicht einem Schiff ohne Steuermann, das auf dem Meer dahintreibt.
Schulen lassen
Wir besitzen eine Art „Organ“, das Urteilsfähigkeit heißt. In Hebräer 5,14 lesen wir:
„Nur wer seine Urteilsfähigkeit geschult hat, der kann auch zwischen Gut und Böse unterscheiden.“
Viele Christen meinen, wenn sie einmal Ja zu Jesus gesagt haben, dann liefe alles von alleine – „der Herr macht’s ja“. Das trägt mit dazu bei, dass die Welt ein falsches Bild vom Christsein hat. Viele Christen tun, was sie für richtig halten, haben aber ihren Geist nicht mit göttlicher Weisheit geschult. Als Jesus auf der Erde war, hat er seine Jünger mit seiner Weisheit ausgerüstet! Stück für Stück sind sie hineingewachsen.
Wir sind oft von prominenten Menschen beeindruckt, die uns etwas sagen, oder wir tun das Gewohnte, statt nach Gottes Weisheit zu fragen, die Wissen in einer Art freisetzt, die die Zukunft in der Vision des Schöpfers baut. Doch alle Weisheit kommt von Gott! Das erkennen wir auch in der Geschichte von Samuel, der einen König salben sollte. Er ging in das Haus von Isai und man zeigte ihm die prächtigsten, stärksten und gutaussehendsten Kinder. Samuel hätte sich auch für diese Auswahl entschieden, doch eine Stimme in ihm sagte: „Nein, von ihnen ist es keiner.“
Menschliches Denken sagt: „Herr, ich nehme die beste Auswahl, du wirst schon zufrieden sein.“
Samuel hingegen fragte: „Sind das alle deine Söhne“?
„Da ist noch einer“, bekam er zur Antwort. „Nämlich David – aber der ist schmutzig und hütet die Schafe.“ Doch genau diesen meinte Gott.
Geistliche Träume
Auch Joseph, von dem wir ebenfalls im Alten Testament lesen, war in göttlicher Weisheit geschult. Als er im Gefängnis saß, hatte der Pharao einen Traum, den die Weisen des Landes nicht lösen konnten und der Pharao selbst wusste nicht, was er hätte wissen sollen, um zu handeln. Im fehlte die göttliche Weisheit. Er ließ Joseph aus dem Gefängnis holen, der ihm dann den wichtigen Traum deuten konnte, weil er die nötige göttliche Weisheit besaß.
Ähnlich war es bei Daniel. Die weisen Berater des ungläubigen Königs Nebukadnezar konnten einen seiner Träume nicht deuten. Der ganze IQ der Weisen konnte nichts ausrichten. Daniel wurde geholt und er deutete Nebukadnezar seinen Traum. Nebukadnezar kannte Gott nicht, aber Gott kannte Nebukadnezar! Die Welt hat Träume, aber sie kennt die Antworten nicht. Herrscher dieser Welt wissen, dass sie etwas wissen sollten, wissen es aber nicht. Doch nicht nur den Herrschern geht es so, sondern auch den Menschen um dich herum. Die Welt sehnt sich, ohne es zu wissen, nach geistlicher Intelligenz, die es nur bei Gott gibt!
Übernatürliche Perspektive
Göttliche Weisheit zu empfangen, braucht Schulung. Aber göttliche Weisheit ist die absolute Lösung! Sie verleiht uns die Fähigkeit, das Leben aus einer ewigen, zeitlosen, übernatürlichen und multidimensionalen Perspektive zu meistern. Menschen, in denen viel göttliche Weisheit steckt, fallen angenehm auf. In ihrer Nähe fühlt man sich wohl. Sie sind demütig und trotzdem strahlen sie eine unbeschreibliche Autorität auf. Man spürt bei ihnen eine Atmosphäre der Gegenwart Gottes, ohne dass ein Wort geredet wird. So eine Person war beispielsweise Christoph Häselbarth.
Trage die Weisheit Gottes an den Platz, an dem du bist: an deinen Arbeitsplatz, in die Schule, in den Sportverein, ins Altersheim ... Wenn du sagst: „Herr, mir fehlt hier die Weisheit“, so heißt es in Jakobus 1,5:
„Wem Weisheit mangelt der bitte um Weisheit!“
Gott hat dir einen Auftrag gegeben auf dieser Erde. Gehe in Gottes Schule, dass dein Geist Gottes Weisheit erkennt und du Antworten auf Fragen bekommst, auf die dein Nächster, dein Chef, dein Bürgermeister keine Antwort hat. Klage nicht darüber, dass alles zugrunde geht. Nimm deinen Platz ein, den Gott dir zugeteilt hat. Verbreite nicht menschliche Meinungen und Drohbotschaften, sondern Gottes Weisheit, mit der er deinen Geist füllen will. Alle Weisheit kommt von Gott. Erhöhe deinen geistlichen IQ, denn auch du bist berufen ein Alltagsveränderer zu sein!
Isolde und ich wünschen dir ein von Gott gesegnetes Jahr 2021. Habe keine Angst, Gott ist mit seinen Kindern. Sei kein Opfer der Probleme, sei ein Gestalter deiner Zukunft und deiner Umgebung.
Daniel Müller, Leiter Missionswerk Karlsruhe
Gottes Weisheit für unsere Gedanken
Dr. Caroline Leaf war schon mehrfach bei uns im Missionswerk und hat uns an ihrer geistlichen Weisheit als Wissenschaftlerin Anteil gegeben. In diesem Buch zeigt sie, wie wir unbiblische Gedankenmuster erkennen und uns in geistlicher Wahrheit schulen lassen können. Sie beschreibt Prinzipien der Wissenschaft und der Bibel, die hinter der erstaunlichen, gottgegebenen Kraft stehen, die wir in unserem Geist haben.
In letzter Zeit kommt mir häufig das Bild in den Sinn, dass Gottes Hand uns beschützt, so wie David es in Psalm 139 betet:
„Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“
Es gibt mir Frieden zu wissen: Gottes Hand hält uns und wir können uns darin bergen. In dieser schwierigen Pandemiezeit sehnen sich viele nach Geborgenheit, Bewahrung und Sicherheit. Wir alle fragen uns: Woran sollen wir uns festhalten? Was hält stand in dieser turbulenten Zeit, in der wir fast jeden Tag eine andere Situation vorfinden? 4 biblische Wahrheiten über ein Leben in Gottes Hand ermutigen mich.
Der Anker hält
Es gibt einen, der fest steht, und wenn es noch so rüttelt und schüttelt in der Welt: Jesus Christus, auferstanden und real erfahrbar. Fast jeden Tag berichten uns Menschen, wie Gott in ihr Leben eingegriffen hat – Zeugnisse von Gottes Größe in jeder Lebenslage. Oftmals erfahren wir dabei von großartigen Lösungen, die Gott geschenkt hat und die man nur als Wunder bezeichnen kann. Auch in deinem Alltag ist Jesus real. Er ist kein Sonntagsgott, sondern will dir jeden Tag begegnen.
In allen Stürmen unseres täglichen Lebens will er ein fester Anker in deinem Leben sein. Denke einmal an einen Anker, wenn er ausgeworfen ist: Das Schiff zieht und zerrt im Wind und Sturm, aber der Anker hält. Wäre der Anker nicht heruntergelassen, wäre das Schiff ein Spielball des Sturms. Je nach Windstärke könnte es sogar zerbrechen. Jesus will der Anker in deinem Leben sein. Er hält jeder Widrigkeit in deinem Leben stand.
Davon lesen wir auch in Vers 2 und 3 im Psalm 46:
„Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten reichlich zu finden. Darum fürchten wir uns nicht, wenn auch die Erde erbebte und die Berge mitten ins Meer wankten.“
Mach diesen Gott zu deiner Zuflucht und Stärke und du wirst nicht enttäuscht werden. Er ist dir ein zuverlässiger Beistand in deinen Nöten, egal, wie sie aussehen. Egal, wie bedrohlich sie sind für dich, selbst wenn du denkst, alles geht unter.
Das hat auch Petrus gedacht, als er auf dem Wasser ging und plötzlich auf die Wellen schaute. Er sah die bedrohlichen Wellen und nicht die Hand von Jesus, der sie ihm entgegenstreckte. Es kommt darauf an, wo wir hinschauen, wo unser Fokus liegt. Siehst du die ausgestreckte Hand von Jesus? Ergreife Gottes Hand und lass sie nicht mehr los! Du bist nicht allein, auch wenn unvorhergesehene Situationen in dein Leben treten. Eine plötzliche Krankheit, finanzielle Schwierigkeiten oder Verlust, sei dir gewiss, Gott lässt dich nicht im Stich. Er ist ein Gott der dich wieder herstellt, dir hilft und dich tröstet. Gott hat einen Plan mit deinem Leben und er verlässt dich nicht.
Der Hirte spricht
Ein anderes Bild, mit dem die Bibel ein Leben in Gottes Hand beschreibt, ist das Bild von einem guten Hirten und seinen Schafen. Jesus erzählte im Jerusalemer Tempel ein Gleichnis dazu:
„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“ Johannes 10,27-28
Gehörst du auch zu dieser Schafherde? Dann kannst auch du Gottes Stimme hören, die dir in dieser Zeit etwas zu sagen hat. Das Wort Gottes, die Bibel, spricht zu dir, wenn du dich ihm widmest. Es gibt dir Erkenntnis, Führung und Rückhalt. Jesus kennt dich! Er weiß genau, wie du dich fühlst, was dir fehlt oder vor welchen Herausforderungen du gerade stehst. Jesus kennt dich mit Namen wie ein Hirte seine Schafe. Du bist wertvoll in seinen Augen.
Die Ruhe kommt
Jesus lädt uns ein, mit allem, was uns plagt, in seine Gegenwart zu kommen und gibt uns ein Versprechen:
„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“ Matthäus 11,27
Jesus verspricht uns Ruhe in unseren Mühen. Frieden für unser Herz. Das ist ein kostbares Geschenk, gerade in dieser unruhigen Zeit. Wenn wir in seinem Frieden leben, kann uns nichts erschüttern. Diesen Frieden kann man mit dem Verstand nicht begreifen, er ist tief verankert in unseren Herzen. Erst in schwierigen Zeiten kann man ermessen, was es bedeutet, diesen Frieden zu haben.
Jesus sagt: „Komm zu mir.“ Seine Hand ist immer offen für dich, du kannst sie jederzeit ergreifen. Es bedarf keiner besonderen Rituale oder Vorschriften. Rede einfach mit ihm, wie es dir ums Herz ist. Du hast einen Vater im Himmel, der sich um dich sorgt und wartet, bis du kommst:
„Die Gnadenerweise des Herrn sind nicht zu Ende, ja, sein Erbarmen hört nicht auf, es ist jeden Morgen neu. Groß ist seine Treue.“ Klagelieder 3,22–23
Jeden Morgen, 365 Tage im Jahr, will er dir sein Erbarmen, seine Ruhe, seinen Frieden schenken. Gottes Treue ist nicht zu Ende, sie fängt erst an – probiere es aus! Vertraue Jesus jeden Morgen neu.
Die Liebe siegt
Vieles bleibt ungewiss im neuen Jahr. Was geschieht, können wir nicht einordnen. Diese Unsicherheit kann uns Angst machen. Doch es gibt ein Gegenstück zur Furcht: die Liebe. Weil Gott selbst die Liebe ist (so steht es in 1. Johannes 4,8), ist diese Liebe grenzenlos. Sie kann durch nichts und niemanden besiegt werden. Das zu erfassen, ist gar nicht so einfach. Einen guten Einblick geben uns die Verse in Römer 8,38–39:
„Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“
Die Aufzählung, die wir hier lesen, beinhaltet alles nur irgend Denkbare, das dir begegnen könnte. Gottes Liebe steht über allem. Und damit über allem, was dir irgendwie in deinem Leben begegnen kann. Nichts, aber auch gar nichts, kann dich trennen von der Liebe Gottes! Auch nicht der Teufel, der darauf bedacht ist, dass du aus dem Schutz der Hand Gottes herausgehst. Falle nicht auf seine Tricks herein. Er will dir viele schlimme Dinge vor Augen führen und dir Angst einjagen. Angst ist seine Waffe: Angst vor der Zukunft, Angst in allen Lebensbereichen. Diese Angst kann uns lähmen. Wir fühlen uns wie festgenagelt und kommen nicht weiter. Lass dich nicht beeindrucken und nicht einschüchtern. Nichts kann dich aus Gottes Hand reißen und nichts kann dich von seiner Liebe scheiden.
Bleibe in Gottes Hand geborgen. Lass Jesus den Anker sein in deinem Leben. Horche auf die Stimme des guten Hirten, der dich führen will. Berge dich in seiner Ruhe und seinem Frieden. Und stelle der Furcht die Liebe Gottes entgegen. Niemand anderes als du selber kann dich aus Gottes Hand reißen. Du bist immer in seiner Hand geborgen, egal was kommt. Vertraust du dich Gottes liebender Hand an?
Isolde Müller, Leiterin Missionswerk Karlsruhe
Wie ein Keil will Gottes Wort tiefer und tiefer in unser Herz dringen und jede Blockade, jeden Unglauben, jedes falsche Denken sprengen.
Was immer wir tun: Wir wünschen uns, mit unserem Handeln auch eine entsprechende Wirkung zu erzielen. Wer in der Küche steht und backt, möchte dass der Hefeteig oder Biskuit schön aufgeht. Wer sein Auto getankt hat und aufs Gaspedal tritt, will gern, dass es den Kraftstoff in Bewegungsenergie umwandelt. Und wer seine Pflanzen mit Nährstoffen versorgen will, der wird nicht irgendein Mittel einsetzen, sondern nach genau dem richtigen Substrat Ausschau halten, das die gewünschte Wirkung hervorbringt.
Gottes Wort – schärfer als ein Schwert
Die Energie und Wirkung, die das Wort Gottes entfalten kann, ist mächtig. Es kann Leben verändern, zur Umkehr rufen und innerlich Wunden heilen. Gottes Wort ist präzise und trifft tief in Mark und Bein:
„Gottes Wort ist voller Leben und Kraft. Es ist schärfer als die Klinge eines beidseitig geschliffenen Schwertes, dringt es doch bis in unser Innerstes, bis in unsere Seele und unseren Geist, und trifft uns tief in Mark und Bein. Dieses Wort ist ein unbestechlicher Richter über die Gedanken und geheimsten Wünsche unseres Herzens.“ Hebräer 4,12
Ganz präzise erreicht es die Punkte in uns, die Gott verändern und ihm ähnlicher machen möchte. Ich habe eine Reihe von Köchen kennengelernt, die stets ihre eigene Tasche mit scharfen und teuren Messern mitgebracht haben, wenn sie bei einem Gemeinschaftsprojekt gebeten wurden, mitzuhelfen. Sie wollten nicht mit stumpfen Geräten arbeiten, sondern wussten, mit ihren eigenen scharfen Messern können sie die gewünschte Wirkung entfalten.
So mühelos dringt Gottes Wort in unser Inneres und legt unsere Motive und Wünsche frei, damit Gott uns heilen und tiefer in die Wahrheit führen kann.
Auf Baustellen müssen manchmal riesige Steinblöcke gespalten werden. Wer zum ersten Mal miterlebt, wie jemand einen massiven Gesteinsquader nur mit Hammer und Meißel spaltet, kommt aus dem Staunen nicht heraus: Ein kleiner Stahlkeil, auf den mit dem Hammer geschlagen wird, entfaltet eine enorme Kraft. Es wird mit dem Hammer nicht einfach flach auf einen Felsen gehauen, sonst springt dieser womöglich einfach nur unkontrolliert zurück. Durch gezielte Schläge auf präzise angeordnete Keile wird eine Kraft wirksam, die selbst die größten Steinblöcke beeindruckend spaltet.
Jeremia spricht über Wirkung von Gottes Wort:
„Mein Wort ist wie Feuer und wie ein Hammer, der Felsen in Stücke schlägt!“ Jeremia 23,29
Die Bibel, als das Wort Gottes, ist nicht nur ein Buch, das man lesen sollte, sondern es ist mächtig. Es ist in der Lage, eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Wie in einem Hammer, in einer Lampe oder in einem Schwert eine Wirksamkeit enthalten ist, so kann Gottes Wort geradezu unbeschreiblich Großes bewirken, wenn es praktisch eingesetzt wird.
Es genügt nicht den Hammer anzuschauen, über das Design der Lampe zu philosophieren oder die Eleganz eines Schwertes zu bestaunen: Diese Gegenstände müssen ganz praktisch genutzt werden. Nur wer den Hammer in die Hand nimmt, das Licht anschaltet oder das Schwert ergreift, wird erleben, wie sie ihr Potenzial entfalten.
Bibellesepläne nutzen
In den vergangenen Monaten haben wir als Missionswerk verschiedene Bibellesepläne veröffentlicht, die das Potenzial und die Kraft von Gottes Wort mächtig entfalten. Genau wie die kleinen Stahlkeile, die zum Sprengen eines großen Steinblocks verwendet werden, so werden in kleinen – fast unscheinbaren – täglichen Einheiten, die Wahrheiten von Gottes Wort tiefer und tiefer in das Herz dringen und jede Blockade, jeden Unglauben, jedes falsche Denken sprengen.
Ein Bibelleseplan des Missionswerks ist so aufgebaut, dass zunächst unser Blick auf die Größe Gottes fokussiert wird. Danach werden seine Absicht und die Verheißungen, die Gott für unser Leben zur Verfügung stellt, betrachtet. Paulus erklärt seinem geistlichen Sohn Timotheus, wie Gottes Wort – die Bibel – lehrt, trainiert, Erkenntnis vermittelt und Klarheit bewirkt, sodass jeder Mensch, „der Gott gehört und ihm dient, allen seinen Aufgaben gewachsen und zu jedem guten Werk ausgerüstet ist“ (2. Timotheus 3,16-17).
Ist das nicht die Wirksamkeit, die wir uns von Herzen wünschen? Christen haben die Hoffnung, dass Gott sie ausrüstet. Durch seine Kraft werden sie allen Aufgaben gewachsen sein und ausgerüstet für jedes gute Werk.
Diese Worte sind absolut realistisch. Als Paulus Timotheus schrieb, ist er nicht ins Träumen verfallen und einer Illusion erlegen. Nein, er weiß um das Potenzial und die Wirksamkeit von Gottes Wort und er appelliert an Timotheus, Menschen den richtigen Gebrauch von Gottes Wort zu vermitteln.
Stufenweise Kraft erleben
Ein Bibelleseplan des Missionswerks kann auf drei verschiedenen Weisen seine Kraft entfalten: auf den Stufen einfach, verstärkt und unbeschränkt. Ich habe dabei einen Akkuschrauber vor Augen, dessen Drehmoment entsprechend dosiert und geregelt werden kann von einfach über hydraulisch verstärkt bis hin zur Nutzung der Maximalkraft.
Es ist ganz einfach, hier über die Webseite das Thema von einem Plan auszuwählen. Jeder kann einen Plan zu dem Thema, das ihn bewegt, ganz alleine lesen und so im Glauben wachsen. Das ist die einfache Nutzung.
Diese Wirkung kann um ein Vielfaches gesteigert werden. Eine Funktion in der Bibelapp „YouVersion“ erlaubt es, den Plan gemeinsam mit anderen zu lesen, sich durch gegenseitige Ermutigungen zu bereichern und die eigenen gewonnenen Einblicke zu multiplizieren.
Das Ziel eines Bibelleseplans ist die praktische Anwendung im Alltag. Jesus sagt uns:
„Wer nun auf das hört, was ich gesagt habe und danach handelt, der ist klug.“ Matthäus 7,24
In der Gruppe kann man seine Erkenntnis teilen, eine Frage stellen, sein Vorhaben proklamieren und um unterstützendes Gebet bitten. Das gemeinsame Lesen eines Planes wäre die verstärkte Stufe und ermöglicht echte geistliche Gemeinschaft.
Die dritte Stufe und die unbeschränkte Kraftentfaltung malt Paulus seinem geistlichen Sohn Timotheus wie folgt vor die Augen:
„Was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das gib an zuverlässige Christen weiter, die wiederum fähig sind, andere im Glauben zu unterweisen.“ 2. Timotheus 2,2
Wenn wir nicht nur von Gottes Wort lernen, sondern andere lehren, dann werden wir das Potenzial von Gottes Wort nicht nur in unserem Leben freisetzen, sondern es wird sich multiplizieren und wie eine Lawine ausbreiten.
Oft fehlen uns die Worte, wenn wir jemanden ermutigen und aufrichten möchten. Gemeinsam einen Bibelleseplan durchzuarbeiten, ist eine wunderbare Möglichkeit, einen Menschen in seinem geistlichen Vorwärtskommen zu begleiten, damit sein Leben wieder mit Freude gefüllt wird. Eine niedergeschlagene Person kann neu ihre
Wurzeln in die Wahrheiten Gottes schlagen und wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist, kraftvoll wachsen und Frucht tragen. Nutze die Bibellesepläne für dein persönliches Leben, um andere zu ermutigen und um andere in ihrem geistlichen Wachstum zu begleiten.
Thomas InhoffZu den Lesepl
In den Sommerferien wurde unser 53. Kindergartenprojekt in Jerusalem fertig und ist auch schon in Betrieb. Die Kinder konnten jetzt schon einige Wochen lang ihre neue Umgebung genießen.
Der Kindergarten ist wieder so richtig schön geworden. Die Verantwortlichen der Stadt Jerusalem und die Architekten investieren so viel Liebe ins Detail, wie wir es noch nirgends vorgefunden haben. Qualität und Sicherheit stehen an oberster Stelle. So ist garantiert, dass auch dieser Kindergarten den Kindern sehr lange dienen wird. Es ist jedes Mal eine sehr große Investition, für die wir allen Spendern von Herzen danken möchten.
- Wir erfüllen den biblischen Auftrag, Israel zu unterstützen.
- Das Projekt hilft durch Bildung in diesem sozial schwachen Stadtteil.
- Es verbessert unmittelbar die Gesundheit der Kinder und Mitarbeiter, zum Beispiel weil der Lärmpegel dank Lärmschutzelementen verringert wurde und die angenehme Raumgestaltung für Entspannung sorgt.
- Wir helfen mit, das soziale Umfeld von Jerusalem zu verbessern.
Wir sehnen uns so sehr, nach Israel reisen zu dürfen, um diesen Kindergarten noch offiziell einzuweihen.
Auch die Arbeiten für unser 54. Projekt sind schon angelaufen. Einweihung soll im Herbst 2021 sein. Die meisten Israel-Touristen sehen nur die heiligen Stätten und haben kaum Einblick in die Armut und die sozialen Brennpunkte des Landes. Und obwohl die Stadt Jerusalem als „goldene Stadt“ weltbekannt ist, bleibt sie noch immer die ärmste Stadt in Israel. Es ist uns ein Vorrecht, mit unseren Spendern an einem positiven Einfluss in der Heiligen Stadt beteiligt zu sein!
Daniel und Isolde Müller
Beteiligst du dich mit? Wir freuen uns, wenn du unsere soziale und missionarische Arbeit in Israel mit deiner Online-Spende unterstützt. Vielen Dank!
Schon seit vielen Jahren unterstützen wir das „House of Victory“ (auf Deutsch: „Haus des Sieges”) mit seiner Reha für Drogenkranke in Israel. Es liegt auf dem Berg Karmel in der Stadt Haifa und war Israels erstes biblisch orientiertes Reha-Centrum.
„Die Armen holt er aus der Not, die Hilflosen heraus aus ihrem Elend; er lässt sie aufsteigen in den Kreis der Angesehenen und gibt ihnen einen Ehrenplatz.“ 1.Samuel 2,8
Schau dir dieses Video an und bekomme einen Eindruck davon, welche Freude wir mithilfe deiner Spende bereiten können.
In diesem Jahr haben wir sämtliche Sofas für den Aufenthaltsraum gespendet. Die alten waren schon über 26 Jahre alt und mussten dringend erneuert werden – so wie vieles andere im „House of Victory” auch. Dafür wollen wir bis Weihnachten die nötigen Gelder auf den Berg Karmel schicken. Wenn du mit uns diese Arbeit unterstützen willst, freuen wir uns über deine Gebete für die Drogenpatienten und über Spenden. Vielen Dank!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk
Der Herbst ist da. Der Wind wird kühler, die Blätter fallen und an den Bäumen strahlt das Laub in den prächtigsten Farben. Wer darauf achtet, kann in den Parks und Wäldern jedes Jahr dasselbe Phänomen beobachten: Nicht alle Bäume werfen gleichzeitig ihre Blätter ab. Während die einen Arten schon gelbe oder rote Blätter haben, sind andere noch grün und wieder andere schon fast kahl. Nadelbäume behalten sogar den ganzen Winter ihr Grün. Nur weil die Laubbäume sich färben, tun die Nadelbäume das noch lange nicht. Ihre Nadeln werfen sie nicht ab.
„Seid nicht gleichförmig dieser Welt“, lesen wir in Römer 12,2. Andere Übersetzungen formulieren:
„Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an.“
So wie Tannen und Fichten nicht den Laubbäumen nacheifern, sondern ihr grünes Nadelkleid behalten, sollen wir uns nicht am Verhalten und den Gewohnheiten der Welt orientieren, sondern unser Denken neu ausrichten lassen: „Werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes“, heißt es weiter, „dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ Erneuerung des Sinnes heißt, eine Kehrtwende machen. Als Christen sollten wir anders sein als die Menschen, die Jesus nicht kennen. Unser Herz soll verändert werden, damit wir beurteilen können, was Gottes Wille ist.
Ein ganzer Baum
So wie eine Buche oder Birke im Herbst nicht nur einen Teil ihrer Blätter abwerfen kann, können wir nicht ein bisschen Christ sein. Es gibt keine halben Christen. Entweder – oder. Manche versuchen, auf beiden Seiten zu leben: Gott zu gefallen und gleichzeitig auch den Menschen. Paulus schreibt jedoch an die Galater: „Rede ich den Menschen nach dem Munde, oder geht es mir darum, Gott zu gefallen? Erwarte ich, dass die Menschen mir Beifall klatschen? Dann würde ich nicht länger Christus dienen“ (Galater 1,10). Paulus weist hier darauf hin, dass wir nicht „zweigleisig“ leben können. Entweder sind wir auf Zustimmung der Menschen aus oder wir leben nach Gottes Gefallen. Menschengefälligkeit ist eine Festlegung für Kompromisse. Man macht mit, weil man nicht Nein sagen will, oder reiht sich ein in zweifelhaftes Tun, weil man nicht auffallen will.
Menschengefälligkeit ist auf die Frage ausgerichtet: Was denken andere über mich? Bin ich gut angesehen? Dabei geht es doch gar nicht darum, was andere denken könnten. Meist denken sie ohnehin nicht das, was wir meinen. Als Christen geht es uns um den, der unser Innerstes kennt. Paulus schreibt:
„Wir reden nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft.“ – 1. Thessalonicher 2,3
Wir alle erleben Situationen, in denen wir uns entscheiden müssen, ob wir aufrichtig sind, ob wir zu Jesus stehen oder ob wir etwas sagen oder tun, um Menschen zu gefallen. Wenn alle schlecht über eine Nachbarin reden und sie meiden, sind wir aufgefordert, sie zu lieben. Wenn Freunde bei Steuern oder Handwerkern tricksen, sollen wir dennoch ehrlich bleiben. Wenn andere uns auffordern, mit ihnen die Unwahrheit zu sagen, können wir nicht mitmachen, denn die Lüge passt nicht zu Jesus. Hänge deine Fahne nicht nach dem Wind, sondern lebe in Aufrichtigkeit. Steh zu dem, was du entschieden hast: ein Kind Gottes zu sein, ohne Kompromisse.
Ehre bei Gott
Johannes berichtet in seinem Evangelium darüber, dass sogar einige der jüdischen Führungspersönlichkeiten begannen, an ihn zu glauben. Sie scheuten sich aber, es zuzugeben und wollten sich nicht öffentlich zu Jesus bekennen. Der Grund war ihre Menschengefälligkeit. Sie fürchteten sich vor den Pharisäern. Johannes beschreibt ihre Einstellung kurz und knapp: „Sie liebten die Ehre bei den Menschen mehr als die Ehre bei Gott“ (Johannes 12,43). Ihr Ansehen und ihre Anerkennung bei Menschen waren ihnen wichtiger als ihr Glaube an Jesus.
Was lieben wir mehr: die Ehre bei Gott oder die Ehre von Menschen? Diese führenden Männer erkannten zwar, dass Jesus derjenige war, für den er sich ausgab, aber sie hatten Angst vor Menschen. Sie hatten Angst, dass sich ihr Leben verändern würde und ihnen nicht mehr die Ehre erwiesen wurde, die sie als hochgestellte Persönlichkeiten bekamen. Sie hatten Menschenfurcht. Wenn wir Angst haben, was Menschen über uns denken oder sagen, werden wir menschengefällig.
Dasselbe Problem wird uns in 1. Samuel 15 von König Saul berichtet. Die Meinung des Volkes war ihm wichtiger als Gottes Gebote und immer waren die anderen schuld. Saul hatte sich einige Male über das hinweggesetzt, was Gott durch ihm durch den Propheten Samuel gesagt hatte. Als Samuel ihm seinen Ungehorsam vorhält, reagiert Saul erst einmal einsichtig und bekennt: „Ich habe gesündigt und dem Befehl des Herrn nicht befolgt.“ Und er nennt auch den Grund dafür: „Ich hatte Angst vor dem Volk und tat, was es verlangte.“
Was Menschen sagten, war ihm wichtiger gewesen als Gott. Samuel erklärt ihm, dass ihm das Königtum deshalb genommen werde. Wieder zeigt Saul sich einsichtig und sagt: „Du hast Recht, ich habe mich schuldig gemacht.“ Doch so schnell gibt er seine Menschengefälligkeit nicht auf, sondern bittet Samuel: „Bitte erweise mir vor den Ältesten meines Volkes und vor ganz Israel die gebührende Ehre!“
Saul erfährt gerade, dass ihm das Königtum genommen wird und das Erste, wonach er verlangt, ist Ehre von Menschen! Wie wichtig war ihm offenbar die Anerkennung und wie unwichtig war ihm Gott. Er macht gerade so weiter, als wäre nichts geschehen. Er verlangt von Samuel, dass er ihm vor den Ältesten und dem Volk Achtung erweise. Dann will er zum Altar gehen und Gott anbeten. Zu Samuel sagt er: „Komm mit mir, damit ich den Herrn, deinen Gott anbete.“ Es war nun „dein“ Gott, nicht mehr „sein“ Gott.
Die Ehre von Menschen stand für ihn vor Gott und er missachtete Gottes Willen. Wir wissen, wie die Geschichte Saul endete: David wurde sein Nachfolger auf dem Thron – ein Mann nach dem Herzen Gottes! Für ihn stand Gott an erster Stelle. David hat auch Fehler gemacht, doch er hat Gott geehrt und seine Fehler bereut und Gott um Vergebung gebeten. Saul hat Menschenehre gesucht und menschengefällig gelebt.
Ein ungeteiltes Herz
Wir sind aufgerufen, Gottes Ehre zu suchen und nach seinem Gefallen zu leben – in unseren Worten und in unseren Taten. Es genügt nicht, dass Saul am Altar nur Gott anbeten will, sein Handeln aber eine ganz andere Sprache spricht. Gott wünscht sich, dass wir ihm mit unseren Worten, aber auch mit unseren Entscheidungen und unserem Tun die Ehre geben. In Jesaja 29,13 lesen wir: „So spricht der Herr: Dieses Volk gibt vor, mich zu ehren – doch sie tun es nur mit den Lippen, mit dem Herzen sind sie nicht dabei.“ Hier lesen wir, worauf es Gott ankommt: auf unsere Herzenshaltung! Gott lässt sich nicht von unseren Worten beeindrucken oder wenn wir nur so tun als ob.
„Unser Lebensstil spricht mehr als tausend Worte.“
Und noch etwas verurteilt Gott in diesem Vers, wenn er den Israeliten vorwirft: „Ihre Frömmigkeit beruht nur auf Vorschriften, die Menschen aufgestellt haben.“ Unser Christsein sollte nicht aus selbstgemachten Anordnungen bestehen. Vielleicht will dir jemand einreden, dass du ein schlechter Christ bist, wenn du irgendwelche Vorschriften nicht einhältst. Das ist überhaupt nicht das, was Gott für uns will. Er will, dass wir Freude haben an ihm und an unserem Leben. Er will an unserem Leben teilhaben und nicht ausgeklammert sein während der Woche oder in bestimmten Teilen unseres Lebens. Er möchte, dass wir ihn von Herzen ehren mit dem, was wir sonntags und im Alltag tun und sagen.
Ein Zitat besagt: „Predige das Evangelium zu jeder Zeit und wenn nötig, benutze Worte.“ Das ist eine tiefgründige Aussage, die sehr wahr ist. Wie wir uns verhalten, ist eine Predigt für unsere Mitmenschen. Unser Lebensstil spricht mehr als tausend Worte. Lebe dein Leben so, dass man Jesus in dir sieht!
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe
Im großen Spiel auf dieser Erde scheint Manipulation in vielen Ländern zur normalen Spielregel zu gehören: Wahlen werden manipuliert, Finanzen werden manipuliert und der Einfluss von Macht wird manipuliert. Bei so viel Manipulation haben wir immer weniger Überblick und fehlender Überblick schürt die Angst.
In vielen Ländern sind Schuld und Schande populärer als die Wahrheit. Wir sehen weltweit, dass es manchen Herrschern wichtiger ist, an die Macht zu kommen, als dem Volk zu dienen. Manche Regierungen verspielen für ihre Macht den inneren und äußeren Frieden.
Spiel mit
Das Spiel hat zwei Seiten. In welchem Team spielst du? Es braucht Leute, die nicht nach den manipulierten Regeln spielen. Bist du mit den Spielregeln des Himmels unterwegs? Viele Christen sondern sich von der Welt ab in ihre Überlebensecke oder hängen sogar Verschwörungstheorien an. Wir sind aber gerade jetzt aufgerufen, in Licht in die Dunkelheit zu bringen. Gott wird nicht überall Scheinwerfer mit einem christlichen Symbol aufstellen. Du selbst bist der Scheinwerfer in dieser dunklen Zeit! Die Spielregeln gelten nicht nur für die eigenen Leute. Gott sieht und liebt alle Menschen. Hier sind ein paar Fragen, mit denen du dir Gottes Spielregeln bewusst machen kannst:
- Ist dir bewusst, dass jeder Spieler auf dieser Erde Erlösung braucht?
- Lebst du Vergebung gegenüber jedem?
- Bemühst du dich um Wertschätzung für alle?
- Betest du um Erneuerung für Menschen?
- Verurteilst du das Spiel, nicht aber die Menschen?
- Liebst du jeden Menschen, nicht aber den vernichtenden Geist, der in ihm lebt?
Du bist geschaffen für diese Zeit! Tritt in Kontakt mit Menschen, die auf Distanz und in Angst leben. Es ist zurzeit so einfach, mit fremden Menschen liebe Worte zu wechseln und ihnen Wertschätzung entgegenzubringen. Bringe die Spielregeln des Königreichs ins Spiel dieser Welt.
Präge dein Umfeld
In der Ferienzeit besuchten Isolde und ich ein Geschäft, um Ausstattung für das Missionswerk zu bestellen. Die Frau, die uns bediente, sagte zu uns: „Ich bin Atheistin, ich brauche keine Religion. Es geht mir auch ohne gut. Aber was Sie im Missionszentrum machen, interessiert mich. Ich muss unbedingt mal einen Gottesdienst miterleben!“ Es ist heute leichter als zuvor, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und auch über Glaubensfragen zu reden.
Ebenfalls in unserem Urlaub erlebten wir eine Begebenheit mit einem Porschefahrer. Sein Wagen nahm auf unserem Parkplatz, der zur Ferienwohnung gehörte, anderthalb Parkplätze ein. Wir klingelten an einer Tür und fragten den Herrn, der öffnete, ob ihm der Porsche gehöre. Er meinte: „Zum Glück nicht!“ Er fahre einen Fiesta. Er sei aber dankbar, dass wir ihn nicht zornig angefahren hätten. „Es tut so gut, einmal mit netten Menschen zu reden“, sagte er. „Die gibt es kaum noch.“ Als wir zwei Türen weiter den Porschebesitzer antrafen und ihn baten, den Parkplatz zu wechseln, verfolgte der Fiestafahrer das Gespräch an der offenen Tür, um mitzuerleben, was passieren würde. Als wir auf dem Rückweg zum Treppenhaus waren, sprach er uns wieder an und sagte: „Wow, der macht das wirklich! Dem ist sonst alles egal.“ Und so hatten wir noch ein schönes Gespräch.
Bei solchen Unterhaltungen kommt oft die Frage, was wir beruflich machen. Dann erzählen wir vom Missionswerk und dass wir gerade in dieser Zeit mit unserer Sendung HOFFNUNG UM 12 Gottes Wirken erleben. Die Reaktionen sind durchweg positiv. Den Menschen, die das ganze Jahr Angst und Furcht erlebt haben, tut unsere Freundlichkeit und Wertschätzung gut. So können wir als Spieler aus Gottes Team nach seinen Regeln der Liebe unsere Welt prägen. Du bist in diesem Spiel und auf dieser Welt, aber dein Anker liegt im Allerheiligsten! Bring das Königreich ins Spiel. Bring die himmlischen Spielregeln in diese Welt.
Segne die Regierenden
Lasst uns auch beten für die Regierenden dieser Erde, die uns nicht gefallen oder in unseren Augen das Falsche tun. Das ist klar unser biblischer Auftrag. Wenn wir für sie beten, heißt das nicht, dass wir ihr Handeln gut und richtig finden. Aus menschlicher Perspektive können wir ohnehin nicht beurteilen, welche Herrscher Gott zu welcher Tat gebrauchen möchte. Wir sehen es auch in der Bibel, dass Gott die unmöglichsten Konstellationen für die Erfüllung seines Planes gebraucht hat.
In diesem Zusammenhang kam mir mein Namenskollege Daniel aus dem Alten Testament in den Sinn. In Daniel 1 lesen wir, dass Gott seinen damaligen Gegner – Nebukadnezar – gebrauchte. Als dieser drei weise Menschen suchte, war Daniel einer von denen, die er an seinen Tisch holte. Daniel wollte die angebotenen Speisen nicht essen, weil sie nach jüdischem Gesetz unrein waren, und bat um Gemüse. Nach zehn Tagen ging es ihm sogar besser als denen, die am Königstisch aßen. Schließlich wurde er zum besonderen Segen für den König, denn Gott zeigte ihm die Antworten, die er dem König weitergeben sollte (wenn du die Geschichte nicht kennst, lies sie einmal nach in Daniel 1,1-20).
Daniel brachte Gottes Reich an den Tisch des Königs. Im übertragenen Sinne sitzen wir heute in dieser Welt auch an einem Tisch, an dem es Essen gibt, das nicht gut für uns ist. Machen wir es wie Daniel und ernähren uns aus himmlischer Quelle!
Lasst uns durch unser Gebet und göttliche Weisheit zum Segen für die Regierenden und unser Land werden.
Lass die Schlangen
Überlassen wir Gott das Urteilen über das, was Regierungen und Verantwortliche tun, und beten wir für sie. Es liegt nicht an uns, Menschen und Regierungen zu verurteilen.
Gott hat Mose und Aaron beauftragt, den Pharao aufzufordern, die Israeliten aus seinem Land ziehen zu lassen. Wie befohlen nahmen sie ihren Stab mit. Aaron warf seinen Stab vor dem Pharao zu Boden und sofort wurde dieser zur Schlange. Die Zauberer des Pharao taten dasselbe und jeder Stab verwandelte sich in eine Schlange. So waren viele Schlangen da. Wir wissen, dass Aarons Schlange alle anderen auffraß (2. Mose 7,1-12). Aber konnten Mose und Aaron vorher wissen, welche Schlange von Gott war und welche vom Feind?
Und heute? Hast du den völligen Durchblick, welche Schlange die gute und welche die schlechte ist? Überlasse Gott das Urteil und bete für die Herrschenden. Bete auch für diejenigen, die dich ärgern oder dir wehtun. Durch deine Gebete bringst du die Veränderung vom Kreuz in das Spiel dieser Welt!
Der Teufel will dich gern in Beschlag nehmen und dazu bringen, dich damit zu beschäftigen, was die Schlangen tun. Er sieht es gern, wenn du deine Zeit und Gedanken von Verschwörungstheorien einnehmen lässt. So kann er dir Autorität und Kraft rauben. Beschäftige dich einfach nicht mit den Schlangen. Überlass sie Gott. Beschäftige dich mit Gottes Kraft, denn sie bleibt in jedem Spiel unvermindert.
In Matthäus 28,18 und 19 heißt es:
„Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach: ‚Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden.’“
Weil er die Autorität hat, hast du sie auch! Wie du dich fühlst, sagt nicht, wer du bist. Kennst du deine Identität? Wird durch dich für jeden das Himmelreich (nicht die Religiosität) auf dieser Erde sichtbar?
Gib Liebe weiter
Was ist das Gegenteil von Angst und Furcht? Ist es der Glaube, die Freude oder der Friede? Es ist die LIEBE!
„Es gibt keine Angst in der Liebe; sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Angst.“ – 1. Johannes 4,18
Das himmlische Team spielt gegenüber jedem nach den Spielregeln
- der Liebe,
- der Wiederherstellung,
- der Heilung,
- der Erlösung,
- der Vergebung und
- der Wertschätzung.
Gott ist mit uns in diesem Spiel. Tritt mit ihm auf der richtigen Seite an. Spiel nicht bloß im Überlebensmodus, sondern im himmlischen Modus. Du bist ein großes Werkzeug in der Hand des lebendigen Gottes, wenn du die Ausstrahlung des Himmels in deinen Alltag bringst.
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Gerade in den Sommermonaten musste ich meine Pflanzen zu Hause regelmäßig düngen. Sie brauchen Nährstoffe wie Mineralien und Stickstoff, damit sie lebendig bleiben und wachsen und Blüten treiben. Manchmal wünschten wir uns einen solchen Dünger auch für unser geistliches Leben, damit die Freude wächst und blüht. Denn nicht jeden Tag ist uns zum Freuen zumute. Du denkst vielleicht: Worüber soll ich mich freuen? Es geht mir schlecht, ich habe Probleme und alles läuft schief. Die Freude, an die du dabei denkst, entsteht aus unseren Umständen und unseren Emotionen. Mal freuen wir uns, mal sind wir betrübt – je nachdem, was uns gerade begegnet.
In der Bibel lesen wir von einer anderen Freude: „Lasst den Mut nicht sinken“, heißt es in Nehemia 8,10, „denn die Freude am Herrn gibt euch Kraft!“ Das ist nicht die Freude an dem, was du besitzt oder die Freude, wenn’s dir gut geht. Diese Freude ist keine momentane Gefühlswallung, die im nächsten Moment wieder weg ist. Sie lässt sich in unserem Herzen nieder und bleibt! Egal, wie deine äußeren Umstände sind – diese Freude bleibt in deinem Herzen.
Gottes Wort düngt
Die Freude zählt zur „Frucht des Geistes“. Und Früchte müssen wachsen. Wer jetzt im Frühherbst einen Apfelbaum oder Himbeerstrauch pflanzt, gibt am besten reifen Kompost als Dünger hinzu. Für unsere Freude ist der beste Dünger das Evangelium – die „frohe Botschaft“! In Johannes 15,11 erklärt Jesus seinen Jüngern:
„Das alles sage ich euch, damit meine Freude euch ganz erfüllt und eure Freude dadurch vollkommen wird.“
Was Jesus sagt und lehrt, führt zur Freude. Wenn wir das Wort Gottes aufnehmen, kommt Freude in unser Leben und es verändert uns. Wir sehen viele Dinge mit anderen Augen. Kürzlich kaufte ich Dünger für unsere Pflanzen. Auf der Packung war zu lesen: „Sofort wirksamer Volldünger“. Die Bibel zu lesen, in Gottes Wort einzutauchen, ist ein solcher „sofort wirksamer Volldünger“ für unser geistliches Leben!
Kein Wunder, dass der Teufel so sehr darauf bedacht ist, uns das Wort zu stehlen. Er will uns immer abhalten, die Bibel zu lesen, in den Gottesdienst zu gehen oder uns Zeit für das Gebet zu nehmen. Zu gern flüstert er uns ein: „Du hast keine Zeit dafür!“ Sobald Gottes Wort in unserem Leben wurzelt, sind wir eine Gefahr für ihn.
Jesus erzählt einmal das Gleichnis vom Sämann, der Saat auf seinen Acker streut, die auf vier verschiedene Arten von Boden fällt – so wie Gottes Wort in das Herz von Menschen. Bei manchen Menschen „kommt der Teufel und reißt die Saat aus ihrem Herzen“, erklärt Jesus. Was ist in dein Herz gesät? Lass dir diese Freude nicht rauben! Andere Körner fallen auf felsigen Boden, wo sie nicht anwachsen können, so wie das Wort Gottes bei manchen Menschen:
„Ihr Glaube hat keine starken Wurzeln und deshalb keinen Bestand. Wenn solche Menschen wegen ihres Glaubens in Schwierigkeiten geraten oder gar verfolgt werden, wenden sie sich gleich wieder davon ab“ (Matthäus 13,18 – 23).
Gottes Botschaft der Freude muss in unserem geistlichen Leben wurzeln, damit die Freude wachsen kann. Wenn wir keine Wurzeln entwickeln, verlieren wir die Freude immer wieder – und das macht das Platz für Verdruss. Wir brauchen diesen „Freudendünger“ in Form von Gottes Wort jeden Tag, sonst kann in unserem Leben nichts blühen. Eine Hilfe dafür ist zum Beispiel unser Bibelleseplan „Lebe voller Freude“, den du unter YouVersion im Internet oder in der Youversion-App finden kannst. Such bei „Leseplänen“ einfach nach „Missionswerk“.
In Schwierigkeiten
Paulus schreibt im Thessalonicherbrief: Ihr habt „das Wort trotz viel Bedrängnis mit Freude des Heiligen Geistes aufgenommen, so dass ihr (...) zu Vorbildern geworden seid“ (1. Thessalonicher 1,6-7). Trotz Verfolgung konnte Gottes Botschaft im Leben der Thessalonicher wurzeln – weil sie die „Freude des Heiligen Geistes“ hatten. Wir lesen hier, dass wir in Bedrängnis die Freude nicht verlieren, sondern im Gegenteil, sie wird stark dadurch. Deshalb schreibt Jakobus, dass Anfechtungen sogar Anlass zur Freude sein können:
„Nehmt es als Grund zur Freude, zur reinsten Freude, wenn ihr in vielfältiger Weise auf die Probe gestellt werdet. Denn ihr wisst: Wenn euer Glaube erprobt wird, führt euch das zur Standhaftigkeit“ (Jakobus 1,2).
Jakobus hat erkannt, dass wir uns sogar in der Prüfung und Anfechtung freuen können, weil wir Lösungen bekommen, weil wir im Glauben wachsen und uns verändern und unsere Freude dadurch vollkommen wird.
Der Prophet Jeremia hat die gleiche Erfahrung gemacht. Jeremia steckte in Schwierigkeiten. In Jeremia 15 lesen wir, wie er sich bitterlich bei Gott beklagt: „Warum hat meine Mutter mich geboren? Wohin ich auch komme, überall feinden sie mich an und setzen mir zu.“ Dann stöhnt er: “Du weißt alles, Herr; denk an mich und hilf mir und räche mich an meinen Verfolgern! Hab nicht so lange Geduld mit ihnen, sonst gehe ich noch zugrunde! Du weißt doch, dass sie mich deinetwegen beschimpfen.“
Hast du so etwas auch schon gedacht? Herr, denk an mich, räche mich. Ich habe doch von dir erzählt und dich bezeugt! Doch im nächsten Vers bekennt Jeremia:
„Dein Wort ward meine Speise, sooft ich’s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost.“
Er besinnt sich und erkennt die Wahrheit: Gottes Worte waren seine Nahrung und haben sein Herz mit Glück und Freude erfüllt. Doch obwohl er diese Erkenntnis und Einsicht hat, obwohl ihn Gottes Worte schon oft mit Freude erfüllt haben, tut Jeremia das, was wir oft auch tun: Er hadert weiterhin mit Gott: „Warum nimmt mein Leiden kein Ende? Warum will meine Wunde nicht heilen? Ich setze meine ganze Hoffnung auf dich; aber du lässt mich im Stich.“
Jeremia wirft Gott vor, dass er ihn allein mit seinen Problemen lässt, obwohl er doch seine Hoffnung auf ihn setzt. Vielleicht denkst du: Genauso ist es! Doch sehen wir uns an, was Jeremia in dieser Situation erlebte: „Da sagte der Herr zu mir: ‚Wenn du zu mir umkehrst, nehme ich dich wieder an, und du sollst wieder mein Diener sein. Wenn du nicht mehr solchen Unsinn redest, sondern deine Worte abwägst, dann darfst du mein Mund sein. (...) Denn ich stehe dir zur Seite, ich schütze dich, ich, der Herr.’“
Gott erklärt Jeremia, dass sein Denken total verkehrt ist und er umdenken muss. Jeremia spricht im Unglauben und Gott ermahnt ihn. Er sagt zu ihm: Wenn du nicht mehr solchen Unsinn redest, sondern deine Worte abwägst, darfst du weiterhin Prophet sein – oder mit anderen Worten: Wenn du nicht im Unglauben redest, sondern dir überlegst, was du sagst, dann kann ich dich gebrauchen. Manchmal ist es auch bei uns so, dass Gott sagen würde: Rede keinen Unsinn, überleg dir, was du sagst und rede nicht im Unglauben.
Jeremia wurde ungeduldig in seinen Schwierigkeiten. Die Zeit des Wartens war ihm zu lang. Er haderte mit Gott. Lass dich nicht von deinen Gefühlen beeinflussen und von deiner Seele überrumpeln. Das zieht dich herunter. Unglaube bringt Entmutigung. Gottes Zeitplan ist oft anders als unserer, doch Gottes Wort bringt Freude. Und Gottes Versprechen an Jeremia war das selbe, das er auch uns gibt: „Ich stehe dir zur Seite, ich schütze dich, ich, der Herr“ (Jeremia 15,20).
In Johannes 16,24 lesen wir:
„Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen sei.“
Die Freude in deinem Herzen ist wichtig. Bitte darum und lebe in der freudigen Gewissheit: „Der Herr hilft mir!“ Lass die Frucht der Freude in deinem Leben wachsen, indem du Gottes Wort in dir wurzeln lässt. Was in der Bibel steht, hat Gott dir versprochen, deshalb kann die Freude zu deinem Lebensstil werden. Mach deine Freude nicht von deinen Umstände abhängig, sondern gibt der Freude in deinem Herzen immer wieder Dünger, damit sie wächst und blüht. Nicht eine Freude, wie die Welt sie kennt – sondern eine dauerhafte Freude, die bleibt!
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe
Als unsere Kaffeemaschine defekt war, schaute ich bei YouTube, wie man sie richtig repariert. Man findet dort sehr viele Anleitungen dafür, wie man etwas richtig macht. Es gibt auch viele Predigten darüber, wie man als Christ richtig lebt. Alles gut. Aber es stellt sich die Frage: Machen wir nur alles richtig oder tun wir das Richtige?
Wir können richtig mit dem Handy telefonieren, während wir mit 150 km/h über die Autobahn brettern. Das Richtige aber wäre, das Handy wegzulegen und auf den Verkehr zu achten. Wir können richtig beten: „Herr, rette die Welt!“, ohne unseren griesgrämigen Nachbarn zu lieben, wertzuschätzen und ihm zu vergeben. Das aber wäre das Richtige. Das Gebet ist bibelkonform. Sind es unsere Taten auch?
Auch Paulus wusste, dass manches richtige Verhalten – selbst wenn es „geistlich“ ist – noch lange nicht das Richtige ist. Er schreibt in 1. Korinther 13,1:
„Wenn ich in den unterschiedlichsten Sprachen der Welt, ja, sogar in der Sprache der Engel reden kann, aber ich habe keine Liebe, so bin ich nur wie ein dröhnender Gong oder ein lärmendes Becken.“
Paulus betont hier: Weil Gott selbst Liebe ist (1. Johannes 4,8.16), ist die Liebe das Höchste und Richtige. Weil Gott uns seine Freunde nennt (Johannes 15,15), zählt die liebevolle Gemeinschaft mit ihm. Richtig religiös zu beten, ist nicht dasselbe wie liebevolle Gemeinschaft mit Gott zu haben. Das Richtige können wir aus dieser Beziehung mit Gott tun.
Wie in einer Ehe
Wenn wir unsere Beziehung zu Gott einmal mit einer Ehe vergleichen, entdecken wir schnell, worum es geht. Wir können ein halbes Jahr lang einen Ehe-Kurs unter dem Titel absolvieren: „Wie verhalte ich mich in der Ehe richtig?“ Wir können darüber nachdenken, wie wir uns richtig verlieben, richtig verloben, richtig die Hochzeitsfeier planen. Doch spannend wird es danach: Tun wir das Richtige in spontanen Herausforderungen? Es wäre absurd, wenn wir nur eine Liste befolgen: zweimal küssen pro Tag, dreimal sagen „ja, mein Schatz“. In einem Ehe-Kurs muss es darum gehen, eine intime Beziehung einzuüben. Ohne sie steigt auch das Begehren zu einem anderen Partner und zu Pornographie. Wenn die Beziehung stimmt, ruft die Sünde nicht. Viele Scheidungen wären kein Thema, wenn auch intime Beziehung gelebt würde.
Ähnliches gilt in der Beziehung mit Gott. Ohne eine intime Beziehung werden wir schnell untreu und suchen Hilfe, wo sie am nächsten ist oder verstricken uns in Sünde. Wenn wir dann in Notlagen geraten, gehen wir zu Gott und sagen: „Ich dachte, in der Bibel steht, du liebst mich.“ Das Problem entsteht, wenn wir mehr mit dem „Christsein“ beschäftigt sind als mit Christus. Tun wir das Richtige und leben in einer engen Beziehung zu Gott – oder befolgen wir nur richtige Regeln?
Beziehung statt Gesetz
Um Regeln ging es den Pharisäern, den gebildeten Schriftgelehrten in Jerusalem, die Religiosität vom Feinsten aus großer Überzeugung lebten. Zur gleichen Zeit war Jesus in der Stadt, der jedem sozusagen den direkten Draht zu Gott angeboten hat. Für Pharisäer gab es nur Gesetze und Strafe, keine Vergebung. Den, der Vergebung lehrte, haben sie bestraft. Pharisäer machten gesetzmäßig viel richtig, aber sie taten nicht das Richtige! Auch Saulus war Pharisäer und machte nach dem religiösen Gesetz alles richtig. Die Christen, die eine Beziehung zu Jesus hatten, verfolgte er. Erst nachdem Saulus Jesus begegnet war, lebte er mit ihm in Beziehung und tat das Richtige.
Im Alten Testament lesen wir von Hofni und Pinhas, den beiden Söhnen des Propheten Eli. Sie übernahmen von ihrem Vater den Priesterdienst in der Stadt Silo. Sie taten das, was ihr Vater ihnen gezeigt hatte. Es sah für das Volk religiös richtig aus. Aber sie hatten keine Beziehung zu dem, für den sie es taten. Sie bereicherten sich an dem Fleisch, das geopfert wurde. Ihr Dienst war für sie nur ein Job.
Die beiden Söhne Elis taten den Priesterdienst nie zur Ehre Gottes. Sie wollten keine Herzensbeziehung mit Gott. Sie begehrten den Segen – das Opferfleisch. Sie missbrauchten ihren Status. Priesterliche Tätigkeit ohne priesterliche Hingabe ist wertlos. Petrus ermuntert in seinem Brief stattdessen zu einer lebendigen Beziehung, die vom Heiligen Geist geprägt ist:
„Lasst auch ihr euch als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus aufbauen. Dann könnt ihr Gott als seine Priester dienen und ihm Opfer darbringen, die der Heilige Geist in eurem Leben gewirkt hat. Weil ihr zu Jesus Christus gehört, nimmt Gott diese Opfer an“ (1. Petrus 2,5).
Christsein bedeutet nicht, christliche Rituale richtig zu tun. Rituale haben keine Bedeutung in einer wahren Gemeinschaft mit Gott. Christsein bedeutet, eine lebendige Beziehung zu pflegen, in der wir uns der Bibel verantwortlich fühlen, statt nur traditionellen Gehorsam zu leisten. Wie sieht es in deiner Beziehung zu Gott aus?
Lebst du Beziehung oder bist du nur Christ?
Ich vermute, dass wir in eine Zeit hineinkommen, in der sich Christen, die nicht in einer engen Beziehung mit Gott leben, dem Lebensstil der Welt anpassen, weil sie nicht die Wahrheit kennen, die in der Beziehung gelebt wird. Sind beispielsweise derzeit die Verschwörungstheorien für dich interessanter als die Gemeinschaft mit Gott? Geistliche Untreue ist einfach, abwechslungsreich und zeitgemäß. Aber in dieser Zeit ist es die sanfte Verführung – die vom Ziel wegführt, nämlich dass Jesus gestorben ist, damit wir eine ewige Beziehung zum Vater leben können. Was für eine Gnade: Wir können uns immer und egal, wo wir sind, für diese wunderbare Beziehung entscheiden.
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Ich kann mich noch gut an den 28. Dezember 1987 erinnern. Als Auszubildender im Groß- und Außenhandel galt es am Jahresende, die Inventur durchzuführen. Doch an diesem Montag bat ich meinen Vorgesetzten, ob ich kurz zum Landratsamt gehen dürfe. Seit Wochen schon hatte ich den Tag herbeigesehnt, an dem ich endlich meinen Führerschein in Empfang nehmen durfte. Für mich bedeutete er Mobilität, Flexibilität – und Freiheit!
Bevollmächtigt
„Durch Christus sind wir frei geworden, damit wir als Befreite leben“. – Galater 5,1
Leben ohne Einschränkungen, das ist eine große Sehnsucht von uns. Äußere Rahmenbedingungen grenzen uns oft ein: Ob finanziell, gesundheitlich, räumlich und dergleichen mehr. Gottes Absicht ist es jedoch, dass wir trotz äußerer Einschränkungen in einen Modus hineinfinden, um als Befreite zu leben.
So wie ich meinen Führerschein abgeholt und damit die Berechtigung erhalten habe, mit dem Auto am Straßenverkehr teilzunehmen, so möchte Gott uns ein Mandat erteilen, das uns befähigt über unseren Umständen zu stehen, zu gestalten, Einfluss zu nehmen, zu herrschen und entgegen aller menschlichen Erfahrungen und Erwartungen Positives zu bewirken. Noch am gleichen Abend durfte ich mich hinter das Steuer setzen und die gesamte Familie zum Essen nach Frankreich befördern. Das Vertrauen, das mir mein Vater übertragen hat, als er mir den Schlüssel überreichte und mich aufforderte, auf dem Fahrersitz Platz zu nehmen, empfand ich wie einen Ritterschlag. Es ist Gottes Handlung an uns und für uns, die uns bevollmächtigt, als Befreite zu leben.
Verbunden
„Wenn ihr euch aber vom Geist Gottes führen lasst, dann steht ihr nicht mehr unter dem Gesetz, das euch diesem Widerspruch ausliefert.“ – Galater 5,18
In echter Freiheit zu leben bedeutet nicht, Alleingänge zu unternehmen und sich über alle Regeln hinwegzusetzen, sondern in einer versöhnten Verbundenheit eine neue Dimension zu erfahren. Um nochmals meinen Einstieg als Autofahrer aufzugreifen: Hätte ich mich eigenmächtig vor dem 18. Geburtstag über die gesetzlichen Regelungen hinweggesetzt und womöglich noch ohne Erlaubnis das Auto meines Vaters genommen, hätte ich einer Versuchung nachgegeben und die neue Freiheit verpasst. Erst durch die versöhnte Verbundenheit, sowohl mit dem Gesetz, als auch mit meinem Vater konnte ich selbst bevollmächtigt eine neue Autorität ergreifen. Jesus will uns durch seine Kraft bevollmächtigen in neue Dimensionen der Freiheit durchzudringen.
Freigesetzt
„Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ – Johannes 8,32
Wirkliche Freiheit können wir aus menschlicher Kraft nicht freisetzen. Es ist Gottes Angebot an uns, in eine andere Dimension einzutauchen. Die Bibel nennt es ein Leben im Geist. Es ist wie ein Leben auf dem Wasser, statt ein Leben an Land. Wer sich darauf einlässt und ins Wasser eintaucht, spürt, wie das Wasser trägt. Taucher kennen den Auftrieb, Segler, die sich in der Luft bewegen, den Aufwind. In beiden Fällen wirkt eine zusätzliche Kraft. Die Bewegung der Arme und der Beine reichen nicht, um den Auftrieb zu erzeugen.
Wenn wir einsehen, dass die eigene Kraft nicht ausreicht, können wir uns auf eine andere Dimension einlassen. Jesus gebraucht verschiedene Bilder, um uns diese Wahrheit zu vermitteln. Wenn er darüber spricht, dass er der Weinstock und wir die Reben sind und wir ohne die Verbindung zu ihm nichts tun können, dann wird deutlich: Es ist nicht unsere Kraft, sondern Gottes Bevollmächtigung und unsere Verbundenheit mit ihm, die uns neue Freiräume eröffnet.
Wahr
„Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ – Johannes 8,32
Unser Sohn hat sich für das begleitete Fahren ab 17 entschieden und so schon im Alter von 16 Jahren begonnen, Fahrstunden zu nehmen, um die vorläufige Fahrerlaubnis zu erwerben. Schritt für Schritt wurde die Kompetenz erweitert und er hat sich darauf eingelassen, dass seine Mutter als Beifahrerin ihm Hinweise gab. Als junger Mann hätte er die Hinweise und Anweisungen als Begrenzung empfinden können, doch er wusste, dass sie nur dazu dienen, dass er am Ende frei agieren kann.
So will Gottes Wort uns nie einschränken, sondern aufzeigen, wie wir in die volle Wahrheit und damit in die volle Freiheit gelangen. Das Gegenteil der Wahrheit ist der Irrtum. Gottes Absicht ist, dass wir frei von falschen Gedanken und Gewohnheiten handeln können und das Gute tun können, das wir gerne tun wollen, was uns aber oft nicht gelingt.
Inspiriert
„Wenn es aber einem von euch an Weisheit fehlt, bitte er Gott darum, und sie wird ihm gegeben werden; denn Gott gibt allen gern und macht dem, der ihn bittet, keine Vorhaltungen.“ – Jakobus 1,5
Gott macht uns keine Vorhaltungen, er möchte uns Handlungsfreiheit schenken und jeden Morgen ist seine Gnade und Güte neu. Ein Hinweis unseres himmlischen Vaters ist kein Vorwurf, sondern eine Inspiration.
Befähigt
„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ – 2. Timotheus 1,7
Um alte ungute Gewohnheiten zu überwinden brauchen wir immer wieder hilfreiche Impulse. Gottes Geist will uns auf eine wunderbare Weise befähigen, Neues zu wagen. Das Wort Besonnenheit, das Paulus gebraucht, kann mit der Befähigung „klug zu denken“ übersetzt werden. Gottes Geist hilft uns, Furcht zu überwinden, setzt eine Kraft in unserem Leben frei, die unsere Möglichkeiten bei Weitem übersteigt und hilft uns, klug zu denken. Damit wir nicht nur punktuell Freiheit empfinden, sondern permanent aus der Freiheit, die Christus uns erworben hat, im Glauben handeln, brauchen wir eine neue Identität. Wir sind nicht Straftäter auf Freigang, sondern gerecht gesprochene Kinder und Erben Gottes. Es ist sein Geist, der in uns lebt und unbrauchbare Lebensmuster entlarvt! Damit wir befreit leben und im Glauben handeln können, sollten wir dem Geist Gottes so viel Raum in unserem Leben geben wie nur möglich. Der beste Weg dazu ist es, wenn wir täglich Gottes Wort in uns aufnehmen und Gott bitten, dass sein Geist es in uns lebendig werden lässt.
Sei ermutigt, eine neue Dimension der Freiheit zu ergreifen und als Befreiter zu leben. Unsere Gesellschaft braucht Menschen mit Hoffnung und Freimut mehr denn je.
Thomas Inhoff, Pastor im Missionswerk Karlsruhe

Freiheit – von Thomas Inhoff
Unser Bibelleseplan „Befreit leben“
Um die göttlichen Wahrheiten in Bezug auf unsere Freiheit, die uns Christus erworben hat, zu verinnerlichen, haben wir einen Bibelleseplan erstellt. Dieser Bibelleseplan ist aufgeteilt in drei Teile, die jeweils 7 Tage umfassen. So wirst du insgesamt 21 Tage lang auf deiner Reise in die Freiheit begleitet und von göttlichen Zusagen und geistlichen Prinzipien unterstützt. 21 Tage können so deine Gewohnheiten und deine Identität verändern, sodass du befreit leben und im Glauben handeln wirst.
Du findest den Bibelleseplan auf der Webseite: kirche.missionswerk.de/bibelleseplaene oder in der Bibel-App „YouVersion“. Inzwischen haben über 430 Millionen Menschen die Bibel als App auf dem Smartphone und wir freuen uns als Missionswerk, dass wir Menschen damit dienen können, auf diesem Weg Gottes Wort zu lesen, geistliche Prinzipien zu erfassen und in Freiheit zu leben. In der Bibel-App können die Pläne einfach als Lesepläne mit den Stichworten „Missionswerk“ oder „befreit leben“ im Suchfeld gefiltert werden und die drei Teile werden angezeigt.
Fast jeder kennt die Geschichte vom Volk Israel, das in Ägypten Unterdrückung erlebte und von Mose herausgeführt wurde. In 2. Mose 6,7 lesen wir Gottes Zusage, in der er ihnen die Freiheit ankündigte: „Ich nehme euch als mein Volk an, und ich will euer Gott sein. Ja, ihr sollt erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin, der euch aus der Sklaverei Ägyptens befreit!“
Als die Israeliten loszogen und das Rote Meer erreichten, kamen sie dort als Sklaven an. Sie hatten einen Ortswechsel erlebt – aber noch keine Freiheit. Sie hatten so viele Jahre als Sklaven gelebt, dass sie es gewohnt waren, Sklaven zu sein. Sie waren Sklaven auf der Flucht, obwohl sie den Einfluss der Sklaverei verlassen hatten. Ihr Denken war noch das Denken eines Sklaven, sie pflegten Gewohnheiten aus der Zeit der Sklaverei. Ihre Erfahrung mit Gott, die sichtbaren Wunder und der Auszug aus Ägypten hatten noch nicht gereicht, um sich innerlich von der Sklaverei zu verabschieden.
Triff die Entscheidung
Echte Befreiung aus der Sklaverei geschieht erst dann, wenn der Versklavte sich entscheidet, in Freiheit zu leben. Ich möchte dir eine Frage stellen: Lässt du dich von Einschränkungen, Bedrohungen, Angst oder anderen Lasten unterdrücken – oder lebst du in Freiheit? Innere Freiheit kommt nicht einfach über dich, sondern braucht eine Veränderung in deinem Kopf. Freiheit braucht eine Entscheidung zur Umkehr! Völlige Freiheit hast du, wenn Leib, Geist und Seele frei sind.
Die Israeliten hatten vor ihrer Flucht das Blut von Lämmern auf ihre Türpfosten gestrichen, damit sie in Freiheit leben konnten. Für dich hat Jesus sein Blut am Kreuz vergossen, damit du in Freiheit leben kannst. Sei kein davonrennender Sklave, der noch in innerer Gefangenschaft lebt. Gott hat alles getan, damit du frei sein kannst!
Entscheide dich, diese 3 Schritte zu praktizieren:
- Lebe in deiner IDENTITÄT als Kind Gottes: Gott ist dein Vater mit allen Vorteilen!
- Lebe mit neuer MENTALITÄT: Du wurdest befreit vom Sieger und Überwinder!
- Lebe mit neuer PERSPEKTIVE: Sieh alles aus der Sicht von Jesus – nicht aus der deiner Probleme!
Glaube an deine Befreiung. Oft verändert sich nicht das Sichtbare, doch wenn du dich für die Veränderung entscheidest und sie lebst, wird sie durch dich sichtbar. Freiheit bedeutet, einen neuen Lebensstil zu leben. Entscheide dich für ein Leben in der Freiheit, die Jesus für dich errungen hat.
Ändere dein Denken
Als die Israeliten am Ufer ankamen und die Ägypter in ihren Streitwagen hinter ihnen herjagten, jammerten die Israeliten: „Wir hätten bleiben und den Ägyptern dienen sollen. Lieber wären wir ihre Sklaven geblieben, als hier in der Wüste umzukommen!“ (2.Mose 14,12). Sklave zu sein, kann auch bequem sein: Alles ist geregelt und man hat keine Verantwortung. Doch Gott hat uns zur Freiheit berufen, damit wir als seine Kinder leben. Deshalb beginne damit, die Sklavenmentalität aus deinem Denken hinauszuwerfen!
Was raubt dir Zeit, nimmt eine zu hohe Priorität ein und führt dich von Gott weg? Nimm dir an dieser Stelle mal ein paar Minuten Zeit und überlege, was das bei dir ist. Komm zu Jesus und lebe als sein Kind!
Ändere dein Denken, lebe mit neuer Identität, mit neuer Mentalität und mit neuer Perspektive.
Das bedeutet mehr als Gottesdienstbesuch und Bibellesen. Gott möchte dir zeigen, wie du im Geist und in der Freiheit leben kannst.
Ich möchte hier eine kleine Geschichte erzählen, die ich erlebt habe, als wir vor vielen Jahren 80.000 Bibeln mit sieben LKWs nach Rumänien transportiert haben. Als wir in einer Stadt ankamen, erzählte uns der Rumäne, der für uns übersetzte, dass er genau hier wegen seines Glaubens im Polizeigefängnis gesessen hatte. Er zeigte uns den Raum. Er war leer. Und genau dort, wo er gefangen gewesen war, durften wir die Bibeln zwischenlagern! Die Tür war offen. Wäre der rumänische Christ damals nicht durch die offene Tür gegangen und nach Deutschland gekommen, hätten 80.000 Bibeln nicht ihre Leser gefunden. Auch deine Tür ist offen. Du bist frei – und du hast einen Auftrag! Bleib nicht im Gefängnis, in der Unterdrückung. Triff die Entscheidung, in der Freiheit zu leben.
Werde frei von Sklaverei
Mose stieg auf den Berg Sinai, um Gott zu begegnen, und als er zurückkam, hatten sich die aus Ägypten Befreiten wieder zu Sklaven gemacht. Sie hatten ihren Besitz verwendet, um ein goldenes Kalb zu gießen. Nachdem Gott sie befreit hatte, beteten sie ein von Menschen gemachtes Kalb an.
Du sagst vielleicht: „Wie dumm kann man sein?“ Aber oft haben wir unsere eigenen heiligen Kühe: Manche Angewohnheiten, unser Besitz oder bestimmte Beziehungen können uns in der Sklaverei festhalten. Hält dich etwas vom Leben in Gottes Freiheit fern? Nimmt etwas in deinem Leben den Platz ein, der Gott zusteht? Wo ist deine heilige Kuh, die dich zum Sklaven macht, obwohl du frei sein könntest? Schlachte deine heiligen Kühe, die dich in der Sklaverei halten. Warum möchtest du Christ sein, wenn du nicht in der Freiheit leben möchtest? Jesus hat alles getan, damit du frei sein kannst! Ist das nicht großartig? Jesus starb, damit du deine heiligen Kühe schlachten kannst. Er starb, damit du total frei in deinen Gedanken von der Sklaverei sein kannst: an Leib, Geist und Seele!
In Johannes 8,35 und 36 erklärt Jesus seinen Jüngern:
„Ein Sklave kann sich nicht darauf verlassen, dass er immer in dem Haus bleibt, in dem er arbeitet. Dieses Recht hat nur der Sohn der Familie. Wen der Sohn Gottes befreit, der ist wirklich frei!“
Du hast als göttliches Familienmitglied das Recht, in dem Haus zu bleiben, in dem dein himmlischer Vater wohnt. Verabschiede dich von der Last und beginne heute noch, deine Freiheit zu genießen!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
„Finden die Heilungstage im Mai statt?“ Mit dieser Frage haben uns viele Anrufe im März und April erreicht. Nach dem Shutdown am 15. März 2020 war zunächst unklar, wie lange welche Regelungen gelten würden. So war schon vor den Heilungstagen eine übernatürliche Führung und Weisheit erforderlich. Es galt, mit den Umständen richtig umzugehen und Gottes Absicht zu erkennen. Doch so sehr wie unser ganzes Land an Corona krankte, wäre es paradox gewesen, ausgerechnet dann die Heilungstage 2020 nicht stattfinden zu lassen, als Heilung besonders vonnöten war.
Und Gott lässt sich durch Umstände nicht in seinen Möglichkeiten begrenzen: Die Heilungstage waren nicht nur möglich, sondern es haben sogar viel mehr Menschen daran teilgenommen, als vor Ort hätten Platz finden können. Wenn der Feind etwas verhindern möchte, dann macht Gott daraus etwas besonders Herrliches! Während im letzten Jahr etwa 500 Gäste teilgenommen haben, waren in diesem Jahr über 3000 Menschen online dabei.
Schmerzen getragen
In 7 Einheiten wurden biblische Angebote zum Thema Heilung beleuchtet. Nach einer ermutigenden und den Glauben aufbauenden Lobpreiszeit startete der Tag um 10 Uhr mit einer Einheit von Daniel Müller unter dem Thema „Dein Reich komme, dein Wille geschehe – Heilung aus dem Königreich“. Wenn wir erkennen, dass es Gottes eigener Wille ist, dass sich Heilung heute als Zeichen seines Königreichs ausbreitet, ist damit eine zentrale Glaubensgrundlage für Heilung gelegt.
Ein Highlight gleich am Anfang war die gemeinsame Abendmahlsfeier. Wir lesen in Jesaja 53,4-5:
„Er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen (...) Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“
So ist das Feiern des Abendmahls eine Einladung an den Tisch des Herrn, auf dem er auch Heilung für uns bereithält. Eine Person schrieb uns kurz danach: „Ich war richtig zugeschüttet mit Wut. Ich verfolgte trotzdem die Sendung und habe mitgebetet und das Abendmahl eingenommen. Gott gab mir vollen Frieden in mein Herz, ich bin ganz ruhig geworden. Halleluja! Auch Schmerzen in meinem Fuß sind verschwunden.“
Heilung annehmen
In der folgenden Einheit „Jesus heilt gerne – Glaube an deine Heilung“ hat uns Dr. Christoph Häselbarth aufgezeigt, wie Jesus als der Heiler in uns Heilung freisetzt. Er berichtete, wie er selbst derzeit mit einem Herzleiden kämpft und gleichzeitig täglich die Heilung durch Jesus ergreift und welche Möglichkeiten uns die Bibel aufzeigt, um Glaube in uns aufzubauen.
„Bei mir hat noch nichts geholfen – wie kann ich persönlich Heilung empfangen?“ ist eine Frage, die viele stellen und die Dr. Häselbarth beantwortete: „Wir müssen zugeben, dass bisher noch nicht alle geheilt werden, für die wir um Heilung beten. Aber wir lehren und ermutigen die Kranken, nach dem Gebet ihre Heilung im Glauben anzunehmen.“ Sein Ratschlag: „Warte auf die Anweisungen des Himmels. Bleibe in einer engen Verbindung mit Jesus.“ Dazu schrieb uns eine Person nach den Heilungstagen: „Es war sehr aufschlussreich, was Christoph gesagt hat und im Gebet habe ich das gleich für mich in Anspruch genommen, da ich dieses Jahr Allergieprobleme hatte. Als ich dann die Treppe kehrte, zeigte ich auf den Blütenstaub keinerlei Reaktion!“
Nach einer Mittagspause nahm uns Isolde Müller in den ermutigenden Gedanken hinein: „Heilung – dein Geschenk von Gott“. Heilung als ein Geschenk zu erkennen, bedeutet, dass wir sie nicht erwirken können und sie ohne Verdienst im Glauben empfangen. Zeugnisse, die im Laufe des Tages weitergegeben wurden, haben diese Wahrheit bekräftigt. Viele hatten uns nicht nur im Vorfeld ihr Anliegen geschrieben, sondern erzählten auch am Tag selbst per E-Mail, WhatsApp und im Chat von ihren Erlebnissen und Anliegen. In den sozialen Medien fand eine derart rege Kommunikation statt, wie man sie sich vor Monaten kaum hätte vorstellen können.
Biblischer Auftrag
Am Nachmittag beleuchtete Dr. Häselbarth biblische Angebote, die Heilung fördern und forderte die Teilnehmer mit dem biblischen Auftrag heraus, auch die Vollmacht zur Heilung zu ergreifen. Dieses Thema – das war deutlich zu spüren – lag ihm ganz besonders am Herzen. Unseren Auftrag zur Heilung zu ergreifen, reicht eindeutig weiter, als für eine persönliche Bitte um Heilung einzustehen. Der biblische Auftrag ist klar – und doch bedarf es immer wieder neu der kraftvollen Ermutigung.
Gott möchte sein Volk zurüsten und dazu befähigen, gerade in der heutigen Zeit seine Verheißungen und Zusagen ernst zu nehmen und nach ihnen zu handeln. Das gelte auch für den Bereich der Befreiung, der oft im engen Zusammenhang mit körperlicher Heilung stehe. So ging Dr. Christoph Häselbarth in seiner klaren Lehreinheit darauf ein, wie sich eine geistliche Belastung, wie sich Flüche und Festlegungen körperlich zeigen und dass Heilung nicht nur ein biologischer Prozess ist: Heilung ist vielmehr ein ganzheitliches Geschehen das Geist, Seele und Leib betrifft.
Aufgrund der behördlichen Verordnungen konnten Dr. Utta und Dr. Christoph Häselbarth nicht persönlich nach Karlsruhe kommen. Doch da es ihnen ein Anliegen war, ihre Gedanken frisch weiterzugeben, nahm Dr. Christoph Häselbarth seine Botschaften in seinem Wohnzimmer auf, sodass sie neu und aktuell waren. Auch ein kleines Büchlein hat er kurzfristig zur momentanen Krise mitveröffentlicht. Es trägt den Titel: „Der Ausweg aus der Corona-Krise … und mehr“.
Neue Verheißungen
Immer wieder wurden die Lehreinheiten durch einen musikalischen Beitrag aufgelockert und im Gebet wurden die Wahrheiten ganz praktisch umgesetzt. Zur kurzweiligen Gestaltung trug auch die Jugendband der Pioneers bei, die mit Liedern und ihrer erfrischenden Art den Tag wunderbar bereichert hat. Die Möglichkeit, miteinander Gottes Gegenwart im Lobpreis zu erleben, ist durch die Corona-Einschränkungen sehr begrenzt, sodass diese Live-Einheiten ganz besonders wertvoll waren.
Nach der Kaffeepause ging der Abend mit einem fulminanten Feuerwerk an aktuellen Heilungsberichten auf die Zielgerade. Jede einzelne Beschreibung von Gottes Eingreifen klang wie eine neue Verheißung Gottes. Denn wenn Gott hier und dort so handelt, dann möchte er es auch wieder tun, und wir dürfen im Vertrauen auf Gottes unveränderbares Wesen in gleicher Weise sein Eingreifen erwarten.
Der Sonntagsgottesdienst bildete den Abschluss der Heilungstage und Dr. Häselbarth predigte nochmals auf seine wunderbar klare Art, der man seine über 80 Jahre in nichts anmerkt. Wir möchten an dieser Stelle ihm und seinem Team, das dazu beigetragen hat, die Aufnahmen aufzuzeichnen, für den leidenschaftlichen Einsatz ganz herzlich danken. Auch dem engagierten Team, das im Missionswerk all die Nachrichten entgegengenommen hat und damit den digitalen Austausch erst ermöglicht hat, gilt ein ganz herzliches Dankeschön. Es hat sich gezeigt: Nur gemeinsam können wir den Auftrag von Jesus ausführen und er gilt nach wie vor unverändert. So war es ein großer Segen, diese Tage online zu erleben – eine ungewöhnliche und doch außergewöhnliche Erfahrung mit großartigen Segnungen und Bestätigungen Gottes.
Thomas Inhoff
Konferenzmedien
Diese wertvolle Zeit zum Thema Heilung an Geist, Seele und Leib hatte so viel Gehalt, dass man sie mehrmals hören muss, um alles verarbeiten zu können. Bestelle dir die Impulse auf CD oder als MP3-Stick. Oder lade sie dir bequem auf unserer Webseite herunter.
Meine Großmutter hatte eine Marotte. Wenn morgens noch das Chaos von dreckigem Geschirr und Unordnung im Haushalt herrschte, schloss sie sich gern meinem Großvater Erwin an, der sich zu seinem Besuchsdienst bei verschiedenen Leuten aufmachte. Das Aufräumen zu Hause überließ sie meiner Mutter mit den Worten: „Mach du mal, ich muss weg!“ Das war natürlich nicht sehr einfühlsam und kein Zeichen für eine gute Beziehung zwischen den beiden.
„Dein Wille geschehe“, beten wir im Vaterunser. Doch wenn wir damit meinen: „Herr, mach du mal!“, dann haben wir etwas völlig falsch verstanden. Denn Gott möchte mit uns Gemeinschaft haben, mit uns zusammen wirken und im gemeinsamen Austausch handeln.
Schon im Alten Testament haben Menschen mit Gott geredet und sogar so manches mit ihm verhandelt. Abram hat mit Gott gerungen, um Sodom vor der Zerstörung zu bewahren. Mose drängte Gott in der Wüste, seinen Zorn auf das Volk aufzugeben. Und auch Jesus wirkte im Gespräch, als er den Kranken am Teich Bethesda fragte: „Willst du gesund werden?“ Jesus hätte ebenso gut entscheiden können: „Den mache ich jetzt mal gesund!“ Aber Gott, Jesus und der Heilige Geist möchten mit uns eine Beziehung der Gemeinschaft leben. Wir gehören zu einer Familie. Ungläubige heilt Gott aus Gnade, um ihnen seine Liebe zu zeigen. Gläubige heilt Gott, weil sie zu seiner Familie gehören. Gott gibt uns nicht etwas, weil er muss, sondern weil er unser Vater im Himmel ist.
Drei Reiche
In Matthäus 6,33 sagt Jesus: „Trachtet zuerst nach Gottes Reich und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere zufallen.“ Ich habe Christen erlebt, für die dieser Vers eine Last ist. Weil sie ihn wie eine Bedingung lesen: „Ich muss ... erst dann bekomme ich ...“ Dabei ist dieser Vers vielmehr eine Zusage, dass wir in Gottes Nähe versorgt sind. Wir leben im himmlischen Einflussbereich. Gottes Kraft und Reichtum sind unsere Perspektive, aus der wir handeln und wirken. „Dein Reich komme“ bedeutet: „Ich wünsche mir deine Gegenwart! Ich wünsche mir, dass dein Einflussgebiet sich vergrößert.“
Denn Gottes Reich ist nicht das einzige Reich. Als Menschen umgeben uns drei Reiche und Einflussgebiete:
- das Königreich Gottes,
- das irdische Königreich,
- das Königreich der Finsternis.
Das irdische Königreich ist die diesseitige Welt, in der wir leben. Irdische Prinzipien müssen nicht falsch sein. Im Bereich der Gesundheit gehören dazu Ärzte, die eine gute Arbeit machen, und gesunde Ernährung und Bewegung, die uns gut tun. Aber all das bleibt innerhalb der Grenzen des irdischen Reiches. Wissen und Kraft sind auf diesseitiges Wirken beschränkt.
Auch im okkulten Reich, im Reich der Finsternis, gibt es Wissen und Kraft für Heilung. Oft ähneln sie sogar denen des Reiches Gottes, weil der Teufel nur nachahmen kann. Es kann scheinbar einfacher sein, sich im okkulten Bereich zu bedienen, etwa bei esoterischen Praktiken, weil manche Auswirkung schneller zu sehen ist. Doch damit vergisst man, dass dort alles in Bindungen hineinführt. Im Reich der Finsternis gibt es nichts umsonst. Setzen wir auf Gottes Prinzipien und „trachten zuerst nach Gottes Reich“, dann geht Gott als Vater mit uns. Er begleitet dich als Familienmitglied durch jede Situation deines Lebens.
Durch die Verwaltung des Missionszentrums habe ich viel mit verschiedenen Unternehmen zu tun. Wenn die Firmenvertreter zu uns kommen, werben sie überzeugt für ihr Produkt oder ihre Leistung. Manche, die kommen, vertreten auch gleich mehrere Firmen. Ganz ähnlich hat man bei einigen Christen leider das Gefühl, sie würden alle drei dieser Reiche vertreten, statt „zuerst nach Gottes Reich“ zu trachten.
Himmlische Autorität
Jedes Königreich hat seine eigene Kraft und eigene Möglichkeiten, die unseren Bedürfnissen entsprechen. Und in jedem der drei Königreiche wird das freigesetzt, was darin existiert. Im irdischen Königreich wirken die gesundheitlichen Prinzipien unseres Körpers und der Medizin. Das kann hilfreich und heilsam sein.
Doch innerhalb dieses Reiches werden wir nicht Gottes Wirken erleben. Durch Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat, hat Gott uns die Möglichkeit gegeben, in seinem Reich zu leben und von hier aus im irdischen Bereich zu handeln. Im Herrschaftsbereich des Vaters haben wir Autorität über all das, was Jesus für uns am Kreuz besiegt hat! Wir sind aufgerufen, es bekanntzumachen, zu verkünden, zu leben und auszusprechen: „Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name ... Dein Königreich komme! ... Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden!“
Krankheit dagegen sollten wir nicht aussprechen und damit vorzeichnen. Das gilt auch, wenn wir Symptome haben, die ein Krankheitsbild spiegeln. Lasst uns nicht sagen: „Ich glaube, ich habe diese oder jene Krankheit“ oder „Ich glaube, ich habe eine Allergie“. Sprechen wir Krankheiten nicht in Existenz! Ein Mieter meines Großvaters wollte vor vielen Jahren früher in Rente gehen und hat eine Krankheit vorgetäuscht, die er nicht hatte. Er war medizinisch gebildet und wusste, was er tun musste, um bestimmte Körperwerte falsch darzustellen. Er hat es tatsächlich geschafft, vorzeitig Rentner zu werden. Doch dann bekam er genau diese Krankheit und ist schnell gestorben. Hüte dich davor, Krankheiten in Existenz zu sprechen.
Jesus war nie krank
Manche sagen: „Gott sendet Krankheiten, um Charakter oder Demut zu stärken!“ So ein Quatsch! Das zeigt sich schon daran, dass auch Menschen mit einer solchen Einstellung zum Arzt gehen, um gesund zu werden. Würde ihre Einstellung aber stimmen, wäre das aber pure Rebellion gegen Gott.
Was wir nicht im Lebensstil von Jesus finden, dürfen wir hinterfragen – und Gott hat Jesus nie krank gemacht, als er auf der Erde war. Manche versuchen, sich Gottes Eingreifen zu erarbeiten, und wollen mit langen Gebeten, gute Taten oder exaktem religiösen Leben nachhelfen. Doch das ist der falsche Weg. Glaube, Treue, Liebe, Wahrheit und Vergebung sind die Grundlagen für Gottes Wirken. Du bist geboren, um in der Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist im Königreich Gottes zu leben. Aus dieser Gemeinschaft heraus geschieht das Himmlische auf Erden. Gott kann alles besser als wir, aber er liebt es, mit dir zusammen zu wirken. Suche das Königreich Gottes und alles wird dir zufallen!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Viele stehen vor einem Scherbenhaufen und vor heftigen Herausforderungen. Wir erleben einen radikalen Schnitt von gewohnten Abläufen und Wohlstand.
Wie es weitergeht – darauf gibt es auf der ganzen Welt keine brauchbaren Antworten. Greifen wir doch mal zu dem Buch, auf dem „Bibel“ steht. Darin lesen wir, dass es zu damaliger Zeit schon öfter ähnliche Situationen gab. Und wir entdecken: In jeder Krise liegt das Potenzial für NEUES!
Auf ins verheißene Land
Wir starten durch in ein neues Zeitalter! Mich erinnert das an den Übertritt ins verheißene Land der Israeliten. 40 Jahre lang waren sie das Leben in der Wüste gewohnt gewesen. Ohne selbst etwas anzubauen und zu ernten, hatten sie die endlose Versorgung von Gott erlebt. Das war nun vorüber. Nun galt es für diejenigen, die es wollten, Kanaan einzunehmen, das Land, das Gott ihnen versprochen hatte (1. Mose 13,15). In dem Land, das „von Milch und Honig überfloss“, gab es auch ein Jericho, das sie erst einnehmen mussten. Und sie mussten hart arbeiten, um sich zu versorgen. Auch das von Gott versprochene Land war nicht Mallorca in der Hängematte mit einem Cocktail auf dem Tisch.
Ganz ähnlich erkennen wir, dass nicht alles leicht ist. Wir Menschen haben uns vieles zum Götzen gemacht, haben es also lieber als Gott. Wer sich von Wohlstand, Fußball, Shoppen, Religiosität oder Ähnliches als zentraler Lebensqualität abhängig gemacht hatte, ist in ein Loch gefallen.
Die ganze Welt wurde durch ein Virus geschüttelt, aber wir haben die Chance, uns zu entscheiden, ob wir den Schritt in das Neue wagen oder versuchen wollen, im Kokon zu bleiben. Das allerdings wird nicht funktionieren. Für jeden Schmetterling kommt die Zeit, in der er seinen gewohnten Kokon verlassen und zu seiner Bestimmung fliegen muss. Ganz ähnlich bricht für uns ein neues Zeitalter an und wir sind dabei, das Gewohnte und Geschützte zu verlassen. Wir kommen in etwas Neues hinein und wissen noch nicht, was auf uns zukommt. Aber wir wissen, wer mitkommt und das ist viel wichtiger!
Vielleicht stellst du dir die Frage, weshalb du in dieser Zeit mit all dem Schweren leben musst. Die Antwort lautet: Gott traut es dir zu und schenkt dir die Ausrüstung, die du dafür brauchst. Manches, was die Israeliten in Ägypten und in der Wüste gewohnt gewesen waren, hatte im verheißenen Land nun keine Bedeutung mehr. Im verheißenen Land galt nicht mehr die Wüstenmentalität. Doch sie erreichten das Land, das Gott für sie ausgesucht und vorbereitet hatte. Genauso ist jede Krise eine Möglichkeit aufzustehen und durchzubrechen! Wir betreten eine neue Zeit und ein neues Gebiet.
Berufen wie Mose
Mir gefällt die Bibel auch deshalb, weil sie nicht nur Helden und Erfolge präsentiert, sondern verschiedene Menschen zeigt, die Gott formen wollte, obwohl sie Fehler machten. Einer davon war Mose. Gottes Gedanke für das Leben von Mose war, dass er ein Befreier sein sollte. Mose wurde geboren und sollte gleich umgebracht werden. Die Tochter Pharaos rettete ihn und zog ihn auf. Er tötete einen Ägypter, heiratete und war mit seinem Schwiegervater Jethro in der Wüste. Sein Business waren Schafe und Ziegen. Dann war da der Busch, den er kannte, da es hier ja eh nur eine Handvoll gab. Der brannte und brannte und verbrannte nicht. Gott selbst kam in die Wüste zu Mose, um ihn in seine Befreiungsberufung zu führen. Gott sagte: „Ich möchte, dass du mein Sprachrohr bist.“ In 2. Mose 3-4 lesen wir, dass Mose erklärte warum nicht funktionieren konnte, was Gott mit ihm vorhatte: „O Herr, ich stottere.“ Gott antwortete darauf nicht: „Ach ja, das habe ich vergessen.“ Gott sagte aber auch nicht: „Ich heil das schnell.“ Er wollte, dass Mose ihm glaubte, dass das, was er Mose zutraute und für das Mose geboren worden war, auch funktionierte. Ganz ehrlich: Hast du auch schon zu Gott gesagt, was alles nicht geht, weil ...?
Den Auftrag erkennen
Mose fand weiter Ausreden: „Keiner wird auf mich hören, niemand wird mir folgen, keiner wird mir glauben, dass du mich gesandt hast! Ach, Herr, sende doch lieber einen anderen!“ (2.Mose 4,1-13). Mit dem Mund, den Gott geschaffen hatte, sagte Mose: „Nein, das, was mein Schöpfer mir zutraut, kann ich nicht!“ Mose zweifelte an der DNA, die Gott in ihn hineingelegt hatte. Selbst nach 40 Jahren Wüste waren noch Zweifel da. Als wieder Wasser fehlte, sagte Gott zu Mose: „Rede mit dem Felsen.“ Doch Mose hielt sich an das Rezept, das schon immer funktioniert hatte, und schlug stattdessen auf den Felsen.
Und da sind wir zurück beim Anfangsproblem: Wieder wollte Mose nicht seinen Mund für Gottes Auftrag gebrauchen lassen: „Ich kann es nicht richtig ausdrücken, wenn ich stottere, werden die Leute mich auslachen ...“ Wie Mose handelte, war ein Teil-Gehorsam. Jeder Teil-Gehorsam hat aber automatisch einen Teil Ungehorsam in sich. Nach alldem, was Mose erlebt hatte, zweifelte er trotzdem, seinen Mund von Gott gebrauchen zu lassen – und das raubte ihm das verheißene Land.
Kennst du deinen Auftrag, den Gott dir gegeben hat? Dann führe ihn aus und zweifle nicht! Wenn wir unsere Berufung nicht leben, kann uns das von unserem Lebensziel fernhalten. Wenn Gott dich anschaut, sieht er das ganze Bild von dir – und nicht nur deinen aktuellen Zustand. Und vor allem: Er sieht dein ganzes Potenzial in Kombination mit dem Heiligen Geist. Und wenn er im Spiel ist, gibt es kein Limit. Ein neues Zeitalter hat begonnen. Betrachte es mit den Augen des Glaubens und nicht mit den Augen der Medien. Ja, es ist manchmal unbequem, Gottes Willen zu tun, aber es setzt den Himmel auf der Erde frei. Vielleicht sagst du: „Ich vernehme Gottes Stimme nicht mehr.“ Dann suche vermehrt Gottes Gegenwart. Er lässt sich von denen finden, die ihn suchen!
Was tust du?
Die ganze Welt wird gerade geschüttelt. Was tun wir? Warten wir, was passiert oder kommen wir in unsere Berufung hinein? Leben wir kraftvoll und in Freude und Frieden, wie es unsere Bestimmung ist? Vergiss nicht: Die Wüste ist nur ein Ort der Veränderung, nicht dein von Gott bestimmter Wohnort! Bleibe nicht an dem Platz stehen, der nur zum Lernen für dich vorgesehen war. Erlaube, dass Gott durch dich spricht!
Für Mose war das Wasser-Fels-Erlebnis ein weiterer Tag in der Wüste. Für Gott war es die Entscheidung in ein neues Zeitalter – ohne Limit für Mose. Die Herrlichkeit Gottes möchte durch dich in die Gesellschaft hineinstrahlen. Nimm deine alte Wüste nicht in die neue Zeit. Wenn du deinen Mund mit den Ideen Gottes füllen lässt, wird Großes geschehen! In Psalm 81,10 lesen wir: „Tue deinen Mund weit auf, ich will ihn füllen.“ Was du sprichst mit deinem Mund, ist ein Schöpfungsakt. Deine Worte setzen das in Kraft, was du aussprichst. Du bringst Veränderung in deine Umgebung!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Jemanden belogen, lieblos gehandelt, dem Neid Raum gegeben, geizig gewesen, nicht geholfen, andere übergangen, schlecht geredet – wir alle machen Fehler. Oft sind wir dann frustriert und eingeschüchtert. Wir denken, Gott wolle nichts mehr von uns wissen. Aber das ist eine Lüge des Teufels! Niemand ist perfekt.
Wir alle machen Fehler und finden sogar in der Bibel viele Beispiele von Menschen, die falsch gehandelt haben. Ein solches Beispiel ist das Leben von David. Er hat einige Riesenfehler gemacht und trotzdem hat Gott ihn einen „Mann nach meinem Herzen“ genannt (1. Samuel 13,14). David war ein Freund Gottes. Genauso dürfen wir ein Freund oder eine Freundin Gottes sein, wenn wir uns an ihn halten.
Um Vergebung bitten
Gott wusste, dass David Ehebruch begehen und einen Mann absichtlich in den Tod schicken würde. Gott wusste, dass David ihm ungehorsam werden und mehrfach schuldig machen würde. Trotzdem nannte Gott ihn einen „Mann nach meinem Herzen“. Warum? David war ein Mann, der sich demütigte vor Gott und um Vergebung bat. Das ist der Schlüssel: David bereute und machte immer wieder reinen Tisch mit Gott. So konnte Gott mit ihm weitergehen.
Salomo war Davids und Batsebas zweiter Sohn und wir lesen in 2. Samuel 12,24, dass Gott auch ihn liebte. Gott hat zu David nicht gesagt: Du und dein ganzes Haus, ihr seid in Ungnade gefallen. Nein: Nachdem David sich gedemütigt und Vergebung erlangt hatte, konnte Gott ihn wieder segnen.
Gott kann aus unseren Fehlern Gutes machen, wenn wir bereuen, umkehren und um Vergebung bitten.
Egal, wie groß deine Schuld ist, egal, wie deine Fehler aussehen: Du brauchst sie nicht mit dir herumzutragen und du fällst nicht in Ungnade bei Gott. Du kannst deine Fehler loswerden und weiter mit Gott vorangehen. Gott reagiert nicht, wie Menschen es oft tun. Menschen stoßen uns manchmal aus oder lehnen uns wegen unserer Fehler ab – aber Gott nicht! Wenn du vor ihm deine Fehler eingestehst und es dir leid tut, kannst du Gottes Freund bleiben.
Sich an Gott halten
In 2. Samuel 24, lesen wir davon, dass David ohne Gottes Zustimmung eine Volkszählung durchführte. Als seine Männer davon zurückkehrten, wurde ihm seine Verfehlung bewusst und David betete: „Ich habe sehr gesündigt mit dem, was ich getan habe. Und nun, Herr, lass doch die Schuld deines Knechtes vorübergehen.“ Als David am nächsten Morgen aufstand, kam der Prophet Gad zu ihm. David gestand ihm: „Ich habe Angst! Aber ich will lieber in die Hand des Herrn fallen, denn er ist voll Erbarmen! In die Hand der Menschen will ich nicht fallen!“
David hatte Angst wegen dem, was er getan hatte. Doch er wusste, dass Gott Erbarmen hat – anders als oft wir Menschen. Wir halten einander unsere Fehler vor und wissen gern, was man besser hätte machen sollen. David wusste: Bei Gott ist Gnade und es ist immer besser, zu Gott zu gehen, als sich an Menschen zu halten. In der Beziehung zwischen Menschen sind meist Emotionen im Spiel und das Ergebnis ist oft Streit. Doch bei Gott können wir unser Herz ausschütten.
Zu Fehlern stehen
Das Gegenbeispiel zu David ist König Saul. Der Unterschied zu David war, dass bei ihm nicht alles zum Guten ausging. Gott sagte zu seinem Propheten Samuel: „Es reut mich, dass ich Saul zum König gemacht habe; denn er hat sich von mir abgewandt und hat meine Worte nicht ausgeführt“ (1. Samuel 15,11). König Saul hatte Menschenfurcht und war stolz und hat sich nicht vor Gott gebeugt. Ihn kümmerte nicht, was Gott wollte, sondern zog seine Sache durch und als Samuel ihm von Gottes Worten erzählte, schob er die Verantwortung für seinen Fehler dem Volk zu.
Das hört man Menschen heute auch oft sagen: Es lag an den anderen. Man will sich nicht eingestehen, dass man einen Fehler gemacht hat. Doch damit blockieren wir unser Leben. Wir haben Schuldgefühle und Ärger und Gott wird sich nicht bewegen in unserem Leben. Als Samuel ihm seinen Fehler vorhält, sagt Saul nur lapidar: „Ich habe gesündigt“ und fordert im nächsten Satz, dass Samuel ihm Ehre erweist (1. Samuel 15,30). Er will sein Ansehen nicht verlieren. Kein Zeichen von Reue und Umkehr.
Was für ein Unterschied zu David! Ihm taten seine Fehler leid. Niemand ist perfekt.
Jeder Mensch macht Fehler. Die Frage ist: Wie gehen wir mit ihnen um?
Das Problem waren nicht Sauls Fehler, sondern sein Umgang damit: ein Umgang voll Stolz, Ungehorsam und fehlender Reue. An David und Saul erkennen wir den Unterschied. Entweder wir nehmen Gottes Erbarmen in Anspruch oder wir machen unsere eigene Sache.
Wunder erwarten
Ein drittes Beispiel ist Paulus, der vorher Saulus hieß. Als Saulus war er der größte Gegner von Jesus gewesen, hatte seine Anhänger verfolgt und sogar töten lassen. Und was hat Gott aus ihm gemacht? Einen Evangelisten und geistlichen Denker, der die Ausbreitung der Guten Nachricht entscheidend vorantrieb! Gerade seine Persönlichkeit, die ihn zu einem großen Verfolger gemacht hatte, nutzte Gott, um sein Reich an vielen Orten zu verkünden. Gott kann mit fehlerhaften Menschen Großartiges tun und Wunder wirken.
Trotz seiner großen Schuld, die er in früheren Jahren auf sich geladen hatte, schreibt Paulus in Römer 8,38:
„Ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“
Paulus war völlig überzeugt, dass nichts ihn und uns wegbringen konnte von der Liebe Gottes: nicht seine Schuld, nicht seine Vergehen, nicht seine Fehler. Nichts, überhaupt nichts, kann dich trennen von der Liebe Gottes!
Nimm deine Fehler nicht auf die leichte Schulter, aber wenn du sie vor Gott in Ordnung bringst, kann er alles zum Besten wenden, auch wenn es noch so schlimm aussieht.
Bekennen kann die Fehler nur einer und das bist du selbst!
Dein eigener Wille, eigene Wege zu gehen, kann dich von Gott trennen. Die Entscheidung in Sünde zu leben – das ist Trennung von Gott! Gott liebt diese Menschen trotzdem, aber er kann nichts tun, weil sie sich von ihm entfernt haben. Durch Vergebung kommen wir wieder zurück in Gottes Gegenwart. In Römer 8,28 lesen wir: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.“ Wenn wir uns mit unseren Fehlern an Gott halten, wenn wir zu ihnen stehen und um Vergebung bitten, wenn wir umkehren und Gottes Nähe suchen, kann er mit fehlerhaften Menschen wie uns Großartiges bewirken.
Isolde Müller, Leitern des Missionswerk Karlsruhe
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Im letzten Jahr haben wir zwei „Gebet für dich – live“-Sendungen ausgestrahlt: die eine über Bibel TV und die andere über die nicht christlichen Sender Anixe HD und Anixe+. Nach diesen beiden Sendungen bekamen wir das Angebot, „Gebet für dich – live“ regelmäßig monatlich über Anixe HD und Anixe+ auszustrahlen. Wie wir uns dieser Riesenchance und Herausforderung stellen - eventuell mit deiner Hilfe - kannst du hier nachlesen: Mehr dazu...
„Wir dürfen zuversichtlich sein, dass er uns erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht.“ – 1. Johannes 5,14
Wir brauchen ein starkes Gebetsteam während der Sendungen – und auch für die eingehenden Anliegen. Gebet verändert! Melde dich gern über den Button bei uns. So kannst du dich mit im Team einbringen und dich über die Erfolge deiner Gebete freuen!
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Ein Virus hat die ganze Welt in eine Schieflage gebracht und mit Erstaunen und Unbehagen betrachten wir seine Ausbreitung und die Folgen, die sich kein Mensch ausmalen konnte. Wir sind derzeit weltweit in einer Situation, in der es keine menschliche Hilfe gibt, um der Gefahr ein Ende zu bereiten. Solange das Geschehen weit weg war, konnten wir damit umgehen. Es berührte uns, aber nicht existenziell.
Das Wissen, mittendrin zu leben, ruft Hilflosigkeit und bei vielen auch Angst hervor. Man ist wie gelähmt und fragt sich: Was soll ich jetzt tun? Fatalerweise gibt es keinen Weg, dem Ganzen zu entrinnen, denn es ist ein weltweites Problem. Wie gehen wir mit diesem Wissen um, dass es keine menschliche Abhilfe gibt?
Gott ist nicht überrascht
Jesus hat schon von solchen Dingen gesprochen, als er auf dieser Erde war, und zwar explizit vor seinen Jüngern – nicht vor denen, die ihm fernstanden. In dieser „Endzeitrede“ (Matthäus 24–25), wie seine Predigt auf dem Ölberg in Jerusalem heute genannt wird, hat Jesus auch Katastrophen und Seuchen erwähnt: „Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu,nerschreckt nicht; denn dies alles muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Seuchen sein und Erdbeben da und dort“ (Matthäus 24,6-7). Jesus sagt: „Dies alles muss geschehen.“ Es muss so kommen. Deshalb sollten wir nicht leichtfertig damit umgehen. Aber wir dürfen wissen, dass Gott von dem Geschehen nicht überrascht ist. Es erwischt ihn nicht kalt oder auf dem falschen Fuß. Der ewige Gott geht nicht ratlos umher, sondern er weiß längst davon, so wie er alles überblickt, das zu allen Zeiten geschieht.
Friede vertreibt die Angst
Jesus sagt den Jüngern hier noch etwas: „Erschreckt nicht!“ Er sagt nicht: Verfallt in Panik! Sondern er will im Gegenteil seinen Jüngern die Angst nehmen. Andererseits verschweigt er die Angst auch nicht. Wir sind Menschen. Wir verspüren Angst. Die Frage ist, wie wir mit dieser Angst umgehen. Auf Dauer ist Angst nicht nur ein schlechter Ratgeber, sondern sie steht auch dem Frieden entgegen, den Gott uns schenken will.
Wir brauchen uns nicht zu fürchten, wenn wir Gottes Kinder sind. Da ist die Bibel ganz klar: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam“, sagt Jesus in Johannes 14,27. Wir müssen uns nicht von unserer Furcht beherrschen lassen, sondern sein Friede kann unser Herz erfüllen. Auch in schwierigen Zeiten. Denn Gott bleibt an unserer Seite. Seine Hilfe ist uns sicher. In Psalm 91,14-15 lesen wir Gottes Zusage dafür:
„Weil er an mir hängt, will ich ihn erretten. Ich will ihn schützen, weil er meinen Namen kennt. Er ruft mich an, und ich antworte ihm. Ich bin bei ihm in der Not.“
Gott steht zu seinem Wort und zu diesem Versprechen. Weil du sein Kind bist und wenn du dich an ihn wendest, wird er dich hören. Wenn du Not hast, ist er da! Jesus hat uns kein Leben ohne Probleme und Gefahr versprochen. Aber er hat uns versprochen, immer bei uns zu sein und uns hindurchzuführen.
Sorgen sind überflüssig
Deshalb dürfen wir unsere Angst und auch unsere Sorge bei ihm abgeben. In Lukas 12,22 sagt Jesus: „Seid nicht besorgt. Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Essen und Kleidung.“ Es geht ihm hier um das alltägliche Leben, das wir selbst so gut kennen. Er macht Mut: Gott versorgt sogar die Vögel täglich und sie haben keinen Mangel. Wieso sollte Gott sich nicht noch viel mehr um uns kümmern?
Sorgen nützen uns gar nichts. Sorgen machen alles schlimmer, weil sie uns negativ beeinflussen. Wir müssen uns nicht um das sorgen, was morgen oder in einem Monat oder in einem Jahr sein wird. Wir dürfen das Jetzt im Vertrauen leben. Trotz allem, was geschieht! Das ist unsere Chance, verängstigte Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Wir dürfen ihnen sagen, dass es einen Halt gibt und dass wir trotz der ganzen Situation Frieden haben können und keine Angst haben müssen.
Gott ermüdet nicht
Denn Gott ist der Herr über unser Leben und er kann auf Wegen wirken, die wir gar nicht erahnen oder begreifen können. Seine Kraft ist nicht zu Ende. Er bleibt der ewige, starke Gott. In Jesaja 40,28-29 lesen wir:
„Ein ewiger Gott ist der Herr, der Schöpfer der Enden der Erde. Er ermüdet nicht und ermattet nicht, unergründlich ist seine Einsicht. Er gibt dem Müden Kraft und dem Ohnmächtigen mehrt er die Stärke.“
Menschen ermüden und ermatten, aber unser Gott ermüdet und schläft nicht. Wenn du schwach und müde bist, dann wende dich an ihn. Er gibt dir Kraft. Wenn du dich ohnmächtig und hilflos fühlst – gerade auch in dieser Situation –, gibt er dir Stärke. Er ist der ewige Gott, der nie müde wird.
Jesus vertrauen
Wie gehen wir nun mit dieser Lage um, die keine menschliche Hilfe beenden kann?
In Hebräer 10,35 lesen wir: „Werft nun eure Zuversicht nicht weg! Es wird sich erfüllen, worauf ihr hofft.“ Das Wichtigste ist, Gott zu vertrauen. Denn wenn wir unser Vertrauen wegwerfen, kann sich nichts erfüllen. Hoffe auf die Lösungen deiner Probleme. Erwarte zuversichtlich das, worauf du hoffst. Erwarte Gottes Eingreifen in deiner Situation. Was ist unser Glaube wert, wenn wir nicht erwarten, dass Gottes Wort in Erfüllung geht? Vertraue ihm von ganzem Herzen und gib nicht auf! Gottvertrauen ist etwas anderes als Leichtsinn, auch wenn beides manchmal nah beieinanderliegt. Es geht hier nicht darum zu meinen: Ist ja doch alles egal! Es geht darum, Angst und Ohnmacht und Sorgen abzugeben und uns seinen Frieden schenken zu lassen. Damit wir nicht panisch, sondern mit Frieden im Herzen und voller Vertrauen unsere Entscheidungen treffen und unser Leben führen. Lass dich nicht durcheinanderbringen von Katastrophen oder Seuchen, sondern vertraue Gott für dein Leben! Gott kann eingreifen, egal wie deine Herausforderung aussieht. Bete voller Zuversicht. Bitte Gott um Vertrauen zu ihm. Bitte ihn um kindliches Vertrauen! Und dann lass dich in Gottes Arme fallen. Man braucht Vertrauen, um das zu tun. Vertrau nicht auf dich selbst, auf deine eigene Kraft, deine Ideen, deine Klugheit. Sondern vertraue auf seine Kraft. Er fängt dich auf in jeder Lage. Er lässt dich nicht im Stich, selbst wenn ein Virus kommt, der die ganze Welt durcheinanderbringt – bei ihm bist du geborgen! Vertrau ihm dein ganzes Leben an.
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe
Dankbar haben wir Gottes Liebe erkannt und angenommen. Doch wie geht es jetzt weiter? Jesus ist ja nicht für den Sonntagsgottesdienst auf diese Erde gekommen, sondern für unseren Alltag. Und Gottes Liebe gilt nicht nur uns. In 1. Timotheus 2,1-4 lesen wir, dass Gott will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Wer soll das bewerkstelligen? – Wir! In deinem und in meinem Leben sollen die Menschen die Wahrheit erkennen. Viele Christen stimmen dem vielleicht zu, doch sie wissen nicht, wie sie das umsetzen sollen. Wie zeigt sich Gottes Liebe in unserem Leben so, dass andere Menschen Gottes Liebe sehen können? Wie können wir Gottes Liebe leben?
Zusammen mit Jesus
Wir vergessen oft: Gott wohnt in uns durch den Heiligen Geist. Genauso, wie Jesus damals mit den Menschen gelebt hat, will er auch heute mit uns zusammenleben, damit wir mit ihm gemeinsam seinen Willen auf dieser Erde voranbringen. Die Menschen sollen das Evangelium sehen, wenn wir es leben. Es geht um die Bereitschaft anzupacken! Jetzt sagst du vielleicht: „Ich steh ja nicht vorne mit einem Mikrofon und bin gar nicht ausgebildet.“ Aber darum geht es nicht. Gott hat verschiedene Dienste eingesetzt: „die einen als Apostel ... und andere als Propheten und andere als Evangelisten und andere als Hirten und Lehrer.“ Ihre Aufgabe? Die „Ausrüstung der Heiligen!“
Wir werden Heilige genannt, wenn wir Jesus in unser Leben aufgenommen haben. Und dazu gehörst du! Die Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer rüsten alle anderen aus, damit sie sich für das Reich Gottes einsetzen können. Du darfst dich ausrüsten lassen, damit die Menschen um dich herum zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, wenn sie dein Leben sehen! Du bist berufen, Menschen durch dein Leben das Evangelium zu zeigen. Das braucht gar nicht immer viele Worte. Zeige es durch dein Verhalten. Vergib, wo es nötig ist. Habe Hoffnung in schwierigen Zeiten. Sei ein Friedensstifter. Du bist das Programm Gottes in dem, was du sagst und was du tust.
Mitten unter Menschen
Jesus hat es uns vorgemacht. Es war immer in Gegenwart von Menschen. Jesus hat nicht gesagt: Kommt einmal in der Woche in die Synagoge – und das war’s. Er hat sich auch nicht nur ab und zu bei den Leuten sehen lassen. Viele Berichte der Bibel beschreiben, wie er bei den Menschen auf der Straße, auf dem Feld oder am Brunnen war und mit ihnen sprach. Auch du bist mitten unter den Menschen in deinem Umfeld. Da, wo Gott dich hingestellt hat: in deiner Familie, bei deinen Freunden, Nachbarn und Arbeitskollegen – und bei jedem anderem, der dir begegnet. Jesus war vor allem im Alltag bei den Menschen. Er hat sie geliebt, wertgeschätzt und ihnen vergeben.
Welche Werte lebst du?
Verlässlichkeit
In der Bibel steht: Dein Ja sei ein Ja! Ist das so in deinem Leben? Können Menschen auf dein Wort zählen? Gilt das, was du versprichst?
Respekt
Die Menschen sind Jesus nachgelaufen. Warum? Weil er ihnen gedient hat und sie respektvoll und voller Liebe behandelt hat. Außer die Pharisäer. Denen hat er manchmal gehörig die Meinung gesagt, denn sie meinten, alles besser zu wissen, sie handelten heuchlerisch und unehrlich und redeten nur schlecht über Jesus. Das hat Jesus verurteilt und das verurteilt er auch bei uns, wenn wir so handeln. Es geht gar nicht darum, ob wir recht haben oder nicht. Schlecht reden hat mit Christsein nichts zu tun. Jesus hat uns vorgelebt, Respekt und Wertschätzung zu zeigen.
Wohlwollen
Wie nimmst du persönlich Einfluss auf Menschen? Auf Menschen, die nicht so sind, wie du es gerne hättest? Menschen, die das Falsche tun? Schaffe eine Kultur der Liebe und Freundlichkeit in deiner Umgebung, anstatt jedem zu sagen, was er falsch macht. Die Menschen kennen ihre Fehler und wissen, was sie falsch machen. Das braucht man ihnen nicht jeden Tag zu sagen.
Ehrlichkeit
Jesus kritisiert bei den Pharisäern Unehrlichkeit und Heuchelei – d.h. wenn man jedem nur sagt, was er hören will. Begegnest du anderen in Wahrhaftigkeit?
Vergebung
Gottes Liebe weiterzugeben, bedeutet auch, anderen zu vergeben. Jesus hat es uns vorgemacht. Er hat niemandem seine Schuld nachgetragen. Wie hältst du es mit Menschen, die dir unrecht tun? Ist dein Herz vergebungsbereit?
Menschen erreichen
Die Menschen sollen das Evangelium sehen, wenn wir es leben.
- Statt bösem Reden – Vergebung und Freundlichkeit.
- Statt Ablehnung – Liebe und Verständnis.
- Statt Verurteilung – Barmherzigkeit und Hilfe.
Mit Barmherzigkeit und Liebe erreichen wir die Welt. Jesus hat jedem Menschen Barmherzigkeit entgegengebracht und uns vorgelebt, wie man auf diese Weise Menschen erreicht. Eines Tages führte ihn sein Weg nach Samaria, ein Gebiet, das Juden damals mieden, weil Juden und Samaritaner verschiedene religiöse Vorstellungen hatten und nicht miteinander klarkamen. An einem Brunnen sah Jesus eine Frau und sprach sie an (Johannes 4).
Schon da begann die außergewöhnliche Liebe und Barmherzigkeit von Jesus, sichtbar zu werden. Denn eigentlich durfte er gar nicht mit einer Frau sprechen. So lauteten die Regeln und Traditionen damals. Seine Jünger wunderten sich, dass er mit einer Frau redete. Doch keiner traute sich zu fragen, warum er das tat.
Manchmal müssen wir unsere Traditionen und Regeln über Bord werfen und Menschen einfach Liebe und Barmherzigkeit entgegenbringen. Und Jesus zeigte noch größere Wertschätzung, als er die Frau um etwas zu trinken bat. Das war total außer der Reihe! Indem er mit ihr sprach und sie um etwas zu trinken bat, nahm er sie als Person auf Augenhöhe wahr. Er lehnte sie weder als Frau noch als Samaritanerin ab.
Zwischen ihnen entwickelte sich ein Gespräch über das Wasser aus dem Brunnen und über das lebendige Wasser, das Jesus ihr geben wollte. „Dann gib mir dieses Wasser“, bat ihn die Frau, „damit ich nie mehr durstig bin und nie wieder herkommen und Wasser holen muss.“ Doch Jesus erwiderte: „Geh und ruf deinen Mann.“ Jesus konfrontierte sie mit ihrer Schuld, denn nach fünf anderen Männern lebte sie nun unverheiratet mit dem sechsten zusammen. Es entwickelte sich ein Gespräch über Anbetung. Wie erstaunlich!
Es gab keine Schuldzuweisung, keine Anklage, kein negatives Wort. Sondern Jesus zeigte Barmherzigkeit – einem Menschen, mit dem er eigentlich nicht einmal sprechen durfte. Die Frau war so überwältigt und perplex, dass sie alles stehen und liegen ließ, in die Stadt rannte und allen Leuten erzählte, möglicherweise habe sie gerade den Messias getroffen.
Was wäre wohl geschehen, wenn Jesus sie angeklagt hätte, für das, was sie alles falsch gemacht hatte? Die Frau wäre mit der ganzen Last ihrer Schuld beschämt nach Hause gegangen und hätte sich vielleicht nicht mehr herausgetraut, solange Jesus in der Nähe war. Und die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Viele Leute aus dieser Stadt begannen allein deshalb an Jesus zu glauben, weil die Frau überall erzählt hatte: ‚Dieser Mann weiß alles, was ich getan habe’“ (Johannes 4,39).
Schlüssel zu Menschen
Jesu Wertschätzung hat ihm Türen geöffnet, dass ihm die Menschen in dieser Stadt zuhörten. Seine Barmherzigkeit führte dazu, dass fast die ganze Stadt zu Jesus kam. Diese Geschichte ist ein Schlüssel dafür, wie wir Menschen erreichen. Nach diesem Beispiel müssen wir unseren Alltag leben, um Menschen zu gewinnen.
Lieben, wertschätzen und vergeben – in vielen anderen Geschichten von Jesus sehen wir dasselbe Prinzip. Sei bereit, diese Werte von Jesus in deinem Leben anzupacken! Lebe verlässlich und respektvoll, wohlwollend, wahrhaftig und vergebungsbereit in deinem Alltag, in deinem Umfeld, bei den Menschen, die dir begegnen. Lebe Gottes Liebe!
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe
Mitten in der Gesellschaft wirkte Jesus mit derselben Auferstehungskraft, die auch uns zur Verfügung steht. Denn der Heilige Geist wohnt in uns.
Für uns ist etwas „normal“, wenn es so geschieht, wie wir es gewohnt sind. Für uns ist etwas „unmöglich“, wenn niemand und nichts Veränderung bewirken kann. Und geschieht sie doch – dann ist das für uns ein „Wunder“. Wir müssen uns wirklich fragen, warum in unserer Zeit nicht mehr so viele Wunder geschehen wie in der Zeit von Jesus. Ich persönlich glaube, dass es auch damit zu tun hat, dass wir Gott oft nicht mehr einfach blind vertrauen. Wir erklären Wunder gern mit Zufällen, die passieren. Und auch religiöse Erklärungen kennen wir: „Die Zeit der Wunder ist vorbei“, „Du hast Wunder nicht verdient“, „Gott will nicht mehr handeln“.
Ich persönlich glaube, dass uns die große Zeit der Wunder ganz nahe bevorsteht. Die Welt fährt sich gerade selbst gegen die Wand. Mit der zunehmenden Gottlosigkeit in der Gesellschaft fehlt heute die Weisheit Gottes, die nur in den Menschen wirkt, die mit Jesus leben. Der begrenzte Wissenshorizont der Menschheit wird nicht von der göttlichen Weisheit erweitert. So steht der Mensch im Mittelpunkt und meint zu wissen, was zu tun ist. Auch Christen, die nicht in einer Beziehung mit Gott leben, bekommen Angst, weil sie menschlich keinen Ausweg mehr sehen.
Jesus tut Wunder
In meinem Artikel „Die drei Veränderungswunder“ habe ich beschrieben, wie wir die Gesellschaft ohne Worte verändern können, indem wir LIEBEN – WERTSCHÄTZEN – VERGEBEN. So hat es uns Jesus vorgelebt. Das ist unsere Aufgabe in der Gesellschaft, die wir mit Gottes Hilfe angehen können. Als Jesus auf der Erde war, kam er in viele unmögliche Situationen hinein, in denen es vor ihm keine Lösung gab und diese menschlich auch nicht zu erreichen gewesen wäre. Jesus tat Wunder. Und daran können wir Anteil haben, wenn wir täglich in Gemeinschaft mit ihm leben. Was uns als Menschen unmöglich wäre, können wir von Gott erhalten.
Der Alltag von Jesus sah so aus, dass er da hinging, wo die Menschen waren. Dort und nicht in der Synagoge kam er in die verrücktesten Lebenssituationen hinein, um dort den Menschen die Dimension zu zeigen, die mit ihm im Alltag möglich ist und zum richtigen Ziel führt. Er kam nicht in eine Zirkusveranstaltung, um magische Kräfte zu zeigen, die jeder bestaunt und von denen niemand etwas hat. Er kam mitten in die Gesellschaft , dahin, wo das reale Leben war.
Essen und Trinken
Jesus’ erstes Wunder bestand darin, Wasser in kostbaren Wein zu verwandeln. Ein Wunder von Überfluss und Liebe. Er vermehrte ein paar Brote und Fische, sodass Tausende hungrige Menschen davon satt wurden. Überall gab es dank ihm mehr als genug!
Wetter
Als er mit den Jüngern auf dem See Genezareth unterwegs war, kam ein großer Sturm auf. Die Jünger hatten Angst. Jesus befahl dem Wind: „Schweig!“ Da trat völlige Stille ein. Ein andermal lief Jesus in einem heftigen Sturm über das Wasser. (Als ich nach dem Sturm „Sabine“ im Februar so viele umgestürzte Bäume sah, dachte ich: Es ist auch ein Wunder, dass keiner von einem Baum erschlagen wurde!)
Krankheiten
Jesus „heilte alle Krankheiten und Leiden im Volk“ (Matthäus 4,23). Er sprach und berührte Menschen – und Blinde, Gehörlose, Leprakranke, Epileptiker und Gelähmte waren von ihren Leiden befreit. Keine Situation oder Krankheit brachte Jesus an seine Grenzen!
Tod
Jesus hat den Tod besiegt. In erster Linie für unsere Errettung und ewiges Leben. Doch weckte er auch schon auf dieser Erde Tote auf. Einer Witwe gab er ihren erwachsenen Sohn zurück und trauernden Eltern ihre kleine Tochter. Vor den Augen einer Trauergesellschaft weckte Jesus seinen geliebten Freund Lazarus von den Toten auf – und das nach vier Tagen!
Schuld
Der Sünderin am Jakobsbrunnen begegnete Jesus voller LIEBE –WERTSCHÄTZUNG – VERGEBUNG und gab ihr die Chance für ein ganz neues Leben.
Deine Situation
Gerade deine Situation gehört in diese Auflistung! Wunder sind das Sichtbarwerden von Gottes Willen. Der Heilige Geist wohnt mit seiner Kraft in jedem, der mit Jesus lebt! Darin ist das Wunder, das Gott wirken möchte. Auch an dir soll das Wunder, Gottes Wille, sichtbar werden. Sei wie die Menschen zur Zeit Jesu dafür bereit, dass Jesus genau in deine Situation hineinkommt. Verstecke dich nicht. Er weiß ohnehin Bescheid. Finde keine Ausreden, sondern lege alles vor ihm auf den Tisch. Seine Antwort lautet: LIEBEN – WERTSCHÄTZEN – VERGEBEN ... und das tut gut – nimm es an! Lass dich fallen in die Arme des liebenden Herrn.
Gebetsnacht
Ich freue mich schon auf Karfreitag, denn Gott wird mitten unter uns sein und uns seinen Willen sichtbar zeigen. Die Gebetsnacht ist eine Gelegenheit für dich, Gott zu begegnen. Es ist einfacher, mitten unter anderen Menschen, die Gott nahe sind, etwas von ihm zu empfangen als zu Hause. Der Glaube wird durch Zeugnisse, Predigt und Lobpreis gestärkt, so dass du in eine innere Haltung kommst, in der Gott an dir wirken kann.
Wir glauben oft schneller an ein Produkt aus der Werbung als an ein Wunder, das Gott für uns bereithält. Doch in der unsichtbaren Welt wirkt der Heilige Geist mit der Kraft, die Jesus an Ostern vom Tod auferweckt hat. Es ist genau dieselbe Kraft, die dir zur Verfügung steht! Es ist keine Kraft, um unsere Wünsche zu erfüllen. Diese Auferstehungskraft will Gottes Willen in deinem Leben erfüllen!
Daniel Müller , Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Möchtest du auch für die Kinder Israels ein Segen sein? Das 53. Kindergartenprojekt in Jerusalem steht schon in den Startlöchern. Wir freuen uns, wenn du unsere soziale und missionarische Arbeit in Israel mit deiner Online-Spende unterstützt. Vielen Dank!
Ich bedanke mich für die Gebetsunterstützung für meine Enkeltochter, die Probleme mit drei Kindern hatte. Gott hat die Herzen der Menschen gelenkt. Alles hat sich zum Guten gewendet. Auch mein Bruder ist wieder gesund. Ich danke dem Herrn für die Führung und euch für die Gebete.
Ich war neulich bei der letzten Kontrolluntersuchung im Krankenhaus. Da ging es auch um die Befundbesprechung des letzten CT und MRT sowie um Blutabnahme für die Tumormarker. Und die erfreuliche Nachricht folgte am Tag später per Telefon: Auf sämtlichen Bildern ist KEINE Auffälligkeit oder Tumoraktivität mehr nachweisbar und die Tumormarker sind im Idealbereich, also normal und nicht auffällig. Ist das nicht stark?
LIEBEN – WERTSCHÄTZEN – VERGEBEN
Unser langjähriger Freund Alan Platt aus Südafrika war im Januar bei uns. Er sagte: „72 Prozent der Christen, die Gottesdienste besuchen, wissen nicht, wie sie das Gehörte im Alltag umsetzen können.“ Für mich war das eine wichtige Bestätigung für die Fragen, die mich gerade beschäftigen: Wie können wir außerhalb unserer Fernsehsendungen und Unterwegs-Einsätze Gottes Absichten für die Menschen in das deutschsprachige Europa bringen? Wie können wir unsere Umgebung verändern? Mir wird immer stärker bewusst, dass wir genau das weitergeben sollen, was Jesus tat, als er auf der Erde war. Er hat sehr wenig in Synagogen zu Menschen gesprochen. Fast immer war er im Alltag bei den Leuten und hat ihnen dort gezeigt, wie sie miteinander umgehen sollen und wie darin Gottes Wille mit all seinen Auswirkungen sichtbar wird.
Warum sollten Menschen in die Kirche kommen?
Als ich das mit einem guten Freund diskutierte, sagte er: „Welchen Grund hätte ein Mensch aus der Gesellschaft in ein Kirchengebäude zu kommen? Was würde er bekommen, das es draußen nicht gibt?“ Das bestätigte meine Aussage, die ich oft in meine Predigten einbaue:
„Jesus kam nicht für eine kraftlose Kirche, sondern für die Menschen.“
Ich möchte damit keineswegs die gute Arbeit der Kirchen niedermachen. Aber Kirchen und Gemeinden haben oft einen Club-Charakter: Menschen kennen sich, lieben einander und sind gemeinsam mit Gott unterwegs. Ich sehe, dass sich viele Gemeinden mit einer kleinen Evangelisationsgruppe zufriedengeben, um die Menschen draußen zu erreichen. Sie bestehen aus leidenschaftlichen Christen, die einen aufopfernden Dienst tun – doch noch besser wäre, wenn alle Christen mehr Bibelinhalt mitten in der Gesellschaft leben, solange sie auf dieser Erde sind.
Liebe oder Angstmache?
Mir fällt auf, dass der Buddhismus beispielsweise nicht mit seinem Namen wirbt, sondern mit seinem Produkt: „Wellness“. Damit kann jeder etwas anfangen, viele brauchen sie und nehmen sie gerne in Anspruch. Nicht alles, was Wellness ist, ist auch buddhistisch. Aber sehr viele Praktiken haben ihren Ursprung im Buddhismus. Auch die Esoterik wirbt mit einem positiven Angebot, etwa der „inneren Kraft in dir“. Am Okkultismus locken die verborgenen und geheimen Kräfte.
Das Christentum dagegen stellt oft Aussagen voran wie: Der Mensch ist von Grund auf schlecht, du bist ein Sünder und du kommst in die Hölle! Das alles sind Wahrheiten. Aber warum versuchen wir, mit Angstmache zu werben? Werden wir so jemanden verändern? Ist denn nicht das größte Gebot die Liebe (Matthäus 22,36-39)? Ist nicht Gottes Liebe die Grundlage für die Entscheidung eines Weltmenschen, Jesus nachzufolgen?
Mon Chérie oder Kalorie?
Ich möchte das an einem kleinen Beispiel erklären. Wir haben einen französischen Mitarbeiter, der Jean-Marie heißt. Trotz unserer örtlichen Nähe zu Frankreich spricht hier niemand französisch und eine Mitarbeiterin begrüßte ihn mit: „Hallo Mon Chéri!“ Die alkoholhaltige Praline klingt in unseren deutschen Ohren einfach zu ähnlich wie sein Name. Ich lachte und fragte ihn, was „Mon Chéri“ eigentlich bedeutet. Er sagte: „Mein Schatz“!
Geschickter Name, dachte ich. Genaugenommen könnte die Praline auch „Hilfe, Kalorien!“ oder „Achtung Alkohol – ganz gefährlich!“ heißen. Das klänge natürlich wenig verlockend. Warum verpacken wir Christen dagegen das Evangelium – die beste Botschaft überhaupt! – so unattraktiv? Menschen haben heute schon genug Angst. Wir alle sehnen uns nicht auch noch nach einer Religion, die Angst macht. Deshalb sollten wir nicht ausgerechnet damit werben.
Religiosität oder Veränderung?
Ich glaube, es würde einen großen Unterschied machen, wenn Christen die Werte ihres Glaubens im Alltag leben würden – so wie es Jesus getan hat. Er lebte mitten unter den Menschen: Er sprach mit ihnen, hörte ihnen zu, half ihnen, bot ihnen Heilung an und begegnete mit seinen ganz anderen Werten den Situationen, in denen sie steckten. Er lebte null Religiosität vor! Jesus war nicht bekannt dafür, Wert auf bestimmte Gebete, christliche Symbolen oder Kirchenangehörigkeit zu legen. Als Jesus auf der Erde lebte, war ihm dreierlei wichtig:
LIEBEN – WERTSCHÄTZEN – VERGEBEN
LIEBEN
Jesus begegnete jedem mit seiner bedingungslosen Liebe. Mit einer Liebe, die keine Vorleistung, keinen liebenswerten Zustand fordert. Seine Liebe ist bedingungslos. Mit dieser Liebe dürfen wir uns von Gott lieben lassen und mit ihr dürfen wir anderen begegnen (Johannes 15,12; 1. Johannes 3,1; 4,19).
WERTSCHÄTZEN
Obwohl Jesus ihr Lehrer war, hat er seinen Jüngern die Füße gewaschen (Johannes 13,14). Er hat Menschen Ehre und Respekt erwiesen. Geh nicht achtlos an Menschen vorbei. Finde das (vielleicht sehr kleine) Positive an ihnen heraus und wertschätze es. Wir sind aufgerufen, andere anzunehmen und ihnen Gutes zu tun (Römer 15,7; 1. Thessalonicher 5,15).
VERGEBEN
Schon im Vaterunser ist die Dringlichkeit der bedingungslosen Vergebung mit eingebaut (Matthäus 6,14). Wenn wir vergeben, setzt uns das selbst für unser eigenes Leben frei. Zu richten, was falsch am anderen ist, überlassen wir somit Gott. Bringe deinen Groll zu Gott, gib ihm deine negativen Gefühle und vergib bereitwillig (Epheser 4,32; Kolosser 3,13).
Wenn wir LIEBEN – WERTSCHÄTZEN – VERGEBEN zu unserem Lebensstil machen, dann tragen wir das Echte unseres Glaubens an Jesus in unsere Gesellschaft hinein. Ich sehe eine große Not darin, dass wir Christen es nicht einmal schaffen, diesen Lebensstil innerhalb der Mauern unserer Gotteshäuser zu führen.
Paulus schreibt: „Wenn ich keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz“ (1. Korinther 13,1). Ohne Liebe wären wir also so etwas wie ein dröhnender Gong. Wir sind dann ein Club, der sich an Gott erfreut, aber der Welt da draußen nichts zu sagen oder zu bieten hat. Bevor du Leute richtest, stelle dir ehrlich die Frage: Lebe ich öffentlich den Lebensstil Jesu? Liebe ich Menschen? Wertschätze ich Menschen? Vergebe ich Menschen?
Willst du mit dem Evangelium in der Welt einen Unterschied bewirken? Möchtest du dein Umfeld verändern? Dann fange an, LIEBEN – WERTSCHÄTZEN – VERGEBEN in deinem Leben umzusetzen. Nicht als Pflicht eines Christen, sondern weil du selbst zutiefst von Gott geliebt bist und diese Liebe weitergeben möchtest. Wie bei Jesus wird ein solcher ungezwungener Lebensstil seine Wirkung haben.
So geht’s praktisch
- Wenn du im Supermarkt einkaufst, sage der Frau an der Kasse ein nettes Wort und wünsche ihr „Gottes Segen“.
- Steigere dich nicht in den Ärger über den ungemütlichen Arbeitskollegen, sondern lerne, seine positiven Seiten zu sehen und lass dir von Gott Liebe für ihn schenken.
- Achte darauf, an welchen Menschen du bisher vielleicht achtlos vorübergehst. Sieh ihnen in die Augen, denke über ihre Qualitäten nach und lobe sie dafür.
- Überlege dir, wie du Menschen in deinem Umfeld Gutes tun kannst. Wem kannst du Gebet anbieten? Wem würde ein Besuch gut tun? Wem kannst du von deinem Überfluss abgeben?
- Wenn dir jemand Unrecht getan hat, sprich in deinem Herzen Vergebung aus. Bitte Gott, dir deinen Groll, deinen Unmut und deine Bitterkeit zu nehmen. Wenn sich negative Gefühle wieder einnisten wollen, bleib vergebungsbereit und bitte Gott, dir seine Liebe zu schenken.
LIEBEN – WERTSCHÄTZEN – VERGEBEN ist zuerst eine Sache der Einstellung und dann des Verhaltens.
Es gibt das schöne Zitat:
„Predige das Wort zu jeder Zeit; wenn nötig, benutze Worte.“
Man könnte auch sagen: „Lebe deinen Glauben und wenn andere fragen, rede darüber.“ Wie wir leben, wie wir lieben, wertschätzen und vergeben, spricht Bände. Für die Menschen, die uns begegnen, sind wir ein Brief von Jesus, den sie lesen (2. Korinther 3,3). Wir sind die Aushängeschilder für unseren Glauben. Werben wir mit Gottes Liebe für unseren Glauben? Ist der Brief an unsere Freunde, Nachbarn und Kollegen voller Respekt und Vergebungsbereitschaft?
Triff eine Entscheidung für dein Leben in dieser Gesellschaft: Fang an, LIEBEN – WERTSCHÄTZEN – VERGEBEN in deinem Alltag zu leben. Du bringst damit das Königreich Gottes in deine Umgebung und sie wird dadurch verändert! Die Menschen werden fragen und erkennen, wodurch die Veränderung geschieht.
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Endlich hat mein Neffe einen guten Arbeitsplatz gefunden. Wir alle danken Gott von Herzen und auch euch im Missionswerk für euer Mitwirken!
Gott, der Vater, hat seinen Sohn Jesus als „Erben aller Dinge“ eingesetzt. So steht es in Hebräer 1,2. Jesus ist derjenige, dem alles gehört. Und er hat dir ein Testament hinterlassen, das für dich ganz persönlich gedacht ist.
Ein Testament wird eröffnet und gilt, wenn jemand verstorben ist. Jesus starb am Kreuz von Golgatha – somit ist sein Testament rechtsgültig. Alles, was darin steht, gilt dir. Nicht weniger und nicht mehr. Das Erbe ist für dich. Denn du gehörst zur Familie Gottes, wenn du Jesus Christus in dein Leben aufgenommen hast:
„Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst zeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi.“ Römer 8,15-17
Du bist erbberechtigt! Das steht hier ganz konkret. Und ähnlich schreibt Paulus es im Galaterbrief: „Also bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; wenn aber Sohn so auch Erbe durch Gott“ (Galater 4,7). Du bist kein Sklave des Teufels mehr, sondern ein Kind Gottes – durch die Erlösung am Kreuz. Deshalb gehört auch das Erbe dir. In diesem Testament steht, was Gott für dich bereithält.
Alle sind erbberechtigt
Schon im Alten Testament hat Gott bestimmt, dass wir alle, jeder einzelne, Anspruch auf ein Erbe haben. Da gibt es die erstaunliche Geschichte in 4. Mose 27,1-8. Ein Mann mit Namen Zelofhad hatte fünf Töchter und keinen Sohn. Man muss dazu wissen: Die Frauen zur damaligen Zeit waren nicht erbberechtigt. Doch diese fünf Töchter gingen zu Mose und zum Priester Eleasar, forderten ihr Erbe ein und sagten: „Unser Vater ist in der Wüste gestorben, aber er hatte keine Söhne. Soll unsere Familie deshalb kein Land erhalten und der Name unseres Vaters in Vergessenheit geraten? Gib uns einen Grundbesitz inmitten der Brüder unseres Vaters!“
Und Mose brachte ihre Rechtssache vor Gott. Und was Gott darauf antwortet, lesen wir in Vers 6: „Die Töchter Zelofhads reden recht. Du musst ihnen in der Tat einen Erbbesitz inmitten der Brüder ihres Vaters geben, und du sollst das Erbteil ihres Vaters auf sie übergehen lassen!“
Und den Israeliten sollte Mose anordnen: „Wenn ein Mann stirbt und keinen Sohn hat, dann sollt ihr sein Erbteil auf seine Tochter übergehen lassen.“ Hier wurde ein für allemal von Gott geklärt, dass jeder Mensch erbberechtigt ist. Wir lesen hier nicht die Meinung von Mose oder der oberen Führer, sondern eine direkte Antwort von Gott. Jeder Mensch bekommt sein Erbe. Damals ging es um physisches Erbe, heute geht es um unser geistliches Erbe, um das, was in der Bibel steht.
Garagenwagen
Der Teufel will uns immer weismachen, dass wir kein Recht auf Gottes Verheißungen haben. Doch das Gegenteil ist richtig: Wir haben Anrecht auf das, was in der Bibel steht. Wenn hier auf der Erde ein Testament eröffnet wird und du darin benannt bist, bekommst du das, was für dich bestimmt wurde. Das kann ein Geldbetrag sein, oder sogar ein Haus, ein Auto, Schmuck oder ein wertvolles Bild. Was machst du dann? Du holst es dir ab. Du nimmst es in Besitz. Du verwendest das, was du geerbt hast und freust dich darüber.
Du kannst ein Testament auch ablehnen. Dann hast du nichts davon, dann ist es nutzlos für dich. Dasselbe gilt für das Testament, das Jesus dir hinterlassen hat: Du kannst es annehmen oder ablehnen. Einige Christen nehmen das Testament, gebrauchen aber nicht, was sie da geschenkt bekommen haben. Sie nehmen die Verheißungen nicht in Anspruch.
Das wäre so, als hättest du ein schönes, schnelles hochklassiges Auto geerbt. Du hast es abgeholt und in deine Garage gestellt. Den Fahrzeugschein trägst du immer mit dir herum und vielleicht zeigst du anderen sogar, was für ein tolles Auto du geerbt hast. Es steht in deiner Garage und du bestaunst es – fährst aber nie damit. Wofür das Auto gedacht war, zum Fahren nämlich, dafür nimmst du es gar nicht in Anspruch. In Wirklichkeit hast du gar nichts von deinem fahrbaren Untersatz.
Genauso ist es mit dem Testament von Jesus. Wir können es in der Hand halten, wir können es mit uns herumtragen, wir können anderen erzählen, dass es uns gilt, aber was haben wir davon, wenn wir es nicht gebrauchen? Treten wir unser Erbe aber an, nehmen wir es in Anspruch, dann eröffnet es uns gewaltige Dimensionen.
Du hast Vollmacht!
Nachdem Jesus einen Gelähmten geheilt hatte, lobten seine Zuschauer Gott begeistert. Und Matthäus schreibt: „Sie verherrlichten Gott, der solche Vollmacht den Menschen gegeben hat“ (Matthäus 9,8). Gott hat den Menschen, er hat uns Vollmacht gegeben. Wir dürfen sie annehmen. Kurz darauf, in Kapitel 10, lesen wir, dass Jesus seine zwölf Jünger zu sich rief und er „gab ihnen Vollmacht, böse Geister auszutreiben und alle Kranken und Leidenden zu heilen“ (Matthäus 10,1). Lass dich nicht einschüchtern, sondern benutze die Vollmacht, die du durch dein Erbe hast.
Du hast Kraft!
Als Jesus nach seiner Auferstehung mit den Jüngern zusammen saß, gab er ihnen ein Versprechen: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist“ (Apostelgeschichte 1,8). An Pfingsten ergriff der Heilige Geist die Nachfolger von Jesus gewaltig. Er ist in dir! Strecke dich aus nach mehr von ihm. Du kannst ihn überfließend haben. Auch Paulus dankt Jesus dafür, dass er ihm Kraft verliehen hat (1. Timotheus 1,12). Dieselbe Kraft hast auch du! Kraft für jeden neuen Tag, Kraft für deine Arbeit, Kraft um zu vergeben, Kraft um Gutes zu tun. Kraft, um allen Anläufen des Teufels zu widerstehen und allen Versuchungen zu widerstehen, die dir jeden Tag begegnen. Du kannst immer wieder auftanken, weil Jesus Christus die Kraft ist.
Du hast den Sieg!
Durch Jesus schenkt Gott uns den Sieg (1. Korinther 15,57). Der Sieg, den Jesus errungen hat gehört dir. In diesem Sieg überwinden wir alle Herausforderungen, die auf uns zukommen: „Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube“ (1. Johannes 5,4). Unser Glaube und unser Vertrauen auf Gottes grenzenlose Liebe ist unser Sieg. Er hat dir alles bereitgestellt, was du brauchst. Dieser Sieg gehört dir!
Wunderbare Perspektive
Du hast ein legales Anrecht auf das, was in der Bibel geschrieben steht, weil Gott dich als Erben eingesetzt hat. Ebenso wie in einem Testament nicht nur manches rechtsgültig sein kann und anderes nicht, so hast du auch Anspruch auf alles, was in der Bibel steht. Gott kümmert sich um dich, er sieht dich und er weiß, wie es dir geht. Er hat auch genau für das Problem, das du gerade mit dir herumschleppst, eine Lösung.
„Denn Gott hat uns versprochen: ‚Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab.’ Deshalb können wir voller Vertrauen bekennen: ‚Der Herr hilft mir, ich brauche mich vor nichts und niemandem zu fürchten.’“ Hebräer 13,5-6
Das ist eine wunderbare Perspektive: Wir brauchen uns nicht zu fürchten, auch nicht vor der Zukunft – denn Gott hilft uns. Er verlässt uns nicht, er vergisst dich nicht, er hält seine Versprechen. Du bist von Gott geliebt. Er hat dir ein Erbe hinterlassen. Nimm es an und lebe darin!
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe
Sie haben wegen meiner Schlaflosigkeit für mich gebetet. Oft lag ich trotz Medikamenten bis zum Morgen wach. Nun hatte ich seit Weihnachten keine einzige schlaflose Nacht mehr. Das bedeutet viel für mich. Ich danke euch.
Dein Weg in eine befreite und befähigende Vaterschaft
„Der fundamentalste Schaden der Gesellschaft ist ihre Vaterlosigkeit.“ Dieser Satz stammt aus dem Buch „Echte Väter braucht das Land“ des südafrikanischen Pastors Cassie Carstens. Er fasst zusammen, worüber ich seit Jahren als Männer-Coach spreche. Wie brandaktuell das Thema Vaterschaft ist, formuliert auch Stephen Baskerville, Dozent für Politikwissenschaft am Howard Center in Illinois/USA:
- 90 Prozent aller Häftlinge in Amerika sind Männer, 75–90 Prozent von ihnen sind ohne Vater aufgewachsen,
- 63 Prozent aller jugendlichen Selbstmörder kommen aus einer vaterlosen Familie,
- 90 Prozent aller Obdachlosen und entlaufener Kinder sind ohne Vater groß geworden,
- 85 Prozent der US-Bürger mit Verhaltensstörungen kommen aus Familien ohne Vater,
- 80 Prozent aller Vergewaltigungsopfer kommen aus vaterlosen Familien,
- 71 Prozent der Schulabbrecher sind ohne Vater aufgewachsen,
- 51 Prozent aller Kinder haben heute keinen Vater zu Hause.
„Wem wir nicht vergeben, dem geben wir die Macht.“
Egal ob bei meinen Männertagen, Einzel-Coachings oder Segeltörns: Vaterschaft ist das zentrale Thema. Es wird so schnell sichtbar, ob sich eine Spur des Segens oder ob sich klaffende Wunden durch das Leben eines Mannes ziehen. Wir leben in der vaterlosesten Generation überhaupt – und zwar ohne dass die Väter im Krieg gestorben sind. Die Väter unserer Generation sind am Leben, aber sie sind nicht zu Hause. Die dringlichen Fragen der Kinder werden nicht beantwortet. Das hat nicht nur massive Auswirkung auf ihr Leben, sondern auch auf ihr Gottesbild und ihre Gottesbeziehung.
Statistiken verändern
Aber auch in meinem direkten Umfeld sehe ich ständig, wie präsent das Thema Vaterschaft ist. Mein Nachbar und guter Freund Alexander kam letztes Jahr bei den Dreharbeiten zu meiner Videoserie „Vaterkraft“ zu Wort und hat seine unglaublich bewegende Geschichte erzählt. Auf einen mutigen Vorstoß von ihm hat sein Vater nicht reagiert. Viele Männer würden jetzt enttäuscht stehen bleiben. Verletzt, entmutigt, frustriert. Doch Alexander hat mir erzählt, dass er die Sache für sich abgehakt hat – auch, wenn er sich eine andere Antwort gewünscht hätte.
Für Alexander ist jetzt der neue, klare Fokus entscheidend: nicht nachtragend sein, nicht nachtrauern. Stattdessen richtet er seinen Blick in die Zukunft und stärkt seine Vaterbeziehung zu seinen wunderbaren Kindern und Enkeln. Das finde ich so stark! Wem ich nicht vergebe, dem gebe ich die Macht. Aber wenn vergeben wird, dann kommt wahre Freiheit. Das sieht man an Alexanders Geschichte so deutlich.Deinen Einstieg in befreite und befähigende Vaterschaft findest du in meiner siebenteiligen Videoserie „Vaterkraft“. Zur Serie gibt es jetzt ein hochwertiges Workbook, mit dessen Hilfe du allein oder gemeinsam mit deiner Männergruppe diese befreienden Wahrheiten in Anwendung bringen kannst. In dieser Serie geht es nicht nur um die Beziehung zu deinem Vater, sondern auch zu Gott, zu deiner Frau, zu deinen Kindern. Und es geht noch weiter: Vaterschaft ist auch in deinem Umfeld, der Gesellschaft unendlich wichtig. Du wirst mit gelebter Vaterschaft in deinem Wirkungskreis Antworten auf die Nöte dieser Welt geben!
Dirk Schröder, der Männer-Coach
Komm zum Männertag 2020
„Dirk Schröder ist ein guter Freund von uns. Was ihn aber ausmacht: Er ist ein Freund von Gott. Seine Hauptberufung ist, Männer in eine ganz offene Art und Weise in die Freundschaft mit Gott zu führen. Dies geschieht ganz unreligiös.
Beim Männertag 2019 waren über 270 Männer im Missionswerk und sie erlebten eine Veranstaltung, die total anders war als erwartet. Dirk erzählt ganz offen über seine Erfahrungen als Mann, als Vater und als Sohn. Mit vielen Filmszenen, einer großen Offenheit, über persönliche Situationen zu sprechen, und einer spürbaren Nähe zu Gott, öffnet er die Herzen, damit jeder Mann sich, seine Frau, seine Kinder und andere in einer von Gott gegebenen Normalität sieht, jenseits aller religiöser Zwänge. So fühlen sich gestandene Christen wie auch Ungläubige, Geschäftsleute und andere Männer in Verantwortung total wohl.
Dirk liebt klare Worte, die Veränderung bringen, wenn man sie befolgt. Es ist für jeden etwas dabei und es ist ein Erlebnis, das das Leben prägt. Die Pausenzeiten des Männertages sind wertvoll, um über das Gehörte nachzudenken und bei gutem Essen wird so manche neue Freundschaft geknüpft.“
Mitte September konnte ich nur kurze Wege in meinem Garten gehen, danach musste ich mich ausruhen. Als ich eines Tages erwachte nannte mir Jesus einen Namen und sagte: „Geh hin“. Der Name war mir nicht bekannt, aber ich bekam heraus, dass es ein Physio-Studio mit diesem Namen gab. Ich ging hin und ließ mich beraten. Ich bekomme jetzt dort Behandlungen und die Inhaber sind gläubig. Meine Füße sind schon stärker geworden und ich kann kurze Strecken wieder mit dem Auto fahren. Ich vertraue auf den Herrn, dass ich vollständig geheilt werde. Alle Ehre gehört Ihm!
Ich bat euch um Gebetsunterstützung wegen der starken Rückenbeschwerden meines Sohnes. Gott sei aller Dank – die starken Schmerzen sind weg.
Gott hat mein Gebet erhört. Jesus hat mir geholfen meine Finanzen in Ordnung zu bringen. Ich habe keine Probleme mehr damit. Gott sei Dank!
Vor einigen Monaten bat ich um Hilfe für meinen Sohn. Das Gebet hat wirklich und wahrhaftig geholfen. Er ist viel aufgeschlossener und netter zu mir. Herzlichen Dank für die Gebete.
In der Zeit, als ich ein Schuljunge war, besaß mein Vater eine Baufirma und mein Großvater leitete eine Gemeinde, die er 1945 gegründet hatte. Sie hieß „Gemeinschaft entschiedener Christen“ und war der Ort für viele Großveranstaltungen mit Predigern wie William Branham, T. L. Osborn, Tommy Hicks, Paul Cain und anderen. Mein Großvater suchte einen Missionar, um die Reichweite seiner Arbeit weiter zu vergrößern, und wandte sich an die Velberter Mission. Dort bot man ihm die Option, einen jungen Evangelisten mit einem großen Herzen für Afrika auszusenden. Ich kann mich noch gut an den Aussendungsgottesdienst 1967 bei uns in der Bachstraße erinnern: Es war kein anderer als Reinhard Bonnke – der Evangelist, der bekannt wurde für seine Großveranstaltungen in Afrika, die von bis zu mehr als einer Million Menschen besucht wurden.
Nun eine Missionsgemeinde
Mein Vater, fünf Jahre älter als Reinhard, freundete sich schnell mit ihm an und besuchte ihn später auch in Afrika. Auch mein Großvater flog nach Afrika, als wir die Bibel-Fahrradaktion unterstützten, bei der junge Männer als Fahrradevangelisten ins Land geschickt wurden. In dieser Zeit begann mein Vater, neben seiner Baufirma das Wort Gottes über Radio Luxemburg zu verbreiten. Reinhard Bonnke war oft bei uns im kleinen selbstgebastelten Studio zu Rundfunk-Aufnahmen für unser Programm. Die kleine Druckerei unserer Radiomission, mit der wir die Traktate druckten, hat mein Vater eines Tages zusammengepackt und nach Afrika geschickt. Sie war der Grundstein für eine später wachsende große Druckerei in Afrika, mit einer ausgebildeten Druckfachkraft aus Deutschland.
„Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden.“ Matthäus 28,19
Ich habe mir die Mühe gemacht, einmal herauszusuchen, wie lange wir Reinhard monatlich in Afrika unterstützt und den Bericht von seiner Missionsarbeit in unserem Magazin abgedruckt haben: Unsere Unterstützung lief noch bis zum Jahr 1981.
Um 1970 übernahm mein Vater Siegfried die Gemeinde von meinem Großvater. Da wir durch unser Engagement in Afrika und in den Medien nun eine Missionsgemeinde waren, änderte mein Vater den Namen in „Missionswerk Der Weg zur Freude“. Seither war mein Vater auch sehr evangelistisch in Deutschland und der Schweiz unterwegs. Viele Jahre hat Reinhard uns besucht, unserer Gemeinde von Afrika berichtet und es war ansteckend, wie sehr er dafür brannte, Menschen zu Jesus zu führen. Er war für meinen Vater auch eine große Inspiration in seiner Art und Weise, das Evangelium zu predigen. 1974 gründete er mit Mitgliedern aus unserer Gemeinde den Verein „Christus für alle Nationen“ (CfaN) in Deutschland.
Reinhard Bonnkes Vision für uns
2015 war Reinhard Bonnke letztmalig bei uns in Karlsruhe und veranstaltete eine Schule für Evangelisation. Er berichtete von seinem Werdegang, von seinem Durchbruch nach einigen Jahren als Missionar. CfaN wuchs in großen Schritten und Reinhard Bonnke sah, wie seine Berufung zur Seelenernte in unbeschreiblichem Ausmaß in Erfüllung ging. Als Isolde und ich ihn 2018 zu Hause besuchten, tauschten wir viele Erlebnisse aus der Gründerzeit aus, die uns bis heute bewegen. Wir trafen einen Missionar an, der zwar von seiner Krankheit geschwächt war, aber in dem das Feuer nicht nachgelassen hatte. Er erzählte uns von den Erfolgen, aber auch von schwierigen Zeiten. Es ist für Isolde und mich ein großes Vorrecht, diese drei Tage mit ihm verbracht zu haben. Er freute sich mit einer so kindlichen Freude darüber, dass wir mit unserem Evangeliumsbus in verschiedene Städte fahren, um das Evangelium zu verbreiten.
In Gottes A380
Im Mai 2019 war Reinhard ein letztes Mal in Hamburg. Isolde und ich konnten damals nicht dabei sein und hörten uns im Dezember seine Predigt an. Er sprach dabei unter anderem vom A380. Für mich war das zutiefst bewegend, denn erst im November hatte ich einen Gutschein für einen Flugsimulator für den A380 eingelöst, den mir meine Kinder zum 60. Geburtstag geschenkt hatten. Ein Pilot zeigte mir, wie man einen A380 startet und fliegt, welche Hebel und Schalter man bedient und es war für mich beeindruckend, dieses Flugzeug eine Stunde lang im 1:1-Simulator fliegen zu dürfen.
- größte Hallen voll mit Menschen, die in einer nicht dagewesenen Art und Weise Gott erleben,
- 33 Millionen Menschen, die in unserem deutschsprachigen Europa zu Jesus finden,
- ein Lobpreis mit Orchester und Gegenwart Gottes, wie es noch nirgends auf der Erde Realität war.
Über die 33 Millionen Menschen habe ich zunächst mit niemandem geredet, bis Christoph Häselbarth seine Vision veröffentlichte, dass in den nächsten Jahren 30 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum Gott begegnen werden. Ich glaube, dass dies geschehen wird. Indem die Kraft des Heiligen Geistes offenbar wird, werden Ungläubige überzeugt. Das Wort, das verkündet wird, wird bestätigt werden.
Wir erleben immer mehr Zeichen und Wunder in unserem Dienst und Menschen kommen ohne Aufruf zu uns, um ihr Leben Jesus zu geben.
„Ich möchte den Hebel auf volle Schubkraft stellen, damit Menschen die Kraft des Heiligen Geistes erleben.“
Wenn ich mich jetzt zurück in die Pilotenkanzel des A380 versetze, möchte ich den Hebel für die vier Düsen mit je 35.000 PS auf volle Schubkraft stellen, um die Menschen um uns herum, Menschen im deutschsprachigen Europa, die Kraft des Heiligen Geistes erleben zu lassen. Ich wünsche mir, dass wir Christen in Einheit für unser Land und unsere ungläubigen Nächsten beten und mit aller verfügbaren Kraft alle Möglichkeiten nutzen, um die Größe Gottes zu verkünden. Machst du mit? Betest du dafür?
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Am 6. Dezember 2019 ist Reinhard Bonnke im Kreis seiner Familie von Jesus heimgerufen worden. Wir denken an seine Frau Anni, seine erwachsenen Kinder Kai-Uwe, Gabriele und Susanne mit acht Enkelkindern und freuen uns auf ein Wiedersehen in der Ewigkeit.
Daniel & Isolde Müller
Ich habe letztes Jahr meinen Mann nach fast 40 Jahren verloren. Ich dachte, ich schaffe das schon, doch es hat mich tief getroffen. Während der Israelreise kam Jesus im Garten Gethsemane zu mir und sagte: "Es ist genug" und nahm meinen Mann mit ins Licht. Es tat unendlich weh und ich musste ständig weinen. Das hatte ich vorher nicht wirklich getan. Ich habe mir mehr Nähe zu Jesus gewünscht und er hat nicht nur sich, sondern auch mich selber mir näher gebracht. Dafür bin ich dem Herrn dankbar.
Ich bin Gott dankbar, dass er mir geholfen hat. Einige Tage nach dem für mich gebetet worden war, spürte ich, wie mich im Unterleib eine Wärme umgürtete. Es war, als hätte mir jemand ein warmes Handtuch umgelegt. Das passierte zweimal. Ich bekomme jetzt keine Bauchkrämpfe und Durchfall mehr und der Knoten im Becken fängt an sich zu lockern. Ich bin beweglicher geworden. Danke für die Gebete!
Die Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird immer mit großem Interesse erwartet. Wenn die Wirtschaftsweisen ein Statement abgeben und sagen: „Der Wind bläst uns mit Wucht ins Gesicht“, dann stellt sich die Frage, wie wir uns auf die Zukunft vorbereiten wollen. Was können wir tun?
Verstand einschalten
Wir können solche Berichte einfach ignorieren oder als Panikmache abtun. Jesus selbst hat seine Jünger auf die Zukunft vorbereitet, indem er ihnen sagte: „Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Unruhen, so entsetzt euch nicht. Denn das muss zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da“ (Lukas 21,9).
Jesus sagt, wir werden von Kriegen und Unruhen hören. Auch aktuell gibt es vielfältige Unruhen in der Welt und die unterschiedlichsten Nachrichten können uns beängstigen. Doch unsere erste Reaktion darauf soll nüchtern ausfallen, denn Jesus sagt: „Entsetzt euch nicht!“ Wir müssen dazu nicht unseren Verstand ausschalten, Jesus fordert seine Jünger sogar auf, ihn zu gebrauchen, indem er ihnen einen vernünftigen Grund liefert: „Denn das muss zuvor geschehen.“ Jesus benutzt auch das Bild von einer Geburt, um diesen Prozess genauer zu beschreiben, und spricht von den Wehen. Bei einer natürlichen Geburt gibt es verschiedene Phasen: Man spricht von Senkwehen, Eröffnungswehen, Presswehen. Das erste Ziehen ist noch nicht die Geburt, doch es braucht jede einzelne Wehe, damit am Ende eine Geburt erfolgt. So müssen diese Dinge geschehen, aber das Ende ist noch nicht da.
Gottes Stimme hören
Was können wir tun, wenn diese Dinge geschehen, das Ende aber noch nicht da ist? Aus meiner Sicht ist eine ganz wichtige Quelle für unsere innere Haltung nicht die Information, sondern die Inspiration. Ich kann auf die Nachrichten hören, die von vergangenen Geschehnissen berichten und eine Vorhersage für die Zukunft prognostizieren. Oder ich kann auf Jesus hören, der uns sagt: „Ich nenne euch nicht mehr Diener; denn einem Diener sagt der Herr nicht, was er vorhat. Ihr aber seid meine Freunde; denn ich habe euch alles anvertraut“ (Johannes 15,15).
An anderer Stelle sagt er: „Meine Schafe hören meine Stimme …“ (Johannes 10,27). Es mag nicht immer leicht sein, unter all den Stimmen, die sich bei uns Gehör verschaffen wollen, Gottes Stimme herauszuhören. Doch wenn wir uns Zeit nehmen, dann will Gott uns hineinnehmen in das, was er zu tun gedenkt. Gott hat gute Gedanken über die Zukunft und will uns aufzeigen, was er tun will.
Auf Gott hoffen
David formuliert in Psalm 37,3: „Hoffe auf den Herrn und tu Gutes.“ Immer wenn wir unsere Hoffnung auf Gott setzen, dann werden wir auch hinhören, was er uns sagen möchte. Das Resultat ist, dass wir dann nicht einfach irgendetwas Gutes tun, sondern in den von ihm vorbereiteten Werken wandeln, wie es auch Paulus den Gläubigen in Ephesus schreibt (Epheser 2,10).
Inmitten einer turbulenten Welt dürfen wir eine göttliche Klarheit und eine Perspektive gewinnen inmitten der schier unübersichtlich komplexen Ereignisse. „Hoffe auf den Herrn und tu Gutes.“ Diese schlichte Aussage von David enthält ein gewaltiges Potenzial. Wenn wir mit Hoffnung versehen Gutes bewirken, dann werden wir nicht nur Zuversicht im Herzen haben, sondern auch einen Unterschied in unserer Umgebung erreichen und Gottes Herrlichkeit widerspiegeln. Wenn du in der Hoffnung auf Gottes Treue in die Zukunft schaust und bereit bist, in seinen vorbereiteten Werken zu wandeln, dann wird Gott in dir ein klares Bild von der Zukunft entfalten.
Salomo schreibt in Sprüche 29,18: „Ohne Gottes Weisung verwildert ein Volk.“ Wir können in unserer Zeit beides sehen: Menschen die verwildern, und Menschen, die eine Vision haben. Wir können uns von Gott eine Weisung, eine Vision schenken und uns von Gott gebrauchen lassen. Um die Zukunft gut zu bewältigen, brauche ich Gottes Inspiration und nicht nur Information.
Aus Ewigkeitsperspektive
Hast du dich jemals gefragt, welches Bild der Zukunft in dir lebt? Ist es ein Bild von Chaos, Trübsal und Gottlosigkeit, das dir mit Blick auf die Zukunft vor Augen steht? Oder ist es ein Bild von Gottes Herrlichkeit, vom gewaltigen Wirken des Geistes in den letzten Tagen und der Perspektive des Himmels und der wunderbaren Wiederkunft unseres Herrn? Wir dürfen wirken, bis er wiederkommt. Dabei agieren wir nicht hektisch und beschäftigt, sondern souverän als Beauftragte und Bevollmächtigte.
Du bist geschaffen, deine Ewigkeit bei Gott zu verbringen und hier etwas zu wirken, das Bedeutung in der Ewigkeit hat. Wir haben das Privileg, alles, was wir tun, aus der Perspektive der Ewigkeit zu bewerten. Das bringt eine enorme Entspannung mit sich. Aus dieser Perspektive können wir Zeitfenster definieren und uns fragen: Was möchte Gott wohl in den nächsten zehn Jahren tun? Was in fünf Jahren? Oder was will er im nächsten Jahr in meinem und durch mein Leben tun?
Häufig nehmen wir uns für ein Jahr zu viel vor und für zehn Jahre zu wenig. Entscheidend ist: Wir wollen Gottes außergewöhnliches Wirken erwarten und im Glauben handeln. Wenn wir uns von Gott an den Platz stellen lassen, den er vorgesehen hat, wenn wir in den Werken wandeln, die er vorbereitet hat, dann können wir Teil einer Vision werden, die größer ist, als das, was wir alleine jemals tun könnten. Im persönlichen und im gemeinsamen Leben dürfen wir Außergewöhnliches mit Gott erwarten. Auch wenn um uns herum sich Unruhe breitmacht, liegen die besten Zeiten noch vor uns.
Gott will seinen Geist ausgießen und Wunder tun.
Große Erwartungen im Missionswerk
Als Missionswerk leben wir in der Erwartung, dass Gott in unserer Zeit viele Menschen retten möchte. Wir sind voller Zuversicht, dass Gott Menschen, die als Besucher in die Christus-Kathedrale kommen, als berufene Botschaftern ausrüsten und in ihr Umfeld senden möchte. Wir bereiten uns darauf vor, Menschen in Gottes Reich willkommen zu heißen, in Gottes Familie zu integrieren, sie zu unterstützen, damit sie ihre Bestimmung finden und selbst zu Botschaftern der Gnade werden.
Wir leben in einer besonderen Zeit. Gott will sein Reich nicht nur irgendwo auf dieser Welt ausbreiten, sondern in unserem Land, in deiner Umgebung und durch dich. Wenn du in dies vor dir liegende Jahr schaust, dann frage doch Gott, was er in diesem Jahr durch dich wirken möchte, das Bedeutung in der Ewigkeit haben wird. Frage ihn, was er in den nächsten fünf oder zehn Jahren tun möchte. Stell dir vor, wie das Jahr 2030 aussehen könnte, wenn du im Glauben, dass Gott, der dich berufen hat, treu ist und tun wird, was er gesagt hat. Wie würde sich dein Umfeld entwickeln? Lass dich von Gott rufen, ausrüsten und gebrauchen. Du darfst die Zukunft mit Gott gestalten und dabei die beste Zeit deines Lebens mit Gott erleben.
Thomas Inhoff, Pastor im Missionswerk Karlsruhe
Isolde hat mit mir im April in Zofingen gebetet. Eine Lösung ist erfolgt. Ich bin jetzt frei. Ich muss nicht mehr mit dem schwierigen Kollegen zusammenarbeiten.
Ich bin aufgewacht und mir stand das Wort „unlimited“ vor Augen. Auf Deutsch bedeutet es „grenzenlos“. Lieber möchte ich sagen: „Ohne Limit!“ Eigentlich ist die menschliche Sprache zu schwach, um mit einem Wort Gottes Dimensionen beschreiben zu können. Doch mir kamen spontan ein paar Bibelstellen in den Sinn, die Gottes Größe formulieren:
Liebe – ohne Limit
„So hoch, wie der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Liebe zu allen, die Ehrfurcht vor ihm haben. Wer kann den Abstand zwischen Himmel und Erde messen?“ Psalm 103,11
Diese für Menschen unmessbare Größe wird als Dimension genannt für die Agape-Liebe Gottes. Eine bedingungslose Liebe. Eine Liebe, die nicht von Emotionen abhängig ist. Eine Liebe, die jeden Menschen liebt, egal, was er gemacht hat und wie er drauf ist.
Kraft – ohne Limit
„Gott kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt.“ Epheser 3,20
Im Bitten und Betteln sind wir Weltmeister. Und doch kann niemand auf Erden so viel von Gott erbeten, dass es Gottes Kapazität sprengen würde. Diese Dimension, die kein Mensch erreichen kann, spiegelt die Größenordnung von Gottes Kraft wider. Daraus schließe ich, dass Gottes Kraft weit größer ist als das, was wir je brauchen oder erbitten können. Und das Beste ist – genau diese Kraft wirkt in uns.
Lebenstage – ohne Limit
„Wer tut, was Gott will, wird ewig leben.“ 1. Johannes 2,17
Er hat uns ewiges Leben gegeben – wir beginnen auf der Erde und leben bis in alle Ewigkeit im Himmel!
Licht – ohne Limit
„Gott befahl: ‚Es werde Licht!’ Und es wurde Licht.“ 1. Mose 1,3
Was Gott befiehlt, das geschieht und existiert in Dimensionen, die wir nicht begreifen können! Jesus sagt in Johannes 6: „Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Dunkelheit umherirren, sondern er hat das Licht, das ihn zum Leben führt.“ Er sagt von sich selbst, dass er das Licht ist. Alles andere ist von der Substanz her Dunkelheit. Nur durch Licht allein kann das, was in der Dunkelheit ist, erleuchtet werden. Es gibt keine Dunkelheit, gegen die Gottes Licht nicht ankommt!
Vergebung – ohne Limit
„So fern, wie der Osten vom Westen liegt, so weit wirft Gott unsere Schuld von uns fort!“ Psalm 103,12
Jeder, der möchte, kommt in diesen Genuss! Der Sieg von Jesus am Kreuz hat für alle Menschen, die zu ihm kommen, Vergebung ermöglicht. Das kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man bedenkt, welch großes Problem wir selbst haben, jemandem etwas zu vergeben.
Schöpfung – ohne Limit
„’Mit wem wollt ihr mich vergleichen?’“, fragt der heilige Gott. ‚Wer hält einem Vergleich mit mir stand?’ Blickt nach oben! Schaut den Himmel an: Wer hat die unzähligen Sterne geschaffen? Er ist es! Er ruft sie, und sie kommen hervor; jeden nennt er mit seinem Namen. Kein einziger fehlt, wenn der starke und mächtige Gott sie antreten lässt.“ Jesaja 40,25–26
Es gibt so viele Dimensionen in Gottes Schöpfung, die man nicht messen kann: die Größe des Weltalls, die Anzahl der Sterne, die Menge an Sauerstoff, die Energie der Sonne. Und das Erstaunlichste ist: Du bist ein Kind dessen, der all das geschaffen hat. Dein eigener Körper ist ein Wunderwerk – ohne Limit!
Wie klein machen wir Gott, wenn wir vom großen Gott reden? Ihn kann man nicht mit unseren Maßen messen oder mit unserem Verstand begreifen. Niemand kann ihn einsperren. Niemand kann ihn besiegen. Er ist größer als alles, was wir je gesehen haben.
Und der Mensch?
„Was ist da schon der Mensch, dass du an ihn denkst? Wie klein und unbedeutend ist er, und doch kümmerst du dich um ihn.“ Psalm 8,5
Sind wir vielleicht gar nicht so groß und wichtig, wie wir meinen? Gemessen an Gott sind wir wirklich klein. Wir sind klein, aber wir brauchen uns nicht klein zu fühlen, denn wir sind Kinder des großen Gottes! Er kam deinetwegen auf diese Erde. Er hing am Kreuz auf dem Planeten, den er erschaffen hat. Lange bevor du beschlossen hast, was du mit Gott machst, beschloss er, was er mit dir vorhat. Er gab seinen Sohn. Er gab sich selbst. Er gab dir eine Einladung mit ihm zu leben – ohne Limit.
Vielleicht spürst du gerade beklemmende Grenzen, die dir die Luft zum Atmen rauben: Depressionen, Einsamkeit, Probleme, Krankheit ... Doch Gottes Grenzenlosigkeit kann dich von dem befreien, was dich einengt. Du bist kein Zufall im Universum, sondern ein Teil von Gottes Plan! Sprich es für dich laut aus: „Ich bin ein Teil von Gottes Plan!“ Glaube mir, die Dimension von Gottes Grenzenlosigkeit ist größer als alles, was dir Probleme macht. Gott kann – ohne Limit.
Unser Auftrag
Das ist die Botschaft und Grundlage unserer Missionsarbeit. Wir Menschen sind nicht nur dafür da, uns als geschlossener Fan-Club in der Kirche oder Gemeinde wohlzufühlen, sondern wir sollen einer verlorenen Welt Gott präsentieren – ohne Limit! Das geschieht, wenn wir sein Licht durch unser Leben als Zeugnis strahlen lassen.
Wir freuen uns schon auf dieses Jahr und glauben, dass Gott uns noch größere Dimensionen sehen lässt. Wir wollen kühn im Glauben das aussprechen, worüber wir in seinem Wort die Zusage bekommen haben. Worte haben Macht und diese wollen wir in der Kraft im Namen Jesu aussprechen.
Mach mit, bete für uns und erlebe mit uns Zeichen und Wunder, die im Namen Jesu geschehen. Wir wollen Gottes Willen ausführen. Die Menschen in unserem Land brauchen nicht eine Religion, sondern die Offenbarungen der Größenordnung unseres lebendigen Gottes – ohne Limit! Diese Dimensionen sind ohne Konkurrenz. Freue dich mit uns auf das, was Gott mit dir und uns vorhat. Sprich Gottes Lösungen, die du in der Bibel findest, über deinem Leben aus.
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Danke für die Gebete für meinen Enkel: Er lag als Neugeborener auf der Intensivstation in Hamburg. Die Beatmung war schlecht. Herr Müller hat daraufhin um 11:57 Uhr für ihn gebetet. Um 16:45 Uhr rief mich dann mein Sohn an, dass es meinem Enkel besser gehen würde und er nach Hause könne! Das ist ein Wunder!
Meine Tochter hat einen Job. Mein Sohn hat zwei Prüfungen mit den Noten 1 bzw. 1,3 bestanden. Auch meiner lieben Mutter wurde wunderbar geholfen, nachdem ich euch um Gebetsunterstützung gebeten hatte. Ich bin unendlich dankbar.
Ich war im August in Essen im Gottesdienst des Missionswerks. Dort habe ich ganz unspektakulär von meinem Platz aus gebetet, wegen meinen Bandscheiben und auch meinen Leisten. Und jetzt kann ich sagen, dass ich geheilt bin. Ich kann wieder Sport treiben. Es ist alles weg, und das seit mehreren Wochen!
Ich war vor 30 Jahren hier in der Gebetsnacht. Ich saß ganz hinten. Siegfried Müller hat gesagt, dass hier eine Frau aus dem Elsass sei, die Nierensteine hat. Siegfried hat mich ganz persönlich angesprochen, obwohl wir uns davor nicht kannten! Da dachte ich, dass ich damit gemeint sei. Und so war ich geheilt. Es wurden keine Nierensteine mehr gefunden.
Wir stehen wieder am Ende eines Jahres, das reich gesegnet war, viele schöne Überraschungen vom Himmel brachte und auch herausfordernd war. Im März erlebten wir ein Highlight: den Männertag mit 270 Männern, die so tief von Gott berührt wurden. Dann kam der Auftakt unserer UNTERWEGS-Veranstaltungen in Zofingen. Eine ganz neue Dimension an Nähe Gottes mit Zeichen und Wunder begann. Diese Dimension erlebten wir auch bei den Gebetsnächten, den Heilungstagen und auch sehr intensiv auf der Israelreise.
Wir durften für viele Menschen ein Werkzeug sein und etliche begannen, in einer neuen Ebene der Gegenwart Gottes zu leben. Wir bekamen in diesem Jahr sehr viele Rückmeldungen von Menschen, denen wir an den unterschiedlichen Orten begegnet sind oder die uns erlebt haben. Ganz besonders begeistern uns die zahlreichen Bitten um Heilung und Veränderungen in allen Lebenssituationen, über denen wir beten durften und in denen Gott gewirkt hat. Mit Gebet für dich – live haben wir eine Sendung ins Leben gerufen, in der wir über Gebet sprechen, live für Anliegen beten und manchmal erleben, dass Menschen sofort von Gott berührt werden.
Du hast Anteil
Doch dürfen wir diese Gelder natürlich nicht für unsere Kosten in Deutschland verwenden. Die etwa 1.000 TV-Sendungen im Jahr, die Missionseinsätze, das Magazin, die digitalen Medien und das Personal sind ständige Kosten, die von Jahr zu Jahr steigen. Ohne diese Posten könnten wir auch keine Sozialarbeit tun, denn über sie werden Menschen auf unsere Arbeit und Projekte erst aufmerksam. Eine Herausforderung sind die Investitionen für das Missionszentrum, das jetzt bereits schon 30 Jahre existiert. Neue Sicherheitsvorschriften sowie eine altersschwache Haustechnik erfordern Investitionen, die niemand sieht, aber ohne die wir die große Dimension an der Verbreitung des Evangeliums nicht leisten könnten.
Wir möchten einfach DANKE sagen all denen, die uns mit Spenden unterstützen. Es ist für uns die einzige Geldquelle, um die umfangreiche Arbeit im deutschsprachigen Europa durchführen zu können. Du hast Anteil an dem, was für Gottes Reich geschieht. Halte dir jedes Sozialprojekt, jeden Segen, jede Heilung vor Augen, die du bei uns hörst oder liest, und sage: „Daran habe ich meinen Anteil!“
Isolde und ich danken dir von Herzen für alle Treue sowie auch für alle spontane Unterstützung. Gott sieht dein gebendes Herz und er wird für dich etwas Wunderbares daraus machen.
Daniel & Isolde
Ich bin hierhergekommen, um Gott zu danken. Vor fast 20 Jahren ist unser Sohn an einer schweren Darmerkrankung, Morbus Crohn, erkrankt. Ich habe diese Krankheit nicht angenommen und habe betet, so wie auch ihr dafür gebetet habt. Heute ist er komplett frei von dieser Krankheit. Er braucht keine Medikamente, und das seit Jahren!
Kürzlich habe ich einen Satz gehört, der mich sehr nachdenklich gemacht hat. Er hieß: „Das, was du anstarrst, wächst.“ Damit war nicht das gemeint, was wir mit den Augen in unserem Kopf sehen, sondern was wir im Geist betrachten – man könnte auch sagen: Was wir mit den Augen unseres Herzens ansehen, das wird größer. Mit unseren Augen im Kopf sehen wir die irdische Dimension, in unserem Geist sehen wir die Dimensionen des Himmels – den übernatürlichen Bereich.
„Das, was du anstarrst, wächst.“
Dahinter steckt eine Wahrheit: Was deine Aufmerksamkeit gefangen nimmt, wächst in dir und deinem Leben. Es hat eine Auswirkung. Du wirst erfüllt davon, positiv oder negativ.
Das Unmögliche sehen
In der Bibel beginnt Jesus seine Reden auffallend auf mit dem Wort: „Siehe ...“ Ebenso lesen wir es häufig im Alten Testament. Es bedeutet: Merke auf, nimm es wahr, lenke deine Aufmerksamkeit darauf – siehe! Als Petrus auf Jesus schaute, konnte er aus dem Boot steigen, in dem sie saßen, und auf dem Wasser gehen. Das heißt, er konnte das Unmögliche tun. Dann passierte es: Petrus lenkte seine Aufmerksamkeit auf die Wellen – er schaute in die falsche Richtung. Und damit landete er wieder auf der Ebene des Möglichen und sank.
Worauf siehst du? Auf das, was Jesus kann? Oder auf die Wellen? Auf die Ebene des Möglichen oder auf die Ebene des Unmöglichen, das Gott tun kann?
Worauf du deine inneren Augen richtest, das nimmt an Einfluss zu.
Je mehr du dem Negativen nachgibst, desto mehr wird es dein Leben prägen. Je länger du dich mit Okkultem beschäftigst, desto mehr Einfluss bekommt es in deinem Leben. Je mehr du um deinen Groll und deine Unversöhnlichkeit kreist, desto stärker beeinflussen sie dein ganzes Sein und gewinnen Raum in dir.
In Galater 5,19 lesen wir auch noch von anderen Dingen, die unsere Aufmerksamkeit haben können und dann in uns wachsen: Neid, Eifersucht, Zorn Rechthaberei, Streit. Gib diesen Dingen keinen Raum in dir.
Wir kennen alle solche Situationen, in denen unsere Gedanken nur noch um das Eine kreisen: Vielleicht ist es dein Nachbar, der dich geärgert hat oder Probleme in deiner Familie, die dich nicht schlafen lassen oder finanzielle Probleme, bei denen du nicht mehr weißt, wie es weitergeht. Es nimmt Raum ein in deinem Denken. Es nimmt uns Lebensqualität, raubt den Frieden, den Schlaf, den Appetit.
An Wunder erinnern
In Markus 8 lesen wir eine Geschichte, in der Jesus es auf den Punkt bringt: Die Pharisäer stritten mal wieder mit ihm und wollten von ihm Zeichen und Wunder sehen. Jesus ließ sie einfach stehen und stieg wieder in das Schiff und fuhr an das jenseitige Ufer. Doch seine Jünger hatten vergessen, Brot mitzunehmen, so dass für alle nur ein Brot da war.
Während sie über den See fuhren, warnte Jesus seine Jünger: ‚Hütet euch vor dem Sauerteig des Herodes und der Pharisäer!’ Die Jünger überlegten, was er wohl damit meinte, und dachten: „Das sagt er bestimmt, weil wir das Brot vergessen haben.“ Jesus merkte, worüber sie sprachen, und fragte: „Weshalb macht ihr euch gleich Sorgen, wenn einmal nicht genug zu essen da ist? Werdet ihr denn nie verstehen, was ich meine?“
Das Augenmerk der Jünger lag auf ihrem Problem: dem Brot, das sie vergessen hatten. Sie legten die Aufmerksamkeit auf das Irdische, ihre Haltung war die von Herodes und den Pharisäer. Jesus aber sprach über das Übernatürliche. Ihre Aufmerksamkeit lag auf ihrem Bauch, aber Jesus sprach von etwas ganz anderem.
Jesus sagt weiter in Vers 17:
„Könnt ihr gar nichts begreifen? Ist euer Herz denn noch immer so hart und unempfänglich? Ihr habt doch Augen. Warum seht ihr nicht? Und ihr habt Ohren. Warum hört ihr nicht?“
Das ist eine deutliche Rede. Jesus rüttelte sie ganz schön wach. „Könnt ihr nicht sehen? Könnt ihr nicht hören? Könnt ihr nicht erkennen?“, fragte er. Es gibt zwei Realitäten, die irdische und die himmlische. Die Jünger dachten nur an die irdischen Belange. Und Jesus fragte sie weiter: „Habt ihr vergessen, dass ich fünftausend Menschen mit fünf Broten gesättigt habe? Wie viele Körbe habt ihr mit Resten gefüllt?“ Sie antworteten: „Zwölf.“ Und Jesus hält ihnen vor: „Und da habt ihr immer noch nichts begriffen?“
Warum konnten die Jünger sich nicht erinnern, welche Wunder Jesus schon getan hatte? Weil ihr Augenmerk auf etwas ganz anderem lag! Jesus brachte es auf den Punkt: „Was habt ihr denn gesehen? Habt ihr nicht die Wunder gesehen? Versteht doch!“ Die Jünger hatten die geistliche Realität aus den Augen verloren und sorgten sich nur darum, dass das Brot nicht reichen würde.
Was siehst du? Worauf liegt dein Augenmerk? Auf dem Irdischen oder auf dem Übernatürlichen? Denkst du darüber nach, dass Jesus heilt, wiederherstellt, befreit? Erinnerst du dich, was er an Menschen getan hat? Hältst du dir vor Augen, wie er Situationen verändert, wie er eingreift, wo es keine Hilfe gibt?
Erinnere dich daran, was Jesus schon getan hat in deinem Leben oder im Leben anderer.
In jedem Wunder, das Gott tut, wird geistliche Realität sichtbar. Schau auf Gottes Realität, denn das, was du anschaust, wächst in dir.
Den Zusagen trauen
Wenn du auf die Gegenwart des Übernatürlichen schaust, steht dein Glaube auf. Glaube entwickelt sich auch dadurch, was du im Geistlichen siehst. Glaube kommt nicht aus dem, was du mit deinen natürlichen Augen wahrnimmst – dafür braucht es keinen Glauben mehr.
„Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft: Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht.“ – Hebräer 11,1
Schaue mit deinen geistigen Augen auf das, was du noch nicht siehst, und es wird wachsen in dir.
Gott gab Abraham eine prophetische Sicht. Er schaute die Sterne an. Jeden Tag, immer und immer wieder. Und eines Tages sprach Gott dort zu ihm: „Blicke doch auf zum Himmel und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst!“ Und dann gab Gott ihm ein Versprechen: „So zahlreich wird deine Nachkommenschaft sein!“ Unter diesem Sternenhimmel glaubte Abraham, was Gott gesagt hatte (1. Mose 15, 5-6).
Abraham hat nicht auf das Natürliche geschaut, sondern auf das Übernatürliche, auf die riesige Nachkommenschaft, die Gott möglich machen konnte – obwohl Abraham bis dahin gar keine Kinder hatte. Ich kann mir vorstellen, wie er in den Nächten darauf dasaß, vor seinem Zelt, und die Sterne beobachtete. Wie er sich daran erinnerte, was Gott ihm gesagt hatte und wie er kopfschüttelnd dachte: ‚Keine Ahnung, wie das gehen soll – aber Gott hat es gesagt!’
Für Abraham war eine solche Zukunft nach menschlichen Maßstäben aussichtslos. In seinem Alter war er bereits jenseits aller männlichen Fruchtbarkeit. Er hatte nur die Zusage von Gott und die Sterne, die er jede Nacht anschauen konnte. Er hat gehört, gesehen und erkannt. Und dann bekam er im Alter von 100 Jahren einen Sohn: Isaak.
Worauf schaust du? Gott hat auch dir Zusagen gegeben in seinem Wort. Er ist dein Hirte. Er wird dich nicht verlassen. Er holt dich aus dem dunklen Tal heraus. Er kennt dich. Wenn du ihn anrufst, wird er hören.
Jesus sagt: „Ich bin bei euch alle Tage.“
Eine Verheißung von Gott. Ganz ähnlich der für Abraham. Und genauso können wir reagieren: ‚Keine Ahnung, wie das gehen soll – aber Gott hat es gesagt!’
Proklamiere deine Verheißungen und rufe sie immer wieder in Existenz, damit sie Raum gewinnen in dir. Glaube ist, wenn du siehst mit deinen geistlichen Augen, was Gott sagt – und es real wird in deinem Herzen. Glaube ist eine bestimmte Haltung Gott gegenüber: Ich vertraue dir! Schaue auf die Tatsache des Übernatürlichen und nicht auf das Irdische und richte deinen Blick auf das, was Jesus tun kann.
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe
Vor einem Jahr haben wir um Spenden für ein dringendes Problem gebeten: verseuchtes Wasser in Indien. Wir wollen mithelfen, dass Familien in Indien Wasser trinken können, das nicht durch Bakterien, Viren und Parasiten verschmutzt ist und krank macht. Möglich wird das durch Biosandfilter, die ohne Strom funktionieren und dank verschiedener Schichten in ihrem Inneren das Wasser reinigen.
Der neue Biosandfilter für die Siedlung wird pro Tag Wasser für etwa 1.000 Menschen liefern. Er ist der erste dieser Bauart und Größe in ganz Indien. Der zweite Filter wird aktuell in Budge Budge, ebenfalls im Großraum Kalkutta, gebaut.
Noch einmal: Herzlichen Dank an alle Spender!
Am letzten Tag, dem Höhepunkt des großen Festes, trat Jesus wieder vor die Menschenmenge und rief laut: „Wer Durst hat, der soll zu mir kommen und trinken! Wer mir vertraut, wird erfahren, was die Heilige Schrift sagt: Von ihm wird Leben spendendes Wasser ausgehen wie ein starker Strom.“ (Johannes 7,37-38)
Jesus spricht in Jerusalem im Tempel diesen Satz, den bis heute viele nicht verstehen. Wie kann aus denen, die glauben, „Leben spendendes Wasser“ fließen?
Totes wird lebendig
Im Alten Testament war der Tempel aus Stein das Zentrum der Gegenwart Gottes. Im Tempel wurde er nicht nur verehrt, sondern Gott selbst wohnte im Tempel. Jeremia schreibt: „Unser Tempel ist der herrliche Thron Gottes, seit jeher hoch erhaben“ (Jeremia 17,12). Wenige Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung wurde der Tempel in Jerusalem zerstört und verlor seine Bedeutung. Doch durch den Sieg am Kreuz wird jeder, der mit Jesus wandelt, selbst zu einem Tempel, in dem Gottes Herrlichkeit, das Allerheiligste, ständig wohnt:
„Wisst ihr nicht, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist?“ (1. Korinther 6,19)
Hesekiel, ein Prophet im Alten Testament, sah in einer Vision den Tempel in Jerusalem: „Dort entdeckte ich, dass Wasser unter der Schwelle hervorquoll.“ Das Wasser floss Richtung Totes Meer und je weiter es vom Tempel wegfloss, desto tiefer wurde es. Hesekiel „sah, dass auf beiden Seiten des Flusses sehr viele Bäume standen. (...) Überall wohin der Fluss kommt, da schenkt er Leben. Ja, durch ihn wird das Wasser des Toten Meeres gesund, so dass es darin von Tieren wimmelt“ (Hesekiel 47,3-12). Dieses Wasser war so lebendig, dass Totes am Salzmeer lebendig wurde. Pflanzen, Bäume, Früchte und Fische waren dort.
Diese Vision wird seit einigen Jahren wahr. Vom Tempel sind zwar nur noch die Stufen erhalten, auf denen wir jedes Jahr mit unserer Reisegruppe sitzen. Doch es fließt tatsächlich Frischwasser zum Toten Meer und hat dort in den letzten Jahren die größte Süßwasseroase in Israel gebildet. Isolde steht auf unserer Israel-Rundreise immer mit der Gruppe an einem See mit Fischen und Palmen und liest Hesekiel 47 vor. Salzwüste wird fruchtbar! Die alttestamentliche Vision erfüllt sich in unserer Zeit vor unseren Augen.
Das Allerheiligste
Seit der Auferstehung von Jesus ist dieses Leben spendende Wasser auch für uns ganz persönlich erlebbar. Wir sind der neutestamentliche Tempel, aus dem Wasser des Heiligen Geistes fließen möchte. Das kann jedoch nur geschehen, wenn wir uns dessen bewusst sind und es zulassen. Wenn wir Gottes Tempel mit seinem Thron sind, bedeutet das, dass er die Herrschaft in unserem Leben übernehmen darf. Jesus sagt: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Lukas 17,21) – es besteht aus entschiedenen Christen, die ein Tempel des Heiligen Geistes sind.
Gott wohnt in seinem Tempel – wir sind ein Volk seiner Gegenwart! Die Fähigkeit seine Gegenwart zu beherbergen, ist das Bedeutendste für unser Leben. Haben wir das begriffen? Leben wir bewusst als Tempel der Gegenwart des lebendigen Gottes? Allzu oft leben Menschen nur in einer Mischung aus Religion, Kirche und Traditionen. Doch durch Jesus ist das, was nur für Könige möglich war, für uns möglich geworden: Der Vorhang zum Allerheiligsten steht uns offen. Dort ist unsere Quelle.
Stausee oder Kanal?
In Hesekiels Vision floss aus dem Tempel so viel Wasser, dass es unter der Schwelle herausquoll. Die Tür konnte es nicht mehr im Inneren halten konnte. Es fließt in die Wüste dieser Welt und macht Totes lebendig. Die Frage ist: Bist du ein Stausee oder ein Kanal? Hältst du das lebendige Wasser bei dir oder lässt du es zu anderen fließen und Leben schaffen?
Ich erlebe so viele Menschen, die sagen, sie seien von Gott enttäuscht. Beim Nachforschen merke ich aber immer wieder, dass sie nicht von Gott, sondern von der Kirche und den Menschen, die in die Kirche gehen, enttäuscht sind. Symbole und Kirchengebäude beeindrucken die Menschen unserer Zeit nicht mehr. Wenn durch uns Gottes Gegenwart nicht nach außen fließen kann, bemerkt die Welt um uns herum nichts.
Deshalb sollten wir uns folgende Fragen stellen:
- Fließt das Leben spendende Wasser aus uns nach außen?
- Haben wir noch die Sicht dafür, dass draußen Wüste ist und das lebendige Wasser sie zum Leben erwecken will?
- Wünschen wir uns, dass Gottes Leben spendendes Wasser die Wüste begrünt und sogar Früchte hervorbringen kann?
Sei Träger seiner Gegenwart
Der Tempel, aus dem das Wasser quellen möchte, bist du. Da, wo du lebst. Jesus hat nie gesagt: „Macht gemütliche Gottesdienste.“ Sondern Jesus hat seine Jünger in die Welt gesandt und gesagt: „Ihnen sollt ihr diese Nachricht bringen: ‚Jetzt beginnt Gottes neue Welt!’ Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige gesund und treibt Dämonen aus!“ Matthäus 10,7-8. Die Kraft dafür liegt in dem Fluss aus dem Tempel.
Menschen möchte kein frommes Gerede hören. Sie möchte sehen, dass unser Gott tut, wozu niemand sonst im Stande ist. Die Welt möchte in dir den Unterschied sehen, ohne dass du ein Wort sagst. Das Königreich ist nahe, wenn Zeichen und Wunder geschehen. Die Bibel verheißt das für unsere Zeit, in der wir leben. Wir haben es auf unserer UNTERWEGS-Nordtour und durch unsere TV-Sendungen erlebt. Ein Besucher sagte: „Ich kann mit dem Christentum nichts anfangen, aber das, was Gott bei euch tut, begeistert mich.“ Was wir Wunder nennen, ist im Himmel Normalität.
Der Himmel ist in dir! Du bist ein Träger seiner Gegenwart. Was machst du daraus? Was veränderst du damit? Unterscheide dich von deinem Umfeld! Bringe als Träger Gottes Gegenwart sein Leben spendendes Wasser in irdische Umstände, damit Frucht in der Wüste wächst. Die Welt möchte Trägern seiner Gegenwart begegnen. Bist du einer davon? Wie im Himmel so auf Erden – lasst uns das erleben!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
„Wenn das Mercy-Hospital Menschen wie mich nicht behandeln würde, wo hätte ich bloß hingehen sollen? Ich lebe heute nur, weil es dieses Krankenhaus gibt!“, ist Carl McDermot überzeugt. Gegen seinen Krebs musste er im Mercy-Hospital eine Chemotherapie durchlaufen und wurde kürzlich wegen grauen Stars behandelt.Und Rajashree Mukherjee erzählt: „Seitdem ich 6 Jahre alt bin, werde ich im Mercy-Hospital behandelt. Eine Verwandte, die von dem kostenlosen Angebot wusste, hat mich damals hingebracht. Heute bin ich 21 Jahre alt, aber weil ich an der seltenen Krankheit Thalassämie leide, sehe ich viel jünger aus und bin immer noch regelmäßig in Behandlung. Ich bin dankbar für die medizinischen Möglichkeiten hier. Bald muss ich operiert werden und freue mich über Gebet.“
Kostenlose medizinische Hilfe
Auf der Sozialstation des Mercy-Hospitals in Kalkutta, Indien, können auch Menschen aufgenommen werden, die sich einen Krankenhausaufenthalt sonst niemals leisten könnten. Weil wir diese Hilfe so wichtig finden, haben wir vor etwa 10 Jahren mithilfe unserer Missionsfreunde einige gut ausgestattete OP-Säle und einen teuren Computertomographen finanziert. Genau dieses Gerät ist nun in die Jahre gekommen und kann nach all den Jahren Dauereinsatz nicht mehr repariert werden.
Zwei Generalüberholungen haben wir in den letzten Jahren bezahlt. Doch nun erklärte die Firma Siemens, dass es für dieses radiologische Gerät keine Ersatzteile mehr gebe. Er sei durch den großen Einsatz einfach abgenutzt.
Uns stehen noch die Bilder vor Augen, wie wir diese große und teure Maschine voller Freude in Kalkutta eingeweiht haben. Wir empfanden ein wenig Stolz, dass unsere Missionsfreunde diese – gerade auch für arme Patienten – so wertvolle Maschine kaufen konnten. Ungefähr 4.000 Tage lang war der Tomograph nun im Einsatz, als echte Perle der medizinischen Ausstattung.
Warum ein Computertomograph so wichtig ist
Viele Krankheiten kann man nur mit so einem CT feststellen und sie dann richtig behandeln. Kaum ein Krankenhaus in Kalkutta besitzt ein solches Gerät, stattdessen werden Patienten in unser Mercy-Hospital geschickt und ihre Behandlung bezahlt. Diese Einnahmen sind äußerst wertvoll, um das Krankenhaus und auch die Sozialstation betreiben zu können, auf der die Ärmsten kostenlos behandelt werden. Und natürlich stehen auch ihnen bei Bedarf CT-Untersuchungen zur Verfügung.
Das Mercy-Hospital zählt zu den besten Krankenhäusern in Kalkutta und hat viele Auszeichnungen bekommen. Die hochmodernen OP-Säle, die wir vom Missionswerk ausbauen durften, können sich mit deutschen Sälen messen. Ein Freund sagte uns, er wäre froh, wenn es in seinem deutschen Ort einen solchen OP-Saal gäbe.
Wir brauchen deine Hilfe
Ein Computertomograph ist sehr teuer: Er kostet über 200.000 Euro. Um einen neuen anschaffen zu können, ist jeder Euro wertvoll! Unsere Indienmissionarin Huldah Buntain sagt immer:
„Ein Euro ist nicht ein Tropfen auf dem heißen Stein – sondern viele Tropfen füllen einen Ozean.“
Wenn dein Herz dir sagt, dass du dich beteiligen willst, dann schreibe in den Verwendungszweck deiner Zahlung „Indien CT“ (Spenden in Deutschland sind steuerabzugsfähig). Vielleicht kannst du in deinem Bekanntenkreis oder auf deiner Arbeit auch eine Aktion zu Weihnachten starten, die dieses Projekt unterstützt?
Wir bedanken uns von Herzen für alle Spenden!
Daniel und Isolde MüllerWenn du uns helfen möchtest, Indien auf diese Weise zu segnen, freuen wir uns über deine Online-Spende!
In der Natur können wir viele Arten von Wüsten beobachten: ausgedehnte Sandwüsten, Felswüsten, die durch das Geröll unpassierbar sind, Eiswüsten, in denen keinerlei Pflanzen und Tiere leben können, Salzwüsten, deren Böden aus Salz, Ton und Sand sich nach Regen in Sumpf verwandelt. Je nach Klima und Erdboden können Wüsten extrem unterschiedlich aussehen. Genauso verhält es sich mit unseren Lebenswüsten. Bei jedem Menschen sind sie anders beschaffen, weil sich unsere Herausforderungen und Schwierigkeiten unterscheiden: Sie können durch Krankheit entstehen oder durch Beziehungsprobleme, durch Schulden oder Sorgen mit den Kindern.
Gott geht mit durch deine Lebenswüste
Wenn wir die Bibel genau lesen, stellen wir fest, dass sie uns nicht verspricht, dass wir niemals durch Wüsten gehen. Sie verheißt uns nicht, dass in unserem Leben immer alles glatt geht. Aber sie verspricht uns fest: Gott wird mit uns sein – und zwar auch in jeder erdenklich schwierigen Situation. Im bekannten Psalm 23 lesen wir von dieser Erfahrung: „Geht es auch durch dunkle Täler, fürchte ich mich nicht, denn du, Herr, bist bei mir“ (Psalm 23,4).
Egal wie dunkel es in deinem Tal ist, wie trostlos deine Wüste aussieht – er verlässt dich nicht! Einige Verse vorher lesen wir: „Die noch nicht geboren sind, werden es hören und weitersagen: Gott ist treu, auf seine Hilfe ist Verlass!“ (Psalm 22,32). Es wird immer so sein und wird sich nicht ändern: Gott ist treu, auf sein Dasein ist Verlass – auch in jeder Wüste.
Es ist ganz wichtig, dass wir verstehen: Unsere persönliche Wüste ist keine Bestrafung von Gott. Wenn wir durch Wüsten gehen, heißt das nicht, dass Gott uns ablehnt.
Sogar Jesus selbst ging in die Wüste – innerlich wie äußerlich.
Hat Gott Jesus bestraft? Natürlich nicht! Gott hatte keinen Grund dazu. Kurz vorher, als Johannes Jesus taufte, hatte Gott zu ihm gesagt: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden“ (Lukas 3,22). Direkt danach geschah Folgendes: Jesus, „voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde durch den Geist in der Wüste vierzig Tage umhergeführt und von dem Teufel versucht.“
Auch wenn wir voll Heiligen Geistes sind, kann unser Weg durch die Wüste führen – so wie bei Jesus. Jesus musste denselben Weg nehmen wie du und ich. Und genau diese 40-tägige Wüstenzeit wurde für ihn zu einem neuen Anfang: „Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück, und die Kunde von ihm ging aus durch die ganze Umgegend“ (Lukas 4,14). Direkt nach dieser Wüstenerfahrung begann der Heilungsdienst von Jesus.
Gott will Heilung
Denkst auch du manchmal: Gott ist nicht da? Du meinst, es geht überhaupt nicht vorwärts und nichts verändert sich. Deine Träume schwinden. Die Erfüllung deiner Verheißungen scheint unmöglich. Du siehst nichts, du merkst nichts, du hörst nichts. Durststrecken im Leben können hart und deprimierend sein. Doch Gott möchte uns mit Gewinn durch unsere Lebenswüste führen. Solche Wüstenzeiten können dazu dienen, dass wir uns verändern.
In den rauen Umständen einer Wüstenzeit kommt das in uns hoch, was in unserem Herzen ist: Wenn es hart wird in der Wüste, können wir Furcht, Frust, Zorn, Misstrauen, Verletzungen, Neid oder Eifersucht nicht mehr verbergen. Und Gott will sie aufdecken, damit wir sie ausräumen können und er sie heilen kann.
In der Bibel finden wir viele Beispiele von Menschen, die Wüstenzeiten erlebten. Im Buch Hiob gibt es eine Beschreibung, wie Hiob sich fühlte: „Ich kann nach Osten gehn, dort ist Gott nicht; und auch im Westen ist er nicht zu finden. Ist er im Norden tätig, seh ich's nicht; versteckt er sich im Süden, weiß ich's nicht. Doch mein Weg ist ihm lange schon bekannt; wenn er mich prüft, dann bin ich rein wie Gold“ (Hiob 23,8-10).
Unsere Entscheidung in Wüstenzeiten
Entscheidend ist, wie wir mit Lebenswüsten umgehen. Denn in der Wüste stehen wir vor einer großen Entscheidung: Machen wir Gott Vorwürfe oder vertrauen wir uns ihm an? Wenden wir uns entmutigt ab oder wenden wir uns ihm zu? Wir dürfen sogar voller Vertrauen und Dank zu ihm kommen und sagen: „Danke, dass du mich heilen willst! Danke, dass du mir hilfst!“
Gib nicht auf! Gott wird dich nicht verlassen, egal wo du bist und egal wie es dir geht. Hadere nicht mit deinem Schicksal, sondern komm mit Dank vor sein Angesicht. Gott möchte, dass wir auch in Zeiten der Dürre nicht aufgeben. Gott hört nicht auf, in unserem Leben zu wirken, weil wir in einer Lebenswüste sind. Gott lässt uns nicht in der Wüste sitzen – er leitet uns durch. Jesus verspricht uns: „Ich bin bei euch alle Tage!“ (Matthäus 28,20). Er ist an allen Tagen bei uns, nicht nur an guten Tagen. Er ist nicht nur an unserer Seite, wenn es uns gut geht, sondern genauso im dunklen Tal und in der dürren Ebene. Gott ist immer da! Er wohnt in dir. Gott ist nicht abhängig davon, ob du ihn bemerkst, ihn hörst oder spürst!
Im Hebräerbrief lesen wir: Der Herr „hat gesagt: Ich will dich nicht versäumen noch verlassen, so dass wir zuversichtlich sagen können: Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten“ (Hebräer 13,5-6). Ganz ähnlich steht es in Jesaja: „Ich, der Herr, werde sie erhören, ich, der Gott Israels, werde sie nicht verlassen“ (Jesaja 41,17). Auch uns wird er nicht verlassen, weil wir seine Kinder sind. Weiter heißt es hier in Vers 18: „Ich werde die Wüste zum Wasserteich machen und das dürre Land zu Wasserquellen.“
Immer wieder lesen wir in der Bibel von der wunderbaren Verwandlung der Wüste:
„Freuen werden sich die Wüste und das dürre Land, frohlocken wird die Steppe und aufblühen wie eine Narzisse. Sie wird in voller Blüte stehen und frohlocken, ja frohlockend und jubelnd. (...) Denn in der Wüste brechen Wasser hervor und Bäche in der Steppe. Und die Wüstenglut wird zum Teich und das dürre Land zu Wasserquellen“ (Jesaja 35,1.6-7).
Am Ende wird die Wüste blühen und Wasserquellen hervorsprudeln. Auch deine Lebenswüste wird sich verändern. Halte fest an diesen Verheißungen, lass dich reinigen und verändern oder kehre um, wenn du weggelaufen bist. Der ganze Sinn und Zweck einer Lebenswüste ist, dass du Gott erkennst und ihm näher kommst. Er will dich führen und nicht mehr loslassen!
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe
Gott beruft uns und möchte, dass wir ein Leben in Freiheit und Wahrheit führen.
„Der Mann und die Frau waren nackt, sie schämten sich aber nicht“ (1. Mose 2,25). Das sind die letzten Worte, bevor die Sünde in die Welt kam. Um die Geschichte kompakt zu erzählen, ist hier der Bibeltext:
Die Schlange war listiger als alle anderen Tiere, die Gott, der Herr, gemacht hatte. „Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum die Früchte essen dürft?”, fragte sie die Frau. „Natürlich dürfen wir”, antwortete die Frau, „nur von dem Baum in der Mitte des Gartens nicht. Gott hat gesagt: ,Esst nicht von seinen Früchten, ja – berührt sie nicht einmal, sonst müsst ihr sterben!’” „Unsinn! Ihr werdet nicht sterben”, widersprach die Schlange, „aber Gott weiß: Wenn ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet – ihr werdet sein wie Gott und wissen, was Gut und Böse ist.“ Die Frau schaute den Baum an. Er sah schön aus! Seine Früchte wirkten verlockend, und klug würde sie davon werden! Sie pflückte eine Frucht, biss hinein und reichte sie ihrem Mann, und auch er aß davon Plötzlich gingen beiden die Augen auf, und ihnen wurde bewusst, dass sie nackt waren. Hastig flochten sie Feigenblätter zusammen und machten sich einen Lendenschurz. Am Abend, als ein frischer Wind aufkam, hörten sie, wie Gott, der Herr, im Garten umherging. Ängstlich versteckten sie sich vor ihm hinter den Bäumen. Aber Gott rief: „Adam, wo bist du?” Adam antwortete: „Ich hörte dich im Garten und hatte Angst, weil ich nackt bin. Darum habe ich mich versteckt.” „Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?”, fragte Gott. „Hast du etwa von den verbotenen Früchten gegessen?” „Ja”, gestand Adam, „aber die Frau, die du mir gegeben hast, reichte mir eine Frucht – deswegen habe ich davon gegessen!” „Warum hast du das getan?”, wandte der Herr sich an die Frau. „Die Schlange hat mich dazu verführt!”, verteidigte sie sich (1. Mose 3,1-13).
Adam und Eva waren geschaffen nach Gottes Bild und lebten mit ihm in enger Gemeinschaft. Und nun änderte sich alles. Plötzlich hatten sie mit Schuld, Scham und Schande zu kämpfen. Was war passiert? Adam und Eva hatten sich Gottes Gebot widersetzt. Sünde war in die Welt gekommen – die Trennung von Gott. Sie teilten nicht mehr ihre Intimsphäre mit Gott, versteckten sich und sagten: „Gott, da ist etwas, das du nicht sehen darfst!“ Plötzlich war „dein und mein“ geboren. Seither vergleichen sich Menschen mit Menschen und spielen ein Versteckspiel aus Schamgefühl: „Wenn ich doch nur dünner, schlauer, schöner ... wäre!“
Glaube deiner Berufung
Seit dem Sieg von Jesus am Kreuz ist eine Vergebung der Sünde möglich. Jeder, der zu Gott kommt, kann vom Bösen befreit werden. Er hat auch dich nach seinem Ebenbild geschaffen. Gott sagt: „Ich schuf dich nach meinem Bild. Du sollst werden, wozu du berufen bist.“
Doch der Teufel will ein Wort mitreden. Er will, dass du dich nicht als Gottes berufenes Kind auf der Seite des Siegers fühlst, sondern als Opfer. Er will dich klein halten. In der Opferrolle lebst du ständig in einer Verteidigungshaltung und bringst keine Frucht. Doch ich sage dir: Es gab schon ein Opfer! Ein Opfer, das ein für alle mal gilt: Jesus hat es vollbracht. Er will jeden aus der Opfermentalität herausreißen. Wir sind Kinder des Siegers und nicht mehr Sklaven der Sünde!
Der Teufel will dich am liebsten auf dem Gebiet attackieren, auf dem Gott dich gebrauchen möchte. Oft höre ich Menschen sagen: „Ich bin nicht zu Höherem berufen, ich kann nie etwas bewegen, aus meiner Familie hat es noch keiner zu etwas gebracht ...!“
Wenn du so denkst und redest, dann brich den Fluch deiner Gedanken und deiner eigenen Worte, die du ausgesprochen hast. Brich alles Negative, das du selbst oder andere Menschen über dich gesagt haben. Der Teufel will Worte von Eltern, Lehrern, Bekannten, Freunden und Medien gebrauchen, um dich zu schwächen. Die Welt um dich herum möchte dich lähmen, verfluchen und versklaven. Schuld, Scham und Schande wollen dich einschränken.
Den Menschen in der Bibel ging es nicht anders. Doch Gott hat sie trotzdem gebraucht. Seine Berufung überwindet alles: Mose sollte als Kind ermordet werden, hütete 40 Jahre Tiere in der Wüste und stotterte. Ihn hat Gott berufen, die größte Menschenmenge aus Ägypten zu führen. David war Hirtenjunge und selbst in seiner Familie kein Ansehen. Ihn hat Gott als König berufen.
Joseph wurde von seinen Brüdern gehasst und als Sklave verkauft. Ihn machte Gott zum Herrscher und Retter seiner Hasser! Er sagte zu seinen Brüdern: „Ihr wolltet mir Böses tun, aber Gott hat Gutes daraus entstehen lassen“ (1. Mose 50,20). Lass dir nicht deine Berufung rauben, sondern brich die Macht negativer Gedanken und richte deinen Blick auf den Gott, der dich liebt, dir vergibt und dir eine Bestimmung schenkt.
Suche die Freiheit
Vielleicht hast du ein Attest vom Arzt, einen Brief vom Rechtsanwalt oder eine Kündigung schwarz auf weiß auf dem Tisch. Vielleicht hast du ein Dokument, das „ungewollt“ oder „unqualifiziert“ bedeutet und dein ganzes Leben einschränkt. Vielleicht hast du Narben oder ähnliches an deinem Körper oder auch an deiner Seele, die dich immer an etwas Schreckliches erinnern. Das ist die irdische Seite.
Auf der anderen Seite hast du die ganze Kraft und Liebe Gottes – auch schwarz auf weiß: in der Bibel! Durchtrenne mit der Kraft des Blutes Jesu jeden Fluch, jede negative Aussage und Erfahrung. Gib sie an Jesus ab, vergib dem Verursacher und lebe in der Freiheit.
Das heißt nicht, dass du etwas ignorieren sollst. Sondern ändere deinen Standpunkt: Du bist nicht das Opfer, sondern du bist der Sieger – in Jesus! Wenn du glaubst, was die Welt verheißt, lebst du mit dem Potenzial, das die Welt hat – und das ist sehr begrenzt. Nicht deine Ausbildung, die schlechte Diagnose vom Arzt, die Meinung deiner Freunde oder der Ort, woher du kommst, sind ausschlaggebend. Gott hat für dich einen einzigartigen Plan, der nur für dein Leben gilt!
Vertraue der Wahrheit
Die erste Frage in der Bibel stellte der Teufel. Er kam in den Garten und fragte: „Hat Gott das wirklich gesagt?“ Er zerstörte das Vertrauen zwischen Adam und Eva und Gott. Der Teufel sät auch heute noch Zweifel an Gottes Versprechen, seiner Fürsorge, seiner Liebe. Er hinterfragt das, was Gott verspricht: „Hat Gott wirklich gesagt: Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben? Hat Gott wirklich gesagt: Ich bin der Gott, der dich heilt? Hat Gott wirklich gesagt: Ich habe dich schon immer geliebt?“
Hier kannst du jede Verheißung der Bibel einsetzen. Der Teufel will das Vertrauen zerstören. „Hat Gott das wirklich gesagt?“ Wähle Gottes Wort als das Fundament deines Lebens. Vertraue der Wahrheit. Schwarz auf weiß lesen wir in seinem Wort: „Schon vor meiner Geburt hat der Herr mich in seinen Dienst gerufen. Als ich noch im Mutterleib war, hat er meinen Namen genannt“ (Jesaja 49,1). „Herr, du durchschaust mich, du kennst mich durch und durch“ (Psalm 139,1).
Auf die Frage der Schlange antwortete Eva: „Ja, Gott sagte, wir werden sterben, wenn wir davon essen.“ Sie wusste, was Gott angekündigt hatte. Sie kannte die Folgen. Die Schlange wehrte ab: „Unsinn! Ihr werdet nicht sterben.“ Doch gottloses Handeln hat Folgen. Betrüge, trinke, bestehle den Staat, schau Pornos, mach was du willst – aber mach dann Gott nicht dafür verantwortlich, wenn dir die Folgen deiner Entscheidungen nicht gefallen.
Adam und Eva aßen von der Frucht und Schuld und Schande kamen über sie und sofort war die Distanz zu Gott da. Gott kam in den Garten und fragte: „Wo bist du?“ Ich stelle mir vor, dass Gott mit Tränen in den Augen vor dir steht und fragt: „Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Dass du ein Versager bist? Dass immer Armut in deiner Familie sein wird? Dass du dumm bist? Dass du nichts kannst? Wer hat dir das bloß eingeredet?“
Nein, das hat Gott nicht gesagt. Das ist die Lüge der Schlange. Doch Gottes Wahrheit ist stärker. Wir dürfen dem Teufel Gottes Wahrheit entgegensetzen: „Mein Vater im Himmel sagt: Ich lebe in der Gerechtigkeit Gottes. Es ist keine Verdammnis in Jesus Christus. Ich bin berufen, ich bin auserwählt, ich bin geliebt, ich bin befreit!“ Ja, Gott hat wirklich gesagt, dass er mit dir in enger Gemeinschaft leben möchte! Bei jeder Entscheidung halte dir vor Augen, was Gott wirklich gesagt hat und handle danach – es wird dir gut gehen.
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Jeder von uns steht mitten im Leben – mitten im Alltag. Mit all den Herausforderungen, die uns tagtäglich umgeben. Was kommt da nicht alles auf uns zu, mit dem wir nicht gerechnet haben! Situationen, die zu bewältigen sind, oder Verletzungen, mit denen wir fertig werden müssen. Wo können wir unsere Sorgen abladen und wem unser schweres Herz geben?
Menschen in der Bibel sind Helden des Alltags. Wir können viel von ihnen lernen. Ich möchte eine Geschichte herausgreifen. Wir lesen sie in 1. Samuel 1 und 2. Es ist die Geschichte einer Frau namens Hanna. Beim genauen Hinsehen könnte es eine Begebenheit von heute sein: Hanna lebte mit ihrem Mann Elkana in Rama. Er stammte aus dem Stamm Levi, dem Geschlecht der Priester, also aus einer sehr angesehenen Familie. Elkana hatte zwei Frauen: Hanna, die er liebte, die aber keine Kinder bekam, und Peninna, die Söhne und Töchter hatte.
Hanna wurde von ihrem Mann geliebt. Man hätte meinen können, sie wäre eine zufriedene Frau. Nach außen hin stimmte alles. Doch wir stellen fest, dass es innerlich nicht so war. Oftmals sieht unser Leben nach außen so gut und geordnet aus. Doch in unserem Inneren spielt sich etwas anderes ab. Wir sind bedrückt durch unsere Situation. Fühlen uns vergessen, missachtet, wertlos, unbrauchbar, unglücklich. Wir versuchen das gern zu verstecken, damit es ja niemand merkt. Nach außen lachen wir und gleichzeitig weint unser Herz. Doch sei dir gewiss:
Gott sieht dein schweres Herz. Er weiß, wie es um dich steht.
Gottes Güte für dich
Hanna steckte in einer schwierigen Lebenssituation. Sie stand sehr unter Druck durch ihre Umstände. Vielen von uns geht es heute ebenso. Es gibt viele Konstellationen, die uns bedrücken, entmutigen, ängstigen, das Herz schwer machen und in denen wir nicht weiterwissen. Hanna hatte zudem das Problem, dass ihr Mann noch eine andere Frau hatte. Auch das kennen manche Frauen heutzutage: das Wissen um eine andere Frau, Vertrauensbruch, Verletzungen … Das tut weh!
Hanna war eine verzweifelte Frau. Was es damals bedeutete, keine Kinder zu haben, können wir uns heute gar nicht vorstellen. Kinder waren die Zukunft der Eltern, die Altersversorgung. Anders als heute gab es damals noch keine Krankenkassen und staatliche Unterstützung. Oftmals hatten diese Frauen unter Vorwürfen ihres Mannes und der Missachtung ihrer Familie zu leiden. Das war hier nicht der Fall, denn wir lesen, dass Elkana sie zu trösten versuchte. Hanna war der Liebling ihres Mannes. Doch wir können uns lebhaft vorstellen, wie sehr sie die Kinderlosigkeit belastete.
Und sie hatte noch ein anderes Problem – die andere Frau! Peninna nahm Hannas Unfruchtbarkeit zum Anlass, sich über sie lustig zu machen. Sie stichelte unablässig gegen Hanna und kränkte sie laufend und Hanna war sehr verletzt. In den Versen 6 und 7 lesen wir: „Und ihre Widersacherin reizte sie mit vielen Kränkungen, um sie zu demütigen, weil der Herr ihren Mutterleib verschlossen hatte. Und so geschah es Jahr für Jahr ...“ Viele Jahre hat Hanna mit dieser Situation gelebt. Es gab für sie kein Entrinnen daraus. Sie musste mit Peninna unter einem Dach leben. Gut vorstellbar, dass sie in einer solchen Jahre dauernden Situation sogar in Depressionen stürzte. Denn in Vers 10 heißt es, dass sie verbittert war und sehr weinte.
Andere Blickrichtung
Und dann kam wieder dieser schreckliche Tag, an dem die ganze Familie jedes Jahr nach Silo ging, um dem Herrn zu opfern. „Und es geschah immer an dem Tag, wenn Elkana opferte, dann gab er seiner Frau Peninna und all ihren Söhnen und Töchtern die ihnen zukommenden Anteile; aber Hanna gab er den doppelten Anteil. Denn Hanna hatte er lieb“ (Vers 4).
Und in den Versen 7 und 8 lesen wir: „So geschah es Jahr für Jahr, immer wenn sie zum Haus des Herrn hinaufzog, reizte jene sie. Dann weinte sie und aß nicht. Aber Elkana, ihr Mann, sagte zu ihr: Hanna, warum weinst du? Und warum isst du nicht? Und warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne?“
Hanna war so kaputt, dass sie nicht mehr essen konnte. Sie war körperlich angegriffen und sie war verbittert in ihrem Herzen. Sie fragte sich sicher: Muss ich mein ganzes Leben so zubringen? Vielleicht steckst du in einer ähnlichen Situation wie Hanna. Oder siehst in einer bestimmten Situation auch keinen Ausweg. Du denkst, dein ganzes Leben sei verpfuscht und fragst dich: Hört das denn nie auf? Kein Trost von Menschen hilft dir, weil in deinem Herzen Bitterkeit und Leere sind. Ich möchte dir sagen: Es gibt Hoffnung für dich! Verzweifle nicht und gib nicht auf! So wie Hanna Gottes Macht und Güte erfahren durfte, steht beides auch für dich bereit.
Hanna hatte wirklich die Nase voll von ihrer Situation. Doch sie hat ihr Leben in die Hand genommen und ihm die richtige Wendung gegeben. Was hat Hanna getan? Hanna fasste einen Entschluss. Sie kam mit ihrer ganzen Last, Bitterkeit und Traurigkeit vor den Herrn. Sie weinte, während sie betete – doch sie wusste, dass sie vor ihm ihr ganzes Herz ausschütten durfte und dass er sie verstehen würde. Sie sagte Gott ihre ganze Not, ihre Schmerzen, ihre Umstände – doch diesmal war ihr Augenmerk auf Gott gerichtet und nicht auf ihre Umstände.
Schau nicht auf deine Umstände und ändere deine Blickrichtung. Schau nicht auf das, was dich niederdrückt. Die Änderung ihrer Blickrichtung hat den Segen in Bewegung gesetzt. Sie hat Gott ihr ganzes Herz ausgeschüttet und anerkannt, dass ihr sonst niemand helfen konnte. Die Änderung deiner Blickrichtung verändert deine Situation!
Begegnung mit Gott
Schau nicht auf deine Situation, auch nicht, wenn Menschen dich nicht verstehen, wenn du mit deiner Not zu Gott gehst, so wie Eli, der Hanna noch beschimpft hat. Eli war Priester und meinte, Hanna wäre betrunken, und beschimpfte sie, sie solle ihren Rausch loswerden (1. Samuel 1,12-16). Oftmals ist nur Unverständnis um uns herum. Menschen greifen dich an, von denen du es am wenigsten erwarten würdest! Erkenne, dass nur Gott dir helfen kann, und du setzt damit die Lösung in Bewegung. Gott wartet auf deine ernsthaften Bitten.
Hanna empfing danach Gottes Frieden. In Vers 18 lesen wir: „Und die Frau ging ihres Weges und aß und hatte nicht mehr ein so trauriges Gesicht.“ Die Begegnung mit Gott hat ihr Gesicht verändert – und nicht nur ihr Gesicht, ihr ganzer innerer Zustand veränderte sich.
Eine Begegnung mit Gott verändert. Hannas Herz fand Ruhe, unabhängig von Gottes Antwort. Ihre Situation hatte sich noch nicht verändert, aber ihre Einstellung dazu. Ihre Blickrichtung veränderte sich. Hanna bekam, was sie sich vom Herrn erbeten hatte. Gott erfüllte ihren Herzenswunsch und schenkte ihr Samuel. Mit einem Schlag war die Situation eine andere. Es war kein Grund mehr da für Sticheleien und Abfälligkeiten.
Viele Jahre später war Samuel der letzte Richter in Israel. Er war Prophet und Priester. Er salbte zwei Könige: Saul und David. Der Segen dieses Jungen wirkte noch in andere Generationen hinein und Gott konnte ihn mächtig gebrauchen. Hätte Samuel nicht eine so mutige Mutter gehabt, hätte es ihn vielleicht überhaupt nicht gegeben. Deshalb, Mütter: Seid mutig und kämpft für eure Familien! Denke nicht, du kannst nichts tun: Du hast Potenzial wie Hanna. Bring deine Schwierigkeiten zu Jesus und ändere deine Blickrichtung.
Es ist wunderbar zu sehen, was Gott aus dieser Frau gemacht hat. Und dasselbe kann er auch bei dir tun! Gott kann jede Situation verändern, wenn die Beteiligten wollen. Es liegt oft daran, dass die Menschen sich nicht verändern wollen. Sie wollen ihre alten Zustände nicht loslassen. Sehr oft hängen Menschen an alten Begebenheiten, die sie immer wieder hervorholen, statt einfach mal mit ihnen abzuschließen. Wir müssen in unserem Leben eine Kehrtwendung machen und in eine andere Richtung denken und gehen. Manchmal müssen wir einfach eine Entscheidung treffen, damit unser Leben eine andere Wendung nimmt.
Komm zu Jesus und lade deine Probleme am Kreuz ab und lass sie dort. Gott hat für alles eine Lösung! So wie Gott Hanna geholfen hat, wird er auch dir helfen. Er ist derselbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit. Gib Gott dein schweres Herz und gib deinem Leben eine Wendung!
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe
Du bist nicht allein! Wir stehen dir in deinen Sorgen und Nöten zur Seite und beten gerne für dich.Hier Anliegen schicken
Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun! Es hat schon begonnen, habt ihr es noch nicht gemerkt? – Jesaja 43,19
Meine Mutter besaß einen alten Mixer und eine alte Nähmaschine. Beide funktionierten nicht mehr, aber meine Mutter wollte sich nicht von ihnen trennen. Also versuchte ich als Teenager, diese Maschinen zu reparieren. Ich zerlegte den Mixer, sah die vielen abgenutzten Teile und säuberte sie. Nachdem ich ihn wieder zusammengebaut hatte, sah er schöner aus, aber ich hatte einige Teile übrig, von denen ich nicht wusste, wo sie hingehörten. Ein paar Minuten lang lief der Mixer gut – dann war er völlig dahin.
Die Nähmaschine hatte einen kaputten Zahnriemen. Wochenlang habe versucht, über eine Spezialfirma einen passenden Riemen zu besorgen. Schließlich hatte ich einen neuen Riemen, wusste aber nicht, wie die Synchronisation von Nadel, Halteschuh und Faden zu verlaufen hat. Daher funktionierte die Maschine zwar, hat aber nie wieder etwas zusammengenäht. Das Ende vom Lied war, dass meine Mutter schließlich doch einen neuen Mixer und eine neue Nähmaschine bekam.
Ganz ähnlich ergeht es uns oft in unserem christlichen Leben: Wir versuchen, Altes am Leben zu erhalten, weil es in der Vergangenheit so gut und gesegnet war. Statt neues Land zu betreten, richten wir uns irgendwie weiter im alten ein. Wir reparieren, flicken und kleben, aber es macht keine Freude.
Mit Jesus wird alles neu
Dabei hat Jesus nicht alte Traditionen belebt, sondern mit ihm hat etwas völlig Neues begonnen. Der Sieg von Jesus am Kreuz brachte eine Kehrtwende: von alt zu neu, von Tod zum Leben, von der Dunkelheit zum Licht, von der Religion zur lebendigen Beziehung mit Jesus. Das Kreuz hat nicht einiges besser, anders, schöner oder einfacher gemacht. Nein – es geschah etwas völlig Neues, das noch nie da war.
Mit am Kreuz gestorben ist auch das Pharisäertum, religiöses Denken, die Erfüllung von Regeln und Pflichten, das Bedürfnis gesehen zu werden oder Traditionen und leere Gewohnheiten fortzuführen. Wir Menschen vereinen gerne unsere Traditionen irgendwie mit dem Neuen. Auch wenn Traditionen langweilig werden, oft mühsam und eine Last sind, geben sie uns Sicherheit. Wir sind Weltmeister in der Wiederherstellung der Vergangenheit geworden. Alte Bauwerke werden neu errichtet. Man gibt Millionen für Restaurierungen aus. Auf der anderen Seite sind wir ratlos geworden im Hinblick auf die Gegenwart und Zukunft, auf Politik, Wirtschaft und Finanzen. Gott möchte Neues schaffen, das noch nie da war. Und als Christen sind wir aufgefordert, es anzunehmen und zu leben.
Das Neue, das Jesus bringt, ist aber nicht neu, wenn wir es mit dem alten vermischen – so wie es kein totes Leben gibt. Das Neue anzunehmen, bedeutet, sich auf Veränderung einzulassen, ohne zu wissen, wie sie aussehen wird. Wo sieht die Welt das Neue von Jesus in uns? Wo ist das Neue erkennbar, das begehrenswert ist? Sind wir nur Richter über die Fehler der Welt geworden? Oder haben wir den Mut, das Neue mit Jesus zu erleben?
In 2. Korinther 5,17 lesen wir: „Gehört jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas Neues hat begonnen“ (meine Hervorhebung). Verehrst und bejammerst du den toten Jesus am Kreuz oder lebst du aus der Kraft der Auferstehung? Vermische nicht Altes mit Neuem! Vor dem Sieg am Kreuz war der Mensch durch die Sünde von Gott getrennt. Für den, der dieses Geschenk annimmt, ist das für immer vorbei. Bei der Auferstehung geschah etwas noch nie Dagewesenes.
Wenn Altes stirbt, wächst Neues
Schau dir einmal das Foto an, auf dem die neue Pflanze aus dem toten Baumstumpf sprießt. Das sind zwei ganz verschiedene Gewächse. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Die Baumwurzel ist tot, die grüne Pflanze wird etwas ganz Neues hervorbringen.
Wir waren als Familie einmal in Südafrika eingeladen. Der Leiter dort führte uns in ein Gebiet, in dem ein Buschbrand gerade alles vernichtet hatte. Plötzlich rief unsre Tochter Rahel: „Schaut mal, hier gibt es wunderschöne neue Pflanzen!“ Und wirklich: In der verkohlten Erde leuchteten sie geradezu. Das waren keine halbverbrannten Pflanzen mit neuen Zweigen. Nein – es waren neue Pflanzen. Erst wenn etwas Altes sterben darf, kommt Neues hervor. Gibt es in deinem Leben Dinge, die du nicht sterben lässt, und verhinderst damit etwas Neues? Bist du bereit, Altes aufzugeben, um das Neue zu erleben, das Gott wachsen lassen will?
Wie du das Neue erlebst, kannst du in keinem Ratgeber lesen, du findest höchstens Beispiele in der Bibel. Vor dir liegen Dinge, die noch niemand erlebt hat, Situationen, in denen du der Erste bist, der sie erlebt. Richte deinen Blick auf das Neue und habe den Mut, ihm als Erster zu begegnen! Wer das Neue annimmt, der brennt und zündet andere mit an. Das Neue bedeutet, eine lebendige Beziehung mit Jesus zu führen. Das Neue führt in die Freiheit mit Jesus und zu grenzenloser Freude, denn nichts ist mehr unmöglich. Das Neue zu leben, bedeutet göttliche Autorität: Wenn ich Gottes Willen ausspreche, passiert er.
Wie Gott dich sieht
Fragst du dich: „Warum funktionieren Gottes Verheißungen nicht bei mir?“ Das kann an einer unsichtbaren Weste liegen, die du trägst. Auf dieser Weste kann stehen: „Ich bin nichts wert“ oder „ich habe Angst“ oder „keiner liebt mich“ oder „was kann ich schon?!“ Wenn wir uns solche Sätze anziehen, werden sie zu einem Schild, das Neues abwehrt.
Unsere Tochter Debora, die schon sehr viele prophetische Bilder gemalt hat, hat für mich zwei weiße Westen beschrieben. Diese Westen sehen aus der Ferne so aus, als wäre ein Muster aufgedruckt. Sieht man jedoch näher hin, erkennt man ähnliche Sätze darauf: „Ich bin ein Versager“ steht dort und „ich habe noch nie etwas zustande gebracht“ und „niemand kann mich leiden“.
Solche Sätze haben Macht und können das Neue davon abhalten, in der ganzen Wucht in dir lebendig zu werden. All das Negative, das du oder andere über deinem Leben ausgesprochen haben, hält Gottes Fülle von dir fern. Brich diese Aussagen, die du über dich sagst oder die andere über dich gesprochen haben. Achte darauf, nur noch das zu sagen, was Gottes Wille für dein Leben ist:
- „Ich habe keine Angst, denn Gott ist mit mir!“
- „Auch wenn es unmöglich aussieht – mit Gott wird es gelingen.“
- „Ich bin geliebt!“
- „Ich trage Gottes Frieden in mir.“
Übe dich darin, im täglichen Sprachgebrauch so zu reden, wie dich Gott sieht! Lege deine negative Weste ab und zieh dir bildlich so eine weiße Proklamationsweste an, auf der Gottes Wille über deinem Leben steht. Dein gesprochenes Wort und dein reelles Denken und Handeln schaffen Veränderung! Mach dir bewusst, dass in jedem gesprochen Wort KRAFT liegt – entweder negativ oder positiv. Welcher Seite verleihst du Kraft? Hänge deine Weste der negativen Aussagen ans Kreuz. Im Neuen zu leben bedeutet auch, im Neuen zu denken, zu sprechen und zu handeln!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Wir werden oft gefragt: Was ist eure Vision im Missionswerk Karlsruhe? Zunächst dachte ich: Ist doch klar! Seit fast 74 Jahren wollen wir Menschen zu Jesus zu führen! Dann hörte ich aber oft den Einwand: Das ist doch die Aufgabe aller Christen. Und das stimmt natürlich. Mein Skipper und Freund Dirk ist ein Spezialist für Visionsfindung. Dirk sagte: „Wenn du kein Ziel hast, kannst du auch keines erreichen!“ Und so haben wir uns in den vergangenen Monaten sehr viel Zeit genommen, um die speziell für uns bestimmte Vision mit unserer Berufung herauszufinden.
Mein Vater hatte das konkrete Ziel und die Vision, eine Kirche für 2000 Menschen zu bauen. Das Ziel wurde vor 20 Jahren erreicht. Als Isolde und ich die Gesamtleitung des Missionswerks übernahmen, haben wir die Aufgaben weitergeführt: Wir haben weiterhin Gottesdienste gefeiert, TV-Sendungen aufgezeichnet, Missionseinsätze gestaltet und die anderen Arbeiten weiterverfolgt. Das ist gut, darf aber nicht dazu führen, Arbeitszweige einfach nur zu erhalten. Denn Isoldes und meine Berufungen haben andere Schwerpunkte und Ausrichtungen. Die haben wir schon lange in unsere Gebetsnächte, Israelreisen und an anderen Stellen einfließen lassen. Solche Aufgaben machen viel Freude und hier können wir besonders fruchtbar wirken.
Neuer Gemeindepastor
Wir haben im Missionswerk eine ganz besondere Zusammensetzung. Wir sind einerseits eine Gemeinde vor Ort in der Christus-Kathedrale und andererseits ein Missionswerk mit vielen Freunden im gesamten deutschsprachigen Raum. Eine Gemeinde braucht aber eine andere geistliche Versorgung als die Missionsfreunde, die wir per Post, per Medien oder in den Stadthallen erreichen. Um sowohl der Gemeinde als auch den Missionsfreunden in der Fülle dienen zu können, wie es gut wäre, reichen aber einfach unsere Zeit und Kraft nicht aus. Das tat uns oft weh zu sehen.
Nun Gott hat unser Gebet erhört und uns einen wunderbaren Pastor für die Gemeinde geschenkt. Thomas Inhoff wurde im Januar eingeführt. Isolde und ich werden weiter in der Christus-Kathedrale predigen, wenn wir in Karlsruhe sind. In der Kathedrale werden ja auch unsere TV-Sendungen aufgezeichnet. Doch die Verantwortung für das Gemeindeleben konnten wir an Thomas abgeben. Denn es ist für eine Gemeinde wichtig, dass nicht nur gepredigt wird, sondern dass die Menschen auch in Jüngerschaft geführt werden und dass diese gelebt wird und daraus Frucht wächst.
So wird in der Kombination mit uns der Missionsbefehl ausgeführt, wie er in Matthäus 28,19-20 steht: In der Gemeinde werden die Menschen zu Jüngern gemacht. Und Isolde und ich sind im Auftrag unterwegs: „Geht hinaus in alle Welt und predigt das Evangelium!“ Diese Berufung zieht sich durch die verschiedenen Generationen der Familie Müller: Mein Vater begann 1967 mit Rundfunksendungen, die bis nach Russland ausgestrahlt wurden und 2004 vom Fernsehen abgelöst wurden.
Neuer Honig
Unsere Visionsfindung begann auf dem Segeltörn, als mir Dirk, der mich zuvor noch nie gesehen hatte, einen Eindruck von Gott weitergab: „Ein Honigglas wird umgestoßen und der Honig fließt über das Land. Alles, was er berührt, wird gesund und heil. Wofür steht der Honig? Für Gottes Vaterliebe.“ Das trifft voll das, was schon lange in unserem Herzen schlummert. Gott wird in unserem Wirkungsbereich – dem deutschsprachigen Europa – etwas schenken, das man vielleicht als Erweckung bezeichnen kann. Doch es wird etwas ganz Besonderes sein, das genau auf die Menschen zugeschnitten ist, die Gott damit erreichen möchte. Gott schenkt Heilung, Zeichen und Wunder in unterschiedlichen Bereichen für die Menschen und das Land. Wir machen uns eins mit Dr. Häselbarth, der im vergangenen Juli sagte, dass er mit seinem Team an 30 Millionen Menschen glaubt, denen Gott in den nächsten Jahren im deutschsprachigen Raum begegnen wird. Das sind Dimensionen, die nur Gott ermöglichen kann, im Chaos dieser Welt!
„Geliebt – befreit – verändert“
Das ist Gottes Plan und dafür wollen wir uns als Kanäle gebrauchen lassen. Wir Christen sind Gottes Arme, Hände und Stimme auf der Erde, mit denen er sein Werk ausführt.
GELIEBT – Nur dank Gottes Liebe für jeden Menschen gibt es die Rettung durch das Kreuz. Gottes grenzenlose Liebe wollen wir leben und ein lebendiges Zeugnis dafür sein. Dank Gottes Liebe ist verfügbar, was Jesus für uns bereitgestellt hat – wie im Himmel so auf Erden!
BEFREIT – Gott will Befreiung schenken. Dieser Botschaft wollen wir Raum geben, damit Menschen diese Befreiung sichtbar erleben können. Wenn sie davon erzählen, was sie Begeisterndes mit Gott erlebt haben, wird das Glauben wecken bei anderen, die selbst auch Unmögliches mit Gott erleben möchten. Es wachsen die Hoffnung und der Glaube, der von Sünde, Krankheit, Not, Armut und vielem mehr befreit. Wir setzen unser blindes Vertrauen auf Gott und er wird das Unmögliche tun.
VERÄNDERT – Veränderung geschieht, wenn Menschen Gottes Liebe erkennen und Befreiung erleben. Sie bringen reiche Frucht hervor.
Geliebt – befreit – verändert! Gott hat einen Plan für jeden Menschen. Es gilt, ihn zu erkennen und in ihm zu leben. Unsere Aufgabe ist, Menschen in Veranstaltungen und Medien in Gottes Gegenwart zu führen, damit sie ihn erleben. Honig fließt über das Land. Das bedeutet, dass Gottes Vaterliebe – in der alles ist, was ein Mensch braucht – ausgegossen wird. Wir dürfen Handlanger sein, dürfen den Weg weisen, Honig verteilen und uns an den Zeichen und Wundern erfreuen, die dabei geschehen.
Werkzeuge für die Vision
Was in Jesaja 40,9 für Jerusalem beschrieben wird, gilt auch für uns: „Steig auf einen hohen Berg, Jerusalem! Du hast eine gute Nachricht zu verkünden, Berg Zion. Ruf sie mit lauter Stimme in die Welt hinaus! Ruf laut und scheue dich nicht! Sag den Städten im Land Juda: ‚Seht, da kommt euer Gott!’“ Gott hat uns die Werkzeuge in die Hand gegeben, um diese Vision zu leben, die mit der Kraft des Heiligen Geistes eine unbeschreibliche Wirkung haben wird. Einige dieser Werkzeuge sind:
- Medien: 19 Fernsehsendungen/Woche auf sechs Sendern; das Magazin „Freude am Leben“; Bücher; CDs/DVDs
- Internet: unsere Webseite missionswerk.de; Live-Stream; Newsletter „Ermutigung der Woche“, Facebook, YouTube, Podcast ...
- Veranstaltungen: Missionswerk Unterwegs in Stadthallen und Gemeinden; Gebetsnächte; Konferenzen, Israelreisen...
- Hilfsprojekte: Nothilfe und Bildung in Israel, Indien und Südafrika
Vergrößerte Reichweite
Die Vision wurde uns im letzten halben Jahr von vielen geistlichen Leitern bestätigt, mit denen wir zuvor nicht darüber gesprochen hatten. Diese Bekräftigungen begannen, als wir 2017 Reinhard Bonnke besuchten und er uns die Ernte in den größten Hallen unseres Landes prophezeite. Die Prophetie für Jerusalem aus Jesaja 54 gilt auch heute noch:
„Vergrößere dein Zelt! Spann die Zeltdecken weiter aus! Spare nicht! Verlängere die Seile, und schlag die Pflöcke fest ein! Denn du wirst dich nach allen Seiten hin ausbreiten“ (Jesaja 54,2-3).
Dieser Eindruck der Vergrößerung wurde uns oft bestätigt. Wir empfinden, dass die Vergrößerung in der Flächenreichweite im deutschsprachigen Europa gemeint ist. Eine Frau sah in einem Bild, wie wir unsere Antenne in unserer Missionszentrale in Karlsruhe viel höher ausfahren und dass die Halteseile in die benachbarten Länder reichen. Sie sah auch, dass wir an den vier Halteseile starke Beter brauchen, sie unsere die Antenne auch im Sturm festhalten. David Demian hatte im letzten Sommer den Eindruck, dass bei uns nicht nur Einheit (Unitiy) sondern tiefes Einssein (Oneness) gelebt wird und wir auch entmutigten Leitern, Menschen in Verantwortung und Wirtschaft, dienen werden.
Du bist ein Teil!
All das ist nicht unser Werk, sondern Gottes Werk und du bist ein Teil davon. Danke, wenn du für uns betest! Wenn du im Gebetsnetz eine Stunde pro Woche für uns einstehst, ist das unglaublich wertvoll – denn du stehst eine Stunde mit am Seil. Fühlst du einen Auftrag von Gott, ein intensiver Beter oder eine starke Beterin für ein Seil dieser großen Antenne zu sein? Hast du die Zeit und auch die Möglichkeit, dich dafür zu investieren? Dann setze dich gerne mit uns in Verbindung!
Ich bin dankbar, dass Gott uns gebrauchen möchte, und freue mich schon auf die Zeichen und Wunder, die wir sehen werden. Wir wünschen uns, dass durch die Erweiterung des Gebetsnetzes eine neue Dimension unseres Dienstes aufgestoßen wird. Es liegt uns am Herzen, dass Menschen nicht nur von Gottes Liebe berührt und befreit werden, sondern Gott sie darüber hinaus verändert und sie für ein neues Level zurüstet, damit sie selbst Gottes Kraft ergreifen und in göttlicher Autorität ihr Umfeld verändern. Wir möchten den Auftrag nicht nur selbst erfüllen, sondern auch Menschen zurüsten, die Gott uns anvertrauen wird, sodass das Missionswerk zu einem Trainingszentrum wird, das unseren Dienst multipliziert.
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Seit 2005 unterstützen wir die sozial-christliche Arbeit von POPUP (People Upliftment Project) in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria. Menschen ohne Arbeit werden in ihren beruflichen Fertigkeiten geschult, finden erstmals eine Stelle und haben die Chance, dem Elendskreislauf von Arbeitslosigkeit, Armut und Krankheit zu entkommen.
Liebe Isolde und lieber Daniel,
vielen Dank für eure freundliche Nachricht, dass ihr uns weitere Mittel für unsere POPUP-Arbeit in Pretoria in Südafrika überwiesen habt. Wir haben seit 2005 einen guten Weg zurückgelegt und konnten dank eurer Mithilfe sehr vielen Menschen zum Segen sein. Euer langfristige Engagement bei POPUP haben nicht nur mein eigenes Leben beeinflusst, sondern auch das Leben von Tausenden von POPUP-Schülern. Ihr Leben wurde buchstäblich wiederhergestellt und verwandelt und die Mittel vom Missionswerk Karlsruhe waren Teil dieses erstaunlichen Wunders. Die Ewigkeit wird eines Tages die Auswirkungen der Investitionen des Missionswerks in das Leben der ehemaligen arbeitslosen Jugendlichen in Südafrika aufzeigen. Möge Gott Gesundheit, Weisheit und Einsicht in die großartige Arbeit bringen, die ihr für sein Reich leistet. Gott segne euch alle.
Marlene Freislich, Director Fund Development
Bitte unterstütze unsere soziale und missionarische Arbeit in Südafrika und weltweit jetzt durch eine Online-Spende.
Hast du schon einmal beobachtet, wie Menschen in deiner Umgebung miteinander umgehen? Das kann sehr unterschiedlich sein. Menschen reagieren warmherzig oder aufbrausend, geduldig oder kurz angebunden. Wir verhalten uns alle anders. Doch überraschenderweise sehe ich selten einen Unterschied zwischen Christen und Nichtchristen. Ich stelle häufig fest: Christen benehmen sich genauso wie andere.
Läge aber nicht eine große Chance darin, durch unseren Lebensstil aufzufallen? Könnten wir nicht anderen den Weg zum Vater weisen, wenn die Frucht des Geistes in unserem Alltag sichtbar würde? Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut/ Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut/ Demut und Enthaltsamkeit/ Selbstbeherrschung (Galater 5,22). Welchen Eindruck würden wir bei anderen hinterlassen, würde diese Frucht unser Auftreten bestimmen? Würden andere nicht aufhorchen, wenn wir uns in schwierigen Situationen demütig und fröhlich verhalten? Würden sie nicht neugierig werden, warum wir auch dann freundlich und geduldig reagieren, wenn uns Unrecht geschieht?
Jesus in uns
Jesus hat uns vorgelebt, wie wir unser Leben führen sollen. Sein Vorbild gilt auch für unseren Umgang mit anderen. Es lohnt sich, beim Blick in die Evangelien einmal zu fragen: Hat Jesus seine Jünger jemals beschimpft oder beleidigt? Hat er sie jemals abfällig oder böse behandelt? Wir werden feststellen, dass sein Umgang mit ihnen immer liebevoll war. Selbst als sie versagten und eigene Wege gingen, hat er sie nicht verworfen. War Jesus jemals eifersüchtig, neidisch oder selbstsüchtig? Nirgendwo in der Bibel ist davon die Rede.
Jesus war nie verletzend, hat niemandem ein schlechtes Gewissen gemacht oder jemandem etwas aufgezwungen.
Ein Satz von Paulus beschreibt den zentralen Punkt biblischen Umganges miteinander gut: „Niemand suche das Seine, sondern das des anderen“ (1. Korinther 10,24). Man könnte auch sagen: Niemand denke an sich selbst, sondern daran, was für andere am besten ist. Nach diesem Maßstab hat nicht nur Paulus, sondern auch Jesus selbst gelebt.
Das müssen wir gar nicht allein schaffen. Wenn wir mit Jesus leben, werden wir ein neuer Mensch, ein Mensch nach Gottes Vorstellungen. Wenn wir durch Jesus mit Gott versöhnt sind, können wir sagen: „Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu“ (2. Korinther 5,17). Etwas völlig Neues hat begonnen. Wenn wir Jesus unser Leben gegeben haben, sind wir eine neue Schöpfung. Sein Geist wohnt in uns und lässt das Gute wachsen.
Und umgekehrt streifen wir das ab, was nicht zu Gott passt. Dazu ruft Paulus die Gemeinde auf: „Jetzt legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Mund. Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt“ (Kolosser 3,7-10).
Hier wird deutlich beschrieben, was wir vom alten Menschen hinter uns zurücklassen sollen. Zornige Beschimpfungen, Klatsch hinter dem Rücken, boshafte Äußerungen haben keinen Platz in Gottes Reich. Wir haben ein neues Leben bekommen und sollen mit den alten Verhaltensweisen nichts mehr zu tun haben. Diese Veränderung bleibt nicht ungesehen. Wenn Wut und Bosheit und Geringschätzung aus unserem Leben verschwinden, wird das sichtbar für andere. Es gibt einen erkennbaren Unterschied zwischen dem „alten Menschen“ und dem „neuen Menschen“.
Heute auffallen
Um mit anderen Menschen nach Jesu Maßstab umzugehen, brauchen wir zweierlei: Demut und Herzensliebe. Beide sind die zwei Seiten derselben Medaille: Wenn ich Herzensliebe zu anderen habe, dann werde ich den Weg der Demut gehen und meine eigene Selbstsucht streichen. Der natürliche Mensch ist so geartet, dass sich alles um ihn selber dreht. Nur der Mensch, der vom Heiligen Geist erfüllt ist, wird nicht mehr „das Seine“ suchen, „sondern das des anderen“. Um uns um das Wohl unseres Nächsten zu kümmern, müssen wir uns für den Weg der Demut entscheiden. Wer wahrhaft liebt, wird sich auch demütig zeigen. Zur gegenseitigen Liebe gehört immer auch das Prinzip der Unterordnung untereinander. So gehören Demut und Herzensliebe untrennbar zusammen und beide gehören zum Leben eines jeden, der sich Christ nennt.
Ist in deinem Leben ein Unterschied erkennbar zu den Menschen, die Jesus nicht kennen?
Der zwischenmenschliche Umgang ist heute leider oft verletzend. Eigennutz und Selbstsucht sind an der Tagesordnung. Kinder werden lieblos behandelt, Nachbarn beschimpft, ältere Menschen ungeduldig angetrieben. Man sucht den eigenen Vorteil, egal ob er auf Kosten anderer geht. Das lässt sich im Straßenverkehr beobachten, auf der Straße hören und man kann täglich in der Zeitung davon lesen. Nicht Gottes Liebe regiert vielerorts, sondern Satan bringt die Dinge in Unordnung, gerade auch die Beziehungen zwischen Menschen. Er stiftet Unfrieden.
Wenn wir nach den Maßstäben der Bibel leben, wenn die Frucht des Geistes in uns wächst, wenn wir geduldig und freundlich reagieren, wenn wir mit Menschen aus Herzensliebe und Demut umgehen, fallen wir heute auf. Licht unterscheidet sich von der Finsternis. Der neue Mensch wird sichtbar. Und auf diese Weise können wir Menschen gewinnen.
Ich habe schon Christen erlebt, die Menschen mit den wüstesten Worten beschimpften. Wer das miterlebt, schüttelt den Kopf und sagt: So will ich auf keinen Falle werden, oder: So bin ich selbst, das ist nicht erstrebenswert. Wenn wir anderen Jesus nahebringen wollen, muss Gottes Wesen in uns sichtbar sein. Gott ist ein Gott der Liebe und der Vergebung, beides soll unser Leben prägen. Wenn wir anderen Barmherzigkeit entgegenbringen, werden sie irgendwann fragen: Warum tust du das? Das ist die beste Möglichkeit, Menschen mit Jesus bekannt zu machen.
Weg der Demut
Paulus schreibt in 1. Korinther 9,22: „Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige errette.“ Paulus hat sich auf die Ebene seiner Mitmenschen gestellt. Er hat sich gedemütigt, auch wenn er vieles besser wusste und mehr Erkenntnis hatte als sie. Er wollte Menschen gewinnen, sie sollten errettet werden. Er wusste: Das erreicht man nicht mit Besserwisserei, sondern indem man sich beugt und den Weg der Demut geht.
Ein großer Demutsakt ist auch das Ruhigsein. Mit einem Menschen, der ruhig bleibt, kann man nicht streiten. Auch dazu ermutigt Paulus: „Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern gegen alle milde sein, lehrfähig, duldsam, und die Widersacher in Sanftmut zurechtweisen und hoffen, ob ihnen Gott nicht etwa Buße gebe zur Erkenntnis der Wahrheit ...“ (2. Timotheus 2,24.25).
Einen solch biblischen Umgang mit anderen zu pflegen, ist gar keine besondere Glanzleistung. Jesus lehrt seine Jünger: „So sprecht auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren“ (Lukas 17,10). Jesus vergleicht seine Nachfolger mit Sklaven, die ihr Verhalten ihrem Herrn schuldig sind und nicht einmal Dank erwarten können. Doch Gott, der Vater, hat so viel Gnade für uns, dass er uns reich beschenkt, auch wenn wir nicht immer tun, was wir schuldig sind. Uns gilt jeden Tag die Gnade, neu zu beginnen.
Niemand ist perfekt und wir dürfen bei Jesus abladen, was wir falsch gemacht haben, weil er für uns alles erwirkt hat am Kreuz. Wir können frei werden von unseren Lasten und auch von unseren Schuldgefühlen. Wichtig ist, dass wir die Entscheidung treffen, uns verändern lassen zu wollen. Wir dürfen immer wieder neu anfangen, bis ein biblischer Umgang mit anderen zu unserem Lebensstil geworden ist.
Ist in deinem Leben ein Unterschied erkennbar zu den Menschen, die Jesus nicht kennen? Jesus hatte auch sehr deutliche Worte an die Menschen. Doch immer hat er aus Liebe gesprochen und war nie verletzend, hat niemandem ein schlechtes Gewissen gemacht und niemandem etwas aufgezwungen. Er hat immer auch eine Lösung angeboten: Vergebung und Versöhnung untereinander. Menschen sollen in uns Jesus sehen. Seinen Charakter und seine Liebe. Dann bewegen wir etwas in dieser Welt!
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe
Wir hatten in den letzten Monaten einige hochrangige, auch internationale Redner im Missionswerk zu Gast. Viele haben uns bei ihren Besuchen angekündigt, dass etwas ganz Neues bei uns geschehen wird. Etwas, das noch nie da war. Verstärkt werden wir Zeichen und Wunder erleben. Und das alles werde geschehen, weil wir ein Ort sind, an dem „Oneness“ und nicht „Unity“ herrsche. Beide englischen Wörter bedeuten im Deutschen „Einheit“. Deshalb habe ich mich einmal daran gemacht, den Unterschied zwischen „Oneness“ und „Unity“ herauszufinden. Jeder wünscht sich Einheit: zwischenmenschlich, politisch, Völker verbindend, in Teams, in der Familie, im Gottesdienst. Doch trifft das Wort „Einheit“ in allen diesen Bereichen den Kern?
Geistliches Fundament
„Oneness“ – oder im Deutschen: „Einssein“ – hat eine viel tiefere Bedeutung als „Unity“. „Oneness“ finden wir in Johannes 17,21. Dort betet Jesus vor seiner Gefangennahme ausführlich für seine Nachfolger:
„Sie alle sollen eins sein, genauso wie du, Vater, mit mir eins bist. So wie du in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns fest miteinander verbunden sein.“
Jesus betet darum, dass seine Nachfolger miteinander und mit Gott und Vater verwoben sind. Aus dieser „Oneness“, aus diesem Einssein von Jesus und dem Vater und aus der festen Verbindung der Jünger mit Gott, gründete sich kurz darauf die erste Gemeinde. Die 120 waren an Pfingsten in dieser „Oneness“ zusammen und erlebten das Wunder des Heiligen Geistes. Die Gemeinde entstand nicht aus einem gemeinsamen Interesse, sondern aus dem Einssein mit ihm.
Bei „Unity“ steht das gemeinsame Interesse im Zentrum, bei „Oneness“ aber das Königreich Gottes. Die menschliche Einheit „Unity“ ist von Emotionen und Umständen abhängig und nicht von Dauer. Die göttliche Einheit „Oneness“ ist ein nie endender Lebensstil. Die Frage ist: Fußt die Einheit auf menschlichem Fundament oder auf göttlichem Fundament? Göttliches Einssein ist das Fundament für jede Gemeinde.
Schiffsgemeinschaft
„Oneness“, das Einssein mit Gott und mit anderen, habe ich ganz unmittelbar bei meinem Segeltörn erlebt. Eine Woche verbrachte ich mit Dirk, unserem Skipper, und neun anderen Männern auf dem Meer. Auf dem Weg zum Schiff gingen mir viele Fragen durch den Kopf: Wer ist Dirk? Wie werden die neun Männer sein? Wird das gut gehen – obwohl mir ein Freund sagte: „Zehn Männer auf einem Boot – das geht nie gut ...“? Zum verabredeten Zeitpunkt trafen wir uns im Hafenrestaurant. Oh, waren diese Männer unterschiedlich!
Unsere erste Aufgabe bestand darin, für eine Woche einzukaufen.
„Schmeckt dir das?“ – „Nee, lieber das andere!“ – „Schau mal, diese Gurken.“ – „Nimm lieber die da, die anderen mag ich nicht.“
Als wir unsere sechs Einkaufswagen 500 Meter über die Bundesstraße zum Schiff schoben, dachte ich: Wie soll das bloß auf dem Schiff werden?!
Ich bestieg das Segelboot zusammen mit den anderen und erlebte so enge räumliche Verhältnisse wie noch nie zuvor. Doch mir stach die Fußmatte in die Augen. Sie trug die Aufschrift: „The King is Here“. Ich wusste nicht, was auf mich zukam, ich kannte Dirk und die anderen nicht, doch wir begannen mit einem kurzen Gebet – und Gottes Gegenwart war da! Wir brauchten keine halbe Stunde Lobpreis, nicht einmal zehn Minuten Stille Zeit – die Atmosphäre war sofort spürbarer mit Gottes Herrlichkeit erfüllt als so manche Gottesdienste, die ich erlebt habe.
Dirk schaffte zunächst Vertrauen in unser Schiff. Er erklärte uns, dass dieses Schiff nicht durchs Steuern kentern konnte. Die einzigen Gefahren, die wir wachsam beobachten mussten, lagen außerhalb: Felsen unter Wasser, andere Boote usw. Es wuchs das Vertrauen, dass diese paar Quadratmeter schwimmende Substanz uns sicher über den tiefen Abgrund des Meeres gleiten lassen würde. Ich empfand es so, als ob Gott dasselbe über mein Leben aussprach und mir verdeutlichte: „Vertraue!“
Während der Vorstellungsrunde zeigte sich, wie ungleich wir alle waren, wie sehr wir uns in Temperament, Talent und Alter unterschieden. Doch wir erlebten sieben unvergessliche Tage und keine einzige zwischenmenschlich kritische Situation. Ich habe mich gefragt: Wie kann das sein? Im normalen Leben und auch im christlichen Bereich erlebe ich das leider nicht immer so.
Der zentrale Punkt war unsere „Oneness“, unser Einssein: Wir hörten darauf, was Gott zu uns sagte. Beim Input am Morgen, beim Lesen von Bibelversen, beim gegenseitigen Zuhören und beim Beten füreinander fiel es leicht, Gottes Stimme zu hören. Wir ermutigten uns gegenseitig, indem wir uns von unseren Erfahrungen im Leben erzählten und ein Baustein kam zum nächsten. Einer aus der Crew ermahnte uns immer mit einer unbeschreiblichen Liebe, wenn wir Sätze des Unglaubens sprachen. Wenn wir uns zu sehr in Belanglosigkeiten verstrickten, erinnerte uns Dirk: „Leute, was ihr da redet, reden die Leute auf den anderen Booten auch!“
Bei alledem waren wir kein heiliger Dampfer mit religiösen Floskeln – gar nicht. Ich denke, 90 Prozent unserer Gespräche handelten vom wahren Leben. Es ging an Bord nicht darum, Frieden halten zu müssen oder uns zu ertragen, weil es eben in der Bibel steht. Sondern der spürbare Frieden, Gottes „Oneness“, das Einssein mit Gott und miteinander hat uns diese Gemeinschaft ermöglicht.
Einheit aus Frieden
Mit seinem Blut am Kreuz hat Jesus uns an der „Oneness“ Anteil gegeben. In Kolosser 1,20 lesen wir:
Durch Christus „wollte Gott alles versöhnen und zu neuer, heilvoller Einheit verbinden. Alles, was gegeneinander streitet, wollte er zur Einheit zusammenführen, nachdem er Frieden gestiftet hat durch das Blut, das Jesus am Kreuz vergoss“.
In der „Oneness“-Einheit steckt die Kraft des Blutes von Jesus. Einssein mit Gott und Frieden gehen Hand in Hand: Durch sein Blut hat er Frieden gestiftet und dadurch alles zur „Oneness“ zusammengeführt.
Zu diesem Frieden ruft uns auch die Jahreslosung für 2019 auf: „Wendet euch ab von allem Bösen und tut Gutes! Setzt euch unermüdlich und mit ganzer Kraft für den Frieden ein!“ (Psalm 34,15). Gottes Frieden ist weit mehr als ein Wunsch oder eine Einstellung. Seinen Frieden zwischen sich und uns Menschen hat er durch Jesus und sein Blut am Kreuz wiederhergestellt. Wenn wir diesem Frieden in uns Raum geben, beginnen wir zu spüren was „Oneness“, was Einssein bedeutet.
Keine religiöse Übung
Als Jesus vor seiner Gefangennahme mit seinem Vater über die sprach, die ihm nachfolgten, betete er auch (Johannes 17,21):
„So wie wir sollen auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“
An unserer „Oneness“ erkennen Menschen, wer Jesus ist. Das weiß auch der Teufel, deshalb ist es geradezu sein Hobby, Einheit nur als religiöse Übung zu verkaufen. Viele Christen meinen leider, sie müssten sich bloß anstrengen und „Einheit“ vortäuschen. Ich treffe immer wieder Christen, bei denen Christus draußen steht und sie nicht mit ihm in „Oneness“ verwoben sind. Die wahre Einheit unter Christen entsteht aus dem Einssein mit ihm, aus dem Frieden, den Gott tief in uns hineinlegen möchte.
Dieser Frieden lässt sich nicht mit Friedensverträgen schließen. Wahrer Frieden kommt von innen! Wahrer Frieden kommt von einem Leben in der Nähe von Jesus und nicht durch bloße Anstrengung, Frieden zu halten. In Psalm 133 lesen wir, dass Gott seinen „Segen dorthin befohlen“ hat, wo dieser Frieden gelebt wird. Wir müssen nicht um Segen betteln, sondern dürfen in „Oneness“ mit ihm und miteinander leben – dann ist dem Segen befohlen, bei uns zu sein. Erlaube niemandem, auch nicht dir selbst, dir deinen von Gott befohlenen Segen zu rauben! Lebe in Einheit mit Jesus, sei eins mit ihm, wie Jesus mit dem Vater in Einheit lebt! „Oneness“ heißt Einssein – wir sind verschmolzen mit Jesus durch sein Blut!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Jerusalem ist die größte Stadt Israels und gleichzeitig eine der ärmsten im Land. Zwei von drei Kindern in Jerusalem leben unterhalb der Armutsgrenze. In den Sommerferien 2017 und 2018 renovierte die Jerusalem Foundation im südlichen Stadtteil Gilo zwei städtische Kindergärten für die Kinder der sozial sehr durchmischten Nachbarschaft. Als Missionswerk durften wir diese wichtige Arbeit für die Kinder der Ärmsten mithilfe unserer Freunde großzügig unterstützen und Israel auf diese Weise segnen. Nun hofft die Jerusalem Foundation, in den Sommerferien 2019 einen dritten Kindergarten in derselben Straße sanieren zu können. Auch wir werden diesen Umbau fördern: als unser 52. Kindergartenprojekt in Israel.
Diese Renovierung im Stadtteil Gilo läuft unter dem Namen "Adopt a Neighborhood" („Adoptiere ein Stadtviertel“) oder "Sprungbrett". Die Verbesserung der Bildungseinrichtungen für alle Kinder der Gegend ist eines der Hauptziele der Jerusalem Foundation, mit der das Missionswerk die Projekte seit über 35 Jahren verwirklicht.
Unsere Israelreisegruppe kann sich jedes Jahr ein Bild davon machen, was aus den Spenden für diese Kindergartenprojekte geworden ist. Immer wieder dürfen wir zeitgemäße Bauten mit Einrichtungen besichtigen, die voll den Bedürfnissen der Kinder dienen. Diese Sanierungen sind quasi Neubauten! Vorschriften, Erfahrungen und ein gutes professionelles Team der Stadtverwaltung garantieren in der Zusammenarbeit einen hohen Qualitätsstandard. Danke an alle, die sich an diesem sinnvollen und segensreichen Projekt beteiligen!
Daniel und Isolde Müller
Wenn du uns helfen möchtest, Israel auf diese Weise zu segnen, freuen wir uns über deine Online-Spende!
Heilung für unsere Krankheiten. Kraft durch den Heiligen Geist. Freispruch von aller Schuld. – Jesus hat am Kreuz Entscheidendes für uns bewirkt! Das Blut, das am Kreuz floss, hat unsere Erlösung möglich gemacht. Durch seine Auferstehung, durch diesen Sieg am Kreuz hat Jesus für unsere Sünden bezahlt und wir haben Zugang zum Vater im Himmel bekommen. An eine andere Errungenschaft am Kreuz denken wir dagegen nicht so gerne und auch nicht so oft: Das Blut von Jesus am Kreuz hat auch den Teufel entmachtet. Der Feind ist entmachtet!
Paulus schreibt im Kolosserbrief dazu: „Gott hat den Schuldschein, der uns mit seinen Forderungen so schwer belastete, eingelöst und auf ewig vernichtet, indem er ihn ans Kreuz nagelte. Auf diese Weise wurden die finsteren dämonischen Mächte entmachtet und in ihrer Ohnmacht bloßgestellt, als Christus über sie am Kreuz triumphierte“ (Kolosser 2,14-15). Der Teufel ist entmachtet. Ist das für uns nur ein frommer Satz – oder leben wir in dieser Realität?
Er wird fliehen
In diesem Text heißt es nicht, der Teufel sei gestorben. Das wäre mir lieber gewesen! Doch der Böse existiert weiterhin, treibt sein Unwesen, täuscht Menschen, schüchtert sie ein. Er verbreitet Lügen, macht falsche Versprechungen, manchmal laut und im Vordergrund. Er hat noch dieselbe Stimme mit demselben Lautstärkepegel. Der Teufel ist entmachtet, das müssen wir verstehen, aber er hält noch nicht die Klappe.
„Der Teufel brüllt wie ein Löwe, aber für Kinder Gottes ist er zahnlos.“
Wir allein entscheiden, ob wir seinen Täuschungen nachgeben oder ob wir ihm den Einfluss absprechen und uns ihm entgegenstellen. In Jakobus 4,7 lesen wir: „Widersteht dem Teufel, so wird er von euch fliehen!“ Er wird fliehen. So steht es da. Wir haben die Abwehr in der Hand. Widerstand ist das Rezept gegen einen entmachteten Teufel! Er brüllt wie ein Löwe, aber für Kinder Gottes ist er zahnlos. Er brüllt oft lauter, als die meisten Christen beten können. Doch es kommt nicht auf die Lautstärke an, sondern auf unsere Haltung.
„Widersteht dem Teufel, so wird er von euch fliehen.“ – Die Bibel, Jakobus 4,7
Der Teufel ist entmachtet, er hat keine Autorität mehr. Deshalb können wir uns ihm entgegenstellen. Wirf alles, was mit dem Teufel zu tun hat, aus deinem Haus – sowohl aus deinem Wohnhaus, als auch aus deinem geistlichen Lebenshaus. Geh mit dem Teufel keine Kompromisse ein. Du kämpfst nicht in deiner eigenen Kraft, sondern in der Kraft des Sieges, den Jesus errungen hat! Du hast die geistliche Autorität zu sagen: „Feind, halt die Klappe!“ Du hast die Autorität, dämonische Mächte anzugehen. Unser Leben ist ein Schlachtfeld in einem Kampf, der schon gewonnen ist.
Wir können leuchten
Licht überwindet die Dunkelheit. Dem Feind zu widerstehen, heißt nicht, uns mit der Dunkelheit zu befassen. Manche erforschen, wie dunkel die Dunkelheit ist und bekämpfen sie mit großer Anstrengung. Doch das Licht braucht nur zu leuchten. Gegen das Licht hat die Dunkelheit keine Chance. Wir sind aufgerufen, ein Licht zu sein – nicht die Fehler bei anderen zu suchen.
Jesus hat eine solch religiöse Haltung am eigenen Leib zu spüren bekommen, als er am Sabbat heilte und Dämonen austrieb und deshalb von den Pharisäern angegangen wurde. Doch eine solche Religiosität ist eine Täuschung der Dunkelheit. Religiosität ist voller Regeln. Jesus ist das Licht und bietet Lösungen! Sei ein Licht, das die Dunkelheit überstrahlt. Dein Lebensstil des Lichts soll anziehend sein für andere. Unser Licht soll „vor allen Menschen leuchten“, dann werden sie den „Vater im Himmel preisen“ (Matthäus 5,16).
John Wesley hatte große Menschenmengen um sich und er wurde gefragt, warum das so sei. Er antwortete: „Die Leute lieben es, mich brennen zu sehen“. Das Licht entwaffnet die Dunkelheit. Stelle dein Licht nicht unter ein Gefäß, sondern auf einen Lampenständer und lass es leuchten! Du bist berufen, als Gottes Scheinwerfer auf dieser Erde zu funktionieren.
Vor ein paar Wochen hat ein Gedanke mich nicht mehr losgelassen: In Karlsruhe haben wir einen Wildpark im Wald, in dem Gämsen, Hirsche und Wisente leben. Dieses Tiergehege ist ein recht großes, eingezäuntes Gelände. Ich denke, die Tiere fühlen sich hier wohl und sicher. Ich habe den Eindruck, wir Christen halten uns auch gerne in einem solchen Wildpark auf. Wir leben umzäunt, zanken uns mal mit anderen Christen und fühlen uns ansonsten in unseren Gemeindehäusern sicher vor dem bösen Wolf, dem Feind. Wäre es aber nicht vielmehr unsere Aufgabe, den Wolf ins Gehege zu sperren und stattdessen selbst in Freiheit zu leben?
„Ob du im Käfig oder in Freiheit lebst, liegt in deiner Hand!“
Dieser Gedanke hat mir eine ganz neue Perspektive verschafft. Wir sind für die Freiheit bestimmt! Der Feind ist entmachtet und muss den Widerstand respektieren, den wir ihm als Christ entgegenbringen. Wir dürfen den Feind an den Platz verweisen, den Jesus ihm zugewiesen hat. Ob du selbst im Käfig oder in Freiheit lebst, liegt in deiner Hand! Dir ist Autorität gegeben: Binde alle Mächte des Feindes im Namen Jesus. Lebe in Freiheit und lass dein Licht leuchten!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Mächtige Bergmassive, Kletterfelsen, steinige Klippen in tosender Brandung – Fels und Gestein faszinieren uns nicht erst heutzutage. Schon in der Bibel lesen wir immer wieder von diesen unverwüstlichen Elementen der Schöpfung. Einen der bekanntesten Verse dazu finden wir in Jesaja 54,10:
„Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen, spricht der Herr.“
Ich finde, das ist ein wunderbares Bild! Eher werden sich die Berge fortbewegen, als dass Gottes Gnade aus unserem Leben weicht. Noch standhafter als mächtige Bergmassive ist Gottes Gnade! Dieser Vergleich gibt uns die Sicherheit, dass wir nie und nimmer Gottes Gnade verlieren werden. Er wird uns nicht verlassen. Er kümmert sich um jeden Einzelnen von uns.
Unverrückbar
Wir alle brauchen in unserem Leben etwas, das uns Halt gibt. Wir brauchen etwas, worauf wir stehen können, woran wir uns festhalten können. Etwas, das nicht wankt. Stell dir einmal vor, du wärst am Meer. Hohe Wellen tosen. Der Sturm peitscht sie mit voller Wucht auf die Felsenklippen am Strand, wo sie mit weißer Gischt in die Höhe spritzen. Ohne festen Halt unter den Füßen, ohne einen sicheren Untergrund wäre es bei diesem Wetter undenkbar, diesem Schauspiel zuzusehen.
Schon in der Bibel lesen wir, dass es in unserem Leben stürmisch werden kann: „Wenn die Berge wanken und in den Tiefen des Meeres versinken, wenn die Wogen tosen und schäumen und die Berge erschüttert werden“, sagt Psalm 46. Dann ist Gott „unsere Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in Zeiten der Not. Darum fürchten wir uns nicht, selbst wenn die Erde erbebt.“ Wir brauchen keine Angst zu haben, wenn unsere Lebenswogen tosen und schäumen. Denn es ist wie in diesem Naturschauspiel: Sobald der gewaltige Aufprall der Welle nachlässt, erkennen wir, was dieser Fels aushalten kann. Der Fels steht! Er ist unverrückbar. Selbst diese tosenden Wellen konnten ihm nichts anhaben. Ein Fels weicht nicht. Er trotzt jedem Angriff. Und sind die Wellen noch so hoch, so wütend und gewaltig – er steht unerschütterlich und wankt nicht.
Unerschütterlich
Unser Gott ist ein unerschütterlicher Fels. Er gibt dir Kraft zum Kämpfen, zum Durchhalten und er ebnet dir den Weg. Er ist stärker als alles andere, so lesen wir es in Psalm 18,32-33:
„Gott allein ist der Herr über alles! Gibt es außer ihm noch einen, der so stark und unerschütterlich ist wie ein Fels? Nein! Gott allein gibt mir Kraft zum Kämpfen und ebnet mir meinen Weg.“
Du kannst dich an diesem Felsen festhalten, wenn Stürme durch dein Leben wehen! Und du kannst dich hinter diesem Felsen verstecken – nicht nur wenn dir der Wind zu heftig ins Gesicht bläst, sondern auch wenn Feinde dich bedrohen: „Der Herr ist mein Fels, meine Festung und mein Erretter, mein Gott, meine Zuflucht, mein sicherer Ort. Er ist mein Schild, mein starker Helfer, meine Burg auf unbezwingbarer Höhe. Ich preise dich, Herr! Wenn ich zu dir um Hilfe rufe, dann werde ich vor meinen Feinden gerettet“ (Psalm 18,3-4). Auf Gott ist Verlass. Das wusste auch schon David, als er diesen Psalm verfasste.
Gott ist auch dein Fels, deine Festung, deine Zuflucht. Immer darfst du zu ihm kommen – mit allem, was dich bedrückt. Er ist immer für dich da. Berge dich hinter diesem Felsen. Er ist dein Zufluchtsort, an dem du Ruhe und Schutz finden kannst, wenn die Wellen in deinem Leben hoch schlagen. Denn wir alle erleben Stürme. Manchmal mischt der Feind fleißig mit, wirbelt alles durch und peitscht die Wogen hoch. Manchmal brechen auch unsere Lebensumstände wie hohe Wellen auf unser Lebensschiff herab, dass wir meinen, wir gingen unter.
Diese Erfahrung haben auch die Jünger gemacht. Als sie in ihrem Boot mitten auf dem See Genezareth waren, brach plötzlich ein gewaltiger Sturm los. Jesus hatte sich schlafen gelegt, doch nun weckten ihn die Jünger. Voller Angst riefen sie: „Herr, hilf uns, wir gehen unter!“ Jesus wachte auf und entgegnete ihren Schreien: „Warum habt ihr Angst? Habt ihr denn kein Vertrauen zu mir?“ Dann stand er auf und bedrohte den Wind und die Wellen. Im Bibeltext lesen wir (Matthäus 8,26):
„Sofort legte sich der Sturm und es wurde ganz still.“
Auch in deinem Leben wird es still, wenn du dich an Jesus hältst. Er bezwingt auch deine Wellen und deinen Sturm. Wenn das tosende Wasser sich ins Meer zurückzieht, was bleibt dann? Der unverrückbare Felsen! Er hat sich kein Stück bewegt. Weichen müssen dagegen die Gewalten des Wassers, die Turbulenzen. Sie sind vergänglich und dauern nur kurz im Vergleich zur ewigen Unverrückbarkeit des Felsens. Und schlagen die Wellen noch so oft an ihn heran, es macht ihm nichts aus. Brechen deine Lebensumstände über dich herein, dann berge dich bei diesem Felsen. Treffen dich deine Sorgen und Nöte mit voller Wucht, dann denke daran: Der Fels Jesus Christus steht unerschütterlich!
Unbezwingbar
Wir bauen auf diesen Felsen, wenn wir Gottes Wort ernst nehmen. Der Fels ist unser Fundament, wenn wir Gottes Richtlinien in unserem Leben beherzigen. Jesus hat dazu dieses wunderbare Beispiel erzählt: „Wisst ihr, mit wem ich einen Menschen vergleiche, der meine Worte hört und danach handelt? Er ist wie ein Mann, der sich ein Haus bauen wollte. Zuerst hob er eine Baugrube aus, dann baute er die Fundamente seines Hauses auf felsigen Grund. Als ein Unwetter kam und die Fluten gegen das Haus brandeten, konnten sie keinen Schaden anrichten, denn das Haus war auf Felsengrund gebaut“ (Lukas 6,47-48).
Wir brauchen den Fels Jesus Christus als Fundament für unser Lebenshaus. Dann können die Stürme und Wogen uns nichts anhaben. Rutschig und unbeständig wird es in unserem Leben, wenn wir Gottes Wort unbeachtet lassen: „Wer sich meine Worte allerdings nur anhört und nicht danach lebt, der ist wie einer, der beim Bauen auf das Fundament verzichtet und sein Haus auf weichen Boden baut. Bei einem Unwetter unterspülen die Fluten sein Haus, es gerät aus allen Fugen und stürzt krachend ein“ (Lukas 6,49).
Auf welches Fundament hast du gebaut? Auf Felsen oder weichen Sand? Hast du bei deinem Lebenshaus das Fundament vergessen? Mit Jesus als Fundament sind wir fest gegründet. Wenn dann die Fluten unseres Alltags branden und Unwetter toben, können sie keinen Schaden anrichten, denn unser Haus steht fest.
Ganz anders wenn unser Haus am Strand steht, auf Sand gebaut, ohne Fundament. Preschen dann die Fluten unserer Sorgen und Nöte heran, wird unser Lebenshaus unterspült. „Es gerät aus allen Fugen und stürzt krachend ein“, heißt es in diesem Bibeltext. Es ist nicht weise, auf ein Fundament zu verzichten. Der Fels Jesus Christus ist das Beste, was dir passieren kann, gerade auch für alle Herausforderungen im Jahr 2019!
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk
Liebe Freunde, wir möchten euch am Ende dieses Jahres danken, dass wir so viel gemeinsam mit euch erreicht haben. Kaum einer kann sich vorstellen, wie vielseitig wir in der Missionsarbeit unterwegs sind. Wir können in unserem Magazin und auch hier auf der Webseite immer nur Highlights darstellen.
Doch nur weil wir nicht alles an die große Glocke hängen, heißt das nicht, dass es von alleine läuft. Durch unsere Größe können wir als Missionswerk viel bewegen, aber sie bringt auch enorm hohe Kosten mit sich! Überall braucht es hingegebene Leute und auch finanzielle Mittel. Da haben wir in diesem Jahr leider auch einige Engpässe erlebt. Isolde und ich sind mit unseren Mitarbeitern im ständigen Einsatz, der oft an die Belastungsgrenzen geht. Um die jetzige Dimension unserer Missionsarbeit weiter betreiben zu können, sind mehr Mittel nötig, als im Moment eingehen. Wir möchten nicht immer nur um Spenden werben, doch ohne Spenden geht eben nichts, da wir sonst keine Einkünfte haben.
Predigt rettete Leben
Mit unseren Fernsehproduktionen zu verschiedenen Uhrzeiten und auf etlichen Sendern erreichen wir viele Menschen außerhalb von Kirchengebäuden mit der besten Botschaft. Viele dieser Menschen betreten selten eine Kirche – doch über das Fernsehen bringen wir Gott zu ihnen ins Wohnzimmer. So nah, wie es sonst kaum möglich ist. Deshalb würden wir sehr ungern Kürzungen in diesem Bereich vornehmen. Gerade erst bekamen wir einen Brief von einem Mann, der seinen Selbstmord geplant hatte und dann eine Predigt von Isolde im Fernsehen sah. Er wurde so berührt, dass er den Plan aufgab und Frieden mit Gott fand. Was für ein Geschenk, daran beteiligt zu sein!
Doch wir haben den Eindruck, dass sich viele Christen nur noch um sich selbst und ihr christliches Umfeld drehen. Jesus hat uns als seine Familienmitglieder dazu berufen, seinen Willen auf der Erde auszuführen und als sein Spiegelbild in der Gesellschaft zu leben. Denn darin unterscheiden wir uns.
In diesem Jahr haben bei uns in der Kathedrale viele wunderbare, geisterfüllte Redner gepredigt, die den Menschen etwas zu sagen haben. Allerdings haben wir den Eindruck, dass viele übersättigt sind von Predigten und seien sie noch so gut. Deshalb wollen wir im nächsten Jahr unseren Schwerpunkt stärker auf unsere Missionsarbeit im deutschsprachigen Europa legen. Mehr denn je glauben wir an eine Erweckung für dieses Gebiet. Unser Missionsauftrag lautet immer noch: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die rettende Botschaft“ (Markus 16,15).
Danke für dein Säen
Isolde und ich als Leiter des Missionswerks möchten mit unseren Mitarbeitern Gott eine Plattform geben, auf der Menschen ihm persönlich begegnen können. Gott gießt seinen Honig über das Land aus und wir dürfen ihn zu vielen Menschen bringen und sie werden Heilung und Befreiung empfangen. Das bleibt unsere Vision für 2019. Diese Vision braucht den vollen Einsatz im Gebet und im Tun – aber auch im finanziellen Bereich. Niemand kann das Land so zum Guten verändern wie Christen, die im Gebet in der Autorität Gottes über das Land regieren. Wenn du es noch nicht getan hast, klinke dich doch in diese Arbeit ein.
Dir möchten wir an dieser Stelle danken, für alle Gebete die du für uns gesprochen hast, für alle ermutigenden Worte die du uns geschrieben hast, für alle Begeisterung darüber, wo du Gott mit uns zusammen erlebt hast und natürlich für alle finanziellen Mittel, die wir von dir erhalten haben. Gebet, Ermutigung, Mitarbeit und Spenden sind Saatgut, das auf gutem Boden wächst und du wirst Anteil an der Ernte haben. Vielen, vielen Dank!
Daniel und Isolde Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
„Was ein Mensch sät, das wird er auch ernten“, lesen wir in Galater 6,7. Dieses Prinzip von Saat und Ernte gilt für all unsere Lebensbereiche. Was wir heute aussäen, werden wir morgen ernten. Das bedeutet auch: Von dem, was du heute entscheidest, lebst du morgen! Da tun sich Möglichkeiten in unserem Leben auf, für die wir selbst verantwortlich sind. Nicht Gott ist verantwortlich, sondern wir. Er gibt uns Anleitung in seinem Wort, aber entscheiden müssen wir selbst. Wir sind verantwortlich, was wir aus unserem Leben machen. Du hast die Möglichkeit, deinem Leben eine Richtung zu geben. Stelle heute die Weichen für morgen.
Die Frucht unseres Tuns
Was wir tun, hat Auswirkungen auf unser Leben. Wir lesen das sehr eindrücklich in 5. Mose 28,1-14. Ich möchte hier nur den Vers 13 zitieren: „Der Herr wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz, und du wirst nur immer aufwärtssteigen und nicht hinuntersinken, wenn du den Geboten des Herrn, deines Gottes, gehorchst.“ Das Wörtchen „wenn“ fällt hier auf. Liest man den ganzen Text, entdeckt man es noch häufiger: Wenn du das tust ... wird dir dieses und jenes geschehen. Das Ergebnis unseres Tuns werden wir ernten. Wenn wir Gottes Gebote halten, werden wir Gutes ernten – und umgekehrt. Auch Jesus spricht davon: „Denn der Sohn des Menschen wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden Vergelten nach seinem Tun“ (Matthäus 16,27).
Die Frucht der Gedanken
Nicht erst unser Tun, schon unser Denken gibt uns die Möglichkeit, unser Leben zu beeinflussen. Auch unser Denken unterliegt dem Prinzip von Saat und Ernte. Gott kennt unsere Gedanken (Psalm 94,11; Matthäus 9,4). Und er lässt auch wachsen, was wir in unseren Gedanken säen. In Jeremia 6,19 lesen wir: „Ich bringe Unheil über dieses Volk, [das ist] die Frucht ihrer Gedanken. Denn auf meine Worte haben sie nicht geachtet, und mein Gesetz – sie haben es verworfen.“ Auch unsere Gedanken haben Früchte! Wenn wir negativ denken, ernten wir Unheil. Gräbt sich ein negativer Gedanke bei uns ein, verändert das unsere ganze Haltung, unsere Stimmung und sogar manchmal unsere Lebensweise.
Deshalb sollen wir unsere Gedanken „gefangen nehmen“ (2. Korinther 10,5). Das bedeutet, dass wir ihnen keinen freien Lauf lassen und nicht über Schlechtes nachsinnen. Wir dürfen unsere Gedanken unter die Führung des Heiligen Geistes stellen und werden gute Früchte ernten. Der Heilige Geist gibt uns keine negativen Gedanken. Wenn wir nicht endlos über Negatives nachgrübeln, haben wir ganz andere Möglichkeiten, mit unserem Leben umzugehen. Dann kann die Frucht des Geistes in uns wachsen wie etwa Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit und Güte (Galater 5,22).
Die Frucht unserer Worte
Was wir denken, sprechen wir auch aus. Unsere Worte sind kraftvoll – im Guten wie im Schlechten. Als einige Pharisäer und Schriftgelehrte Jesus kritisierten, dass er die Speisegebote nicht einhielt, rief er die Menschenmenge zu sich und erklärte ihnen: „Nicht was in den Mund eingeht, verunreinigt den Menschen, sondern was aus dem Mund ausgeht, das verunreinigt den Menschen“ (Matthäus 15,10). Wir können uns durch unser Reden verunreinigen! Denn was wir sagen, bringt Frucht hervor. Was wir aussprechen, rufen wir herbei. Aus demselben Mund kann Segen oder Fluch herauskommen. Doch die Bibel sagt, wir sollen ein reines und heiliges Leben führen. Es kann nicht sein, dass wir am Sonntag Gott loben und am Montag reden wir respektlos, lügen oder sprechen sogar Flüche aus. Ob Segen oder Fluch, es ist unsere Entscheidung.
„Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht“ (1. Mose 1,3). Gott hat durch seine Worte die Welt erschaffen. Wenn Gott spricht, geschieht etwas. Weil wir Gottes Ebenbilder sind und den Heiligen Geist in uns haben, ist auch unser Reden von Bedeutung. Was wir aussprechen, rufen wir herbei. Wir werden keine positiven Ergebnisse sehen, wenn wir negativ sprechen. Andersherum können wir eine positive Veränderung in Situationen hineinsprechen. Nutze das Prinzip von guter Saat und Ernte in deinem Alltag, zum Beispiel in deiner Familie.
Wenn wir Gottes Wort laut aussprechen, gewinnt seine Autorität Raum in uns und um uns!
Und auch über das Heute hinaus haben unsere Worte Bedeutung. Am Tag des Gerichts werden wir auch über unsere Worte Rechenschaft ablegen müssen, lesen wir in Matthäus 12: „Denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden“ (Vers 36). Unsere Worte sind der Maßstab, nach dem wir freigesprochen oder verurteilt werden. Was wir reden, entscheidet über unser Sein. Das Erfolgsrezept ist: Gottes Wort in unserem Mund!
Die Frucht des Glaubens
Was wir sagen, hat auch in der geistlichen Welt Auswirkung. Das unterschätzen wir leicht. Als Jesus mit seinen Jüngern unterwegs war, erklärte er ihnen diesen Zusammenhang: „Habt Glauben an Gott! Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! Und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden“ (Markus 11,22-23. Hervorhebung durch die Autorin). Zwei wichtige Aussagen finden wir in diesen Versen. Erstens: Wir müssen etwas zu diesem Berg „sagen“, wir müssen es aussprechen. Zweitens: Wir müssen „glauben“, dass geschieht, was wir sagen. Interessant: Hier steht nicht, wir sollen glauben, was Gott sagt, sondern was wir sagen! Das ist oft der springende Punkt, dass wir gar nicht glauben, was wir sagen.
Den Berg können wir auch als Bild für unsere Sorgenberge verstehen, egal, wie sie bei dir aussehen mögen. Es ist ein großer Unterschied, ob wir zu unseren Sorgenbergen sprechen oder über unsere Sorgenberge! Reden wir zu unseren Problemen oder bloß über unsere Probleme? Sprich Gottes Verheißungen zu deinem Problemberg. Und sage zu ihm: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! Mit anderen Worten: Verschwinde!
Hier steht nicht, wir sollen flüstern oder murmeln oder leise beten. Wenn wir jemanden in die Schranken weisen wollen, machen wir uns sonst auch laut bemerkbar. Wir können dem Teufel nicht flüsternd widerstehen. Er wird uns auslachen. Wenn wir uns bemerkbar machen, wird sich in der geistlichen Welt etwas bewegen. Oft sehen wir davon nichts und meinen, es nütze nichts. Aber das ist eine Lüge. Wenn wir Gottes Worte und Verheißungen laut aussprechen, gewinnt seine Autorität Raum in uns und um uns. Wir nehmen Land ein und der Feind muss sich zurückziehen.
Es ist Zeit umzudenken! Sprich zu deinem Problem und nicht über dein Problem. Sprich Gottes Wort zu deinen Problemen und glaube, dass geschieht, was du sagst. Was wir säen, werden wir ernten – das gilt in jedem Lebensbereich. Mach dir das Prizip von Saat und Ernte zu Nutzen. Säe Gutes aus, damit auch Gutes wachsen kann in deinem Leben und du die Früchte genießen wirst.
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerks
Es war Gottes Idee, uns als sein Gegenüber zu erschaffen. Wir kennen die Geschichte von Adam und Eva im Garten Eden. Nach dem Sündenfall hat Gottes Sehnsucht nach den Menschen nie aufgehört. Die Trennung zwischen ihm und uns war so schmerzhaft für ihn, dass er Jesus sandte, der durch das Kreuz und die Auferstehung ein Leben auf der Erde in Gottes Gegenwart wieder ermöglicht hat.
Entspannte Gemeinschaft
Als ich den Liedtext zu „Herz zu Herz“ für meine CD schrieb, wollte ich mit meinen Worten das Erlebnis von maximaler Nähe zu Gott ausdrücken. Am stärksten fühlte ich sie, als ich im Frühjahr mit meinen Segelkollegen auf dem Meer unterwegs war, die unendliche Perspektive vor Auge, und ich dieses Lied vortragen durfte. „Herz zu Herz so nah bei dir ...“
Gott wünscht sich eine entspannte Gemeinschaft mit uns. Viele Menschen versuchen, Gottes Gegenwart durch Disziplin zu erreichen: viel Gebet, viel Tun für den Herrn, viel opfern. Die entspannte Gemeinschaft zu ihm entsteht jedoch, wenn Liebe aus unserem Herzen überfließt.
Es zählen nicht die großen, besonderen Erfahrungen, sondern ein täglicher Lebensstil in Gottes Herrlichkeit.
Gott wünscht sich einen Lebensstil in seiner Nähe! Es ist das interessanteste Leben, das wir auf dieser Erde leben können. Und es geht dabei nicht nur um das Prickeln bei einer Großveranstaltung mit gutem Lobpreis. Gottes Gegenwart und Herrlichkeit sind deine Erfüllung, die Substanz, für die du geschaffen bist! Diese Gegenwart stillt all deinen Hunger – den Hunger, den sonst nichts stillen kann. Sprich es einmal vor dir selbst laut aus: „Ich bin geboren, um in seiner Gegenwart zu leben!“
Dank ist eine Reaktion
Wir lesen in Psalm 100,3: „Erkennt, dass der Herr unser Gott ist! Er hat uns zu seinem Volk gemacht, ihm gehören wir! Er sorgt für uns wie ein Hirte für seine Herde.“ Hier steht: „Erkenne, dass der Herr, dein Gott ist.“ Es ist wichtig, dass du es selbst erkennst – und nicht nur die Meinung anderer akzeptierst. Wer Gott erkennt, kommt mit Dank vor sein Angesicht. Am Maß deiner Danksagung erkennt man das Maß von Gottes Gegenwart in dir. Dank offenbart ein Herz, das überfließt. Deine Danksagung ist die Reaktion auf das, was er für dich getan hat, und dein Lobpreis ist die Reaktion auf seine Gegenwart.
Bestimmt liest du die Gebetserhörung, die wir in jedem Magazin abdrucken. Mich begeistert, wie Gott in allen Lebenssituationen seinen Kindern hilft! In dem Psalm oben haben wir gelesen: „Er sorgt für uns, wie ein Hirte für seine Herde.“ Gott hat dir mit Jesus alles zum Leben bereitgestellt. Er ist der Heiler – die Quelle allen Lebens. Unsere Probleme sind oft so groß und laut. Wir lassen uns ablenken und denken nicht an die himmlischen Lösungsmöglichkeiten.
Doch dein Durchbruch kommt, wenn du aufhörst, dich von deinen Problemen beeindrucken zu lassen.
Mose im Alten Testament der Bibel musste seine Schuhe ausziehen, als er Gott beim brennenden Busch begegnete (2. Mose 3). Gott wollte, dass nichts zwischen dem geheiligten Boden und ihm stand – nicht mal eine Ledersohle! Was uns heute, in der Zeit des Neuen Testaments, von Gott trennen kann, ist die Sünde – Unreinheit, Unrecht, Ungehorsam. Doch wir können all das vor Gott bringen und haben dann die Vergebung und den freien Zugang zu ihm! Wenn nichts Trennendes mehr dazwischen ist, fließt alles, was Jesus für dich bereitgelegt hat. Es fließen – bildlich gesprochen – Milch und Honig in dein Leben, die Fülle der Nahrung, die du brauchst.
Die Vergangenheit hinter sich lassen
Je weiter du mit Jesus gehst, desto mehr lässt du auch deine Vergangenheit hinter dir zurück. Die Vergangenheit kannst du nicht mehr ändern, aber die Zukunft darfst du selbst gestalten. Die Vergangenheit ist eine Einbahnstraße: rückwärts gehen verboten. Der Feind möchte dich gerne dort behalten, damit du deine ganze Energie verbrauchst. Verlasse die Vergangenheit und betritt neues Land, neue Möglichkeiten die dir Gott zeigen möchte.
Wenn wir in Apostelgeschichte 15,5 lesen, dass im Schatten von Petrus Menschen geheilt wurden, wie viel mehr geschieht dann erst im Schatten des lebendigen Gottes – in seiner Gegenwart, in der wir leben können! Hier ist der einzige Platz, der dich zufriedenstellt. Du bist geschaffen, um in Gottes Gegenwart, in seiner Herrlichkeit zu leben. Jeder der Ja zu Jesus sagt, ist eingeladen, in dieser Herz-zu-Herz-Beziehung zu leben.
Mit dem Weinstock verbunden
In Johannes 15 vergleicht Jesus diese Beziehung mit Weinstock und Rebe. Er sagt: „Wenn ihr aber fest mit mir verbunden bleibt und euch meine Worte zu Herzen nehmt, dürft ihr von Gott erbitten, was ihr wollt; ihr werdet es erhalten.“ Wenn eine Rebe oder Traube mit dem Weinstock verbunden ist, bekommt sie von ihm die Substanz zum Wachsen und Lebendigbleiben – unabhängig davon, ob es regnet oder stürmt, ob es heiß ist oder kalt. In Gottes Gegenwart bekommen wir von ihm die Substanz zum Leben.
Manche versuchen, ihr Christsein abgelöst vom Weinstock zu leben. Sie ernähren sich woanders oder liegen am Boden und beginnen bitter zu werden. Holen sie sich dann noch die Bestätigung von anderen, die auch am Boden liegen, leben sie ein jämmerliches Leben, das ganz und gar nicht Christus, den Weinstock, widerspiegelt. Wir können nur als pralle Früchte glänzen, wenn täglich der Saft des Weinstocks neu durch uns fließt. Sonst sind wir Fruchtmumien. Es reicht nicht, dass wir uns nur gelegentlich bei Konferenzen eine Saftspritze holen.
Jesus spricht von einem Leben in der Verbundenheit mit dem Weinstock – und nicht von Reben, die abgeschnitten in einer religiösen Blumenvase stehen. Jesus sagt: „Bleibt in mir.“ Ich lade dich ein, in dieser Gegenwart mit Gott zu leben. Du bist geschaffen für ein Leben in seiner Gegenwart. Es reicht nicht aus, nur zu wissen, dass es in der Bibel steht. Wir sollen es erkennen und erleben. Du darfst ihn genau in diesem Moment darum bitten.
In seiner Gegenwart ist so viel überwältigend Himmlisches, dass alles möglich wird. „Wie im Himmel so auf Erden“, heißt es im Vaterunser: Sein Königreich, seine Kraft, seine Herrlichkeit gehören dir. Das Übernatürliche ist Gottes Normalität für dich. Erhöhe deine Erwartungshaltung! Wie groß sind deine Erwartungen? Wir sind geboren, um auf der Erde Gott zu erleben!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk
Gott hat die Welt erschaffen, so lesen wir es im 1. Buch Mose. Er schuf sie nicht aus sichtbarer Materie, sondern durch sein Wort. Detail für Detail hat Gott gesprochen und die Welt entstand. Durch sein Wort war sie da. Welche gewaltige, kreative Auswirkung hat Gottes Wort! Licht, Himmel, Erde, Vegetation, Tiere – Sonne, Mond und Sterne.
Etwas Ähnliches lesen wir im Neuen Testament. Jesus erfuhr, dass sein Freund Lazarus gestorben war und man ihn schon in die Grabkammer gelegt hatte. Vier Tage lag er schon darin. Doch Jesus ließ den Grabstein beiseite rollen und rief: „Lazarus, komm heraus!“ Als Jesus nach ihm rief, konnte nicht einmal der Tod ihn halten (Johannes 11). Gottes Reden schafft Leben, es ist positiv und kreativ.
Freude ernten
Als Menschen sind wir Gottes Ebenbild. Jesus wohnt in uns durch seinen Heiligen Geist. Auch unser Reden hat Bedeutung. Jesus predigte einmal vor der Volksmenge und sagte: „Hört und versteht! Nicht was in den Mund eingeht, verunreinigt den Menschen, sondern was aus dem Mund ausgeht, das verunreinigt den Menschen“ (Matthäus 15,10-11). Und als ihn später die Jünger danach fragen, erklärt Jesus diesen Zusammenhang noch genauer: „Was aber aus dem Mund ausgeht, kommt aus dem Herzen hervor, und das verunreinigt den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken: Mord, Ehebruch, Unzucht, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lästerungen; diese Dinge sind es, die den Menschen verunreinigen.“
Durch finstere, boshafte, falsche Worte, die wir aussprechen und die zeigen, was in unserem Herzen ist, werden wir beschmutzt. Doch als Christen sind wir berufen, ein reines Leben zu führen. Worte haben Macht. Im Buch Sprüche lesen wir: „Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird ihre Frucht essen“ (Sprüche 18,21). Unsere Zunge kann über Leben und Tod entscheiden, sie kann zerstören oder aufbauen. Mit unseren Worten können wir viel erreichen. Gutes wie Schlechtes. Was wir sagen, hat Konsequenzen. So lesen wir es auch in Galater 6,7: „Was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.“
Säen wir so, dass wir guten Ertrag ernten? Säen wir gute Worte, die Leben schaffen, die segnen, die ermutigen? Spiegeln unsere Worte Gottes Liebe, seine Gnade und Hoffnung wider? Oder säen wir Angst, Hass und Neid? Wir können nicht von Gott Segen erwarten, wenn wir unsere Mitmenschen verleumden! Negative Worte bringen Negatives hervor. Sprechen wir Segen aus über unsere Mitmenschen, kommt der Segen zurück. In Römer 15,2 heißt es: „Jeder von uns gefalle dem Nächsten zum Guten, zur Erbauung.“ Wir sollen einander mit guten Worten ermutigen und zum Guten anspornen. Wenn wir andere Menschen aufbauen, ernten wir Freude.
Nur Segen, kein Fluch
Jakobus ermahnt in seinem Brief die Gemeinden, ihre Zunge im Zaum zu halten, weil sie großen Schaden anrichten kann. Er schreibt: „Aus demselben Mund geht Segen und Fluch hervor. Dies, meine Brüder, sollte nicht so sein. Die Quelle sprudelt doch nicht aus derselben Öffnung das Süße und das Bittere hervor? Kann etwa, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven hervorbringen, oder ein Weinstock Feigen? Auch kann Salziges nicht süßes Wasser hervorbringen“ (Jakobus 3,10-12). Es kann nicht sein, dass wir am Sonntag Gott loben und am Montag jemanden verfluchen. „Das sollte nicht so sein!“, schreibt Jakobus. So wie ein Baum nur eine Sorte Früchte trägt, so soll aus unserem Mund nur Segen kommen und kein Fluch. Denn was wir aussprechen, rufen wir herbei. Sprich keine vernichtenden Worte über deine Kinder aus. Sage nicht: „Du taugst nichts“ oder „Du machst alles falsch“. Sondern ermutige sie: „Du kannst es schaffen!“ oder „Du machst es schon gut, bleib dran!“ Jammer nicht jeden Tag darüber, dass sich deine Situation nicht verändert. Das wäre zerstörerisch. Sondern sprich und bete voller Hoffnung und Zuversicht.
Gottes Wort aussprechen
Als die Pharisäer Jesus immer wieder Böses unterstellen, ermahnt er sie: „Ich sage euch aber, dass die Menschen von jedem unnützen Wort, das sie reden, Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts; denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden“ (Matthäus 12,36-37). Jesus machte den Pharisäern klar: Am Tag des Gerichts würden sie sich für ihre bösen Worte verantworten müssen. Denn was sie sagten, zeigte, was in ihrem Herzen war. Jesus erklärte ihnen: „Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz Gutes hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz Böses hervor“ (Matthäus 12,35). Ein guter Mensch spricht gute Worte aus einem guten Herzen. Doch wer Böses von sich gibt, hat ein böses Herz. Das ist eine Ermahnung, über die man nachdenken sollte. Unterschätzen wir nicht die Bedeutung unseres Redens. Sprechen wir im Licht von Gottes Güte. Füllen wir unser Reden mit Hoffnung und nicht mit Hoffnungslosigkeit.
Eine gute Möglichkeit ist die, unseren Sorgen sein Wort entgegenzusetzen. Ich will ein Beispiel nennen: Wenn du Furcht hast, sprich in die geistliche Welt hinein: „Ich habe keinen Geist der Angst, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (nach 2. Timotheus 1,7). Und wenn du merkst, dass du oft negativ redest, sprich in die geistliche Welt hinein: „Ich spreche keine negativen Dinge aus, sondern was ich sage, soll hilfreich und ermutigend und auferbauend sein“ (nach Epheser 4,29).
So können wir die Richtung unseres Lebens verändern. Sein Wort hat Macht und Kraft, wenn wir es aussprechen. Fülle dein Leben nicht mit Gerede, das nicht von Gott kommt. Gewöhne dir nicht an zu jammern oder anderen den Mut zu nehmen oder sie niederzumachen. Lasse deine Emotionen nicht hochkochen, sodass du im Ärger etwas aussprichst, das nicht mit Gott im Einklang ist. Sprich so, dass seine Worte zum Guten, zur Erbauung dienen. Lass deine Worte Glaube, Hoffnung und Liebe widerspiegeln. Säe Segen und du wirst Segen ernten.
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerks Karlsruhe
Wenn wir eine Reise machen, schaue ich mir gern schon vorher die Reiseroute im Internet an. Ich sehe nach, welcher der ideale Weg ist, um ans Ziel zu kommen, und wo wir einen Stopp einlegen könnten. Heute hat man Navigationsgeräte im Auto, aber ich liebe es trotzdem, den Weg vor der Abfahrt zu kennen. Denn mein Navi hat mich auch schon an einen falschen Ort geführt – dann kam die Ansage: „Wenn möglich, bitte wenden!“ Ich glaube, dass diese Ansage bei vielen Menschen ertönen würde, wenn sie ihr Lebensnavi einschalten würden.
Was ist dein Ziel?
Viele Christen unternehmen mit ihrem Leben eine Fahrt ins Blaue. Die meisten kennen das Ziel für ihr eigenes Leben gar nicht. Was ist dein Ziel von jetzt an, bis du das Ende auf dieser Erde erreicht hast? Das Leben auf der Erde ist kein Wartesaal für die Erlösten, bis sie abberufen werden. Viele Christen sagen: Mein Ziel ist die Ewigkeit mit Gott. Und meinen, weil sie Christen sind, gehe das ganz automatisch. Doch Vorsicht: Es ist gut, Gott vieles im Leben zu überlassen, doch er hat die Verantwortung in unsere Hände gelegt. Wir haben freie Entscheidung über unser Leben. Er hat uns eine Berufung und auch ein Ziel für unser Leben gegeben, nicht nur für unser Ende auf der Erde! Menschen, die ihr nächstes Ziel nicht kennen, leben in den Tag und sind oft so lustlos. Du kannst dein Ziel nur erreichen, wenn du es kennst.
Was ist dein Kompass?
Früher hatte man Straßenkarten, beim Schiff ist es die Seekarte. Gott hat uns eine Karte für unser Leben an die Hand gegeben – die Bibel! Darin steht unser Kurs – und sie ist zugleich Kompass, Verpflegung, Reiseapotheke und Anleitung, wie wir Schwierigkeiten meistern. Diese Anweisungen können wir ernst nehmen oder das Buch als historisches Buch in das Regal neben andere Ratgeber unseres Lebens stellen.
Im Frühjahr war ich mit einigen Männern auf einem Seminar auf einem Segelschiff. Nach unserer Rückkehr stellte ich unserem Coach und Skipper Dirk eine Frage bezüglich einer Entscheidung, die wir für das Missionswerk treffen mussten. Er antwortete: „Daniel, richte dich immer nach dem biblischen ‚Norden’ aus!“ Das hat bei mir eingeschlagen. Eine Seekarte muss der Skipper oder Kapitän einnorden. Er nimmt die Karte, legt einen Kompass auf die Karte und dreht die Karte so lange, bis der Norden der Karte identisch ist mit dem Norden auf dem Kompass. Jetzt stimmt die Karte mit der geographischen Realität. Jetzt kann ich ganz klar sagen, wozu die Häuser da vorne gehören und in welche Richtung ich fahren muss, um mein Ziel zu erreichen.
Es hilft nicht, nur eine Karte zu haben. Ich war auch schon mit Leuten unterwegs, die die Karte falsch herum hielten und mir trotzdem sagen wollten, wo ich abbiegen musste. Als wir das letzte Mal als Missionswerk mit dem Bus von Kiel nach Hannover gefahren sind, hat das Navi versagt. Ich sah aus dem Fenster und sagte: „Leute da stimmt was nicht, die Sonne ist auf der falschen Seite!“ Man konnte am Sonnenstand sehen, dass wir nicht gen Süden fuhren, sondern in die falsche Richtung.
Was ist dein Orientierungspunkt?
Egal, wo du in deinem Leben gerade stehst, nimm deinen Kompass, die Bibel, und norde dein Leben ein. Gottes Norden ist das Kreuz von Golgatha. Egal, wo wir sind, es bleibt der unveränderliche Orientierungspunkt. Jesus hat dir auf dein Lebensmeer dieses Kreuz gestellt. Ohne das, was er am Kreuz getan hat, hätten wir kein Ziel, das sich zu erreichen lohnt! Egal wo du bist, du kannst am Kompass immer die Abweichung vom „Norden“ ablesen. Die Bibel ist dein „Norden“ für alles.
Unser Skipper erinnerte mich daran: „Dein Norden muss Gottes Norden sein! Wenn sich das nicht deckt, kommst du nicht an. Dann bist in Gefahr und verschwendest kostbare Zeit.“ Wenn mein Norden auch Gottes Norden ist, dann stimmt die Richtung, auch wenn ich gerade nicht den Durchblick habe oder mir der Sturm ins Gesicht bläst.
Das Leben möchte uns viele „Norden“ zeigen, es gibt die Esoterik, die Vernunft, manche Ratgeber und anderes. Beachte: Auch so mancher religiöse „Norden“ ist nicht der Norden der Bibel! Du hast für dein eigenes Leben die Autorität und die Verantwortung, dich für den einzigen „Norden“, das Kreuz, zu entscheiden. Die anderen Wege erscheinen oft als Abkürzung, viel öfter aber sind sie „Bermudadreiecke“, in denen Dinge geschehen, die keiner will und braucht.
Ich weiß, es ist nicht leicht, sich an den biblischen Norden zu halten, wenn du gerade in deinem Leben im Eismeer segelst und eine Ansichtskarte aus der Karibik bekommst. Sei überzeugt, dass Gottes Norden, Gottes Wege, gesund sind! „Folgt immer dem Weg, den der Herr, euer Gott, euch gewiesen hat! Dann werdet ihr am Leben bleiben. Es wird euch gut gehen“ (5. Mose 5,33).
Gestalte dein Leben nach Gottes Vorgaben. Die Bibel sagt zum Beispiel: „Ich bin der Herr, der dich heilt!“ (2. Mose 15,26). Halte daran fest und vertraue darauf. Das ist die Richtung, die der Kompass anzeigt. Genauso lesen wir in der Bibel: „Für Menschen ist es unmöglich, aber nicht für Gott“ (Lukas 18,27). Solche Orientierungspunkte wollen uns den Weg weisen. Oder wir lesen in Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Vertraust du darauf? Geh den Weg, den Gottes Kompass zeigt, mit Freude und Überzeugung. Nur dieser Weg bringt die meiste Frucht!
Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ohne mich kann niemand zum Vater kommen“ (Johannes 14,6). Deine klare Linie überzeugt andere, die ihr Leben noch nicht „eingenordet“ haben. Ein lauer und verwässerter Lebensstil interessiert niemand. Wenn du den „Norden“ kennst, kommst du an alle Ziele, die für dein Leben vorgesehen sind. Und es macht dir Freude, weil du fühlst, dass du im Willen Gottes unterwegs bist.
Nimm dein Kursbuch, schlage es auf und der Heilige Geist wird dir die Reiseroute zeigen. Er zeigt dir auch die Leuchttürme, die dich auf Gefahren aufmerksam machen. Merke dir: Der Kurs in der Bibel ist keine Variable, sondern eine für alle Zeiten für dich festgeschriebene Realität um dein Ziel zu erreichen, für das du geschaffen bist. Ich sage dir nicht: Bleib Christ – denn viele Christen sind nicht auf Kurs. Ich sage dir: Bleib auf Kurs! Das Ziel lohnt sich!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerks
Nachdem Jesus in der Wüste versucht worden war, ging er vollgetankt mit der Kraft des Heiligen Geistes nach Galiläa und begann dort seinen Heilungsdienst. Stellen wir uns diese Situation vor: Da kommt einer, der ist ganz anders. Er hilft den Menschen, hat ein Herz für alle, die verzweifelt sind, allen, die nicht ein noch aus wissen. Und er tut alles mit Vollmacht. Lahme können gehen. Besessene werden heil. Die Menschen waren überrascht und sagten: „Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft gebietet er den unreinen Geistern und sie fahren aus. Und die Kunde von ihm ging aus in jeden Ort der Umgegend“ (Lukas 4,36-37).
Was Jesus tat, war so neu, dass die Menschen es gar nicht glauben konnten. Vielleicht ist auch für dich neu, was Jesus zu tun vermag. Lass dich darauf ein, wie es diese Menschen auch taten. Sie ließen nicht mehr von ihm ab, liefen ihm hinterher, diesem Mann, der ihnen half. Und er hilft noch heute. Er hilft auch dir, in deiner Situation, in deinen Nöten. Er ist immer noch der gleiche und er ist dir näher als den Menschen damals, denn er wohnt in dir durch seinen Heiligen Geist.
Gegen allen Verstand
Kurze Zeit später stand er am See Genezareth und die Volksmenge drängte sich um ihn herum, um ihn zu hören. Fischer waren dort, die ihre Netze reinigten und natürlich lagen Schiffe am See. Eines davon gehörte Simon. Jesus bat ihn, ein Stück hinauszufahren, damit ihn die Menschen, die sich dort versammelt hatten, besser verstehen konnten. Als er fertig war mit seiner Rede, sagt er zu Simon: „Fahre hinaus auf die Tiefe, und lasst eure Netze zu einem Fang hinab!“ Simon antwortete: „Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch bemüht und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz hinablassen“ (Lukas 5,4-5).
Ist es dir auch schon so gegangen, wie den Fischern? Du mühst dich ab und mühst dich ab und nichts geht? Ist Nacht um dich herum, bist du entmutigt? Bist du verzweifelt, weil nichts vorwärts geht? Erlebst du Schwierigkeiten überall? Die Fischer hatten kein Einkommen, weil sie nichts gefangen hatten. Vielleicht stehst auch du mit leeren Händen da. Doch einer wendet sich dir zu und sagt: „Mach weiter! Gib nicht auf!“ Sage nicht wie Simon: „Wir haben’s doch versucht, uns abgemüht, aber es hat nichts gebracht.“ Letztendlich war Simon so gepackt von Jesus, dass er schließlich sagte: „Auf dein Wort hin tue ich es.“ Durch seine Erfahrung weiß er: Es ist total unmöglich, am Tag zu fischen. Was soll man da fangen? Er ist Fischer und kennt sich aus in der Materie. Wenn deine Situation genauso unmöglich aussieht – tu, was Jesus sagt, auch gegen allen Verstand und alle Meinungen. Auf sein Wort hin tue es. Gib nicht auf und gehe vorwärts. Jesus ist da und er hat eine Lösung auch für dein Problem.
Überdimensional
Als die Jünger der Aufforderung von Jesus gefolgt waren, verfingen sich in ihren Netzen so viele Fische, dass sie rissen. Sie winkten ihre Gefährten im anderen Schiff herbei, damit sie ihnen halfen. „Und sie kamen, und sie füllten beide Schiffe, so dass sie zu sinken drohten“ (Lukas 5,7). Das, was unmöglich schien, wurde zu einem überdimensionalen Segen für Simon und seine Mitarbeiter. So sehr, dass es die Netze sprengte. Und das, obwohl man um diese Tageszeit eigentlich keine Fische fangen konnte. Wenn wir uns nach Gottes Wort richten, sagen Menschen auch oft zu uns: „Das funktioniert doch nicht, das ist völlig unsinnig.“ Doch unser Vertrauen auf Jesus zu setzen und nach seinem Wort zu handeln bringt uns großen Segen und seine Hilfe.
Ohne Wenn und Aber
Was die Jünger da gerade erlebten, war so außergewöhnlich, dass sie es fast nicht glauben konnten. Doch sie wussten in ihrem Herzen: Das ist es, was wir brauchen – und öffneten ihr Herz für Jesus. Weiter Vers 10: „Jesus sprach zu Simon: ‚Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen.’ Und als sie die Schiffe ans Land gebracht hatten, verließen sie alles und folgten ihm nach.“ Das alles geschah draußen auf dem See. Jesus sah das Entsetzen von Simon und die Angst, die ihn beschlich und er sagte zu ihm: „Fürchte dich nicht!“
Wenn in deinem Leben Dinge geschehen, die du nicht verstehst, wenn du Angst hast, es nicht mehr zu schaffen, oder Angst vor der Zukunft: Fürchte dich nicht! Jesus hat auch einen Weg für dich. Wo es unmöglich aussieht, hat Jesus Segen für dich bereit. Für Simon hatte er einen neuen Auftrag, eine neue Berufung: Er sollte nicht mehr Fischer sein, sondern Jesus dienen und damit Menschen ins Reich Gottes rufen. Jesus hat auch einen Auftrag für dich. Du musst nicht Haus und Familie verlassen, sondern das leben, was Jesus in dich hineingelegt hat. Den Auftrag ausführen, den er ganz speziell für dich hat.
Es bewegt mich immer wieder, wenn ich lese: „Und als sie die Schiffe ans Land gebracht hatten, verließen sie alles und folgten ihm nach“ (Vers 10). Auch damals war es ein gewaltiger Schritt, alle Sicherheit zu verlassen und Jesus einfach zu folgen. Wir müssen nicht unbedingt Haus, Familie und Beruf hinter uns lassen, sondern vielleicht unsere Vergangenheit. All das, was uns hindert, Jesus nachzufolgen. Auf sein Wort hin tue es! Lass alles hinter dir. Er schenkt dir Vergebung. Jesus ist gekommen, um dir zu helfen: heraus aus deiner Not, aus deinen Ängsten und deinen Bedrückungen. Lass dich auf Jesus ein, so wie diese Fischer es auch taten. Folge ihm nach, ohne Wenn und Aber. Entscheide dich, dem nachzufolgen, der Gewaltiges in deinem Leben tun kann.
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerks
Kaum zu glauben, wie viele Meilensteine wir in dieser Zeit erleben dürfen: 2025 haben wir 80 Jahre Missionswerk Karlsruhe Missionsgesellschaft gefeiert – und 2026 dürfen wir wieder ein ganz besonderes Jubiläum begehen: 20 Jahre Stiftung Missionswerk Karlsruhe! Wir staunen, wie sehr Gott uns geführt und versorgt hat.
2006 hat mein Vater Siegfried Müller die Verantwortung für die Missionsgesellschaft an Isolde und mich übergeben. Wie viele wissen, gehört in gemeinnützigen Organisationen den Verantwortlichen nichts persönlich. Wir erhalten auch als Familie lediglich ein Gehalt – wie jeder, der im Team mitarbeitet.
Als Familie hatten wir damals den Wunsch, das Geld, das wir in die Mission investieren wollten, nachhaltig einzusetzen. Weil Stiftungen damals steuerlich etwas günstiger behandelt wurden, entstand die Idee einer eigenen gemeinnützigen Stiftung Missionswerk Karlsruhe. Sie verfolgt denselben Zweck wie die 80-jährige Missionswerk Karlsruhe Missionsgesellschaft: Alles für die Verbreitung des Evangeliums.
Seit zwei Jahrzehnten ist die selbständige Stiftungnun der größte Spender unserer Missionsgesellschaft – ob für unsere missionarischen Aufgaben, für unsere Medienverbreitung oder Sozialarbeit. Die Missionsgesellschaft könnte die Missionsarbeit in dieser Größe und Vielfalt nicht tun, wenn die Stiftung nicht so viel in die Missionsgesellschaft investieren würde.
Neue Vision
Nun liegen vor uns große Möglichkeiten, Pläne und neue Schritte. In den kommenden Jahren wird die bisherige Missionsarbeit von Daniel und Isolde Müller zunehmend in die Strukturen der Stiftung Missionswerk Karlsruhe übergehen. Die Missionsarbeit geht wie gewohnt weiter.
Solltest du in diesem Jahr keinen Dankbrief von uns bekommen haben, lass es uns bitte ebenfalls wissen. Jeder, der uns nicht ausdrücklich mitgeteilt hat, dass er keinen erhalten möchte, sollte ihn mit der Post bekommen. Denn: Unsere Freunde sind uns wertvoll – weil sie in dieser Zeit ein echter Schatz sind.
Wie kann man in Zukunft spenden?
Für Spender ändert sich grundsätzlich nichts. Einzugsermächtigungen und Daueraufträge laufen wie gewohnt weiter. Auch Einzelspenden können weiterhin an die bekannten Bankverbindungen überwiesen werden.
Alles, was mit dem Verwendungszweck „Zukunftsvision“ eingeht, wird direkt der Zukunftsvision (siehe Seite 8) zugeordnet. Alle anderen Spenden fließen in die vertraute Missionsarbeit von Daniel und Isolde. Und selbstverständlich stellen wir auf Wunsch für jede Spende wie bisher auch eine Spendenbescheinigung aus.
Mit dankbarem Herzen blicken wir zurück und voller Glauben nach vorne. 20 Jahre Stiftung Missionswerk Karlsruhe: Ein Grund zu feiern, ein Grund zu danken und eine starke Basis für die Zukunft der Missionsarbeit!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Seit 80 Jahren besteht das Missionswerk Karlsruhe und wird bereits in der vierten Generation geführt. In dieser Zeit hat Gott uns unendlich viel Gnade, Segen und Fläche mitten in Karlsruhe geschenkt. Unser großes Gelände umfasst beide Seiten fast einer gesamten Straße. Dort stehen heute unser Zentrum mit Kirche, Verwaltungsgebäude, die Busgarage und das Inspiration Center.
»Eine Vision, die auch die nächste Generation begeistert.«
Online viel Zuspruch
Schon seit den 1970er-Jahren ist unser Ziel, möglichst den ganzen deutschsprachigen Raum mit dem Evangelium zu erreichen. 1967 begann Siegfried Müller mit Radiosendungen über RTL, 2004 folgten die ersten TV-Sendungen. Seither sind zahllose Menschen dadurch erreicht worden. Seit 2006 – also seit zwanzig Jahren – tragen nun wir, Daniel und Isolde, die Gesamtverantwortung für das Missionswerk Karlsruhe.
Heute leben wir in einer Zeit großer Umbrüche. Mittlerweile nutzen viele die Möglichkeit, via Livestream an unseren Veranstaltungen teilzunehmen. Sie ersparen sich so die langen und kostenintensiven Anreisen nach Karlsruhe. Die Zuschauerzahlen bei YouTube und im Fernsehen sind stark angestiegen. Wir erhalten in den letzten Jahren viel Zuspruch von Menschen, die ausschließlich online an unseren Angeboten teilnehmen. Menschen berichten uns, wie sie durch unsere Medienarbeit näher zu Gott geführt, geheilt, befreit und verändert worden sind. Das freut uns sehr.
Unser Magazin „Freude am Leben“ bringt nun seit 75 Jahren monatlich vielen Tausend Freunden Information und Inspiration. Jedes Jahr reisen wir mit unserem Tour-Bus in deutschsprachige Großstädte und schaffen mit unseren Ermutigungsgottesdiensten Raum für Gottes Wirken. Viele unserer Freunde schätzen die enge biblische Verbundenheit mit Israel, die wir durch unsere Sozialprojekte ganz praktisch leben und stärken.
Zwei Fragen
Wenn wir auf 80 Jahre Missionswerk zurückschauen, erfüllt uns große Dankbarkeit. Doch wir wollen nicht nur aus dem Segen der Vergangenheit leben, sondern gleichzeitig mutig nach vorne blicken. Darum sind wir seit mehreren Jahren in intensiven Gesprächen mit einigen Partnern über die Zukunft des Missionswerks. Dabei bewegen uns aktuell hauptsächlich zwei Fragen:
- Wie können wir das, was Gott uns hier auf unserem Campus-Gelände anvertraut hat, an die nächste Generation im Reich Gottes weitergeben?
- Und wie können wir die uns anvertrauten Gebäude angesichts der veränderten Besucherzahlen wirtschaftlich und segensbringend betreiben?
Das Inspiration Center haben wir bereits so ausgestattet, dass wir es im Hinblick auf die Energiekosten wirtschaftlicher betreiben können. Doch unser großes Zentrum verursacht hohe Unterhalts- und Reparaturkosten, obwohl es nur wenige Male im Jahr ausgelastet ist. Deshalb suchen wir seit einigen Jahren nach Wegen, auf denen Gott den großen Segen, den er bisher schon geschenkt hat, zu einem noch größeren Segen werden lassen kann.
Ein Traum von uns nimmt dabei immer mehr Gestalt an: der Bau einer christlichen Schule! Wir erleben gerade viele offene Türen für dieses Vorhaben. Auf weiteren Flächen auf unserem Gelände sollen zudem Projekte für Menschen aller Altersklassen entstehen, um den Glauben im Alltag zu erleben.
»Wir träumen von einem Ort, an dem Menschen aus allen Generationen einander und Gott begegnen.«
Gemeinsam begeistern
Uns ist bewusst: Eine so große Vision können wir, Isolde und Daniel, in unserem Alter, nicht allein tragen. Deshalb sind wir dankbar für die enge Verbindung zu Sibylle und Steffen Beck, den leitenden Pastoren der evangelischen Freikirche ICF Karlsruhe, und zu ihrem Team. Im ICF Karlsruhe treffen sich sonntags zwischen 1000 und 1300 Menschen, darunter sehr viele, die jünger als 35 Jahre alt sind. In den letzten zehn Jahren ist eine enge geistliche Freundschaft zwischen uns – Daniel und Isolde – und dem Ehepaar Beck gewachsen. Uns verbindet die gemeinsame Vision, das Evangelium von Jesus Christus in unserem Land so zu verkündigen, dass es Menschen erreicht und in die Nachfolge von Jesus Christus ruft.
Gemeinsam sind wir dabei, intensiv zu beten und eine gemeinsame Vision für die Zukunft des gesamten Areals zu entwickeln. Eine Vision, die nicht nur uns, sondern auch die nächste Generation begeistert. Eine Vision, die größer ist als das, was Gott jedem von uns bisher schon anvertraut hat.
Wir träumen von einem Ort, an dem Menschen aus allen Generationen einander und Gott begegnen. Ein Ort, an dem nicht nur am Sonntag Gottesdienst gefeiert wird, sondern wo Menschen auch unter der Woche Hilfe und Orientierung finden. Ein Ort, der Leben fördert und Menschen hilft, geistlich und körperlich gesund zu werden.
Ganz wichtig ist, dabei Folgendes zu verstehen: Das Missionswerk Karlsruhe bleibt auch in Zukunft das Missionswerk Karlsruhe – und das ICF Karlsruhe bleibt das ICF Karlsruhe. Gemeinsam aber möchten wir eine verantwortliche Entwicklung unseres Areals für das Reich Gottes übernehmen, damit hier auch in Zukunft viele Menschen Gott erleben.
Was bleibt, was wächst?
Einige Herzensbereiche der Stiftung Missionswerk Karlsruhe, die Daniel und Isolde seit über 20 Jahren prägen, werden wie gewohnt fortgeführt. Als Missionswerk werden wir weiterhin:
- Sendungen für TV und YouTube produzieren,
- das Magazin „Freude am Leben“ herausgeben,
- Pilger-Reisen nach Israel und Griechenland leiten,
- Einsätze mit unserem Bus am Wochenende durchführen,
- sonntags Gottesdienst feiern und als Livetsream senden
- und vieles andere mehr.
Gleichzeitig tragen wir unsere Erfahrung zur großen Zukunftsvision bei, die auf unserem Gelände entsteht. Das Missionswerk Karlsruhe wird also nicht verschwinden, sondern seine Stärke in die Zukunft einbringen. Über 15.000 Quadratmeter Fläche in Karlsruhe in christlicher Hand ist eine Basis für die Zukunft, für die wir den Menschen in unserer hoffnungslosen Gesellschaft gemeinsam wieder Hoffnung geben können. Jeder Quadratmeter soll dafür genutzt werden!
Du bist wichtig
Wir möchten dich herzlich einladen, uns auf diesem Weg mit Freude zu begleiten. Wir werden dich regelmäßig über das große Zukunftsprojekt informieren. Und wir sind dir von Herzen dankbar, wenn du auch weiterhin unseren, Daniel und Isoldes, Dienst im Gebet und auch finanziell unterstützt.
Wir verbleiben mit großer Vorfreude auf das, was Gott mit uns vorhat, um sein Reich zu bauen!

Deine Freunde aus Karlsruhe Daniel und Isolde Müller und unsere Freunde Sibylle und Steffen Beck
Der Kindergarten am Gazastreifen blüht auf
Nur drei Kilometer vom Gazastreifen entfernt liegt der Kibbuz Nir Yitzhak – schwer getroffen beim Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023. Viele Familien sind damals geflohen. Damit sie zurückkehren können und die Kinder einen sicheren Ort vorfinden, haben wir mit unseren Missionswerk-Freunden die Mittel für den Wiederaufbau des Kindergartens zur Verfügung gestellt. Katja, die zuständige Mitarbeiterin, schrieb uns:
„Heute haben wir mit Rona aus dem Kibbuz Nir Yitzhak telefoniert – und was sie uns berichtet hat, erfüllt uns mit tiefer Dankbarkeit und Freude: 86 Prozent der Kibbuz-Mitglieder sind zurückgekehrt! Und nicht nur das: Sieben neue Familien sind hinzugekommen. Ist das nicht fantastisch? Besonders bewegt uns, dass die Menschen dort nun den wundervollen neuen Kindergarten nutzen, den ihr als Missionswerk Karlsruhe ermöglicht habt – einen Ort der Erneuerung, Ruhe, Heilung und des Wachstums. Genau dafür tun wir das alles: Hoffnung schenken, Zukunft gestalten, Leben stärken. Herzlichen Dank.“
Unser Projekt für 2026: Der 59. Kindergarten in Jerusalem
Die zweite gute Nachricht: 2026 dürfen wir – gemeinsam mit der Jerusalem Foundation – unseren 59. Kindergarten in Jerusalem kernsanieren. Der bestehende Kindergarten ist in einem sehr schlechten Zustand: undichte Fenster, unzureichende Küche, veraltete Möbel. Toiletten, Nebenräume und Beleuchtung sind in einem schlechten Zustand. Deshalb wollen wir für das Wohl der Kinder gemeinsam wie in den vergangenen Jahren einen modernen, kindgerechten Ort schaffen, in dem jüdische und arabische Kinder gemeinsam spielen und lernen.
Die geplante Renovierung umfasst neue Böden und Decken, eine moderne Küche, farbenfrohe Möbel und Ausstattung, einen neu gestalteten Eingangsbereich, Spiel- und Schutzräume, helle, liebevoll ausgestattete Lern- und Erlebniszonen. Seit 1983 durften wir bereits 58 Kindergärten und Tagesstätten in Jerusalem renovieren. Gemeinsam mit Freunden aus Karlsruhe, Deutschland und der Schweiz bauen wir Kinderprojekte und schaffen damit das Fundament für ein friedliches Zusammenleben und eine neue Zukunft im Land. Danke für jede Unterstützung!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Jetziger Zustand:



Computersimulation:


Wenn wir im April nach Israel und im Oktober nach Griechenland reisen, überlegen wir vorher gut, was wir einpacken. Man neigt ja dazu, viel zu viel in die Koffer und Taschen zu räumen, weil man meint, alles unbedingt zu brauchen. Am Ende des Urlaubs merkt man dann: Die Hälfte hätte ich auch zu Hause lassen können …
Fast einfacher kann es da sein, mit dem Flugzeug zu reisen. Da ist das Mitnahmegewicht begrenzt. Wer mehr mitnehmen möchte, zahlt einen Aufpreis – und der kann teuer sein.
Erschöpfung ist der Preis
Auch in unserem geistlichen Rucksack steckt oft viel zu viel Gewicht. Täglich schleppen wir ein Paket aus Sorgen, Ängste, Bitterkeit, Groll oder Schuld mit uns herum. Kein Wunder, dass uns die Last niederdrückt und wir müde werden. Wie beim Übergepäck zahlen wir drauf. Der Preis dafür kann Unruhe, Erschöpfung, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit oder letztendlich Krankheit sein. Der übervolle geistliche Rucksack hindert uns oft auch daran voranzugehen. Unsere inneren Lasten können uns lähmen. Dann wird jeder Schritt schwerer und wir bleiben auf der Stelle stehen.
Doch es gibt eine gute Nachricht: Bei Jesus musst du keinen Aufpreis bezahlen – er lädt dich ein, dein gesamte Gepäck bei ihm abzugeben: „Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch“ (1. Petrus 5,7). „Alle eure Sorgen“ heißt es hier. Nicht nur Übergepäck dürfen wir loswerden, sondern alle Belastungen, alles, was uns Kopfzerbrechen macht. Und „werfen“ sollen wir die Sorgen. Nicht halbherzig fallenlassen, sondern mit ganzer Kraft wegschleudern. Du darfst frei werden von allen Lasten. Behalte keine Gepäckstücke zurück, sondern entledige dich von allem Druck. Jesus verspricht dir, für dich zu sorgen und das ist eine wunderbare Perspektive.
Jesus sieht auch Unsichtbares
Manchmal sind es die offensichtlichen Herausforderungen, die wir mit uns herumschleppen: Existenzängste, gesundheitliche Probleme, finanzielle Belastungen oder familiäre Krisen. Aber daneben gibt es auch die unsichtbaren, inneren Gepäckstücke: Schuldgefühle, unerfüllte Erwartungen, Entmutigung, Angst vor dem Scheitern oder ähnliche Belastungen, die Druck auf unserer Seele erzeugen.
Auch dieses unsichtbare Gepäck kennt Jesus und er will es dir abnehmen. Er hat es schon für dich ans Kreuz getragen. Er sagt: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matthäus 11,28). Jesus lädt dich ein: Komm zu mir mit deinem Gepäck. Wer schon einmal seine Koffer am Flughafen eingecheckt hat, weiß, wie leicht man sich ohne diese Gepäckstücke fühlt. Die ganze Last ist weg, man ist buchstäblich erleichtert und kann sich anderem zuwenden.
Diese Erfahrung greift David in Psalm 55,23 auf, wenn er dazu auffordert: „Wirf dein Anliegen auf den Herrn, er wird dich versorgen.“ Egal, was dein Anliegen ist, oder wie es aussieht, alles kannst du ihm abgeben, nichts ist ausgenommen. Beim Koffertragen stellen wir es schnell fest: Zwei Hände können nicht denselben Griff halten. Einer muss loslassen. Du darfst darauf vertrauen: Wenn du dein Gepäckstück loslässt, übernimmt Jesus! Entweder du trägst es oder Jesus.
»Wirf dein Anliegen auf den Herrn, er wird dich versorgen.« – Psalm 55,23
Du brauchst keine Sorgen
Kannst du ihm vertrauen, dass er es gut mit dir meint? Kannst du ihm vertrauen, dass er deine Last noch besser tragen wird und dir wirklich helfen kann? Vertrauen fällt uns manchmal schwer, weil der Mensch gern alles selber in der Hand hat. Wenn wir uns Sorgen machen, glauben wir gern, wir hätten die Kontrolle über die Situation oder können sie durch Grübeln verbessern. Aber Gott möchte, dass wir loslassen und uns auf ihn verlassen: „Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand" (Sprüche 3,5). Dieser Vers ermutigt uns, nicht auf unsere eigene Weisheit zu bauen. Unser Verstand sagt oft: Geht nicht! Unmöglich! Oder: Nicht denkbar! Aber Jesus hat andere Möglichkeiten, als wir meinen. Gottes Gedanken sind anders und viel besser als unsere Gedanken und Pläne. Doch das müssen wir erst erkennen.
»Sorgen verändern nichts, doch sie rauben uns unseren inneren Frieden.«
Manchmal ist die Gefahr, dass wir unsere Sorgen zwar bei Gott abgeben – aber zehn Minuten später wieder zurückholen. Wir gönnen uns kurz Entlastung – und packen es dann doch selbst wieder an. Aber es geht nicht darum, unsere Sorgen kurzfristig bei Gott zu parken, sondern sie endgültig zu entsorgen.Du brauchst sie nicht. Und selbst das fällt uns manchmal schwer zu glauben. Manchmal haben wir uns so an unseren Rucksack gewöhnt, dass er fast schon zu uns gehört und es uns schwerfällt, ihn loszulassen. Unser Grübeln und Sorgen kann uns geradezu vertraut werden. Und weil wir Menschen Vertrautes mögen, halten wir daran fest. Es kann auch sein, dass wir Furcht haben vor Veränderung – und sei es die Veränderung durch einen Rucksack, der plötzlich leicht wird. Wenn Sorgen uns lange begleiten, können sie Teil von unserem Selbstbild werden. Dann beginnen wir, uns als jemanden zu sehen, der eben viel zu tragen hat. Aber damit vergessen wir, dass Jesus sich Freiheit für uns wünscht.
Frei wie ein Vogel
Jesus sagt in Matthäus 6,25-26: „Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?“ Sorgen verändern nichts, doch sie rauben uns unseren inneren Frieden. Mit unserem Sorgen blockieren wir Gottes Handeln.
Es geht nicht darum, die Hände in den Schoß zu legen und passiv zu werden. Doch statt uns den Kopf zu zerbrechen und von Lasten niederdrücken zu lassen, dürfen wir vertrauen, dass er uns versorgt und Lösungen hat. Gott möchte, dass wir dieselbe Leichtigkeit bekommen wie ein Vogel. Er sorgt vor, er baut ein Nest und kümmert sich um seine Jungen. Aber er kennt keine Grübeleien. Sorgen können uns innerlich zerreißen, doch Gottes Friede heilt die Risse und stellt unsere Seele wieder her. Er möchte unsere Wunden verbinden. Doch damit kann er erst beginnen, wenn wir loslassen.
Schau nicht auf deine Umstände, sondern ändere deine Blickrichtung. Mach eine Kehrtwendung und lade deine Sorgen ab bei Gott. Entschließe dich, deine schwierige Situation abzugeben am Kreuz. Wie Gott sie löst, überlass ihm. Glaube und vertraue, dass er „alles zum Guten mitwirken lässt“ (Römer 8,28).
Praktische Schritte, um deine Sorgen loszuwerden
• Erkenne, was du trägst
Benenne deine Gepäckstücke. Mach dir eine Liste: Was beschäftigt dich? Was raubt dir den Schlaf?
• Ändere deine Blickrichtung
Wende dich zu Jesus und schau nicht auf deine Schwierigkeiten. Lass das Grübeln und Darüber-Nachsinnen, das Wenn und das Vielleicht und was daraus werden könnte.
• Benenne es im Gebet
Sag Jesus konkret, was du loswerden willst.
• Lass los – im Vertrauen auf Jesus
Übergib ihm alles – alleSchwierigkeiten und Herausforderungen.
Isolde Müller, Leiterin des Missionswerk Karlsruhe
Hier kannst du die Predigt nachschauen:
Ein neues Jahr beginnt – und vielleicht fühlt es sich für dich nicht unbedingt nach Aufbruch an. Die Welt um uns herum scheint an vielen Punkten zu bröckeln. Politische Spannungen, Kriege, wirtschaftliche Unsicherheiten und persönliche Herausforderungen lassen niemanden unberührt. Auch als Christ bist du nicht frei von Sorgen, von Momenten, in denen du dich fragst: Warum läuft nicht alles so, wie ich es mir wünsche? Warum fühle ich mich manchmal kraftlos oder bedroht von Dunkelheit?
Doch genau hinein in diese Welt der Erschütterungen spricht Gott: „Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir, ich halte dich mit der rechten Hand meiner Gerechtigkeit“ (Jesaja 41,10).
»Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir, ich halte dich mit der rechten Hand meiner Gerechtigkeit.« – Jesaja 41,10
Das ist keine religiöse Floskel. Das ist eine göttliche Zusage an dich persönlich. Du bist kein zufälliges Produkt der Zeit. Gott wollte dich genau in diesem Zeitabschnitt auf der Erde haben. Er hat dich bewusst hineingesetzt, weil er noch immer zu dir hält und weil er dir zutraut, ein Licht zu sein, wo Schatten dichter werden.
1. Warum du in einer unsicheren Welt geborgen bist
Du bist Kind Gottes – keine Randfigur, kein anonymer Mensch unter Milliarden, sondern ein Sohn oder eine Tochter des himmlischen Königs. Das macht einen gewaltigen Unterschied: Gott lässt Ungläubigen manchmal aus Gnade Wunder widerfahren, um sie auf sich aufmerksam zu machen. Bei seinen Kindern geschehen Wunder, weil sie seine Erben sind. Das bedeutet: Du darfst jederzeit zu Gott kommen, du hast Zugang zu seinem Herzen, zu seiner Kraft, zu seiner Führung. Nichts in deinem Leben geschieht ohne seinen Blick, seine Nähe, seine Möglichkeiten.
»Gott traut dir zu, ein Licht zu sein, wo Schatten dichter werden.«
Vielleicht ist nicht alles so, wie du es dir wünschst. Aber nichts entgleitet Gott. Wenn du in ihm bleibst, bleibst du in seinem Schutzraum – selbst wenn Stürme toben. Die Bibel beschreibt diesen Schutz so: „Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt und im Schatten des Allmächtigen bleibt, der sagt zu dem Herrn: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich vertraue“ (Psalm 91,1–2).Maria zeigt uns: Ein empfangsbereites Herz erkennt nicht nur das, was gerade sichtbar ist, sondern preist Gottes Handeln im Voraus.
2. Wie du stark bleiben kannst
Stärke im Glauben wächst dort, wo du dich an Gott bindest: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht“ (Johannes 15,5). Sie wächst durch Beziehung, durch eine lebendige, beständige Verbindung zu Gott. Diese Beziehung braucht Räume, in denen sie sich entfalten kann, und Gewohnheiten, durch die sie Form annimmt. Deshalb können dir die folgenden drei Lebensweisen helfen, Stärke aus deiner Beziehung zu Gott zu gewinnen:
• Verwurzle dich täglich in Gottes Wort. Die Bibel ist nicht nur Informationsquelle, sondern geistliche Nahrung. Ohne sie verhungert dein innerer Mensch. Mit ihr wächst du über deine Gefühle hinaus.
• Fülle deinen Tag mit Gottes Gegenwart. Kleine Gebete, Lobpreis zwischendurch, ein kurzer Dank im Auto oder beim Spazierengehen – das alles hält dein Herz lichtdurchflutet.
• Umgib dich mit Menschen des Glaubens. Isolation ist der fruchtbarste Boden für Niedergeschlagenheit und inneres Ermatten. Gemeinschaft aber baut auf, trägt, korrigiert und stärkt.
3. Wie du dich vor innerer Erschöpfung schützt
Christen werden nicht deshalb kraftlos und niedergeschlagen, weil Gott ihnen fern wäre, sondern weil sie seine Nähe nicht mehr als Kraftquelle wahrnehmen. Sie verlieren sich im Kreisen um Probleme, im Vergleichen, im Versuch, alles zu kontrollieren. So kannst du dein Herz schützen:
• Pflege Dankbarkeit – jeden Tag. Dankbarkeit ist eine geistliche Waffe. Sie lenkt deinen Blick weg von dem, was fehlt, und hin auf das, was Gott getan hat – und noch tun wird.
• Erkenne deine Grenzen an. Gott erwartet nicht, dass du alles schaffst. Du darfst ruhen. Nimm wahr, wo deine Kraft endet, und erlaube dir, Pausen zu machen.
• Vertraue darauf, dass Gott Prozesse nutzt. Nicht alles geschieht sofort durch ein Wunder. Manches braucht seine Zeit und bleibt ein Weg. Aber Gott geht ihn mit dir.
»Bei Gottes Kindern geschehen Wunder, weil sie seine Erben sind.«
4. Wie du ein Vorbild für Menschen ohne Glauben wirst
Die Welt sucht nicht perfekte Christen, sondern echte Menschen. Menschen, die mitten in Schwierigkeiten Frieden ausstrahlen, mitten in Unsicherheit Hoffnung haben, mitten in Herausforderungen Liebe leben. Du bist ein Zeugnis nicht dadurch, dass du nie kämpfst, sondern dadurch, wie du kämpfst: mit Frieden statt Panik, mit Hoffnung statt Angst, mit Liebe statt Härte, mit Gnade statt Verurteilung. Menschen sind beeindruckt von Christen, die trotz Schwierigkeiten strahlen, weil Jesus in ihnen lebt.
5. Wie du herausfindest, was Gott mit dir vorhat
Du bist nicht zufällig hier. Gott hat dich bewusst in diese Generation gesetzt. Er vertraut dir Aufgaben an, die nur du erfüllen kannst. Mit diesen Fragen kannst du herausfinden, was Gott mit deinem Leben vorhat:
• Was entzündet dein Herz? Leidenschaft ist oft ein Fingerzeig des Himmels.
• Wo siehst du Not? Oft will Gott dich dort nutzen, wo du innerlich nicht wegschauen kannst.
• Wofür hat Gott dich begabt? Gaben sind nicht eine Verzierung deines Lebens, sondern Werkzeuge für deinen Auftrag.
Frage Gott: „Wo ist dein Platz? Wen soll ich heute segnen?“ Und dann geh kleine Schritte.DennTreue zu Gott und zu unserer Berufung zeigt sich zuerst im Kleinen.
Ja, die Welt ist herausfordernd. Ja, Entwicklungen machen uns Sorgen. Aber im globalen Vergleich geht es uns oft unglaublich gut. Und mehr noch: Wir sind niemals ohne Gott. Er hat uns in diese Zeit gesetzt, nicht um zu überleben, sondern um Botschafter seines Reiches zu sein. Sei dir bewusst: Du bist Licht in der Finsternis. Du bist getragen, geliebt und bevollmächtigt.
Stark, trotz allem! Gott hat alles im Griff. Alles. Er hält dich mit einer Liebe, die nicht loslässt, und mit einer Zukunft, in der du Hoffnung atmen kannst!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe
Reisen für Gruppen brauchen einen langen Vorlauf. Und auch für die eigene Planung ist es hilfreich, früh zu wissen, wann und wohin es geht. Deshalb laden wir dich schon jetzt zu unseren beiden Segensreisen im Jahr 2026 ein:
Natürlich spüren wir auch bei den Reisen, wie viel teurer alles geworden ist. Aber eines war für uns klar: Wir wollen nicht an der Qualität sparen. Denn wir wollen nicht Ferienreisen wie große Anbieter veranstalten. Unsere Standards sind andere:
· durchgehend derselbe Reiseleiter und Reisebus
· drei Mahlzeiten am Tag
· alle Eintrittsgelder bereits inklusive
· tägliche Andachten im Freien und in angemieteten Sälen in den Hotels
· Flüge mit zuverlässigen Partnern – keine Billigflieger, die kurz vor der Reise die Gruppenflüge absagen


Warum mit uns reisen?
· Geistliche Tiefe statt Tourismus-Routine
· Transparente Preise ohne Überraschungen
· Sicherheit durch langjährige Erfahrung und zuverlässige Partner
· Herzliche Gemeinschaft, persönliche Begleitung, lebendiger Glaube
Besonders die Saalmiete für unsere geistlichen Zeiten fallen ins Gewicht, denn Hotels berechnen diese extra. Weil die Andachten aber wichtige Zeiten unserer Reisen sind, wollen wir daran nicht sparen. Ein anderer Kostenfaktor sind die Einzelzimmer: Sie sind oft unverschämt teuer, weil die Hotels in der Regel Doppelzimmer vergeben und nur den Preis für das Frühstück nachlassen. Wir sprechen das offen an – bei uns gibt es keine versteckten Aufschläge nachträglich.
Unser Rat: Melde dich frühzeitig an und nutze den Frühbucherrabatt!
So können wir besser planen – und du hast deinen Platz sicher reserviert.
Israel im Mai 2026
Das heilige Land erleben
Wir glauben, dass wir 2026 unsere Israelreise wieder in vollem Umfang durchführen können. Die Verhandlungen mit Fluggesellschaften, Hotels, Reiseleitern und Busunternehmen sind bereits abgeschlossen – damit du dich auf eine gut vorbereitete und gesegnete Reise freuen kannst. Wir fahren mit dem Bus zu Orten wie dem See Genezareth, der Taufstelle am Jordan oder Gethsemane und spüren den biblischen Geschichten nach. Sollte – wider Erwarten – Israel doch nicht zu bereisen sein, wird der Reisepreis selbstverständlich zurückerstattet.
Mehr zum Programm der Israel-Rundreise 2026 sowie die Anmeldeunterlagen und Reisebedingungen findest du hier.


Griechenland im Oktober 2026
Auf den Spuren von Paulus
Im Oktober 2026 reisen wir dorthin, wo Paulus das Evangelium verkündet hat: nach Philippi, Thessaloniki und Korinth. In Beröa besuchen wir außerdem die alte Synagoge, besichtigen Klöster in den Meteora-Felsen und den Areopag in Athen. Im Oktober ist es hier meist mild und sonnig und die Wassertemperatur noch angenehm. An wunderschönen Orten mit oft spektakulärem Ausblick halten wir tägliche Andachten und Mahlzeiten und haben viel Zeit für Austausch, Erholung und Gemeinschaft.
Mehr zum Programm der Paulus-Erlebnisreise 2026 sowie die Anmeldeunterlagen und Reisebedingungen findest du hier.


In allen Farben und mit vielen Noppen warteten die begehrten Steine schon auf viele Besucher: Nach einem Jahr Pause starteten am 3. Oktober wieder die LEGO® Bautage im Missionswerk. Knapp 40 junge Baumeister strömten in unsere Räume und konnten es kaum abwarten, ihre kreativen Ideen in die Tat umzusetzen.
Nach einer offiziellen Begrüßung, ein paar Regeln und dem gemeinsamen LEGO® Song ging es ab auf die Baustelle. Die Kids zwischen acht und 13 Jahren zögerten nicht lang und legten sofort los: In kürzester Zeit entstanden die ersten Häuser, Autos und Bahnhöfe. Ein riesiges Stadion reihte sich neben eine große Kirche, eine Eisenbahn schlängelte sich zwischen zahlreichen Traumhäusern.



Bauen in der Bibel
Natürlich braucht jeder Architekt auch mal eine Pause, deshalb gab es zur Stärkung ein leckeres Mittagessen und anschließend folgte ein inhaltlicher Teil mit Lobpreis, Spielen, Rätseln und jeweils einer biblischen Geschichte, die sich immer rund um das Bauen drehte. Anhand von passenden Experimenten veranschaulichten wir den Kindern, was uns Gott heute mit den Geschichten sagen möchte. Es war schön zu sehen, wie auch bewegungsfreudige Kinder bei den Geschichten sehr aufmerksam zugehört haben.
So lange und groß die Vorfreude auf die LEGO® Bautage gewesen war, so schnell gingen sie auch vorbei und wir konnten nach den drei genialen Tagen eine gigantische LEGO® Stadt bewundern. Ein solch besonderes Highlight für die Kinder lässt sich nur mit vielen Helfern stemmen: Wir sind dankbar für alle, die uns während dieser Zeit in der Küche, auf der Baustelle und beim Transport der Steine unterstützt haben! Nun beten wir, dass diese LEGO® Tage auch ein geistliches Fundament gelegt haben, auf das Gott in den Kindern aufbauen kann.
Vielleicht ahnst du gar nicht, wie viel durch dieses Magazin und deine Treue und Unterstützung möglich wurde. Denn mit seiner Hilfe konnten wir in den letzten Jahrzehnten Projekte bewerben, aufbauen und tragen – unter anderem 58 Kindergärten in Jerusalem und einen am Gaza-Streifen, dazu viele Hilfsprojekte in Indien, Südafrika und Deutschland, spontane Hilfsaktionen, zum Beispiel für ukrainische Waisenkinder, die fliehen mussten. Daneben haben wir über 45 Jahre Israelreisen informiert, auf denen viele Freunde – und vielleicht auch du – Gott in besonderer Weise erlebt haben. Zahlreiche Erlebnisberichte über Gottes Wirken und Heilungen haben andere ermutigt, für die eigene Herausforderungen zu beten.
Benjamin Schläpfer
Wir sind dir unendlich dankbar für jede Spende und für dein treues Mittragen unseres Auftrags. Gerade in dieser Zeit sind eure Gaben für uns überlebensnotwendig! Sie ermöglichen, dass unsere Arbeit weitergehen kann und wir gemeinsam Hoffnung und Hilfe weitergeben.
Jetzt gab es neue EU-Richtlinien bei Banküberweisungen. Diese führen leider manchmal dazu, dass Überweisungen blockiert werden – etwa wenn der Empfängername in Großbuchstaben geschrieben ist oder Banken eine besondere Zusicherung vom Spender verlangen. Jemand erzählte, dass er deshalb seinen Zehnten nicht überweisen konnte.
Erforderlich bei Überweisungen ist nun der exakte Empfängername. Je nachdem welches Konto du nimmst, lautet er folgendermaßen:
Stiftung Missionswerk Karlsruhe:
IBAN DE53 5009 2100 0001 7754 05
Missionswerk Karlsruhe:
IBAN DE53 5009 2100 0001 7753 08
Bitte melde dich unbedingt bei uns, wenn du Schwierigkeiten mit einer Überweisung hast. Gemeinsam finden wir eine Lösung. Wenn du sichergehen möchtest, kannst du auf der Rückseite vom Zahlschein (siehe Beiblatt zum Magazin) das SEPA-Lastschriftmandat ausfüllen und uns zusenden. Das ist auch für eine einmalige Spende möglich.
Solltest du in diesem Jahr keinen Dankbrief von uns bekommen haben, lass es uns bitte ebenfalls wissen. Jeder, der uns nicht ausdrücklich mitgeteilt hat, dass er keinen erhalten möchte, sollte ihn mit der Post bekommen. Denn: Unsere Freunde sind uns wertvoll – weil sie in dieser Zeit ein echter Schatz sind.
Von Herzen danke für deine Großzügigkeit, dein Vertrauen und deine Freundschaft!
Daniel Müller, Leiter des Missionswerk Karlsruhe







